Die Krankengeldausgaben der Kassen sind trotz gesunkener Behandlungszahlen das zweite Jahr in Folge drastisch angestiegen. Sie erhöhten sich um mehr als zehn Prozent. Das Gesundheitsministerium forderte von den Versicherern den Versuch eine Ursachenanalyse. Nun liegen erste Ergebnisse vor.
Gesundheitsminister Spahn hat das Impfen mit AstraZeneca vorerst ausgesetzt – und die Bundesländer sind dieser Entscheidung ausnahmslos gefolgt. Doch auf welcher Rechtsgrundlage eigentlich? Hier besteht nicht nur in den Ländern Aufklärungsbedarf.
Per Verordnung will die EU-Kommission das so genannte „Digital Green Certificate“ einführen. Reisende sollen damit sowohl Impfungen als auch überstandene Corona-Erkrankungen und negative Tests nachweisen können. Die Kommission hofft, dass die Technologie Ende Juni einsatzbereit ist.
Während der ersten Welle traf die Corona-Pandemie erstaunlicherweise vor allem reiche Landkreise und Städte. Mittlerweile zeigt sich, dass sozioökonomisch benachteiligte Regionen und prekär Beschäftigte sowie Arbeitslose anfälliger sind.
Von Zertifizierung über virtuelles Gesundheitsamt bis ÖGD-Spitzenverband: Der Ruf nach übergeordneten Strukturen für den Öffentlichen Gesundheitsdienst wird lauter. Bei digitalen Anwendungen wird die Notwendigkeit besonders deutlich.
In vielen Bundesländern können Schüler:innen in dieser Woche erstmals in diesem Jahr wieder eine Schule betreten. Begleitet werden sollte der Start von einer breit angelegten Teststrategie. Doch Verzögerungen bei Bestellungen und Zulassungen führen zu einem chaotischen Start – und in einem Bundesland gar dazu, dass nicht zugelassene Tests verteilt werden.
Nach der Aussetzung der Corona-Impfungen dürfte der Image-Schaden für das Vakzin irreversibel sein, von der Bundesregierung kommen weitere entmutigende Signale. Ein Blick auf gemeldete Nebenwirkungen aller Corona-Impfungen zeigt, dass die Auffälligkeiten auch mit der lange geltenden AstraZeneca-Altersgrenze zu tun haben könnten.
Die Inzidenzzahlen sind zentral für die Corona-Politik. Durch Schnelltests dürften die Zahlen steigen – wie genau sich das in den Statistiken auswirkt, wird aber bislang nicht zuverlässig erhoben. Nicht nur in den Ländern steigt nun der Druck, ein neues Koordinatensystem für Lockdown- und Öffnungsentscheidungen zu entwerfen.
Erst ging es um richtigen Umgang mit der Infektionsgefahr, nun um Ärger über die Impfkampagne: Die Corona-Pandemie hat die Zahl von ratsuchenden Patient:innen bei der UPD explodieren lassen. Im Jahr 2020 drehte sich dort jede dritte Beratung um Covid-19. Und neben Rechts- und Versorgungsfragen spielt dabei auch Verunsicherung durch Gerüchte eine Rolle.
Die Sterblichkeitsraten bei jüngeren von Brustkrebs betroffenen Frauen in den USA sind nicht mehr weiter rückläufig – und könnten sogar ansteigen, befürchten Wissenschaftler. Vergleichbare Zahlen aus Deutschland fehlen.
Bundesweit drängen die Hausärzte darauf, endlich in das Impfen einbezogen zu werden. Die Politik tut sich allerdings schwer, sich auf einen Starttermin festzulegen. Inzwischen sind in vielen Bundesländern Pilotprojekte gestartet.
Mit Blick auf die Bundestagswahl wird es knapp für die geplante Pflegereform. Nun wird endlich ein Entwurf bekannt – der aber ausgerechnet bei den Eigenanteilen Kompromisse eingeht. Von Kassenseite gibt es erste Zustimmung für den Entwurf.
Die späte Phase eines schweren Corona-Verlaufs ist die schwierigste, denn die meisten Medikamente müssen früh eingesetzt werden. GlaxoSmithKline geht jetzt mit einem Präparat in eine Phase-3-Studie, das das Immunsystem vor Überreaktionen bewahren soll.
Bei einer „Notlage im Bereich der öffentlichen Gesundheit“ will sich die EU-Kommission weitgehende Befugnisse sichern – eine Parlamentsbeteiligung ist bislang nicht vorgesehen. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages mahnt zur Vorsicht, Kritiker erinnern an die Debatte zum Bevölkerungsschutzgesetz.
Nach einem Todesfall durch ein Blutgerinnsel stoppt Dänemark sämtliche Impfungen mit dem Corona-Impfstoff AstraZeneca. Fünf andere europäische Länder pausieren nun ebenfalls bei der Verimpfung einer Charge, während die EMA den Impfstoff genauer untersucht.
Die Gematik hat mit verschiedenen Akteuren über ihre Vorschläge zur Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur gesprochen und ist nun überzeugt, dass sie konsensfähig sind. Das Ziel 2025 sei gar nicht so ambitioniert. Und das Gesellschaftermodell habe trotz Kritik und Reibereien Zukunft.
Die Tendenz der Bundesländer bei der digitalen Kontaktnachverfolgung geht Richtung bundeseinheitlicher App. Mecklenburg-Vorpommern hat angeboten, das Ausschreibungsverfahren zu übernehmen – Favorit wäre dann die vielfach beworbene App Luca.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) benennt zwei neue Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZGs). Jeweils sechs und sieben Standorte sollen zu psychischer und Kinder- und Jugendgesundheits forschen.
Die KV Westfalen-Lippe kündigt der Terminsoftware der KVen die Freundschaft – und nimmt die Corona-Impfungen zum Anlass. Das Vertrauen in die Impf-Organisation kann das erschüttern. Dabei sind die Probleme in Nordrhein-Westfalen maßgeblich hausgemacht.
Seit Ausbruch der Pandemie soll der Öffentlichen Gesundheitsdienst gestärkt werden: Doch in den wenigsten Ländern gibt es einen Überblick über die Personalsituation, die Voraussetzung wäre für eine nachhaltige Stärkung. Und der ÖGD-Pakt greift noch lange nicht.
Sie sind das Herzstück des Gesundheitssystems – und der überaus erfolgreichen Impfkampagne in Israel: die israelischen Krankenkassen. Dabei wurden sie einst nach deutschem Vorbild gegründet. Bei der Digitalisierung aber sind sie um einiges weiter.
Wegen der Corona-Pandemie müssen viele nicht lebensnotwendige Operationen verschoben werden – auch wenn die Betroffenen unter Schmerzen leiden. Ein Berliner Orthopäde operiert seine Kassenpatienten deshalb nun in einer Privatklinik. Das kostet die GKV keinen Cent mehr. Doch viele gesetzliche Versicherer verweigern dennoch die Kostenerstattung.
Der Mund-Nasen-Abstrich für den PCR-Test ist in Deutschland der Goldstandard. Doch jetzt bekommt er Konkurrenz aus Österreich. Denn dort haben Forscher am Vienna BioCenter Gurgeltests für SARS-CoV-2-Patienten eingesetzt und erfolgreich an Patienten getestet. Dieses Verfahren hält nun auch in Deutschland Einzug, denn es bietet viele Vorteile.
Dass heute die Entscheidung für die Luca-App oder eine alternative Lösung fällt, ist unwahrscheinlich, noch ist alles offen. Zu den Fürsprechern einer anbieteroffenen Lösung reihen sich nun auch die Macher der Corona-Warn-App und üben zusätzlichen Druck aus. Das passt zu den erweiterten Plänen für die Warn-App.
Seit fünfzig Jahren gibt es die Antibabypille – und sie liegt immer noch auf Platz eins der Verhütungsmittel. Allerdings nimmt ihr Gebrauch ab, weil mehr und mehr Frauen hormoneller Verhütung zunehmend skeptisch gegenüberstehen.
Versicherte ohne Mitwirkung bei der Mitgliedschaft sorgen erneut für steigende Beitragsschulden in der GKV. Noch ist die Dimension mit einem Anstieg des Schuldenstands um eine Milliarde Euro seit der von Spahn angeordneten Bereinigung der Mitgliederbestände der Kassen im Jahr 2019 überschaubar. Corona dürfte dabei eine Rolle spielen.
Im April soll es endlich losgehen mit den Corona-Impfungen in den Arztpraxen. Die Ärzte seien bereit, betonen deren Spitzenfunktionäre seit Wochen. Und stoßen sich zunehmend an bürokratischen Vorgaben und langsamen Abstimmungsprozessen.
Wer hätte das gedacht? Die Betreiber der Unabhängigen Patientenberatung (UPD) fordern nach heftiger Kritik nun von sich aus eine Radikalreform ihrer Finanzierungs- und Trägerstrukturen. Sie wollen sich wegen Interessenkonflikten nicht mehr von den Krankenkassen bezahlen lassen – und ihre Arbeit stärker an Kundenbedürfnissen ausrichten.
Der Entwurf zur Aktualisierung der Impfverordnung sieht vor, dass Krankenkassen ihre Versicherten informieren dürfen, wenn diese zu den priorisierten Impfgruppen gehören. Bundesländer und Kassen reagieren bisher eher verhalten auf die Möglichkeit.
Um Tempo in die Corona-Impfkampagne zu bekommen, will die Bundesregierung die Hausarztpraxen einbinden, in einigen Bundesländern laufen Modellprojekte. Im Interview spricht Ulrich Weigeldt, Chef des Deutschen Hausärzteverbands über verpasste Chancen und den Trugschluss, BioNTech könne nur in Zentren verimpft werden.
Durch ständigen Zugang zum Internet haben Kranke es leicht, sich die nötigen Infos zu beschaffen, um mit der eigenen Erkrankung gut umzugehen und sich die besten Hilfsangebote zu holen. Doch nun belegt eine Untersuchung im Auftrag der SBK, dass dies nicht einmal jedem oder jeder Zweiten gelingt.
Konsens auf den letzten Metern: Für Corona-Beschränkungen wollen sich Union und SPD künftig nicht mehr nur am Inzidenzwert orientieren. Der Bundestag soll mindestens alle drei Monate über den Fortbestand der pandemischen Lage entscheiden. Und im Kampf gegen Corona darf nun noch ein neuer Unterausschuss mitreden – was der Opposition aber gar nicht gefällt.
Mit einer ditalen Beschaffungsplattform sollen Nachschubprobleme bei versorgungskritischen Arzneimitteln und Medizinprodukten frühzeitig erkannt und dadurch verhindert werden. Das fordert zumindest der Medizintechnik-Herstellerverband BVMed – und er bekommt dafür viel Beifall.
Hören bedeutet Lebensqualität, Schwer-Hören im schlimmsten Fall soziale Isolation. Vorbeugen können Hörgeräte und Implantate, allerdings gibt es Probleme bei der Verordnung, beklagt Harald Seidler, Präsident des Deutschen Schwerhörigenbundes.
Nach dem langwierigen Prozess um die Einführung der Pandemiebekämpfungssoftware SORMAS droht den Gesundheitsämtern ein neuer Richtungsstreit bei der digitalen Ausstattung. Verschiedene Apps zur Kontaktnachverfolgung buhlen um die Aufmerksamkeit der Ämter. Der Bund will offenbar Druck bei den Bundesländern machen, sich für einen Weg zu entscheiden.
Hunderttausende Menschen mit Fetalem Alkoholsyndrom (FAS) leben in Deutschland. Die meisten bekommen nie oder nur sehr spät eine Diagnose. Das liegt an mangelnder Aufklärung auch auf ärztlicher Seite. Und es verursacht Milliardenschäden.
Das BMG hat seine Nationale Impfstrategie angepasst: Schon in einer Woche sollen ausgewählte niedergelassene Ärzte impfen dürfen, ab April wird das in die Breite ausgerollt werden. Bei den Priorisierungen will man Praxis-Ärzten Abwägungsspielraum lassen - was dort nicht zwingend für Freude sorgen dürfte.
Sachsen und Bayern wollen mehr Freiheit beim Pandemie-Management. Das dafür nötige Fortgeltungsgesetz soll am Donnerstag verabschiedet werden: Doch kurz vorm Ziel gibt es Uneinigkeit in der Koalition. Dagegen scheinen die von der Union angekündigten Sanktionen gegen Impfvordrängler vom Tisch.
Zwei Corona-Schnelltests pro Woche verspricht Gesundheitsminister Jens Spahn. Die veranschlagten Kosten von maximal 810 Millionen Euro würden jedoch bedeuten, dass sich jede und jeder im Land nur etwa alle zwei Monate testen ließe. Und die SPD übt noch aus anderen Gründen Kritik an den Plänen.
Immer mehr Kinder und Jugendliche werden psychotherapeutisch behandelt. Das belegen Jahresvergleiche aus dem aktuellen Barmer Arztreport. Allerdings unterscheiden sich die Anstiegsquoten je nach Bundesland enorm. Die gestiegene Nachfrage verschärft die ohnehin schon langen Wartezeiten in den Praxen. Und der Druck wird durch Corona noch verstärkt.
In Deutschland soll es bis zum Sommer einen digitaler Impfnachweis geben. Obwohl bereits seit Frühjahr 2020 bekannt ist, wie wichtig ein solcher Nachweis für die Normalisierung des öffentlichen Lebens werden kann, soll der gesamte Vergabeprozess nun in zwölf Tagen über die Bühne gehen. Wichtige Fragen bleiben bislang offen.
Seit Mitte Februar liegen die Pläne des Gesundheitsministeriums, Werbemaßnahmen der gesetzlichen Krankenkassen bei Sportveranstaltungen einzuschränken sowie „Banden- und Trikotwerbung im Spitzen- und Profisport“ zu untersagen auf Eis. Ein Blick auf Argumente und Gegenargumente.
Heute wird der Entwurf für das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in erster Lesung im Bundestag beraten. Teile der Ärzteschaft kritisierten gestern eine Regelung zur geplanten Ersteinschätzung in der Notfallversorgung und warnten vor einer überstürzten Einführung eines algorithmenbasierten Systems. Die Sorgen teilen jedoch nicht alle.
Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen, Demenz und geistigen Beeinträchtigungen gehören laut Impfverordnung zur zweithöchsten Priorisierungsgruppe. Doch ausgerechnet diesen Gruppen fällt es schwer, von ihren Rechten zu erfahren und sie wahrzunehmen.
Der von Gesundheitsminister Jens Spahn eingesetzte Expertenbeirat zu den Corona-Hilfen an Krankenhäuser hat sich auf Grundsätze für eine Fortsetzung der Hilfen über den April hinaus geeinigt. Danach sollen die Kliniken für wegen Corona entstehende Verluste auch für das Jahr 2021 einen Erlösausgleich erhalten.
Ein Online-Tool, das Impfszenarien vorausberechnet, könnte der Politik helfen, die Weichen in der Pandemie richtig zu stellen. In der optimistischen Variante wäre die erwachsene Bevölkerung bis Ende Juli 2021 geimpft – unter bestimmten Voraussetzungen.
Der Klimawandel wird zuerst im Gesundheitssektor finanziell spürbar. Schon heute steigen die Kosten der Gesundheitssysteme durch Hitzewellen oder Luftverschmutzung. Doch sowohl in Brüssel als auch in Berlin tastet man sich erst langsam an die gewaltige Herausforderung heran.
Was lehrt uns die Coronakrise? Auf eng bedrucktem Papier haben rund 40 Expert:innen ihre wichtigsten Forderungen für ein resilienteres und leistungsfähigeres Gesundheitssystem zusammengefasst. Die Vorschläge reichen von besserer Vernetzung und effektiverem Datenaustausch bis zur Vorhaltung von mehr Reserven.
Wie regieren die Deutschen auf die Coronakrise? Je nach Wertemilieu höchst unterschiedlich, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Abgelehnt werden Freiheitsbeschränkungen und Impfungen vor allem von leistungs- und konsumorientierten Menschen. Personen mit humanistischen Idealen und Konservative arrangieren sich weit eher.
Das Dauertrend-Thema Digitale Gesundheit ist bei den Menschen in Deutschland noch nicht richtig angekommen. Aus dem neuen Digital-Index der Initiative D21, der heute vorgestellt wird, geht hervor, dass Telefonate gegenüber der Videosprechstunde bevorzugt werden und es eine Angst gibt, abgehängt zu werden.
Schulen ohne Luftfilter, Luftschlösser zur Teststrategie, zu spätes Reagieren bei Impf-Priorisierungen: Das Vertrauen in die Bundesregierung, die Pandemie in den Griff bekommen zu wollen, droht weiter zu sinken. Vor allem Familien wenden sich desillusioniert ab. Ein Kommentar zur drohenden Repräsentationskrise.
Transparent über Nebenwirkungen der Corona-Impfstoffe aufzuklären, ist ein wichtiger Baustein, um die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu erhöhen. Von Amts wegen zuständig ist hierfür das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Dass auch andere Institutionen Impfnebenwirkungen erfragen, sieht man beim PEI kritisch.
In den neuen Ländern gibt es eine höhere Bereitschaft, sich mit dem russischen Vakzin impfen zu lassen – ebenso bei Linken-Wählern. Auch bei AfD-Wählern scheint es ein überraschend großes Vertrauen zu geben.
Bisher stehen zur Behandlung von Covid-19 nur wenige Arzneimittel zur Verfügung. Auf dem Ebola-Medikament Remdesevir und dem Kortison-Abkömmling Dexamethason ruhten anfangs viele Hoffnungen – doch beide hielten nicht, was sie versprachen. Deutsche Firmen forschen emsig an neuen Wirkstoffen. Sie hätten dabei aber gern mehr Unterstützung.
Seit Mitte Dezember können ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen subventionierte FFP-2-Masken von Apotheken beziehen. Für die Betreiber ein Geschäft mit hohen Gewinnspannen, das einige mit dem Verzicht auf die Eigenbeteiligung oder mit Gewährung von Rabatten noch weiter angekurbelt haben. Das wurde nun gerichtlich untersagt.
Die Corona-Impfkampagne droht ins Stocken zu geraten, bevor sie überhaupt Fahrt aufnimmt. Am Wochenende diskutierten Minister Spahn, der Stiko-Vorsitzende Mertens und RKI-Chef Wieler über Wege zu mehr Effizienz. Zur Einbindung der Hausärzte gab es zwar Bekenntnisse, aber immer noch keine verbindlichen Aussagen.
SPD und Union haben sich darauf geeinigt, neue Corona-Prämien an Pflegekräfte auszuzahlen, wie aus den aktuellen Änderungsanträgen für das Fortgeltungsgesetz zur epidemischen Lage hervorgeht. Bürokratiearm, wie es in der Begründung heißt, dürfte das Verfahren aber kaum werden.
In einer mit viel administrativem Aufwand verbundenen Aktion hat der Bund kostenlose FFP-2-Masken an Hartz-IV-Empfänger verteilt. Dabei geht eine Gruppe aber offenbar erst mal leer aus: Eine halbe Million Menschen, die Grundsicherung beziehen. Das BMG verweist auf bald anstehende Einmalzahlungen.
Psychische Krankheiten bei einem oder beiden Elternteilen sind ein Risikofaktor für die Gesundheit der Kinder. Ein Berliner Patenprogramm hilft den Kindern, emotionale Defizite auszugleichen und einen besseren Start in das spätere Leben zu bekommen.
Das heutige virtuelle Treffen der G7-Staatschefs wird mit Spannung erwartet. Es könnte den Auftakt für den dringend benötigten globalen Schulterschluss im Kampf gegen die Pandemie bilden. Deutschland und die USA haben bereits ein Signal gesetzt – mit mehr als fünf Milliarden Euro für eine bessere Verteilung von Impfstoffen, Medikamenten und Diagnostika.
Die Digitalisierung spielt in der psychiatrischen Versorgung nicht nur wegen Corona eine zunehmend größere Rolle. Sie bietet auch die Chance für besser integrierte Versorgung und bessere Schnittstellen zwischen ambulantem und stationärem Bereich.
Bis Ende des Sommers sollen alle, die wollen, eine Corona-Impfung erhalten - so lautet das Versprechen der Bundesregierung. Und wenn geliefert wird wie angekündigt, sollte dies auch klappen, zeigen aktuelle Berechnungen. Drei Szenarien, wie es bis zum Ende des Jahres weitergehen könnte.
Kinder und Jugendliche konsumieren laut Experten vier Mal mehr Zucker als ihnen guttut. Mit Influencern heizen Haribo und Co. den Süßigkeitenhunger auf Social-Media-Plattformen wie Tik Tok an, kritisiert Foodwatch – und fordert die Politik zum Handeln auf.
Die schleppende Impfkampagne soll endlich vorankommen. Da käme es nicht gut, wenn Spritzen und Kanülen fehlen. Eine Prognose ist kaum möglich: Wie in anderen Feldern der Corona-Bekämpfung gehen die Bundesländer bei der Material-Bestellung getrennte Wege.
Es ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko, kostet jährlich 127.000 Menschen das Leben und ist eine milliardenschwere Last für Gesundheitssystem und Wirtschaft: das Rauchen. Dennoch müssen Tabakabhängige ihre Behandlungen größtenteils selbst tragen.
Wird es in dieser Legislatur noch was mit der von Gesundheitsminister Jens Spahn angekündigten Pflegereform? Pflegeexperten und Heimbetreiber werden langsam nervös. Die vorgesehene Begrenzung der Eigenanteile für Heimbewohner sei überaus dringend, mahnen sie. Denn aufgrund gewollter Verbesserungen für Pflegekräfte schießen die Kosten weiter in die Höhe.