Mitten in der Corona-Krise hat das Bundesamt für Soziale Sicherung den Krankenkassen wichtige Liquidität entzogen. Die Aktion ist nur eine Auswirkung aktueller und drohender Finanzierungsprobleme im Gesundheitswesen wegen Corona.
Ist die Bertelsmann-Stiftung mit ihrer Forderung, mehr als jede zweite Klinik in Deutschland zu schließen, übers Ziel hinausgeschossen? Im Lichte der Corona-Pandemie sieht sich die Krankenhausgesellschaft in ihrer Kritik bestätigt. Sie fordert, nach der Krise versorgungspolitisch völlig neu zu denken. Und stellt auch das Fallpauschalen-System in Frage.
Verschiedene medizinische Gesellschaften haben angesichts der Corona-Epidemie einen Leitfaden zur Triage vorgelegt – eine Handlungsempfehlung, welche Patienten bei akuter Ressourcenknappheit behandelt werden sollten und welche nicht. Der Intensivmediziner Tankers Stöbe verteidigt den Leitfaden und fordert eine offenere Debatte über das Sterben und den Tod.
Welche Lehre zieht Deutschland aus der Corona-Pandemie? Offenbar die, dass Vorsorge ein lernendes System ist und die Bund-Länder-Zusammenarbeit auf den Prüfstand gehört. Die FDP-Bundestagsfraktion wollte mit einer Kleinen Anfrage ganz genau wissen, wie sich SARS-CoV-2 auf künftige Pandemie-Pläne auswirkt und ist von der Antwort enttäuscht.
Michael Baumann, der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, warnt im Interview vor einer Vernachlässigung in der Versorgung von Krebspatienten während der Pandemie. Therapien und Früherkennung dürften nicht aufgeschoben werden. Einschränkungen gebe es jetzt schon.
Spenderblut wird aus verschiedenen Gründen immer knapper, zudem beeinträchtigen Bluttransfusionen den Heilungsprozess. Experten fordern deshalb ein Umdenken im Umgang mit der Ressource Blut.
Bis 3. Mai muss Deutschland weitgehend in seiner Corona-Starre ausharren. Das haben gestern Bund und Länder beschlossen. Kontaktbeschränkungen bleiben vorerst bestehen, Großveranstaltungen sind mindestens bis 31. August untersagt. Doch einige Geschäfts dürfen ab Montag wieder öffnen.
Chinesische Forscher befragten Bewohner der Provinz Hubei, wo das Coronavirus zum ersten Mal auf Menschen übertragen wurde, zu ihrem psychischen Wohlbefinden. Das Ergebnis: Die Menschen leiden unter Ängsten, Schlafstörungen und Panik. Chinesische Psychologen versuchen, das über eine Hotline aufzufangen.
Heinz Lohmann ist der Überzeugung, dass die Entgeltsysteme des ambulanten und stationären Sektors harmonisiert werden müssen, um Fehlanreize zu überwinden. Im Interview erklärt er, warum er sich für die Weiterentwicklung der diagnosebezogenen Fallpauschalen zu den sogenannten Patient Related Groups einsetzt.
In ihrem Positionspapier skizziert die Helmholtz-Gemeinschaft drei mögliche Szenarien zu Lockerungen der bestehenden Einschränkungen. Im Interview erklärt einer der Autoren, Michael Meyer-Hermann, warum nicht auf eine Herdenimmunität gewartet werden kann und weshalb sich das Positionspapier perfekt mit den Leopoldina-Vorschlägen ergänzt.
Weniger Patienten, mehr Aufwand und weniger Einnahmen durch Privatpatienten und Zusatzleistungen: Orthopäden und Dermatologen erleben schon jetzt massive Umsatzeinbrüche. Das größte Problem aber könnte erst 2021 auf sie zukommen.
Eine knappe Mehrheit der Deutschen fürchtet, dass andere schwere Erkrankungen aufgrund der medizinischen Fixierung auf die Covid-19-Patienten zu spät erkannt oder behandelt werden. Viele deutsche Krankenhäuser berichten von einem deutlichen Rückgang der Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten seit Beginn der Corona-Pandemie.
Es sollte das Jahr der digitalen Gesundheitsbranche werden. Mit der Implementierung des Digitale-Versorgung-Gesetzes hoffen zahlreichen Anbieter von Gesundheits-Apps auf eine Aufnahme in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen. Doch dann kam Corona. Wie geht es der Branche in der Krise?
Sechs medizinische Fachgesellschaften haben sich auf einen Leitfaden geeinigt, der es nun auch niedergelassenen Ärzten erlaubt, Beratungsgespräche für die Ärztliche Notfallanordnung zu führen. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen ist allerdings nicht vorgesehen.
Besondere Herausforderungen erfordern unkonventionelle Vorgehensweisen, sagt der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Josef Hecken im Interview. Die Sonderregelungen zur Coronakrise seien verantwortbar, weil befristet. Die durch die Umstände erzwungene Tele-Arbeitsweise im G-BA würde er als Option aber gerne beibehalten.
Deep Learning Algorithmen gelten in der Covid-19-CT-Diagnostik als vielversprechendes Werkzeug. Zum ersten Mal wird in Europa nun versucht, eine unabhängige, länderübergreifende Cloud-Infrastruktur zu etablieren, die Algorithmen für die radiologische Diagnostik trainiert.
Obdachlose zählen zu den verletzlichsten Gruppen in der Gesellschaft – vor allem in Zeiten des Corona-Virus. Denn häufig fehlt ihnen der Zugang zu niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern. Dennoch gibt es Einrichtungen, die sich um sie kümmern.
Wie Preise für digitale Gesundheitsanwendungen gefunden werden, darüber verhandelt der GKV-Spitzenverband gerade mit Medtech-Verbänden. Auf beiden Seiten gibt es den Wunsch nach weniger Akteuren auf Herstellerseite. Der BVMed und der SVDVG arbeiten offenbar besonders eng zusammen.
Während der Corona-Pandemie richten sich alle Augen der Gesundheitspolitik auf die Intensivmedizin. Im Berliner Institut für Gesundheitsforschung wird derweil unter Hochdruck daran geforscht, wie man der Lage Herr werden kann. Und was aus ihr zu lernen ist.
Bei der Diabetestherapie fallen unzählige Daten an, die derzeit noch wenig genutzt werden. Dabei könnten sie helfen, personalisierte Behandlungen zu entwickeln oder Diabeteskrankheiten ganz zu verhindern.
Auf mehrere hunderttausend ist die Zahl der Anträge auf Beitragsstundung von Unternehmen und Selbstständigen innerhalb weniger Tage angestiegen. Die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds gerät dadurch unter Druck. Betroffen sind alle Zweige der Sozialversicherung.
Warum kommen niedergelassene Ärzte unter den Corona-Schutzschirm, die finanziell meist schlechter gestellten Heilmittelerbringer wie Physiotherapeuten oder Logopäden aber nicht? Gesundheitspolitiker warnen Jens Spahn vor Ungleichbehandlung. Auch Therapeuten seien systemrelevant.
Eine deutliche Mehrheit der Deutschen fürchtet die finanziellen Folgen der Coronakrise, weit weniger Menschen haben Angst vor der Erkrankung an sich. Bei den Älteren liegen beide Sorgen gleichauf, zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Tagesspiegel Background.
Wann genau fließt jemand als Corona-Toter in die Statistik ein? Das ist in Deutschland nicht ganz eindeutig. Während das Robert Koch-Institut alle Verstorbenen dazuzählt, bei denen eine SARS-CoV-2-Infektion nachgewiesen wurde, lässt Hamburg die Todesopfer rechtsmedizinisch untersuchen und differenziert genauer.
Ostern steht vor der Tür und damit die Frage, wie es nach dem Lockdown weitergeht. Ein internes Papier, das in Regierungskreisen umgeht, deutet an, dass die Politik einen schnellen Übergang vom Lockdown zu einer sozial und wirtschaftlich verträglichen Pandemiekontrolle realisieren will.
„Wir wollen unser Land nach Covid-19 noch wiedererkennen“, heißt es in dem Thesenpapier von sechs renommierten Gesundheitsexperten. Sie fordern zielgenauere Prävention und warnen davor, im Kampf gegen die Corona-Epidemie demokratische Grundsätze und Bürgerrechte preiszugeben.
Zum heutigen Weltgesundheitstag nimmt die Weltgesundheitsorganisation die Situation der Pflegekräfte in den Blick. Globale Schieflagen und Probleme wie sexuelle Gewalt werden besonders sichtbar in einem Beruf, den zu 90 Prozent Frauen ausüben.
Morgen veröffentlichen Experten der BMBF-geförderten Plattform Lernende Systeme ihr Whitepaper zum sicheren Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Medizin. Sie fordern eine staatlich beauftragte neutrale Aufsicht der KI-Analyseverfahren und hochwertige Datenpools.
Für gewöhnliche Zahnarztpraxen sei es nach vier bis sechs Wochen im derzeitigen Minimalbetrieb vorbei, warnen Funktionäre. Sie drängen darauf, nun genauso wie Krankenhäuser und niedergelassene Mediziner unter einen finanziellen Schutzschirm zu kommen. Ansonsten gerate die Versorgung auch nach der Coronakrise in Gefahr.
Die Ausgleichszahlungen für zusätzliche Intensivbetten tragen die Privaten Krankenversicherungen nicht mit. Das kritisieren SPD und Grüne - doch die PKV schiebt den Bundesländern die Verantwortung zu.
Die Covid-19-Pandemie stellt die Welt auf den Kopf und hat zur Folge, dass auch der internationale Kampf gegen Antibiotikaresistenzen ins Stocken gerät. Dabei sterben jedes Jahr weltweit 700.000 Menschen an Infektionen mit arzneimittelresistenten Bakterien.
Noch gibt es genug freie Intensivbetten für Corona-Patienten in Deutschland. Doch was, wenn es in einer Region zu besonders vielen schweren Covid-19-Fällen kommt? Laut DIVI-Präsident Janssens plant der Bund eine zentrale Koordinierungsstelle.
Seit Januar gilt eine neue G-BA-Richtlinie zur Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge für Frauen ab 35 Jahre, mit längeren Intervallen, aber erweiterten Test. Die Bundesregierung verteidigt das Verfahren gegen Kritik aus der FDP, die sich mehr Informationen für Patientinnen wünscht.
Der Health Innovation Hub feiert seinen ersten Geburtstag und auch bereits etwas Abschied. Denn Ende 2021 wird es nicht mit der aktuellen Besetzung weitergehen. Gibt es eine Fortsetzung in klassischen Verwaltungsstrukturen?
Schnorchelmasken werden für Krankenhäuser umgerüstet und per 3D-Druck günstige Beatmungsgeräte gebaut. Auch in Deutschland entstehen so schnelle und günstige Notlösungen in der Coronakrise.
Die Arzneimittel-Zulassungsbehörden haben eine ganze Reihe an Möglichkeiten, die Bewertungs- und Zulassungsverfahren für einen Covid-19-Impfstoff zu beschleunigen. Das versichert der vormalige Jurist der Europäischen Arzneimittel-Agentur, Alexander Roussanov, im Interview.
Weil wegen Corona nun viele Einrichtungen der Tages- und Kurzzeitpflege dicht sind, gibt es kaum noch Entlastung für pflegende Angehörige. Der Pflegebeauftragte der Regierung sagt, er möchte sich „gar nicht ausmalen, was das im Einzelfall bedeutet“. Kritiker fordern nun finanzielle Hilfen für Betroffene.
Von „Turbogeschwindigkeit“ spricht Paul Stoffels bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus. Im Interview betont der Chief Scientific Officer von Johnson & Johnson, dass sich kein Land ein Vorrecht auf den Impfstoff erkaufen könnte. Dieser müsse zuallererst medizinischem Personal und Risikogruppen zur Verfügung gestellt werden.
Viele Länder haben sich schwergetan, dem Coronavirus von Anfang an mit aller Härte entgegenzutreten. Doch Kontaktverbote und Ausgangssperren schienen irgendwann fast überall alternativlos. Schweden wehrt sich bis jetzt gegen den Lockdown. Gestern erklärte die Regierung, warum sie nun vor allem auf den Schutz der Risikogruppen setzt.
Für ausländische Erntehelfer, die längst zu Hause waren, haben etliche Kassen seit 2013 weiter Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds kassiert. Jetzt müssen sie 272,5 Millionen Euro an den Fonds zurückzahlen. Ist das nur die Spitze des Eisbergs?
Die FDP und der Chef des Weltärztebundes fordern von der Bundesregierung, sich für die Einbindung Taiwans in die WHO einzusetzen. Hintergrund sind die Erfolge des Landes bei der Corona-Bekämpfung. Auf Druck Chinas lehnt die Gesundheitsorganisation bisher alle Hilfsangebote der ostasiatischen Inselrepublik ab.
Sollten sich Kontaktverbote in der Corona-Krise vor allem auf Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen beschränken? Die Frage scheint die Gesellschaft spalten. Die größte Ablehnung für die Idee kommt von den Jüngsten und SPD-Anhängern.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat der Kassenärztlichen Vereinigung in Bayern die Verantwortung für die Versorgung von Corona-Patienten entzogen. Funktionäre aus Berlin reagieren darauf mit heftiger Kritik. Nur vor Ort scheinen sie sich nicht so recht zu trauen.
Im vergangenen Jahr hat der Chaos Computer Club Sicherheitslücken der Telematik-Infrastruktur (TI) aufgedeckt. Für das Bundesgesundheitsministerium ist das aber offenbar kein Grund, um noch einmal nachzuarbeiten. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP hervor.
Über hundert Wissenschaftler rund um das Robert Koch-Institut arbeiten seit Wochen an einer App, die Menschen warnt, wenn sie mit einer infizierten Person in Kontakt gekommen sind. In dieser Woche könnte eine Lösung präsentiert werden.
Die Betreiber von insgesamt knapp 640 Pflegeheimen in Deutschland haben auf eine Umfrage des Tagesspiegel Background zum Umgang mit dem Coronavirus geantwortet. Abgefragt wurden unter anderem Hygienemaßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und der Umgang mit Besuchern.
Eine Vielzahl an jungen und etablierten Unternehmen drängt mit Covid-19-Schnelltests auf den Markt. Dabei werden unterschiedliche Ansätze verfolgt. Ein Überblick.
Wenn Krankenhäuser in Covid-Zeiten handlungsfähig bleiben sollen, müssen SARS-CoV-2-Infektionen von Mitarbeitern verhindert werden. Auch Klimaanlagen in OP-Sälen könnten ein Problem sein, zeigt ein Erfahrungsbericht aus China.
In den kommenden Wochen können die Corona-Testkapazitäten hochgefahren werden. Helfen soll dabei die Firma Roche. Schnelltests werden von der Politik noch skeptisch gesehen, ebenso der Einsatz experimenteller Therapien.
Ohne neue Schutzkleidung dürfte sich der Personalmangel in den ambulanten Pflegediensten während der Coronakrise deutlich verschärfen. Empfehlungen und Richtlinien wurden nun aktualisiert, um die Anbieter darauf vorzubereiten.
Der Umgang mit schwer Suchtkranken stellt Politik und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Wie gut funktionieren reformierte Substitutionsbehandlungen und neue Angebote in der Suchthilfe?
Durch die Corona-Krise wird ein schon lange bestehendes Drama der Gesundheitspolitik offenkundig: Die Rettung von Menschenleben ist Abwägungssache. In den kommenden Wochen dürfte es darüber eine schmerzhafte Debatte geben.
Übertragungen von Keimen zu minimieren, ist das A und O der Seuchenkontrolle. Maschinen könnten dabei helfen. Robotikexperten wollen die Entwicklung von Infektionsschutzrobotern voranzutreiben, um für Epidemien besser vorbereitet zu sein.
Die Krankenhäuser zwischen Krisenmanagement und Routinebetrieb: Die Corona-Pandemie wird dafür sorgen, dass Prozesse überdacht werden müssen. Und manche Outsourcing-Entscheidungen werden vermutlich auf den Prüfstand gestellt.
Epidemiologen fordern deutlich mehr Coronatests, doch Labormediziner warnen davor. Sie befürchten, dass dadurch „überlebensnotwendige Kapazitäten" blockiert werden könnten. Und Selbsttests ohne fachärztliche Prüfung seien auch keine gute Idee.
Der Weg zurück in die Normalität ist noch weit. Das glaubt nicht nur Eva Grill, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie. Auch der FDP-Politiker Andrew Ullmann geht davon aus, dass Großveranstaltungen wie das Oktoberfest in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden können.
In der Coronakrise verschieben Arztpraxen nicht dringend notwendige Termine, berichtet der Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Und auch eine repräsentative Umfrage zeigt: Rund ein Viertel der 5.000 Befragten musste kürzlich auf einen Routine-Arztbesuch verzichten.
Die ehrgeizige Zielmarke von 13.000 zusätzlichen Pflegestellen in den 14.500 stationären Pflegeeinrichtungen hat das am 1. Januar 2019 gestartete Pflegeförderprogramm bisher nur zu einem Viertel erreicht. Grund sind vor allem fehlende Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt.
Der Centogene-Chef Arndt Rolfs will in Mecklenburg-Vorpommern massenhaft auf Corona testen – und ist überzeugt, dass das als Modell für die ganze Republik taugt. Nur so sei es möglich, in vier Wochen wieder sukzessive zum Alltag zurückzukehren.
Die Finanzhilfen für Kliniken, Ärzte und Altenpflege machen weitere Zusatzbeitragserhöhungen noch in diesem Jahr wahrscheinlich. Auch beim Gesundheitsfonds sind Liquiditätsengpässe nicht mehr ausgeschlossen. Kassenchefs rufen deshalb nun auch nach einem Schutzschirm.
Gesundheitsminister Spahn verteidigt sein Corona-Hilfspaket – und verspricht den Klinikbetreibern Nachzahlungen, „wenn es nicht reicht“. Auch die Umsatzeinbrüche von niedergelassenen Ärzten sollen ausgeglichen werden. Doch mit der Schutzausrüstung gibt es nach wie vor Riesenprobleme.
Private und öffentliche Organisationen bieten E-Learning-Module zum Coronavirus an. Für private Unternehmen ist das Virus Anlass für verstärktes Marketing. Die WHO will damit hingegen auch entlegende Regionen erreichen, in denen direkte Schulungen kaum möglich sind.
Erst lautstarke Kritik, wenig später der Rückzieher des Ministers: Jens Spahn ist bei den Finanzhilfen für die Kliniken in der Coronakrise nun deutlich großzügiger als geplant, er hat seinen Gesetzentwurf auf die Schnelle nochmal nachgebessert. Politischen Sprengstoff enthalten aber auch seine Vorschläge zum Infektionsschutz.
Der Leiter des Charité-Instituts für Sozialmedizin und Epidemiologie, Stefan Willich, hält Ausgangssperren in der Corona-Krise für das falsche Mittel. Die Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen könne noch nicht beurteilt werden, sagt er im Interview. Zudem drohten große gesundheitliche Folgekosten aus der Isolation weiter Bevölkerungsteile.
Psychotherapeuten bilden einen wichtigen Anlaufpunkt für ihre Patienten – gefährden in Zeiten von Corona aber sich selbst und ihre Klienten. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat deswegen die Barrieren für Therapie per Video gesenkt.
Die Blutspende in Deutschland steht angesichts einer älter werdenden Gesellschaft sowieso vor einer großen Herausforderung. Nun kommt die Corona-Pandemie erschwerend hinzu. Durch das Verfahren der „Pathogen-Inaktivierung“ könnten auch bisher ausgeschlossene Risikogruppen Spender werden.