Viele Kommunen haben Probleme damit, das passende Fachpersonal zu finden. So ging es auch der hessischen Stadt Eschwege. Über den Hackathon Update Deutschland und den Ansatz der Open Social Innovation ist nun aber ein möglicher Ausweg auch für andere Kommunen gefunden: die Plattform „Lokalprojekte“. Der Andrang bei der neuen Initiative ist groß.
Wien gilt als einer der Digitalvorreiter unter Europas Städten, im Januar wird die Smart-City-Strategie zum dritten Mal aktualisiert. Der oberste Wiener Stadtplaner Thomas Madreiter erzählt im Interview, was das Update bringen soll, welche Vision für ein digitales Verkehrssystem er hat und warum Verwaltungen technikkritisch bleiben müssen.
Der Soziologe Dominik Piétron erklärt im Interview, warum eine öffentliche Mobility-as-a-Service-Plattform erhebliche Potenziale für die Verkehrswende hätte.
Die Behörden von Bund, Ländern und Kommunen sehen das Thema IT-Sicherheit als eine der größten Herausforderungen der Zukunft. Gleichzeitig erhoffen sie sich ein höheres Sicherheitsniveau durch die weitere Bündelung in IT-Dienstleistungszentren. Dieses Bild zeichnet eine morgen erscheinende Studie, die Tagesspiegel Background vorab vorliegt.
Datenplattformen von Städten und Regionen sollen bei Gaia-X andocken, seit Juni gibt es dafür eine Domäne bei der europäischen Cloud-Initiative. Für die Gruppe spricht Sascha Tegtmeyer, Chief Digital Officer des Hamburger Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung. Im Interview erzählt er, welche Chancen Gaia-X den Kommunen bietet und wo es noch hakt.
Mit einer App will Hamburg Radfahrenden anzeigen, mit welchem Tempo sie die nächste Ampel bei Grün erreichen. Ampelschaltungen sollen teilweise ans Fahrradtempo angepasst werden. Mit dem Projekt PrioBike-HH möchte die Stadt zudem für mehr Sicherheit sorgen.
Hamburg fördert die Umstellung auf Taxis mit Elektro-Antrieb mit bis zu 10.000 Euro. Die Taxibranche hofft, dass die Bundespolitik sich daran ein Beispiel nimmt. Sie pocht auf ihre Funktion als Daseinsvorsorge im digitalen Zeitalter.
Städte haben eine große Macht. Sie sind nicht nur der Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel, sondern können auch für digitale Souveränität in Europa sorgen. Das betonte die italienische Smart-City-Expertin Francesca Bria beim Forum Offene Stadt der Körber Stiftung.
London ist Vorreiter in Sachen Daten. Schon seit mehr als zehn Jahren gibt es in der britischen Metropole ein Open-Data-Portal, das nicht nur der Verwaltung, sondern auch der Zivilgesellschaft und Wirtschaft hilft. Nun plant die Stadt eine neue Plattform. Wie die aussehen soll und warum Städte um ihre Daten kämpfen müssen, verrät CDO Theo Blackwell.
Die kommunalen Hoch- und Tiefbauämter befinden sich im Umbruch. Von einem modernen Baustellenmanagement über optimierten Gießwasserverbrauch bis hin zur digitalen Modellierung von Mobilitätskonzepten: Die Anwendungsbereiche für digitale Technik sind riesig.
Der Bund schüttet seit Jahren Hunderte Millionen Euro in smarte Kommunen und Regionen. Doch ist das wirklich zielgerichtet und was muss sich unter einer neuen Bundesregierung ändern? Tagesspiegel Background hat die kommunalen Spitzenverbände befragt.
Worauf kommt es an, wenn ein Bundesland Smart Cities effektiv fördern will? Fatma Cetin vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation hat den Innovationswettbewerb Zukunftskommune in Baden-Württemberg evaluiert – und spricht mit Tagesspiegel Background über die wichtigsten Erkenntnisse.
Während oft davon geredet wird, dass Kommunen bei der Digitalisierung stärker zusammenarbeiten müssen, zeigen fünf Städte in Südwestfalen bereits, wie das klappen könnte. Sie haben beim Bund einen Förderantrag für ein Kooperationsprojekt eingereicht – und bearbeiten das Thema Smart City nun gemeinsam. Sogar eine Schule haben sie für ihre Region gegründet.
Seit Wochen und Monaten diskutieren die Bundesressorts über die künftige Nutzung der Cloud-Technologie in der Verwaltung. Am Freitag treffen sich nun Bund, Länder und Kommunen im IT-Planungsrat. Verabschiedet wird die Deutsche Verwaltungscloud-Strategie. Erstmals soll es damit bundesweite Standards geben – das Dokument liegt Tagesspiegel Background vor.
Kommunen sind in Deutschland zur Daseinsvorsorge verpflichtet. Doch die ist im stetigen Wandel – was vor einigen Jahren für Bürger:innen wichtig war, muss es heute lange nicht mehr sein. Dafür ergeben sich unter anderem durch die Digitalisierung neue Aufgabenfelder aber auch Potenziale für Kommunen. Eine neue Studie will Antworten geben.
Klimawandel, Digitalisierung, Pandemie: Kommunen und Regierungen stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Ein neuer Ansatz aus Finnland soll dabei helfen, die komplexen Probleme zu lösen. Die Initiative nennt sich Humble Government und kommt vom Think Tank Demos Helsinki. Was genau dahinter steckt, erklärt Senior Expert Kaisa Schmidt-Thomé im Interview.
Eine Mobilitätsapp für alles – das wünschen sich viele Kunden. Doch auch Jahre nach dem Start erster Projekte ist diese nicht in Sicht, trotz neuer gesetzlicher Vorgaben. Selbst Technologieriesen wie Google stoßen an Grenzen.
Stadtplanung, Verkehr oder die Verwaltung: Die Zukunft der Stadt wird mit Daten gemacht. Es reicht allerdings nicht, bloß Informationen anzuhäufen, sie müssen auch sinnvoll verknüpft werden. Die Königsdisziplin in dieser Hinsicht nennt sich digitaler Zwilling. Eine neue Studie soll Kommunen auf den Weg dorthin helfen.
Laut Informationen von Tagesspiegel Background wird im Bundesfinanzministerium seit Wochen an einem Vorschlag für eine neu aus dem Boden gestampfte Open-Source-Cloud für den öffentlichen Sektor gearbeitet. Sie soll als Gegengewicht dienen, falls – wie ebenfalls vom Finanzressort angestrebt – eine Microsoft-Cloud beschafft wird.
Mit Ideen für eine moderne Verwaltung beschäftigt sich der neue Transformations-Navigator der Hertie School und des Creative Bureaucracy Festivals. Doch anders als ähnliche Formate will der Navigator keine Umsetzungspläne vorgeben, sondern allgemeine Ideen sammeln. Konkrete Vorschläge soll die Verwaltung selbst liefern. Vorbild ist ein Ansatz aus Finnland.
Der Plan für einen App-Store für die Verwaltung existiert schon länger. Im Wahlkampf hat ihn CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet wieder aufgegriffen. Doch was steckt eigentlich hinter dem Konzept und ab wann kann man in der Praxis damit rechnen?
In den nächsten Monaten soll eine Infrastruktur für Bund, Ländern und Kommunen an den Start gehen, die es erlaubt, dass Nutzerdaten bei Online-Verwaltungsleistungen kreuz und quer durch die Bundesrepublik geschickt werden. Im Herbst geht der Regelbetrieb los. Der Projektverantwortliche Jörg Kremer erklärt im Interview, was der aktuelle Stand ist.
Kommunen berichten auf ihren Stadtportalen häufig nicht nur über ihre Verwaltungstätigkeiten, sondern auch über Veranstaltungen, Sport und Prominenz – ganz zum Missfallen der örtlichen Presse. Die sieht die Pressefreiheit bedroht und das Gebot der Staatsferne veletzt. Die Gerichte sind sich nicht ganz einig. Nun wird der BGH entscheiden müssen.
In den vergangenen Wochen und Monaten wurden immer mehr kommunale Stimmen laut, die eine Neuordnung föderaler Gepflogenheiten einforderten. Unter anderem geht es darum, dass die Kommunen Aufgaben bei der Digitalisierung abgeben wollen. Die Stadt Fürth geht nun voran und integriert das zentrale Nutzerkonto des Bundes für kommunale Verwaltungsleistungen.
Die komplexe Verwaltungsdigitalisierung frisst die knappen Digitalressourcen der Kommunen auf, kritisieren immer mehr Städte. Einige von ihnen formulierten deshalb die „Dresdner Forderungen“. Die Städte Essen, Köln und Leipzig erklären, warum sie der kommunalen Selbstverwaltung zum Trotz gerne Aufgaben an Bund und Länder abgeben wollen.
Die Menschen müssen auch bei einer Digitalstrategie immer im Mittelpunkt stehen, denn Technik ist kein Selbstzweck, sagt Michael Donaldson, der Chief Technology Officer (CTO) von Barcelona. Das gelte nicht nur für den Umgang mit Daten, sondern auch für aktuelle Digitalprojekte in der katalonischen Hauptstadt.
Mit dem Projekt „Connected Urban Twins“ wollen Hamburg, München und Leipzig gemeinsam je einen digitalen Zwilling und eine urbane Datenplattform entwickeln. Von dem vom BMI geförderten Projekt und den Anwendungsfällen sollen auch andere Kommunen profitieren. Zunächst stehen die Städte dabei aber vor zahlreichen Herausforderungen.
München beschloss nun offiziell wieder zurück zu Open Source zu wollen. Das Bundeswirtschaftsministerium vergibt einen Sonderpreis für smarte Städte und Regionen. Und Berlin befragte seine Bürgerinnen und Bürger für eine neue Smart-City-Strategie. Hier liefern wir Ihnen alle zwei Wochen die wichtigsten Infos im Überblick.
Der Start der Smart-City-Stelle des BMI scheint sich weiter zu verzögern. Beim Onlinezugangsgesetz beginnen sich zudem Städte zu vernetzen und fordern eine Neuaufteilung der Aufgaben. Und München veröffentlichte Erkenntnisse eines millionenschweren Stadtentwicklungsprojektes. Hier liefern wir Ihnen alle zwei Wochen die wichtigsten Infos im Überblick.
Die Fortsetzung der Hackathon-Initiative #WirVsVirus nimmt 27 Handlungsfelder ins Visier. Trotz des breiten Ansatzes ist die Resonanz in der Bevölkerung deutlich geringer. Netzaktivisten kritisieren eine Ausrichtung nach „wirtschaftlicher Produktivität“.
Die Bundesregierung fördert bundesweit 13 Labore für Open Government. Das Labor der „Verwaltungsrebellen“ ist eines davon. Die beiden Beraterinnen, die den Experimentierraum für die Verwaltung betreiben, sprechen im Interview über Herausforderungen im öffentlichen Sektor und warum es die „Energiegeladenen“ und die „Furchtlosen“ braucht.
Bei der Digitalisierung stehen meist die Metropolen im Mittelpunkt. Soll die digitale Transformation in die Fläche kommen, braucht es aber auch die Dörfer. Fraunhofer-Experte Steffen Hess im Interview über einen gemeinsamen App-Store für den ländlichen Raum, die unterschiedlichen Anforderungen von Stadt und Land und worauf es in den kleinen Kommunen ankommt.
Hamburg, München und Leipzig brechen gemeinsam auf, um digitale 3D-Modelle ihrer Städte zu entwickeln. Das Bundesinnenministerium fördert das Projekt mit über 30 Millionen Euro. Perspektivisch könnten auch andere Kommunen auf der Architektur aufbauen. Der Projektleiter aus Hamburg erzählt von der gerade gestarteten Initiative.
Wozu braucht eine Stadt ein Algorithmenregister? Und wie reagieren die Bürgerinnen und Bürger darauf? Das erklärt die stellvertretende Bürgermeisterin von Amsterdam, Touria Meliani, im Interview mit Lina Rusch.
Das Bundesinnenministerium unterstützt mit Hunderten Millionen Euro bundesweit Modellkommunen auf ihrem Weg zur Smart City. Eine umfassende wissenschaftliche Begleitung oder eine zentrale Plattform für den Wissensaustausch waren bisher Fehlanzeige. Nun wird ein millionenschwerer Auftrag vergeben.
Der Bund will im nächsten Jahr mit einem neuen Zentrum für digitale Souveränität an den Start gehen und bereitet gerade ein Folgepapier zur viel beachteten „Microsoft-Studie“ aus dem vergangenen Jahr vor, um weitere Abhängigkeiten in der Verwaltungs-IT zu identifizieren.
Die nordrhein-westfälische Stadt Detmold führte als erste Kommune Deutschlands die internationale Partizipationssoftware Consul ein. Andere Städte arbeiten ebenfalls an der Implementierung der Open-Source-Plattform aus Madrid, die als Vorreiterprojekt gilt.
Das Bremer App-Projekt ELFE soll die Verwaltungsleistungen im Rahmen der Geburt eines Kindes digitalisieren. Ein Artikelgesetz des Bundes soll nun für den Startschuss sorgen – und den Rahmen für ähnliche Vorhaben schaffen. Auf Bundesebene arbeitet man indes weiterhin mit händischen Unterschriften.
Deutschlands Städte und Kommunen haben Nachholbedarf bei ihrer Digitalisierung. Zwar gibt es vom Bund zahlreiche Förderprogramme zu Smart Cities – doch den Überblick zu behalten, fällt selbst der Regierung schwer.
Ein Untersuchungsbericht des Bundesinnenministeriums bestätigt, dass die deutsche Verwaltung „in hohem Maße“ abhängig von Microsoft ist. Deutschland könnte nun ernst machen und auf Microsoft-Entzug gehen. Ein „weiter und steiniger Weg“, heißt es aus dem Ministerium.