Entwickler und Anwender von KI sind wenig divers, kritisiert Rebecca Parsons von ThoughtWorks. Das führe dazu, dass Algorithmen Vorurteile entwickeln. So lernt etwa Siri mit Sprachdaten der gehobenen Mittelschicht, andere Soziolekte versteht sie nicht.
Die Nationalstaaten der EU müssen Innovationstreiber sein und vorangehen, argumentiert Lars Zimmermann, Geschäftsführer von Public. Er reagiert damit auf die Grünen-Politikerin Anna Christmann, die von Deutschland ein europäisches Engagement einforderte.
Um im Wettbewerb mit den USA und China zu bestehen, muss Europa seine Kräfte bündeln. Doch in Sachen KI agiere die Bundesregierung zu nationalistisch, kritisiert Anna Christmann, Sprecherin für Technologiepolitik der Grünen.
Eine Klarnamenspflicht fürs Internet führt im Kampf gegen Gewalt und Hass im Netz nicht weiter, glaubt der Jurist Ulf Buermeyer. In seinem Standpunkt erklärt er, wie verbale Übergriffe stattdessen wirksam sanktioniert werden könnten.
Die Frequenzauktion und die panischen Reaktionen der Regierungsparteien zeigen, dass die Regierungspolitik bei Mobilfunk versagt hat, sagt Frank Sitta, Fraktionsvize der FDP im Bundestag. Marktwirtschaft sei aber nicht das Problem, sondern die Lösung.
Neue Technologien setzen das in Deutschland jahrzehntelang erprobte Modell der Sozialpartnerschaft unter Druck, beobachtet Rechtsanwalt Daniel Ludwig. Warum manche Prozesse in Unternehmen beschleunigt werden müssen, um mit der digitalen Transformation schrittzuhalten, erklärt er in seinem Standpunkt.
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen bringt vor allem eines: Ein Plus an Qualität, findet Digital-Health-Experte Christian Dierks.
Der Bundesinnenminister will einmal mehr die Befugnisse der Sicherheitsbehörden ausweiten. Und missachtet abermals leichtfertig verfassungsrechtliche Grenzen, sagt FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae.
Städte sind geradezu prädestiniert für den Einsatz „smarter“ Produkte, sagt Peter Schaar. Viele Menschen leben hier auf kleinem Raum, außerdem besteht die Bereitschaft, Neues auszuprobieren. Umso wichtiger sind bürgerfreundliche Smart-City-Strategien.
Mit einer reinen Algorithmenregulierung ist es nicht getan, denn Neuronale Netze werden damit nicht kontrolliert. Stattdessen muss sich die Gesellschaft mit neuen Technologien auseinandersetzen, argumentiert Uwe Weinreich.
Die Justizministerkonferenz hat sich zu Regulierung von Legal Techs geäußert: Statt Start-ups zu erlauben, was Anwälte tun, will man Anwälten erlauben, was Start-ups tun – ein Fehler, argumentiert Daniel Halmer von LexFox.
Ulrike Klinger von der FU Berlin fordert eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Social Bots. Damit reagiert sie auf einen Beitrag von Medienforscher Florian Gallwitz und Datenjournalist Michael Kreil, die ihre Forschung im Tagesspiegel Background kritisiert haben.
Wir brauchen keinen neuen Grund- und Menschenrechte für das „Internetzeitalter“. Die bereits geltenden Regeln reichen aus. Sie müssen nur technologiesensibel angewandt werden, argumentiert Matthias Kettemann vom Leibniz-Institut für Medienforschung.
Warum die Daten-Skepsis gerade im Bereich Gesundheit und Soziales so groß ist, versteht Mathias Freund von der „Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs“ nicht. Finanzielle und soziale Folgen einer Krebserkrankung sollten erfasst und untersucht werden.
There is no evidence that „Social bots“ even exist, say media researcher Florian Gallwitz (on the left) and data journalist Michael Kreil. In this opinion piece, they argue that the research the whole idea is based on is fundamentally flawed.
„Social Bots“ existieren nicht, sagen der Medienforscher Florian Gallwitz (li.) und der Datenjournalist Michael Kreil. Entsprechende Studien würden eklatante Mängel aufweisen, argumentieren sie in ihrem Gastbeitrag.
Digitalstaatsministerin Bär vertritt die Bundesregierung beim Open Government Partnership Summit. Ob Deutschland der angestrebten Führungsrolle gerecht werden kann, wird der zweite Aktionsplan zeigen, sagt Michael Peters von der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. in seinem Gastbeitrag.
Heute beginnt in Ottawa der Open Government Partnership Summit. Digitalstaatsministerin Dorothee Bär leitet die deutsche Delegation. In ihrem Gastbeitrag erklärt sie, warum sie von Vertretern autoritärer Regime Mitleid erntet und weshalb Europa die Instrumente der Digitalisierung endlich in die Hand nehmen muss.
Soziale Medien sind längst die Fünfte Gewalt – nur hat die Politik das größtenteils noch nicht begriffen. Das zeigt auch das Ergebnis der Europawahl, meint Philipp Jessen von Storymachine. Wer in Zukunft noch relevant sein will, müsse radikal umdenken.
Vor einer Woche berichtete Tagesspiegel Background über das Zuständigkeitschaos bei den zwei Smart-City-Plattformen, die BMI und BMWi aufbauen wollen. Dabei braucht Deutschland keins dieser Gremien, argumentiert Mathias Oberndörfer von KPMG.
Der Datenschutz hat einen schlechten Ruf. Höchste Zeit für ein Rebranding hin zu „Datensouveränität“, sagen Björn Stecher (li.) und Nikolai Horn (re.). Schließlich gehe es um Selbstbestimmung und Freiheit.
Es braucht eine faire internationale Steuerordnung – auch für Digitalkonzerne, fordert Finanzminister Scholz. Im Gastbeitrag skizziert er ein Modell für internationale Mindestbesteuerung, das 2020 gelten soll.
Dieser Tage liest man viele Statistiken zur DSGVO: Wie viele Bußgelder wurden verhängt? Wie viele Abmahnungen gab es? Welche konkreten Vorteile das neue Datenschutzrecht den Nutzern gebracht hat, darüber wird indes wenig diskutiert. Das muss sich ändern, argumentiert Frederick Richter in seinem Standpunkt.
Digitalthemen scheinen bei der Europawahl unterrepräsentiert. Falk Steiner, Digitalpolitikexperte bei der Bertelsmann-Stiftung, argumentiert dagegen und erklärt die Parteiprogramme.
Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Startups, kritisiert das EuGH-Urteil zur Arbeitszeiterfassung. Warum er Eigenverantwortung als das bessere Modell für die Digitalbranche ansieht, erklärt er in seinem Gastbeitrag.
Die neue BSI-Außenstelle in Dresden ist aus strategischer, ökonomischer und ökologischer Sicht falsch, sagt Sven Herpig von der Stiftung Neue Verantwortung. Warum er die Wahl des Standorts in Sachsen kritisiert, erklärt er in seinem Gastbeitrag.
Patienten müssen die elektronische Patientenakte (ePA) akzeptieren, sagt Franz Knieps, Vorstand des Dachverbands der Betriebskrankenkassen (BKK). Auf welche Details es bei der Ausgestaltung ankommt, erläutert er in seinem Gastbeitrag.
Niemand weiß, wie die Masse an Daten, die Unternehmen von ihren Nutzern sammeln, ausgewertet werden könnten. Vielleicht brauchen wir einen „Uploadfilter“ dafür, sagt Iris Lorscheid, Studiengangsleiterin für Digital Business & Data Science an der University of Applied Sciences Europe in Hamburg.
Wie bleibt der deutsche Mittelstand zukunftsfähig? Darum geht es heute beim „Innovationstag“ des BMWi. Warum die Firmen mit ihren ersten KI-Gehversuche oftmals scheitern und was sie dagegen tun können, erklärt Philipp Hartmann, Head of Strategy bei UnternehmerTUM, dem Innovationszentrum der TU München.
Künstliche Intelligenz ist weder eine Bedrohung noch ein Retter – sie ist ein Werkzeug, das Fehler hat. Europa hat die Chance, diese Mängel zu beheben, argumentiert Mark Surman von der Mozilla Foundation.
Oliver Nachtwey, Volkswirt und Soziologe, erklärt das Mindset der großen Tech-CEOs – und wie sie Regulierung verhindern wollen. Ein Standpunkt anlässlich seiner heutigen re:publica-Keynote.
Mit der Digitalisierung sind die Menschen besser informiert und engagiert – aber auch desillusionierter. Denn wer am lautesten schreit, bekommt die Aufmerksamkeit. Netzaktivistin Nanjira Sambuli fordert, die Kontrolle über das Internet zurückzuholen.
Beim gestrigen „Tag der Arbeit“ ging es auch um die Folgen der Digitalisierung. Droht das Ende der Erwerbsarbeit? Nein, sagt Saskia Esken, Digitalexpertin der SPD-Bundestagsfraktion. Aber aus dem technologischen Wandel muss endlich auch sozialer Fortschritt werden.
Sollen chinesische Anbieter wie Huawei am Ausbau deutscher 5G-Netze teilnehmen dürfen? Statt diese Frage mit Bürokratie zu lösen, braucht es eine politische Strategie, erklärt Martin Schallbruch in seinem Standpunkt.
Online-Sprechstunden und Gesundheits-Cloud: Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor des Unfallkrankenhauses Berlin, plädiert für eine Digitalisierung des Gesundheitswesens auf europäischer Ebene. Das stärke den Patienten, entlaste das Personal und spare Kosten.
Bei digitaler Infrastruktur geht es nicht bloß um Technik, sondern um unsere gesamte Kommunikation, erklärt ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab. Digitalisierung soll gemeinwohlorientiert gestaltet werden – das gilt auch für den 5G-Ausbau.
Die globale Plattformökonomie zeige die begrenzte Macht nationaler Regulierung auf, erklärt Mark Graham, Professor am Oxford Internet Institute. Ohne Mindeststandards werden Plattformarbeiter weiterhin ausgebeutet.
Christoph Lütge, Direktor des neuen Instituts für KI-Ethik an der TU München, widerspricht Thomas Metzingers These des „Ethics Washing“ und sagt, warum er Kooperationen mit Unternehmen richtig und wichtig findet.
Im Rahmen der Berlin Games Week wird heute beim E-Sport-Summit über Team Management, Trainingspläne und Inklusion diskutiert. Die Politik muss E-Sport endlich auch gesetzlich anerkennen, fordert Monika Lazar, sportpolitische Sprecherin der Grünen.
Heute stellt die EU Ethikrichtlinien im Umgang mit Künstlicher Intelligenz vor. Thomas Metzinger, Mitglied der Expertengruppe, die die Richtlinien ausarbeitete, ist enttäuscht vom Ergebnis. Industrieinteressen haben sich durchgesetzt, erklärt der Philosoph.
Daten sollen dem öffentlichen Vorsorgeauftrag dienen, nicht den Interessen von Konzernen. Besonders beim Aufbau von Smart Cities müsse man darauf achten, sagt Elvan Korkmaz, SPD-Bundestagsabgeordnete.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg versucht das Image seines Unternehmens zu retten, während Politiker die Zerschlagung großer Tech-Konzerne fordern. Warum das auch keine Lösung ist, erklärt Sebastian Gluschak von „Torben, Lucie und die gelbe Gefahr“ (TLGG).
Bildungs- und Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) liege falsch, wenn sie glaubt, Religion spiele in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz eine Rolle, meint Mario Brandenburg (FDP).
Vor zehn Jahren trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. KI-Forscher Benjamin Tannert erklärt, wie heute mit Künstlicher Intelligenz Inklusion unterstützt werden kann – beispielsweise, in dem sie Autisten bei der Deutung von Emotionen hilft.
Der Staat schaffe keine Innovationen, sagt Frank Sitta, Fraktionsvize der FDP im Bundestag, und reagiert damit auf Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaiers (CDU) Pläne im Tagesspiegel Background, einen KI-Airbus zu gründen.
Werbung muss gekennzeichnet werden, sagt Cornelia Holsten, Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten. Auch bei Influencern. Die Klagen des Verbands sozialer Wettbewerb wegen vermeintlicher Schleichwerbung kritisiert sie dennoch.
Die EU-Urheberrechtsreform nutzt vor allem den Verwertern, sagt die Autorin und Aktivistin Sina Kamala Kaufmann. Sie plädiert dafür, schöpferische Arbeit komplett neu zu begreifen.
Digitale Plattformen werden ihr Oligopol nicht aufgeben, sagt der Berater und Autor Johannes Hillje. Er plädiert daher für den Aufbau eines europäischen Gegenmodells.
Der Digitalpakt, der heute beschlossen wird, spült Milliarden in Deutschlands Klassenzimmer. Eine Verschwendung, meint Benjamin Hadrigan, Schüler und Autor. Die Zukunft des Lernens passiere am Handy.
Facebook dominiert den Markt für digitale Werbung. Doch die Preisfindung und Werbewirkung ist selbst für Profis nicht nachvollziehbar. Christian Bachem (r.) und Jan Froehlich über digitales Marketing und Datenschutz.
Auf der Reisemesse ITB präsentieren Reiseveranstalter derzeit neue Trends. Wie aber hat sich die Branche durch die Einführung der DSGVO verändert? Gibt es neben Beschwerden übers Hotel-Buffet jetzt auch Ärger mit dem Datenschutz? Experte Kai Hannemann zieht Bilanz.
Tomaso Duso und Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) haben gestern mit Wirtschaftsminister Altmaier über dessen Industriestrategie diskutiert. Sie fordern mehr Innovation im Wettbewerb mit China und den USA.
Mit Daten-für-alle will die SPD eine Antwort auf die Marktdominanz der US-Plattformen liefern – und könnte damit genau denen schaden, die in Europa innovative Geschäftsmodelle entwickeln, argumentiert Stefan Heumann, Vorstand der Stiftung Neue Verantwortung.
Von einer Produktivitätslücke, wie sie das IWH Halle bescheinigt, will Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow nichts wissen. Der ländliche Raum im Osten sei stärker als sein Ruf – und die Wirtschaft vor Ort das beste Argument für 5G an jeder Milchkanne.
Am Wochenende gab es eine Einigung im Tarifstreit. Dass es langfristig einen Digitalisierungstarifvertrag für die Beschäftigten im öffentlichen Sektor braucht, fordert Verdi-Chef Frank Bsirske in seinem Standpunkt.
Digitale Projekte verlangen Ergebnisoffenheit, sagt Burkhard Müller. Bevor ein Produkt auf den Markt kommt, müsse klar sein, was der Kunde will, erklärt der Digital-Chef bei der Designagentur Mutabor. Er warnt davor, digitale Produkte wie materielle zu planen.
Kleinere Unternehmen verschmähen KI, so das Ergebnis einer Studie, über die Tagesspiegel Background gestern berichtete. Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, sieht hingegen die Regierung in der Verantwortung.
Kinder müssen vor schädlichen Inhalten im Internet geschützt werden – doch nicht um jeden Preis. Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks erklärt, warum Kinder ein Recht auf digitale Teilhabe haben.
Der KI-Strategie der Bundesregierung fehle alles, was eine Strategie ausmacht, sagt Thomas Sattelberger. Der FDP-Bundestagsabgeordnete warnt vor einer Expertenlücke und fordert ein Bundesdigitalministerium.
Trotz digitaler Agenda und zahlreicher Initiativen sind die Deutschen noch nicht überzeugt, dass die Regierung die Digitalisierung entschieden vorantreibt. Einige Maßnahmen könnten das ändern, sagt Inger Paus, Geschäftsführerin des Vodafone Instituts.
Mit Dating-Apps die große Liebe finden? Dass man dabei die eigenen Daten im Blick behalten sollte – und welche Rechte Nutzer haben, schreibt Tatjana Halm, Referatsleiterin Markt und Recht bei der Verbraucherzentrale Bayern, in einem Standpunkt.
Computergesteuerte Systeme lernen von uns Menschen, welche Entscheidungen sie zu treffen haben. Wie diskriminierende Algorithmen verhindert werden können, erklärt Wolfgang Gründiger, Referent Digitale Transformation beim BVDW in seinem Standpunkt.
Digitale Bildung – aber wie? In seinem Standpunkt erklärt Torsten Brinda, Sprecher des Fachbereichs „Informatik und Ausbildung“ der Gesellschaft für Informatik (GI), warum Digitalisierung ohne Informatik nicht funktioniert.
Auch in diesem Jahr zählen Smart Toys, Roboter und elektronische Haustiere auf der Spielwarenmesse in Nürnberg zu den Highlights. Stefan Hessel, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes, forscht zu Datenschutz und IT-Sicherheit und hält den aktuellen Trend für bedenklich.
Amerika klagt Huawei unter anderem wegen Industriespionage an und Berlin erwägt, die Chinesen vom Netzwerkausbau auszuschließen. Klaus Landefeld, Eco-Vorstand Infrastruktur und Netze, hält die Reaktion für überzogen und fordert, sich auf Fakten zu beschränken.
Christian Dürr (re.) und Konstantin Kuhle, stellvertretender Vorsitzender und innenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, wollen die Digitalisierung der Verwaltung voranbringen – Datenschutz dürfe dabei keine Ausrede für Faulheit sein.