es geht vor allem ums Geld, wenn die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder an diesem Donnerstag in Brüssel zu ihrem Herbstgipfel zusammenkommen. Neben Haushaltsfragen sollen aber auch die Handelsbeziehungen zu China und die Lage der europäischen Automobilindustrie zur Sprache kommen. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte am Mittwoch im Einvernehmen mit Frankreich eine härtere Handelspolitik an. Vom europäischen Autoherstellerverband Acea kam die Mahnung, es müssten „substanzielle Fortschritte“ in den Verhandlungen zum strittige Automotive Package der EU-Kommission gemacht werden.
An Planungssicherheit interessiert sein dürfte auch Volkswagen. Im Krisenkonzern bahnt sich ein neuer Großkonflikt mit der Arbeitnehmerseite an. Nach der Kündigung von zehn Tarifverträgen durch den Vorstand bereiten IG Metall und Betriebsrat Streiks für Anfang 2027 vor. „Der Rabatz wird größer als 2024“, heißt es. Das Werk im sächsischen Zwickau hat die geringsten Überlebenschancen, wie Alfons Frese schreibt.