Der Klinikarzt Lothar Gawlik zeigte seinen Vorgesetzten an, weil er dubiose Todesfälle unter den Patienten vermutete. Am Dienstag entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg in dem Fall, der auch für Whistleblower in Deutschland relevant ist.
Menschen unter 65 können sich in Deutschland erst einmal nicht mit BioNTech- und Moderna impfen lassen – sondern nur mit dem weniger effektiven Vakzin von AstraZeneca. Eine Umfrage zeigt nun, dass fast jeder Zweite lieber noch wartet, um einen der begehrteren Impfstoffe zu bekommen.
In vielen Bundesländern gibt es Beschwerden über die Onlineportale zur Buchung von Impfterminen. Dabei steht den Ländern ab dem zweiten Quartal der größte Ansturm noch bevor. Derweil werden Stimmen lauter, die eine bundeseinheitliche Lösung fordern.
Eine Sieben-Tages-Inzidenz von 50 bringt die Gesundheitsämter an den Rand der Arbeitsfähigkeit, so lautet ein kaum hinterfragtes Credo der Pandemiebekämpfung. Berichte zur Covid-19-Lage aus dem BMG zeigen jedoch, dass die meisten Ämter auch mit höheren Werten durchaus zurechtkommen. Herausfordernd sind für sie vor allem Erinnerungslücken der Infizierten.
Finanzierbare digitale Versorgungsmodelle für Herzpatienten zu finden, ist nicht leicht. Liegt die Zukunft in digitalen Herzdienstleistern, welche die Kardiologen anlassbezogen unterstützen?
Mit der neuen Impfverordnung wurde die Liste der Vorerkrankungen erweitert, die zu vorzeitiger Impfung gegen Covid-19 berechtigen. Nun ringen BMG, Bundesländer und Kassen darum, dass alle Berechtigten der Prioritätsstufe 2, auch die sozial Schwachen, pünktlich geimpft werden. Eine Schalte von Jens Spahn heute mit den Ländern könnte Klarheit bringen.
Nach wie vor wird ein großer Teil der Positivmeldungen in der Corona-App nicht mit Kontakten geteilt. Die eingeführte Erinnerungsfunktion führte nur zu einem Anstieg von vier Prozentpunkten. Eine Widerspruchslösung könnte das ändern, doch die Regierung lehnt ab.
22 Jahre lang war Günther Jonitz Präsident der Berliner Ärztekammer. Im Interview zieht er nun Bilanz. Und die fällt gemischt aus. Zwar schreibt sich der 62-Jährige auf die Fahnen, das Thema Patientensicherheit aus der Tabuzone geholt zu haben. Die Versorgung aber müsse dringend besser, nachhaltiger und auch menschlich zugewandter werden.
Erfolge in der Wissenschaft zu erzielen fällt Frauen aufgrund von Vorurteilen, Geschlechterstereotypen und strukturellen Barrieren schwer. Wie können diese adressiert werden? Darüber wurde am gestrigen Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft diskutiert.
Sie sind international verboten und gelten als bedenklich – trotzdem finden sie in Deutschland weiterhin statt: Frischzellenkuren ziehen Patienten aus fernen Ländern an. Gerichte und das RKI stuften sie als „bedenklich“ ein. Eine Verordnung soll für Klarheit sorgen.
Aus Angst vor Corona haben sich hierzulande im vergangenen Jahr weit mehr Menschen gegen Grippe und Pneumokokken impfen lassen als üblich. Dafür verzichteten viele auf wichtige Vorsorgeuntersuchungen. Besorgniserregend daran: Ein Teil dieser Screenings wurde laut Kassenärzte-Statistik nicht bloß aufgeschoben, sondern ganz bleiben gelassen.
Für Massenimpfungen gegen SARS-CoV-2 sind die Hausärzte unverzichtbar – bis jetzt werden sie vom BMG aber nicht in die Planungen eingebunden. Doch die Zeit drängt: Ministerium und KBV rechnen aktuell damit, dass schon Anfang März die Impfzentren an ihre Grenzen geraten.
Risikopatienten und Hartz-IV-Empfänger haben seit kurzem Anspruch auf kostenfreie FFP-2-Masken. Doch Berichte über fehlende oder zu Unrecht erhaltene Gutscheine führen zu Kritik am Verteilungsmanagement. Fragen wirft außerdem die Höhe der Apotheker-Vergütung für die Maskenabgabe auf.
Immer mehr Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren, leiden unter Langzeitsymptomen, wie beispielsweise einem anhaltenden Ermüdungssyndrom. Carmen Scheibenbogen leitet das Fatigue-Centrum der Berliner Charité. Im Interview spricht sie über den aktuellen Forschungsstand von „Long Covid“.
Sie soll vieles einfacher machen, bedeutet aber zunächst Aufwand und Kosten: die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung moniert, Ärzte müssten ausbaden, was andere versäumt haben. Unterstützung gibt es von den Grünen.
Wie kein anderes Land der Welt schaffte es der Staat im Nahen Osten, seine Bürger gegen SARS-CoV-2 zu impfen. Seit Kurzem nimmt das Interesse aber deutlich ab, vor allem in der arabisch-sprachigen Bevölkerung. Schuld daran ist auch Desinformation, die die Sicherheit der Vakzine in Frage stellt.
Testen, Impfen oder Lücken in Krankenhausdienstplänen füllen: Medizinstudierende helfen bei der Pandemiebekämpfung, wo sie können. Dabei lernen und arbeiten sie zum Teil unter grenzwertigen Bedingungen, jetzt noch mehr als sonst. Darunter leidet auch die Ausbildung.
6,2 Milliarden Euro zusätzlich wären dafür nötig, das Finanzministerium will zustimmen. Die geplante Bestellmenge geht deutlich über das hinaus, was bislang auf EU-Ebene für Deutschland an Liefermengen verhandelt wurde.
Seit einer Woche dürfen Antigen-Schnelltests auf das Coronavirus auch an Laien abgeben werden. Dennoch sind derzeit kaum Anbieter auf dem Markt. Der Grund dafür: die anspruchsvollen Voraussetzungen für die CE-Zertifizierung.
Niedergelassene Ärzte wehren sich seit langem gegen die immer stärkere Ausbreitung medizinischer Versorgungszentren. Sie warnen vor renditeorientierter Behandlung und Gefahren fürs Patientenwohl. In einem Gutachten fürs Bundesgesundheitsministerium sehen Experten aber keinen Anlass für solche Befürchtungen. Mehr Regulierung sei nicht nötig, schreiben sie.
Coronavirus-Mutanten wie die neue britische, brasilianische und Südafrika-Variante verbreiten Angst und Schrecken. Impfstoffhersteller entwickeln deshalb bereits die Impfstoffe der zweiten Generation – auch in Deutschland.
Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) fordert eine Überarbeitung des DVPMG-Entwurfs, weil eine Integration interoperabler Schnittstellen in Implantate und Hilfsmittel durch notwendige Neu- und Re-Zertifizierungen nicht fristgerecht möglich wäre. Aber das ist nicht das einzige Problem, das die Branche sieht.
Die Weitergabe von Corona-Impfstoffen an ärmere Länder ist in den EU-Verträgen mit den Herstellern unterschiedlich geregelt. Bei CureVac-Produkten etwa sind solche Spenden komplizierter als bei denen von AstraZeneca. Der FDP-Experte Andrew Ullmann sieht in den Zustimmungsklauseln ein Problem. Dadurch könne es zu gefährlichen Verzögerungen kommen, warnt er.
Nach Ansicht des Deutschen Ethikrats verbietet sich das Zurücknehmen von Corona-Einschränkungen für geimpfte Personen zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Allerdings müsse zwischen Privatwirtschaft und staatlichen Vorgaben unterschieden werden. Die Bundestagsfraktionen teilen weitgehend die Einschätzung des Ethikrates.
Das immense Impftempo in Israel lädt zu zahlreichen Vergleichen und Kritik an der europäischen den europäischen Impfstoffbestellungen ein. Vielfach wird dabei auf den groß angelegten Austausch von Daten zwischen dem israelischen Gesundheitsministerium und dem Konzern Pfizer verwiesen. Zu Recht?
Wenn Kliniken Intensivkapazitäten für Corona-Patienten brauchen, werden Eingriffe verschoben. Welche Operationen oder Therapien dann noch stattfinden und welche nicht, entscheiden die Ärzte vor Ort und von Fall zu Fall. Allgemeinverbindliche Vorgaben darüber gibt es nicht. Kritiker fordern aber zumindest mehr Transparenz über die Risiken.
40 Prozent der Krebserkrankungen in der EU gehen auf vermeidbare Ursachen zurück. Die Kommission will nun mit vier Milliarden Euro diverse Initiativen starten, um die Sterbezahlen nach unten zu bekommen. Sie setzt dabei auch auf eine bessere Datenerhebung- und nutzung.
Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung sinkt zwar beständig, dennoch sind von diesem Problem nach wie vor Zehntausende betroffen. Dabei handelt es sich um gescheiterte Selbständige ebenso wie um Obdachlose oder psychosozial geschwächte Menschen, die mit den Antragsverfahren nicht zurecht kommen. Die FDP fordert hier mehr Ursachenforschung.
Das Handlungsfeld der Öffentlichen Gesundheit umspannt viele politische Ressorts und ist in komplexen Strukturen organisiert. Der neu gegründete und gemeinnützige Innovationsverbund Öffentliche Gesundheit (InÖG) will den Akteuren, allen voran den Gesundheitsämtern, dank interdisziplinärer Teams die notwendigen Instrumente zur Verfügung stellen.
Die Bundesregierung will die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ verlängert haben – und den Bundestag künftig alle drei Monate darüber entscheiden lassen. Oppositionsabgeordnete würdigen diesen Vorstoß zwar als Versuch, das Parlament endlich stärker in den Kampf gegen die Pandemie einzubinden. Die Beteiligung geht ihnen aber nicht weit genug.
Bislang sprach die Regierung von 60 bis 70, jetzt von bis zu 80 Prozent: So viele Menschen müssten geimpft werden, um die Ausbreitung zu stoppen. Und schon droht ein neuer Engpass: Bei Spritzen und Kanülen.
Die Corona-Inzidenzen sinken aktuell – und das könnte tatsächlich an der Disziplin der Bevölkerung liegen. Denn fast zwei Drittel hielten sich nach eigenen Angaben an die Bestimmungen. Große Unterschiede aber zeigen sich zwischen den Wählergruppen der Parteien.
Die neue Impfverordnung sieht für Menschen unter 65 nur ausnahmsweise BioNTech- oder Moderna-Impfungen vor. Menschen mit Adipositas werden höher als bisher priorisiert, Lehr- und Erziehungspersonal nicht.
Der Lockdown beschwert die gesamte Bevölkerung, auch psychisch. Vorbelastete Kinder und Jugendliche aber trifft es besonders hart. Eine Psychotherapeutin und ein Psychiater berichten von Suizidgedanken ihrer Klientel und von vermehrten stationären Aufnahmen.
Auch nach der Reform des Medizinischen Dienstes bleibt die Fehlerquote bei den wenigen geprüften Krankenhausrechnungen hoch. Entsprechend groß ist der Widerstand bei den Krankenkassen gegen Forderungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft, die Prüfquote wegen Corona auch 2021 bei niedrigen fünf Prozent festzuschreiben.
Auch die elektronische Patientenakte der Schweiz kämpft mit Verzögerungen. Doch es geht voran, mit einem anderen Betreibermodell als bei uns. Heute wird die erste Schweizer „Smartphone-ePA“ vorgestellt. Ein Heidelberger hat sie entwickelt.
Wegen Lieferschwierigkeiten unter Beschuss, doch in Sachen Impfgerechtigkeit die Nummer Eins: Der Pharmahersteller AstraZeneca wird von der Entwicklungsorganisation One für Preisnachlässe und Fairness bei der Verteilung seines Impfstoffs gelobt. Das deutsche Unternehmen BioNTech dagegen erhält miese Noten.
Seit letztem Sommer ist bekannt, dass es bei der Förderung neuer Intensivbetten für Corona-Patienten in Krankenhäusern zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist. Der für die Klinikhilfen eingerichtete Beirat würde gerne für Aufklärung sorgen. Doch Jens Spahn will das nicht. Auch der GKV-Spitzenverband signalisiert: „Nicht zuständig“.
Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca wird wohl nur unter 65-Jährigen gespritzt. Das wollen die Mitglieder der Ständigen Impfkommission empfehlen, wenn die EU-Zulassung erfolgt ist. Der Grund sind fehlende Daten zur Wirksamkeit. Zudem betonen die Experten stärker als bisher die Möglichkeit zu Einzelfall-Entscheidungen jenseits der Priorisierung.
Alte zuerst? Das verstehen die Deutschen nicht unter einer idealen Impfpriorisierung. Vielmehr befürworten Sie eine Klassifizierung nach Berufen, Zahl der Kontakte und Vorerkrankungen. Das zeigt eine Befragung der Hertie School of Governance.
Morgen dürfte der AstraZeneca-Impfstoff zugelassen werden, derweil eskaliert der Streit mit der Kommission über die Liefermengen. Nun sollen Verträge öffentlich gemacht werden, auch ein Exportverbot steht in Rede. Ob Europa am längeren Hebel sitzt, ist dabei aber fraglich.
Die Coronakrise hat die Zahl der Video-Sprechstunden in die Höhe schnellen lassen. Das berichtete gestern der Verband der Ersatzkassen. Bei den DiGAs ist das Interesse noch verhalten, die Versicherer ärgern sich hier über hohe Preise. Sorge bereitet ihnen zudem die steigende Belastung für Pflegeheimbewohner. Deren Eigenanteil nämlich hat sich weiter erhöht.
Der Bund macht bei der flächendeckenden Einführung der Pandemiebekämpfungssoftware Druck. Doch die Vorbehalte bei den Gesundheitsämtern sind weiterhin groß. Selbst einige Bundesländer geben unumwunden zu, dass sie den MPK-Beschluss von vergangener Woche nicht umsetzen werden.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat ihre Strategie zur Sicherung der Klinikfinanzen in der zweiten Corona-Welle präzisiert. Sie fordert zwar nach wie vor, die Freihalteprämien wie im Frühjahr auf alle Kliniken auszudehnen. Doch ist sie nun mit einer Spitzabrechnung zum Ende des Jahres einverstanden.
Der AstraZeneca-Impfstoff könnte wegen mangelnder Datenlage erst einmal bei Jüngeren zur Anwendung kommen – Bund und Länder wollen jetzt gegen den Eindruck von „Zwei-Klassen-Impfstoffen“ ankämpfen. Der jüngste Kommunikations-GAU war dabei ein denkbar schlechter Anfang.
In der Pandemie werden weltweit gezielter Daten erhoben, in Zusammenhänge gebracht und ausgewertet als jemals zuvor im Gesundheitswesen. Wie vorhandene Daten in Kombination mit Geodatenanalysen als Frühwarnsystem für mögliche Infektions-Hotspots genutzt werden können, hat die AOK Nordost in einem Projekt erarbeitet, das sie heute vorstellen will.
Die Zahl der Menschen, die sich in der Kommunikation mit Krankenkassen und Ärzten sowie im Umgang mit Therapie- oder Präventionsempfehlungen überfordert fühlen, ist bedenklich gestiegen. Zwei von drei Bürgern fehlt es laut einer aktuellen Studie an Gesundheitskompetenz. Das hat Folgen fürs System.
Die Angst ist groß, Mutationen des SARS-CoV-2-Virus könnten zu Impfstoff-Resistenzen führen. Schlimmer noch: Es könnten durch den Selektionsdruck der Vakzine sogar gefährlichere Varianten entstehen. Im Interview spricht Jakob Trimpert über diesen seltenen, aber nicht auszuschließenden Effekt, den er beim Marekvirus ausgiebig erforscht hat.
Ärzt:innenmangel im ländlichen Raum bereitet seit Jahren Kopfzerbrechen, dazu kommt ein geringeres Gesundheitsbewusstsein als im städtischen Raum. Zwei Krankenkassen bieten mit einem eNurse-Programm und Onlineberatung Lösungen für diese Probleme an.
Die Krankenhäuser rufen wegen der Pandemie mit größer werdendem Rückhalt nach mehr Geld. Sonst drohe eine Pleitewelle, so das Argument. Neue Zahlen zeigen ein anderes Bild: Demnach haben die Kliniken noch nie so viel Geld erhalten wie vergangenes Jahr. Kleine Häuser profitierten besonders von den Freihaltepauschalen.
In Zeiten von psychischem Stress durch den Lockdown und langen Wartezeiten für einen Psychotherapieplatz können Apps für psychische Störungen wichtige Behandlungsbedarfe decken. Selfapy-Gründerin Nora Blum meint trotzdem: Psychotherapie ist unersetzlich.
Die Branche der häuslichen Betreuung hat in Deutschland keinen guten Ruf. Zu unreguliert, zu viel passiert unter der Hand, lauten die Vorwürfe. Da konkrete gesetzliche Vorgaben fehlen, hat die Branchen nun in einem DIN-Standard erstmals einheitliche Anforderung formuliert, die heute veröffentlicht werden.
Bei den digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) schaut die Welt auf Deutschland. Umso schwerer wiegt die jüngste Kritik der Krankenkassen. Sind neue Preismodelle ein Ausweg?
Der Gesundheitsminister spricht von einem „klassisches Win-Win-Geschäft“, Datenschützer sind alarmiert. Der israelische Staat soll den Corona-Impfstoff nicht nur mit Geld bezahlen – auch Daten zur Impfkampagne soll das Unternehmen Pfizer erhalten. Doch veröffentlichte Teile des Abkommens sind nur vage formuliert.
In Deutschland gibt es 15 Millionen Schmerzpatienten. Die Therapie mit Cannabinoiden ist für manche der letzte Ausweg, bürokratische Hürden erschweren jedoch den Zugang. Das soll sich nun ändern.
Digitale Corona-Gesundheitspässe mit Testergebnissen und Impfnachweisen sollen Reisen bald wieder möglich machen. Auch darüber verhandeln heute die EU-Regierungschefs. Wie zudem mit Hilfe von Datenanalyse und KI-Algorithmen die Grenzen öffnen können, zeigte Griechenland bereits im Sommer.
Die neuen S3-Leitlinien zu Tabak-, Alkohol- und Medikamentensucht setzen auf differenzierte, niedrigschwellige Therapieansätze. Denn alle drei Süchte sind in der Gesellschaft weit verbreitet – doch oft bekommt nur ein geringer Patientenanteil die geeignete Therapie.
Der Bund will mit einer Kooperation mehr Personal für Schnelltests in Pflegeheimen organisieren. Die beteiligten Organisationen wissen aber auch zwei Wochen nach dem Beschluss nicht, was genau die Bedingungen sind. Jetzt sollen Soldaten helfen.
Im Wettlauf zwischen Impfkampagne und Pandemie geht es derzeit um jeden Tag. Nach einem Konzept der Barmer könnten in den kommenden Wochen tausende Corona-Tote verhindert werden, wenn die Priorisierung auf Basis von Kassendaten zu Vorerkrankungen erfolgt.
Die hauchdünne neue Senats-Mehrheit könnte sich bei Abstimmungen über Gesetze als stumpfes Schwert entpuppen, sollte es an Unterstützung gemäßigter Republikaner fehlen. Kleinere zielführende Reformen könnten dennoch in greifbare Nähe rücken. Der große Wurf wird US-Präsident Joe Biden in der Gesundheitspolitik aber kaum gelingen.
Wer die ePA nutzen will, muss dafür bei den meisten Krankenkassen noch in den Geschäftsstellen vorsprechen. Ursache dafür sind auch Rechtsunsicherheiten bei den Authentifizierungsverfahren, heißt es bei den Krankenkassen. Die Grünen sprechen von einem verkorksten Anmeldeverfahren.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung tritt in der Pandemie kaum in Erscheinung, das BMG hat die öffentliche Kommunikation gesundheitlicher Themen weitgehend übernommen. Die Behörde scheint überfordert – mitten in der Krise tauscht das Ministerium nun ihre Leitung aus.
DiPAs, die Digitalen Pflegeanwendungen, sollen mit dem Gesetz zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege, dessen Entwurf morgen im Kabinett behandelt wird, Teil der Versorgung von Pflegebedürftigen werden. Aber wie könnten die DiPAs ihren Nutzen entfalten? Und was hat sich gegenüber dem Referentenentwurf geändert?
Gesunkene Lebensqualität von Pflegebedürftigen, fehlende Unterstützung durch Ärzte und Angehörige, physische und psychische Erschöpfung des Fachpersonals: Eine Studie zur Belastung von Pflegeheimen und ambulanten Diensten in der ersten Corona-Welle zeichnet ein bedrückendes Bild. Und die Situation, so die Autoren, hat sich nicht gebessert.
Dänemark ist EU-Spitzenreiter beim Impfen und Sequenzieren und hat einen verbindlichen Impfzeitplan. Was Bevölkerungsregister und sichere E-Mail-Fächer mit dem Erfolg zu tun haben und warum Digitalisierung manchmal auch ein Nachteil ist – eine Analyse.
Bei der Corona-Impfkampagne sieht Klaus Reinhardt keine Versäumnisse beim Bund, aber einige bei den Ländern. Im Interview spricht der Präsident der Bundesärztekammer über ein Hochfahren der europäischen Produktionskapazitäten, über Jens Spahns Kanzlerambitionen und sein Verhältnis zu KBV-Chef Gassen.