an einem Thema kommt man dieser Tage nicht vorbei – dem Rennen um einen wirkungsvollen Impfstoff gegen das Corona-Virus. Dabei gerät eine deutsche Firma immer wieder in die Schlagzeilen: das Biotech-Unternehmen Curevac aus Tübingen. Mal hieß es, Trump wolle die Firma kaufen, dann preschte die Bundesregierung vor, investierte 300 Millionen Euro – und legte vor kurzem sogar noch mal 252 Millionen Euro Fördermittel obendrauf. Im Interview mit Daniel Böldt spricht Curevac-Mitgründer und Produktionsvorstand Florian von der Mülbe über den Stand der Impfstoffentwicklung, warum ein mRNA-Vakzin so besonders ist und was es mit dem Besuch von Elon Musk vergangene Woche auf sich hatte.
Doch nicht nur Curevac setzt auf ein neues Impfstoff-Verfahren. Einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand gibt Dana Bethkenhagen. Gleichzeitig wertet sie eine exklusive Civey-Umfrage zur Erwartungshaltung der Deutschen aus. Die Befragung zeigt, dass die meisten nicht recht daran glauben, dass Anfang 2021 tatsächlich ein Covid-19-Impfstoff flächendeckend zur Verfügung steht. Grund zum Zweifeln gibt auch die Meldung, wonach die letzte Testphase für den bislang sehr aussichtsreichen Kandidaten „AZD1222“ von AstraZeneca gestoppt werden musste, weil ein Proband erkrankt ist. Mit Blick auf die Produktion von Biontech/Pfizer herrscht mehr Optimismus. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach gestern von „vielversprechenden Fortschritten“. Die EU-Kommission hat sich darum schon mal bis zu 300 Millionen Dosen des Impfstoff-Kandidaten gesichert.
Die Krankenhausfinanzierung war schon lange vor der Coronakrise ein gesundheitspolitisches Dauerthema. Dass das derzeitige Fallpauschalensystem nicht der Weisheit letzter Schluss ist, bestreitet wohl kaum jemand. An akzeptierten Alternativen und ernsthaften Vorstößen hat es bislang allerdings gemangelt. Die Techniker Krankenkasse unternimmt nun einen neuen Vorstoß. Sie hat das Hamburg Center for Health Economics mit der Entwicklung eines Alternativmodells beauftragt. Das Ergebnis liegt nun vor, Peter Thelen fasst die Vorschläge zusammen. Kernpunkt der Ganzen: Qualität in der Behandlung soll sich künftig mehr lohnen als die Ausweitung von Leistungsmengen.
Ansonsten berichten wir über ein weiteres Gutachten zur Preisbildung von Arzneimitteln, über ein neues Präventionskonzept für chronisch Kranke, über die beliebtesten Unis für Medizinstudenten. Und im Standpunkt schreibt der Past-Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft, weshalb es mehr Vernetzung in der Versorgung und – unbedingt – auch eine elektronische Diabetesakte braucht. Viel Spaß beim Lesen!