Der Bund hat den Kassenärztlichen Vereinigungen offenbar Hunderttausende schadhafter Atemschutzmasken geliefert. Wie viele davon in Arztpraxen landeten, weiß keiner so genau. Seither wurden die Kontrollen aber deutlich verschärft. Und inzwischen hat sich die Versorgungslage auch entspannt.
Der Großteil der bisher 8.000 an Covid-19 Verstorbenen in Deutschland litt an Vorerkrankungen. Doch eine systematische Erfassung dieser Daten fehlt, beklagen Epidemiologen. Baden-Württemberg hat die umfangreichsten Daten zu bieten: Sie deuten an, dass fast alle Toten vorerkrankt waren.
Bei der Digitalisierung kommen die Bedürfnisse der Patienten zu kurz, finden die Grünen. Sie fordern mehr Mitspracherechte und stärkere Orientierung an den Zielgruppen, die von elektronischer Patientenakte und eRezept besonders profitieren könnten: chronisch erkrankte, alte und pflegebedürftige Menschen.
Zentraler Wettbewerbsfaktor, Motor für wirtschaftliches Wachstum und Grundlage von Innovationen sind Forschungsdaten. In einem Referentenentwurf aus dem Gesundheitsministerium finden sich jetzt Regelungen zum Umgang damit. Zum gleichen Thema wurde auch beim BDI diskutiert.
Der Pharma-Riese Sanofi provoziert die Welt und deutete an, dass ein möglicher Corona-Impfstoff zuerst in den USA zur Verfügung steht. Während der Konzern nun von „einem Missverständnis“ spricht, ist die Botschaft angekommen: Die Pharmaindustrie will auch aus Europa mehr Förderung.
Im letzten Serienteil über die Corona-Ausbreitung geht es um das zögerliche Handeln der westlichen Länder. Vor allem die USA haben zu viel Zeit vergehen lassen, um die schnelle und immense Ausbreitung von SARS-CoV-2 verhindern zu können. Doch das Funktionieren der internationale Zusammenarbeit bedeutet einen Hoffnungsschimmer.
In Neustrelitz testet das Biotech-Unternehmen Centogene Gymnasiasten auf SARS-CoV-2. Gespräche mit weiteren Bundesländern laufen. Centogene-Chef Rolfs ist überzeugt, dass nach den Sommerferien deutschlandweit getestet werden könnte – wenn andere Labore mitzögen. Deren Verband winkt ab.
Nicht genug damit, dass die gesetzlichen Krankenkassen jetzt in ein Milliarden-Minus zu rutschen drohen. Die Coronakrise könnte zusätzlich auch ihren mühsam austarierten Finanzausgleich bis 2022 durcheinander wirbeln. Sorgen machen müssen sich vor allem kleinere Kassen und Versicherer in Bundesländern mit besonders vielen Corona-Fällen.
Während über Coronapartys kaum noch gesprochen wird, bestimmen zuletzt immer häufiger andere Veranstaltungen mit zu vielen Menschen auf zu wenig Raum die Diskussion: Demonstrationen gegen die Coronaregeln. Unsere Umfrage zeigt: Eine Spaltung der Gesellschaft halten die Bürger für nicht unwahrscheinlich.
Der dritte Teil unserer Serie erzählt, wie beim Kampf gegen Corona in China die staatliche Kontrolle praktisch ausgehebelt und weltweit parallel an dem neuartigen Virus geforscht wurde. Und wie die WHO zu ihrem Lob kam, China habe sein Wissen „transparent mit der globalen Gesundheitsgemeinschaft geteilt“.
Die Arbeitsbelastung der meisten Klinikärzte ist in der Coronakrise gesunken. Das ist das Ergebnis einer Umfrage durch den Marburger Bund. In der Intensivmedizin zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Und eine Mehrheit der Mediziner sieht nach wie vor die Gefahr einer Systemüberforderung.
Die ganze Welt leidet mittlerweile unter SARS-CoV-2. Hätte China schneller reagieren und so die Pandemie aufhalten können? Im zweiten Teil unserer Serie geht es um die Versuche der chinesischen Regierung, den Ausbruch der Epidemie zu vertuschen und den Wettlauf um die Entschlüsselung des neuartigen Coronavirus.
Die neue Obergrenzenregelung für SARS-CoV-2-Neuinfektionen verdeutlicht die große Bedeutung der Gesundheitsämter. Deren IT-Modernisierung wurde lange verschleppt. Jetzt ist aufholen geboten, sonst wird das nichts mit Track and Trace.
Ende 2019 nahm in China die Corona-Pandemie ihren Ausgang: In einer vierteiligen Serie rekonstruieren wir den Ausgang einer der schlimmsten Weltkrisen seit dem 2. Weltkrieg. Im ersten Teil geht es um die Entdeckung des neuartigen Virus durch chinesische Wissenschaftler und die internationale Skepsis gegenüber deren Arbeit.
In Berlin wollte ein Gesundheitsamt einen psychisch gesunden Quarantäne-Verweigerer in der Psychiatrie unterbringen. Die Klinik wies das Ansinnen ab. Trotzdem stellt sich die Frage: Wohin mit Menschen, die sich nicht an die Quarantäne-Auflagen der Behörden halten wollen?
Alle offenen Fragen zu den Gesundheitsapps schienen geklärt. Werden Politiker und Akteure aber nach dem richtigen App-Store für diese Anwendungen gefragt, dann wird schnell klar: Hier muss noch diskutiert werden. Ob die Dienste von Apple und Google geeignet sind, bezweifeln viele. Eine deutsche oder europäische Lösung scheint aber ebenfalls unrealistisch.
Mit dem Ausstieg aus dem Lockdown tritt die Corona-Krise in eine neue Phase. Epidemiologische Erwägungen werden politischen weichen, der Staat muss gegen das Auseinanderbrechen der Gesellschaft ankämpfen. Ein Schlüssel dafür: Kinder und ihre Familien.
Heute treffen sich Kassen-Funktionäre mit Jens Spahn zur Krisenkonferenz und drängen auf Bundeszuschüsse. Internen Schätzungen zufolge droht 2020 ein Finanzloch von mehr als 14 Milliarden Euro. Ohne Steuerhilfe würden Beiträge durch die Decke gehen und den Aufschwung nach Corona gefährden.
Rheumatologen fürchten, dass Medikamente knapp werden, weil sie auch gegen Covid-19 helfen könnten. Augenärzte appellieren an Patienten, trotz Corona in die Praxen zu kommen. Wie die Regelversorgung unter der Pandemie leidet.
Die Coronakrise hat die Bemühungen von Gesundheitsminister Jens Spahn, die Vor-Ort-Apotheken zu stärken, ausgebremst. Nun nimmt er neu Anlauf und will in den nächsten Tagen mit dem EU-Binnenmarktkommissar telefonieren.
Die Schüler der 14. Mittelschule Wuhan müssen schon morgens vor dem Schulgebäude den ersten Test bestehen. Ein Bericht über strenge Kontrollen bei der Wiedereröffnung der Schulen, regionale Unterschiede, die „Prüfung des Lebens“ und Propaganda.
Jens Spahn will beim geplanten Corona-Immunitätspass auf das Urteil des Ethikrats warten, das Gremium wählt im Mai einen neuen Vorsitz. Peter Dabrock, der dieses Amt gerade abgegeben hat, skizziert im Interview eine mögliche Alternative zum Pass und warnt vor „Moralisierungen“ in der Corona-Krise.
Bei der verheißungsvollen genomischen Medizin hängt die Bundesrepublik hinterher: Das soll sich ändern, unter anderem mit dem BMG-Projekt „genomDE“. Experten beklagen, dass die Chancen der Genomforschung in Deutschland zu lange unterschätzt wurden.
Der GKV-Spitzenverband bereitet sich auf die Krisensitzung mit dem Gesundheitsminister Spahn am kommenden Montag vor. Er will, dass die Kassen wieder Kredite aufnehmen dürfen. Der Bund soll Defizite des Gesundheitsfonds über einen Steuerzuschuss auffangen.
Der Verband der forschenden Pharmahersteller zählt inzwischen 115 Impfstoffprojekte weltweit gegen den Corona-Virus SARS-CoV-2. Die Deutschen wünschen sich mehr Unabhängigkeit von Pharmaindustrie.
Seit Montag öffnen die Schulen in Deutschland wieder ihre Türen – langsam und schrittweise. Auf Hygienemaßnahmen wie Abstand halten und Händewaschen soll dabei genauso geachtet werden wie auf den Schutz von Risikogruppen. Doch der Umgang mit letzteren ist in den Ländern höchst unterschiedlich geregelt.
Die Grünen fordern die Bundesregierung auf, eine gesetzliche Grundlage für die digitale Kontaktverfolgung zu schaffen. Ein Rechtsgutachten von Greenpeace und der Gesellschaft für Freiheitsrechte stützt diese Forderung. Auf Regierungsseite sieht man wenig Bedarf für ein App-Gesetz.
Ist der R-Wert bei der Steuerung der Covid-Pandemie das Maß aller Dinge? Nein. Ein Multiparameter-Monitoring ist nötig. Neben dem R-Wert und den Neuinfektionen sind die Zahl der Patienten, die beatmet werden müssen und die Zahl der Todesfälle wichtige Parameter.
Deutschland wird in diesem Sommer an die heimischen Küsten drängen. Während sich Rostocks Oberbürgermeister auf so viel Besuch freut und „Platz schaffen“ will, sorgen sich einige Einheimische vor sogenannten Superspreadern wie in Ischgl.
Er wolle das Plädoyer des Ethikrats abwarten, sagte der Minister gestern bei der Vorstellung eines neuen Antikörpertests von Roche. Dieser soll bald millionenfach durchgeführt werden und den Weg aus dem Lockdown erleichtern. Gesetzliche und private Krankenkassen reagieren zurückhaltend.
Zahnärzte erhalten keine Corona-Zuschüsse, sondern nur einen Kredit. So steht es in der gestern veröffentlichten Schutzschirm-Verordnung. Dürfen sie dann wenigstens Kurzarbeitergeld für ihre Praxis-Beschäftigten beantragen? Darüber sind sich Gesundheits- und Arbeitsminister nicht einig, sie befinden sich noch in Gesprächen mit der Bundesagentur.
Der Gesundheitsökonom Günter Neubauer rät zum Abbau der stationären Überkapazitäten in der Regelversorgung bei gleichzeitiger Einführung einer europäischen Notfallreserve. Die aktuelle Situation zeige, dass die Europäische Union zu lange brauche, um auf einen Krisenfall angemessen zu reagieren.
Bei der Diskussion um die elektronische Patientenakte ist oft von europäischen Vorbildern die Rede. Dänemark integriert seit 15 Jahren verschiedenste Systeme in seiner Akte. Die Devise dabei lautet: Zuerst lokal testen, dann auf das ganze Land ausweiten.
Zum Jahresanfang verfügten Kassen und Gesundheitsfonds noch über hohe Rücklagen. Doch infolge der Corona-Hilfen und wegbrechender Beitragseinnahmen droht der Fonds nun erstmals mit mindestens fünf Milliarden Euro unter Wasser zu geraten. Am 11. Mai will Jens Spahn mit den Kassen über einen Rettungsschirm verhandeln.
Andrew Ullmann ist Professor für Infektiologie und sitzt für die FDP im Bundestag. Im Interview spricht er über die neue Rolle, die Wissenschaftler in der Politik gerade einnehmen, und welche falschen Erwartungen das wecken kann. Den Kurs seiner Partei in der Coronakrise unterstützt er: Debatten zum Ausstieg aus dem Lockdown seien unverzichtbar.
Über ein Internet-Portal können sich Pflegekräfte außer Dienst für Coronaeinsätze in Heimen oder Kliniken melden. Mehr als tausend haben sich dort schon registrieren lassen. Sie werden wegen der Personalengpässe händeringend gesucht.
Einige Unternehmen überlegen, wie sie ihre Angestellten wieder im Büro arbeiten lasssen können, ohne deren Gesundheit zu gefährden. Helfen könnten dabei aggregierte Gesundheitsdaten der Mitarbeiter, die über das betriebliche Gesundheitsmanagment erhoben wurden. Der DGB warnt derweil Gesundheit für Profitinteressen zu instrumentalisieren.
Jiang Youwei ist Oberbürgermeister der nordchinesischen Großstadt Shenyang und spricht im Interview über die Bürden des Coronavirus. Das Reich der Mitte hat mit den dramatischen Veränderungen in der Autoindustrie zu kämpfen und erste Antworten auf die Frage gefunden, wie es weitergehen soll.
Zeitarbeitsfirmen haben in der Coronakrise eigentlich eine wachsende Nachfrage von Pflegekräften erwartet und rechneten bereits mit steigenden Entgelten. Einige Zeitarbeitsfirmen verzeichnen nun jedoch Nachfragerückgänge bei Pflegehelfern von 70 Prozent und müssen selbst Kurzarbeit anmelden.
Jens Spahn drängt die Kliniken, trotz Coronakrise nun wieder stärker in die Regelversorgung zurückzukehren – und macht dafür sehr genaue Vorgaben. Die Krankenhausfunktionäre ärgert das, sie wollen sich nicht so stark hineinreden lassen. Im Grundsatz begrüßen sie aber den Vorstoß des Ministers, der auch weiterhin Priorisierungen vorsieht.
Die Bundesregierung hat 49 Unternehmen mit der Produktion von Schutzmasken beauftragt. Mitte August sollen sie spätestens vorliegen. Die Zertifizierung der Masken könnte mit dem Zeitplan in Konflikt geraten, weil die meisten Unternehmen keine Erfahrungen mit Medizinprodukten haben.
Um Kapazitäten für Covid-19-Patienten zu schaffen, haben so gut wie alle Bundesländer Verordnungen über die Versorgungsleistungen von Krankenhäusern erlassen. Der Medizinrechtler Thomas Schlegel kritisiert, dass diese oft zu vage formuliert sind und für große Unsicherheit unter Ärztinnen und Ärzte sorgen.
Die große Mehrheit der Deutschen macht sich Sorgen, dass es im Sommer erneut zu Ausgangsbeschränkungen kommt. Sie fürchtet, dass das Coronavirus noch einmal Anlauf nimmt und eine zweite Infektionswelle auslöst.
Tracing-App, Symptom-Checker, digitaler Gesundheitspass – wer blickt da noch durch? Mit Hilfe der Kollegen des Tagesspiegel Backgrounds Digitalisierung fassen wir die wichtigsten Projekte und Anwendungen im digitalen Kampf gegen Corona für Sie zusammen.
Der Berliner Senat prüft, Hotels zur Unterbringung von Corona-Infizierten anzumieten. Gesundheitspolitiker befürworten den Vorstoß, Epidemiologen sind skeptisch. Denn Betroffene müssten dann zusätzlich zur Quarantäne auch ihre gewohnte Umgebung verlassen.
Zentralisierung von Krankenhäusern und Bettenabbau – eine schlechte Idee in Zeiten von Corona? So argumentiert momentan die Deutsche Krankenhausgesellschaft. Das Beispiel Dänemark zeigt aber: Große und wenige Kliniken können auch durchaus Vorteile bieten.
Kliniken und Ärzte erhalten in der Coronakrise Ausgleichszahlungen für freigehaltene Betten und ausbleibende Patienten. Doch die Kehrseite sind wachsende Defizite in der Versorgung. Das trifft vor allem Patienten der Psychiatrie und von Tageskliniken.
Seit einem Monat ist die App von Charité und Data4Life online, auch die Regierung setzt jetzt auf sie. Die App soll weltweit eingesetzt werden, ganz ähnliche Pläne verfolgt der private Anbieter Ada. Schaden die Parallel-Angebote der digitalen Pandemie-Eindämmung?
Wie viele Ärzte und Pflegekräfte sind mit dem Coronavirus infiziert? Die Bundesregierung hat dazu keinen Überblick. Die Linkspartei nennt das „fahrlässig“. Auch Bundesärztekammer und Marburger Bund fordern eine systematische Erfassung.
Markus Landthaler ist der Verantwortliche der Corona-Task-Force am Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft. Er erlebt gerade eine besonders enge Zusammenarbeit der weltweiten Forschung.
Nahrungsergänzungsmittel mit pflanzlichen Inhaltsstoffen muten oft natürlich und gesundheitsfördernd an. Dabei befinden sie sich seit zehn Jahren in einer regulatorischen Grauzone, die ihnen Behörden auf EU-, Bundes- und Landesebene lassen.
Deutschland spricht gerade vor allem über die medizinische Versorgung der Älteren und Vorerkrankten. Dabei geht es schon heute darum, die Grundsteine für eine gesunde Bevölkerung von morgen zu legen. Doch die Kinder- und Jugendmedizin ist nicht überall gut aufgestellt und erreicht nicht alle Familien.
Die Menschen weltweit hoffen darauf, dass es bald einen Corona-Impfstoff gibt – und setzen dabei große Hoffnungen in China. Dafür gibt es gute Gründe, in dem Land forschen gleich mehrere Unternehmen nach geeigneten Kandidaten.
Demnächst will das BfArM das Portal freischalten, auf dem Hersteller digitaler Gesundheitsanwendungen die GKV-Erstattung beantragen können. Im August könnte das DiGA-Verzeichnis stehen. Wie viele Anträge es geben wird, vermag das BMG nicht einzuschätzen.
Inzwischen ist nun auch in Deutschland die erste klinische Studie in Deutschland für einen Coronavirus-Impfstoff genehmigt worden. Doch weltweit gibt es noch zwei andere Unternehmen, die damit bereits beginnen durften. Eines davon ist der chinesische Impfstoffhersteller CanSino Biologics, der bis vor kurzem nur Insidern bekannt war.
Vor drei Wochen kündigte die Bundesregierung eine Zwei-Milliarden-Hilfspaket für die Start-up-Branche an. Auch viele Anbieter digitaler Gesundheitsanwendungen warten seitdem auf Unterstützung. Doch nun gibt es Streit, woher das Geld kommen soll.
Seit dem 16. April sind Krankenhäuser verpflichtet, das Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) mit Informationen zu füttern. Doch ist das Register wirklich verlässlich? Eine Stichprobe des Tagesspiegel Backgrounds weckt Zweifel an der Aussagekraft.
Ein Kölner Konsortium arbeitet derzeit an einer digitalen Lösung, mit der Nutzer ihren Gesundheitsstatus ausweisen können. Dieses System soll helfen, das öffentliche Leben wieder zu normalisieren. Mit an Bord ist auch die Bundesdruckerei.
In Italien wurden bereits Menschen mit umgebauten Schnorchelmasken bei der Atmung unterstützt. Zwei Studenten aus Münster greifen die italienische Idee nun auf und wollen das Konzept für die Anwendung in Deutschland weiterentwickeln.
Das Thema Datenethik spielt im Zusammenhang mit der Corona-Tracing-App eine große Rolle. Die Vorsitzende des Europäischen Ethikrats und Co-Sprecherin der Datenethikkommission der Bundesregierung, Christiane Woopen, spricht im Interview unter anderem über den ethics-by-design-Ansatz.
Dass einige asiatische Staaten die Covid-19-Pandemie so gut im Griff haben, liegt nicht nur am Testen und Nachverfolgen, sondern auch an gut vorbereiteten Krankenhäusern. Wie es geht, zeigt Singapur.
Neben der viel diskutierten Tracing-App bringt Minister Spahn eine zusätzliche Quarantäne-App ins Spiel. Kritiker befürchten, dass damit die Akzeptanz in der Bevölkerung sinkt, Infektionswege digital zu erfassen.
Die zahnmedizinische Versorgung in Deutschland ist für Behandler und Patienten trotz großer Körpernähe auch während der Coronakrise sicher, sofern sich beidseitig streng an bestimmte Vorgaben und Empfehlungen gehalten wird.
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Beschluss zurückgenommen, wonach telefonische Krankschreibung bei leichtem Atemwegsinfekt nicht mehr möglich sein sollte. Nun stellt sich die Frage, wer Schuld an dem Debakel trägt. Offenbar war der revidierte Vorstoß mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt gewesen.
Die Normalität ist noch in weiter Ferne. Großveranstaltungen bleiben dem Bund-Länder-Beschluss nach noch bis Ende August untersagt. Mehr als zwei Drittel der Deutschen befürworten sogar, dass sie so lange verboten bleiben, bis es einen Impfstoff gibt.
Der Öffentliche Gesundheitsdienst sieht sich in der Coronakrise mit seinen begrenzten Ressourcen einer Vielzahl aufwändiger Aufgaben gegenübergestellt. Nach mehreren Wochen erhalten die Gesundheitsämter zumindest vorübergehend die benötigte Unterstützung.