Zur Stromerzeugung, als Kraftstoff oder im Wärmemarkt: Biomethan ist breit nutzbar. Besonders konkurrenzfähig ist der Einsatz des Gases in Industrien, die hohe Temperaturen benötigen, rechnet eine Studie vor. In Deutschland ist das Potenzial nicht ausgeschöpft. Weil die Ressource knapp ist, sollte das Gas nur in ausgewählten Bereichen eingesetzt werden.
Das Umweltbundesamt bekommt eine neue Aufgabe: Es führt bald ein Register für Herkunftsnachweise, mit dem die EU und der Bund den Handel klimaschonender Gase und thermischer Energie unterstützen wollen. Dabei muss das UBA peinlich genau trennen – beispielsweise zwischen strombasierten Gasen und solchen fossiler Herkunft.
Im Vorfeld der Haushaltswoche kommen weitere Details zum Klima- und Transformationsfonds ans Licht. Für 2024 bleibt die Ampelkoalition bei den angekündigten Kürzungen. In den nächsten Jahren wird der Fonds voraussichtlich nicht ohne Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt auskommen – denn die Rücklage ist beinahe aufgebraucht.
Abfälle enthalten neben viel Kohlenstoff auch Wasserstoff. Forscher wollen diesen preiswert gewinnen. Eine geplante Großanlage, die als Blaupause dienen soll, bietet das gleiche Potenzial wie eine Elektrolyse mit angeschlossenem Offshore-Windpark.
Nach Gaskrise, Preisbremsen und LNG-Boom ist nun höchste Zeit für einen Ausstiegsplan, fordert der Fachbeirat Energieunabhängigkeit. Eine Expertenkommission solle einen realistischen, sozialverträglichen Pfad im Einklang mit den Klimazielen und eine Strategie für die Stilllegung von Gasnetzen entwickeln.
Klimaschutz durch effizientere Herde in Entwicklungsländern: Auf dieser Basis verkaufen Projektverantwortliche Millionen CO2-Zertifikate zum Ausgleich von Treibhausgasen. Doch die Emissionseinsparungen fallen deutlich geringer aus als angegeben, zeigt eine neue Studie. Die Autor:innen fordern neue Berechnungsgrundlagen für die Verteilaktionen.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bildet seine Regierung um und setzt noch stärker auf Atomkraft. Das geht auf Kosten des Ausbaus erneuerbarer Energien, wie ein neues Gesetzesvorhaben zeigt. Streit mit Brüssel und Berlin ist absehbar. In rechtskonservativen Kreisen werden indes deutsche und europäische Feindbilder geschürt.
Kernkraftwerke in Europa und den USA sind noch Jahre auf Uranbrennstoff aus Russland angewiesen. Wie schwierig die Entwöhnung ist, zeigt das emsländische Unternehmen ANF. Ausgerechnet mit russischer Hilfe will es Brennstäbe für osteuropäische Kraftwerke herstellen – zum Ärger des niedersächsischen Umweltministers.
Nach dem Scheitern des Mercosur-Abkommens versucht sich die EU erstmal an der Vertiefung der Handelsbeziehungen mit Chile. Der Vertrag ist bereits unterschrieben, jetzt steht die Ratifizierung an. Umstritten ist vor allem der Investitionsschutz, den das Abkommen beinhaltet. Kritik kommt von Grünen und Umweltinstitut.
2023 wurden so viele Wärmepumpen verkauft wie nie zuvor. In diesem Jahr rechnet die Branche mit einem gleichbleibenden oder sinkenden Absatz, wenn die Politik nicht Entlastungen beim Strompreis vornehme. Eine Studie des Ariadne-Forschungsprojekts zeigt, dass Wärmepumpen und Fernwärme langfristig kostengünstiger sind als das Heizen mit Gas.
Will die deutsche Industrie Wasserstoff aus dem Ausland beziehen, muss der Weitertransport von Häfen und anderen Knotenpunkten sichergestellt sein. Am kostengünstigsten gelänge das über das geplante Wasserstoff-Kernnetz, zeigt eine Studie der Fraunhofer-Einrichtung IEG. Kleinere Verbraucher müssten auf Züge und Schiffe setzen.
Die Koalitionsfraktionen bewerten den Haushaltsbeschluss von Donnerstag als Erfolg für den Klimaschutz, auch weil einige Programme doch noch gerettet wurden. Die Zivilgesellschaft ist anderer Meinung. Verbände und Energiewirtschaft fürchten um den Erfolg der Wärmewende. Alarmiert zeigen sich Wasserstoff- und Batterie-Startups.
Das Wirtschaftsministerium wertet derzeit das Konsultationsergebnis zu seiner Stromspeicherstrategie aus. Vieles im Entwurf hatten die einschlägigen Energieverbände herbeigesehnt. Aber an einigen Punkten sehen sie Gefahren für die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunft solcher Anlagen.
Die Bundesnetzagentur präsentiert die Eckpunkte einer umfassenden Neuaufstellung der deutschen Netzregulierung. Sie soll tauglich für die Dekarbonisierung werden – zum Beispiel mit verkürzter Regulierungsperiode und indem Kosten für das Gasnetz nach vorne gezogen werden.
Mit dem Öl- und Gasförderer Wintershall verkauft Deutschland auch sein technisches Know-How bei der CO2-Speicherung und den Zugriff auf die Gasfelder, warnen Politiker. Das Wirtschaftsministerium hingegen findet den Deal eher normal und wird ihn wohl durchwinken.
Bei hohen Emissionen und mangelnden Vorkehrungen droht europäischen Küstengebieten Schlimmes: Bis Ende des Jahrhunderts würde der Meeresspiegel ansteigen, Überschwemmungen verstärken und Schäden von Hunderten Milliarden Euro verursachen, zeigt eine neue Studie. Die zugrundeliegenden Annahmen sind allerdings sehr pessimistisch.
Die EU muss laut Kommission hunderte Megatonnen CO2 jährlich speichern – zum Großteil auch aus fossilen Kraftwerken. Das dürfte die deutsche Debatte um die Anwendungsbereiche für CCS befeuern. Anfang Februar stellt Brüssel seine Carbon Managment Strategie vor, wohl noch vor dem deutschen Wirtschaftsminister.
Der Dachverband der europäischen Gaswirtschaft sieht in den USA nicht nur fest eingeplante neue LNG-Kapazitäten in Gefahr, sondern auch bestehende Lieferzusagen. Denn in beiden Lagern der US-Politik wird die Kritik an den LNG-Exporten lauter. Zugleich verstärken auch Umweltschützer in Deutschland ihre Kampagne gegen Flüssigerdgas aus den USA.
Nur mit vielen Nachbesserungen kann die Europäische Union die Emissionen ausreichend senken, wie ein Report des EU-Klimabeirats darlegt. Dafür müssen die Mitgliedstaaten verabschiedete Gesetze rasch umsetzen und auf den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen hinarbeiten. Besondere Sorgen machen den Sachverständigen der Gebäudesektor und die Landwirtschaft.
Seit dem Wochenende ist klar: Das Klimageld lässt weiter auf sich warten. Doch welche Finanzierungsoptionen gibt es überhaupt, wenn die vorgesehenen Mittel aus der nationalen CO2-Bepreisung schon verplant sind? Ob es mit Einnahmen aus dem EU-Emissionshandel möglich ist, analysiert die Stiftung Umweltenergierecht in einer Studie.
Deutschlands wichtigste Energiequelle wächst bei weitem nicht genug. Die Branchenverbände drängen darauf, weitere Hemmnisse abzubauen. Kurzfristig hoffen sie vor allem auf die Umsetzung des Beschleunigungspaktes von Bund und Ländern.
Russland versucht, die besetzten ukrainischen Gebiete einzugliedern. Eine Schlüsselrolle dabei spielt die Energieinfrastruktur. Kraftwerke und Stromnetze der Ukraine ins russische Energiesystem zu integrieren, erweist sich jedoch als schwierig und wird für Südrussland zur Last.
Nachdem Christian Lindner angekündigt hatte, die Auszahlung des Klimageldes zu verschieben, reagieren die Koalitionspartner der FDP, Sozialverbände und Wissenschaftler mit Unverständnis. Einkommensschwache Haushalte müssten bei steigenden CO2-Preisen entlastet werden und bräuchten eine gezielte Förderung bei der Abkehr von fossilen Brennstoffen.
Unklare Bewertungskriterien, geringer Ehrgeiz und wenig Einbindung der Wissenschaft: Rechtsexpert:innen sehen einigen Verbesserungsbedarf beim EU-Klimagesetz. Zu klären ist nach ihrer neuen Analyse der Klimaschutz-Beitrag der einzelnen Mitgliedstaaten. Die Analyse fällt in eine Zeit, wo das Zieljahr 2040 zunehmend in den Fokus rückt.
Mehrere Experten haben sich gestern im Finanzausschuss für das Ende der Agrardieselsubvention ausgesprochen. Unter Klima-Gesichtspunkten sei eine Fortsetzung der Beihilfe nicht zu rechtfertigen. Die Bauern pausieren ihren Protest und warten ab, was der Haushaltsausschuss am Donnerstag entscheidet.
Das Kanzleramt, das Wirtschaftsministerium und das Finanzministerium ringen weiter um die Kraftwerksstrategie. Das BMWK bittet deshalb „noch etwas um Geduld“. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen offenbar immer noch die Kosten. Die zweijährige Verschiebung der Ausgabenplanung verursacht allerdings keine Unruhe.
Der gestiegene CO2-Preis macht Tanken und Heizen teurer. Forderungen nach einem Ausgleich für die Bürger erteilt der FDP-Finanzminister nun eine Absage. Ein Klimageld soll es vor der nächsten Wahl nicht geben. Die Grünen widersprechen sofort. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Zahlung sei ein „wichtiges Projekt der Ampel“.
Von der EU-Methanverordnung könnte der entscheidende Impuls für eine Modernisierung und sogar Neuordnung der US-amerikanischen Gasbranche ausgehen. Der Wahlkampf und wachsender Widerstand gegen immer neue LNG-Exportprojekte in den USA kommen hinzu.
Die deutlichen Einschnitte beim Klimaschutz im Haushaltsplan für 2024 stoßen auf Kritik seitens der Industrieverbände und Umweltorganisationen. Änderungen an der bestehenden Bereinigungsvorlage sind weiterhin möglich, worauf viele Interessenvertreter hoffen.
Während die Bauern – zumindest kurzzeitig – halb Deutschland blockieren dürfen, fühlen sich Organisatoren vergleichbarer Aktionen ungerecht behandelt. Klimaaktivisten würden rechtlich schlechter gestellt, lautet der Vorwurf. Tatsächlich gibt es in der Praxis Unterschiede. Aber der Einzelfall entscheidet.
Seit dem Spätherbst haben sich die Erdgaspreise in Europa halbiert. Zahlreiche Faktoren stehen in einer günstigen Konstellation. Unter anderem ist der Verbrauch in Europa weiterhin deutlich gedämpft. Langfristig heißt das allerdings wenig. LNG setzt den Preis – und der ist potenziell volatil.
Eine Vorkonsultation zum geplanten Wasserstoff-Kernnetz ist auf reges Interesse gestoßen. Bei der Elektrolyse, den Speichern, der Anbindung an Verteilnetze und bei der Finanzierung sehen Branchenverbände noch Lücken im Konzept der Fernleitungsbetreiber.
Die spürbaren Kürzungen im Klima- und Transformationsfonds sollen nun in die Tat umgesetzt werden. Die Bereinigungsvorlage des Finanzministeriums enthält zahlreiche Konkretisierungen. So verschiebt sich der Mittelbedarf für die Kraftwerksstrategie um zwei Jahre. Kommunen bekommen weiterhin die Aufstellung der Wärmeplanung finanziert.
Die Carbon Management Strategie des grünen Wirtschaftsministers ist überfällig. Was drinstehen sollte, haben nach der Grünen-Fraktion nun auch diverse Verbände gemeinsam skizziert.
Noch gibt es kaum synthetische Kraftstoffe, um die Emissionen im Seeverkehr zu senken. Forscher haben nun die globale Versorgung des Sektors mit grünem Ammoniak skizziert. Das Ergebnis: Wenige strategische Häfen mit dem Energieträger zu beliefern, könnte den Klimaschutz schnell vorantreiben. Europa müsste auf den Nordwesten Afrikas setzen.
Der allgemeine Jubel über die möglichen Milliardenerlöse des Bundes aus den Offshore-Windauktionen war wohl voreilig. Die Offshore-Stiftung warnt vor steigenden Strompreisen, Projektabbrüchen und einem Verfehlen der Ausbauziele.
Das verspätete Änderungsgesetz für den eiligen Photovoltaik-Ausbau wird das wichtigste Solarregelwerk des neuen Jahres. In der Zwischenzeit sind die Ansprüche gestiegen. Was Branchenverbände vom Solarpaket 1 noch in diesem Monat erwarten und was das Solarpaket 2 bringen könnte.
Milliardensubventionen für die Landwirtschaft verschärfen Klimakrise und Artensterben, meint Greenpeace und hat das mit einer neuen Studie untermauert. Gleichzeitig zeigt die Untersuchung neue Spielräume für den besseren Einsatz öffentlicher Mittel auf.
Innovation statt Verbote, Technologie statt Ideologie – so will das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht Energie- und Klimapolitik für Deutschland machen. Mittel für Klimaschutz sollen zwar dort eingesetzt werden, wo sie einen starken Effekt haben, die vom BSW vorgeschlagenen Alternativen sind aber besonders teuer.
Seit über 70 Jahren besteht die Steuerentlastung bei Agrardiesel für landwirtschaftliche Betriebe. Diese soll nun nach und nach abgeschafft werden – das Gesetz hat das Kabinett gestern im Eilverfahren beschlossen. Der Meeresschutz und die umweltfreundliche Fischerei leiden dabei unter finanziellen Kürzungen.
Stromnetzbetreiber dürfen künftig den Strombezug von Wärmepumpen und Wallboxen drosseln, sollte es zu Netzengpässen kommen. Die neuen Regeln gelten für alle steuerbaren Verbrauchseinrichtungen, die dieses Jahr in Betrieb gehen. Bis sie angewendet werden können, muss aber noch viel Technik installiert werden.
Eine 20 Milliarden Dollar schwere Partnerschaft soll Indonesien beim Kohleausstieg helfen. Auch Deutschland hat Gelder zugesagt. Nun warnt die Internationale Energieagentur, dass neue fossile Kraftwerke in dem Inselstaat entstehen könnten. Der Grund: eine rasche Industrialisierung beim Nickelabbau. Und das ist nicht das einzige Problem.
200.000 Euro Startkapital sollten Bürgerwindprojekte aus einem staatlichen Fonds erhalten, der aber kaum genutzt wird. Im Zuge der Haushaltsverhandlungen hat das BMWK einen Antragsstopp verfügt und will die Förderrichtlinie verbessern. Das Bündnis Bürgerenergie drängt auf eine Neuauflage und eine bundesweite Bürgerbeteiligungs-Pflicht.
Die Politik verspricht den Hochwasser-Betroffenen Unterstützung. Während die SPD ein erneutes Aussetzen der Schuldenbremse ins Spiel bringt, schlägt ein grüner Abgeordneter einen Katastrophenfonds vor. Fachleute können dem Vorstoß einiges abgewinnen, fordern jedoch zuerst mehr Geld für die Anpassung an den Klimawandel. Denkbar wären auch Versicherungen.
Die Bundesregierung will klimaschädliche Subventionen im Agrarbereich weniger stark abbauen als geplant. Gegenfinanziert wird die entstehende Lücke auch durch eine breitere Nutzung von Einnahmen aus der Offshore-Wind-Ausschreibung von 2023. Derweil beschneidet die vorläufige Haushaltsführung die KTF-Programme signifikant.
Union und FDP haben die neueste Welle deutscher Diskussionen über die Zukunft der Kernkraft losgetreten. Der scheidende oberste Sicherheitswächter über die nukleare Entsorgung, Wolfram König, warnt vor Gefahren, die damit einhergehen. Der BASE-Chef hofft auf die Demokratie.
Seit dem Beginn des Öl-Embargos gegen Russland konnte die PCK-Raffinerie in Schwedt ihre Versorgung mit Öl stabilisieren. Künftig soll das Verarbeitungswerk mehr Brennstoff aus Zentralasien beziehen. Von der künftigen Eigentümerstruktur der Raffinerie könnte die weitere Belieferung mit dem Energieträger abhängen.
Auch Sektorbehörden des Bundes und der Länder sollen über die Widerstandsfähigkeit kritischer Energieanlagen wachen. Betreiber entsprechender Infrastrukturen werden zu regelmäßigen Maßnahmen zur Steigerung der Resilienz verpflichtet. Das sieht der überarbeitete Entwurf des Kritis-Dachgesetzes vor, den das Innenministerium im Dezember veröffentlicht hat.
FDP-Fraktionschef Christian Dürr und Simon Müller von Agora Energiewende wollen beide ein klimaneutrales Deutschland. Doch über den Weg bei der Transformation zeigen sie sich im Streitgespräch völlig uneins. Deutlich wird das nicht nur bei der Frage nach dem Umgang mit den Gasnetzen.
Jahrelang schleppte sich der Ausbau des Stromübertragungsnetzes trotz höchster Dringlichkeit im Schneckentempo dahin. Jetzt sieht die Bundesnetzagentur Anzeichen dafür, dass das Tempo anzieht – zumindest das der Genehmigungsverfahren. Tatsächlich mehren sich auch die Fortschrittsmeldungen der Netzbetreiber.
Die belgische Ratspräsidentschaft könnte die Debatte über das neue EU-Klimaziel für 2040 vorantreiben. In die Amtszeit fallen auch die Europawahlen: Die Umfragen sagen Zugewinne für rechte Parteien voraus und damit keinen Rückenwind für eine ambitionierte Gesetzgebung. Ob es ein Unterziel für die CO2-Entnahme geben soll, könnte im Februar klar werden.
Die Ukraine hat den Schutz ihres Energiesystems gegen russische Angriffe verstärkt. Bevor der Sektor aber auf lange Sicht bedrohungsresistent und zugleich klimafreundlicher werden kann, braucht er eine grundlegende Reform, mahnen Experten. Erst dann kämen genug ausländische Investitionen ins Land.
Brennstoff für Öl- und Gasheizungen sowie Sprit fürs Auto werden mit dem steigenden CO2-Preis teurer. Eigentlich wollte die Ampel-Regierung Bürgerinnen und Bürger durch ein Klimageld entlasten. Ökonomen drängen dazu, es rasch einzuführen. Doch ob ausreichend Mittel verfügbar sind, wird bezweifelt.
Die Bundesregierung hat den Förderstart für den Austausch alter Heizungen ausgerufen. Doch der Branchenverband BDH rechnet nicht mit einem Ansturm. Viele Hauseigentümer haben sich im vergangenen Jahr noch Erdgasheizungen angeschafft.
Nach 2050 will die Europäische Union negative Emissionen erzielen. Technologien zur CO2-Abscheidung und -Speicherung spielen auf dem Weg dahin eine prominente Rolle, zeigen unterschiedliche Szenarien. Langfristig dürfte es darum gehen, Kohlenstoffsenken zu vergüten und nicht nur den CO2-Ausstoß zu bepreisen.
Fernwärmekunden sind an Langfristverträge mit kaum nachvollziehbaren Preisanpassungsklauseln gebunden. Wegen der vielen Klagen deswegen und vor dem Hintergrund der Wärmewende fordert die Verbraucherzentrale eine Preisgestaltung wie bei Strom und Gas. Anbieterwechsel sind aber schwierig.
Netzbetreiber und Stromkunden in Regionen mit hohem Erneuerbaren-Zubau können mit stärkeren Entlastungen rechnen als gedacht. Hintergrund sind neue Berechnungen der Bundesnetzagentur für eine vorgeschlagene Kostenwälzung bei Netzentgelten. Die zur Gegenfinanzierung geplante Umlage auf alle Stromverbraucher würde sich verdoppeln.
Klimaschutz ja, aber nicht hinter meinem Haus: So äußern sich immer öfter auch Gegner:innen neuer Bahnstrecken. Bei der geplanten Trasse zwischen Hannover und Bielefeld argumentieren beide Seiten mit Emissionen – basierend auf teils wackeligen Berechnungen.
Die anhaltenden Attacken von Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer haben bereits viele Reedereien veranlasst, ihre Frachter umzulenken. Die Öl-Preise steigen angesichts des Risikos eines kompletten Durchfahrtsstopps durch den Suez-Kanal seit einigen Tagen zwar etwas an, eine Versorgungskrise bleibt aber unwahrscheinlich.
Bei der Anpassung des Stromverbrauchs an die volatile Erzeugung bleibt die EU weit unter ihren Möglichkeiten. Das bemängelt die Regulierer-Agentur ACER in einem neuen Bericht. Die Energieminister haben auf ihrem jüngsten Treffen beteuert, sie wollten die Versäumnisse beheben.
Kritische Infrastrukturen sind zunehmend gefährdet – jetzt will die EU deren IT-Sicherheit verbessern. Ein „Netzkodex“ soll unter anderem grenzübergreifende Stromflüsse schützen. Das geplante Regelwerk soll schnellen Informationsaustausch ermöglichen, doch die Energiebranche befürchtet größere Berichtspflichten.
Die EU will mit dem zwölften Sanktionspaket unter anderem den Ölpreisdeckel besser gegen eine Umgehung schützen. Ob die neuen Maßnahmen gegen Russland wirken, hängt laut Experten vor allem davon ab, ob Behörden konsequent Compliance-Nachweise einfordern. Das Problem mit der russischen Schattenflotte lösen die neuen Sanktionen aber nicht.
Erneut macht ein nicht-öffentlicher Referentenentwurf aus dem BMEL die Runde: An einigen Stellen hat das Ministerium seinen Text für ein neues Bundeswaldgesetz abgeschwächt. Während Umweltschützer von einem „butterweichen“, dem Klimaschutz nicht angemessenen Gesetz sprechen, bleiben die Eigentümerverbände auf den Barrikaden.
Ärmere Länder brauchen jährlich gewaltige Summen für die Energiewende und die Klimaanpassung. Wie sich die Finanzierung sicherstellen lässt, blieb nach der zurückliegenden Klimakonferenz weitgehend offen. Bei den kommenden Verhandlungen dürften laut Expert:innen deshalb vor allem Geldfragen im Vordergrund stehen.
Die EU-Staaten müssen mehr Tempo beim Klimaschutz machen. Das zeigt eine Auswertung der nationalen Klimapläne, die die EU-Kommission zum Treffen der EU-Energieminister serviert. Auf dem Treffen wollen die Minister auch Notfallverordnungen aus dem vergangenen Winter verlängern, mit denen die EU ihre Energieversorgung sichern will. Doch daran gibt es Kritik.
In seiner lange erwarteten Stromspeicherstrategie legt das Wirtschaftsministerium dar, wie Speicher zahlreicher und tiefer ins Energiesystem integriert werden sollen. Einen eigenständigen Rechtsstatus für solche Anlagen will es den Betreibern aber nicht zubilligen.