2024 soll das Jahr werden, in dem die Versorgungsforschung bei Long Covid sowie die Versorgung Betroffener auf ein neues Niveau in Deutschland gehoben wird. So plant Gesundheitsminister Karl Lauterbach dafür nicht nur zig Millionen Euro ein. In der kommenden Woche soll zudem eine Richtlinie verabschiedet werden, mit der die Versorgung von Long-Covid-Patienten erhalten soll. Das Problem: Bei der Erarbeitung der Richtlinie stand nach den Worten von Karin Maag, Leiterin des Unterausschusses im Gemeinsamen Bundesausschuss, nur wenig gesichertes Wissen zur Verfügung. Wir haben nicht nur mit Maag gesprochen, sondern auch mit dem Chef des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung, Dominik von Stillfried. Ihm zufolge stehen die Megainvestitionen in keinem Verhältnis zur Long-Covid-Problematik in Deutschland, wenn man die Abrechnungsdaten der Niedergelassenen zum Maßstab nimmt. Thomas Trappe über ein Thema, bei dem gerade viel Geld in die Hand genommen wird, aber mit wenig Evidenz gearbeitet werden muss.
Gesundheit & E-Health Briefing vom 12.12.2023
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