Mit der Digitalisierung sind die Menschen besser informiert und engagiert – aber auch desillusionierter. Denn wer am lautesten schreit, bekommt die Aufmerksamkeit. Netzaktivistin Nanjira Sambuli fordert, die Kontrolle über das Internet zurückzuholen.
Beim gestrigen „Tag der Arbeit“ ging es auch um die Folgen der Digitalisierung. Droht das Ende der Erwerbsarbeit? Nein, sagt Saskia Esken, Digitalexpertin der SPD-Bundestagsfraktion. Aber aus dem technologischen Wandel muss endlich auch sozialer Fortschritt werden.
Sollen chinesische Anbieter wie Huawei am Ausbau deutscher 5G-Netze teilnehmen dürfen? Statt diese Frage mit Bürokratie zu lösen, braucht es eine politische Strategie, erklärt Martin Schallbruch in seinem Standpunkt.
Online-Sprechstunden und Gesundheits-Cloud: Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor des Unfallkrankenhauses Berlin, plädiert für eine Digitalisierung des Gesundheitswesens auf europäischer Ebene. Das stärke den Patienten, entlaste das Personal und spare Kosten.
Bei digitaler Infrastruktur geht es nicht bloß um Technik, sondern um unsere gesamte Kommunikation, erklärt ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab. Digitalisierung soll gemeinwohlorientiert gestaltet werden – das gilt auch für den 5G-Ausbau.
Die globale Plattformökonomie zeige die begrenzte Macht nationaler Regulierung auf, erklärt Mark Graham, Professor am Oxford Internet Institute. Ohne Mindeststandards werden Plattformarbeiter weiterhin ausgebeutet.
Christoph Lütge, Direktor des neuen Instituts für KI-Ethik an der TU München, widerspricht Thomas Metzingers These des „Ethics Washing“ und sagt, warum er Kooperationen mit Unternehmen richtig und wichtig findet.
Im Rahmen der Berlin Games Week wird heute beim E-Sport-Summit über Team Management, Trainingspläne und Inklusion diskutiert. Die Politik muss E-Sport endlich auch gesetzlich anerkennen, fordert Monika Lazar, sportpolitische Sprecherin der Grünen.
Heute stellt die EU Ethikrichtlinien im Umgang mit Künstlicher Intelligenz vor. Thomas Metzinger, Mitglied der Expertengruppe, die die Richtlinien ausarbeitete, ist enttäuscht vom Ergebnis. Industrieinteressen haben sich durchgesetzt, erklärt der Philosoph.
Daten sollen dem öffentlichen Vorsorgeauftrag dienen, nicht den Interessen von Konzernen. Besonders beim Aufbau von Smart Cities müsse man darauf achten, sagt Elvan Korkmaz, SPD-Bundestagsabgeordnete.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg versucht das Image seines Unternehmens zu retten, während Politiker die Zerschlagung großer Tech-Konzerne fordern. Warum das auch keine Lösung ist, erklärt Sebastian Gluschak von „Torben, Lucie und die gelbe Gefahr“ (TLGG).
Bildungs- und Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) liege falsch, wenn sie glaubt, Religion spiele in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz eine Rolle, meint Mario Brandenburg (FDP).
Vor zehn Jahren trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. KI-Forscher Benjamin Tannert erklärt, wie heute mit Künstlicher Intelligenz Inklusion unterstützt werden kann – beispielsweise, in dem sie Autisten bei der Deutung von Emotionen hilft.
Der Staat schaffe keine Innovationen, sagt Frank Sitta, Fraktionsvize der FDP im Bundestag, und reagiert damit auf Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaiers (CDU) Pläne im Tagesspiegel Background, einen KI-Airbus zu gründen.
Werbung muss gekennzeichnet werden, sagt Cornelia Holsten, Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten. Auch bei Influencern. Die Klagen des Verbands sozialer Wettbewerb wegen vermeintlicher Schleichwerbung kritisiert sie dennoch.
Die EU-Urheberrechtsreform nutzt vor allem den Verwertern, sagt die Autorin und Aktivistin Sina Kamala Kaufmann. Sie plädiert dafür, schöpferische Arbeit komplett neu zu begreifen.
Digitale Plattformen werden ihr Oligopol nicht aufgeben, sagt der Berater und Autor Johannes Hillje. Er plädiert daher für den Aufbau eines europäischen Gegenmodells.
Der Digitalpakt, der heute beschlossen wird, spült Milliarden in Deutschlands Klassenzimmer. Eine Verschwendung, meint Benjamin Hadrigan, Schüler und Autor. Die Zukunft des Lernens passiere am Handy.
Facebook dominiert den Markt für digitale Werbung. Doch die Preisfindung und Werbewirkung ist selbst für Profis nicht nachvollziehbar. Christian Bachem (r.) und Jan Froehlich über digitales Marketing und Datenschutz.
Auf der Reisemesse ITB präsentieren Reiseveranstalter derzeit neue Trends. Wie aber hat sich die Branche durch die Einführung der DSGVO verändert? Gibt es neben Beschwerden übers Hotel-Buffet jetzt auch Ärger mit dem Datenschutz? Experte Kai Hannemann zieht Bilanz.
Tomaso Duso und Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) haben gestern mit Wirtschaftsminister Altmaier über dessen Industriestrategie diskutiert. Sie fordern mehr Innovation im Wettbewerb mit China und den USA.
Mit Daten-für-alle will die SPD eine Antwort auf die Marktdominanz der US-Plattformen liefern – und könnte damit genau denen schaden, die in Europa innovative Geschäftsmodelle entwickeln, argumentiert Stefan Heumann, Vorstand der Stiftung Neue Verantwortung.
Von einer Produktivitätslücke, wie sie das IWH Halle bescheinigt, will Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow nichts wissen. Der ländliche Raum im Osten sei stärker als sein Ruf – und die Wirtschaft vor Ort das beste Argument für 5G an jeder Milchkanne.
Am Wochenende gab es eine Einigung im Tarifstreit. Dass es langfristig einen Digitalisierungstarifvertrag für die Beschäftigten im öffentlichen Sektor braucht, fordert Verdi-Chef Frank Bsirske in seinem Standpunkt.
Digitale Projekte verlangen Ergebnisoffenheit, sagt Burkhard Müller. Bevor ein Produkt auf den Markt kommt, müsse klar sein, was der Kunde will, erklärt der Digital-Chef bei der Designagentur Mutabor. Er warnt davor, digitale Produkte wie materielle zu planen.
Kleinere Unternehmen verschmähen KI, so das Ergebnis einer Studie, über die Tagesspiegel Background gestern berichtete. Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, sieht hingegen die Regierung in der Verantwortung.
Kinder müssen vor schädlichen Inhalten im Internet geschützt werden – doch nicht um jeden Preis. Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks erklärt, warum Kinder ein Recht auf digitale Teilhabe haben.
Der KI-Strategie der Bundesregierung fehle alles, was eine Strategie ausmacht, sagt Thomas Sattelberger. Der FDP-Bundestagsabgeordnete warnt vor einer Expertenlücke und fordert ein Bundesdigitalministerium.
Trotz digitaler Agenda und zahlreicher Initiativen sind die Deutschen noch nicht überzeugt, dass die Regierung die Digitalisierung entschieden vorantreibt. Einige Maßnahmen könnten das ändern, sagt Inger Paus, Geschäftsführerin des Vodafone Instituts.
Mit Dating-Apps die große Liebe finden? Dass man dabei die eigenen Daten im Blick behalten sollte – und welche Rechte Nutzer haben, schreibt Tatjana Halm, Referatsleiterin Markt und Recht bei der Verbraucherzentrale Bayern, in einem Standpunkt.
Computergesteuerte Systeme lernen von uns Menschen, welche Entscheidungen sie zu treffen haben. Wie diskriminierende Algorithmen verhindert werden können, erklärt Wolfgang Gründiger, Referent Digitale Transformation beim BVDW in seinem Standpunkt.
Digitale Bildung – aber wie? In seinem Standpunkt erklärt Torsten Brinda, Sprecher des Fachbereichs „Informatik und Ausbildung“ der Gesellschaft für Informatik (GI), warum Digitalisierung ohne Informatik nicht funktioniert.
Auch in diesem Jahr zählen Smart Toys, Roboter und elektronische Haustiere auf der Spielwarenmesse in Nürnberg zu den Highlights. Stefan Hessel, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes, forscht zu Datenschutz und IT-Sicherheit und hält den aktuellen Trend für bedenklich.
Amerika klagt Huawei unter anderem wegen Industriespionage an und Berlin erwägt, die Chinesen vom Netzwerkausbau auszuschließen. Klaus Landefeld, Eco-Vorstand Infrastruktur und Netze, hält die Reaktion für überzogen und fordert, sich auf Fakten zu beschränken.
Christian Dürr (re.) und Konstantin Kuhle, stellvertretender Vorsitzender und innenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, wollen die Digitalisierung der Verwaltung voranbringen – Datenschutz dürfe dabei keine Ausrede für Faulheit sein.
Die EU-Urheberrechtsreform liegt – mal wieder – auf Eis. Warum der Stillstand den Fortschritt fördert und wieso man die Reform noch einmal gänzlich neu denken sollte, sagt Florian Nöll vom Bundesverband Deutsche Startups.
Die Informatik ist eine Männerdomäne. Wie Universitäten trotzdem mehr Frauen in IT-Studiengänge bringen können, erklärt Isabel Roessler, Senior Projektmanagerin am Gemeinnützigen Centrum für Hochschulentwicklung, in ihrem Standpunkt.
Auf eine Digitalsteuer konnten sich die EU-Mitgliedstaaten bisher nicht einigen. Warum eine Digitalsteuer vor allem aus ökonomischer und finanzrechtlicher Sicht ein Umdenken erfordert, erklärt der Ökonom Johannes Becker in einem Standpunkt.
Die Debatte um Künstliche Intelligenz zwingt uns dazu, unseren eigenen Wertvorstellungen neues Gewicht zu verleihen. Ein Standpunkt von Isabella Hermann, Wissenschaftliche Koordinatorin der AG „Verantwortung: Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz" der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.
Deutschen Parteien und die Wahlinfrastruktur – beides braucht aus aktuellem Anlass mehr IT-Sicherheit. Ein Standpunkt von Sven Herpig und Julia Schuetze von der Stiftung Neue Verantwortung.
Der Datenklau an Politikern und Prominenten wiegt schwer, für normale Bürger ist Daten- und Identitätsdiebstahl jedoch Alltag. Warum es jetzt ein Recht auf Datensicherheit braucht, erklärt Sarah Ryglewski, Sprecherin der AG Verbraucherpolitik der SPD.
Was das Digitaljahr 2019 bringt und welche Probleme dringend gelöst werden müssen, um die Digitalisierung voranzubringen, erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg in seinem Standpunkt.
Digitale Mobilität erzeugt enorme Mengen an persönlichen Daten. Ulrich Kelber, Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, fordert Wirtschaft und Politik dazu auf, das virtuelle Leben von Autofahrern besser zu schützen.
Computerspiele gewöhnen Nutzer daran, sich von Apparaten steuern zu lassen – ein Vorgeschmack auf die digitalisierte Gesellschaft, sagt Gregor Engelmeier von Equeo, die Smart Learning Solutions anbieten.
Ambitionierte KI-Strategien sind schön und gut – warum es ohne Bildungsreform trotzdem nicht klappt, erklärt Jörg Müller-Lietzkow, Professor für Medienökonomie und Medienmanagement an der Universität Paderborn.
Wenn Sicherheitslücken den Herstellern bekanntgegeben statt von staatlichen Stellen genutzt werden, wird die IT-Sicherheit erhöht, sagt Ninja Marnau, Senior Researcherin am künftigen Saarbrücker Helmholtz-Institut CISPA in ihrer Replik auf Sandro Gayken von der ESMT Berlin.
Mit der Digitalisierung wird sich der Arbeitsmarkt komplett wandeln. Warum uns Roboter trotzdem nicht alle arbeitslos machen, erklärt Jens Südekum, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
100 Prozent Sicherheit wird es in der vernetzten Welt nicht geben – wie man die Resilienz im Internet der Dinge trotzdem erhöhen kann, erklärt Bosch-Geschäftsführer Michael Bolle in einem Standpunkt.
In ihrem Standpunkt zieht Ann Cathrin Riedel, Vorsitzende von LOAD, Bilanz nach zwei Tagen Digital-Gipfel in Nürnberg. Ihr Fazit: Thema verfehlt.
Die öffentliche Verwaltung digitalisiert sich nur schwerfällig – Matthias Daub, Partner bei McKinsey & Company, erklärt in drei Thesen, wie Smart Government schnell umgesetzt werden kann.
Das Internet der Dinge braucht klare Haftungsregeln gegen Hackerangriffe, meint Otmar Lell vom Verbraucherzentrale Bundesverband.
Mathias Oberndörfer, Bereichsvorstand Öffentlicher Sektor bei KPMG, fordert in seinen drei Thesen zur Digitalisierung und KI-Strategie einen Gegenentwurf zum chinesischen KI-Modell und flexible Strategien für innovative Entwicklungen.
Bei Hacker-Angriffen ist der Hacker Schuld, aber wenn der nicht zu fassen ist, wer haftet dann? Thomas Klindt von der Kanzlei Noerr sieht die Verantwortung in erster Linie beim Betreiber, nicht beim Hersteller.
Nadine Schön, Fraktionsvize der CDU/CSU, fordert bessere Transferstrukturen, ein „moderneres“ Datenschutzrecht und europäische Zusammenarbeit für die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz.
Jean-François Gagné, KI-Unternehmer und Geschäftsführer von Element AI aus Montreal, glaubt, dass Kanada und Deutschland die KI-Revolution gemeinsam gestalten können. Ein Standpunkt.
Mario Brandenburg, technologiepolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, reagiert auf Lars Klingbeils Fünf-Punkte-Plan für KI, den er im Background veröffentlicht hat. Brandenburg fordert eine „KI - Made in Germany“, die so erfolgreich wie der „Thermomix“ ist.
Innovationen dürfen nicht ohne Regulierung bleiben - aber auch nicht davon ausgebremst werden. Tobias Knobloch, Projektleiter „Algorithmen fürs Gemeinwohl“ bei der Stiftung für Neue Verantwortung, fordert technisches Verständnis als Grundlage für Regulierung.
Zwei Wochen bevor die Bundesregierung ihre KI-Strategie beschließen will, fordert SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil ein klares Bekenntnis zur Entwicklung der Künstlichen Intelligenz und Investitionen in Milliardenhöhe.
Mit Extrempositionen sei beim Thema Algorithmen-Regulierung kein Staat zu machen, meint der SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber. Die Anpassung der Spielregeln sei mühsame Detailarbeit, so der Kandidat für die Nachfolge der Bundesdatenschutzbeauftragten.
Die neue Regierung setzt bisher falsche Prioritäten in der Digitalpolitik, kritisiert Alexander Rabe, Geschäftsführer des eco – Verbands der Digitalwirtschaft. In seinem Gastbeitrag fordert er eine bessere Forschungsförderung und mehr Unterstützung für Betreiber von Rechenzentren.
Mit maschineller Textübersetzung sollen alle 24 Amtssprachen in Europa lückenlos in andere übersetzt werden. Noch mangelt es für einige Sprachen an Textdaten um Maschinen ausreichend zu schulen. Über Vorteile und Herausforderungen berichten drei an „QT21“ und „eTranslation“ beteiligte Forscher des DFKI in ihrem Gastbeitrag.
Wie kann die Digitalisierung beim Klimaschutz helfen? Und was tun gegen den großen Stromverbrauch in Rechenzentren? Dieter Janecek, Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion für digitale Tarnsformation, bereitet zur Green-IT politische Initiativen vor. Warum, erklärt er in seinem Gastbeitrag.
Roboter übernehmen immer mehr Routineaufgaben, soziale Arbeit muss deshalb neu definiert werden - dafür wird ein neuer Ansatz in der Bildungspolitik gebraucht, fordert IfW-Präsident Dennis J. Snower.
Seit der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung sind vier Monaten vegangen: Omar Tene erklärt, was sich verändert hat, was noch besser werden kann und welche Kompetenzen Datenschutzbeauftragte mitbringen müssen, um ihre Rolle in der modernen digitalen Wirtschaft auszufüllen.
2019 sollen die Frequenzen für 5G versteigert werden – doch zu welchen Bedingungen? Vor und hinter den Kulissen versuchen die drei großen Mobilfunkbetreiber und neue Interessenten die Vorschläge der Bundesnetzagentur jeweils in ihrem Sinne zu verändern. Dass es aber nicht nur um die Interessen der Anbieter gehen sollte, schreibt Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzvb), in seinem Standpunkt.
Das Stromsystem gehört zu den kritischen Infrastrukturen. Störungen führen nicht nur zu einem immensen ökonomischen Schaden, sondern würden mit der Gesundheitsversorgung, der Polizei und dem Verkehr weitere Lebensadern der Gesellschaft massiv einschränken. Was der deutsche und europäische Regulierer tun muss, um das Energiesystem zu sichern, schreiben Christoph Mayer und Sebastian Lehnhoff vom Informatik-Institut OFFIS.