Die Herstellung von Stahl ist sehr engergieintensiv. Dadurch entstehen sieben Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. ArcelorMittal, größter Stahlhersteller der Welt, will seine Produktion bis 2050 klimaneutral betreiben. Ein erster Schritt in diese Richtung könnte eine Pilotanlage in Hamburg sein, die Wasserstoff zur Produktion von Roheisen einsetzt.
Eine Langzeitauswertung des Forschungsinstituts DIW auf Basis einer breiten Datengrundlage des Dienstleisters Ista kommt zu einem drastischen Ergebnis: Temperaturbereinigt sind die CO2-Emissionen von Wohngebäuden zehn Jahre lang praktisch nicht gesunken. Nur das wärmere Klima sorgt noch für Einsparungen. Experten sind alarmiert.
Noch ist offen, welche Rolle Erdgas in der künftigen Wasserstoffwirtschaft in Deutschland spielen wird. Die Debatte darüber wird zunehmend politisch. Wie Bundesregierung, Grüne, Gasbranche und Umweltverbände um die künftige Rolle blauen Wasserstoffs aus Erdgas ringen, zeigte sich bei einer prominent besetzten Gaskonferenz am Dienstag.
Die Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen der EU und zum Wiederaufbaufonds gestalten sich zäh. Ein Knackpunkt ist die Klimaquote. Laut Europäischem Parlament soll sie in beiden Teilen des Finanzpakets gelten. Der Rat sieht das anders.
Nach jahrelanger Arbeit hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung ihren ersten Zwischenbericht vorgestellt. 90 Regionen bleiben im Verfahren, der Großteil liegt in Niedersachsen und Bayern. Der Streit ließ nicht auf sich warten – und sorgt für Überlegungen zum Umgang mit Bayern.
Eine Anhörung im Umweltausschuss des EU-Parlaments offenbart verschiedene Standpunkte der Fraktionen beim neuen 2030-Ziel. Dennoch dürfte das Parlament dem Vorschlag der Kommission nächste Woche zustimmen. Damit ist aber nur die erste Hürde genommen.
Die Bundesregierung begründet die Notwendigkeit des Pipelineprojekts Nord Stream 2 mit Zahlen zum Gasbedarf in Europa, die auf älteren Schätzungen des Gazprom-Unternehmens beruhen. Eigene sowie aktuelle Berechnungen oder auch nur Zusammenfassungen des Projektionsstandes zu Gasimporten liegen offenbar nicht vor.
In seiner Online-Rede vor der UN-Generalversammlung vergangene Woche hat Präsident Xi Jinping erstmals ein eindeutiges Klimaschutzziel für China vorgegeben. Vor 2030 soll der Höchststand des CO2-Ausstoßes erreicht werden und vor 2060 Klimaneutralität. Doch wie häufig wird wenig dazu gesagt, wie genau das erreicht werden soll. Es bleiben Leerstellen.
In den Bereichen Energie und Wärme ist das Bundeswirtschaftsministerium für die Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU zuständig. Einiges wurde schon auf den Weg gebracht. Spannend bleibt, wie das Ministerium die von der EU gewollte Förderung der Eigenerzeugung regelt.
Das Bundesumweltministerium will die Kraftstoffhersteller zum CO2-Sparen verpflichten, etwa durch eine Mindestquote für grünes Kerosin. Der Gesetzentwurf geht aber nicht über die Vorgaben der EU-Richtlinie RED II hinaus – anders als von der Bundesregierung beschlossen.
Kurz vor Veröffentlichung des Zwischenberichts für die Endlagersuche fällt der Blick auf Bayern, wieder einmal. Dabei könnte die Haltung der Landesregierung auch zum Problem für Ministerpräsident Markus Söder werden. Ein anderer Ministerpräsident im Süden stellt sich hingegen deutlich hinter das Verfahren.
Die Fridays for Future melden sich nach einer coronabedingten Protestpause mit einem Streiktag fürs Weltklima zurück. Doch einigen Aktivisten reicht die Straße nicht mehr aus. Sie wollen für den nächsten Bundestag kandidieren. Bewegung und Parteien stellt das auf die Probe, meinen Soziologen.
Werner Hoyer will die Europäische Investitionsbank in den kommenden Jahren final auf Klimaschutzkurs bringen. Im Interview wirbt der EIB-Präsident für zusätzliches Kapital von den EU-Mitgliedsstaaten, erklärt, warum Gas-Projekte kein Geld mehr erhalten und kündigt an, auch außerhalb Europas die Wasserstoff-Produktion zu finanzieren.
Energiewirtschaft und Sicherheitsbehörden liegen weiter im Clinch um die wertvollen 450-Megahertz-Frequenzen – die Argumente werden ungehaltener. Greift die Bundesregierung nicht ein, gehen die Funkbänder an die Energiewirtschaft. In Berlin bleibt es einstweilen beim Patt zwischen drei Unionsministern.
Nach schwierigen Verhandlungen hat sich die Bundesregierung gestern auf Änderungen am EEG geeinigt. Der neue Entwurf enthält einige Verbesserungen, lässt aber dennoch zu wünschen übrig. Der Bundestag ist nun am Zug, das Gesetz weiter zu schleifen.
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen debattiert heute über den Klimaschutz. Chinas überraschende Zusage, vor 2060 klimaneutral zu werden, dürfte dort niemand mehr übertreffen. Mit ihren Bekenntnissen isolieren die EU und China nun die USA. Deren Klima-Kurs entscheidet sich nach der Wahl.
Die Bundesregierung will heute das EEG 2021 beschließen, hat aber noch keinen Kompromiss gefunden. Einer der Knackpunkte ist, ob es jährliche Ausbauziele für die Erneuerbaren geben soll. Einig ist man sich hingegen beim Gesetz für den Stromnetzausbau.
Ab 2021 sollen Mitgliedsstaaten Anlagen für erneuerbare Energien im Ausland finanzieren können, um die eigene Ökostrom-Lücke zu füllen. Dazu möchte die EU-Kommission zentralisierte Ausschreibungen durchführen. Ähnliche Instrumente gibt es schon, aber genutzt werden sie kaum.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze drückt auf die Tube: Ihrem Willen nach soll das EU-Klimaschutzgesetz vor dem Jahreswechsel und unter deutscher Ratspräsidentschaft stehen. Das ist angesichts der sich abzeichnenden Konflikte ambitioniert und übertrifft die vorher formulierte Erwartung an den deutschen Vorsitz.
Der Entwurf für den Bundeshaushalt zeigt, dass sich die Ausgaben des Energie- und Klimafonds 2021 gut verdreifachen. Der größte Posten ist die Senkung der EEG-Umlage – aber auch Gebäude und Verkehrssektor profitieren massiv. Für das Verpassen der EU-Klimaschutzvorgaben sind von der Bundesregierung indes geringere Beträge angesetzt worden.
Geht es nach der EU-Kommission, sollen die Treibhausgasemissionen in der EU bis 2030 um 55 Prozent sinken. Polen, Ungarn und Tschechien werden in Europa bisher eher als Klimaschutz-Bremser wahrgenommen. Und so reagieren die Regierungen zögerlich bis ablehnend. Am Ende dürften finanzielle Argumente überzeugen.
Wenn Deutschland irgendwann in großem Stil Wasserstoff importiert, dann stammt der vermutlich zum Großteil aus fossilen Energien. Denn viele Exportnationen beschränken sich nicht allein auf erneuerbare Quellen, zeigt eine Studie für den Weltenergierat.
Zum Jahreswechsel wird in Deutschland ein CO2-Preis eingeführt, der für den Klimaschutz für viele das Heizen teurer macht. SPD-Ministerien wollen die zusätzlichen Kosten zwischen Mietern und Vermietern teilen. In der Immobilienbranche kommt das nicht gut an.
Photovoltaik auf Dächern genießt hohe Akzeptanz in Deutschland und kann die Energiewende in die Städte bringen. Eine neue Studie von Energy Brainpool im Auftrag der EWS Schönau beziffert das Zubaupotenzial allein von PV-Kleinanlagen auf bis zu 140 Gigawatt bis 2030. Die Vorstellungen des Wirtschaftsministeriums liegen weit darunter.
Bund und Länder wollten beim Ausbau der Erneuerbaren viel stärker zusammenarbeiten. Doch im aktuellen EEG-Entwurf ist davon noch nichts zu spüren, beklagen die Verbände der Energiewirtschaft in ihren Stellungnahmen. Lob gibt es für die Festschreibung eines öffentlichen Interesses an den Erneuerbaren.
Der erste vollständige Vergleich aller Energie- und Klimapläne der EU-Mitgliedsstaaten fällt schlank aus. Er wertet nur qualitativ und summarisch und macht kein Ranking auf. Eine Grafik aber ist deutlich: Deutschland steht recht einsam da, was das späte Datum für den Kohleausstieg angeht.
Inwieweit die staatlichen Aktiendepots von Bundesfinanzminister Olaf Scholz und den Finanzministern der Bundesländer zum Klimawandel beitragen, hat eine Studie im Auftrag von „Fossil Free Berlin“ untersucht. Das Ergebnis: Die acht näher beleuchteten Finanzministerien schneiden wegen „zu heißer“ Aktiengeschäfte als „nicht Paris-kompatibel“ ab.
Ende September werden bei der Endlagersuche erstmals Namen genannt. Ein Gespräch mit dem Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck über die Ängste der Menschen, politische Blockaden und Bayern, das erneut das Verfahren öffentlich infragestellt.
Mit dem EEG 2021 sollen Stromlieferungen an Schiffe größtenteils von der EEG-Umlage befreit werden. Die Maßnahme gilt als Game-Changer, um die Schadstoffbelastung in den Häfen zu reduzieren. Der Gesetzgeber schaut aber genau hin, dass nicht Dritte davon profitieren.
370 Seiten umfassen die beiden Teile der Folgenabschätzung für ein höheres EU-Klimaziel, die Kommissar Frans Timmermans am Donnerstag vorstellte. Er bezeichnete sie als ausgewogen, der Weg zu 55 Prozent Emissionsreduktion werde genau beschrieben. Viele Fragen bleiben aber noch offen.
Positionspapiere der Grünen und des europäischen Verbandes der Energieforschungszentren fordern eine vernetztere Energieforschung, die auf Klimaneutralität bis 2050 abzielt. Die Mittel für nicht-nukleare Forschung müssten steigen, da die stark geförderte Fusionsforschung bis dahin keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten werde.
Das Bundeskabinett will den Bedarf an 35 zusätzlichen Höchstspannungsleitungen für das Stromnetz gesetzlich festschreiben. Ein Teil davon soll wieder unter die Erde gelegt werden, um Klagen von Anwohnern zu vermeiden. Für den Fall, dass das nicht gelingt, wird der Rechtsweg verkürzt.
Die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie steht vor einer Revision, kommende Woche soll der Entwurf herauskommen. Im Bundestag werden in einer Generaldebatte zur Nachhaltigkeit aktuell auch Anträge zum Klimaschutz debattiert. Das Kanzleramt müsste beim Thema Nachhaltigkeit besser führen, meinen Wissenschaftler.
Nun ist es offiziell: Die EU-Kommission schlägt vor, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent zu senken. Zur Finanzierung der notwendigen Investitionen sollen auch grüne Anleihen beitragen. Europäische Leuchtturmprojekte sollen andere Länder zur Nachahmung bewegen. Kritische Worte kommen von Vertretern der deutschen Industrie.
China hortet Rohöl zu günstigen Konditionen und bringt die OPEC damit in eine unglückliche Position. Peking strebt aber nicht nur Unabhängigkeit von steigenden Ölpreisen an, sondern mischt auch bei den Preisen mit. Im kommenden Fünf-Jahresplans der Volksrepublik steht Rohöl beim Ausbau der staatlichen Rohstoffreserven weiter im Fokus.
Heute stimmt das Europaparlament über Milliardenhilfen für Europas Kohleregionen ab. Bis zuletzt blieb gestern noch die Frage offen, ob auch Erdgas gefördert werden darf. Die rechtsnationale Fraktion griff schließlich zu einem Kniff.
In weniger als zwei Wochen erscheint erstmals ein Zwischenbericht über den Stand der Endlagersuche. In der Politik steigt das Interesse herauszufinden, welche Regionen weiter im Verfahren bleiben – und einige scheren wieder aus. Die BGE gibt bereits Aufschluss darüber, wie der Bericht gestaltet sein wird, ohne Namen zu nennen.
Der amerikanische Präsident und sein Herausforderer streiten über die Ursachen der Waldbrände im Westen der USA. Dabei ist längst belegt: Die Erderwärmung verstärkt Hitze und Dürre, sie macht Feuer wahrscheinlicher und intensiver. Und die Nordhalbkugel des Planeten erlebte gerade ihren heißesten August.
Das Reduktionsziel 2030 von 55 Prozent soll laut Europäischer Kommission unter Einbezug von Landnutzung und Forsten erreicht werden. Das läuft auf eine schwächere Verschärfung hinaus, auch wenn die Details noch unklar bleiben. Verkehr und Gebäudeenergie sollen in den europäischen Emissionshandel integriert werden, fordert die Kommission.
Wirtschaftsminister Altmaier hat die Verbändeanhörung zum EEG 2021 gestartet. Der kaum veränderte Entwurf wird dem 20-Punkte-Klimaplan des Ministers vom Freitag nicht gerecht, im Gegenteil. Die Ausweitung der Smart-Meter-Pflicht auf kleinste Anlagen ist ein weiteres Hemmnis für die Erneuerbaren, meinen Kritiker.
Der Bundeswirtschaftsminister spricht von einem „historischen Pakt“ für den Klimaschutz, die EU-Kommission dringt auf höhere Klimaziele für 2030: Was sagt der größte Industrieverband des Landes dazu? Der stellvertretende BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch sieht noch viele Hürden vor der Umsetzung des neuen Kurses.
Der Alleingang des Wirtschaftsministers zum Klimaschutz schlägt Wellen – Tagesspiegel Background sortiert, bei welchen Themen nun konkrete Schritte möglich wären. Die Reaktionen aus der überrumpelten Unionsfraktion sind positiv. Die Umweltministerin und die Klimaschutzbewegung bleiben dagegen skeptisch.
Mit seinem ersten „Green Bund“ folgt Deutschland internationalen Vorreitern. Die grünen Staatsanleihen schaffen nur etwas Transparenz, aber keine zusätzlichen Ausgaben zugunsten einer klimaverträglichen Wirtschaft.
Der chinesische Staat setzt Weltstandards bei der Umweltfreundlichkeit von Klimaanlagen. Sie könnten längst auch in Deutschland der Standard sein, doch die hiesige Regulierung hinkt der Wirklichkeit hinterher.
Die Union fordert Änderungen am EEG-Entwurf ihres Wirtschaftsministers. Dazu gehört neben der Umlagebefreiung für Wasserstoff und PV-Dachanlagen auch ein Modell für die Nutzung von Überschussstrom. Der energiepolitische Sprecher Joachim Pfeiffer will auch das Windenergie-auf-See-Gesetz ändern.
Umweltbundesamt und -ministerin zeigen in einer Untersuchung, dass die Übertragungswege für die Klimabilanz von Streaming entscheidend sind. Die Unterschiede zwischen Glasfaserkabel und veraltetem Mobilfunkstandard sind enorm. Die Branche freut sich über die neuen Erkenntnisse.
In die Beratungen um ein neues EU-Klimaziel für 2030 kommt eine unerwartete Dynamik: Jetzt soll auch die Kommissionspräsidentin für mindestens 55 Prozent Emissionsminderung bis 2030 sein. Vorerst setzt der Umweltausschuss mit einem Beschluss zu minus 60 Prozent ein Zeichen.
Die Union befürwortet die Einführung von Differenzkontrakten (CfD) für Offshore-Windparks – aber nur für grenzüberschreitende Projekte. In Deutschland oder gar für andere Technologien scheint das ausgeschlossen, wie eine Anhörung im Bundestag gestern gezeigt hat.
In Großbritannien legt eine Bürgerversammlung heute Vorschläge für die Klimapolitik des Landes vor. Verpflichtend ist davon allerdings nichts. Auch in Frankreich setzt man auf einen Bürgerkonvent und verspricht, Taten folgen zu lassen.
Von den Spitzen der Berge bis in die Tiefen der Ozeane wirkt sich der Klimawandel auf die Ökosysteme der Erde aus, schreiben UN und Weltwetterorganisation in einem gemeinsamen Bericht. Bald werde eine Erderwärmung von 1,5 Grad erreicht.
Tagebaubetroffene aus dem Rheinischen Revier klagen vor dem Verfassungsgericht gegen die im Kohlegesetz festgeschriebene energiewirtschaftliche Notwendigkeit von Garzweiler II. Auch die Debatte um die Höhe der Entschädigungen für die Braunkohlekonzerne geht weiter – die SPD fordert die Herausgabe eines Gutachtens.
Die Erderhitzung und die Klimaziele von Paris erfordern, dass die Finanzierung der emissionsträchtigen Kohlewirtschaft stark sinkt. Doch international haben lediglich 16 von 214 Top-Finanzinstituten eine hinsichtlich ihrer Klimaeffekte robuste Kohle-Politik.
Das europäische Parlament hat seinen Vorschlag für das Klimagesetz fast fertig. Wie immer übertrifft es den Ministerrat und die Kommission an Ehrgeiz. Die Frage ist jetzt, was die Staats- und Regierungschefs als neues Klimaziel beschließen. Auf jeden Fall wird die Umsetzung eine regulatorisch gewaltige Aufgabe.
Ein Projekt soll zeigen, ob sich eine 500 Meter unter dem Berliner Grunewald liegende Gesteinsschicht aus Muschelkalk eignen könnte, um Erdwärme zum Heizen von Gebäuden zu nutzen. Ort der Erforschungen ist ein riesiger Speicher unter der Gesteinsschicht, der Erdgas eingelagert hatte und derzeit stillgelegt wird.
Bundeskanzlerin Angela Merkel zieht als Reaktion auf die Nawalny-Vergiftung erstmals einen Baustopp für Nord Stream 2 in Betracht. Experten sind sich weitgehend einig: Wirtschaftlich wäre der Schaden erheblich, aber nicht katastrophal. Die Pipeline hat an Bedeutung eingebüßt. Mit Schadenersatzklagen wäre allerdings zu rechnen.
Stärkerer Erneuerbaren-Ausbau, Anschlussförderung auch für Windräder, Abschaffung der EEG-Umlage – die SPD-Fraktion will den EEG-Entwurf des Bundeswirtschaftsministers in etlichen Punkten ändern. Die Finanzierung des EEG über den Bundeshaushalt sei dabei die Schlüsselfrage.
Wie ist zu vermeiden, dass trotz europäischen Klimaschutzes Emissionen ins Ausland verlagert werden? Die EU-Kommission fasst den CO2-Grenzsteuerausgleich ins Auge, ein Vorschlag soll nächstes Jahr kommen. Der Stiftung Arbeit und Umwelt der Industriegewerkschaft IG BCE ist das zu eng gedacht. Ein neues Papier diskutiert verschiedene Optionen.
Der Energiekonzern beteiligt sich überraschend mit einem der modernsten deutschen Kohlekraftwerke an der Ausschreibung zur Stilllegung von Kapazitäten. Offen bleibt, zu welchem Preis und ob mit beidem oder nur mit einem Block. Die hohe Effizienz und die damit längeren Einsatzzeiten der Vergangenheit helfen, zum Zuge zu kommen.
Außenminister Heiko Maas droht mit einem Stopp von Nord Stream 2, sollte Russland nicht zur Aufklärung der Vergiftung des russischen Oppositionellen Nawalny beitragen. Laut Energieexperten ist die Gaspipeline für die Energieversorgung Europas „nicht von existenzieller Bedeutung“. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer warnt indes vor Aufgabe des Projekts.
Öffnet der Bundeswirtschaftsminister den Stromsektor für die umstrittene CCS-Technologie? Der Eindruck entsteht zumindest, wenn man seinen EEG-Entwurf liest. Kohle und Gas mit CO2-Filter könnten demnach heimische Erneuerbare ersetzen.
Kann Chile zum Lieferanten grünen Wasserstoffs für Deutschland werden? Zunächst interessiert sich das Land für deutsche Technologie und Expertise, wie sein Energieminister deutlich macht. Er glaubt, dass chilenischer Wasserstoff trotz großer Transportentfernungen international wettbewerbsfähig wird.
Der Wirtschaftsausschuss des Bundestages befasst sich heute in einer Anhörung mit dem öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen Bundesregierung und Braunkohleunternehmen. Die geladenen Sachverständigen sind kritisch: Einige monieren die Intransparenz der Entschädigungen, anderen gehen diese nicht weit genug.
Ende des Monats werden erstmals Regionen genannt, die Standort für ein Atommüll-Endlager werden könnten. Schon vor dem Zwischenbericht sind zahlreiche Konfliktlinien erkennbar, an denen der Streit in den kommenden Monaten eskalieren könnte. Ein Blick nach Niedersachsen zeigt, wie sich die Politik vorbereitet.
Für die kommende Handelsperiode im EU-Emissionshandel will die EU-Kommission die Zahl der kostenlosen Zertifikate für Industrieunternehmen je nach Branche um bis zu 24 Prozent senken. Experten halten den Schritt für überfällig.
Heute endet die Konsultation der Bundesnetzagentur zur Regulierung der künftigen Wasserstoffnetze. In der Debatte geht es um fairen Marktzugang, um die Rolle der Gasnetzbetreiber und um die Zukunft der Energiewende.
Im Osten Sibiriens wurde in diesem Sommer so viel CO2 durch Brände freigesetzt wie noch nie seit Beginn der Satellitenüberwachung im Jahr 2003. Das berichtet der Satellitendienst Copernicus. Klimaforscher sind beunruhigt und fürchten eine sich selbst verstärkende Entwicklung des Klimawandels.