Wenn der CO2-Preis ab 2021 das Heizen mit Öl und Gas verteuert, sollten aus
Sicht der SPD-geführten Ministerien für Finanzen, Umwelt und Justiz Vermieter
die Hälfte der zusätzlichen Kosten tragen. Das geht aus einem Entwurf
gemeinsamer Eckpunkte der Ressorts hervor. Die Ministerien schlagen darin vor, „die Umlage der CO2-Kosten
auf die Mietenden auf maximal 50 Prozent zu begrenzen“ – Vermieter dürften also
höchstens die Hälfte der Kosten, die ab 2021 zunächst Jahr für Jahr ansteigen,
auf die Miete aufschlagen. Aus der Immobilienbranche kam Protest, betroffene
CDU-Ministerien, das Bau- und das Wirtschaftsministerium, äußerten sich zunächst
nicht.
Ein Sprecher von Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagte, mit
dieser Initiative zeigten die Ministerien, dass sie die „soziale Abfederung“ von
Klimaschutz sehr ernst nähmen. Man freue sich auf Rückmeldungen der anderen
Ressorts. Der CO2-Preis verteuert ab 2021 sowohl Benzin und Diesel als
auch Heizöl und Erdgas. Zunächst liegt er bei 25 Euro pro Tonne und steigt dann Jahr für Jahr an. Ziel ist, fossile Brenn- und
Kraftstoffe weniger attraktiv zu machen und zum Umstieg auf klimafreundlichere
Alternativen anzuregen. Mieter haben das bei Heizungen allerdings in der Regel
nicht selbst in der Hand – ob die alte Ölheizung ausgetauscht wird, entscheidet
der Vermieter.
Im Klimaschutzprogramm hatte die schwarz-rote Koalition
vereinbart, „eine begrenzte Umlagefähigkeit der CO2-Bepreisung“ zu prüfen“. Das
reize Vermieter an, in klimaschonende Heizungen und gute Isolierung zu
investieren, und Mieter, beim Heizen zu sparen. Brennstofflieferanten
sollen verpflichtet werden, auf der Rechnung den Anteil des CO2-Preises
auszuweisen. Die neue Regelung sollte aus Sicht der Ministerien mit Beginn des
CO2-Preises ab 1. Januar 2021 gelten – und nicht nur für Wohnungen, sondern auch
für Gewerbemieten.
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