Die Produktion von Plastik macht vier Prozent aller Emissionen weltweit aus. Dieser Anteil könnte künftig noch stark steigen. Doch nun soll ein Abkommen der UN Abhilfe schaffen.
Die Berufung Anja Karliczeks zur Forschungsministerin war die wohl größte Überraschung im vierten Kabinett von Angela Merkel. Nach dreieinhalb Jahren hat die Westfälin zwar einige Erfolge als Ressortchefin vorzuweisen, viele Vorhaben sind jedoch nicht umgesetzt worden. Die Kritik an ihr ist hart – und auch für einige Fauxpas wird sie in Erinnerung bleiben.
Im Klimaschutzgesetz wird fest mit einem starken Beitrag von natürlichen Senken zum Erreichen der deutschen Minderungsziele gerechnet. Die Annahmen sind nicht plausibel und zu hoch angesetzt, finden Branchenverbände. Das Bundesumweltministerium widerspricht.
SWP-Klimapolitik-Experte Oliver Geden spricht im Interview über Lücken im Klimaschutzgesetz, den Unterschied zwischen Klima- und CO2-Neutralität und die politischen Konfliktlinien in den kommenden Jahrzehnten. Die Strukturbrüche in der Landwirtschaft hält er langfristig für schwerwiegender als jene in der Kohle-Industrie.
Im Klimaschutzgesetz fehlen CO2-Etappenziele über 2030 hinaus, kritisiert das Bundesverfassungsgericht. Bis Ende 2022 muss nachjustiert werden. Doch schon in diesem Jahrzehnt wird Deutschland seinen CO2-Ausstoß deutlich senken müssen, um spätere Generationen nicht ungerecht zu belasten.
Das Filtern von CO2 aus der Luft gilt als teuer und wenig effizient – aber auch unerlässlich für Klimaneutralität bis 2050. Gerade nimmt das Geschäft mit den großen Filteranlagen Fahrt auf. Ob Direct Air Capture tatsächlich den CO2-Gehalt in der Atmosphäre senken wird, hängt auch von den richtigen Anreizen ab.
Mit einer Änderung des Bundesjagdgesetzes will die Bundesregierung die Verjüngung von Wäldern fördern, damit diese dem Klimawandel besser gewachsen sind. Junge Bäume sollen vor Wildverbiss insbesondere durch Rehe geschützt werden. Doch bei den Jagdverbänden stoßen die Bestimmungen auf Kritik.
Heftig kritisiert wird die Reform der EU-Agrarpolitik, die EU-Parlament und -Rat vergangene Woche auf den Weg brachten. Kommissar Timmermans will den Text im Trilog noch verbessern. Derweil arbeitet der Deutsche Bauernverband an einer Strategie für eine bessere Klimaleistung im Agrarbereich. Die EU plant eine Initiative zum Kohlenstoff-Ackerbau.
Wie viel Land in Europa bald nach ökologischen Vorgaben bewirtschaftet werden muss, beschäftigt diese Woche Minister und Parlament. Demnächst werden sie einen Kompromiss schließen müssen. Was die Öko-Maßnahmen genau beinhalten, werden aber die Mitgliedsstaaten festlegen.
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist der größte Posten im EU-Haushalt. Dass die Verteilung des 390-Milliarden-Budgets für Auseinandersetzungen sorgt, ist nicht verwunderlich. Doch die Kompromisse, die auf dem Tisch liegen, bleiben weit hinter den nötigen Klimaschutzambitionen zurück, kritisieren Beobachter.
Der überarbeitete Nationale Energie- und Klimaplan (NECP) ist gestern überraschend beschlossen und nach Brüssel geliefert worden. Das Dokument enthält einige Überraschungen, von großem Optimismus im Non-ETS-Bereich über erwartete Wachstumsimpulse für die Wirtschaft. Beim Zubau der Erneuerbaren fällt er dagegen durch sparsame Informationen auf.
Für eine klimapolitisch ambitionierte Rede vor dem EU-Parlament erhält Ursula von der Leyen viel Zuspruch und sichert sich damit wohl für ihren knappen Sieg entscheidende Stimmen. Nun will sie in den ersten 100 Tagen ihres Amtes einen Green Deal auf den Weg bringen.
Bäume zu pflanzen kann ein entscheidendes Mittel gegen die globale Erwärmung sein, wie Forscher der ETH Zürich herausgefunden haben. Die Wissenschaftler fordern die Regierungen zum massenhaften Aufforsten auf. Entwicklungshilfeminister Gerd Müller zeigt sich offen dafür.
Der Emissionshandel unter dem Kyoto-Protokoll gilt allgemein als verkorkst, die Verschmutzungsrechte sind nichts wert. Im Regelbuch zum Paris-Abkommen will man es besser machen. Über das Wie sind die Verhandlungen bei der Zwischenkonferenz der UN-Klimadiplomatie in Bonn noch nicht abgeschlossen.
Die wachsende Weltbevölkerung gesund zu ernähren und gleichzeitig das Klima zu schützen, ist möglich. Vorschläge dazu hat ein Expertenteam gemacht. Es empfiehlt eine Kombination aus Ernährungsumstellung, besserer Nahrungsmittelproduktion und weniger Lebensmittelverschwendung.
Mit einem Eklat ist am Samstag die erste Verhandlungswoche der Weltklimakonferenz zu Ende gegangen: Eins ihrer wichtigsten Gremien kam zu keiner positiven Bewertung des IPCC-Berichts zum 1,5-Grad-Ziel. Und das Regelbuch für das Abkommen von Paris droht verwässert zu werden.
Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat einen detaillierten Plan vorgelegt, wie die Landwirtschaft ihren CO2-Ausstoß reduzieren könnte. Der Plan ist die Fortschreibung einer Strategie aus dem Jahr 2011. Nach dem Abschluss des Klimaabkommens von Paris sah der Verband die Notwendigkeit einer Runderneuerung.