Minimale Mengen, maximale Naturrisiken – die geplanten Gasbohrungen unter das Meeresschutzgebiet vor Borkum sind aus DUH-Sicht eine Farce. Die Umweltschützer fordern die Genehmigungsbehörden auf, dem Projekt eine klare Absage zu erteilen.
Der Umbau zu einer klimafreundlichen Stahlproduktion in Deutschland zieht sich hin, es gibt Rückschläge und Zweifel. Geplante EU-Regelungen könnten die Wettbewerbschancen grünen Stahls aber verbessern.
Die EU-Kommission will Netzbetreiber zu Kosteneffizienz zwingen, ohne ihnen aber etwas vorschreiben zu können. Ein internes Dokument zeigt erstmals, wie die Behörde die Senkung der Netzentgelte herbeiführen möchte. Dazu gehören auch Mindestquoten für den Smart-Meter-Rollout.
Die Reform der Netzentgeltwälzung wird laut Bundesnetzagentur Unternehmen in der Hochspannung entlasten. Den Effekt will sie bei den Industrienetzentgelten berücksichtigen. Vor Mehrkosten für die Industrie durch das neue AgNes-Grundmodell warnen dagegen die Netzbetreiber. Die Chemieindustrie drängt bei der Entlastungshöhe auf den Erhalt des Status quo.
Die Bundesregierung will mit einem Bonus sicherstellen, dass Kraftwerke im Süden entstehen. Das könnte Standorte im Norden und Osten benachteiligen und zum Problem im Beihilfeverfahren werden, warnen Rechtsgutachter. Sie schlagen ein kombiniertes Modell vor.
Wieder einmal hat die Europäische Union deutlich weniger in die Energiewende investiert, als für ihr Klimaziel 2030 nötig wäre. Während Solarkraft und Batteriespeicher auf Kurs sind, verzeichnen Windkraft, Sanierungen und Elektroautos große Defizite. Gleichzeitig trocknet mit dem Jahreswechsel eine wichtige EU-Förderquelle aus.
Dänemark und Finnland planen Elektrolysekapazität im Gigawattbereich. Dabei setzen sie auf Käufer in Deutschland. Bleibt die Nachfrage hierzulande weiter aus, ist das Projekt einer dänisch-deutschen Wasserstoff-Pipeline gefährdet.
Die Langfriststrategie Negativemissionen aus dem Bundesumweltministerium lässt noch auf sich warten. Aber offenbar plant das Ministerium perspektivisch ein Investitions- und ein Ankaufprogramm, um den Markthochlauf für CO2-Entnahmetechnologien anzureizen.
Die Debatte um Künstliche Intelligenz kreist oft um Cybersicherheit, Jobs und Desinformation. Ein neuer Bericht der Vereinten Nationen rückt nun die Ressourcenfrage in den Fokus und liefert konkrete Zahlen. Auch in Deutschland zeigen sich zunehmend die Folgen des KI-Booms.
Die EU-Kommission erlaubt Mitgliedstaaten, zusätzliche Schulden für Energieinvestitionen aufzunehmen. Doch für die Verwendung der Gelder gibt es enge Vorgaben. Auch im nächsten EU-Haushalt könnte die Kommission die Ausschüttung von Geldern an genaue Kriterien knüpfen und somit Wirtschafts- und Energiepolitik enger verzahnen.
Das Kabinett hat am Mittwoch ein Aktionsprogramm zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie beschlossen. Die Eckpunkte schaffen zwar Klarheit bei einzelnen Vorgaben. Doch insgesamt fehlt den Verbänden Ambition, Geschwindigkeit und Verbindlichkeit. Sie fordern schnell konkrete Gesetze.
Bei einem Spitzentreffen haben Union und SPD einen ersten Anlauf genommen, um den Konflikt um das Infrastrukturzukunftsgesetz und das Gesetz zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur beizulegen. Von Umweltminister Schneider dürfte wieder einmal die Fähigkeit zum Kompromiss gefragt sein. Die Umweltverbände zeigen auf, wo Anpassungen möglich wären.
Deutschland importiert Schiefergas lieber, als es selbst zu fördern. Das deutsche Bohrverbot halten Geologen für nicht zeitgemäß. Auch die EU diskutiert die Gasförderung kontrovers.
Einer der weltgrößten Zementhersteller pocht in Brüssel auf einen starken CO2-Preis, um weiter in europäische CCS-Projekte investieren zu können. Dagegen beklagt die tschechische Chemieindustrie die asiatische Billigkonkurrenz und dass Klimaschutz auf dem Weltmarkt nichts zähle. Ein Forscher warnt die EU vor einer Zertifikate-Schwemme im Emissionshandel.
Die Einhaltung der Pariser Klimaziele wird nicht ohne die Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre möglich sein. Laut einer neuen Studie müssen die entsprechenden Technologien dazu eine ähnliche Erfolgsgeschichte schreiben wie die Photovoltaik. Das Problem ist nur: Sie scheitern an der Wirtschaftlichkeit.
Hersteller von Biodiesel fürchten um ihre Rohstoffe und Milliardenverwalter wollen die Waldschutzvorgaben für Leder-Produkte behalten: Die Pläne der EU-Kommission für die EU-Entwaldungsverordnung haben ganz unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Die Regeln sollen Wälder als natürliche Klimaschützer erhalten.
Eine Koalitionseinigung bei EEG und Netzpaket ist nicht absehbar. Die Erneuerbaren-Branche sieht durch die Unsicherheit bereits beträchtliche Schäden. Eine Mininovelle könnte für etwas Entspannung sorgen.
Das Bundesfinanzministerium bemüht sich durch Transparenz und ein neues Anreizsystem um einen schnellen Mitteleinsatz beim Sondervermögen. Die Verzögerungen beim Bau des LNG-Terminals in Stade sorgen allerdings für einen Dämpfer bei der Mittelverausgabung. Beim KTF bleibt dagegen alles beim Alten. 2025 sind erneut Milliardenbeträge liegen geblieben.
Mit einem „Technology Sovereignty Package“ will Brüssel zugleich die Stromnetze digitalisieren, Rechenzentren in die Pflicht nehmen und die Halbleiterindustrie krisenfest machen. Denn in der KI steckt viel Potenzial, aber auch ein enormer Stromverbrauch.
Der europäische CO2-Grenzausgleich steht unter Druck, weil er die Kosten für Importe erhöht – unter anderem für Dünger. Nun zeigt das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung: Reagieren wichtige Handelspartner der EU mit einer eigenen CO2-Bepreisung, lassen sich weltweit 73 Prozent mehr Emissionen vermeiden als bei einem Alleingang der EU.
Am 28. Mai ist die Frist zur Umsetzung der Europäischen Gebäuderichtlinie EPBD abgelaufen. Die „1:1“-Umsetzung ist laut der Koalition in Arbeit. Verbände sehen im Kabinettsentwurf aber noch Leerstellen. Unklarheit gibt es etwa beim Aufbau einer Gebäudedatenbank.
Während Russland seine Luftangriffe auf die Ukraine weiter steigert, wappnet sich der Übertragungsnetzbetreiber Ukrenergo für den nächsten Kriegswinter. Sein Chef Witalyj Zaijtschenko spricht über Schutzvorkehrungen für Transformatoren – auch in Deutschland –, über Drohnen, Schwächen der Erneuerbaren und Korruption.
Die Kritik am GModG wird schärfer: Haus & Grund warnt vor drei Millionen weniger Mietwohnungen durch die Mieterschutzregelung. Sechs Bundesländer positionieren sich im Wirtschaftsausschuss des Bundesrats gegen das GModG. Staatssekretär Sören Bartol stellt sich derweil hinter das Gesetz und kündigt ein Konzept für günstigere Wärmepumpen an.
Mitten durch den Mineralgürtel Afrikas zieht sich eine neue Eisenbahnlinie. Für Europa eine große Chance, bei strategischen Rohstoffen für Energietechnologie seine Abhängigkeit von China zu verringern. Auch US-Präsident Trump hat es auf die Bodenschätze abgesehen.
Eigentlich müssen die Verteilnetzbetreiber seit über einem Jahr ihren Kunden zeitvariable Netzentgelte im Rahmen von 14a EnWG anbieten. Doch bei der Umsetzung hakt es. Die Bundesnetzagentur droht deshalb nun zwei Netzbetreibern Zwangsgelder an. Doch die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen, wie eine Umfrage zeigt.
Die EU, Großbritannien und die Schweiz wollen ihre Märkte für Strom und CO2 verknüpfen. Doch rechte EU-Gegner erschweren die Verhandlungen. Entscheidungen bringen könnte ein Gipfeltreffen im Juli und eine Volksabstimmung.
Die Anpassung der Klimaszenarien ist aus Sicht der deutschen Industrie kein Grund für eine Abkehr vom Klimaschutz. Das zeigt eine Verbändeumfrage von Tagesspiegel Background. Folgen für das Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichtes hat die Änderung laut Experten ebenfalls nicht.
Die Bundesnetzagentur hat den Zwischenstand ihrer Überlegungen zur Reform der Netzentgeltsystematik vorgestellt. Während die Behörde den Forderungen der Energiewirtschaft bei Stromspeichern und -erzeugern nachkommt und dem Vertrauensschutz ein höheres Gewicht als bisher zugesteht, bleibt sie bei Verbrauchern ihrer bisherigen Linie weitgehend treu.
Hohe Finanzrisiken lasten auf Vorhaben zum Bau grenzüberschreitender Wasserstoff-Pipelines, beklagen die europäischen Verbände Entso-G und Ennoh. Einer ihrer Vorschläge zum „De-risking“ ist vom Amortisationskonto für das deutsche H2-Kernnetz inspiriert.
Zement gilt wegen seiner Energie- und CO2-intensiven Herstellung als Klimakiller. Doch Beton könnte künftig anstelle von Klimaanlagen Gebäude kühlen und wie eine Batterie Strom speichern. Könnte ausgerechnet dieser viel gescholtene Baustoff Teil der Klimalösung werden?
Die internationale Klimafinanzierung ist laut neuesten Zahlen der OECD gewachsen. Doch der globale Trend sieht anders aus: Weltweit gehen die Etats für Entwicklungs- und Klimapolitik zurück, so auch in Deutschland. Auf den UN-Zwischenverhandlungen in Bonn soll daher bald an der Umsetzung des neuen globalen Klimaziels gearbeitet werden.
Die aktuelle Energiekrise trifft Italien schwer. Eine intensivere Nutzung der Erdwärme könnte Abhilfe schaffen. Denn Italien stellt sich bei dieser emissionsarmen Energiequelle strategisch neu auf und besinnt sich damit auch zurück auf alte Stärken.
Das Rechenzentren-Energieeffizienzpaket der EU-Kommission soll am 3. Juni kommen. Verbände warnen vorsorglich vor pauschalen Mindestvorgaben. Diskrepanzen mit deutschen Gesetzesänderungen drohen. Dabei schlummert in den Anlagen noch erhebliches Effizienzpotenzial.
Die ersten Ausschreibungen für gesicherte Leistung dürften auf großes Interesse seitens der Kraftwerksbauer stoßen. Strenge Vorgaben bei der Erlösabschöpfung werden die Einnahmen der Bieter aber spürbar beschneiden. Der Gebotspreis wird damit steigen. Es wird bereits vereinzelt befürchtet, dass die Zuschläge nahe am Höchstpreis liegen könnten.
Deutschland ringt zwischen Energiekrise, Industrieumbau und Klimazielen um seinen wirtschaftlichen Kurs. Der Energieexperte von der HTW Berlin, Volker Quaschning, spricht im Interview über verpasste Chancen, politische Blockaden und technologische Rückstände.
Nach monatelanger Diskussion um den geplanten Redispatchvorbehalt lädt das Wirtschaftsministerium die Energiebranche nun erstmals zum Austausch ein. Ein vorab versandtes Papier zeugt von wenig Kompromissbereitschaft. Aus der Unionsfraktion kommen dagegen andere Signale.
Wenn Industrieunternehmen in Klimaschutz investieren, sollen die Firmen zusätzliche CO2-Zertifikate im gleichen Wert erhalten: Diese Idee treibt eine Allianz aus vier EU-Staaten voran. Schon heute erhält die Branche jedes Jahr kostenfreie Gutschriften im Milliardenwert. Zugleich zweifelt die Gruppe an der Ausgestaltung der Klimazölle.
Mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz will die Koalition den Sanierungsstau lösen. Doch Umweltminister Carsten Schneider koppelt zentrale Regelungen daraus an sein Gesetz zur Stärkung der grünen Infrastruktur. Die Union sieht darin eine Überdehnung des Naturschutzes. Wie weit geht die SPD nun für den Naturschutz?
Die Sitzungswoche im Bundestag bringt viel Bewegung beim GModG. Der Start der 65-Prozent-Regel in Großstädten wurde verschoben, und das umstrittene Gesetz war Thema in zwei Ausschüssen. Die Bundesregierung hält weiterhin am Ziel fest, die Novelle vor der Sommerpause zu verabschieden. Doch hinter den Kulissen sind nicht alle glücklich.
Nach weiterem Druck aus Washington hat die EU sich auf die Umsetzung des Zolldeals mit den USA geeinigt. Anders als das EU-Parlament es gefordert hatte, soll der Deal selbst dann nicht sofort platzen, wenn die Trump-Regierung ihr Wort bricht und die EU mit mehr Zöllen überzieht. Umweltschützende sehen in der gewährten Zollfreiheit eine Belohnung Trumps.
Energiekrise und wachsende Handelsbarrieren – der neue Präsident des Verbands der Elektroindustrie, Daniel Hager, startet sein neues Amt inmitten zahlreicher Unsicherheiten. An der Wachstumsprognose seiner Branche hält er dennoch fest. Von der Politik wünscht er sich, dass der „Zickzackkurs“ ein Ende findet – auch oder gerade im Wärmebereich.
Ob auf bereits versteigerten Offshore-Flächen Windparks entstehen, ist derzeit unklar. Die Branche will Unsicherheiten unbedingt vermeiden. Sie hat einen Kompromiss gefunden, der eine Rückgabe der Projekte ermöglichen könnte.
Auch die Regierungen in der EU wollen den Kauf von Firmenwagen künftig nur noch fördern, wenn das Fahrzeug aus EU-Produktion stammt. Die von Brüssel geplanten Elektrifizierungsquoten für Unternehmensflotten will der EU-Rat offenbar nicht anfassen, zeigt ein Beschlussentwurf der zyprischen Präsidentschaft. Anders sieht es im EU-Parlament aus.
Russland späht westliche Unterwasser-Infrastrukturen aus und Untersee-Pipelines sind leichte Ziele für Sabotage. Gassco, der Betreiber der Nordsee-Pipelines aus Norwegen, ist dennoch zuversichtlich, dass die Gaslieferungen nach Deutschland sicher sind.
Das bisherige Worst-Case-Szenario des IPCC soll in Zukunft wegfallen – und die Aufregung ist groß. Klimawandelleugner nutzen die Gelegenheit, den IPCC zu kritisieren. Dabei ist der Schritt ist eigentlich ein gutes Zeichen im Sinne der Klimaschutzpolitik.
Der Kabinettsbeschluss zum Gebäudemodernisierungsgesetz und die geplante Novelle des Wärmeplanungsgesetzes bringen Bewegung in die Wärmewende. Die Bundesregierung sieht auch in Wärmenetzen einen wichtigen Hebel. Eine neue Studie zeigt nun, welche Rolle Wärmenetzgemeinschaften spielen können.
Die Koalition sucht in der Energiepreiskrise nach Wegen, die Verbraucher zu entlasten. Eine Verlängerung des Tankrabatt ist nicht vom Tisch. Alternativ könnte auch die Stromsteuer gesenkt werden.
Schlechtes Zeugnis für die Bundesregierung: Der Expertenrat für Klimafragen (ERK) geht davon aus, dass Deutschland seine Klimaziele verpasst. Nachsteuern müsste Schwarz-Rot erst, wenn das Gremium 2027 zum selben Ergebnis kommt. Bundesumweltminister Schneider will Wind und Solar konsequent ausbauen – Ende Mai könnte sich zeigen, ob er sich durchsetzt.
Im Sommer wüten immer häufiger Feuer, gefährden Leben und zerstören das Hab und Gut vieler Menschen. Die EU hilft den betroffenen Staaten über ein neues Katastrophenschutzprogramm mit Rat, Tat und viel Geld.
Im Jahr 2030 läuft die Lastenteilungsverordnung der EU aus. Was danach kommt, ist noch offen. Auch um die Verwendung internationaler CO2-Zertifikate ab 2036 gibt es zahlreiche Fragen. Zwei Konsultationen der EU werfen große Fragen zur Zukunft der Klimapolitik im nächsten Jahrzehnt auf.
Die Volksrepublik baut ihren Vorsprung in der Elektrifizierung rasant aus und will damit unabhängiger von Brennstoffimporten werden. Peking transformiert dabei ganze Industrieparks und testet neue Technologien wie in einem Großlabor. Europa dürfte bei grünem Stahl außerdem sehr bald die chinesische Konkurrenz spüren, wie eine Expertin erklärt.
Im Vergleich zum Referentenentwurf ist das Gebäudemodernisierungsgesetz mit geringfügigen Änderungen vom Kabinett verabschiedet worden. Der Nationale Normenkontrollrat zerpflückt das Gesetz dennoch und fordert eine Überarbeitung.
Bis zu 35 Milliarden könnten Kraftwerkspläne der Bundesregierung bis 2045 kosten. Das geht aus dem Gesetzentwurf hervor, den das Kabinett verabschiedet hat. Nicht nur aus der Industrie kommt Kritik.
Seit Ende 2020 verbindet eine Stromleitung das südliche Norwegen mit Deutschland. Eine neue Studie zeigt: Die Region verzeichnet im Zuge des Interkonnektors höhere, sprunghaftere und erdgas-sensiblere Strompreise – die Bundesrepublik dagegen profitiert eindeutig. Das dürfte die Debatte über den Ausbau des europäischen Stromnetzes befeuern.
Der Koalitionsausschuss hat sich darauf verständigt, den CO2-Preis für Sprit, Heizöl und Erdgas auch im nächsten Jahr stabil zu halten. Damit wird eine neue Lücke zur Finanzierung von Klimaausgaben gerissen.
Nach dem kalten Winter füllen sich die leeren Gasspeicher in Deutschland nur langsam. Die gestiegenen Gaspreise verkomplizieren die Lage. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer wirbt nun für ein Update bei den gesetzlichen Vorgaben.
Rheinenergie-CEO Andreas Feicht blickt im Interview auf den Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz, dessen Auswirkungen auf die Fernwärme sowie die aktuelle Energiekrise. Die umstrittene Biotreppe bewertet er positiv, warnt jedoch im Sommer auch vor einem steigenden Gaspreis als Folge der Schließung der Straße von Hormus.
Europas Stromsystem wird digitaler, vernetzter und damit angreifbarer. Brüssel will deshalb sensible Komponenten künftig nicht mehr aus China liefern lassen. Solche neuen Cyberregeln könnten für die EU Milliarden an Mehrkosten bedeuten, warnt die chinesische Handelskammer bei der EU mit einer neuen Studie. Ein Experte warnt vor pauschalen Verboten.
Die Verbände hatten zwar nur vier Arbeitstage Zeit, um zum Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz Stellung zu nehmen. Doch Kritik gibt es zuhauf: Während Umweltverbände bereits Klagen ankündigen, warnen andere vor einem Vertragsverletzungsverfahren wegen der mangelhaften Umsetzung europäischer Richtlinien.
Der Berichterstatter der konservativen EVP-Partei, Massimiliano Salini, hat seinen Entwurf zur Reform der CO2-Flottengrenzwerte präsentiert. Er überbietet sogar, was vorab bekannt war. Die Grünen und die Organisation T&E verschärfen ihre Kritik – und eine neue Studie zeigt, was für die Industrie auf dem Spiel stehen könnte.
Über den Redispatch-Vorbehalt will das Bundeswirtschaftsministerium den Erneuerbaren-Ausbau besser steuern und damit auch Kosten senken. Doch eine dem Tagespiegel Background vorliegende interne Analyse des Umweltbundesamtes warnt nun, das Instrument könnte die Förderkosten für die Windenergie in den kommenden Jahren um bis zu 40 Milliarden Euro erhöhen.
Mit dem Wechsel von Andreas Jung in die baden-württembergische Landesregierung verliert die Unionsfraktion ihren profiliertesten Klimapolitiker in einer Zeit, in der die Union beim Klima widersprüchliche Signale sendet. Damit steigen die Erwartungen an seine Nachfolge.
Speicher sollen ab 2029 vor allem durch dynamische Netzentgelte netzdienlicher arbeiten – so plant es die Bundesnetzagentur. Die Übertragungsnetzbetreiber sehen aber schon jetzt Handlungsbedarf. Künftig wollen die vier Unternehmen stärker bei Redispatch durchgreifen. Eine neue Studie warnt vor einem Flickenteppich aus nicht aufeinander abgestimmten Vorgaben.
Ministerpräsidentin Rehlinger wollte die Vergaberechts-Novelle in letzter Sekunde anhalten, um Leitmärkte für emissionsärmere Grundstoffe zu etablieren. Unterstützung erhält die SPD-Vizechefin von Umweltminister Schneider.
Bislang haben ausländische Klimaschutz-Zertifikate keine Rolle gespielt bei der Begleichung der EU-Klimazölle. Kompensationen im Produktionsland machen keinen Unterschied bei der Höhe der Abgabe, nur die nationale CO2-Bepreisung im engeren Sinne zählt. Das will der EU-Rat ändern – und geht damit auf Konfrontationskurs zum EU-Parlament.
Der Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz schafft Klarheit bei der sogenannten Biotreppe. Den Biomethan-UnternehmerJörg Selbach-Röntgen, freut das. Im Interview kritisiert der Chef von Biogeen aber die fehlende Synchronisierung von GModG und Energiewirtschaftsgesetz-Novelle.