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Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) : Mehrheit unterstützt Isolationsmaßnahmen

BG GE 17.03.20 Umfrage

Die EU schließt die Grenzen, Frankreichs Präsident spricht von Krieg, und auch Deutschland schränkt das öffentliche Leben wegen der Corona-Krise weiter ein. Eine repräsentative Umfrage zeigt, dass eine große Mehrheit der Deutschen Maßnahmen zur sozialen Distanzierung unterstützt. Aber wie lange noch?

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Um drastische Worte sind Staats- und Regierungschefs in diesen Tagen nicht verlegen, suchen sie nach Beschreibungen für die Corona-Krise. „Wir sind im Krieg“, war das wohl bisher stärkste Bild, das in diesem Zusammenhang genutzt wurde, und es kam gestern vom französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron. „Wir kämpfen weder gegen Armeen noch gegen eine andere Nation. Aber der Feind ist da, unsichtbar – und er rückt vor“, beschrieb er die Bedrohung, die durch das neue Virus entstanden sei. Macron leitete damit eine weitere Verschärfung der schon bestehenden Restriktionen in seinem Land ein, nach Italien und Spanien gilt nun auch in Frankreich eine Ausgangssperre für die Bürger – in Österreich ist das öffentliche Leben schon sehr stark eingeschränkt. Und auch Deutschland verstärkte gestern die Restriktionen noch einmal deutlich: Grenzen zu den meisten Nachbarländern wurden geschlossen, die Reisefreiheit deutlich eingeschränkt. Am Abend dann beschloss die EU, die Schengen-Außengrenzen ebenfalls dicht zu machen, der Reiseverkehr von und nach Europa wird ab heute unterbunden. Es war wie so oft in den zurückliegenden Tagen und Wochen: Schockiert und schwindelig schauten die Menschen auf die Entwicklungen, die schon wieder die schlimmstmöglichen Erwartungen des Vortags übertroffen haben. Wer will jetzt noch ernsthaft ausschließen, dass auch nicht in Deutschland schon heute oder morgen komplette Ausgangssperren verhängt werden, nachdem das öffentliche Leben schon weitgehend erloschen ist?

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