die bedrohliche Vorstellung eines Terroranschlages auf die Energieinfrastruktur sitzt der Politik unangenehm im Nacken. Zuletzt mahnte gestern Eon-Chef Leonhard Birnbaum, Anschläge auf das Höchstspannungsnetz ließen sich nicht ausschließen: „Wir können sicherstellen, dass es nicht einfach ist, aber wir können nicht sicherstellen, dass es unmöglich ist, uns anzugreifen.“ Aus Sicht des Managers braucht es mehr Unterstützung aus der Politik. Die steht noch aus, derzeit prüft das Bundesinnenministerium erst mal, ob Betreiber von etwa Energieinfrastrukturen künftig selbst Drohnen abwehren dürfen.
In Berlin, wo es im Januar bereits zum Worst-Case-Szenario kam und rund 100.000 Menschen mehrere Tage lang im Dunkeln saßen, werden derweil Lehren aus der Katastrophe gezogen. 200 Millionen Euro investiert das Land in den Schutz des Stromnetzes, wie Sie in den heutigen Nachrichten lesen. Zu den Maßnahmen gehören Stacheldrahtzaun und Videokameras, aber auch bessere Krisenpläne.
Vorher betrachtet Florence Schulz aber ein ganz anderes Thema: die Schifffahrt. Mit der Reform des europäischen Emissionshandels sollen erstmals nämlich auch kleine Schiffe darin einbezogen werden – dazu gehören kleine Transportschiffe, Tanker für Öl, Gas und Chemikalien sowie Fähren. Für den Umstieg auf grüne Schiffskraftstoffe braucht es aber noch einen anderen Hebel.