Frauen auf dem Land haben mit vielen unterschiedlichen Herausforderungen zu kämpfen: der schwierigen Balance zwischen Familie und Beruf, schlechtes Netz und fehlende Mobilitätsangebote. Digitale Angebote und innovative Konzepte können Abhilfe schaffen. Das braucht allerdings einen Plan.
Die schwedische Forscherin Carina Listerborn gilt als eine der führenden Expert:innen für feministische Stadtplanung in Europa. Im aktuellen Smart-City-Diskurs vermisst sie Lösungen mit einem greifbaren gesellschaftlichen Nutzen. Die wichtigen sozialen Fragen, so sagt sie, würden noch nicht beantwortet.
Städte wurden noch vor kurzem hauptsächlich von Männern für Männer entwickelt. Doch seit einiger Zeit hat das ein Ende: Mit strategischen Maßnahmen – dem Gender Mainstreaming – soll mehr Geschlechtergerechtigkeit geschaffen werden. Und die Städte so lebenwerter für alle werden.
In der Bundeshauptstadt bildet das Frauen Computer Zentrum Berlin seit 1984 Frauen im IT-Bereich aus. Der Verein will Ungleichheiten und Diskriminierung in der beruflichen Bildung und auf dem Arbeitsmarkt gleichermaßen beseitigen.
Seit mehr als einem Jahr arbeitet die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) an der Schließung von Funklöchern. Nun soll als erstes Förderprojekt im Bayerischen Wald ein Funkturm gebaut werden.
Die EU plant Kontrollmechanismen von KI-Systemen. Die geforderten Prüfungen umzusetzen, wird in der föderalen Bundesrepublik besonders komplex. Anita Klingel hat an einem Expert:innenpapier zum Thema mitgeschrieben und erklärt welche Rolle die Kommunen im Bereich KI einnehmen werden.
Kommende Woche tagt der IT-Planungsrat. Bund und Länder stellen aus kommunaler Sicht viele Weichen. Maßgebliche Themen sind die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, die Registermodernisierung, die föderale Verwaltungscloud-Strategie, die Gründung eines Zentrums für Digitale Souveränität oder auch der Bereich IT-Sicherheit.
Der ländliche Raum kann von der Pandemie und der neu entdeckten Landlust profitieren – aber nur, wenn die digitale Infrastruktur dort nicht schlechter ist als in den Städten. Doch der Glasfaserausbau ist auf dem Land immer noch teurer und langwieriger als in der Stadt – teilweise auch, weil sich Kommunen selbst im Weg stehen.
Gelsenkirchen ist Smart-City-Modellkommune des Bundes, gleichzeitig auch eine der digitalen Leuchttürme NRWs. Dafür verantwortlich zeichnet Manfred vom Sondern, Chief Digital Officer der Stadt. Im Interview erzählt er von den zahlreichen geförderten Projekten – und welche besondere Rolle die Fußball-Arena von Schalke 04 dabei spielt.
Die neue Bundesregierung will laut Koalitionsvertrag ein Mobilitätsdatengesetz schaffen. Konkrete Initiativen gibt es noch nicht. Tagesspiegel Background analysiert, was ein solches Gesetz regeln sollte, was auf die Branche zukommen könnte – und welche Widerstände zu erwarten sind.
Unzählige Unfälle, regelmäßige Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmenden: E-Roller haben keinen guten Ruf. Die Anbieter wollen das ändern – und legen nun konkrete Vorschläge vor, wie sich das Chaos ordnen ließe. Nicht alle kommen gut an, wie eine Exklusiv-Umfrage für Tagesspiegel Background zeigt.
Die Pandemie gab ländlichen Coworking-Spaces einen Boost. Das Versprechen: Die Sehnsucht nach der Natur und der Ruhe mit dem Job in der Großstadt zu verbinden. In einigen Kommunen haben sich Vorzeigeprojekte entwickelt, die Ampel will ebenfalls Mittel aufstocken. Ein Forschungsprojekt soll ab dem nächsten Jahr Erkenntnisse aus dem Reallabor liefern.
NRW will seine Kommunen ab sofort besser vor Cybergefahren warnen. Gleichzeitig grübeln Kommunalvertreter:innen und Cybersicherheitsexpert:innen über IT-Sicherheit in Gemeinden und Städten. Lohnt es noch, die Bürger:innendaten vor Ort zu behalten?
Smart Cities in der EU haben ähnliche Ziele – und stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Die Online-Konferenz „Connected in Europe“ machte den Auftakt für ein neues Netzwerk-Programm.
Morgen treffen sich die für digitale Verwaltung zuständigen Abteilungsleiter von Bund und Ländern. Unter anderem beraten sie über ein „OZG 2.0“, also eine Neuerfindung des 2017 beschlossenen Onlinezugangsgesetzes. Tagesspiegel Background kennt den Stand der Debatte.
Um die E-Roller-Flut in den Städten einzudämmen, bitten immer mehr Kommunen die Verleiher zur Kasse und schreiben Obergrenzen für die Flotten vor, zuletzt Brühl. Jetzt ziehen sich die meisten Anbieter aus der NRW-Kommune zurück. Der Ruf nach neuer Regulierung wird lauter.
Eine Online-Plattform soll in NRW für mehr Bürger:innenbeteiligung sorgen. Die Testphase hat gezeigt: Das kann funktionieren – mit passender lokaler Strategie.
Lasse Gerrits ist wenig optimistisch, dass Technologie die oft beschworene Lösung für zahlreiche Probleme sein kann. Seit Jahren forscht er zum Zusammenhang von Technologie und Gesellschaft. Und sagt, dass noch viel Forschung in digitale Technologien fließen und viel Wissen in Stadtverwaltungen aufgebaut werden muss, bevor sie dort eingesetzt werden.
SAP, Arvato und Microsoft wollen gemeinsam Clouddienste für den öffentlichen Sektor anbieten. Nun soll Infrastruktur aufgebaut werden, die der Staat prüfen kann. Der arbeitet parallel an einem nationalen Hyperscaler. Tagesspiegel Background kennt die Pläne.
Mit sozialen Innovationen das Zusammenleben verbessern – das war die Idee des BMBF-Wettbewerbs „Gesellschaft der Ideen“. Nun wurden die zehn besten Konzepte ausgezeichnet. Der Einsatz digitaler Technologien spielt bei allen eine zentrale Rolle.
Die kommunalen Spitzenverbände wollen im Bereich Smart City künftig gemeinsame Sache mit der Wissenschaft und anderen Institutionen machen und Themen vorgeben. Sie gründeten gestern ein „Board der Boards“, in dem Aktivitäten rund um smarte Städte und Regionen gebündelt werden.
Die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum mit Hilfe der Digitalisierung zu stärken und das Land so attraktiver machen, auch für Städter:innen – das hat sich die Initiative „Digitale Landpionier:innen“ zum Ziel gesetzt. Mit konkreten Empfehlungen an die Politik, die nun in einem Papier veröffentlicht worden sind, soll es erreicht werden.
Nur wenn die Menschen mitziehen, gelingt es Städten, den Kfz-Verkehr zu beruhigen und attraktive öffentliche Räume zu schaffen. Das zeigte sich auch in London, wo man niederländische Konzepte umsetzte. Das Fahrrad dabei kommunikativ in den Mittelpunkt zu rücken, entpuppte sich allerdings zunächst als Hindernis.
Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU) setzt auf Querschnittsarbeit. Neben der Budgethoheit bei Digitalem geht es dabei stark um digitale Infrastruktur als Basis für smarte Regionen. Ein eigenes Förderprogramm soll zudem einen Schub für die Kommunen bringen. Beim Bund sei das Bauministerium der falsche Ort für Smart Cities, kritisiert sie.
Im vergangenen März fand der Hackathon Update Deutschland statt. Dabei wollte die öffentliche Verwaltung gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft und Wissenschaft Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen finden. Nun zeigt eine Studie, was solche Hackathons der Verwaltung bringen können – und stellt erfolgreiche Projekte vor.
Die lange vermissten Regeln für die IT-Sicherheit beim Onlinezugangsgesetz, sind seit vergangener Woche da. Sicherheitsexpert:innen sehen die Verordnung des Bundesinnenministeriums kritisch, die Kommunen fordern Unterstützung bei der Umsetzung.
Anna Kassautzki ist nicht nur die Wahlkreisnachfolgerin von Angela Merkel. Die SPD-Politikerin ist auch stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Digitales im Bundestag – und kommt vom Land. Für den ländlichen Raum sieht sie in der Digitalisierung eine große Chance. Wenn denn der Ausbau der Infrastruktur klappt.
Superblocks haben in vielen Städten weltweit für weniger Durchgangsverkehr gesorgt. 2022 erlebt das Konzept aus Barcelona nun seinen Durchbruch in Berlin. Doch der Nutzen der Kiezblocks für die gesamte Stadt ist offen.
Unter der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) gibt es in Berlin erstmals einen Chief Digital Officer. Ralf Kleindiek bringt jahrelange Erfahrung in Bundesressorts mit, zuletzt agierte er als Berater für die Boston Consulting Group. Tagesspiegel Background traf den neuen Berliner Digitalchef zum Antrittsinterview.
Wenn es um die Digitalisierung in Deutschland geht, stehen meistens die Versäumnisse im Fokus. Dabei gibt es auch Beispiele für gelungene digitale Anwendungen, die mit Erfolg eingesetzt werden – vor allem in den Kommunen. Eine neue Studie stellt 15 Beispiele mit Vorbildcharakter aus den vier Bereichen Verwaltung, Sicherheit, Mobilität und Gesundheit vor.
Im Rahmen der „Morgenstadt Global Initiative“ beteiligt sich das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe an der Durchführung von Stadtlaboren in Mexiko, Peru und Indien und koordiniert insbesondere das mexikanische Lab in der Wüstenstadt Saltillo. Von den Ergebnissen sollen auch andere Städte profitieren.
Barcelona ist eines der internationalen Vorbilder im Bereich Smart City. Aber auch in der Stadtplanung: Konzepte wie die Superblocks werden auf der ganzen Welt kopiert. Schon vor vielen Jahren hat die katalanische Hauptstadt ihren Weg in Richtung urbaner Innovationen geebnet – mit dem Umbau des Stadtteils Poblenou und dem Projekt 22@.
Quantenbasierte Technologien, künstliche Intelligenz und autonome Schiffe: Der Hamburger Hafen wandelt sich zum Smart Port. Sowohl an Land als auch auf dem Wasser übernehmen Maschinen zunehmend die Arbeit. Gewerkschaften beobachten die Entwicklungen mit Sorge.
Helsinki gilt unter bei den digitalen Städten der Welt als Vorreiter. In den vergangenen Jahren lag der Fokus darauf, die funktionalste Stadt der Welt zu werden. Doch das reicht der finnischen Hauptstadt nicht mehr: Sie möchte nun proaktiv werden – und so das Leben ihrer Bewohner:innen verbessern.
Wenig Flexibilität, digitaler Nachholbedarf, zu wenig Entwicklungsmöglichkeiten und keine etablierte Feedback-Kultur: Viele Klischees über das Arbeiten im öffentlichen Dienst scheinen zu stimmen. Das geht aus einer neuen Umfrage hervor. Viele Mitarbeitende können sich daher auch einen Arbeitsplatzwechsel vorstellen – auch in die Privatwirtschaft.
Das Amt Süderbrarup ist Smart-City-Modellprojekt des Bundes. Die Verwaltungsgemeinschaft soll eine Blaupause dafür liefern, wie Digitalisierung im ländlichen Raum gelingen kann. Denn die Anforderungen sind ganz andere als in den Städten.
Brandenburgs Wissenschaftsministerium startet im Januar eine neue breit aufgestellte Strategie zur Künstlichen Intelligenz. Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) hat schon eine Vorstellung, von welchen Anwendungen gerade die märkischen Kommunen profitieren könnten.
Fürths CDO Hauke Traulsen wechselte zum Jahresanfang zur Bund-Länder-Anstalt Fitko, die bundesweit die digitale Verwaltung vorantreiben soll. Im Interview erzählt er, warum relevante Informationen Kommunen nicht erreichen, wo es beim E-Government grundsätzlich hakt und wie die kommunale Ebene besser beteiligt werden kann.
Wie sehen die Städte der Zukunft aus? Und wie wird sich das Leben für die Menschen verändern? Diese Fragen hat sich das Geographische Institut der Universität Bochum gestellt und anhand von Virtual Reality verschiedene modellbasierte Stadtentwicklungsszenarien entworfen. In NRW sollen Schüler:innen nun auf virtuelle Erkundungstouren geschickt werden.
Der Branchenverband Bitkom veröffentlich jährlich ein Ranking der smartesten Städte Deutschlands. In der NRW-Kommune Moers ist nun eine politische Debatte über das eigene schlechte Abschneiden entbrannt. Der Fall legt offen: Einige Städte haben ein Problem mit der Methodik des Bitkom. Dort wehrt man sich allerdings dagegen.
In New York rückt die Einführung einer Straßennutzungsgebühr näher. Damit kann man die wahren Kosten von motorisiertem Individualverkehr besser einpreisen, findet das World Economic Forum. Wenn die Maut in Echtzeit über ein Auktionsmodell erhoben wird, lässt sich der Verkehrsfluss noch präziser steuern.
Mit dem neuen Bauministerium steht die Stadtentwicklung seit langem wieder im Namen einer obersten Bundesbehörde. Noch ist das neue Ressort zwar ganz am Anfang – dennoch zeichnet sich ab, dass die Kommunen von ihm nur profitieren können.
Zur Gestaltung einer digitalen Zukunft zählen auch die Digitalisierung von Kunst und Kultur. Bis 2024 soll deshalb das erste Museum für digitale Kunst in Europa entstehen – und zwar in der Hafenstadt Hamburg. Das Museum soll nicht nur ein Kunsterlebnis der besonderen Art sein, sondern auch einen wirtschaftlichen Wachstumsimpuls geben.
Smart-City- und E-Government-Experte Jörn von Lucke empfiehlt der neuen Bundesregierung, offene Netzwerke statt starrer Einheiten zu schaffen, wenn es um die Digitalisierung von Städten und Regionen geht. Zudem müssten die Verwaltungsdigitalisierung und die digitale Stadtentwicklung endlich stärker zusammengedacht werden.
Mitte des Jahrzehnts will der Automobilzulieferer die ersten fahrerlosen Shuttlebusse auf die Straße schicken – und vom Komponentenhersteller zum Anbieter eines kompletten Mobilitätsangebots werden. Dafür müssen jedoch noch einige Hürden aus dem Weg geräumt werden.
Das Schriftformerfordernis gilt als ein großer Hemmschuh bei der Verwaltungsdigitalisierung. Die Ampel will das mit einer Grundsatzklausel lösen. Tagesspiegel Background hat bei den Ländern nachgefragt, wie sie das Problem angehen.
Nancy Faeser wird sich im Innenressort um viele Digitalthemen kümmern müssen. Ihr Fachgebiet war das in der Vergangenheit nicht.
Im Krisenfall wird es schnell unübersichtlich. Nicht nur im Vorfeld, wenn es um die Prävention geht, gilt es, zahlreiche Daten zu analysieren und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Auch bei der Bewältigung kann durch Künstliche Intelligenz Zeit gewonnen werden, weil schneller reagiert wird.
Bisher sind selbstfahrende Busse mit einem Sicherheitsfahrer an Bord unterwegs. Ein Projekt in Oberfranken will diesen überflüssig machen – und die Shuttles künftig aus einer Leitzentrale heraus fernsteuern. Doch das sieht der Gesetzgeber nicht vor.
Die Berliner Verwaltung ist nicht als Digitalvorreiter bekannt. In ihrem neuen Koalitionsvertrag setzen SPD, Grüne und die Linke nun für alte Probleme auf neue Strukturen und versprechen eine konsequente Verwaltungsdigitalisierung.
Dortmund ist seit vergangener Woche europäische Innovationshauptstadt. Mit seinem Konzept „Innovation next door“ setzte sich die Westfalen-Metropole gegen die Konkurrenz durch. Dabei geht es vor allem darum, Innovationen aus verschiedenen Bereichen zu verknüpfen.
Die Ampel-Koalition plant eine Revolution in der kommunalen Förderlandschaft. Geht es nach den Unterhändlern der drei Parteien, soll kein Stein auf dem anderen bleiben – vor allem im Bereich Digitalisierung und Mobilität. Für das Smart-City-Kompetenzzentrum gibt es erste konkrete Ideen.
Vergangene Woche wurde in Bamberg das Smart City Research Lab eröffnet. Angesiedelt ist es zwar an der Universität, doch dort sollen nicht nur Forschende arbeiten. Auch Bürger:innen und Studierende sollen im Lab Smart-City-Ideen entwickeln und ausprobieren können.