Eurasische Bahntransporte machen dem klassischen Seeweg Konkurrenz. Pasta, Wein und Luxusautos werden immer häufiger über die Schiene statt über den Seeweg nach China gebracht. Aus guten Gründen: Der Weg über die „eiserne Seidenstraße“ ist schneller, umweltfreundlicher und verlässlicher.
Klimaschutz, 365-Euro-Ticket und Bahnstrecken: In den Landtagswahlkämpfen wird vor dem Finale am Sonntag über die Verkehrspolitik gestritten – ein Blick nach Brandenburg, wo die Distanzen groß und die Budgets klein sind.
Der Autohandel kämpft mit sinkenden Verkaufszahlen, gerade junge Menschen verzichten immer häufiger auf einen eigenen Pkw. Das könnte auch daran liegen, dass der Autokauf nach wie vor kompliziert sind. Start-ups entwickeln neue Modelle und Online-Plattformen – vom Leasing bis zum Abo.
Ein Leitfaden der Agora Verkehrswende und der Kommunalverbände soll helfen, das E-Tretroller-Chaos in den Städten zu ordnen. Neben Tabuzonen und eigenen Parkplätzen soll das Angebot besser mit dem ÖPNV verknüpft werden.
Zwei Jahre nach der Übernahme durch PSA macht Opel ordentliche Gewinne. Das Unternehmen ist kurz davor, die Renditeziele für 2026 zu erfüllen. Doch PSA-Produktionschef Yann Vincent fordert eine weitere Senkung der Personalkosten.
Die Politik hat Mühe, mit dem Tempo digitaler Innovationen mitzuhalten. Reallabore sollen helfen, Neues zu testen und die Ergebnisse in Gesetze zu gießen. Das Wirtschaftsministerium sucht nach Ideen – gerade für den Verkehr.
Bei der Entwicklung von Flugtaxis ist Deutschland vorne mit dabei. Tatsächlich im Alltag abheben werden die Senkrechtstarter aber anderswo schneller – in China etwa noch 2019. Die FDP kritisiert das als „Armutszeugnis“ der Bundesregierung.
„Am Ziel angekommen.“ Solche Informationen senden technisch aufgerüstete Güterwaggons von DB Cargo künftig selbstständig an die Zentrale. Sensoren und Telematik sollen helfen, mehr Waren für den Transport auf die Schiene zu verlagern.
Die Wasserstoff-Welle rollt. Lkw, Schiffe, Flugzeuge – im Verkehr ruhen die Klimaschutz-Hoffnungen auf dem grünen Gas. Die Politik muss jetzt aber in die Puschen kommen, fordert der Energieverband BDEW.
Zwei Monate nach der Ankündigung startet Free Now seinen Mietwagenservice. Die Daimler- und BMW-Tochter reagiert damit auf den Druck auf dem Fahrdienstmarkt und bringt sich in der Diskussion um die PBefG-Reform in Stellung.
Der Verkehr belastet die Allgemeinheit mit Folgekosten von 149 Milliarden Euro im Jahr. Von den externen Kosten etwa durch Unfälle, Lärm und Luftverschmutzung entfallen fast 95 Prozent auf die Straße, hat die Allianz pro Schiene errechnen lassen.
Falls Fluglinien künftig mehr in den europäischen Emissionshandel einzahlen, könnte die EU mehr Geld für den Klimaschutz verteilen. Das Klima-Dilemma des Luftverkehrs würde das aber auch nicht lösen. Die Lufthansa warnt vor weiteren Wettbewerbsverzerrungen.
Nächsten Monat feiert das Ridepooling-Angebot der BVG seinen ersten Geburtstag. Die Berliner Verkehrsbetriebe werten das Gemeinschaftsprojekt mit dem Start-up Via und Mercedes als Erfolg – lassen sich allerdings nicht genau in die Karten schauen.
Während die G7-Staaten am letzten Gipfeltag heute über die Klimapolitik und über ein Tempolimit für Schiffe streiten, laufen in Brüssel die Vorbereitungen für die Amtszeit von Ursula von der Leyen. Fliegen könnte ab 2021 teurer werden, zudem sollen eine Million Ladesäulen für E-Autos gebaut werden.
Die 100-Tage-Schonfrist für Daimler-Chef Ola Källenius läuft in dieser Woche ab. Die EU macht Druck mit sinkenden Grenzwerten für den CO2-Ausstoß. Bis 2025 will Daimler jeden vierten Neuwagen mit Elektroantrieb verkaufen.
Um E-Tretroller-Verleiher in der Stadt besser zu kontrollieren, holt sich die Hamburger Verkehrsbehörde Hilfe bei einem Tech-Start-up. Eine Software soll helfen, die Informationen der Anbieter für die Verkehrsplanung zu nutzen.
Mit einem Strukturstärkungsgesetz will die Bundesregierung bis 2038 Milliarden Euro in die Braunkohleregionen pumpen. Ein Teil davon entfällt auf Verkehrsprojekte. Doch nicht alles ist zusätzliches Geld.
Die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Fahrradfahrer hat im ersten Halbjahr einen neuen Höchststand erreicht. Experten schlagen Alarm – sie fordern einen schnelleren Ausbau der Infrastruktur.
Wasserstoff soll eine wichtige Säule der Energie- und Klimapolitik der Bundesregierung werden. Bis Ende des Jahres will Kanzlerin Angela Merkel eine entsprechende Strategie vorlegen. Was ist davon zu erwarten? Ein Überblick.
Fast im Wortlaut genau übernimmt die Bundesregierung die Wünsche der Luftverkehrswirtschaft beim Klimaschutz. Auch sonst war die erste nationale Luftfahrtkonferenz in Leipzig der gewollte „Schulterschluss“ zwischen Politik und Wirtschaft.
Die Deutsche Bahn investiert in Berlin-Rummelsburg bis 2023 rund 260 Millionen Euro – unter anderem verlängert sie ihre Werkhalle, in der die ICE-Hochgeschwindigkeitszüge gewartet und repariert werden, um 200 auf dann 410 Meter.
Der Nabu hat 89 Kreuzfahrtschiffe einem Klimatest unterzogen. Zwar gibt es einige wenige Verbesserungen, doch der Großteil der schwimmenden Hotels wird kaum sauberer. Ein Grund seien fehlende gesetzliche Vorgaben, kritisiert der Umweltverband.
Am Tag der Luftfahrt-Klimakonferenz mit Kanzlerin Merkel heute in Leipzig fordert die Luftfahrt-Initiative Aireg die Einführung von gesetzlichen Quoten für den Einsatz von Öko-Kerosin – nach dem Vorbild Skandinaviens.
E-Autos können als mobile Speicher ans Haus oder ins Stromnetz integriert werden. Der Automobilverband hält die Funktion für sinnvoll, für den Durchbruch in den Massenmarkt bedürfe es aber unter anderem noch einiger Regulatorik.
Das Innovationslabor von Audi in Berlin entwickelt für den gesamten VW-Konzern eine Software, mit der ab 2020 Flottenmanager von Unternehmen beraten werden sollen. Prognose: Jedes dritte Fahrzeug wird dann ein E-Auto sein.
Die Klagen wegen Abgasmanipulationen bei VW vor dem Berliner Kammergericht laufen auf Vergleiche hinaus. Der Autobauer ist in einer schwierigen Position. Die Richter haben massive Zweifel an den Argumenten der Wolfsburger.
Einen eigenen Pkw zu besitzen, ist den meisten Deutschen immer noch wichtig – auch jüngeren Menschen. Carsharing wird selbst in Großstädten wenig genutzt. Das Teilen von Privatwagen stößt auf Skepsis. Das hat eine Forsa-Umfrage für die FDP ergeben.
Lange hat die Lufthansa kaum auf die Klimaschutz-Debatte reagiert. Nun startet die Fluglinie eine eigene Plattform für die CO2-Kompensation, mit der Passagiere den Einsatz neuer Klima-Kraftstoffe mitbezahlen können.
Die FDP-Fraktion im Bundestag wollte wissen, wie weit die Digitalisierung der Straße vorangeschritten ist. Antwort der Bundesregierung: noch nicht besonders weit, aber das ist auch kein Problem.
Der Flugzeugbauer Dornier war einst der Stolz der deutschen Luftfahrt. Ein US-Konzern will bei Leipzig nun wieder Flugzeuge mit diesem Namen bauen. Es ist nicht der erste Versuch, die Traditionsmarke wiederzubeleben.
Erst verabschiedeten sich die deutschen Fluglinien und Airports von ihrer Ablehnung der Luftverkehrsteuer. Nun legt der Branchenverband BDL im Ringen um die Lufthoheit in der Klima-Frage noch einmal nach und zeigt mit dem Finger auf die Bahn.
Air Berlin, Germania und BER – aus der Hauptstadtregion kommen zuverlässig Hiobsbotschaften für die Luftfahrt. Ganz anders in der Industrie: Berlin und Brandenburg sind im Flugzeugbau definitiv besser als beim Flughafenbau. Nun hofft die Politik auf die Entwicklung von Hybrid- und Elektroantrieben.
Der Personalvorstand der Deutschen Bahn, Martin Seiler, zieht im Background-Interview eine Zwischenbilanz der Joboffensive. Demnach ist der Staatskonzern trotz seiner Krisen als Arbeitgeber gefragt. Bis Ende Juli wurden 18.000 Zusagen für Neueinstellungen gegeben.
Verkehrsminister Andreas Scheuer will durch neue Regeln die Straßenverkehrsordnung modernisieren. Auf der anderen Seite plant er härtere Strafen für Autofahrer, die sich rücksichtslos verhalten. Die Reaktionen sind durchwachsen.
Private Autokäufer zeigen deutlich weniger Interesse an Neuwagen und Diesel-Fahrzeugen. Und von alternativen Antrieben sind sie noch nicht überzeugt, zeigt eine Umfrage der Tankstellenkette Aral.
Politiker wie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) reden derzeit gern über eine Mehrwertsteuersenkung für den Bahn-Fernverkehr. Dabei wäre eine Senkung der Trassenpreise wirksamer und würde zusätzlich den Wettbewerb auf der Schiene fördern.
Die NASA und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt arbeiten bereits am Öko-Kerosin. Nun entdecken auch Politiker Wasserstoff als Weg zum klimafreundlichen Fliegen. Während die nötigen Technologien fast serienreif sind, hakt es an den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Per Gesetz wollen die Grünen und der Fahrgastverband Pro Schiene die Bahn dazu zwingen, auch Tickets der Wettbewerber zu verkaufen. Das dürfte sich schwer durchsetzen lassen. Eine schnelle Lösung wird es wohl nicht geben.
Mit der Beteiligung an dem Schweizer Start-up Teralytics will die Deutsche Bahn umfangreiche Echtzeitdaten zu Verkehrsströmen bekommen, um ihre Angebote und Auslastung besser steuern zu können. Teralytics will weltweit aktiv werden.
Airlines waren im letzten Sommer die neue Bahn – was die Verspätungen anging. Nun wird es besser. Die Flugsicherung lobt sich selbst und die Fluglinien. Am Boden aber bleibt es chaotisch.
Wird es die letzte IAA ihrer Art? Die Automesse war mal die wichtigste Leistungsschau der Branche. Doch in diesem Jahr kommen deutlich weniger Hersteller und umso mehr Klima-Aktivisten. Die Plattform nutzen also ausgerechnet die Gegner der Autoindustrie für ihre eigenen Kampagnen.
Die Kanzlerin ist zurück in Berlin und der Koalitionsausschuss tagt am Sonntag bereits wieder. Bis September soll über den Klimaschutz entschieden werden. Ein Überblick zum Start in die neue Woche.
Background-Berechnungen zeigen: Je höher das durchschnittliche Haushaltseinkommen in einem Bundesland, desto mehr E-Autos fahren dort. Kein eindeutiges Bild ergibt sich für die Abhängigkeit der Elektromobilität vom Ausbau der Ladeinfrastruktur.
Erstmals die Marke von 30 Millionen Passagieren knacken – das streben die Kreuzfahrt-Konzerne dieses Jahr an. Während das lukrative Geschäftsmodell krisenfest scheint, steigt der politische Druck auf die steuersparenden Umweltverschmutzer.
Brüssel erlaubt den EU-Mitgliedstaaten, Onboard-Wiegesysteme für Lkw vorzuschreiben. Damit könnten Kontrolleure während der Fahrt Gesamtgewicht und Achslast prüfen. Noch ist aber unklar, ob das Bundesverkehrsministerium diese Möglichkeit nutzen wird.
Es ist die politischste Bahnstrecke Europas und eines der größten EU-Infrastrukturprojekte: An der 26 Milliarden Euro teuren Verbindung zwischen Frankreich und Italien könnte die Regierung in Rom zerbrechen.
Auf der IAA wird Volkswagen sein neues, weltweit eingesetztes Logo präsentieren. Es soll nicht nur den Wechsel zur E-Mobilität visualisieren, sondern auch die neue Unternehmenskultur.
Illegale Abschalteinrichtungen gibt es auch bei den Software-Updates, mit denen Volkswagen manipulierte Diesel-Fahrzeuge sauber machen wollte, urteilt das Landgericht Düsseldorf.
Die Autoindustrie müsse mit besseren E-Auto-Modellen überzeugen, sagt Georg Nüßlein, stellvertretender Unionsfraktionschef, im Interview. Das Smartphone habe auch den Platzhirschen Nokia verdrängt – ohne steuerliche Zuschüsse.
Weg von der autogerechten Stadt – das wünschen sich viele. Wie das aussehen könnte, zeigt sich in der Seestadt Aspern bei Wien, einem der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas.
Um den Verkehr zu reduzieren, könnten Paketdienste ihre Sendungen bündeln. Einer Studie des BIEK-Verbands zufolge bringt die Idee aber nicht viel – was die Konkurrenz anders sieht.
Jenseits von Hapag-Lloyd und Hamburg wird die maritime Wirtschaft von mittelständischen Reedereien geprägt. Für Klimaschutz fehlt ihnen das Kapital. „Dringend erforderliche Investitionen“ werden verschleppt, warnt eine neue Studie.
Vor drei Monaten ist die erste deutsche Elektro-Autobahn ans Netz gegangen. Hybrid-Lastwagen mit Stromabnehmer sollen bei voller Fahrt Energie für die Batterien laden, um ökologischer als bisher Fracht zu transportieren. Das Ergebnis des Pilotprojekts ist offen.
Die Datenübermittlung an den Mutterkonzern des Leihradanbieters ist rechtlich nicht zu beanstanden. Doch es gibt nach wie vor Bedenken um den Schutz der Daten.
Lufthansa, Condor, Tuifly und die Flughäfen geben ihren jahrelangen Widerstand gegen den „nationalen Alleingang“ Luftverkehrsteuer auf. Nun sollen die Milliarden ins Klima-Kerosin fließen – ein Signal an die Energiebranche.
Knapp 1,4 Millionen Jobs hängen bundesweit an der See- und Binnenschifffahrt, wie eine Studie ermittelt hat. Ausgerechnet Süddeutschland profitiert am meisten von den Häfen. Die Hintergründe.
Ein Exportriese, der sich kaum am Schutz der Seewege beteiligen kann: Die Krise vor der Küste Irans lenkt die Aufmerksamkeit auf die Kluft zwischen wirtschaftlichem Anspruch Deutschlands und maritimer Wirklichkeit.
Die Umstellung vom Verbrenner auf E-Antriebe setzt Zulieferer und Hersteller in Baden-Württemberg massiv unter Druck. Tausende Jobs sind bedroht, neue Geschäftsfelder entstehen.
Ohne Wasserstoff ist die Dekarbonisierung kaum machbar. Ein Konsortium setzt auf das Binden von Wasserstoff in Flüssigkeit, um den Energieträger zu transportieren und zu speichern.
Der Transport von Gewebeproben oder Blut per Drohne kann bei Operationen kostbare Zeit sparen. Doch für ihren Betrieb sind Metropolregionen mit den dicht genutzten Lufträumen und Verkehrsknotenpunkten eine besondere Herausforderung.
Der vom Kabinett gebilligte Gesetzesentwurf sieht unter anderen eine Steuerabschreibung für E-Lieferfahrzeuge vor. Die Logistiker begrüßen das – die Hersteller müssten aber mehr Modelle liefern.
Die Europäer wollen an den Amerikanern vorbeiziehen: Airbus könnte dieses Jahr zum ersten Mal seit 2011 mehr Flugzeuge als Boeing ausliefern. Doch es gibt politische Risiken.
Mobilität liegt im Trend. Auch bei Investoren. In den vergangenen zwei Jahren waren viele etablierte Unternehmen auf Shoppingtour und haben sich digitales Know-how eingekauft.
Die Kanzlerin und ihr Kabinett fliegen viel und das oft mit eigenen Maschinen. Die genaue CO2-Bilanz liegt Tagesspiegel Background vor. Grüne und FDP fordern ein Umdenken.
Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will heute die Vergünstigungen für Elektro-Dienstwagen verlängern. Die Opposition pocht dagegen auf mehr Technologieoffenheit.
Das Projekt „Heat“ will 2021 in Hamburg einen fahrerlosen Bus auf die Straße schicken, das erste Fahrzeug wird heute vorgestellt. Doch der Zeitplan für das ambitionierte Vorhaben wackelt.