gut einen Monat ist es her, dass die Cyberkriminellengruppe „Rhysida“ erfolgreich in zwei Berliner Senatsverwaltungen einbrechen konnte. Viele Angriffe habe man in der Vergangenheit abwehren können, betonte in dieser Woche der Berliner Bürgermeister Kai Wegner. Aber dieser eine Angriff nun, sei eben „sehr, sehr professionell“ und deshalb erfolgreich gewesen. Wirklich? Anzeichen für einen gezielten und maßgeschneiderten Angriff gibt es derzeit nicht. Nahe liegt, dass es ein gut gemachter, aber eben auch typischer Ransomware-Angriff „von der Stange“ ist.
Dass der Angriff so erfolgreich war, hat auch mit der Architektur der Berliner Landes-IT insgesamt zu tun. Denn die ist – vorsichtig ausgedrückt – ein Flickenteppich mit sehr unterschiedlichen Schutzniveaus. Die Gründe liegen zum Teil Jahre zurück. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Berliner Senatsverwaltung und der zentrale IT-Dienstleister ITDZ ordentlich in den Haaren liegen. Was über die Details des Datendiebstahls bekannt ist und wie es um die Migration der Landes-IT gerade steht, berichtet Paul Dalg.