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Best Practice : Wie die SV Sparkassen Versicherung ihre Mitarbeiter sensibilisiert

Caroline Wolf
Caroline Wolf
Jörg Fischer-Haldorn
Jörg Fischer-Haldorn
Christoph Jag
Christoph Jag
Foto: Privat, Privat, SV Sparkassen Versicherung

Bei der SV Sparkassen Versicherung haben die Vorstände den Warntag im September genutzt, die Belegschaft zu animieren, auch im Privaten für Krisen vorzusorgen. Das Beispiel zeigt, wie Unternehmen mit überschaubarem Aufwand einen Beitrag zur Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz leisten können.

von Caroline Wolf, Sparkassen Versicherungen, Jörg Fischer-Haldorn, Sparkassen Versicherungen & Christoph Jag, Sparkassen Versicherungen

veröffentlicht am

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Als Versicherer beschäftigt sich die SV Sparkassen Versicherung (SV) täglich mit Risiken und deren Folgen. Insbesondere im Umgang mit Naturgefahren wie Hochwasser und Sturm verfügt sie über langjährige Erfahrung und umfassende Expertise. Doch die Herausforderungen der Krisenvorsorge gehen weit über klassische Naturgefahren hinaus. Insbesondere durch die veränderte Sicherheitslage rücken zunehmend Bedrohungsszenarien in den Fokus, die über Jahrzehnte hinweg als eher theoretische Risiken galten und auf die große Teile der Bevölkerung bislang kaum vorbereitet sind.

Dieser Entwicklung trägt die SV Rechnung. Dabei beschränkt sich Vorsorge aus Sicht des Unternehmens nicht auf betriebliche Maßnahmen. Vielmehr sollen die Mitarbeitenden selbst dafür sensibilisiert werden, sich mit möglichen Krisensituationen und der persönlichen Vorsorge für sich und ihre Familien auseinanderzusetzen.

Gesprächsthema über den Arbeitsplatz hinaus

Im Mittelpunkt der Initiative zum Warntag am 10. September stand die Verteilung der Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Die Publikation gibt praktische Hinweise, wie man sich auf Versorgungsengpässe oder Stromausfälle und weitere Krisenszenarien vorbereiten kann. Zur Sensibilisierung der Belegschaft und als Vorbereitung auf die Verteilung der Broschüre informierte die Unternehmenskommunikation zudem bereits im Vorfeld über den bundesweiten Warntag und dessen Zweck.

Damit die persönliche Krisenvorsorge auch über den Arbeitsplatz hinaus zum Thema wird und in den Familien und im persönlichen Umfeld der Mitarbeitenden Aufmerksamkeit findet, erhielten alle Beschäftigten zum Warntag ein gedrucktes Exemplar der Broschüre. Begleitet wurde die Broschüre von einem Brief des Gesamtvorstands. Darin ordnete dieser die Initiative vor dem Hintergrund der veränderten geopolitischen Lage ein und verwies auf die wachsende Bedeutung des Zivilschutzes. Zugleich unterstrichen die Vorstände die Verantwortung der SV für Stabilität und Sicherheit.

Reservist spricht über Operationsplan Deutschland

Die Botschaft an die Mitarbeitenden war bewusst pragmatisch: Wer sich frühzeitig mit möglichen Krisensituationen auseinandersetzt und seine persönliche Vorsorge an die eigene Lebenssituation anpasst, kann im Ernstfall sicherer und souveräner handeln.

Ergänzend veröffentlichte die SV über ihre internen Kommunikationskanäle ein Videointerview mit Jörg Fischer-Haldorn, Abteilungsleiter im Kundenservice des Unternehmens, der zugleich als Reserveoffizier in der zivil-militärischen Zusammenarbeit der Bundeswehr aktiv ist. Auch hier ging es um die Bedeutung der persönlichen Krisenvorsorge, aber auch um sicherheitspolitische Aspekte wie den Operationsplan Deutschland oder die Auswirkungen der veränderten Sicherheitslage auf Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Das Interview sollte die sicherheitspolitischen Zusammenhänge verständlich einordnen und verdeutlichen, welchen Beitrag persönliche Krisenvorsorge zur gesellschaftlichen Resilienz leisten kann.

Überschaubarer Aufwand mit großer Wirkung

Mit ihrer Initiative möchte die SV ihre Mitarbeitenden für die Bedeutung der persönlichen Krisenvorsorge sensibilisieren und ihnen praktische Hilfestellungen für die eigene Vorbereitung geben. Zugleich zeigt das Beispiel, wie Unternehmen mit überschaubarem Aufwand einen Beitrag zur Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz leisten können.

Die Kombination aus schriftlichen Informationen, einer persönlichen Ansprache des Vorstands und einem ergänzenden Videointerview bietet dabei unterschiedliche Zugänge zu einem Thema, das angesichts der veränderten Sicherheitslage zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Caroline Wolf ist Expertin im Notfall- und Krisenmanagement, Jörg Fischer-Haldorn ist Abteilungsleiter des Kundenservice und Christoph Jag ist Pressesprecher bei der SV Sparkassen Versicherung.

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