Regierungen weltweit setzen auf KI, um ihre Verwaltungen effizienter zu machen. Acht Forscher:innen aus sieben Ländern haben untersucht, wie die Staaten dies tun können, ohne Rechenschaftspflichten, Resilienz und Vertrauen der Öffentlichkeit zu beeinträchtigen – die Grundvoraussetzungen für den KI-Einsatz im öffentlichen Sektor.
Ein moderner digitaler Staat braucht mehr als digitale Grundsatzdebatten. Gefragt sind gemeinsame Basiskomponenten, interoperable Standards und ein leistungsfähiges Ökosystem. Der Mittelstand kann dabei zum zentralen Innovationstreiber werden.
Kommunen sind längst dabei, Veränderung konkret umzusetzen. Das eigentliche Problem ist häufig nicht ihr mangelnder Wille zur Veränderung. Doch mangelt es den Kommunen an Kapazitäten, um ihre eigene Organisation strategisch weiterzuentwickeln.
Während die Bundespolitik oft im Fokus steht, bremsen tausende Kommunen aus Sparzwang leise die Klima- und Energiewende aus. Beate Ginzel, Leiterin des Referats Digitale Stadt in Leipzig, nennt das eine schleichende Dereformierung und fordert in ihrem Werkstattbericht eine Instanz, die ihre kumulativen Folgen sichtbar macht.
Der Bau-Turbo soll schneller und einfacher Baurecht schaffen. Damit das gelingt, organisieren Kommunen deutschlandweit ihre Genehmigungsprozesse neu und schaffen inhaltliche Leitplanken. Die Umsetzung des Bau-Turbos könnte aber nicht nur die kommunale Praxis, sondern auch die Bundesgesetzgebung verändern.
Hamburg baut an digitalen Zwillingen der Stadt und verstetigt die Arbeit der Modellprojekte im neuen Zentrum Digitaler Zwilling. Von dort aus sollen urbane Modelle entwickelt, koordiniert und in der Praxis genutzt werden. Gesa Ziemer zeigt in ihrem Werkstattbericht, wie Daten, Modelle und Bürgerbeteiligung zusammenspielen – und weshalb ohne Transparenz keine gute Stadtpolitik möglich ist.
Die Forderung nach digitaler Souveränität ist längst Konsens. In der Praxis scheitern kommunale Open-Source-Projekte jedoch oft an Einzelkämpfertum und fehlenden Standards. Mit dem „Kommunalen Open-Source-Board“ (KOSB) gibt es nun eine strategische Instanz, die den direkten Draht zwischen Kommunen, der KGSt und dem Zendis herstellt. Welche Vorteile das hat, schreiben Steffi Kaulich, Michael Baumann und Ernst Mayer im Standpunkt.
Vom Hype zum Realitätscheck: Björn Beck vom baden-württembergischen Innovationslabor wagt einen Selbstversuch mit Open Claw. Nach ersten Ernüchterungen kam er dabei zu positiven Resultaten, wie er im Werkstattbericht schildert.
Open Source und Zentralisierung gelten als die großen Hebel für Nachnutzung in der Verwaltung – doch die Praxis sieht anders aus. Ann Cathrin Riedel und Theresa Amberger von Next e.V. haben über 500 Verwaltungsmitarbeitende befragt und herausgefunden: Fehlende Langzeitfinanzierung ist das eigentliche Kernproblem. Ein Plädoyer dafür, endlich mit der Verwaltung zu reden, statt über sie.
Künstliche Intelligenz kommt mit schnellen Schritten in den Verwaltungen an – doch mit dieser Dynamik steigt auch der Entscheidungsdruck, schreibt CDO Lena Sargalski. Für sie entscheidet nicht die Wahl einzelner Tools über den Erfolg oder das Scheitern der Technologie in der Verwaltung, sondern die Struktur dahinter.
Um ihre Arbeitsabläufe und Prozesse zu optimieren, setzt die Linzer Stadtverwaltung auch auf Ideen und Fachwissen ihrer Mitarbeitenden. Über eine Beteiligungsplattform mit Likes, Kommentaren und Moderator:innen sollen sie an der Modernisierung der Verwaltung aktiv mitarbeiten.
Der Tech Stack war nur eine Bestandaufnahme. Jetzt müssen das Digitalministerium und die Länder die Zukunft der Verwaltungs-IT gestalten und einen Rahmen vorgeben. Vor welchen Herausforderungen die Verwaltungsdigitalisierung jetzt steht und was aus Sicht der Fachverfahrenshersteller geschehen muss, schreiben Sirko Scheffler und Detlef Sander vom Databund.
Innerhalb von Minuten erledigte KI-Agent Klaus ein 19 seitiges Antragsverfahren für Benjamin Seibel, Leiter des City Labs in Berlin. Was faszinierend klingt, stellt Verwaltungen bald vor grundlegende organisatorische, technische und rechtliche Herausforderungen.
Was bringt digitale Transformation im Staat wirklich? Statt auf Kürzungen oder KI-Quickfixes zu setzen, müsse Verwaltung ihre IT grundlegend modernisieren und den Mehrwert konsequent messen. Joshua Pacheco und Ann-Cathrin Riedel plädieren dafür, die „Digitalrendite“ endlich zum Maßstab staatlicher Digitalisierung zu machen.
Das Auftreten von Ministern beziehungsweise die Außendarstellung von Behörden in sozialen Netzwerken wie Instagram oder Tiktok ist häufig dürftig und geht kaum über Bildkacheln mit Erfolgsmeldungen hinaus. Dabei können Verwaltung und Regierende Social Media nicht nur für unmittelbaren Bürgerkontakt nutzen, sie sollten es sogar.
Kurzzeitvermietung wächst – und mit ihr die Debatte um Wohnraum und steigende Mietpreise. Eine neue EU-Verordnung soll nun verlässliche Regeln für Städte und Behörden sicherstellen. Ellen Madeker von Airbnb erläutert im Standpunkt, warum die Plattform das neue Regelwerk unterstützt.
Kommunen sind der Schlüssel für digitale Identitäten und KI in der Verwaltung, werden aber politisch noch zu oft übergangen. Warum Projekte wie das Eudi-Wallet und das Ziel einer Smart City nur mit echter kommunaler Mitgestaltung gelingen, erläutert Beate Ginzel in ihrem Werkstattbericht.
Was entscheidet über Erfolg oder Misserfolg in der Stadtentwicklung? Kommunikation scheint dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle zu spielen, meint Siw Foge, Leiterin der Kleinstadtakademie. Sie spricht über vier Aspekte, die Kommunikation zu einem so wichtigen Hebel machen.
In Baden-Württemberg ist Landtagswahl. Bisher ist die Digitalisierung dort im Innenministerium untergebracht. Warum es neben Hessen auch dort ein eigenständiges Digitalministerium braucht, argumentiert Jonas Hoffmann, MdL und Digitalausschussmitglied.
Die Bauwirtschaft soll schneller, günstiger und klimafreundlicher arbeiten – doch Bürokratie, uneinheitliche Regeln und überbordende Nachweise bremsen. Warum ohne Praxiseinbindung, Vertrauen und klare Rahmenbedingungen keine Beschleunigung gelingt.
Bislang hat sich generative KI im Alltag von Verwaltungen noch nicht als bahnbrechend erwiesen. Björn Beck hält daher nicht viel von Hype-Diskussionen über den „Agentischen Staat“. Bis dieser Realität werden kann, müsse noch an einigen Stellschrauben gedreht werden.
Die Stadt Linz führt ein komplett digitales Bauverfahren ein. Bürger*innen, Unternehmen und Verwaltung arbeiten dadurch schneller, transparenter und ohne Papierstapel, schreibt Magistratsdirektorin Ulrike Huemer.
Deutschland hat eine Modernisierungsagenda, aber noch keinen modernen Staat. Der Durchbruch kommt erst, wenn Bund, Länder und Kommunen sie gemeinsam mit Leben füllen: mit Experimentiermut, Transparenz und dem Ziel, Verwaltung bis 2040 spürbar besser und vertrauenswürdig zu machen.
Die Stimmung in einer kleinen, ländlichen Kommune belegt, wie wichtig Digitalisierung inzwischen ist. Verwaltungsmodernisierung ist für die Menschen ein Indikator für die Leistungsfähigkeit des Staates, schreibt Philipp Stolz in seiner Kolumne. Das verändert politische Debatten wie auch Erwartungen.
Vor wenigen Tagen ging die UN-Klimakonferenz 2025 im brasilianischen Belém zu Ende. Gesa Ziemer war vor Ort und sieht sich bestätigt: Stadtentwicklung und Klimawandel müssen zusammen gedacht werden. Wie Kommunen zum Treiber von Klimapolitik werden können und woran Smart-City-Strukturen vielerorts scheitern, schreibt die Professorin für Digitale Urbane Kulturen im Werkstattbericht.
Seit Jahren wächst der Hype um urbane digitale Zwillinge, die kommunale Daten in Echtzeit visualisieren, analysieren und Entscheidungsoptionen simulieren können. Inzwischen hat die heiße Phase für die Umsetzung urbaner digitaler Zwillinge begonnen, doch ihr Potenzial wird bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Es fehlt an Vernetzung, sowohl technisch als auch kommunikativ.
In der öffentlichen Verwaltung gibt es häufig keine ausgeprägte positive Fehlerkultur. Dabei könnte diese ein Katalysator für Wandel, Vertrauen und bessere Leistung sein, findet Magistratsdirektorin Ulrike Huemer. Linz hat dafür einen Maßnahmenplan entwickelt.
Das Schlagwort „Smart City“, das lange das Leitmotiv kommunaler Digitalisierung war, verschwindet zusehends, schreibt CDO Lena Sargalski. Doch die Dringlichkeit kommunaler Digitalisierung bleibe – gerade in Zeiten knapper Haushaltsbudgets – hoch. Auch wenn die Bündelung von Services auf Bundesebene ein guter Anfang sei, müsse der entscheidende Teil der Umsetzung weiterhin vor Ort erfolgen.
Die Modernisierung der Verwaltung ist entscheidend für eine bürgernahe Zukunft, schreibt Mecklenburg-Vorpommerns Finanz- und Digitalminister Heiko Geue (SPD) im Standpunkt. Das Bundesland setzt Schwerpunkte bei IT-Sicherheit, Automatisierung und KI. Ziel sei ein Staat, der effizient, sicher und serviceorientiert arbeitet.
Leipzig integriert Künstliche Intelligenz (KI) in Verwaltungsprozesse, um die Effizienz zu steigern. Um das volle Potenzial von KI in Kommunen nutzen zu können, muss die Technologie raus aus dem Käfig, schreibt Beate Ginzel im Werkstattbericht. Die sächsische Stadt gehe dabei schrittweise, aber konsequent, vor.
Digitale Zwillinge bilden physische Objekte, Prozesse oder Systeme virtuell ab. Sie gelten als Schlüsselkonzept für eine datenbasierte Verwaltung, doch ihre Umsetzung in Kommunen bleibt bislang lückenhaft: Es dominieren isolierte Pilotprojekte statt flächendeckender, übertragbarer Anwendungen.
Die neue Bauministerin Verena Hubertz will „Tempo, Tempo, Tempo“ machen beim Neubau von Wohnungen in Ballungsgebieten und wählt dafür deutliches Vokabular. Den Kommunen möchte sie hierfür eine „Brechstange“ an die Hand geben. Nun ist der Gesetzentwurf zur Beschleunigung des Wohnungsbaus im Bundestag debattiert worden. Der entpuppt sich jedoch als Irrweg, meint Raumentwickler Robert Knippschild.
In Deutschlands Kleinstädten verbirgt sich viel Wissen und Erfahrung, von deren Austausch alle enorm profitieren könnten, weiß Siw Foge, Leiterin der Kleinstadt-Akademie. Um einen nachhaltigen Wissenstransfer zwischen mehr als 2.100 Kommunen zu gestalten, können Veranstaltungsformate nur der Anfang sein.
Mit dem Projekt F13 testet Baden-Württemberg seit 2021, wie generative KI die Verwaltung effizienter machen kann – nicht als isolierte Insellösung, sondern als offene Plattform. Der Ansatz erinnert an App-Stores: klare Standards, schnelle Integration, offene Ökosysteme. Warum das mehr ist als ein Technikspiel – und wie es helfen soll, Abhängigkeiten von Big Tech zu vermeiden.
In 35 Forderungen hat die „Initiative für einen handlungsfähigen Staat“ vor wenigen Wochen ihre Ideen für eine umfassende Modernisierung des Staates zusammengefasst. Für Govtech-Unternehmer Andreas Michel ist der Abschlussbericht ein mutiges und klares Papier – mit einem blinden Fleck.
On-Demand-Verkehre befinden sich nach einer ersten geförderten Versuchsphase in fast 100 Kleinprojekten in einem kritischen Zustand. Zu hoch sind die Kosten für die Kommunen und es fehlt an Personal. Nun soll der Start größerer autonomer Flotten im realen Betrieb eine Zukunftsperspektive bieten. Ein Blick in den Landkreis Ludwigslust-Parchim zeigt die Chancen.
Ein defektes Lichtsignal, Lob für den Kurpark oder der Wunsch nach mehr Radwegen – all das sollen die Menschen in Bad Salzuflen mit Hilfe des digitalen Anliegenmelders übermitteln. Für CDO Lena Sargalski ist er nicht nur Werkzeug, sondern auch Hebel für Veränderung, Transparenz und echte Teilhabe.
Vernetzung in der Verwaltungsdigitalisierung inspiriert, ermutigt und schafft Orientierung – das zeigt eine vom BMI geförderte Studie. Doch nicht jedes Netzwerk passt zu jeder Person, schreibt Ann Cathrin Riedel, Geschäftsführerin von Next, im Werkstattbericht. Was für sie bei Netzwerken zählt: Klarheit, Relevanz und gelebte Offenheit.
Gute Ideen schaffen es nur selten aus der Forschung in die Gründung. Dabei können gute Softwarelösungen nur so skaliert werden – aus eigener Kraft schaffen Städte und Regionen das nicht, schreibt Gesa Ziemer. Deswegen müssen Kommunen stärker mit Start-ups kooperieren, fordert die Leiterin des City Science Lab.
Gute Ideen allein reichen nicht: Wer Innovation will, muss auch alte Denkweisen loslassen, schreibt die Beraterin Marina Schakarian. Im Standpunkt erläutert sie vier Stolpersteine, die innovative Projekte gefährden – und wie Kommunen bessere Bedingungen für Innovation schaffen können.
Was passiert, wenn wir kognitive Aufgaben zunehmend an KI delegieren? Die Frage nach möglicher „Verdummung“ ist hart – aber notwendig. Denn KI ist mehr als ein Tool – sie ist ein kultureller Umbruch, schreibt Philipp Stolz von der Stadtverwaltung Schorndorf im Werkstattbericht.
Das Sondervermögen Infrastruktur soll die notwendigen kommunalen Investitionen fördern. Doch damit Mittel wirklich ankommen, braucht es klare Zuständigkeiten, schnellere Prozesse – und neue Partnerschaften zwischen Staat und Wirtschaft.
Bei der Entwicklung digitaler Fachverfahren wird häufig derselbe Prozess durchlaufen. Was fehlt, ist eine gemeinsame Basis, auf der sich Verwaltungssoftware effizient, einheitlich und zugänglich entwickeln lässt, findet Simon Hesse vom ITZ Bund. Er hat ein barrierefreies Designsystem entwickelt, das die Verwaltungsdigitalisierung beschleunigen soll.
Viele Kommunen suchen aktuell nach urbanen Datenplattformen. Doch strukturelle Hürden, Investitionsstau und parallele Ausschreibungen drohten, Ressourcen zu binden und Chancen zu verspielen, warnt Amelie Mormann von der Stadtverwaltung Gütersloh. Mit dem Urban Stack will sie zeigen, wie digitale Ökosysteme zu mehr Kooperation, Effizienz und digitaler Souveränität führen können.
Durch Herausforderungen, wie den Klimawandel, soziale Ungleichheit und demographische Veränderungen, stehen Städte unter Transformationsdruck. KI kann ein entscheidender Hebel sein, Städte datenbasiert, ressourcenschonend und nah an Bürger:innen zu gestalten. Doch wie gelingt es, KI so einzusetzen, dass sie tatsächlich nachhaltige und sozial gerechte Stadtentwicklung unterstützt?
Leipzig gehört zu den 100 europäischen Modellstädten der EU-Mission für Klimaneutralität. Mit datenbasierten Lösungen will die Stadt Digitalisierung, Klimaschutz und Beteiligung verschränken, schreibt Beate Ginzel von der Leipziger Stadtverwaltung im Werkstattbericht. Am Beispiel von vier Projekten gibt sie Einblick in Leipzigs smarte Transformation.
Was nützt die Digitalisierung der Verwaltung, wenn Bürger:innen davon kaum etwas merken? In vielen Kommunen wird mit Engagement digitalisiert – aber ohne gemeinsamen Rahmen bleibt der Nutzen begrenzt, schreibt Lena Sargalski von der Stadtverwaltung Bad Salzulfen. Im Werkstattbericht präsentiert sie drei Hebel für gemeinsame Standards.
Online-Plattformen sind längst mehr als eine Bedrohung für den lokalen Einzelhandel, schreibt Bassel Soukar im Standpunkt. Der Head of Retail bei Wolt Germany sieht sie vielmehr als eine Unterstützung für Läden, die durch Kooperation mit Plattformen neue Kundengruppen erreichen und sich so gegen Amazon und Co. behaupten können. Er plädiert für eine flexible Plattformregulierung durch die nächste Bundesregierung.
Ein starres bürokratisches System nach Max Weber ist nicht mehr zeitgemäß, findet Ulrike Huemer aus der Stadt Linz. Nötig ist ein neues Verwaltungsmanagement angelehnt an die Privatwirtschaft, doch das lässt sich nicht einfach erzwingen, so wie es gerade Elon Musk in den USA mit Doge tut. Mitarbeitende müssen in den Veränderungsprozess miteinbezogen werden und jene progressiven Kräfte motiviert werden, ihre Wege fortzusetzen.
Vor dem Hintergrund des Regierungswechsels in Deutschland und einer angespannten Lage auf den Kapitalmärkten fragen sich viele, wie sich dies auf das Entwickeln, Vermarkten und Skalieren klimafreundlicher Technologien im urbanen Raum auswirkt. Doch ganz gleich, wer regiert, sollte die Stadt eher früher als später klimaneutral werden. Dafür müssen sich fragmentierte Initiativen strategisch bündeln.
Herausforderungen der Verwaltungstransformation lassen sich nicht allein durch technologische Fortschritte bewältigen. Dazu brauch es eine neue Kultur der Zusammenarbeit und des Lernens, zeigt eine neue Studie von Next, die den Einfluss von Netzwerken auf die Verwaltungstransformation in Deutschland untersucht hat.
Ein Online-Service allein macht noch keine erfolgreiche Digitalisierung, findet Lena Sargalski. Entscheidend ist, dass Bürger:innen ihn tatsächlich nutzen – und Mitarbeitende ihn aktiv empfehlen. Im Werkstattbericht schildert die CDO aus Bad Salzuflen, wie Kommunen digitale Angebote sinnvoll in bestehende Strukturen einfügen können und welche Rolle dabei die Verwaltung selbst als Multiplikator spielt.
Während kurzfristige Milliardenpakete wie Sondervermögen einzelne Impulse setzen können, fehlt es den deutschen Städten laut Dirk Assmann von der Friedrich-Naumann-Stiftung und Oliver Rottmann von der Uni Leipzig an langfristiger Planungssicherheit. Wie eine kluge Finanzreform die Kommunen stärken und Innovationen ermöglichen könnte, erläutern sie im Standpunkt.
Was Elon Musk in der US-Verwaltung unter dem Motto Bürokratieabbau und Effizienzsteigerung macht, sieht Benjamin Seibel als abschreckende Mahnung. Der Leiter des City Lab Berlin konstatiert, dass die digitale Abhängigkeit von den USA bald ein Problem sein könnte. Welche Gegenmittel er vorschlägt, lesen Sie im Werkstattbericht.
Die massenhafte Entlassung der Staatsdiener in den USA kann zwar vielleicht mehr Effektivität bringen, aber auch Wertverlust. Matthias Wieliki beschreibt im Werkstattbericht, was „Selbst-ist-die-Stadt“ als Mindset verändern könnte.
Seit über 4000 Jahren arbeitet das Gesetzeshandwerksbuch und das, obwohl sich insbesondere die Lebensumstände verändert haben. Auf digitale Ereignisse wird mit langen Gesetzen geantwortet. Im Werkstattbericht formuliert Björn Beck, wie digitale Gesetze aussehen würde.
Allzu oft argumentieren Menschen mit falschen Fakten. „5G verursacht Krebs“ oder „Die Klimapolitik macht unsere Wirtschaft kaputt“. Dabei ist die Datenlage dazu ganz anders. Digitale Zwillinge helfen dabei, über die Fakten aufzuklären, finden Beate Ginzel und Mirko Mühlpfort vom Referat Digitale Stadt Leipzig.
Die technologische Welt steht vor einem tiefen Umbruch – nicht nur durch Innovationen, sondern auch durch ideologische Einflüsse, konstatiert Professorin Gesa Ziemer im Werkstattbericht. Was passiert, wenn technologische Fortschritte mit ultrarechter Ideologie verknüpft werden?
Die Digitalisierung der deutschen Verwaltung ist nicht als reibungslos bekannt, aber sie hat laut Ann Cathrin Riedel auch Erfolgsgeschichten vorzuweisen. Von der Energiekostenpauschale bis zur umweltfreundlichen Ummeldung – im Standpunkt schreibt sie über das, was bereits funktioniert und wie wir daran anknüpfen können.
Der Großteil der deutschen Städte ächzt unter den immer höheren Temperaturen im Sommer. Umso wichtiger ist es, neue Bauvorhaben vorab hinsichtlich ihrer klimatischen Auswirkungen zu prüfen. Das ist normalerweise teuer und kostenintensiv. Die Stadt Braunschweig hingegen hat im Rahmen eines Forschungsprojekts einen Klimazwilling mit dem Fraunhofer IESE entwickelt, der den Prozess erheblich beschleunigt und optimiert, schreibt Experte Joachim Weber vom Fraunhofer IESE im Standpunkt.
Mit dem Förderprogramm Smart Cities unterstützt die Bundesregierung seit 2019 die digitale Transformation von Städten und Gemeinden. Elisabeth Kaiser (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin, zieht im Standpunkt eine positive Zwischenbilanz. Über 650 Einzelmaßnahmen aus 73 Modellprojekten würden zeigen, wie Deutschland Smart-City-Lösungen skaliert und langfristig verstetigt.
Die Wahlprogramme von CDU/CSU, SPD und Grünen haben eins gemeinsam: Sie skizzieren einen flexiblen, digitalen und menschlichen Staat, der wirkungsorientiert arbeitet, schreiben Tiaji Sio, Arne Treves und Philipp von der Wippel von Project Together. Sie fordern, dass dabei die Kommunen im Fokus stehen.
Es ist immer risikoärmer, eine weitere Abstimmungsschleife, einen weiteren Prüfschritt einzuziehen, als eine Entscheidung zu treffen und sie in die Tat umzusetzen. Warum gerade bei der Verwaltungsdigitalisierung ein Kulturwandel zu mehr einfachen Lösungen notwendig ist, erläutert Benjamin Seibel, Leiter des City Lab Berlin, in seinem Werkstattbericht.
Wenn der Cyberangriff kommt, muss alles schnell gehen. Doch viele Kommunen wissen nicht, was zu tun ist. Die Publikationen, die sie unterstützen sollen, sind oft sehr lang. Im Werkstattbericht beschreibt Sabine Griebsch ein Projekt des Dialogs für Cybersicherheit, das den Kommunen bei schnellen Entscheidungen helfen soll.
Smart-City-Lösungen aus geförderten Projekten sollen als Open-Source-Software bereitstehen – für alle Kommunen. Doch wie lässt sich deren Qualität bewerten und der Einsatz effektiv testen? Prototyping-Plattformen und Kompetenzaufbau könnten die Antwort sein, schreiben Beate Ginzel, Christoph Schubert und Sebastian Böhm vom Referat digitale Stadt in Leipzig.
Datenplattformen und Sensorik treiben Smart Cities voran – doch ohne strukturiertes Datenmanagement bleiben sie Stückwerk. Fehlende Standards, Ressourcen und Kompetenzen bremsen Kommunen aus. Um die digitale Transformation erfolgreich zu gestalten, braucht es klare Datenstrategien, Sensibilisierung und gezielte Kompetenzförderung, schreibt Lena Sargalski im Werkstattbericht.