Phosphor ist für die Landwirtschaft unverzichtbar, doch Deutschland ist bei mineralischem Phosphor stark auf Importe angewiesen. Das Recycling aus Klärschlamm könnte einen erheblichen Teil des Bedarfs aus heimischen Quellen decken. Weil es jedoch an Rückgewinnungskapazitäten fehlt, droht die gesetzliche Vorgabe bis 2029 zu scheitern.
Sachsen-Anhalts ehemaliger Agrarminister und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze konnte einen Wahlsieg der AfD nicht verhindern. Die Regierungsbildung dürfte nun äußerst schwer fallen. Erfahrung als agrarpolitische Sprecher in der AfD-Fraktion haben Hannes Loth und Daniel Roi.
Die Neuregelung der Düngeverordnung nimmt Gestalt an: Ein Eckpunktepapier sieht drei Modelle vor, aus denen die Bundesländer wählen können. Bayern wirbt bereits für das Modell mit betrieblicher Bilanzierung. Niedersachsen wünscht sich eine möglichst einheitliche Lösung.
Die hohe staatliche Förderung für die Wiedervernässung von landwirtschaftlich genutzten Mooren gilt als Meilenstein. Doch in der Praxis könnte sie für die meisten Betriebe unattraktiv sein, denn der Absatzmarkt für Paludiprodukte ist noch nicht groß genug.
Im Agrarausschuss des Europaparlaments zeichnen sich harte Verhandlungen über die künftige Gemeinsame Agrarpolitik ab. Streit gibt es unter anderem über die Kappung von Flächenprämien. Verabschiedet hat der Ausschuss seine Position zu Emissionen aus der Tierhaltung.
Die Ernteeinbrüche in diesem Jahr sind laut Alois Rainer eine Krise nationalen Ausmaßes. Das klingt zwar ernst, ist aber kein nationales „Schadensereignis“, das für noch mehr staatliche Hilfen hätte vorliegen müssen. Und die Gelder, die es gibt, werden teilweise mit der Gießkanne verteilt – was für Kritik sorgt.
4,21 Euro pro Mittagessen, hohe Ansprüche und der Zuschlag meist für den billigsten Anbieter: Eine neue Studie beschreibt den Kostendruck beim Kita- und Schulessen. Mit dem Ganztagsausbau steige der Bedarf an Küchen, Technik und Personal zusätzlich. Die Branche fordert eine Qualitätswende – und möglicherweise Inflationsanpassungen in den Verträgen.
Überraschend hat sich die Bundesregierung aus einem wichtigen Forschungsprogramm der EU für die Biotechnologie zurückgezogen. Die Branche versucht nun, die Öffentlichkeit zu mobilisieren, um doch noch einen Titel im Haushalt für 2027 zu erwirken.
Abgeordnete des Umweltausschusses im Europaparlament wollen über die Pläne der EU-Kommission zur Vereinfachung der Industrieemissionsregeln hinausgehen. Ein Änderungsantrag zur Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sieht vor, dass Industrielle Transformation, Energiewende und Digitalisierung bis 2035 Vorrang vor Naturschutzzielen haben sollen.
Hitze und Trockenheit stellen die Landwirte in Europa vor extreme Herausforderungen. Die EU verzeichnet signifikante Ertragseinbrüche und Ernteausfälle. Neuartige Maßnahmen sollen die Folgen abmildern. Experten sehen dringenden Handlungsbedarf.
In Ulaanbaatar endete am Freitag die UN-Wüstenkonferenz. Gestaltete sich der Beginn der Verhandlungen wegen Blockaden bestimmter Themen schwierig, gab es am Ende zumindest kleine Fortschritte. Beim größten Streitthema – der Einführung eines neuen globalen Dürreinstruments – kam es allerdings wieder nicht zu einer Einigung.
Ab dem 3. September darf Brasilien vorerst kein Rind- und Geflügelfleisch mehr in die EU liefern. Grund sind fehlende Nachweise zur Einhaltung des EU-Verbots von Reserveantibiotika. Während die Branche über mögliche Preis- und Versorgungseffekte diskutiert, arbeitet Brasilien bereits an einer Rückkehr auf die Positivliste.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium will das Antibiotikaminimierungskonzept vereinfachen: Künftig sollen nur noch zehn statt 25 Prozent der besonders belasteten Betriebe einen Maßnahmenplan vorlegen. Während das Bundesinstitut für Risikobewertung den Schritt als plausiblen Kompromiss bewertet, warnt die Deutsche Umwelthilfe vor einem Rückschritt.
Für die Endphase der Verhandlungen um den Mehrjährigen Finanzrahmen der EU ab 2028 haben große Nettozahler jetzt ihre Pflöcke eingeschlagen: Hunderte Milliarden sollen aus der Planung der EU-Kommission gestrichen werden – in allen Bereichen. Welche Titel wie stark betroffen sein könnten, ist offen. Dass auch die GAP tangiert wird, ist nicht ausgeschlossen.
Selbst für Erwerbstätige wird der Lebensmitteleinkauf in der teuersten Stadt der Welt zunehmend zu einer finanziellen Zerreißprobe. Bürgermeister Mamdani will mit fünf subventionierten Supermärkten in den ärmsten Stadtvierteln gegensteuern. Ob das Konzept in Deutschland funktionieren könnte, ist unklar. Auch weil hierzulande Daten zur Ernährungsarmut fehlen.
In einer ausführlichen Stellungnahme hat sich die EU-Kommission zum Tierhaltungskennzeichnungsgesetz geäußert. Damit ist die pünktliche Umsetzung der Regelungen zum 1. Januar 2027 sehr unwahrscheinlich geworden – Deutschland soll nämlich ordentlich nachbessern.
Dem Unmut möchte Finanzminister Klingbeil offenbar zügig ein Ende setzen: Auf Instagram dementiert er, eine Steuer auf zuckerfreie Getränke erheben zu wollen. Unterdessen kursiert schon das nächste nicht geeinte Papier aus seinem Ministerium.
Das Bundesfinanzministerium hat Eckpunkte für eine Zuckersteuer ab 2027 erarbeitet. Das SPD-Ministerium wittert offenbar hohe Einnahmen: Die Pläne gehen deutlich über die Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit hinaus. Widerstand regt sich wieder einmal in der CDU. Zu scheitern droht das Vorhaben in dieser Form aber am Ministerium für Landwirtschaft.
Noch bis Freitag läuft in der Hauptstadt der Mongolei die UN-Konferenz gegen Wüstenbildung (UNCCD). Johann Saathoff, Parlamentarischer Staatssekretär im BMZ, steht an der Spitze der deutschen Delegation. Im Interview erklärt er, worauf es in den Verhandlungen nun ankommt.
Der Urnengang in Sachsen-Anhalt könnte die politischen Kräfteverhältnisse im Land grundlegend verändern. Wenige Tage vor der Wahl liefern sich die Parteien ein enges Rennen – mit der AfD als mögliche stärkste Kraft. Ein Vergleich der Parteiprogramme für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und den ländlichen Raum.
Vom Roman über wissenschaftliche Arbeiten, Sachbücher und einen Podcast bis hin zu einer außergewöhnlichen Dokumentation: Empfehlungen für eine spannende und lehrreiche Lektüre – nicht nur für den ausklingenden Sommer.
Nach seinem Sommerurlaub besucht der Kanzler das Waldbrandgebiet Hürtgenwald in NRW. Verbesserte Schutzmaßnahmen sollen ab morgen im Kabinett besprochen werden. Experten fordern einen Neubeginn bei der Landschaftsplanung und betonen die Dringlichkeit der Wiederherstellungsverordnung.
Taten statt Absichtserklärungen – diese Wendung einzuleiten, hat sich die Exekutivsekretärin der UN-Konferenz gegen Wüstenbildung zur Aufgabe gemacht. Bei der laufenden COP in Ulaanbaatar will sie vor allem das globale Dürremanagement verbessern. Über Rechtsverbindlichkeit müssen allerdings die Vertragsparteien entscheiden, sagt Yasmine Fouad im Interview.
Viele Länder Europas hatten extreme Waldbrände zu bekämpfen. Deren Fläche könnte bis 2100 um bis zu 192 Prozent steigen – so eine Studie. Spezielle Maßnahmen könnten das Ausmaß jedoch deutlich senken.
Aktuell zieht die Teuerung langsamer an, doch für 2027 sehen Prognosen einen sprunghaften Anstieg der Preise im Supermarkt. Derweil ist die Idee eines Deutschlandkorbs versandet; Mehrwertsteuersenkungen sind in der Regierung bislang nicht gewollt. Die Unterstützung für ein solches Instrument in der Bevölkerung könnte allerdings kaum größer sein.
Die Situation um die Straße von Hormus verdeutlicht die Abhängigkeiten im globalen Ernährungssystem, gerade in Westafrika. Ibrahim Hamadou aus dem Niger arbeitet eng mit Landwirt:innen in der Sahelregion zusammen. Er erklärt er, wie sie sich unabhängiger machen und was deutsche Landwirt:innen von ihnen lernen können.
Seit mehr als 20 Jahren kämpft Foodwatch gegen irreführende Versprechen, überzuckerte Produkte und die Macht der Lebensmittelindustrie. Geschäftsführer Chris Methmann fordert strengere Regeln für Werbung, eine Altersgrenze für Energy-Drinks und eine Limosteuer – und erklärt, warum schlechte Ernährung nicht das Versagen Einzelner ist.
Die bevorstehende Novellierung des Düngerechts betrifft nicht nur Betriebe und Ökosysteme an Land. Die Auswirkungen reichen bis in die Meere. Das gilt insbesondere für die Ostsee. Eigentlich müssten die Phosphoreinträge aus Deutschland um die Hälfte sinken.
Intakte Ökosysteme können Hitzewellen abmildern, auf die sich Deutschland künftig jeden Sommer einstellen muss. Doch ausgerechnet das Gesetz zur Stärkung grüner Flächen steckt seit Monaten in der Ressortabstimmung fest. Ein Treffen von Kanzler Merz und Vizekanzler Klingbeil soll die Blockade nun lösen.
In deutschen Kliniken wird Mangelernährung nur selten diagnostiziert. Mit gravierenden Folgen: mehr Komplikationen, längere Krankenhausaufenthalte und sogar eine erhöhte Sterblichkeit. Mit einem verbindlichen Screening will der Gesetzgeber dagegen angehen.
Wegen der Dürre fällt die Ernte diesen Sommer geringer aus. Der Deutsche Bauernverband fordert Hilfen für Dünger und Diesel von der Bundesregierung. Diese versprach, die Direktzahlungen für 2027 aufzustocken. Umweltverbände dagegen verlangen ein Umsteuern in der Landwirtschaftspolitik. Das Potenzial für den Klimaschutz ist riesig, schreibt der Weltklimarat.
Bundesweit sollen die trockengelegten Moore in den kommenden 20 Jahren fast vollständig wiedervernässt werden. Doch im aktuellen Dürresommer drängt sich die Frage auf: Haben wir dafür überhaupt genug Wasser? Die Frage lässt sich für die meisten Regionen in Deutschland mit ja beantworten. Aber trotzdem gibt es Hindernisse.
Angesichts von Dürre und Ernteausfällen stellen Verbände der Öko-Landwirtschaft die Systemfrage: Jetzt sei die Zeit für Anpassungen an den Klimawandel, die die Landwirtschaft auf Dauer widerstandsfähiger machten. Der Deutsche Bauernverband dagegen fordert Soforthilfen und Steuererleichterungen für Diesel.
Im Südharz entsteht eine große Wildnisfläche mit alten Buchen. Studien zeigen, dass alte Wälder weiterhin Kohlenstoff speichern – zugleich verweisen Forstwissenschaftler auf die Klimaschutzwirkung bewirtschafteter und verjüngter Bestände. Der Streit über den richtigen Umgang mit Wäldern ist damit nicht beendet.
Der neue Vizechef der Unionsfraktion für Klima und Umwelt, Klaus Mack, will kommunale Erfahrungen beim Klimaschutz in die Bundespolitik einbringen. Im Interview spricht er über die Idee, Klimaanpassung zur Gemeinschaftsaufgabe zu machen, und erklärt, warum Deutschland es aus seiner Sicht beim Naturschutz übertreibt.
Viel Aufmerksamkeit wird sich in den kommenden zwei Wochen auf das am dünnsten besiedelte Land der Erde richten. Die Mongolei ist Gastgeberin der UN-Konferenz gegen Wüstenbildung. Im Mittelpunkt stehen Rangelands und Hirtenvölker. Außerdem verhandeln die Vertragsstaaten über ein Dürreprotokoll.
Die deutsche Umsetzung der EU-Entwaldungsverordnung stößt auf Widerstand: Waldbesitzer und Holzindustrie warnen vor unsicheren Vorgaben, einem fehleranfälligen Meldesystem und Sanktionen, die Unternehmen bis an den Rand ihrer Existenz bringen könnten. Die Bundesregierung verweist auf geplante Erleichterungen für die Praxis.
Das Landwirtschaftsministerium muss sich gleich an zwei Fronten mit Kritik an seiner Pflanzenschutzpolitik auseinandersetzen: Der wissenschaftliche Beirat des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutz bemängelt, dass der Einsatz von Pestiziden seit Jahren kaum zurückgeht. Zugleich fehlt bislang eine systematische Erfassung, welche Mittel ausgebracht werden.
Trotz Recycling produzieren die Menschen immer mehr Abfall. Nun gelten in der EU neue Regeln, allerdings mit langen Übergangsfristen und vielen Ausnahmen. Umweltorganisationen kritisieren mangelnde Müllvermeidung.
Deutschland verfehlt seine Klimaziele im Landnutzungssektor nach wie vor mit Ansage. Das Bundesumweltministerium will deshalb das „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“ in einer neuen Fassung vorlegen – als ANK 2.0. Doch in dem Entwurf werden Maßnahmen versprochen, die andere Bundesressorts längst abgelehnt haben.
Der integrierte Pflanzenschutz soll den Einsatz chemisch-synthetischer Mittel begrenzen. Eine Stellungnahme für das Bundeslandwirtschaftsministerium kommt jedoch zu einem ernüchternden Ergebnis: Seit der Verankerung des Prinzips im Pflanzenschutzgesetz ist keine Trendwende erkennbar. Im Interview erklärt der Ökotoxikologe Carsten Brühl, was zu tun wäre.
Am Mittwoch lädt das BMLEH zum Runden Tisch zur Schweinehaltung. Bayern hat mit der Möglichkeit für Steuererleichterungen vorgelegt, nun ist Berlin am Zug. Background hat vorab mit Torsten Staack, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands, darüber gesprochen, welche Maßnahmen der Branche akut helfen würden.
Immer weniger Wirkstoffe, drohende Resistenzen und ein Zulassungssystem, das kaum noch hinterherkommt: Mark Winter, neuer Geschäftsführer des Industrieverbands Agrar (IVA), warnt vor Engpässen beim Pflanzenschutz. Im Gespräch erklärt er, warum Landwirte beim Anlegen von Habitaten auf ihren Flächen unterstützt werden müssen.
Per Verwaltungsvorschrift will das BMLEH Erleichterungen bei der EU-Anti-Entwaldungsverordnung verankern. Ein Gros der Waldbesitzer soll künftig auf Geodaten verzichten und Sammelerklärungen abgeben können. Während die Branche stattdessen eine Verankerung im Durchführungsgesetz fordert, mahnt der WWF einmal mehr die kosten der Ausnahmeregelungen an.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung, das Max Rubner-Institut und das Bundeszentrum für Ernährung sollen fusionieren. Während der Wissenschaftsrat schon vor einigen Jahren Umstrukturierungen empfahl, reagieren Stakeholder gespalten: NGOs befürchten einen Abbau beim Verbraucherschutz, ein Landbesitzerverband fordert Konsolidierungen auch im Umweltressort.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium will zusätzliche EU-Mittel für 2027 in Höhe von gut 700 Millionen Euro zum großen Teil in die nächste Förderperiode verschieben. Der Rest soll über höhere Flächenprämien an die Betriebe ausgezahlt werden. Umweltverbände kritisieren, dass für Agrarumweltmaßnahmen nur das gesetzliche Minimum vorgesehen ist.
Ägypten ist geradezu vernarrt in Megaprojekte in der Wüste. Sie sollen Allheilmittel sein bei der rasant wachsenden Bevölkerung und immer knapper werdendem Wasser. Neuestes Beispiel: das „New Delta“. Ist das Projekt eine Fata Morgana im „Traum von der Moderne“.
Seit Juli gibt es EU-weite Zertifizierungsregeln für Carbon Farming, bald könnten sie greifen. Die Kommission feiert klare Standards, doch Kritik kommt von allen Seiten: Umweltorganisationen fürchten Schlupflöcher, Bauernverbände klagen über hohe Hürden, Zertifizierer monieren Schwachstellen.
Pflanzlich, nachhaltig – und billiger: Laut einer neuen Studie könnten Zweipersonenhaushalte in Deutschland bis zu 1.315 Euro im Jahr sparen, wenn einkaufen, wie es die Planetary Health Diet empfiehlt. Gleichzeitig ließen sich Hunderttausende vorzeitige Todesfälle vermeiden. Aber es gibt Skepsis, ob die Vision Realität werden kann.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium schließt nationale Koexistenzmaßnahmen für NGT-1-Pflanzen aus. Die EU-Verordnung sei vollharmonisierend und lasse somit keinen Spielraum. Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik beharrt dennoch auf einer abweichenden Rechtsauslegung, die Möglichkeiten für nationale Schutzregeln zum gentechnikfreien Anbau einräumt.
Die Schilf-Glasflügelzikade überträgt gefährliche Bakterien auf Zuckerrüben und Kartoffeln. Während die Forschung die Ursachen und Mechanismen des Befalls analysiert, sucht die Landwirtschaft nach kurzfristig wirksamen Maßnahmen gegen die wachsenden Ernteverluste.
Qualität statt Masse - liegt hochwertiges Fleisch im Trend? Transparente Produktion, Tierwohl und regionale Qualität sollen Vertrauen zurückgewinnen. Auch Agrarminister Rainer sagt: Weniger ist mehr.
Ab 2028 sollen die Lockerungen der EU-Gentechnikreform für NGT-1-Pflanzen in der Praxis gelten. Ein neues Rechtsgutachten kommt aber zu dem Schluss, dass Deutschland Genpflanzen auch dann noch umfassend regulieren kann: Die bislang geltenden Koexistenzregeln zu Standortregister, Informations- und Abstandsregeln sowie Haftung bleiben demnach anwendbar.
Der europaweite Kampf gegen die Feuer in Spanien und Frankreich wird in einem Notfallzentrum in Brüssel koordiniert. Die Aussichten für diesen Sommer sind eher düster.
Die Öko-Regelungen der EU-Agrarpolitik werden immer stärker angenommen, doch die Bundesregierung streicht weitere Programme. Der Naturschutzbund Deutschland sieht darin einen Widerspruch. Das Bundeslandwirtschaftsministerium rechtfertigt sein Vorgehen mit einem Wunsch der Länder.
Nach der Verabschiedung von EEG und Netzpaket im Kabinett hagelt es Kritik aus der Landwirtschaft und von Umweltverbänden. Sie warnen vor dem Abbau erneuerbarer Energien – ausgerechnet in Zeiten steigender Energiepreise und Klimaextreme. Wunde Punkte sind der Windpachtdeckel, die magere Biogasförderung und die Agri-PV.
In Europa brennen bereits so große Flächen wie nie zuvor – und die eigentliche Waldbrandsaison hat noch gar nicht begonnen. Europas Löschflugzeugflotten sind überaltert, Ersatzteile knapp und neue Maschinen erst in einigen Jahren verfügbar. Start-ups wittern deshalb ihre Chance: Sie rüsten bestehende Flugzeuge um oder entwickeln neue Löschflieger.
Wer seinen Stall für mehr Tierwohl umrüstet oder eine Biogasanlage flexibler macht, soll künftig keine Umweltverträglichkeitsprüfung mehr beantragen müssen. Ein Referentenentwurf des Bundesumweltministeriums sieht entsprechende Ausnahmen vor – mit Grenzen für Industriebetriebe.
Bei den Löscharbeiten in den Waldbrandgebieten in Frankreich und Spanien unterstützt die EU die betroffenen Staaten mit Flugzeugen, Feuerwehrleuten und Daten. Immer wichtiger wird die Prävention. Deutschlands Umweltminister Carsten Schneider drängt auf den Umbau der Wälder von Monokulturen in klimastabilere Mischwälder.
Angereicherte Grundnahrungsmittel könnten Milliarden Menschen vor Mangelernährung schützen. Davon ist die Gates Foundation überzeugt. Leonie Vierck koordiniert dort die Programme zur Nahrungsmittelanreicherung und erklärt, was hinter dem Konzept steckt, und wo die Grenzen einer privaten Stiftung als entwicklungspolitischer Akteur liegen.
Wie können Wälder besser vor Feuer geschützt werden? Diese Frage stellt sich in der laufenden Waldbrandsaison wieder häufiger. Beim genaueren Hinschauen gibt es einige Zielkonflikte und oft keine eindeutige Lösung. Aus einem weiten Spektrum an Maßnahmen müssen standortgerechte Konzepte zusammengestellt werden.
Die Ewigkeitschemikalie TFA findet sich inzwischen fast überall im deutschen Grundwasser und kann dort kaum entfernt werden. Nun verschärft die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit ihre gesundheitliche Bewertung. Das könnte auch für fluorierte Pflanzenschutzmittel Konsequenzen haben.
60 Millionen Euro Sonderhilfen für Dünger sollen aus Brüssel in deutsche Betriebe fließen. Doch wie die Auszahlung laufen soll, ist weiter offen. Die von der EU-Kommission angeregte Kopplung an GAP-Direktzahlungen halten nicht nur der Raiffeisenverband und der Zentralverband Gartenbau für fehlgeleitet. Dass es anders geht, zeigt ein Blick nach Frankreich.
2025 hungerten weltweit etwas weniger Menschen als in den vorangegangenen fünf Jahren. Doch die Folgen des Klimawandels und geopolitische Konflikte lassen nicht darauf hoffen, dass Lebensmittel günstiger und besser verfügbar werden. Weit entfernt bleibt das Ziel, den Hunger bis 2030 zu besiegen. In Gaza und im Sudan herrscht sogar Hungernot.
Der Referentenentwurf für das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz stößt bei Verbänden und Abgeordneten auf breite Ablehnung. Bioenergie-Branche, Landeigentümer und Grüne kritisieren geplante Kürzungen bei Ausschreibungsvolumina, einen Pachtdeckel für Windkraftflächen und die Absenkung der Agri-PV-Förderung.