Heimliche Aufnahmen von Smart Glasses verletzen Persönlichkeitsrechte. Daraus folgt aber nicht, dass das Gerät rechtswidrig ist. Die Verbotsdebatte verstellt den Blick auf den Nutzen von Smart Glasses an anderer Stelle. Solange Betroffene nicht strukturell schutzlos bleiben und es technische Schutzmaßnahmen gibt, wäre ein Verbot unverhältnismäßig.
Gesundheitsdaten sind kein Randthema. Sie sind Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik zugleich. Wenn wir jetzt entschlossen handeln, kann Deutschland eine führende Rolle in der datengetriebenen Medizin übernehmen, schreibt Matthias Hiller, Mitglied im Gesundheitsausschuss und Berichterstatter für Gesundheitswirtschaft, im Standpunkt.
Seit Januar 2025 führt Deutschland schrittweise die digitale Rechnungsstellung ein, um Steuerbetrug zu vermeiden. Kleine und mittlere Unternehmen fürchten den Mehraufwand, doch Robert Mayr von Datev sieht im Digitalisierungsschritt eine große Chance.
Mit intelligenten Kamerabrillen können unauffällige Videoaufnahmen von Personen erstellt werden. Ihre Nutzung nimmt zu und wirft Fragen auf, die weit über den Datenschutz hinausgehen. Denn es geht auch darum, wie viel Privatsphäre wir als Gesellschaft im öffentlichen Raum bewahren wollen und können.
Zur Vorbereitung auf Allgemeine Künstliche Intelligenz (AGI) empfiehlt der Digitalverband Bitkom Rechenzentren, Wagniskapital und Fachkräfte. Doch nichts davon hilft gegen den KI-Kontrollverlust. Dabei kann KI schon heute ausbrechen und fremde Firmen hacken. Nötig ist ein globales Verbot für die Entwicklung von Superintelligenz.
Beim längst geltenden Data Act fehlt es an einer klaren Einordnung, welche Software-as-a-Service-Lösung als sogenannter Datenverarbeitungsdienst gilt. Aktuell wird dazu auch in den Digital-Omnibus-Verhandlungen diskutiert. Solange hier keine Klarheit herrscht, sollte von Durchsetzungsmaßnahmen in diesen strittigen Bereichen abgesehen werden.
Deutschland digitalisiert seine Verwaltung mit Milliardenaufwand – aber noch immer viel zu selten mit klarem Blick auf den tatsächlichen Nutzen. Wer weiter vor allem Plattformen, Online-Dienste, KI-Tools und OZG-Reifegrade zählt, verwechselt Umsetzung mit echter Digitaler Dividende.
Der AI Act zwingt Unternehmen ab sofort zur KI-Kompetenz. Richtig gelesen ist diese Pflicht der billigste Wettbewerbshebel, den Deutschland in diesem Jahrzehnt bekommt.
Seit dem 2. August gelten die Transparenzpflichten des AI Acts. KI-Inhalte müssen nun gekennzeichnet werden, einmal maschinenlesbar von den Anbietern neuer Systeme, sowie erkennbar von den Betreibern. Doch das Gesetz kennt viele Ausnahmen und die maschinenlesbare Kennzeichnung ist technisch anspruchsvoll. Ein Label allein schafft kein Vertrauen.
Zum 31. Juli 2026 tritt in Deutschland das „Recht auf Reparatur“ in Kraft. Diese Maßnahme ist entscheidend, um einen verantwortungsbewussteren Umgang mit unseren Ressourcen zu etablieren. Trotzdem trifft das Gesetz zum Teil auf viel Kritik – damit droht der positive Effekt zu verpuffen.
Wer trägt Schuld am „Ausbruch“ zweier KI-Systeme und am Hack der Plattform Hugging Face? Eine Antwort lautet: Auch unser Verständnis davon, welche Fähigkeiten wir bei KI-Systemen messen und was eine Evaluation überhaupt aussagen kann.
Die KI-Nutzung ist explodiert, die Qualifizierung von Führungskräften und Mitarbeitern hinkt hinterher. Welche Archetypen es beim Umgang mit KI gibt und wie man Fehler bei der eigenen Entscheidungsfindung hinterfragen kann, schreibt Philip Meissner von der ESCP Business School.
Die Debatte über Europas KI-Souveränität verengt sich auf ein europäisches Sprachmodell. Aber der eigentliche Hebel liegt in der Architektur, mit der Unternehmen KI einsetzen.
KI verändert den globalen Arbeitsmarkt rasant. In Deutschland entkoppelt sich der Kompetenzwandel aber von den technologischen Anforderungen. Warum das ein Risiko werden kann und was Unternehmen jetzt ändern müssen.
Am vergangenen Wochenende nahm in Brüssel das zentrale Register für den Digitalen Produktpass (DPP) seinen Betrieb auf. Der Vorgang mag unscheinbar wirken, doch seine Bedeutung für die europäische Industrie ist enorm. Was hier beginnt, sieht aus wie Umweltbürokratie, ist aber eine Frage europäischer digitaler Souveränität.
Um die Vorgaben aus dem AI Act näher zu definieren, arbeiten die Normungsorganisationen Cen und Cenelec an entsprechenden Standards. Die entstehen in einem Konsensverfahren. In der Praxis haben aber besonders jene amerikanischen Technologiegiganten dabei viel Einfluss, die durch das Gesetz eigentlich in die Schranken gewiesen werden sollen.
Brasilien, Südkorea, Vietnam und nun die EU mit dem Cloud and AI Development Act: Viele Länder machen Cloud-Dienstleistern Vorgaben, bis hin zur Pflicht zur lokalen Datenverarbeitung. Doch damit sei dem verständlichen Wunsch nach Sicherheit und Autonomie nicht immer gut gedient, findet Josh Kallmer von Zoom. Was echte digitale Souveränität ausmacht und welche Aspekte die Staaten vor allem adressieren sollen, erläutert er im Standpunkt.
Es gibt eine Kluft zwischen dem, was die Öffentlichkeit von dem KI-Büro der Kommission erwartet, und was dessen dringendste Aufgabe ist. Bestimmte Risiken bekommen Vorrang. Auch das geplante KI-Sicherheitsinstitut in Deutschland wird ohne einen starken Partner in Brüssel vor einer unlösbaren Aufgabe stehen.
KI macht die Gefahr von Cyberangriffen akuter als zuvor. Die Antwort der EU auf dieses Problem ist ein Aktionsplan. Doch die Maßnahmen kommen zu spät, und der Zugang zu den besten KI-Tools wird von den USA und China politisch kontrolliert. Deshalb muss Europa jetzt selbst tätig werden.
Bei immer mehr öffentlichen Ausschreibungen gibt es keinen echten Wettbewerb mehr: Die Komplexität der Verfahren drängt den Mittelstand aus dem Markt. KI wird die Spielregeln auf beiden Seiten verändern.
Wie Sicherheitsstandards aussehen werden und wer darüber verhandelt, entscheidet letztlich über den Wettbewerb und darüber, wie offen der Markt ist. Europa verfolgt dabei einen eigenen Weg. Das könnte zum Wettbewerbsvorteil werden.
In der Diskussion um effektiveren Jugendschutz Online rückt die Wirksamkeit von Altersüberprüfungstechnologien immer mehr in den Vordergrund. Nicht eine einzelne Methode, sondern nur ein mehrschichtiges System aus Authentifizierung und Altersschätzung kann langfristig zu einem sicheren System führen. Plattformen sollten ihr Wissen dazu unbedingt teilen.
Was wäre, wenn es klappt, fragt Lisa Steigertahl. KI trifft Entscheidungen vielfach zuverlässiger als Menschen. Da wo wenig Risiko besteht, darf sich auch die Verwaltung mehr Mut erlauben und den „Human in the Loop“ weglassen.
Das Next Netzwerk und der Digital Service untersuchen in einem gemeinsamen Papier die digitale Unabhängigkeit der Verwaltung anhand des Beispiels von Cloud-Souveränität. Wie gelingt es, die Hoheit über Anwendungen zu wahren und was sind dabei die entscheidenden Erfolgsfaktoren?
Wenn Sicherheitsbehörden KI einsetzen wollen, müssen sie sie auch trainieren dürfen. Mit dem Gesetzespaket zur Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse schafft Deutschland nun erstmals eine gesetzliche Grundlage. Doch der Entwurf lässt wichtige sicherheitsrelevante Fragen offen.
Der AI Act wird in Deutschland auch rund 160.000 KMU betreffen. Die Frist zur Konsultation der EU-Kommission zu den Leitlinien für die Einstufung von Hochrisiko-KI-Systemen wurde gerade verlängert. Für die Mittelständler ist dabei die Frage nach der Risikoklasse gar nicht so entscheidend, sagt Alexander Ingelheim, sondern eher das Zusammenspiel mit bestehenden Regelwerken.
Dass Bundesdigitalminister Karsten Wildberger seine Reden mithilfe von KI schreibt, sorgte erst kürzlich für einen Aufschrei in der Bevölkerung. Die Meinungen darüber, ob Künstliche Intelligenz ein legitimes Hilfsmittel sein kann, gehen weit auseinander. Entscheidend ist am Ende die Qualität. Solange ein „Human-In-The-Loop“ war, sollten hochwertige KI-Texte auch Wertschätzung erhalten dürfen.
Europa investiert Milliarden in digitale Infrastruktur und die Energiewende. Die ökologischen und sozialen Herausforderungen dieser Transformation sind aber nicht nur in der EU sichtbar. Der Konflikt um ein geplantes Rechenzentrum im Nordosten Brasiliens zeigt, warum nachhaltige Digitalisierung auch eine Frage globaler Gerechtigkeit ist.
Während wir dabei sind, digitale Abhängigkeiten bei Cloud-Software abzubauen, entstehen bei KI neue, noch viel größere Abhängigkeiten. Unser Ziel muss es sein, dass der erste Griff nicht zu internationalen KI-Lösungen geht, sondern zu einer Alternative. Hierbei müssen wir einen eigenen europäischen Weg finden.
Nicht Agenten sind die Ursache für explodierende KI-Kosten, sondern ihr Einsatz in Prozessen, die für eine Welt ohne KI entworfen wurden. Genau deshalb hat die Zeit des „Great Re-Engineering“ begonnen. Wer Tokens zählt, misst Aufwand. Wer Prozesse neu denkt, misst Ergebnisse.
Das Tech-Sovereignty-Package erkennt digitale Abhängigkeiten richtig. Wenn es um Lösungsansätze geht, verwechselt die EU jedoch die Herkunft von Technologie mit der Kontrolle über sie. Statt einen dritten Technologieblock neben den USA und China aufzubauen, sollte die Europäische Union auf offene Standards und digitale Gemeingüter setzen.
Unsere Risikoperzeption ist wesentlich geprägt durch begrenzte statische Risiken. Das erklärt, warum demokratische Gesellschaften systematisch zu wenig in ihre eigene langfristige Sicherheit investieren. Bei Künstlicher Intelligenz könnte uns diese Schwäche teuer zu stehen kommen: Risiken drohen sich zu verselbständigen.
Die Eudi-Wallet kommt. Ab 2027 sind EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, ihren Bürgerinnen und Bürgern eine europäische digitale Brieftasche bereitzustellen. In der öffentlichen Debatte gilt die Wallet immer noch als digitaler Personalausweis auf dem Smartphone. Das greift zu kurz.
Europa wird in den nächsten Jahren nicht vollständig unabhängig von US-amerikanischen oder chinesischen Technologiekonzernen werden. Daher muss es darum gehen, Stück für Stück Einfluss und Kontrolle zurückzugewinnen, sagt Leif-Nissen Lundbæk, CEO der Rechts-KI Noxtua.
In Brüssel wird über eine Medienregulierung auf Streaming-Plattformen wie Youtube diskutiert. Durch diese würde in den Algorithmus der Nutzer:innen eingegriffen werden und bestimmte Medienangebote hervorgehoben. Medienunternehmen und kleinere Creator könnten so benachteiligt werden. Auch die Vielfalt des Medienökosystems steht damit auf der Kippe.
Mit den ersten Standards hat der IT-Planungsrat beim D-Stack einen wichtigen Schritt getan. Nun müssen Bund, Länder, Kommunen und Anbieter gemeinsam liefern. Ob das Projekt erfolgreich sein wird, entscheidet sich vor allem in der kommunalen Praxis. Dort müssen Nutzen und Anschlussfähigkeit sichtbar werden.
Regierungen weltweit setzen auf KI, um ihre Verwaltungen effizienter zu machen. Acht Forscher:innen aus sieben Ländern haben untersucht, wie die Staaten dies tun können, ohne Rechenschaftspflichten, Resilienz und Vertrauen der Öffentlichkeit zu beeinträchtigen – die Grundvoraussetzungen für den KI-Einsatz im öffentlichen Sektor.
Die wirtschaftliche Lage ist angespannt. Während Unternehmen investieren und Innovation vorantreiben, fehlt es an Reformen auf staatlicher Seite, findet Tanja Gönner, Hauptgeschäftsführerin des BDI. Denn Staatsmodernisierung sei zentral für gute Wirtschaftspolitik.
Klarer könnte ein Interessenkonflikt nicht sein: Mit der Ernennung von Siemens-Aufsichtsratschef Jim Hagemann Snabe zum KI-Berater der EU-Kommission verschwimmt die Grenze zwischen Industrie und Regulierer endgültig.
Deutschland hat sich in der KI auf den Weg gemacht. Ein Blick in die Niederlande zeigt, dass wir in der Strukturierung echter Innovationsökosysteme jedoch noch Aufholbedarf haben.
Der Palantir-Mitgründer Alex Karp inszeniert sich als Habermas-Erbe. Ein Blick in seine eigenen Texte zerlegt die Maske. Deutsche Redaktionen sollten aufhören, die Maskerade mitzuspielen.
Die stetig steigende Flut von Beschwerden bei der Datenschutzaufsicht darf nicht nur beklagt werden. Die Politik und die Experten müssen das Problem beherzt annehmen und in verschiedene Richtungen denken, damit das deutsche Aufsichtssystem seine Wirkungskraft behält.
Während sich Deeptech-Bereiche wie KI, Quanten oder Halbleiter rasend schnell verändern, arbeiten Europas Förderprogramme zu langsam. Wer heute einreicht, erhält oft erst Jahre später Unterstützung. Für Start-ups mit globalem Wettbewerbsdruck ist dieses Tempo kaum tragbar.
Warum wir jetzt eine nationale Prozessplattform bauen sollten, statt Jahre auf Standardisierung zu warten. Ein Dreistufen Fahrplan für die Umsetzung.
Der aktuelle Deepfake-Diskurs verläuft entlang der falschen Grenze. Jede Form synthetischer Kommunikation landet dabei im selben Topf: sexualisierte Fälschungen, Identitätsmissbrauch, politische Manipulation, satirische Clips, synthetische Stimmen und Service-Avatare. Das verstellt den Blick auf eine zentrale Frage: Wie kann synthetische Kommunikation Vertrauen stiften?
Der afrikanische Kontinent und die EU müssen beide aufpassen, im KI-Zeitalter nicht von der technologischen Entwicklung abgehängt zu werden. Deshalb wird es Zeit, die Anstrengungen für digitale Souveränität noch stärker zu bündeln.
Der deutsche und europäische Datenschutz steht vor Umbrüchen: Während die Bundesregierung erste Schritte zu einer einheitlicheren Aufsicht plant, droht mit dem Digital-Omnibus aus Brüssel neue Komplexität statt der versprochenen Vereinfachung. Doch der gegenwärtige Moment bietet auch Chancen.
Ein moderner digitaler Staat braucht mehr als digitale Grundsatzdebatten. Gefragt sind gemeinsame Basiskomponenten, interoperable Standards und ein leistungsfähiges Ökosystem. Der Mittelstand kann dabei zum zentralen Innovationstreiber werden.
Nicht trotz, sondern wegen: Nur durch die Regulierung von KI kann Europa digital unabhängig und wirtschaftlich erfolgreich werden.
Die EU-Kommissionspräsidentin zeigt sich gegenüber US-Interessen allzu nachgiebig. Das ist ein Problem für den Standort Europa. Und hat auch mit der EU-Regulierungsstruktur zu tun.
Deutschland hat die größte digitale Zivilgesellschaft Europas – und trotzdem fehlt ihr eine klare Vorstellung davon, welche digitale Zukunft sie eigentlich will. Svea Windwehr fordert zur Republica: Raus aus der Nische, rein in die Gesellschaft.
Die deutsche Industrie hat sich lautstark dafür eingesetzt, dass sich Hersteller von industrieller KI nicht an den AI Act halten müssen. Der KI-Omnibus wurde dabei als Vereinfachung angepriesen. In Wahrheit verkompliziert er die Dinge langfristig, prognostiziert Adam Leon Smith.
Wer mit den USA und China mithalten will, muss Mario Draghis Ideen für Europa folgen: weniger Kleinstaaterei und mehr Mut zu europäischen Champions. Valentina Daiber, Vorständin Recht und Corporate Affairs bei Telefónica Deutschland, wünscht sich konkrete Maßnahmen für Europas Wettbewerbsfähigkeit.
Wer KI einsetzt, ohne KI-Kompetenz strukturell im Boardroom zu verankern, handelt fahrlässig. Schulungen allein reichen angesichts der regulatorischen Risiken des EU AI Act nicht aus. Unternehmen müssen echte KI-Expertise dauerhaft in Aufsichtsrat und Vorstand integrieren, findet Peyman Pouryekta.
Wer ein Foto, Video oder einen Text mit KI generiert, muss das bald offenlegen. Die Kommission hat Experten beauftragt, einen Praxisleitfaden zu erstellen, der die Vorgaben in detaillierte Maßnahmen übersetzt. Doch der ist aktuell noch weder medien- noch gattungsspezifisch ausgestaltet. Was das für journalistische Medien bedeutet.
Synthetische Daten gelten als Ausweg aus dem Datenmangel. Doch Modelle, die auf künstlichen Trainingsdaten aufbauen, können Fehler rekursiv verstärken – gerade in agentischen Systemen ohne menschliche Aufsicht.
Der Fall Collien Fernandes ist keine Ausnahme – er ist ein Spiegelbild der systemischen Ohnmacht gegenüber einer Technologie, die sich rasant weiterentwickelt. Denn mehr als acht Jahre nach dem ersten Auftauchen sexualisierter Deepfakes haben wir immer noch mit lückenhaften Gesetzen zu tun.
Altersverifikation geht noch sicherer: Anstelle statischer Nachweise von externen Stellen und zentraler Schlüsselverwaltung, wie bei der EU-App, sollte die Verifikation direkt auf dem Smartphone stattfinden – und zwar per Chip. Außerdem sollte sie auch offline möglich sein.
Die Idee des DMA ist denkbar einfach: Mit Hilfe der Interoperabilität soll die Macht der großen Tech-Firmen eingedämmt werden. Doch in der Praxis setzen die Gatekeeper alles daran, die Vorgaben zu umgehen.
Deutschland braucht jetzt eine Aktivierungsstrategie für die Eudi-Wallet, findet Lorène Slous vom Bitkom. Aber dann kann das Digitalministerium es schaffen, bis zum 2. Januar eine überzeugende Wallet bereitzustellen.
Irland ist strukturell abhängig von den Einnahmen, die ihnen die Europazentralen von Apple, Microsoft, Meta, Google und Co. bescheren. Die EU sollte deshalb offen benennen, dass Dublin kein neutraler Akteur in der europäischen Digitalpolitik ist. Und Irland einen Deal anbieten.
Google Maps ist zur Suchmaschine für die analoge Welt geworden. Was dort nicht sichtbar ist, existiert für viele Menschen kaum noch. Deswegen müssen wir die Plattform politisch strenger behandeln: nicht wie Software, sondern wie Straßen.
Das EU-Parlament will die Medizinprodukte von den strengen Auflagen des AI Acts erst einmal ausnehmen. Um welche Vorgaben geht es genau, und welche Folgen hat das für Krankenhäuser, Fachkräfte und Patienten? Warum der Wegfall dieser Schutzmaßnahmen die zugrundeliegenden Probleme nicht löst, sondern die Komplexität lediglich verlagert.
Warum kommt die Verwaltung bei der Digitalisierung so schwer voran? Nicht wegen fehlender Lösungen, sondern wegen fehlender Anwendung, schreibt der Freiburger Regierungspräsident Carsten Gabbert. Dazu stünden bereits viele praxisnahe Methoden bereit, die jedoch endlich mehr und besser eingesetzt werden sollten.
Selbstlernende Industrieroboter, intelligente Pflegroboter und selbstlenkende Drohnen – Deutschland muss „Physical AI“-Champion werden, sagt Thomas Koenen, Co-Bereichsleiter Innovation, Sicherheit und Technologie beim Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
Europa strebt nach digitaler Souveränität. Der Weg dorthin führt jedoch nicht über den Nachbau der Infrastruktur von gestern, sondern über offene, globale Ökosysteme. Denn genau dort entstehen die dominierenden Unternehmen von morgen, schreibt Mike Linksvayer von Github im Standpunkt.