General Carsten Breuer ist seit dem Wochenende designierter Chef des Nato‑Militärausschusses. Die Bundesregierung darf das als Ausdruck ihres wachsenden Einflusses in der Allianz verbuchen, muss aber in ernster Lage einen neuen GI suchen. Klarer Favorit dafür: Heeresinspekteur Christian Freuding.
Seit 1996 ermittelt die ZMSBw-Studie jährlich, wie die deutsche Bevölkerung auf die Bundeswehr blickt. Ob und wie sich die Befragten im Verteidigungsfall engagieren würden, ist auch von Geschlecht, Altersgruppe und politischer Zugehörigkeit abhängig.
Alexander Jakschik vertritt als Vizepräsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und Vorsitzender des Landesverbands Ost die Interessen von etwa 3.500 Mitgliedern aus der Maschinenbauindustrie. Im Interview spricht der 44‑Jährige über eine Branche, die im Wandel steckt – und unter anderem vom Defence-Aufschwung profitieren könnte.
Berlin ringt um seine Haltung zur Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Während der amtierende Regierende Bürgermeister das Thema im vergangenen Jahr für sich entdeckte, könnten seine Bemühungen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus schnell wieder beendet werden.
Der Sensor Süd des Raketenabwehrsystems Arrow 3 soll in einem Waldstück bei Kaufbeuren installiert werden. Mit der Standortwahl sollten Konflikte vermieden werden, Ärger gibt es trotzdem. In der Gemeinde wird gemutmaßt, dass der Sensor unbedingt nach Bayern kommen sollte.
Städte und Landkreise bereiten sich auf Krisen vor, warten aber vielerorts noch auf Vorgaben des Bundes. Vorbereitend zur nächsten Ministerpräsidentenkonferenz wählen die Länder in einem Beschlussvorschlag deutliche Worte.
Hackerangriffe auf IP-Kameras in Deutschland, Kampagnen gegen aktives Militärpersonal in der Ukraine und Einbrüche in industrielle Steuerungssysteme in Europa: KI kann prorussischen Hackern helfen, komplexe Systeme schneller zu verstehen und Schwachstellen zu suchen. Gleichzeitig wird die Verbindung von Cybercrime und Geheimdiensten enger.
Bei einem Krieg an der Nato-Ostflanke könnten um die 1000 verletzte Soldaten pro Tag auf das deutsche Gesundheitswesen zukommen. Für diesen Fall koordiniert Almut Nolte das Zusammenspiel von Bundeswehr und zivilen Strukturen. Im Interview erklärt sie, wie das konkret aussehen könnte und wie es gesetzlich geregelt werden müsste.
Die deutsche Luftwaffe bekommt Ende der Woche ihren ersten Tarnkappenjet aus den USA - weitere könnten folgen. Das hätte erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Industrie.
Das Bundesinnenministerium will die Unterbringung größerer Menschenmengen künftig dezentraler organisieren – aber wohl auch weniger Schutzplätze bieten. Statt eines weiteren Großmoduls sollen zehn kleinere Einheiten über mehrere Bundesländer verteilt werden.
In Washington will Boris Pistorius an diesem Dienstag letzte Details zum Kauf amerikanischer Tomahawk-Raketen klären. Wie ist der Stand bei anderen „Deep Precision Strike“-Projekten? Und welche Chancen haben schnelle Unternehmer? Ein Überblick.
Das BMI will die Betreiber kritischer Infrastruktur stärker in die Drohnenabwehr einbinden, bleibt aber Details und Antworten schuldig. Das Konzept der Beleihung und Haftungsfragen werden derweil in der Sicherheitswirtschaft und bei Juristen heiß diskutiert. Einige Ideen setzen noch früher an.
Wenn die Bundeswehr künftig mehr Reservisten einzieht, stellt das Unternehmen und zivile Einsatzorganisationen vor Personalprobleme. Bund, Behörden und Betreiber kritischer Infrastruktur suchen deshalb nach Wegen, Mehrfachassignierungen zu erfassen und Prioritäten für den Krisenfall zu definieren.
Deutschland macht erstmals Geschäfte von Regierung zu Regierung. Mit Montenegro läuft bereits ein Vorhaben. Auf das neue Instrument der Außen- und Sicherheitspolitik reagiert die Linke mit Kritik: Ihr fehlt es an parlamentarischer Kontrolle. Das Verteidigungsministerium sieht das anders und baut personelle Strukturen auf.
Der Windkraft-Ausbau kollidiert häufig mit den Interessen der Bundeswehr. Gesetzesänderungen, Luftverteidigungsysteme und Aufwuchs dürften Planungs- und Genehmigungsverfahren künftig weiter erschweren.
Diese Woche berät der Bundestag über den Haushalt 2027. Angesichts fiskalischer Herausforderungen wächst der Kostendruck auf laufende und geplante Beschaffungen. Bei diesen Projekten deuten sich Kostensteigerungen oder Kapazitätsgrenzen an.
Hochprofessionell und mit hoher krimineller Energie soll die Cyberkriminellengruppe Rhysida beim Angriff auf zwei Berliner Senatsverwaltungen vorgegangen sein. Auf ein hohes IT-Sicherheitsniveau trafen sie wohl nicht, vermutet eine Expertin. Wie der Angriff ablief und warum nicht verschlüsselt wurde.
Lange war das „Kriegsspiel“ verpönt, jetzt steigt die Nachfrage nach gezielten Planspielen sowohl in der Wirtschaft als auch bei Blaulichtorganisationen. Sowohl die Bundeswehr als auch private Unternehmen bieten Wargames an.
Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine schwierige Regierungsbildung ab. Der Wirtschaft steht damit eine unsichere Phase bevor. Was bedeutet das für die Verteidigungsindustrie im Bundesland?
Seitdem es kein Limit mehr bei der Beschaffung von Rüstungsgütern gibt, fürchtet Sebastian Schäfer, haushaltspolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, ein „anything goes“. Im Interview mit Background Sicherheit & Verteidigung kritisiert er die teils immensen Preissprünge, die keiner nachvollziehen könne.
Auch wenn die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit verfehlt hat, sorgt das Wahlergebnis weiter für skeptische Reaktionen aus der Industrie. Immerhin bei den Zuständigkeiten im neu gewählten Landtag zeichnet sich etwas Klarheit ab.
Das neue SÜG betrifft nicht nur Behörden: Auch Rüstungsbetriebe und Betreiber kritischer Infrastruktur müssen sich auf neue Pflichten und teils langwierige Sicherheitsüberprüfungen von Mitarbeitern einstellen. Zwei neue Entwürfe benennen zusätzliche Einrichtungen von Energienetzen bis zur Warninfrastruktur.
Weniger Kontrolle, mehr Tempo? Eigentlich wollten Union und SPD, dass sich der Bundestag seltener mit Bundeswehr-Beschaffungsvorhaben befasst, um das Verfahren zu beschleunigen. Nun ruht das Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag, weil das Parlament die Rüstungsmilliarden genauer überwachen will – nicht weniger.
Die Brandsätze von München werfen ein Schlaglicht auf die Gefährdungslage der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Die Hinweise, die der Verfassungsschutz hinsichtlich russischer Agententätigkeit bekommt, sind nicht neu – sie nehmen aber zu.
Der milliardenschwere Einstieg beim Panzerkonzern KNDS ist noch nicht endgültig unter Dach und Fach, bleibt aber das Ziel der Bundesregierung. Weitere strategische Käufe gehören ausdrücklich zur schwarz-roten Koalitionspolitik. Es gibt auch konkrete Vorschläge.
Quantencomputer gelten als mögliche Maschinen für Probleme, an denen klassische Rechner scheitern. Für die Verteidigung ist aber nicht nur der ferne Durchbruch entscheidend. Einige Konsequenzen der vielversprechenden Technologie müssen schon heute bedacht werden, etwa bei Verschlüsselung, Sensoren und Kommunikation.
Nach dem FCAS-Kampfjet gerät mit der Eurodrohne ein weiteres europäisches Verteidigungsvorhaben ins Trudeln. Während auch in Deutschland Stimmen laut werden, die eine Überprüfung des Projekts fordern, bringen sich Unternehmen in Stellung, die Fähigkeitslücken schließen wollen.
Mit dem Zeitdruck steigt der Preisdruck: Die Frage, inwiefern der Staat für angemessene Preise sorgen kann, wird dabei umso wichtiger. Die Arbeitsgruppe „Innovatives Preisrecht“ im Beschaffungsamt erarbeitet Vorschläge für eine zeitgemäße Anwendung des Preisrechts – wofür es nicht unbedingt eine Gesetzesänderung braucht.
Der Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle hat Schwachstellen in der Drohnenabwehr offenbart. Kritis-Betreiber und Verbände fordern deshalb, stärker einbezogen zu werden. Das Innenministerium prüft Möglichkeiten, bezeichnet den Sachverhalt allerdings als "komplex".
Wie viel KI verträgt eine Kill Chain? Im Interview spricht Bundeswehr-General Michael Vetter über die Hintergründe der neuen KI-Konzeption, was das Projekt Uranos KI tatsächlich leisten kann und weshalb die Bundeswehr auf ein eigenes Betriebssystem für Drohnen besteht.
Der Fund einer mit Sprengstoff beladenen Drohne am Flughafen Leipzig zeigt, wie dringend die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen für die Feststellung des Spannungsfalls geklärt werden müssen – insbesondere bei hybriden Bedrohungen.