Die Bundesregierung hält an ihrem Ausschreibungsmodell für die Offshore-Windkraft fest. Die Forderung des Bundesrates nach Einführung von Differenzverträgen lehnte das Kabinett gestern ab. Nächste Woche geht die Diskussion im Bundestag weiter.
Heute stellt die französische Regierung ihr Corona-Rettungspaket vor. Besonders umweltfreundlich soll es sein, verspricht die Regierung. Ein Fokus liegt auf der energetischen Sanierung von Staatsgebäuden, auch für Wasserstoff gibt es mehr Geld. Ein Überblick.
Wenn die Corona-Milliarden ausgegeben sind, wird nicht viel Geld übrigbleiben, um den weiteren Umbau des Energiesystems zu fördern, erwartet der Energieverband BNE. Stattdessen soll eine rasche Reform der Energieregulierung für Dynamik sorgen – kostenneutral durch mehr Markt.
Jahrelang hatte die Koalition darüber gestritten: Gestern nun fand die erste Innovationsausschreibung für erneuerbaren Energien statt. Obwohl offen ist, ob sie ein Renner wird oder ein Rohrkrepierer, plant das Bundeswirtschaftsministerium bereits Wiederholungen für die nächsten acht Jahre.
Beim Moselwein aus der Heimat von Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner haben sich die EU-Agrarminister warmgelaufen für schwierige Verhandlungen über Reformen im Herbst. Bisher nutzen die hohen Subventionen vor allem den intensiv wirtschaftenden Betrieben, stellt eine Studie fest.
Bis gestern Nacht konnten die Steinkohleverstromer ihre Gebote für die erste Ausschreibungsrunde zur Stilllegung ihrer Kraftwerke einreichen. Marktwert und Wettbewerbssituation dürften für sie die entscheidenen Kriterien bei der Frage gewesen sein, ob sie mitbieten.
Die geplante EEG-Novelle ist vor allem auch eine Antwort auf die Verzögerungen beim Netzausbau. Diverse Maßnahmen sollen Windparkplaner nach Süddeutschland locken und so dem Engpass entgegenwirken, zeigt der Entwurf. Das wirkungslose Instrument des Netzausbaugebiets wird abgeschafft.
Noch ist nicht ausgemacht, in welchem Ausmaß grüner und blauer Wasserstoff neben dem Industriesektor auch den Verkehr und den Gebäudesektor versorgen sollen. Eine neue Studie warnt vor einer breiten Streuung. Die mache alles viel teurer.
Knapp fünf Gigawatt Wind Onshore und zehn Gigawatt Photovoltaik sollen jährlich zwischen 2021 und 2030 zugebaut werden, so verlangt es der Bundesverband Erneuerbare Energie in einem Positionspapier. Die Forderungen liegen deutlich über dem, was das Bundeswirtschaftsministerium vorsieht.
Die Wachstumskritik entwickelt sich weiter. Eine neue Analyse zeigt das Potenzial einer differenzierten Wachstumsdefinition für den Ressourcen- und Klimaschutz auf. Die Politik soll demnach weiter auf die marktwirtschaftliche Steuerung vertrauen. Aber auch Argumente der Degrowth-Vertreter werden gewürdigt.
Auch ohne den Wasserstoff-affinen Premierminister Shinzo Abe dürfte Japan sein Ziel einer „Wasserstoffgesellschaft“ weiter verfolgen. Dabei könnte es zu einem deutsch-japanischen Kopf-an-Kopf-Rennen auf dem Technologiemarkt kommen. Experten des Energie-Thinktanks Esperis sehen Japan im Vorteil.
Das europäische Regelwerk für Energie- und Stromsteuern ist fast 20 Jahre alt. Lange wurde das heiße Thema nicht angefasst, jetzt wagt sich die EU-Kommission an eine Reform. Ihr Ziel: Mit Steuerausnahmen für Kerosin und andere fossile Brennstoffe soll bald Schluss sein.
Am Geld soll es nicht scheitern. Rund 40 Milliarden Euro sollen in den Strukturwandel in den Kohleregionen im Westen und Osten fließen. Bund und Länder haben dafür ein Koordinierungsgremium gebildet. Grüne und Linke zweifeln an der Wirksamkeit der Vorgehensweise.
Wie die Wärmewende ganz praktisch funktioniert, machen die Stadtwerke Bad Nauheim mit einem geothermischen Flächenkollektor vor. Damit kann ein Neubaugebiet am Rande der Stadt klimaneutral geheizt werden. Kämpfen mussten die Projektierer um die bergrechtliche Genehmigung.
Einzelne Bundesländer und Kommunen preschen mit dem Vorhaben vor, Photovoltaikanlagen auf Dächern von Neubauten zur Pflicht zu machen. Das Bundeswirtschaftsministerium, das derzeit eine Novelle des EEG ausarbeitet, gilt als skeptisch. Der Solarverband BSW ist klar dagegen.
Die Bundesregierung hat eine Befreiung der Wasserstoffproduktion von der EEG-Umlage angekündigt. Umsetzen will das Wirtschaftsministerium das über eine Ausweitung der Besonderen Ausgleichsregelung für stromintensive Unternehmen. Manche in der Energiebranche fürchten, dadurch diskriminiert zu werden.
Nordrhein-Westfalen macht den Anfang beim Kohleausstieg. Im Interview spricht Landeswirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) über die Energiewende vor Ort, neue Arbeitsplätze für Braunkohlekumpel und die Klimapositionen seiner Partei.
Lange wurde über ein Lobbyregister für den Bundestag diskutiert. Jetzt ist ein erster Regulierungsentwurf bekannt geworden. Anwälte müssen sich demnach registrieren lassen, Erfolgshonorare sollen verboten werden. Lobbycontrol geht der Entwurf nicht weit genug.
Die Bundesregierung setzt beim Stromnetz der Zukunft auf künstliche Intelligenz (KI) und Blockchain-Technologien. Zwei erste Pilotprojekte sind jetzt angelaufen. Derweil zeigt eine Studie, dass die neuen Geschäftsmodelle noch in den Kinderschuhen stecken.
Das Abscheiden von CO2 aus der Luft ist bisher noch teuer, aber es funktioniert. Auf Island will das Schweizer Unternehmen Climeworks nun die bisher größte Anlage ihrer Art bauen und 4000 Tonnen Kohlendioxid dauerhaft im Untergrund speichern. Oxfam hält die Technologie für verlässlich.
Die Coronakrise hat der deutschen Industrie vor Augen geführt, wie störungsanfällig ihre Zulieferketten aus China sind. Das betrifft nicht zuletzt die Energietechnik und die Autoindustrie. Dennoch bleibt eine Entflechtung der hiesigen Wertschöpfung von China unwahrscheinlich.
Der Bund wird bis Jahresende die ersten beiden grünen Anleihen mit einem Gesamtvolumen von elf Milliarden Euro und negativem Zins begeben. Ein Rahmenwerk regelt, wohin das Geld fließen darf und wohin nicht, etwa in die Kernenergie. Künftig soll jedes Jahr ein solches Wertpapier folgen.
Die EU hat sich ambitionierte Ziele für die Reduktion der Methanemissionen gesetzt. In ihrer Methanstrategie verzichtet die Kommission vorerst aber auf regulatorische Maßnahmen. Oberste Priorität hat zunächst, die Emittenten genauer zu detektieren.
Angesichts des beschleunigten Abholzens der Amazonas-Wälder gehen immer mehr EU-Länder auf Distanz zum Handelsabkommen mit dem Binnenmarktverbund Mercosur in Südamerika. Auch im EU-Parlament wird die Kritik lauter. Zuvor hatte bereits die Kanzlerin Bedenken geäußert.
Anschlussförderung für Altanlagen, Einbaupflicht für Neubauten, Recht auf Eigenversorgung – die Solarenergie soll im Zentrum der anstehenden EEG-Novelle stehen. Zumindest wenn es nach den Klimapolitikern der Union geht. Der nächste Koalitionsstreit scheint damit in Teilen vorprogrammiert.
Das neue EU-Klimaziel für 2030 wird bald Gegenstand harter Verhandlungen sein. Agora Energiewende hat durchrechnen lassen, wie es erreicht werden könnte. Ein neuer oder verschärfter Handel mit Verschmutzungsrechten gehört dazu – und Ordnungsrecht.
Dass in Brasilien immer mehr Regenwald verschwindet, beunruhigt die ganze Welt – denn der Amazonas ist extrem wichtig fürs Klima. Vor diesem Hintergrund sieht Kanzlerin Merkel das geplante Handelsabkommen mit Südamerika kritisch. Und nicht nur sie.
Das Windenergie-auf-See-Gesetz von 2017 verstößt in Teilen gegen die Verfassung, urteilte gestern das oberste deutsche Gericht. Der Bund habe versäumt, manche Projektentwickler finanziell zu entschädigen. Unfair behandelt fühlt sich vor allem das Unternehmen WPD, das auf einer Baugenehmigung sitzen bleibt.
Vier Klimaaktivistinnen haben am Donnerstag mit der Bundeskanzlerin gesprochen und politische Führung von ihr gefordert. Angela Merkel soll dabei sogar auf Distanz zum umstrittenen Mercosur-Abkommen gegangen sein. Im Bericht über das Treffen zeigte Greta Thunberg wieder einmal ihr Talent für politische Kommunikation.
Das Antarktiseis enthält Spuren sprunghafter Veränderungen in der Erdatmosphäre, die sich wiederholen könnten, heißt es in einer aktuellen Studie. Die erdgeschichtlichen Ereignisse bleiben dennoch hinter den menschlichen Eingriffen zurück. Die Autoren plädieren dafür, dass die Bemühungen um Klimaschutz auch Unvorhergesehenes einschließen sollten.
Ernst Rauch ist Global Head Climate des Rückversicherers Munich Re. Das Unternehmen beschäftigt sich intensiv mit Risiken durch die Klimaerwärmung. Rauch spricht über Anpassungsstrategien für die deutschen Bauern, die Auswirkung von Hitzewellen auf erneuerbare Energien und die Grenzen von Verhaltensänderungen.
Seit 2014 wurde versucht, die Klimaschutzlücke bis 2020 mit Förderung, Forschung und Beratung zu schließen. Die Bilanz des kleinteiligen Aktionsprogramms ist ernüchternd: Viele Maßnahmen haben überhaupt kein Ergebnis geliefert, unterm Strich wurde die Zielsetzung um rund 40 Prozent verfehlt. FDP und Grüne plädieren für den Markt.
Die Mehrheit der Banken trifft uninformierte Entscheidungen zu Klimarisiken. Zu diesem Fazit kommt eine aktuelle Studie der Europäischen Zentralbank (EZB). Unterdessen scheint sich ein globaler Standard zu etablieren, um den Klimafußabdruck von Finanzinstituten zu messen.
In Tschechien gibt es seit rund einem Jahr eine Kohlekommission nach dem Vorbild Deutschlands. Die Ergebnisse sollten eigentlich in diesen Tagen vorliegen, doch das Coronavirus hat die Pläne verschoben. Klimaschützer sind besorgt, weil nicht Erneuerbare, sondern die Atomkraft die Kohle ersetzen soll.
Die Getreideernte fällt in Deutschland zum dritten Mal in Folge schlecht aus. Jetzt fordern die Bauern Hilfen, um eine Versicherung bezahlen zu können – das Ernährungsministerium reagiert skeptisch. Mit Ernteausfällen in Folge von extremen Wetterphänomenen wird man in Zukunft weiter rechnen müssen.
Der Kohleausstieg hat massive Auswirkungen auf die Gipsversorgung Deutschlands. Ohne dass die Bundesregierung einen Plan hat, wie die enormen Mengen ersetzt werden sollen. Thüringens Ministerpräsident befürchtet ein „Abbaggern“ des Harzes.
Einen roten Faden durch die Energiewende will das Forschungsprojekt Ariadne ziehen. Es geht dabei nicht um den einen, richtigen Weg, sondern um Optionen. Gleichzeitig sollen neue Formen der Politikberatung entwickelt werden.
In einigen Umfragen ist das Interesse der Bevölkerung am Klimaschutz zurückgegangen, eine aktuelle Untersuchung zeigt dagegen weiter hohe Werte. Die Ergebnisse widersprechen sich nicht, sondern ergänzen sich. Die Besorgnis bleibt groß, andere Probleme können aber auf die vordersten Plätze rücken. Die Grünen behalten damit einen starken Sockel.
Wird die Stauanlage der Drei-Schluchten-Talsperre halten? Die diesjährigen Überschwemmungen in China lassen unter Experten die Frage aufkommen, wie lange die das größte und wichtigste Wasserkraftwerk der Welt noch standhalten und ob es sein einstiges Versprechen überhaupt einlösen kann.
Klimaschäden, Divestment, Fridays for Future – der Druck auf die Ölkonzerne, sich neu zu erfinden, war schon vor der Coronakrise hoch. Seit dem jüngsten Preis-Crash ist aber klar: Es muss viel schneller gehen als gedacht. BP reagiert mit einem drastischen Umbauprogramm, dessen Erfolg ungewiss ist.
Ab Januar 2021 müssen große Unternehmen Bericht darüber erstatten, welche Anteile ihres Geschäfts klimafreundlich sind. Die sogenannte EU-Taxonomie könnte mehr Geld in grüne Investitionen lenken. Viele Unternehmen fürchten allerdings ein bürokratisches Monster.
Der türkisch-griechische Gaskonflikt im östlichen Mittelmeer nimmt immer größere Dimensionen an. Östlich von Kreta sind zahlreiche Kriegsschiffe und Kampflugzeuge unterwegs. Gerüchte über eine Kollision machten die Runde. Auch Frankreich schickt Militär.
Anders als öffentlich wahrgenommen, kommen die deutschen Energiekonzerne mit ihrer Transformation zügig voran. Gewinnbringer und strategischer Fokus bei RWE sind nun eindeutig die erneuerbaren Energien. Die gesamte Branche ist wieder hochattraktiv für Investoren.
15 Milliarden Euro erhält das Rheinische Braunkohlerevier über die kommenden 20 Jahre, um den Strukturwandel zu meistern. Die Landesregierung setzt auf erneuerbare Energien und Wasserstoff. Die zahlreichen Hochschulen in der Region sollen dabei helfen. Doch nicht alle Bewohner fühlen sich gut in den Prozess eingebunden.
Während beim multinationalen Forschungsprojekt Iter in Frankreich der Bau der Fusionskammer beginnt, arbeitet das energiehungrige China an einem eigenen Kernfusionsreaktor. Er soll noch in diesem Jahr anlaufen – fünf Jahre vor dem geplanten Iter-Start.
Um den Stadtteil Hamburg-Wilhelmsburg mit regenerativer Wärme beheizen zu können, soll ein „heißer Schatz“ unter der Elbinsel gehoben werden: Thermalwasser in dreieinhalb Kilometern Tiefe. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die dezentrale Nahwärme-Versorgung ohne fossile Energieträger als Reallabor.
Die Bundesregierung beschließt heute ein Investitionsbeschleunigungsgesetz. Darin arbeitet sie auch entscheidende Punkte ihres Aktionsplans zur Rettung der Windenergie ab. Klagen gegen geplante Projekte sollen nicht mehr zum Baustopp führen und der Rechtsweg deutlich verkürzt werden.
Nach der parlamentarischen Sommerpause will das Bundeswirtschaftsministerium seinen Entwurf für die EEG-Novelle vorlegen. Es müsse ein „großer Wurf“ werden, mahnt die SPD-Bundestagsfraktion. Partizipationsmöglichkeiten bei der Windkraft an Land sollten ebenso klar formuliert werden wie eine Lösung für die EEG-Altanlagen.
Bisher ist die Energiewirtschaft der größte Wassernutzer in Deutschland. Mit dem Klimawandel könnte die künstliche Bewässerung der Landwirtschaft zunehmen. Und viele Privatverbraucher in Deutschland haben am Wochenende gezeigt, wie sie auf die Hitze reagieren. Sie füllen ihre Pools.
Mehr als ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl präsentierte die SPD-Spitze am Montag Olaf Scholz als ihren Kanzlerkandidaten. Scholz erklärte in seiner Rede den Klimawandel zur enormen Herausforderung. Bei den SPD-Klimapolitikern genießt Scholz volle Rückendeckung.
In Berlin hat sich eine Klimapartei gegründet: „radikal:klima” will im nächsten Jahr bei der Wahl des Abgeordnetenhauses antreten. Die Rote Linie in möglichen Koalitionsverhandlungen markiert das 1,5-Grad-Ziel von Paris, so die forsche Ansage auf dem Gründungsparteitag.
Mit dem Bau größerer Solarparks jenseits der EEG-Förderung ziehen Flächenkonflikte herauf. Das Wirtschaftsministerium beurteilt die Situation dennoch gelassen. Allerdings erwägt es eine „Ausweitung der Flächenkulisse“ – ohne kommunale Ertragsbeteiligung wie bei der Windkraft.
Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth spricht im Interview über die Rolle Deutschlands während der EU-Ratspräsidentschaft, den Zeitplan für das neue EU-Klimaziel und eine von ihm favorisierte rot-rot-grüne Koalition im Bund.
Die Wasserstoffproduktion mit Windstrom auf See wird konkreter. Das Bundesamt BSH hat erstmals zwei Gebiete für Pilotprojekte ausgewiesen. Interesse signalisiert etwa der Energieversorger EnBW. Beschleunigt wird das Ganze durch den Engpass beim Netzanschluss der Offshore-Windparks.
Ende September werden erstmals Regionen genannt, die für ein Atommüll-Endlager infrage kommen. Schon jetzt gibt es Zwist über die Termine und die Ausgestaltung der Konferenzen nach der Veröffentlichung des geplanten Zwischenberichts.
Solarparks werden immer häufiger ohne EEG-Förderung geplant, was deutlich größere Ausmaße zulässt. Aber auch die lokalen Widerstände wachsen. Branchenkenner warnen vor einem Umschlagen der Stimmung gegen die Freiflächen-PV. Dann könnte ihr das gleiche Schicksal drohen wie der Windkraft.
Peter Altmaier räumt Fehler in der Klimapolitik ein und spricht von „enormen Nachholbedarf“. Mitglieder der Unionsfraktion unterstützen den Wirtschaftsminister. Doch während sie auch auf die Trendwende hin zu mehr Marktwirtschaft hoffen, dringen Erneuerbaren- und Umweltvertreter auf den Erneuerbaren-Ausbau vor Ort.
Großbritannien bereitet sich auf einen harten Brexit vor und plant ein nationales CO2-Handelssystem. Derweil errechnet die EU-Kommission, wie sich ein höheres 2030-Ziel trotz Brexit erreichen lässt. Denn wie groß die Lücke ohne die Briten sein wird, ist bislang unklar.
Um die Fertigstellung der Gas-Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland wird mit hohem Einsatz gerungen. Lobby-Unternehmen versuchen, US-Parlamentarier von den geplanten Sanktionen abzubringen. Die Bundesregierung hofft immer noch auf eine gütliche Einigung mit den USA.
Das „Reallabor Westküste 100“ hat den Förderbescheid des Bundes erhalten. Die zehn Partner um die Raffinerie Heide wollen perspektivisch 700 Megawatt Wasserstoff aus Offshore-Windstrom erzeugen. Die neue Förderrichtlinie des BMWi für die Reallabore verzögert sich unterdessen weiter.
Klimamodellierer sollten weiterhin mit dem Risiko von stark steigenden Emissionen rechnen. Das entsprechende standardisierte Szenario behalte seine Berechtigung, heißt es in einem aktuellen Aufsatz. Zuletzt hatte es eine heftige akademische Debatte um das Thema gegeben.
Die Bundesregierung hat vor dem internationalen Schiedsgerichtshof ICSID kein Glück. Erneut hat er einen Einspruch Deutschlands abgelehnt. Nach Vattenfall erringt nun der Baukonzern Strabag im Streit über ein Energieprojekt einen Etappenerfolg gegen den Bund.
Der Schweizer Maschinenbauer Meyer Burger will an früheren Solarworld- und Sovello-Standorten in Freiberg und Bitterfeld-Wolfen Solarmodule produzieren. Vorstandschef Gunter Erfurt, der aus Sachsen stammt, erklärt im Interview, warum er nicht auf Subventionen baut und wie er gegen die chinesische Übermacht bestehen will.
2025 soll ein neuer europäischer Satellit fertig sein, der die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre misst. Die Raumsonde ist vollgepackt mit technischen Neuentwicklungen. Politisch macht sie Europa unabhängig, um die Einhaltung des Klimaabkommens von Paris zu überwachen.
Die Windenergie steckt mitten in ihrem dritten Krisenjahr. Alles wartet auf die EEG-Novelle, in der die Bundesregierung große Teile ihres Aktionsplans zur Verbesserung der Lage abarbeiten will. Die wegen der Coronakrise installierte Bund-Länder-AG ist schon wieder aufgelöst.