Mit der Fortschreibung ihrer KI-Strategie legt die Regierung einen stärkeren Fokus auf den Transfer von der Theorie in die Praxis. Eine wichtige Rolle spielt in dem Papier auch der Gesundheitsbereich. So soll Künstliche Intelligenz unter anderem bei der Pandemiebekämpfung helfen und die Pflege unterstützen.
Mit einer 50-Millionen-Investition in Unternehmen, die neue Covid-19-Therapien entwickeln, schließt der Freistaat Bayern einen bisherigen weißen Fleck der Coronastrategie. Der in Bayern nun vorangetriebene Aufbau der von Medizinern bereits lange geforderten vierten Säule „Covid-19-Therapie“ gilt als Modell für den Bund, wenn nicht sogar für Europa.
Der diesjährige „Lancet Report“ zieht ein ernüchterndes Zwischenfazit nach fünf Jahren Pariser Klimaabkommen. Hitzewellen und andere extreme Wetterereignisse nehmen aufgrund des Klimawandels rasant zu. Mit verheerenden Folgen für die globale Gesundheit.
Die Auslieferung der ersten Corona-Impfstoffe beginnt. Logistik-Konzerne, Speditionen und Cargo-Fluglinien stehen in den Startlöchern, doch noch herrscht Ungewissheit über die genauen Lieferketten. Deutschland wird 2021 zur Drehscheibe für das begehrteste Produkt des Jahres.
Trotz Pandemie und der damit verbundenen wirtschaftlichen wie gesundheitlichen Risiken gibt es bislang keinen Rückgang bei den Arzt-Niederlassungen. Im Gegenteil, in einigen Bundesländern ist die Zahl sogar gestiegen. Das liegt auch an neuen Vorgaben für die Bedarfsplanung.
Heute beraten die Gesundheitsminister der EU-Mitgliedsstaaten über die von der Kommission vorgeschlagene neue Arzneimittelstrategie. Dabei geht es auch um bessere Mechanismen zur Krisenvorsorge und -reaktion. Ein Überblick über die Pläne der EU für die kommenden Jahren.
Pflegekräfte schlucken deutlich mehr Opioide und Antidepressiva als andere Beschäftigte. Das geht aus dem neuen Pflegereport hervor, den die Barmer heute veröffentlicht. Verbände und Fraktionsexperten sehen darin einen Beleg für extreme Arbeitsbelastung. Und auch der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung sagt: „So wie bisher kann es nicht weitergehen.“
Elf Millionen Euro will das BMG in eine Datenbank investieren, in der Genomdaten analysiert und zu Forschungszwecken genutzt werden. Profitieren sollen von genomDE, das jetzt erstmals offiziell präsentiert wurde, zunächst Patienten mit Krebs- und seltenen Erkrankungen.
Bis zum 15. Dezember sollen die Impfzentren in den Bundesländern stehen. Die Vorbereitungen dort laufen auf Hochtouren. Auch Hilfsorganisationen haben sich verpflichten lassen und packen mit an. Doch Sorge bereitet den Organisatoren das nötige medizinische Personal, das offenbar nicht so leicht aufzutreiben ist.
Antigen-Schnelltests sind ein Grundpfeiler der Pandemie-Strategie der Bundesregierung, sie sollen Schulen und Altenheime sicher machen, gerade mit Blick auf die Feiertage. Doch bis dahin dürfte es kaum genügend Tests geben, zeigen Zahlen des BMG.
Im letzten Teil der Serie zur Behandlung von transidenten Kindern und Jugendlichen liegt der Fokus auf denen, um die es geht: die Kinder und Jugendlichen selbst. Zwei sehr unterschiedliche Geschichten zeigen, wie Transitionen bei Minderjährigen verlaufen – oder eben auch nicht verlaufen können.
Beim Nationalen Qualitätskongress Gesundheit sucht man nach Lehren aus der Corona-Pandemie. Kritik gibt es für die Bettenpauschalen, Lob für den Lernprozess und bessere Datenerhebung. Die große Sorge aber bleibt der Pflegekräftemangel.
Niemals vorher waren hierzulande mehr illegale Rauschmittel in Umlauf als derzeit. So lautet der ernüchternde Befund im aktuellen Drogenbericht. Vor allem Kokain wird immer stärker zum Problem. Und die Corona-Pandemie erweist sich als zusätzlicher Treiber für Abhängigkeitserkrankungen.
Die Arbeiten an einem Code of Conduct für einen Europäischen Gesundheitsdatenraum schreiten weiter voran. Auf einer Veranstaltung der Techniker Krankenkassen im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft skizziert die EU-Kommission nun erste Inhalte, die in die neuen Verhaltensregeln Eingang finden könnten.
Eine Wettbewerbsanalyse des Krankenkassen-Dienstleisters Bitmarck kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Kassenlandschaft infolge verschiedener Reformgesetze und der Auswirkungen von Corona bis 2022 massiv verändern wird. Die Versicherten werden dies vor allem in Form stark steigender Zusatzbeitragssätze zu spüren bekommen.
Nur vier von zehn Deutschen wollen wegen der Corona-Pandemie auf Familienbesuche verzichten. Das ist das Ergebnis einer exklusiven Umfrage des Tagesspiegel Background. Dabei drohen erhöhte Infektionszahlen und zusätzliche Todesfälle.
In den Gesundheitsämtern gehen derzeit viele Angebote für Digitallösungen ein, gleichzeitig fehlt dort die Zeit, um diese zu sichten. Die Ämter verständigen sich nun immer stärker auf das zentrale SORMAS-System, bei dem auch Lösungen aus dem Hackathon der Bundesregierung andocken wollen. Auf die Digitalmillionen des Bundes wird indes noch gewartet.
Ob spezialisiertere Krankenhäuser, bessere Vernetzung oder sektorenübergreifende Vergütung: Aus der Coronakrise lassen sich viele Lehren für ein besseres Gesundheitssystem der Zukunft ziehen. Vier Experten haben dazu gestern ein 68-Seiten-Papier mit Reformempfehlungen vorgelegt.
Es sind nur ein paar Tausend, aber offenbar kommen die Klinikbetreiber ganz ohne nicht aus: Leihmediziner können in Krankenhäusern, obwohl sie nach ihren eigenen Regeln arbeiten, zwei- bis dreimal mehr verdienen als festangestellte Ärzte. Profitieren sie nur vom Notstand oder sind sie eine Bereicherung für das System?
Die elektronische Patientenakte sollte direkt vor der Tagesschau beworben werden, meint Jörg Debatin, Chef des Health Innovation Hubs. Gesundheitsminister Jens Spahn hätte die Akte gerne schon in der Pandemie gehabt. Und die FDP-Abgeordnete Christine Aschenberg-Dugnus will die Vergütung von Videosprechstunden an die für Praxisbesuche angleichen.
Nach den Biotech-Firmen Moderna und BioNtech haben nun auch der Pharmakonzern AstraZeneca und die britische Universität Oxford positive Zwischenergebnisse aus der Forschung für einen Corona-Impfstoff gemeldet. Ihr Vakzin sei zu 70 Prozent wirksam – und besonders effektiv, wenn die erste Dosis halbiert wird.
Seit Monaten wird vor der zweiten Corona-Welle gewarnt, doch erst jetzt beginnt die Prävention. Viele Pflegeheime müssten wohl noch bis Ende Januar auf Schutzausrüstung warten, schätzt das BMG laut Bereinigungsbericht für den Haushaltsausschuss. Auch bei Schutzhandschuhen wird es Engpässe geben.
Alle reden von BioNtech. Doch damit der Impfstoff beim Patienten ankommt, muss er in spezielle Fläschchen gefüllt werden. Die kommen ebenso aus Deutschland wie die Spritzen und Kanülen.
Die gesetzlichen Kassen haben das erste Dreivierteljahr mit einem Defizit von über 1,7 Milliarden Euro abgeschlosssen. Grund für die roten Zahlen ist aber nicht Corona. Ursache sind in erster Linie die vom Gesetzgeber erzwungenen und nicht kostendeckenden Zusatzbeitragssätze einiger Krankenkassen.
Der Reformdruck auf die BZgA wächst: In einer Stellenausschreibung macht das BMG deutlich, dass es sich ein „Update“ für die Behörde wünscht – hin zu mehr Agilität und Kommunikation. Denn am Auftreten der Aufklärungsagentur gibt es seit Jahren Kritik.
Um den Umgang mit Klimakrise und Pandemie aus einer psychologischen und pschotherapeutischen Warte sollte es beim DPtV-Lunch-Talk gehen. Die Diskussion wurde zur Modelldebatte zwischen Klimaaktivisten und Liberalen.
Es ist eine der drängendsten Fragen in der Pandemie: Treiben Kitas und Schulen die Infektionszahlen nach oben? Doch die Datenlage ist vielerorts völlig unzureichend, und von einer einheitlichen Erfassung ist man weit entfernt. Für das Bund-Länder-Treffen verheißt das nichts Gutes.
Mit der Software SORMAS steht den Gesundheitsämtern in Deutschland ein kostenloses Tool zur Verfügung, das das Pandemie-Management erheblich vereinfachen könnte. Trotzdem wird es bisher nur von jedem fünften genutzt. Die Gründe dafür liegen auch in der föderalen Struktur des öffentlichen Gesundheitssystems.
Bei einer Diskussion des Deutschen Ethikrates warfen gestern Abend Ethiker aus Frankreich, Großbritannien und von der WHO die großen Fragen der Impfstoffverteilung auf. Dabei wurde auch Kritik an der Preispolitik der Pharmakonzerne laut.
Am Frankfurter Flughafen laufen die Vorbereitungen für die globale Verteilung von Corona-Impfstoffen auf Hochtouren. So werden etwa die Kapazitäten von Europas größtem Pharma-Hub an einem Flughafen erweitert. Aber auch Spezialunternehmen aus Würzburg und Tuttlingen könnten eine wichtige Rolle bei der Impfstoff-Auslieferung spielen.
Von Turnhallen über Baucontainer bis hin zu Kirchen: Impfzentren gegen Covid-19 sind aus der Sicht von Gesundheitsminister Jens Spahn vielerorts denkbar. Dazu kommen sollen mobile Impfteams für weniger bewegliche Bevölkerungsgruppen. Und zur Durchführung der Kampagne gibt das BMG den Ländern und Kommunen jede Menge weiterer Empfehlungen.
Die Zulassung eines Corona-Impfstoffs rückt näher. Gleichzeitig hat die Hälfte der Deutschen Angst vor Nebenwirkungen – die zwingend benötigte breite Impfbereitschaft gefährdet das. Am Erfolg der staatlichen Gesundheits-Kommunikation hängt nun mehr als jemals zuvor: Nur so lässt sich eine erneute Debatte zur Impfpflicht vermeiden.
Im Konflikt mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten um die elektronische Patientenakte (ePA) sehen die gesetzlichen Krankenkassen inzwischen nur noch einen Ausweg: Sie nehmen eine Eskalation des Konflikts in Kauf. Gerichte sollen dann entscheiden, ob die neue Patientenakte mit der europäischen Datenschutzgrundverordnung vereinbar ist.
Mit seinem dritten Digitalgesetz will das BMG die Pflege an die TI anbinden und die Gematik einen eigenen Messenger auf den Weg bringen lassen. Die Krankenkassen dürfte das Gesetz mehr als 100 Millionen Euro jährlich kosten – dem stehen laut Ministerium aber große Einsparpotenziale gegenüber. Zum Beispiel in der persönlichen Pflege.
Notfallsanitäter, darin sind sich alle einig, brauchen mehr Rechtssicherheit bei ihren Einsätzen. Doch wegen Kompetenzgerangels und eines Streits zwischen Bund und Ländern kommt die geplante Reform nicht vom Fleck. Die Betroffenen warnen vor Patientengefährdung – und einer ähnlichen Entwicklung wie in der Pflege.
Die geplante Neuauflage der Bundeshilfen für Krankenhäuser umfasst zahlreiche Änderungen zum Vorgängermodell. Fördergelder für Intensivbetten soll es nur unter strikten Auflagen und Transparenzvorschriften geben. Die Krankenkassen begrüßen dies. Ob das Vorhaben den Segen der Länder bekommt, ist noch offen.
Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zeigt, dass eine zeitnahe Reform des mehrere Jahrzehnte alten Embryonenschutzgesetzes nicht geplant ist. Genau das fordert die FDP-Abgeordnete Katrin Helling-Plahr zum Schutz von Mutter und Kind.
Immer lauter warnen Vertreter von Krankenhausträgern und Ärzten vor Leistungseinschränkungen als Folge von Personalmangel auf Intensivstationen. Doch ist die angespannte Personalsituation vor allem in der Pflege kein neues Phänomen.
Kaum eine Woche nach Inkrafttreten bringt Hamburg den Medienstaatsvertrag gegen Google in Stellung. Anlass ist ausgerechnet ein Lieblingsprojekt von Gesundheitsminister Jens Spahn.
Mutationen sind bei Viren nichts Ungewöhnliches – auch nicht beim Corona-Virus. Die sogenannte Cluster-5-Mutation auf dänischen Nerzfarmen aber versetzte die dänische Infektionsschutzbehörde in tiefe Sorge – und schlägt jetzt politische Wellen.
Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung erhält Rückenwind in ihrem Kampf gegen die Ausbreitung investorengetragener Versorgungszentren. Zwei dicke Gutachten kommen zu dem Befund, dass dadurch Patientenwohl und Versorgungsqualität in Gefahr seien und politischer Handlungsbedarf bestehe.
Der Europäische Gesundheitsdatenraum ist ein gewaltiges, und nach Wunsch der Politik richtungsweisendes, Großprojekt. Konkret ist bisher wenig. Die DSGVO könnte dafür überarbeitet werden. Und der European Health Data Space soll auch dabei helfen, den Zielen eines weiteren ausgerufenen Großvorhabens, dem Kampf gegen den Krebs, näher zu kommen.
Nachdem sich Europaparlament und Mitgliedsstaaten auf einen Kompromiss beim EU4Health-Programm geeinigt haben, schlägt die EU-Kommission jetzt weitere Schritte vor: EMA und ECDC sollen mehr Kompetenzen erhalten, die EU-weite Kooperation gestärkt werden.
Schnelltests auf das Corona-Virus gelten als wirksames Mittel, um kritische Einrichtungen vor dem Eintrag des Virus zu schützen. Doch Wochen nach der entsprechend angepassten Testverordnung werden die Tests immer noch nicht flächendeckend eingesetzt
Mit Beitragsgeldern will Gesundheitsminister Jens Spahn zwei Drittel des für 2021 drohenden Finanzlochs beim Gesundheitsfonds schließen. Dagegen formiert sich immer größerer Widerstand. Am Ende könne das Gesetz für einige Kassen sogar auf „staatlich angeordnete Insolvenzverschleppung“ hinauslaufen, warnt AOK-Vize Jens Martin Hoyer.
Politik und Branchenakteure nennen Dänemark oft als Vorbild für die Digitalisierung im Gesundheitssystem. Auch bei der Notfallversorgung wird auf den Nachbarn im Norden geguckt. Dort spielen Führungskräfte in der Notaufnahme eine zentrale Rolle.
Gesundheitsminister Jens Spahn möchte die Pflegeversicherung „zukunftsfest“ machen. Dafür plant er für 2021 nochmal eine richtig große Reform. Mit Leistungssteigerungen, besseren Löhnen für Pflegekräfte und Kostenentlastung für Pflegebedürftige. Zahlen sollen der Bund, die Länder – und die Kinderlosen. Dem Tagesspiegel Background liegen die Eckpunkte vor.
Die EU-Kommission wird heute mit BioNTech und Pfizer einen Vertrag über die Lieferung von Corona-Impfstoffen unterschreiben. Für die EU und Deutschland wird es in den kommenden Wochen darum gehen, den Risiken von Impf-Nationalismus entgegenzuwirken.
Durch die vielversprechenden Nachrichten von Pfizer und Biontech rückt eine Frage in den Vordergrund: Wer soll den erhofften Impfstoff gegen das Coronavirus zuerst bekommen? Die Ständige Impfkommission hat nun mit dem Deutschen Ethikrat und der Leopoldina ein Positionspapier verfasst, das als Grundlage für konkrete Impfempfehlungen dienen soll.
Telemedizinische Assistenz soll in der hausärztlichen Versorgung zu einer effizienteren Nutzung knapper Arzt-Kapazitäten führen. Seit fünf Jahren gibt es Versorgungsmodelle in manchen Teilen der Bundesrepublik. Nun gibt es dazu neue Pilotprojekte. Das zeigt, wo die Hürden beim Einsatz digitaler Möglichkeiten noch liegen.
Seit Monaten fordern Grüne und FDP ein interdisziplinäres Expertengremium zur Beratung von Regierung und Parlament in der Coronakrise. Nun organisiert die Bundesärztekammer wenigstens im medizinischen Bereich einen Blick über den Tellerrand. Morgen trifft sich erstmals ein „Pandemierat“ aller Fachgesellschaften zum fachlichen Austausch.
Mütter und Väter von transidenten Kindern stehen vor einer schweren Wahl: Sollen sie einen Identitätswechsel akzeptieren, womöglich gar Namenswechsel und geschlechtsangleichende Eingriffe? Die Eltern teilen sich hier in zwei Lager – während die Sache psychologisch recht eindeutig ist.
Die Kritik der Ärzteverbände am Coronakonzept der Regierung sei falsch verstanden worden, bedauert der Chef des Spitzenverbands der Fachärzte, Dirk Heinrich. Man stehe hinter den Lockdown-Maßnahmen, müsse die gefährliche Infektionsdynamik brechen. Allerdings dürfe es dabei nicht bleiben, mahnt der Funktionär im Interview. Nötig seien auch Langzeitkonzepte.
49 Cent pro Versicherten müssen die gesetzlichen Krankenkassen der BZgA für Präventionsleistungen zahlen. In einem Bericht an den Haushaltsausschuss kritisiert der Bundesrechnungshof nun diese Zusammenarbeit – denn bis heute fand nur ein Bruchteil des angehäuften Geldes Verwendung.
Bisher hat man vor allem die Coronakrise dafür verantwortlich gemacht, dass die Umsetzung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes zu Doppelhonoraren für Ärzte in Milliardenhöhe führt. Jetzt belegt eine Analyse des GKV-Spitzenverbands, dass die strategische Nutzung des Gesetzes durch Mediziner eine mindestens ebenso große Rolle gespielt haben könnte.
Fluglinien, Airports und Logistik-Konzerne bauen an der „größten Luftbrücke, die es je gab“: am Transport von Covid-19-Impfstoffen. Rund 8000 Jumbojet-Flüge bräuchte es, um jeden Erdenbürger mit einer Dosis zu versorgen. Wie die Vorbereitungen in Deutschland und der Welt laufen.
Die geplante Erleichterung von Klinikfusionen durch eine Änderung des Wettbewerbsgesetzes stößt auf Länderebene parteiübergreifend auf viel Zustimmung. Strukturwandel solle nicht durch kartellrechtliche Entscheidungen blockiert werden. Erwartete Steuerausfälle in Folge der Pandemie dürften das Fusionstempo noch beschleunigen.
Über die Verwendung der Krankenkassebeiträge haben Versicherte kaum etwas zu sagen. Fragt man sie jedoch, ist die Mehrheit dafür, dass ihre Gelder in die faire Bezahlung von Pflegenden fließen. Dabei ändern sich diese Anteile jedoch je nach Altersgruppe.
Sind die Corona-Maßnahmen der Regierung ausreichend verfassungsrechtlich legitimiert? Weil es daran Zweifel gibt, will das Parlament beim Infektionsschutzgesetz jetzt sicherheitshalber nochmal nachbessern. Nicht nur die möglichen Eingriffe in die Grundrechte sollen benannt, auch ihre Dauer, Reichweite und Intensität sollen gesetzlich präzisiert werden.
Das Zweitmeinungsverfahren in Deutschland nimmt allmählich Tempo auf. In den kommenden Jahren könnte es für drei bis fünf neue Indikationen jedes Jahr gelten, meint ein Patientenvertreter im Gemeinsamen Bundesausschuss. Das Ergebnis einer Evaluation des Verfahrens lässt aber wohl noch eine Weile auf sich warten.
Während man in Deutschland vor allem auf einen Impfstoff blickt, wird in den USA längst auch die Entwicklung von Antikörpertherapien gegen Covid-19 mit staatlichen Mitteln gefördert. Der Verband BIO Deutschland fordert nun einen Fonds, um die oft mittelständisch geprägten Biotech-Unternehmen bei Forschung und Zulassung zu unterstützen.
Es sollte der große Gegenentwurf zur Lockdown-Strategie der Regierung werden, es wurde zum Kommunikations-GAU. Der SpiFa riskiert mit seiner jüngsten Aktion seine Rolle als ernsthafte Stimme der Fachärzte. Auch die KBV-Spitze dürfte jetzt in die Schusslinie geraten.
Daten aus einer bundesweiten Todesfallanalyse lassen auf ein hohes Potenzial von Organspendern schließen, das in den Krankenhäusern oft nicht erkannt wird. Der Chef der Deutschen Stiftung Organspende, Axel Rahmel, fordert Maßnahmen, um Potential zu heben – und kritisiert das geplante Organspenderegister.
Die großen Erwartungen erfüllt die Corona-App bisher nur bedingt. Das liegt vor allem an ihrer Sparsamkeit mit dem Teilen von Daten und intransparenten Mitteilungen. Wie sie verbessert werden kann und soll.
Die EU hat sich viel Mühe bei der Strategie für ihr nächstes Forschungsrahmenprogramm Horizont Europa gegeben. Doch nach den vielen Konsultationen und Erhebungen zum Forschungsbedarf gibt es nun ein Problem: Die Mittel wurden stark gekürzt.
Um zehn Prozent sind die Pflegepersonalkosten in Kliniken gestiegen, seitdem Pflege am Bett außerhalb der Fallpauschalen vergütet wird. Nun gibt es eine Einigung, zumindest einen Teil der entstandenen Mehrkosten zu streichen.