Die bisherige Detailsteuerung der Klimapolitik für einzelne Sektoren der Wirtschaft funktioniert nicht mehr, sie ist sogar schädlich, so die Einschätzung von Professor Andreas Troge, dem ehemaligen Präsidenten des Umweltbundesamtes. Stattdessen sollten die Emissionsminderungen für bestimmte Zeitpunkte strikt gesetzlich vorgeben werden, die Anpassung daran aber dem Markt überlassen bleiben.
Wie soll die neue Bundesregierung die Klimaziele erreichen? In der Diskussion wird vor allem der Ausstieg aus der Kohle genannt. Doch aus Sicht der Ifo-Forscherin Karen Pittel ist das problematisch: Aufgrund des Zertifikatehandels würden die Emissionen lediglich verlagert. Sie schlägt vor, Zertifikate durch Aufkaufen zu verknappen.
In ihrem Standpunkt warnt Energieökonomin Claudia Kemfert vor möglichen Fehlentwicklungen durch die viel gepriesene Technologieoffenheit. Es gelte vielmehr, Rahmenbedingungen für die kommenden Jahrzehnte vorzugeben.
Die Erwartungen an die Gestaltungskraft der Jamaika-Koalition sind hoch. Man sollte sie zwar nicht überziehen, aber ein zusammengebastelter Kompromiss aus Kohleausstieg und Autos mit Verbrennungsmotor wird nicht reichen, um eine integrierte Energiewende zu schaffen.
In seinem Standpunkt plädiert Thomas Bareiß für realistische Treibhausgasminderungsziele und Technologieoffenheit für mehr Klimaschutz.
Wie wichtig das Heizungshandwerk für die „Wärmewende“ ist, wird nach Einschätzung von Martin Pehnt bisher völlig unterschätzt.
In den anstehenden Koalitionsverhandlungen von Union, FDP und Grünen wird die Energie- und Klimapolitik eine Sollbruchstelle darstellen. Grund genug, die wesentlichen Herausforderungen und mögliche Lösungen herauszuarbeiten.
Der Rückzug gleich mehrerer Anbieter von elektrischem Carsharing aus Berlin ist ein schlechtes Zeichen. Die Rahmenbedingungen für die Energie- und Verkehrswende sind denkbar schlecht. Doch ein Neustart ist möglich.
Die nationalen Klimaziele für 2020 und 2030 sind nur mit einer Verdoppelung des Ausbaus von Wind und Solarenergie zu erreichen. Deshalb fordert Peter Ahmels in seinem Standpunkt Sofortmaßnahmen bis 2020 und einen neuen Ausbaupfad für erneuerbare Energien bis 2030. Der Kohleausstieg muss mit erneuerbaren Energien kompensiert werden. Außerdem braucht es mehr finanzielle Teilhabe an Windenergieprojekten für engagierte Gemeinden.
Selbst die Internationale Energieagentur musste es jetzt einsehen: Die Erneuerbaren, insbesondere die Solarenergie, sind mittlerweile so günstig, dass auch ökonomisch alles für ihren Ausbau spricht. Darauf muss auch die deutsche Politik reagieren.
Die Klimakrise ist komplex, und die wenigsten können die unterschiedlichen Wirkungszusammenhänge einfach so zusammenführen. Bettina Münch-Epple setzt in ihrem Standpunkt dem Klimawandel Bildungsangebote entgegen.
Carel Carlowitz Mohn schreibt in seinem Standpunkt, warum einfache Lösungen in der Klimakommunikation nicht wirken und warum nur erfolgreich kommunizieren kann, wer selbst ständig dazulernt.
Bis 2030 dürfte jeder zweite Neuwagen ein Elektrofahrzeug sein. Die mobile Revolution betrifft jedoch nicht nur das Auto – sondern die gesamte Verkehrsinfrastruktur. Für kommunale Energieversorger tut sich damit eine einmalige Chance auf, schreibt Norbert Schwieters von PWC in seinem Standpunkt.
Energie- und Mobilitätswende müssen wirtschaftspolitische Schwerpunkte der neuen Bundesregierung werden, schreibt Marie-Luise Wolff in ihrem Standpunkt.
Drei Mal haben deutsche und japanische Energieexperten zusammengesessen, um Gemeinsamkeiten zu finden. Ein Einblick in den Deutsch-Japanischen Energiewenderat (GJETC) von Franzjosef Schafhausen.
Warum Stefan Kapferer den Innovationsgeist der Energiewende weiterhin in Deutschland sieht, begründet der BDEW-Hauptgeschäftsführer in seinem Standpunkt.
Klimaschutz geht nur mit, nicht ohne die Industrie, unterstreicht Barbara Minderjahn. Nur durch technische Innovationen könne es gelingen, die Klimaschutzziele zu erreichen und die industrielle Wertschöpfung in Deutschland und Europa zu sichern.
In seinem Standpunkt diagnostiziert Joachim Weimann, dass die deutsche Politik negative Auswirkungen erneuerbarer Energien zu wenig beachtet hat. Als Heilmittel empfiehlt er, ganz auf die Förderung erneuerbarer Energien zu verzichten und allein auf den Emissionshandel zu setzen. Der Leipziger Umweltökonom Paul Lehmann widerspricht.
Weniger Diesel, mehr Lastenrad-Sharing Wenn ein Diesel-Gipfel den nächsten jagt, darf das Gesamtprojekt Verkehrswende nicht aus dem Blick geraten. Um Stadtbewohnern mehr Alternativen zum Pkw zu bieten, sollte Lastenrad-Sharing gefördert werden, argumentiert Sophia Becker in ihrem Standpunkt.
Der Magdeburger Umweltökonom Joachim Weimann hält die Protestbewegung gegen Windenergie für politisch unterschätzt und die Gefahren der Windkraft in der Öffentlichkeit unzureichend wahrgenommen, schreibt er in seinem Standpunkt.
Mit ihrer Stimme zur Bundestagswahl werden die Wählerinnen und Wähler darüber entscheiden, wie sehr die kommende Bundesregierung die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens voran- oder doch eher hintertreiben wird, argumentiert Jan Kowalzig von der Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam in seinem Standpunkt zum Klimaschutz in den Wahlprogrammen der Parteien.
Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind aus Sicht von Christian Noll energiepolitische Zwillinge. Er wünscht sich Klimaschutz nicht um jeden Preis sondern möglichst effizient, schreibt er in seinem Standpunkt.
Kaum kommt die E-Mobilität ein wenig in Fahrt, werden ihr Umweltbedenken entgegen gehalten: Energieaufwand bei der Produktion, problematische Rohstoffe, ungeklärte Recyclingfragen. Doch die Argumente sind vorgeschoben.
Die Autoindustrie will sich - wie jedes Jahr - bei der IAA selbst feiern. Aber dafür gibt es wenig Grund, analysiert Gerd Lottsiepen in seinem Standpunkt. Die neuen Technologien hat die Branche ganz allein verschlafen.
Windmüller und Solaranlagenbetreiber begeistern sich nicht sofort für den neuen Slogan der Bundesregierung "Efficiency First". Jan Rosenow und Andreas Jahn halten aber 100 Prozent erneuerbare Energien ohne Energieeffizienz nicht für machbar.
Die FDP und andere warnen: Der Kohleausstieg gefährdet die Versorgungssicherheit und sorgt für stark steigende Industrie-Strompreise. Beides ist falsch.
Der Energierechtsexperte Martin Maslaton ärgert sich über die Energie-Branchenverbände, weil sie nach seiner Einschätzung die Digitalisierung nicht Ernst genug nehmen. Sein Standpunkt als Erwiderung auf den Bandbrief des BNE.
Was kann die Automobilindustrie aus dem erzwungenen Umbau der Energiebranche lernen? Eon-Chef Johannes Teyssen hat einige Erkenntnisse, die er weitergeben möchte.
Joachim Weimann findet Elektroautos klasse. Aber die Diskussion über den Umstieg vom Verbrennungsmotor auf einen elektrischen Antrieb findet er nicht besonders überzeugend. Warum begründet er in seinem Standpunkt.
Sebastian Scholz beschreibt in seinem Standpunkt die Gesundheits- und Umweltschäden durch die Braunkohle - und fordert von der nächsten Bundesregierung ein klares Signal Richtung Ausstieg.
Mit einem offenen Brief reagiert der frühere Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, auf ein Interview von Peter Ramsauer (CSU) vom 24. August reagiert. Background Energie und Klima veröffentlicht den Brief als Standpunkt.
Was ist ein Stadtwerk anderes als ein kleines oder mittleres Unternehmen fragt Andreas Feicht, der Chef der Stadtwerke Wuppertal. Weil sie aber oft ganz oder teilweise in öffentlichem Besitz sind, sind sie oft von Fördertöpfen abgeschnitten.
Die Regierung hat bei der deutschen Autoindustrie falschen Protektionismus walten lassen, schreibt Eberhard Brandes in seinem Standpunkt. Nun sollte sie ihre Fehler wieder gutmachen.
Warum Brandenburg in der Klimaschutzpflicht ist und die Brandenburg-Linken an ambitionierten Zielen festhalten sollten, erklärt Eva Bulling-Schröter in ihrem Standpunkt.
Der Präsident des Branchenverbands Wind, Hermann Albers, befürchtet, dass 2019 und 2020 nahezu kein Windrad mehr gebaut werden wird, weil die bei den Auktionen so erfolgreichen Bürgerenergiegesellschaften viel Zeit bekommen. Was sind ändern müsste, schreibt er in seinem Standpunkt.
Mit der Insolvenz des Solarunternehmens Solarworld ist offenbar noch nicht alles vorbei. Für zwei Fabriken haben sich inzwischen auch Käufer gefunden. Carsten Körnig beschreibt in seinem Standpunkt, welche Rolle er für die Solarwirtschaft in der Energiewende sieht.
Warum der Lars Grotewold findet, dass das Klimathema noch viel zu sehr in einem politischen Lager vermutet wird, begründet er in seinem Standpunkt.
Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz sind keine konventionellen Wohlstandsvermehrer, stellt Andreas Troge in seinem Standpunkt klar. Das ist Investitionen in den Erhalt des Naturkapitals.
Der frühere grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell ist etwas fassungslos über die Ergebnisse des Dieselgipfels. Was ihn besonders stört, schreibt er in seinem Standpunkt.
Warum ADAC-Geschäftsführer Alexander Möller von den Ergebnissen des Dieselgipfels nicht besonders beeindruckt ist, beschreibt er in seinem aktuellen Standpunkt.
Um die Luftqualität nachhaltig zu verbessern, müssen Dieselfahrzeuge endlich den gleichen Emissionsstandards wie andere Fahrzeuge unterworfen und Steuervorteile für Diesel-Treibstoff abgeschafft werden, fordert Tim Butler in seinem Standpunkt.
Nord Stream 2 ist mehr als eine neue Erdgas-Pipeline. Das Projekt ist eine energiepolitische Sackgasse, samt einem immensen europapolitischen Flurschaden, der gerade Deutschland noch teuer zu stehen kommen könnte. So argumentiert Annalena Baerbock in ihrem Standpunkt.
Die deutsche Autobranche steckt in der größten Glaubwürdigkeitskrise seit ihrer Existenz. Und die Politik steht tatenlos daneben. Das muss anders werden.
Komplizierter als beim jetzt beschlossenen Mieterstromgesetz geht es kaum: Der Gesetzgeber erlässt Netzkosten, verteilt EEG-Förderung, kassiert aber gleichzeitig EEG-Umlage. Und das Finanzamt droht Wohnungsbaugesellschaften mit dem Entzug von Steuervorteilen. Das zeigt, wie sanierungsbedürftig das Energierecht ist.
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) verlangt eine Mobilitätswende für das Klima und für die Menschen. Michael Müller-Görnert formuliert in seinem Standpunkt seine verkehrspolitischen Forderungen an eine neue Bundesregierung
Tesla legt schon wieder vor: Das erste bezahlbare Elektro-Auto kommt wieder vom amerikanischen Quereinsteiger. Für Eicke Weber sind das Entwicklungen, die die deutsche Autoindustrie in Existenznot bringen können.
Warum sich der Naumann-Stipendiat Martin Maslaton über den Koalitionsvertrag in Nordrhein-Westfalen ärgert, und was er dem FDP-Vorsitzenden Christian Linder deshalb gerne einmal mitteilen würde. Ein Standpunkt als Offener Brief.
Damit erneuerbare Energien eine sichere Stromversorgung gewährleisten können, müssen viel mehr Daten in immer kürzerer Zeit verarbeitet werden, schreibt Martin Grundmann in seinem Standpunkt.
Warum Patrick Graichen die Zeit für eine Überwindung des Lagerdenkens bei der Energiewende für gekommen hält, begründet er in seinem Standpunkt.
Wird das Verteilnetz zur bestimmenden Größe der Stromversorgung in der Energiewende, oder braucht es mehr Kooperation der verschiedenen Netzebenen? Das fragt Ines Zenke in ihrem Standpunkt.
Warum die großtechnische Beeinflussung des Klimas wohl kaum dazu beitragen wird, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erfüllen, begründen Mark Lawrence und Stefan Schäfer vom IASS in ihrem Standpunkt.
Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Brennelementesteuer ist klar, dass eine Besteuerung von Kohlendioxid nur mit einer Änderung des Grundgesetzes möglich ist, argumentiert Hartmut Gaßner in seinem Standpunkt
Warum mit Politik und konventionellen Politikinstrumenten dem Verkehr nicht beizukommen ist, begründet Andreas Troge in seinem Standpunkt
Der Magdeburger Umweltökonom Joachim Weimann hält den europäischen Emissionshandel für das effizienteste Instrument für die Minderungen von Kohlendioxid-Emissionen. In seinem Standpunkt begründet er, warum er das so sieht.
Nach dem G-20-Gipfel sollte der deutsch-französische Ministerrat am 13. Juli in Paris die Gelegenheit nutzen, um sich zum Energiewende-Motor in der Europäischen Union zu machen. Das nützt beiden Ländern, Europa und dem Klima, argumentiert Andreas Kuhlmann in seinem Standpunkt.
Die marktliberale Politik der Europäischen Kommission gefährdet den Ausbau der erneuerbaren Energien, schreibt Uwe Nestle in seinem Standpunkt.
Beim G-20-Gipfel in Hamburg sind Rückschläge vermieden worden. Aber die Durchbrüche wurden vertagt, schreibt Dirk Messner in seinem Standpunkt.
Die Staats- und Regierungschef der G20-Staaten müssen in Hamburg ein klares Signal für erneuerbare Energien und gegen fossile Brennstoffe geben, meint Fritz Brickwedde, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie.
Ohne China ändert sich in Afrika wenig. Deshalb sollte Deutschland bei Investitionen in eine klimafreundliche Infrastruktur in Afrika eng mit Peking zusammenarbeiten, schreibt Rainer Quitzow in seinem Standpunkt.
Dass die Energiewende nicht das Wahlkampfthema Nummer eins sein wird, ist schon absehbar. Dass aber Energieeffizienz in den Parteiprogrammen gar nicht, oder allenfalls als Behauptung vorkommt, findet Christian Noll in seinem Standpunkt dann doch enttäuschend.
Die beiden Ökonomen, Andreas Löschel und Christoph Schmidt, hoffen darauf, dass die globalen Politikexperimente zur Energiewende verglichen werden, um voneinander zu lernen.
In seinem Standpunkt diskutiert Christoph Bals, warum er die Trump-Rede zum Ausstieg aus dem Paris-Abkommen für eine Chance für die Europäer hält
Wie die Sektorkopplung konkret umgesetzt werden kann, darüber wissen viele Stadtwerke bereits einen ganze Menge, argumentiert Andreas Feicht in seinem Standpunkt.
Der Geschäftsführer des ADAC, Alexander Möller, antwortet mit seinem Standpunkt auf den Gastkommentar des Berliner Verkehrsforschers Weert Canzler.