Nach Erleichterungen für sogenannten Renure-Dünger aus festem Dung will die EU-Kommission nun auch die Regeln für den Einsatz von flüssigen Gärresten aus Biogasanlagen lockern. Mehr davon soll auf die Felder gelangen dürfen. Das soll die Bauern in Europa besser vor Preissteigerungen bei Mineraldünger in Folge von geopolitischen Krisen schützen.
Die Präzisionsfermentation ermöglicht die Herstellung typischerweise tierischer Produkte wie Käse, jedoch ohne Tierhaltung. Schwierig jedoch ist die rechtliche Lage in der EU. Der geplante Biotech Act II könnte Zulassungen und Marktzugang erleichtern – noch aber ist sein Geltungsbereich offen.
Die Unterstützung der Ukraine nahm beim EU-Gipfel vergangene Woche großen Raum ein. Ob das Agrarcluster der Beitrittsverhandlungen noch in diesem Jahr eröffnet wird, ist aber offen. Derweil sinkt die Zustimmung zu einer schnellen Integration der Ukraine.
Die Einführung der Tierhaltungskennzeichnung für Schweinefleisch verzögert sich erneut: Die Pflicht soll erst ab Januar 2028 gelten. Fachleute sollen nun erarbeiten, wie die Bedenken der EU ausgeräumt werden können.
Weltweit drohen Hitze, Dürren und Überflutungen durch das natürliche Klimaphänomen El Niño. Missernten und Nahrungsmangel sind zu erwarten. Europa aber dürfte nur wenige direkte Auswirkungen spüren.
Wenn am Montag die 17. Weltbiodiversitätskonferenz beginnt, wird eine ernüchternde Zwischenbilanz auf dem Tisch liegen: Bei der aktuellen Geschwindigkeit werden die globalen Biodiversitätsziele bis 2030 nicht erreicht. Zwar haben die Vertragsstaaten nationale Ziele festgelegt, doch an der Umsetzung hapert es.
Methan ist für die Landwirtschaft ein bedeutendes Klimagas. Um Minderungspotenziale besser zu nutzen, hat Agora Agrar Stakeholder aus der EU zu einem Dialog eingeladen. Es zeigte sich: An Wissen scheitert es nicht, doch für die praktische Umsetzung braucht die Landwirtschaft Unterstützung.
Das Kabinett hat am gestrigen Mittwoch einen Entwurf für die Zuckersteuer beschlossen. Die Debatte darum aber geht weiter: Während Verbraucher- und Gesundheitsorganisation den Vorstoß begrüßen, warnen Wirtschaftsverbände vor Kosten, Bürokratie und zu kurzen Fristen.
Der Welthunger-Index zeigt: Die Hungersituation hat sich weltweit verschlechtert. Bei einer Veranstaltung der Robert-Bosch-Stiftung in Berlin diskutierten Expertinnen und Experten, welche politischen Strategien dagegen realistisch sind. Zentrale Erkenntnis: Hunger wird bewusst als Waffe genutzt.
Das Bundesverfassungsgericht prüft die Regeln zur Erbschaftsteuer. Im Zentrum stehen die Privilegien für Unternehmenserben, von denen auch landwirtschaftliche Betriebe profitieren. Während Kritiker eine ungerechtfertigte Begünstigung großer Vermögen sehen, verweist die Wirtschaft auf Investitionen, Arbeitsplätze und den Erhalt von Unternehmen.
Die lang erwarteten Eckpunkte zur Grüngasquote sind da. Das zweiseitige Dokument dient als Diskussionsgrundlage für einen Runden Tisch des Wirtschaftsministeriums mit den betroffenen Verbänden, der am Freitag stattfindet. Opposition und Umweltverbände kritisieren die Eckpunkte scharf.
Ein Hackerangriff auf Kühlsysteme in französischen Supermarktfilialen wirft die Frage nach der Sicherheit der Lebensmittelversorgung auf. Das zuständige Bundesamt warnt vor Nachahmern, das Innenministerium müsste das Kritis-Dachgesetz komplettieren und die Grünen sehen ihre Vorschläge ignoriert.
Die Bilanz der FFH-Gebiete in Deutschland fällt ernüchternd aus. Laut einer Analyse der Leopoldina sind nur wenige Lebensräume und Arten in einem günstigen Zustand. Für die Verbesserung kommt es aus Sicht der Experten besonders auf eine naturverträglichere Landbewirtschaftung und den Schutz naturnaher Wälder an.
Eine Zuckersteuer soll den Konsum zuckerhaltiger Getränke senken und den Bundeshalt sanieren. Erfahrungen aus anderen Ländern liefern Hinweise auf mögliche Gesundheitseffekte, doch für eine belastbare Bilanz ist es viel zu früh. Was jenseits wissenschaftlich klarer Evidenzen für ihren Erfolg mitentscheidend wäre.
Die Holzverbrennung in Kohlekraftwerken soll eigentlich nicht mehr subventioniert werden. Allerdings schafft der Gesetzgeber weitreichende Ausnahmen. Erhalten bleibt die Förderung für das Lausitzer und das Rheinische Revier und in Verbindung mit einer CO2-Speicherung (CCS).
Die irische Ratspräsidentschaft hat einen Vorschlag für den kommenden EU-Haushalt vorgelegt. Bundeskanzler Friedrich Merz gehen die vorgesehenen Kürzungen nicht weit genug. Nicht so viel gestrichen werden soll im Agrarbudget. Doch auch die Landwirtschaft ist mit Irlands Entwurf nicht zufrieden.
Der Bio-Markt wächst, doch vor allem Vollsortimenter, Discounter und Drogeriemärkte profitieren von den steigenden Umsätzen. Erzeuger fürchten, dass Eigenmarken die Identität ihrer Höfe verwischen. Der Handel und Bioland widersprechen: Entscheidend sei nicht das Logo auf der Verpackung, sondern was vom Preis bei den Betrieben ankomme.
Der WWF hat heute den „Living Planet Report 2026“ veröffentlicht. Das Ergebnis hat sich im Vergleich zu 2024 nicht geändert: Die im Report erfassten Wildtierpopulationen sind zwischen 1970 und 2022 um durchschnittlich 73 Prozent zurückgegangen. Die WWF-Expertinnen sind trotzdem vorsichtig optimistisch – und blicken mit einer Hoffnung in die Zukunft.
Das Land Niedersachsen will seine selbstständig wirtschaftenden bäuerlichen Betriebe auf dem Bodenmarkt stärken. Nachdem es im Osten kein Agrarstrukturgesetz durchs parlamentarische Verfahren geschafft hat, will das Bundesland nun vorangehen. Doch in großen Teilen der Landwirtschaft selbst bleiben erhebliche Bedenken.
Ein neuer Gesetzentwurf zur Zuckersteuer macht von sich Reden. Er sieht Entlastungen für kleine Hersteller vor, grundlegende Kritikpunkte an der Steuerstaffel und der knappen Umsetzungsfrist bleiben aber erhalten. Dazu könnten nun auch Nahrungsergänzungsmittel steuerpflichtig werden.
Der Streit um die EU-Verordnung nimmt kein Ende. Verbände aus Land- und Forstwirtschaft versuchen die Umsetzung noch immer zu stoppen. Bestehende juristische Unsicherheiten sind ein Grund für ihre Bedenken. Ob die Verordnung tatsächlich Anlass hierzu gibt, bleibt Auslegungssache. Ein Blick auf die Details zweier sehr unterschiedlicher Gutachten.
Im Streit über den nächsten EU-Haushalt formiert sich Widerstand gegen mögliche Kürzungen bei Agrar- und Kohäsionsmitteln. 17 Nettoempfänger fordern, das Budget nicht weiter abzusenken, und schlagen neue Eigenmittel sowie zusätzliche gemeinsame Schuldeninstrumente vor. Auch die Rabatte für Nettozahler sollen fallen.
Wegen weltweit steigender Kraftstoffpreise wollen die G7-Staaten ihre strategischen Dieselreserven freigeben. Das soll die schwierige Marktlage entspannen. Die US-Regierung setzt auf eine Entlastung vor allem auch der US-Landwirte, die weiterhin als wichtige Wählergruppe für Donald Trumps MAGA-Bewegung gelten.
Auch nachdem die Agrarministerkonferenz einen Beschluss zur Regionalisierung im Düngerecht gefasst hat, gibt es für die rechtliche Umsetzung noch keinen Zeitplan. Dass es bis zum 1. Februar 2027 noch keine Neuregelungen geben wird, schließt auch Alois Rainer nicht aus.
Das Bundeskanzleramt hat einen Entwurf zur Einführung einer Zuckersteuer vorerst gestoppt. Das Papier sei in dieser Form in der Regierung nicht mehrheitsfähig. Während einige Stakeholder auf ein endgültiges Aus hoffen, verbittet sich die SPD ein grundsätzliches Anzweifeln des Vorhabens.
Die Wiederherstellungsverordnung ist nach Ansicht des NABU-Präsidenten kein starres Regelwerk. Im Interview erklärt er, warum sich Lebensraumtypen im Klimawandel verändern dürfen, weshalb Waldbesitzer nicht automatisch mit neuen Auflagen rechnen müssen und warum es bei der Umsetzung vor allem um Förderung und Beteiligung gehen sollte.
Die EU-Mitgliedstaaten haben sich auf eine Position zu Omnibus X geeinigt. Bei Pflanzenschutz- und Biozidwirkstoffen rückt der Rat von pauschal unbefristeten Zulassungen ab, will Fristen aber teils deutlich verlängern. Zugleich sollen Rückstandshöchstgehalte für Importware sinken - für mehr Wirkstoffe als von der Kommission angedacht.
Die Koalitionsfraktionen haben einen Gesetzentwurf zur heiß umkämpften Zuckersteuer auf Getränke in die Ressortabstimmung gegeben. Gelten soll es ab Juli 2027. Doch es hagelt weiterhin Kritik an dem Vorstoß, auch wegen der kurzen Umsetzungsfrist.
Enzyme und Mikroorganismen, Genomeditierung und die Nutzung von Reststoffen: Die Bioökonomie in Europa differenziert sich immer weiter aus. Manche Anwendungen sind bereits industriell etabliert, andere werden noch im Feldversuch oder im Labor erprobt. Ein Überblick.
Die GAP ab 2028 stand gestern im Mittelpunkt des EU-Agrarrats. Dass es bis Ende Oktober eine „partielle allgemeine Ausrichtung des Rates“ geben soll, blieb am Ende des Sitzungstages die konkreteste Aussage. Bei der Kappung und Degression zeigte sich Agrarkommissar Hansen „flexibel“.
Das Aus der Roten Gebiete rückt näher: Mit dem AMK-Beschluss für eine Regionalisierung des Düngerechts sollen bald drei Bilanzierungsoptionen je Bundesland zur Wahl stehen. Kritiker fürchten einen Flickenteppich ohne Monitoring und mehr Bürokratie. Für Stallumbau und Begleitmaßnahmen fordert die Runde 1,5 Milliarden Euro im Jahr, schreibt Theresa Crysmann.
Ein höherer Anteil von Bioethanol könnte die Spritpreise etwas senken. EU‑Agrarkommissar Hansen wirbt schon länger für E20, Bundeslandwirtschaftsminister Rainer geht mit. Auch im EU-Parlament zeigt sich etwas Bewegung in der Sache.
Mit über 100 Tagesordnungspunkten befasste sich der Bundesrat in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause. Bei den agrarpolitischen Themen gaben die Länder Stellungnahmen ab und ergriffen durch Anträge selbst Initiative. Endgültig beschlossen ist außerdem eine wichtige Änderung für Umweltverbände.
Seit gestern gilt die nationale Umsetzung der EmpCo-Regulierung. Verbraucher- und Umweltverbände finden das gut, auch die Bio-Branche freut sich. Manch andere Unternehmen fürchten dagegen Rechtsunsicherheiten, allen voran die Regionalvermarktung.
Während die Agrarministerinnen und -minister über einer Tagesordnung brüten, die so lang ist, wie seit Jahren nicht mehr, haben Stakeholder noch einmal ihre roten Linien nachgezogen. Wie realistisch die Kernforderungen angesichts der höchst angespannten Haushaltslage sind, scheint ungewiss.
Die Elektrifizierung der Prozesswärme wird Milliarden kosten. Unternehmen brauchen Investitionssicherheit, denn sie treffen Entscheidungen für die nächsten Dekaden. Benjamin Flaig, Leiter Energie- und Gebäudemanagement bei Ritter Sport, spricht über den Umstieg auf Wärmepumpen und warum es zunächst bei 90 Prozent erneuerbarer Energie bleibt.
Die geplante Überarbeitung der EU-Richtlinie gegen unfaire Handelspraktiken (UTP) weckt Hoffnungen im Handel. Bei einem parlamentarischen Abend machten Verbände Druck für eine Absenkung der Umsatzschwellen, ab der die Richtlinie gilt. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) kündigte Gespräche mit allen Beteiligten an.
Über zahlreiche offene Fragen rund um die Zukunft der Tierhaltung diskutieren Bund und Länder noch bis morgen bei der Agrarministerkonferenz. Mit Blick auf die Sauenhaltung geht es auch darum, dass das bereits erkämpfte Ende für den Kastenstand doch noch weiter nach hinten geschoben werden könnte.
19 Prozent der deutschen Wasserschutzgebiete liegen laut einer Greenpeace-Analyse in sogenannten Roten Gebieten. Zugleich zeigt eine Auswertung von Kontrolldaten aus Niedersachsen erhebliche Verstöße gegen das Düngerecht, das aktuell auf der Agrarministerkonferenz intensiv diskutiert wird. Auf Bund und Länder wächst der Druck, die Regeln neu zu ordnen.
Auch die Landwirtschaft ist vom nationalen Emissionshandel erfasst: Landwirte zahlen auf ihren Dieselverbrauch einen CO2-Preis. Der Sektor soll aber nicht in den neuen Emissionshandel auf EU-Ebene integriert werden. Doch das Vorhaben gestaltet sich rechtlich und finanziell kompliziert.
Nach dem Willen des Bundeslandwirtschaftsministeriums wäre die Streichung einer umstrittenen Transparenzregelung im Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch längst beschlossen. Die Aufnahme in den Entwurf für ein Bürokratieabbaugesetz scheiterte jedoch in der Ressortabstimmung. Am Freitag könnte sie nun über den Bundesrat in den Entwurf gelangen.
Zum Kommissionsvorschlag für die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) sind gestern und heute eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen veröffentlicht worden. Sie richten sich an die Kommission selbst, aber auch an Bund und Länder, die unter anderem über die nationale Ausgestaltung der Basisprämie werden entscheiden müssen.
Hessen will die Bundesregierung bewegen, die bislang nicht im Haushaltsentwurf 2027 vorgesehenen Mittel für das europäische Biotech-IPCEI bereitzustellen. Der Bundesrat berät an diesem Freitag über einen entsprechenden Entschließungsantrag.
Aufgrund der hohen Spritpreise senkt die Bundesregierung die Energiesteuer auf Benzin und Diesel bis zum Jahresende, es soll zudem eine Mehrwertsteuersenkung geben. Ein Spritpreisdeckel soll spätestens Anfang 2027 kommen. Der einkommensbezogene Direktauszahlungsmechanismus soll realisiert werden.
Wegen der hohen Spritpreise senkt die Bundesregierung die Energiesteuer auf Benzin und Diesel bis zum Jahresende. Dadurch sinkt auch die Mehrwertsteuer. Ein Spritpreisdeckel soll spätestens Anfang 2027 kommen. Auch ein einkommensbezogener Direktauszahlungsmechanismus soll realisiert werden.
Die EU-Kommission erkennt die Bedeutung extensiver Weidehaltung für Grünland, Biodiversität und ländliche Räume an. Gleichzeitig drohen neue Hürden durch ein geringeres Budget der künftigen GAP. Für viele Halter:innen von Weidetieren könnte die Zukunft ihrer Betriebe davon abhängen, wie mutig Brüssel und die Mitgliedstaaten die neue Förderlogik ausgestalten.
Unbefristete Zulassungen für Pflanzenschutzmittel ohne vorherige Folgenabschätzung: Mehr als 500 Forschende und Ärzte kritisieren die Pläne des EU-Parlaments und fordern eine Unterbrechung des Gesetzgebungsverfahrens. Nur mit einer Folgenabschätzung könne es weitergehen – eine erste Bewertung des Vorhabens kam bereits zu einem ernüchternden Fazit.
Die AfD gewinnt weiter an Zuspruch. In manchen ländlichen Regionen erreicht sie mittlerweile die absolute Mehrheit. An diesem Sonntag werden die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wohl erneut ein deutliches Stadt-Land-Gefälle sichtbar machen. Dafür gibt es eine Vielzahl von Ursachen, die miteinander verflochten sind.
Fünf neue Initiativen zur Klimaresilienz, darunter eine Wasserinitiative, aber keine neuen Werkzeuge gegen den Klimawandel selbst: Ursula von der Leyens Rede zur Lage der EU könnte eine Verschiebung in der europäischen Klimapolitik einleiten. Umweltverbände fordern die Einbindung der Natur.
Das Europäische Parlament will den CO2-Grenzausgleich auf weitere Produkte ausweiten und Schlupflöcher schließen. Es streicht dabei von der heimischen Düngeindustrie kritisierten An-Aus-Schalter. Dieser Punkt dürfte in den nun anstehenden Trilog-Verhandlungen besonders umstritten sein.
Landwirtschaftsminister Alois Rainer dringt auf schnellere europäische Genehmigungsverfahren für Pflanzenschutzmittelwirkstoffe. Zugleich arbeiten die EU-Staaten an einem Kompromiss zum Omnibus X, der unter anderem strengere Rückstandshöchstgehalte vorsieht.
Im Kontext fossiler Energieabhängigkeit suchen Forst- und Holzwirtschaft nach der sinnvollsten Nutzung von Holz. Vorgaben von EU und Bundesregierung zeigen eher auf eine Einschränkung. Das kommt in der Branche nicht gut an.
Auf einer Tagung in Bonn ist sind Akteure aus dem Bereich Umweltkompensation zusammengekommen. Das Sägen an der Eingriffsregelung ist womöglich erst der Beginn eines größeren Rollbacks in Sachen Umweltausgleich, fürchtet man.
Die Lockerung der Regeln für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln stand am Montag dreifach auf der Agenda: Landwirtschaftsminister Rainer sprach mit der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit darüber, eine Arbeitsgruppe des Rats in Brüssel beriet und der Abgeordnete im Europäischen Parlament, Pascal Canfin, warnte vor einem Wettbewerb nach unten.
Der Tropenwaldfonds TFFF – das weltweit größte Vorhaben zum gemeinsamen Klima- und Naturschutz – droht durch ein Veto der Union im Bundestag ins Trudeln zu geraten. Ein Scheitern hätte weitreichende Folgen für die Tropenwälder, die Autorität von Bundeskanzler Friedrich Merz und den Ruf Deutschlands als zuverlässiger internationaler Partner im Klimaschutz.
Deutschlands Foodtech-Szene wandelt sich: Statt der nächsten Trendlimonade stehen alltagstaugliche Produkte, KI und Lösungen gegen Lebensmittelverschwendung im Mittelpunkt. Start-ups wie Skonelabs, Foodforecast und Foodtracks zeigen, wie Technologie Kosten senkt und das Ernährungssystem resilienter machen kann.
Im Bundestag hat CDU-Vize Albert Stegemann die Rhetorik einzelner Vertreter des Agrarsektors kritisiert. Bauernpräsident Joachim Rukwied hatte zuvor vor Kürzungen bei den EU-Agrarmitteln gewarnt – auch unter Hinweis auf die Wahlen in Sachsen-Anhalt. Die AfD versuchte, den offenen Dissens für sich zu nutzen.
Nach dem Trubel, den die Wiederzulassung von Flupyradifuron in Frankreich ausgelöst hatte, folgt die nächste Welle der Kritik: Der EU-Umweltausschuss stemmt sich gegen höhere Rückstandgrenzwerte, die die Kommission auf Antrag von Bayer ermöglichen will. NGOs warnen vor Gefahren für Bestäuber und Verbraucher, Bayer betont die Sicherheit des Wirkstoffs.
Die EU-Kommission führt neue Regeln für öffentliche Aufträge mit Qualitäts- und Umweltkriterien wie faire Preise für Landwirte ein. Das soll auch der Beschaffung von gesunden, ökologisch erzeugten Lebensmitteln zugutekommen
Ein durchgesickerter Zwischenstand für reformierte EU-Nachhaltigkeitskriterien bei den Bioenergien sorgt aktuell für Diskussionsstoff. Während die Holzenergiebranche sich unfair behandelt sieht, bewerten auch Naturschützer die Vorstöße zur energetischen Holznutzung recht kritisch. Lockerungen bei den Vorgaben für Biokraftstoffe sorgen für gemischte Gefühle.
Die EU-Kommission will die Nachhaltigkeitsregeln für Bioenergie vereinfachen und europaweit stärker harmonisieren. Ein interner Entwurf sieht etwa ein „Bioenergie-Scoreboard“, eine neue Obergrenze für die Nutzung von Holz in heimischen Heizsystemen und mehr Spielraum für Biokraftstoffe vor. Ziel ist, Bioenergie besser für das Klimaziel 2040 zu nutzen.
Forst- und Landwirtschaftsverbände fordern, die EU-Wiederherstellungsverordnung auszusetzen. Die Stimmung ist geladen. Den Waldbesitzenden bereiten vor allem Nutzungsfragen Sorgen.
Phosphor ist für die Landwirtschaft unverzichtbar, doch Deutschland ist bei mineralischem Phosphor stark auf Importe angewiesen. Das Recycling aus Klärschlamm könnte einen erheblichen Teil des Bedarfs aus heimischen Quellen decken. Weil es jedoch an Rückgewinnungskapazitäten fehlt, droht die gesetzliche Vorgabe bis 2029 zu scheitern.
Sachsen-Anhalts ehemaliger Agrarminister und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze konnte einen Wahlsieg der AfD nicht verhindern. Die Regierungsbildung dürfte nun äußerst schwer fallen. Erfahrung als agrarpolitische Sprecher in der AfD-Fraktion haben Hannes Loth und Daniel Roi.
Die Neuregelung der Düngeverordnung nimmt Gestalt an: Ein Eckpunktepapier sieht drei Modelle vor, aus denen die Bundesländer wählen können. Bayern wirbt bereits für das Modell mit betrieblicher Bilanzierung. Niedersachsen wünscht sich eine möglichst einheitliche Lösung.
Die hohe staatliche Förderung für die Wiedervernässung von landwirtschaftlich genutzten Mooren gilt als Meilenstein. Doch in der Praxis könnte sie für die meisten Betriebe unattraktiv sein, denn der Absatzmarkt für Paludiprodukte ist noch nicht groß genug.