Der vierteilige „Ring des Nibelungen“ kommt in Bayreuth in diesem Jahr in einer KI-Version auf die Bühne. Die Inszenierung wird mit Hilfe einer eigens gebauten KI bebildert. Den Anfang macht an diesem Montag der erste Teil, das „Das Rheingold“. Damit verpasst ihn ein Teil der Poliprominenz, denn anders als üblich gab es zur Festspieleröffnung im Jubiläumsjahr keine Inszenierung einer Wagner-Oper, sondern eine Aufführung von Beethovens neunter Symphonie. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei den Festspielen am Wochenende die jüngsten Turbulenzen um den Umbau seines Kabinetts zumindest teilweise hinter sich gelassen. Bei den 150. Richard-Wagner-Festspielen liefen über den roten Teppich auch verschiedene Protagonisten der von ihm beschlossenen Personalveränderungen: Die bisherige Bundesgesundheitsministerin und künftige Kanzleramtschefin Nina Warken (CDU), sowie Philipp Amthor (CDU), der künftige Bund-Länder-Koordinator im Kanzleramt. Aus dem Bundeskabinett vertreten waren zudem auch Innenminister Alexander Dobrindt und Forschungsministerin Dorothee Bär (beide CSU). Den größten Applaus der Zaungäste bekam allerdings Merz´ Vor-Vorgängerin Angela Merkel.
In den Pausen dürfte die Kabinettsumbildung an vielen Stellen Gesprächsthema gewesen sein, denn nach dem begonnenen Regierungsumbau gibt es noch einige Lücken im Personaltableau. Das komplexe Puzzle hat an verschiedenen Stellen auch Folgen für die Digitalpolitik. Welche Namen dabei eine Rolle spielen und welche nicht mehr, analysieren Johannes Kuhn und Oliver Voß.