Marine Le Pen will AKW-Laufzeiten verlängern

Am 23. April findet die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich statt. Hier die energiepolitischen Programme der Kandidaten:

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Marine Le Pen gründete 2014 die Bewegung Neue Ökologie für eine „patriotische Umwelt“. Die Chefin des rechtsgerichteten Front National setzt auf Atomkraft. Le Pen fordert eine Laufzeitverlängerung. Sie ist gegen die Windkraft, weil sie „scheußlich und teuer“ sowie eine „visuelle Verschmutzung“ sei. Der Anteil fossiler Energie sollte aber reduziert werden, für den Straßenverkehr setzt Le Pen auf wasserstoffgetriebene Fahrzeuge. Jüngster Umfragewert: 22 Prozent.


Francois Fillon, Kandidat der konservativen Republikaner, möchte die Atomkraft ausbauen und Subventionen für erneuerbare Energien streichen. Stattdessen soll es Steuererleichterungen für  ihren Ausbau geben. Fillon macht sich für einen europaweiten Mindestpreis auf CO2 in Höhe von 30 Euro pro Tonne stark. Jüngster Umfragewert: 19 bis 20 Prozent.


Der Gründer der Linkspartei, Jean-Luc Mélenchon, will 100 Milliarden Euro in den ökologischen Umbau der Wirtschaft stecken. In die Verfassung will er eine „grüne Regel“ schreiben, laut der man der Natur nicht mehr entnehmen darf, als sich regenerieren kann. Mélenchon will aus der Kernenergie aussteigen und die Nutzung fossiler Energien verringern. Jüngster Umfragewert: 19 Prozent.


Benoît Hamon geht für die Sozialisten ins Rennen. Er setzt sich für eine europaweite Steuer auf Kohlendioxid und ein Verbot von Dieselfahrzeugen ab 2025 ein. Bis dahin sollen 50 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen stammen – zurzeit sind es in Frankreich 17 Prozent. Gemeingüter wie Luft und Wasser will Hamon unter Schutz stellen. Jüngster Umfragewert: 8 Prozent.


Keine Möglichkeiten, ihr Programm zu verwirklichen, hat die Partei Europe Écologie-Les Verts mit ihrem Kandidaten Yannick Jadot. Er verzichtete im Februar auf eine Fortsetzung des Wahlkampfes.

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