In vielen Dörfern lohnen sich reguläre Buslinien nicht. Stattdessen läuft Verkehr auf Abruf, allerdings meist von den gleichen, starren Haltestellen aus. Dabei geht das auch anders: Mit virtuellen Anfahrpunkten haben einige Landkreise und Kommunen ihr Netz erweitert. Zwei davon ziehen Bilanz.
Geld knapp, Personal knapp, und vom Bund kommt alles zu langsam. Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris macht trotzdem weiter, mit Prozessen, die erst aufgezeichnet und dann neu gedacht werden, und einer Social Card, die 80 Prozent Arbeitszeit spart. Was könnten Bund und Länder von den Kommunen lernen?
An mehreren Pilotstandorten können Gründerinnen und Gründer Gewerbe und Steuer inzwischen in einem Antrag erledigen. Eine Abfrage bei Kommunen und Digitalministerium zeigt: Viel genutzt wird er bisher nicht, und schneller geht es auch noch nicht. Aber es gibt Verbesserungen.
Damit die OZG-Digitalisierung endlich in den Kommunen ankommt, starteten Bund und Länder vor einem Jahr das Programm Flächendeckung. Der Bund hilft bei fünf konkreten Leistungen vor Ort. Ist das mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein?
Die Deutschland-App soll per KI durch den Behördendschungel führen und Anträge ausfüllen. Doch vieles ist noch unklar: Wie kommen die Anträge bei den Behörden an? Was kostet das Ganze, und was wird eigentlich geliefert?
Münster, das ist doch diese reiche Stadt in NRW, oder? Vielleicht ist es auch die Stadt in NRW, die neuerdings ein Haushaltsloch von 90 Millionen Euro hat und die sich trotzdem digitalisieren muss. Im Interview erzählt Oberbürgermeister Tilman Fuchs darüber, wie das geht und was das Problem ist, wenn man nur noch in Daseinsvorsorge denken würde.
Die Smart Country Convention hat begonnen. Wie jedes Jahr bringt die Messe Ankündigungen mit sich: Digitalminister Karsten Wildberger hat den Pin-Rücksetzdienst zurückgebracht, Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus (beide CDU) gab Ausblicke auf ihren DMK-Vorsitz im nächsten Jahr.
Das digitale Sozialportal soll mit verbindlichen Standards und Schnittstellen bis Ende 2027 kommen. Den Weg dafür skizziert das Expertengremium „Digitalisierung Sozialstaatsreform“ mit einer Roadmap. Dabei hängen Gelingen und Zeitplan des Vorhabens stark von anderen Modernisierungsprojekten ab.
Die Govdigital will die öffentlichen IT-Dienstleister bis 2030 zu einem bundesweit orchestrierten Ökosystem umbauen. Das Manifest skizziert dafür acht strategische Schwerpunkte. Die Umsetzung dürfte auch Bund, Länder und Kommunen vor grundlegende Entscheidungen stellen.
Ein paar Monate nach dem Ende der ersten Runde des Agentic AI Hub arbeiten die meisten Pilotkommunen weiter mit ihren Start-ups. Eine Umfrage von Tagesspiegel Background unter den Teilnehmern zeigt aber: Beim Weg in die Fläche hilft der Bund vor allem mit Bühne und Leitfäden. Bei der Beschaffung holpert es noch.
Zum zweiten Mal hat das Bundesdigitalministerium Start-ups und Kommunen ausgewählt, die gemeinsam KI-Lösungen für Verwaltungen testen. Nach den Ergebnissen der ersten Runde des AI Hubs im Frühjahr steht wieder die Frage im Raum, wie sich die entwickelten Lösungen in die Fläche bringen lassen. Die Hebel sind bekannt.
Analog zu Deutschland-Stack und Deutschland-App arbeitet Baden-Württemberg an seinem eigenen BW-Stack und einer BW-App. CDO Ronja Kemmer erklärt, warum das keine Konkurrenz ist und wie sie den KI-Einsatz in der Landesverwaltung ausbauen will. Eine zentrale Rolle soll dabei der KI-Assistent F13 spielen.
Der Fall der Bonner Nordbrücke zeigt, wie dringend Deutschland seine maroden Bauwerke sanieren muss. Sensorik und digitale Zwillinge könnten dabei helfen, Schäden früher zu erkennen und Brücken gezielter zu überwachen. Ein internationales Konsortium will seine Technologie nun auch hierzulande einsetzen.
Nur noch 32 Prozent der Deutschen vertrauen dem Staat, zeigt der E-Government-Monitor. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer: Die Menschen lehnen digitale Verwaltungsleistungen nicht ab, sie finden sie nur nicht.
Lange stand Schleswig-Holstein allein mit seinem Ansatz, die gesamte Landesverwaltung auf Open Source umzustellen. Doch in letzter Zeit schließen einige kleinere Länder Kooperationen mit dem Nordland. Entwickelt sich hier eine neue Open-Source-Bewegung in der Verwaltung?
Günstiger als Asphalt, haltbarer als Neupflasterung und gut für Fahrrad, Rollstuhl und Kinderwagen. Wissenschaftler haben ein Verfahren zum Abschleifen von Kopfsteinpflaster entwickelt, das bundesweit auf großes Interesse stößt.
Ein Chatbot, selbst gehostete Sprachmodelle, Prozessautomation für die Fachverfahren: Die 43.000-Einwohner-Stadt Nettetal am Niederrhein hat in fünfeinhalb Jahren mehr als 100 Digitalisierungsmaßnahmen umgesetzt. Ihr CIO Thorsten Rode erklärt, wie das geht.
Nur noch dreieinhalb Monate bleiben, um die Länder und Kommunen auf die neue digitale Brieftasche vorzubereiten. Noch wissen sie laut eigener Aussagen nicht, wie sie sich anschließen sollen. Das Digitalministerium kontert: Wenn die Bund-ID vorhanden ist, läuft der Rest fast automatisch. Auf einer Internetseite gibt es sogar schon einen Handlungsleitfaden.
Kommunen haben kein Geld, besser gesagt: Sie haben Schulden bis dorthinaus. Claudia Brandes aus dem hessischen Petersberg hofft deshalb, dass die digitale Infrastruktur in Zukunft einmal von oben, vom Bund, gestellt wird. Wie läuft die Digitalisierung vor Ort?
Bis zu 30 Prozent des innerstädtischen Verkehrs entfallen auf die Suche nach einem Stellplatz. Arrive-Deutschland-Chefin Heidi Wildemann erklärt, wie Eye-Tracking und automatisierte Kontrollen den Verkehr entlasten sollen – und warum Deutschland bei der Parkraumbewirtschaftung noch hinter Paris und Kopenhagen liegt.
Das Digitalministerium will die Hamburger Lösung für die elektronische Wohnsitzanmeldung bundesweit verbindlich vorschreiben – als erste digitale Verwaltungsleistung überhaupt. Bürger:innen sollen dadurch Behördengänge sparen, während auf die Länder für die Umsetzung ein zweistelliger Millionenaufwand zukommt.
Erst nach einer IFG-Anfrage veröffentlicht das Bundesdigitalministerium die Kosten für seine Spark-KI. Sie soll Planungs- und Genehmigungsverfahren in Behörden beschleunigen. Dass die Module Open Source bereitgestellt sind, macht sie für die Nachnutzung zwar interessant, Kritiker halten sie aber für zu komplex und die Kosten für zu hoch.
KI macht Anträge und Beschwerden länger, komplexer und womöglich zahlreicher. Droht dem Staat die Überforderung – oder liegt in der Entwicklung auch eine Chance?
Die Migration der Berliner Landes-IT zum zentralen Dienstleister ITDZ Berlin zieht sich seit zehn Jahren. Auch war bekannt, dass es an Schutz gegen Cyberangriffe mangelt. Ist der Einbruch auch eine Quittung für die schleppende Umsetzung?
Welche Stadt ist die Digitalste im ganzen Land? Der Bitkom fragt alljährlich mit seinem Smart-City-Index nach. Zwar haben sich die digitalen Vorreiter schon auf den besten Plätzen eingespielt, erstmals schafft es jedoch Stuttgart ganz an die Spitze. Aachen und Krefeld zeigen, wie dennoch auch kleinere Städte punkten können.
In Rheinland-Pfalz ist mit Doris Ahnen (SPD) seit dem Frühjahr die Finanzministerin auch für Digitalisierung und Staatsmodernisierung zuständig. Was das Land bei souveränem Arbeitsplatz, Bürokratieabbau und KI vorhat, sagt sie im Gespräch mit Benjamin Stiebel.
Die Bundesregierung will den Sozialstaat digitaler machen. Kommunale IT-Dienstleister, die die Prozesse seit 50 Jahren begleiten, saßen dabei bisher nicht mit am Tisch, wie sie in einem Beschwerdebrief an mehrere Ministerien kritisierten. Sie fordern mehr Mut vom Gesetzgeber bei der Standardsetzung, wehren sich aber gegen einheitliche Fachverfahren.
Die Kommunen haben die meisten Bürgerkontakte in der Verwaltung. Sie werden vermutlich zu den ersten gehören, bei denen die Menschen ihre neuen Eudi-Wallets einsetzen wollen. Doch die Städte, Landkreise und Gemeinden warten selbst noch auf den Umsetzungsplan.
Nusantara soll Jakarta als neue Hauptstadt Indonesiens ablösen – als nachhaltige Smart City mit emissionsfreier Mobilität. Wegen politischer Wechsel, Finanzierungsproblemen und fehlender Investoren kommt das Projekt jedoch kaum voran, während Jakarta weiter wächst und vor Überflutungen geschützt werden muss.
Über 1800 von bis zu 3000 Prozessen hat Augsburg digitalisiert, trotzdem nennt Oberbürgermeister Freund die Kommunen „die Letzten in der Kette“. Im Interview erklärt er, warum der digitale Bauantrag aus einer Kette einen Stern macht, was Softwarebeschaffung mit Feuerwehrautos zu tun hat und wieso für Oma Paschulke immer ein analoger Weg offen bleiben muss.
Seit dem Beschluss des IT-Planungsrats 2024 ist die digitale Dachmarke vorangekommen: 170 Dienste nutzen bereits ihre Elemente, und auch sonst hat sich einiges getan. Eine politische Einigung steht zwar noch aus, die praktische Umsetzung läuft jedoch weiter.
Wie oft Mitarbeiterinnen in der öffentlichen Verwaltung Künstliche Intelligenz bei ihrer Arbeit nutzen, ist schon längst nicht mehr nur eine verpasste Chance für einzelne Beschäftigte. Eine Studie der Universität Bremen zeigt, wie groß das Problem wirklich ist und was es dagegen zu tun gilt.
Die enorm hohe Leistungsfähigkeit von den neuen chinesischen KI-Modellen sorgt weltweit für Aufsehen. Sollten deutsche Firmen und die Verwaltung auf sie zurückgreifen, um sich weniger von den US-Anbietern abhängig zu machen? Was europäische KI-Plattformen und Benchmark-Tester über Sicherheitsbedenken und Leistung der Modelle feststellen.
Wie kann die Plattform Open Code den Deutschland-Stack ergänzen? Diese Frage soll eine Studie der Universität zu Lübeck beantworten. Nico Gießmann, Initiator der Studie, erklärt das Vorhaben.
Immer mehr Städte wollen für die smarte Stadtplanung wissen, auf welchen Straßen Radfahrer unterwegs sind. Bisher müssen sie dafür Daten der Deutschen Bahn einkaufen. Die Stadt Bamberg wagt sich an eine eigene Lösung. Kann das funktionieren?
Vor der Gründung der „Einkauf GmbH“ versammelt das BMDS die Stakeholder, um Möglichkeiten für eine bessere Vergabe an Start-ups auszuloten. Der Workshop zeigt: Die Herausforderungen liegen im Großen wie im Kleinen gleichermaßen.
Nach einem Angriff auf die Berliner Senatskanzlei sind Teile der Verwaltung stark eingeschränkt. Unter anderem ist die Auszahlung von Sozialleistungen in Gefahr. Sensible Daten sollen nicht abgeflossen sein, heißt es vom Regierenden Bürgermeister.
Mit steigenden Temperaturen wird Schatten in der Stadt zur wertvollen Ressource. Forschende berechnen erstmals, wo Schatten gebraucht wird und wie er sich gezielt schaffen lässt. Das könnte die Stadtplanung grundlegend verändern.
Laut einer Umfrage aus diesem Jahr sind die Bürger von Rastatt relativ zufrieden mit dem digitalen Funktionieren ihrer Verwaltung. Und das, obwohl die Oberbürgermeisterin Monika Müller ihrer Kommune ein Sparprogramm auferlegen musste. Wie man eine Stadt trotz klammer Haushaltskasse digitalisiert, erzählt sie im Interview.
Der Dürresommer 2026 macht sichtbar, wie stark Städte unter extremer Hitze leiden. Das Cool Cities Lab des World Resources Institute zeigt in 25 internationalen Metropolen bis auf Häuserblockebene, wo die Hitze besonders gefährlich wird und welche Maßnahmen dagegen helfen könnten.
Der Deutschland‑Stack gilt politisch als Schlüsselprojekt für die digitale Verwaltung – doch der Bundesrechnungshof sieht das Vorhaben auf wackeligem Fundament. Im aktuellen Bericht bemängeln Prüfer unklare Zielbilder, Intransparenz und unvollständige Standards.
Harald Wehnes hatte eine Frag-den-Staat-Anfrage an das BMDS gestellt, damit dieses die Hintergründe rund um Govtech Deutschland offenlegt. Erst musste er übermäßig lange auf die Antwort warten, dann war er mit ihr nicht zufrieden und hat Widerspruch eingelegt. Im Interview erzählt er, warum.
Das Bundesdigitalministerium wollte mit seinen KI-Agenten Spark glänzen. Doch für die Praxis gestaltet sich die Anwendung schwierig. Mit einer nun veröffentlichten Anleitung sollen Juristinnen und Juristen bei der Nutzung an die Hand genommen werden. Dennoch liegt das Risiko für die KI-Nutzung am Ende bei ihnen.
Verimi entwickelt und betreibt mit T-Systems die GesundheitsID für zwei große Krankenkassen. Das Unternehmen war auch bei der Entwicklung der Eudi-Wallet aktiv. Vor fast drei Wochen kündigte Verimi nun an, den Geschäftsbetrieb einzustellen. Was machen Krankenkassen, wenn ein Softwarepartner plötzlich wegbricht?
Das Digitalministerium und der Databund haben einen schwelenden Konflikt öffentlich beigelegt. Die beiden haben eine Vereinbarung geschlossen, den Deutschland-Stack gemeinsam zu bauen. Für die kommunale Praxis bleiben aber wichtige Fragen offen.
Münchens Chefdigitalisiererin hat jetzt mehr Befugnisse. Klingt nach Verwaltungsprosa, beendet aber ein Grundprinzip: die Freiwilligkeit. Chief Digital Officer Laura Dornheim erklärt, warum die Stadt jetzt Tempo machen muss und was der Bund von München lernen könnte.
Sensoren an Brückengeländern, digitale Zwillinge, KI-Prognosen: Eine Kurzstudie des BBSR zeigt, wie Smart-City-Kommunen für den nächsten Starkregen vorsorgen. Die Technik dafür ist meistens schon da. Aber noch ist trotzdem nicht alles gut.
Ein KI-Modell aus Kaiserslautern simuliert, wie Starkregen Städte trifft. Es ist Teil eines größeren Trends: Kommunen und Forschende nutzen Geodaten für digitale Zwillinge, mit denen sie sich auf das Extremwetter der Zukunft vorbereiten wollen.
Eine kleine Anfrage der Grünen-Digitalpolitikerin Rebecca Lenhard macht nun offiziell, dass zum 2. Januar 2027 nur ein Teil der Funktionalitäten der Eudi-Wallet verfügbar sein wird. Zudem hält sich das BMDS eine Verschiebung des Starttermins der reduzierten Wallet offen.
Frankreich will bei der digitalen Souveränität Tempo machen. Darum sollen die Ministerien bis zum Herbst einen Überblick über ihre digitalen Abhängigkeiten vorlegen. Im Interview erklärt Jérémie Vallet vom interministeriellen Digitaldirektorat Frankreichs, was man sich davon erhofft und welche Schritte folgen sollen.
Als Landes-CIO ist er sanktioniert worden, weil er einen voll digitalen Prozess für die 200-Euro-Zahlungen für hunderttausende Student:innen baute und der Bund ID Millionen Nutzer:innen bescherte. Wie Bernd Schlömer auf seine Zeit als Sachsen-Anhalts CIO blickt und was die AfD für die Verwaltungsdigitalisierung bedeuten könnte.
Bereits seit einem halben Jahrzehnt können Bürger:innen sich dank der Bund ID theoretisch den Weg aufs Amt sparen. Dennoch nutzt nur ein Bruchteil bisher dieses Angebot. Ein Impulspapier von Next zeigt, woran es hakt – und wie es besser werden könnte.
Sachsen-Anhalt will zentrale Verwaltungsleistungen für Kommunen bündeln. Nach den Analysen und Vorarbeiten wird es nun mit Wohngeld und Hundeanmeldung konkret, auch die Hilfe zur Pflege soll folgen. Doch es gibt noch einige Herausforderungen.
Die Nachfrage nach Open Desk hat das Zendis überfordert, nach Führungswechseln hat die strategische Neuausrichtung begonnen. Das Zentrum will künftig nicht mehr als IT-Dienstleister agieren, sondern sich stärker um Beratung und die Weiterentwicklung des Portfolios kümmern.
Der Bundesrat hat sich erstmals zur Eudi-Wallet positioniert: Die Länder verlangen eine Stärkung der Bund ID und automatisierte Fotoabrufe für Passbehörden und Bußgeldstellen. Die von den Ausschüssen empfohlene Festlegung auf das Noots als einzigen Übermittlungsweg fiel dagegen durch.
Weil sie Aufträge in Millionenhöhe frei vergeben hat, steht Maria Borelli in der Kritik. Ein Wirtschaftsprüfer untersucht aktuell schwerwiegende Vorwürfe.
Demokratie lebt von Beteiligung. Wie diese auch digital erfolgreich ermöglicht werden kann, untersuchen Wissenschaftler:innen in einem gemeinsamen Projekt von Universitäten in Dresden, Düsseldorf, Leipzig und Koblenz. Wie das entwickelte Dashboard für digitale Beteiligung funktioniert und was es zeigt, erklärt Maria Wimmer von der Universität Koblenz.
Nextbike-Chef Sebastian Popp will beweisen, dass Bikesharing in Deutschland mehr kann als bisher. Das Münchner Regionalsystem MyRadl liefert erste positive Zahlen. Doch Berlin zeigt, wie abhängig das Modell von politischem Willen bleibt.
Ein Projekt des IT-Planungsrats hat mit Verwaltungspraktiker:innen ausgelotet, wie das Bundeshaushaltsrecht reformiert werden müsste, um IT-Projekte nicht mehr auszubremsen. Das Ergebnis ist ein Policy Paper mit konkreten Vorschlägen, von Doppelhaushalten bis zu einem „Prototyping-Pfad“ für agile Vorhaben.
Der Antrag ist die Europalette der Verwaltung, der Träger, auf dem jedes Anliegen ins Amt gelangt. Seit Jahren wird er digitalisiert, genutzt wird das Ergebnis kaum. Ausgerechnet jetzt stellt agentische Künstliche Intelligenz die Frage, ob es ihn überhaupt noch braucht.
Das Fachverfahren ist das Herzstück der deutschen Verwaltung. Das Unternehmen Deepset liefert eine Plattform, auf der sich solche Verfahren bauen lassen. Im Kreis Borken spart das bei Pflegeanträgen ein Drittel der Arbeit. Der KI-Baukasten könnte auch Teil des Deutschland-Stacks werden.
Die Entwicklung der Eudi-Wallet wird im Herbst in eine neue Phase eintreten. Dann wird eine Ausgründung der Sprind das Projekt übernehmen, mit dem Ziel daraus ein gemeinnütziges Unternehmen zu machen. Doch das sind noch nicht alle Neuigkeiten. Ein EU-Mitgliedsland will nicht selbst entwickeln, sondern die deutsche Wallet nachnutzen.
Der diesjährige Govtech-Monitor vom Start-up-Verband zeigt, dass Deutschlands Start-ups Lösungen zur Verwaltungsdigitalisierung parat haben. Die Krux liegt an anderer Stelle: Der Staat hat kein Innovations-, sondern ein Beschaffungsproblem.
Die Delos Cloud soll der deutschen Verwaltung souveräne Microsoft-Technologie liefern. Dafür muss das Unternehmen einen langen Prozess durchlaufen. Nun stehen die Übernahme der Rechenzentren und entscheidende Zertifizierungen an. CEO Nikolaus Hagl spricht im Interview über die nächsten Schritte bis zum Spätsommer 2027.