Im vergangenen März fand der Hackathon Update Deutschland statt. Dabei wollte die öffentliche Verwaltung gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft und Wissenschaft Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen finden. Nun zeigt eine Studie, was solche Hackathons der Verwaltung bringen können – und stellt erfolgreiche Projekte vor.
Die lange vermissten Regeln für die IT-Sicherheit beim Onlinezugangsgesetz, sind seit vergangener Woche da. Sicherheitsexpert:innen sehen die Verordnung des Bundesinnenministeriums kritisch, die Kommunen fordern Unterstützung bei der Umsetzung.
Anna Kassautzki ist nicht nur die Wahlkreisnachfolgerin von Angela Merkel. Die SPD-Politikerin ist auch stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Digitales im Bundestag – und kommt vom Land. Für den ländlichen Raum sieht sie in der Digitalisierung eine große Chance. Wenn denn der Ausbau der Infrastruktur klappt.
Superblocks haben in vielen Städten weltweit für weniger Durchgangsverkehr gesorgt. 2022 erlebt das Konzept aus Barcelona nun seinen Durchbruch in Berlin. Doch der Nutzen der Kiezblocks für die gesamte Stadt ist offen.
Unter der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) gibt es in Berlin erstmals einen Chief Digital Officer. Ralf Kleindiek bringt jahrelange Erfahrung in Bundesressorts mit, zuletzt agierte er als Berater für die Boston Consulting Group. Tagesspiegel Background traf den neuen Berliner Digitalchef zum Antrittsinterview.
Wenn es um die Digitalisierung in Deutschland geht, stehen meistens die Versäumnisse im Fokus. Dabei gibt es auch Beispiele für gelungene digitale Anwendungen, die mit Erfolg eingesetzt werden – vor allem in den Kommunen. Eine neue Studie stellt 15 Beispiele mit Vorbildcharakter aus den vier Bereichen Verwaltung, Sicherheit, Mobilität und Gesundheit vor.
Im Rahmen der „Morgenstadt Global Initiative“ beteiligt sich das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe an der Durchführung von Stadtlaboren in Mexiko, Peru und Indien und koordiniert insbesondere das mexikanische Lab in der Wüstenstadt Saltillo. Von den Ergebnissen sollen auch andere Städte profitieren.
Barcelona ist eines der internationalen Vorbilder im Bereich Smart City. Aber auch in der Stadtplanung: Konzepte wie die Superblocks werden auf der ganzen Welt kopiert. Schon vor vielen Jahren hat die katalanische Hauptstadt ihren Weg in Richtung urbaner Innovationen geebnet – mit dem Umbau des Stadtteils Poblenou und dem Projekt 22@.
Quantenbasierte Technologien, künstliche Intelligenz und autonome Schiffe: Der Hamburger Hafen wandelt sich zum Smart Port. Sowohl an Land als auch auf dem Wasser übernehmen Maschinen zunehmend die Arbeit. Gewerkschaften beobachten die Entwicklungen mit Sorge.
Helsinki gilt unter bei den digitalen Städten der Welt als Vorreiter. In den vergangenen Jahren lag der Fokus darauf, die funktionalste Stadt der Welt zu werden. Doch das reicht der finnischen Hauptstadt nicht mehr: Sie möchte nun proaktiv werden – und so das Leben ihrer Bewohner:innen verbessern.
Wenig Flexibilität, digitaler Nachholbedarf, zu wenig Entwicklungsmöglichkeiten und keine etablierte Feedback-Kultur: Viele Klischees über das Arbeiten im öffentlichen Dienst scheinen zu stimmen. Das geht aus einer neuen Umfrage hervor. Viele Mitarbeitende können sich daher auch einen Arbeitsplatzwechsel vorstellen – auch in die Privatwirtschaft.
Das Amt Süderbrarup ist Smart-City-Modellprojekt des Bundes. Die Verwaltungsgemeinschaft soll eine Blaupause dafür liefern, wie Digitalisierung im ländlichen Raum gelingen kann. Denn die Anforderungen sind ganz andere als in den Städten.
Brandenburgs Wissenschaftsministerium startet im Januar eine neue breit aufgestellte Strategie zur Künstlichen Intelligenz. Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) hat schon eine Vorstellung, von welchen Anwendungen gerade die märkischen Kommunen profitieren könnten.
Fürths CDO Hauke Traulsen wechselte zum Jahresanfang zur Bund-Länder-Anstalt Fitko, die bundesweit die digitale Verwaltung vorantreiben soll. Im Interview erzählt er, warum relevante Informationen Kommunen nicht erreichen, wo es beim E-Government grundsätzlich hakt und wie die kommunale Ebene besser beteiligt werden kann.
Wie sehen die Städte der Zukunft aus? Und wie wird sich das Leben für die Menschen verändern? Diese Fragen hat sich das Geographische Institut der Universität Bochum gestellt und anhand von Virtual Reality verschiedene modellbasierte Stadtentwicklungsszenarien entworfen. In NRW sollen Schüler:innen nun auf virtuelle Erkundungstouren geschickt werden.
Der Branchenverband Bitkom veröffentlich jährlich ein Ranking der smartesten Städte Deutschlands. In der NRW-Kommune Moers ist nun eine politische Debatte über das eigene schlechte Abschneiden entbrannt. Der Fall legt offen: Einige Städte haben ein Problem mit der Methodik des Bitkom. Dort wehrt man sich allerdings dagegen.
In New York rückt die Einführung einer Straßennutzungsgebühr näher. Damit kann man die wahren Kosten von motorisiertem Individualverkehr besser einpreisen, findet das World Economic Forum. Wenn die Maut in Echtzeit über ein Auktionsmodell erhoben wird, lässt sich der Verkehrsfluss noch präziser steuern.
Mit dem neuen Bauministerium steht die Stadtentwicklung seit langem wieder im Namen einer obersten Bundesbehörde. Noch ist das neue Ressort zwar ganz am Anfang – dennoch zeichnet sich ab, dass die Kommunen von ihm nur profitieren können.
Zur Gestaltung einer digitalen Zukunft zählen auch die Digitalisierung von Kunst und Kultur. Bis 2024 soll deshalb das erste Museum für digitale Kunst in Europa entstehen – und zwar in der Hafenstadt Hamburg. Das Museum soll nicht nur ein Kunsterlebnis der besonderen Art sein, sondern auch einen wirtschaftlichen Wachstumsimpuls geben.
Smart-City- und E-Government-Experte Jörn von Lucke empfiehlt der neuen Bundesregierung, offene Netzwerke statt starrer Einheiten zu schaffen, wenn es um die Digitalisierung von Städten und Regionen geht. Zudem müssten die Verwaltungsdigitalisierung und die digitale Stadtentwicklung endlich stärker zusammengedacht werden.
Mitte des Jahrzehnts will der Automobilzulieferer die ersten fahrerlosen Shuttlebusse auf die Straße schicken – und vom Komponentenhersteller zum Anbieter eines kompletten Mobilitätsangebots werden. Dafür müssen jedoch noch einige Hürden aus dem Weg geräumt werden.
Das Schriftformerfordernis gilt als ein großer Hemmschuh bei der Verwaltungsdigitalisierung. Die Ampel will das mit einer Grundsatzklausel lösen. Tagesspiegel Background hat bei den Ländern nachgefragt, wie sie das Problem angehen.
Nancy Faeser wird sich im Innenressort um viele Digitalthemen kümmern müssen. Ihr Fachgebiet war das in der Vergangenheit nicht.
Im Krisenfall wird es schnell unübersichtlich. Nicht nur im Vorfeld, wenn es um die Prävention geht, gilt es, zahlreiche Daten zu analysieren und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Auch bei der Bewältigung kann durch Künstliche Intelligenz Zeit gewonnen werden, weil schneller reagiert wird.
Bisher sind selbstfahrende Busse mit einem Sicherheitsfahrer an Bord unterwegs. Ein Projekt in Oberfranken will diesen überflüssig machen – und die Shuttles künftig aus einer Leitzentrale heraus fernsteuern. Doch das sieht der Gesetzgeber nicht vor.
Die Berliner Verwaltung ist nicht als Digitalvorreiter bekannt. In ihrem neuen Koalitionsvertrag setzen SPD, Grüne und die Linke nun für alte Probleme auf neue Strukturen und versprechen eine konsequente Verwaltungsdigitalisierung.
Dortmund ist seit vergangener Woche europäische Innovationshauptstadt. Mit seinem Konzept „Innovation next door“ setzte sich die Westfalen-Metropole gegen die Konkurrenz durch. Dabei geht es vor allem darum, Innovationen aus verschiedenen Bereichen zu verknüpfen.
Die Ampel-Koalition plant eine Revolution in der kommunalen Förderlandschaft. Geht es nach den Unterhändlern der drei Parteien, soll kein Stein auf dem anderen bleiben – vor allem im Bereich Digitalisierung und Mobilität. Für das Smart-City-Kompetenzzentrum gibt es erste konkrete Ideen.
Vergangene Woche wurde in Bamberg das Smart City Research Lab eröffnet. Angesiedelt ist es zwar an der Universität, doch dort sollen nicht nur Forschende arbeiten. Auch Bürger:innen und Studierende sollen im Lab Smart-City-Ideen entwickeln und ausprobieren können.
Viele Kommunen haben Probleme damit, das passende Fachpersonal zu finden. So ging es auch der hessischen Stadt Eschwege. Über den Hackathon Update Deutschland und den Ansatz der Open Social Innovation ist nun aber ein möglicher Ausweg auch für andere Kommunen gefunden: die Plattform „Lokalprojekte“. Der Andrang bei der neuen Initiative ist groß.
Wien gilt als einer der Digitalvorreiter unter Europas Städten, im Januar wird die Smart-City-Strategie zum dritten Mal aktualisiert. Der oberste Wiener Stadtplaner Thomas Madreiter erzählt im Interview, was das Update bringen soll, welche Vision für ein digitales Verkehrssystem er hat und warum Verwaltungen technikkritisch bleiben müssen.
Der Soziologe Dominik Piétron erklärt im Interview, warum eine öffentliche Mobility-as-a-Service-Plattform erhebliche Potenziale für die Verkehrswende hätte.
Die Behörden von Bund, Ländern und Kommunen sehen das Thema IT-Sicherheit als eine der größten Herausforderungen der Zukunft. Gleichzeitig erhoffen sie sich ein höheres Sicherheitsniveau durch die weitere Bündelung in IT-Dienstleistungszentren. Dieses Bild zeichnet eine morgen erscheinende Studie, die Tagesspiegel Background vorab vorliegt.
Datenplattformen von Städten und Regionen sollen bei Gaia-X andocken, seit Juni gibt es dafür eine Domäne bei der europäischen Cloud-Initiative. Für die Gruppe spricht Sascha Tegtmeyer, Chief Digital Officer des Hamburger Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung. Im Interview erzählt er, welche Chancen Gaia-X den Kommunen bietet und wo es noch hakt.
Mit einer App will Hamburg Radfahrenden anzeigen, mit welchem Tempo sie die nächste Ampel bei Grün erreichen. Ampelschaltungen sollen teilweise ans Fahrradtempo angepasst werden. Mit dem Projekt PrioBike-HH möchte die Stadt zudem für mehr Sicherheit sorgen.
Hamburg fördert die Umstellung auf Taxis mit Elektro-Antrieb mit bis zu 10.000 Euro. Die Taxibranche hofft, dass die Bundespolitik sich daran ein Beispiel nimmt. Sie pocht auf ihre Funktion als Daseinsvorsorge im digitalen Zeitalter.
Städte haben eine große Macht. Sie sind nicht nur der Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel, sondern können auch für digitale Souveränität in Europa sorgen. Das betonte die italienische Smart-City-Expertin Francesca Bria beim Forum Offene Stadt der Körber Stiftung.
London ist Vorreiter in Sachen Daten. Schon seit mehr als zehn Jahren gibt es in der britischen Metropole ein Open-Data-Portal, das nicht nur der Verwaltung, sondern auch der Zivilgesellschaft und Wirtschaft hilft. Nun plant die Stadt eine neue Plattform. Wie die aussehen soll und warum Städte um ihre Daten kämpfen müssen, verrät CDO Theo Blackwell.
Die kommunalen Hoch- und Tiefbauämter befinden sich im Umbruch. Von einem modernen Baustellenmanagement über optimierten Gießwasserverbrauch bis hin zur digitalen Modellierung von Mobilitätskonzepten: Die Anwendungsbereiche für digitale Technik sind riesig.
Der Bund schüttet seit Jahren Hunderte Millionen Euro in smarte Kommunen und Regionen. Doch ist das wirklich zielgerichtet und was muss sich unter einer neuen Bundesregierung ändern? Tagesspiegel Background hat die kommunalen Spitzenverbände befragt.
Worauf kommt es an, wenn ein Bundesland Smart Cities effektiv fördern will? Fatma Cetin vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation hat den Innovationswettbewerb Zukunftskommune in Baden-Württemberg evaluiert – und spricht mit Tagesspiegel Background über die wichtigsten Erkenntnisse.
Während oft davon geredet wird, dass Kommunen bei der Digitalisierung stärker zusammenarbeiten müssen, zeigen fünf Städte in Südwestfalen bereits, wie das klappen könnte. Sie haben beim Bund einen Förderantrag für ein Kooperationsprojekt eingereicht – und bearbeiten das Thema Smart City nun gemeinsam. Sogar eine Schule haben sie für ihre Region gegründet.
Seit Wochen und Monaten diskutieren die Bundesressorts über die künftige Nutzung der Cloud-Technologie in der Verwaltung. Am Freitag treffen sich nun Bund, Länder und Kommunen im IT-Planungsrat. Verabschiedet wird die Deutsche Verwaltungscloud-Strategie. Erstmals soll es damit bundesweite Standards geben – das Dokument liegt Tagesspiegel Background vor.
Kommunen sind in Deutschland zur Daseinsvorsorge verpflichtet. Doch die ist im stetigen Wandel – was vor einigen Jahren für Bürger:innen wichtig war, muss es heute lange nicht mehr sein. Dafür ergeben sich unter anderem durch die Digitalisierung neue Aufgabenfelder aber auch Potenziale für Kommunen. Eine neue Studie will Antworten geben.
Klimawandel, Digitalisierung, Pandemie: Kommunen und Regierungen stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Ein neuer Ansatz aus Finnland soll dabei helfen, die komplexen Probleme zu lösen. Die Initiative nennt sich Humble Government und kommt vom Think Tank Demos Helsinki. Was genau dahinter steckt, erklärt Senior Expert Kaisa Schmidt-Thomé im Interview.
Eine Mobilitätsapp für alles – das wünschen sich viele Kunden. Doch auch Jahre nach dem Start erster Projekte ist diese nicht in Sicht, trotz neuer gesetzlicher Vorgaben. Selbst Technologieriesen wie Google stoßen an Grenzen.
Stadtplanung, Verkehr oder die Verwaltung: Die Zukunft der Stadt wird mit Daten gemacht. Es reicht allerdings nicht, bloß Informationen anzuhäufen, sie müssen auch sinnvoll verknüpft werden. Die Königsdisziplin in dieser Hinsicht nennt sich digitaler Zwilling. Eine neue Studie soll Kommunen auf den Weg dorthin helfen.
Laut Informationen von Tagesspiegel Background wird im Bundesfinanzministerium seit Wochen an einem Vorschlag für eine neu aus dem Boden gestampfte Open-Source-Cloud für den öffentlichen Sektor gearbeitet. Sie soll als Gegengewicht dienen, falls – wie ebenfalls vom Finanzressort angestrebt – eine Microsoft-Cloud beschafft wird.
Mit Ideen für eine moderne Verwaltung beschäftigt sich der neue Transformations-Navigator der Hertie School und des Creative Bureaucracy Festivals. Doch anders als ähnliche Formate will der Navigator keine Umsetzungspläne vorgeben, sondern allgemeine Ideen sammeln. Konkrete Vorschläge soll die Verwaltung selbst liefern. Vorbild ist ein Ansatz aus Finnland.
Der Plan für einen App-Store für die Verwaltung existiert schon länger. Im Wahlkampf hat ihn CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet wieder aufgegriffen. Doch was steckt eigentlich hinter dem Konzept und ab wann kann man in der Praxis damit rechnen?
In den nächsten Monaten soll eine Infrastruktur für Bund, Ländern und Kommunen an den Start gehen, die es erlaubt, dass Nutzerdaten bei Online-Verwaltungsleistungen kreuz und quer durch die Bundesrepublik geschickt werden. Im Herbst geht der Regelbetrieb los. Der Projektverantwortliche Jörg Kremer erklärt im Interview, was der aktuelle Stand ist.
Kommunen berichten auf ihren Stadtportalen häufig nicht nur über ihre Verwaltungstätigkeiten, sondern auch über Veranstaltungen, Sport und Prominenz – ganz zum Missfallen der örtlichen Presse. Die sieht die Pressefreiheit bedroht und das Gebot der Staatsferne veletzt. Die Gerichte sind sich nicht ganz einig. Nun wird der BGH entscheiden müssen.