Porträt Ilka Horstmeier

Ilka Horstmeier
Ilka Horstmeier, Personalvorständin, BMW (Foto: promo)

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Sie ist keine Ingenieurin und keine Maschinenbauerin, Ilka Horstmeier hat in Saarbrücken BWL studiert. Trotzdem führte ihr Karriereweg bei BMW durch jene Abteilungen und Geschäftsbereiche, in denen gewöhnlich die „Car Guys“ das Sagen haben: Karrosseriebau, Logistik, Motorenproduktion. Zuletzt war die 50-Jährige Leiterin des Werks in Dingolfing, dem größten Produktionsstandort von BMW in Europa mit 18.000 Beschäftigten und 800 Azubis. Ihr „Traumjob“, wie sie damals sagte.

Doch der Weg durch die „Männerwelt“ des Autokonzerns, der 1995 begann, war noch nicht zu Ende, er brachte Horstmeier Ende 2019 bis an die Spitze. Im November wurde die gebürtige Duisburgerin Personalvorständin des bayerischen Autoherstellers. Als Nachfolgerin von Milagros Caiña-Andree, deren Vertrag nicht verlängert wurde, bleibt sie bislang die einzige Frau im BMW-Vorstand.

Doch BMW hat Ambitionen. Schon 2012 gab sich der Hersteller das Ziel, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. In Deutschland liegt der Frauenanteil im Management inzwischen bei 15 Prozent, weltweit bei gut 17 Prozent. An fixe Quoten glaubt Ilka Horstmeier nicht: „Quoten alleine werden nicht helfen“, sagte sie der „Süddeutsche Zeitung“. „Wir müssen zudem darauf achten, dass es nicht ins andere Extrem kippt.“ Wichtig sei aber ein „Orientierungswert“. Als Arbeitsdirektorin von 130.000 Beschäftigten steht die Managerin vor der großen Herausforderung, die Belegschaft in der Transformation in die Elektromobilität zu halten, weiterzubilden und zu qualifizieren. 46.000 wurden weltweit bereits für die Antriebswende geschult.

Doch die Personalchefin ist realistisch genug, um zu wissen, dass die Antriebswende Jobs kosten wird, auch bei BMW. Einen Abbau von branchenweit mehr als 400.000 Arbeitsplätzen hält sie indes für ein Extremszenario. Hostmeier bezeichnet sich selbst als „begeisterte E-Mobilitätsfan“. Im weitläufigen Dingolfinger Werk war sie mit ihrem BMW-E-Scooter unterwegs, in der privaten Garage steht ein vollelektrischer BMW i3. Henrik Mortsiefer

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