Klima-Thinktank Epico für digitalen CO2-Wohnpass

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Die Denkfabrik Epico schlägt die Einführung eines digitalen CO2-Wohnpasses vor. Das geht aus einem Konzeptpapier hervor, das gestern von dem im Februar gegründeten liberal-konservativen Klimaschutz-Thinktank vorgestellt wurde. Wohnungsgesellschaften könnten durch Dekarbonisierungs-Zwischenziele Vertrauen aufbauen, auch am Kapitalmarkt. „Um wiederum die Energiekennzahlen stetig, hochaufgelöst und überprüfbar zusammenzustellen, wird die Einführung eines digitalen CO2-Wohnpasses vorgeschlagen“, heißt es in dem Papier zu digitalen Klimaschutzlösungen. „Anders als der bisherige Gebäudeausweis soll der digitale CO2-Wohnpass sowohl dynamisch den energetischen Zustand der Immobilie erfassen (Datenhoheit Vermieter) als auch die Energieverbräuche der Vermieter*innen (Datenhoheit Mieter) datensouverän abbilden.“

Insgesamt solle er für Mieter und Vermieter jeweils einen Abgleich mit den CO2-Budgets erlauben, sodass ein stabiler Bezug zum 1,5-Grad-Ziel erreicht werde. „CO2-Einsparerfolge sollen auf diese Weise bereits heute verifizierbar für Geschäftsberichte ausgewiesen werden können.“ Ein entsprechender Bilanzierungsrahmen müsse gesetzlich verankert werden. Der Grüne Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek sagte am Donnerstag, die Einführung eines CO2-Wohnpasses werde sicher nicht einfach, sei aber eine gute Idee, „um in diesem komplexen Bereich für Vergleichbarkeit zu sorgen“. Wichtig sei, dass der Prozess „nicht überbürokratisiert“ werde, merkte Lukas Köhler von der FDP an.

Epico veröffentliche gestern weitere Konzeptpapiere zu Strommarktdesign, Wasserstoffwirtschaft und CO2-Bepreisung. Sie entstanden im sogenannten „Policy Accelerator Climate Innovation“ in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung. 40 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik hätten an den Lösungsvorschlägen mitgearbeitet, teilte Epico mit. jas, fsc

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