der Kampf um ein Insektizid, der Frankreich im Sommer in Atem hielt, wird in Brüssel fortgesetzt: Am Donnerstag sprach sich eine Mehrheit der EU-Abgeordneten im Umweltausschuss gegen höhere Rückstandsgrenzwerte für Flupyradifuron aus. Der Bayer-Wirkstoff steht in der Kritik, da er ähnlich wie Neonikotinoide wirkt und im Verdacht steht, Wildbienen zu schaden. Während die EU-Kommission die Anpassung der Rückstandshöchstgehalte vorantreibt, warnen NGOs vor Lücken in der Risikobewertung der Efsa – etwa bei der Wirkung auf das menschliche Nervensystem.
Kommende Woche stimmt das Plenum über die Veto-Empfehlung seiner Umweltpolitiker ab. Doch auch ein entsprechender Entschließungsantrag des Parlaments hätte keine bindende Wirkung, sondern soll vor allem politischen Druck aufbauen. Was hinter dem Streit steckt, berichtet Theresa Crysmann.