mit dem nahenden Ende der Pandemie darf die Luftfahrt hoffen, dass es geschäftlich langsam wieder aufwärts geht. So rückt ein Ziel auf den Flugplan, das Corona vorübergehend verdrängt hatte: der Klimaschutz. Wie wäre es, wenn man zum Neustart der Branche das Fliegen teurer machte, um die Menschen in CO2-freundlichere Verkehrsmittel zu locken? So überlegen Grüne und SPD wahlkämpfend. Der Vorschlag von Kanzlerkandidat Olaf Scholz, einen Ticket-Mindestpreis einzuführen, stößt erwartungsgemäß bei der halbverstaatlichten Lufthansa auf Zustimmung. Was aber die Wettbewerber und Umweltexperten von der Idee des Finanzministers halten, hat Jana Kugoth recherchiert.
Wie die Airlines technologisch sauberer werden, ist nicht weniger trivial. Synthetische Kraftstoffe, heißt es, sichern die Zukunft der Fliegerei. Auch darum wird es heute beim Branchengespräch „Luftfracht und Klimaschutz“ der Luftverkehrswirtschaft und des Speditionsgewerbes gehen. Aber wie stellt man die E-Fuels her? Woher nimmt man das notwendige CO2 – aus der Luft, aus Biomasse oder Industrieabgasen? Alle Verfahren sind aufwendig, wie der Überblick von Jens Tartler zeigt.
Deutschland ist Logistikweltmeister. Doch diesen Titel müssen Speditionen und Transportdienstleister immer härter gegen Daten-Plattformen und Start-ups verteidigen. Sie verstören das Traditionsgewerbe mit Sätzen wie „Keine Blockchain, kein Geschäft“ oder: „Der beste Algorithmus gewinnt“. Caspar Schwietering hat sie gestern auf der „Nationalen Konferenz Güterverkehr und Logistik“ aufgeschnappt und klärt auf, was dahinter steckt.