In den vergangenen Wochen und Monaten wurden immer mehr kommunale Stimmen laut, die eine Neuordnung föderaler Gepflogenheiten einforderten. Unter anderem geht es darum, dass die Kommunen Aufgaben bei der Digitalisierung abgeben wollen. Die Stadt Fürth geht nun voran und integriert das zentrale Nutzerkonto des Bundes für kommunale Verwaltungsleistungen.
Die komplexe Verwaltungsdigitalisierung frisst die knappen Digitalressourcen der Kommunen auf, kritisieren immer mehr Städte. Einige von ihnen formulierten deshalb die „Dresdner Forderungen“. Die Städte Essen, Köln und Leipzig erklären, warum sie der kommunalen Selbstverwaltung zum Trotz gerne Aufgaben an Bund und Länder abgeben wollen.
Die Menschen müssen auch bei einer Digitalstrategie immer im Mittelpunkt stehen, denn Technik ist kein Selbstzweck, sagt Michael Donaldson, der Chief Technology Officer (CTO) von Barcelona. Das gelte nicht nur für den Umgang mit Daten, sondern auch für aktuelle Digitalprojekte in der katalonischen Hauptstadt.
Mit dem Projekt „Connected Urban Twins“ wollen Hamburg, München und Leipzig gemeinsam je einen digitalen Zwilling und eine urbane Datenplattform entwickeln. Von dem vom BMI geförderten Projekt und den Anwendungsfällen sollen auch andere Kommunen profitieren. Zunächst stehen die Städte dabei aber vor zahlreichen Herausforderungen.
München beschloss nun offiziell wieder zurück zu Open Source zu wollen. Das Bundeswirtschaftsministerium vergibt einen Sonderpreis für smarte Städte und Regionen. Und Berlin befragte seine Bürgerinnen und Bürger für eine neue Smart-City-Strategie. Hier liefern wir Ihnen alle zwei Wochen die wichtigsten Infos im Überblick.
Der Start der Smart-City-Stelle des BMI scheint sich weiter zu verzögern. Beim Onlinezugangsgesetz beginnen sich zudem Städte zu vernetzen und fordern eine Neuaufteilung der Aufgaben. Und München veröffentlichte Erkenntnisse eines millionenschweren Stadtentwicklungsprojektes. Hier liefern wir Ihnen alle zwei Wochen die wichtigsten Infos im Überblick.
Die Fortsetzung der Hackathon-Initiative #WirVsVirus nimmt 27 Handlungsfelder ins Visier. Trotz des breiten Ansatzes ist die Resonanz in der Bevölkerung deutlich geringer. Netzaktivisten kritisieren eine Ausrichtung nach „wirtschaftlicher Produktivität“.
Die Bundesregierung fördert bundesweit 13 Labore für Open Government. Das Labor der „Verwaltungsrebellen“ ist eines davon. Die beiden Beraterinnen, die den Experimentierraum für die Verwaltung betreiben, sprechen im Interview über Herausforderungen im öffentlichen Sektor und warum es die „Energiegeladenen“ und die „Furchtlosen“ braucht.
Bei der Digitalisierung stehen meist die Metropolen im Mittelpunkt. Soll die digitale Transformation in die Fläche kommen, braucht es aber auch die Dörfer. Fraunhofer-Experte Steffen Hess im Interview über einen gemeinsamen App-Store für den ländlichen Raum, die unterschiedlichen Anforderungen von Stadt und Land und worauf es in den kleinen Kommunen ankommt.
Hamburg, München und Leipzig brechen gemeinsam auf, um digitale 3D-Modelle ihrer Städte zu entwickeln. Das Bundesinnenministerium fördert das Projekt mit über 30 Millionen Euro. Perspektivisch könnten auch andere Kommunen auf der Architektur aufbauen. Der Projektleiter aus Hamburg erzählt von der gerade gestarteten Initiative.
Wozu braucht eine Stadt ein Algorithmenregister? Und wie reagieren die Bürgerinnen und Bürger darauf? Das erklärt die stellvertretende Bürgermeisterin von Amsterdam, Touria Meliani, im Interview mit Lina Rusch.
Das Bundesinnenministerium unterstützt mit Hunderten Millionen Euro bundesweit Modellkommunen auf ihrem Weg zur Smart City. Eine umfassende wissenschaftliche Begleitung oder eine zentrale Plattform für den Wissensaustausch waren bisher Fehlanzeige. Nun wird ein millionenschwerer Auftrag vergeben.
Der Bund will im nächsten Jahr mit einem neuen Zentrum für digitale Souveränität an den Start gehen und bereitet gerade ein Folgepapier zur viel beachteten „Microsoft-Studie“ aus dem vergangenen Jahr vor, um weitere Abhängigkeiten in der Verwaltungs-IT zu identifizieren.
Die nordrhein-westfälische Stadt Detmold führte als erste Kommune Deutschlands die internationale Partizipationssoftware Consul ein. Andere Städte arbeiten ebenfalls an der Implementierung der Open-Source-Plattform aus Madrid, die als Vorreiterprojekt gilt.
Das Bremer App-Projekt ELFE soll die Verwaltungsleistungen im Rahmen der Geburt eines Kindes digitalisieren. Ein Artikelgesetz des Bundes soll nun für den Startschuss sorgen – und den Rahmen für ähnliche Vorhaben schaffen. Auf Bundesebene arbeitet man indes weiterhin mit händischen Unterschriften.
Deutschlands Städte und Kommunen haben Nachholbedarf bei ihrer Digitalisierung. Zwar gibt es vom Bund zahlreiche Förderprogramme zu Smart Cities – doch den Überblick zu behalten, fällt selbst der Regierung schwer.
Ein Untersuchungsbericht des Bundesinnenministeriums bestätigt, dass die deutsche Verwaltung „in hohem Maße“ abhängig von Microsoft ist. Deutschland könnte nun ernst machen und auf Microsoft-Entzug gehen. Ein „weiter und steiniger Weg“, heißt es aus dem Ministerium.