Verkehr & Smart Mobility

Wybcke Meier

WybckeMeier
Wybcke Meier, CEO, Tui Cruises

von Maya Morlock

veröffentlicht am 06.03.2020

aktualisiert am 08.03.2020

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Immer neue Horizonte sehen – das geht nur auf hoher See“, sagt Wybcke Meier. Seit fast sechs Jahren lenkt sie von Hamburg aus die wachsende „Mein Schiff“-Flotte von Tui Cruises, einer Tochter des Tui-Konzerns und des US-Kreuzfahrtriesen Royal Caribbean. Aktuell hat Meier nicht nur mit den Auswirkungen des Coronavirus auf die Branche und dem ständigen Streit mit Umweltschützern gut zu tun, sondern managt auch die milliardenschwere Übernahme von Hapag-Lloyd-Cruises und die Integration ins eigene Unternehmen.   

Aufgewachsen auf Helgoland wollte Meier „etwas von der Welt sehen“, wie sie der „Wirtschaftswoche" mal erzählte, heuerte als Reiseleiterin bei Fischer Reisen an – „im Sommer am Ballermann auf Mallorca, im Winter auf Lanzarote“ –, machte eine Ausbildung zur Reise- und Verkehrskauffrau und stieg schnell auf zur Assistentin des Geschäftsführers. Später wurde sie Vertriebschefin bei einem Reiseshopping-Fernsehkanal und Geschäftsführerin mehrerer Reiseanbieter.

Bei Öger-Tours etwa war sie acht Jahre in führenden Positionen tätig. Als Namensgeber und Inhaber Vural Öger ins Europa-Parlament einzog, übernahm Meier zusammen mit Ögers Tochter Nina „de facto die Alleinleitung des damaligen Marktführers für Türkei-Reisen“, wie es in der Branche hieß. Auch den Verkauf von Öger an Thomas Cook stemmte Meier damals.

Bei Öger habe sie auch den Umgang mit Alpha-Tieren gelernt, erzählte Meier der „Wiwo“. „Vieles musste sehr mühsam und umständlich vorbereitet werden, um keinen vor den Kopf zu stoßen – den Kollegen musste die Chance gelassen werden, ihr Gesicht zu wahren“. Als der Bundestag die Frauenquote für Top-Positionen in Großunternehmen einführte, war die Managerin hin und her gerissen: „Das ist eher kontraproduktiv, wichtiger wäre ein Kulturwandel. Andererseits habe ich es nicht geschafft, eine eigene Familie zu gründen, weil es mit der Arbeit nicht passte – vielleicht ist die Quote doch notwendig.“ Felix Wadewitz

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