In der Epodemiologie gilt: Je ärmer, desto anfälliger. In der Corona-Pandemie fallen aber besonders arme Landkreise durch geringe Infektionszahlen auf – trotz teils hohen Touristenaufkommens. Ein Besuch in einem Landkreis, dem es – noch – gut geht.
Seit Oktober leitet Christopher Baum das Berlin Institute of Health (BIH), eines der größten Gesundheitsforschungs-Institute Europas. Im Interview spricht er über die Rolle der Spitzen- und Nachwuchsforscher für sein Haus und die Risikoabwägung bei neuartigen Therapien.
Mit einem „Gesundheitsweiterentwicklungsgesetz“ will das BMG vor dem Ende der Legislatur noch einiges Liegengebliebene abgearbeitet bekommen. Zu dem Regelungs-Potpourri gehören etwa eine verlässliche Berufshaftpflichtversicherung für Ärzte, ein Rückzieher bei den geplanten Qualitätszuschlägen und -abschlägen für Kliniken und Anpassungen beim Morbi-RSA.
Die vom geplanten Forschungsdatenzentrum gesammelten Patientendaten stehen der Industrie nicht zur Verfügung – sehr zum Unmut der forschenden Arzneimittelhersteller. Eine Allianz des BDI wird morgen Gesetzesänderungen fordern.
Wie umgehen mit den weiter exponentiell steigenden Coronafallzahlen? Wenn sich heute Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder trifft, um neue Maßnahmen zu beraten, liegen der Exekutive gleich zwei Positionspapiere zum Umgang mit der Coronakrise vor – die jedoch zwei völlig unterschiedliche Ansätze verfolgen.
In Deutschland wird heute der Weltpoliotag begangen. Er soll der Opfer der Erkrankung gedenken und auf den Kampf für die weltweite Ausrottung des Virus aufmerksam machen. Die Bilanz des Jahres 2020 ist bisher ambivalent. Während Afrika Polio-frei erklärt werden konnte, mussten zahlreiche Impfkampagnen durch die Coronakrise unterbrochen werden.
Gut gemeinte Gesetzgebung auf deutscher und europäischer Ebene, die junge Unternehmen vor zu großer Kapital-Einflussnahme von außen schützen soll, führt dazu, dass Biotech-Unternehmen in ihren Finanzierungsmöglichkeiten eingeschränkt werden, das Attraktivitätslevel für Investoren sinkt und Entwicklungsprozesse vorübergehend zum Erliegen kommen.
Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer zahlt Milliarden für eine Firma in den USA, die sich mit der Entwicklung von Gentherapien beschäftigt. Im Interview erklärt der Arzneimittel-Chef, welche Erwartungen der deutsche Konzern an den Zukauf hat.
Mit Äußerungen zur Corona-Politik gerieten kurz hintereinander die wichtigsten Ärzte-Funktionäre Klaus Reinhardt und Andreas Gassen ins Kreuzfeuer der Öffentlichkeit. Das hat viel mit dem Selbstverständnis niedergelassener Ärzte zu tun, das mit der politischen Krisenkommunikation oft nicht vereinbar ist.
Patientenvertreter sehen im Einsatz KI-basierter Assistenzsysteme in der Medizin mehr Chancen als Risiken. Das geht aus einem Whitepaper der Plattform Lernende System hervor, das heute veröffentlicht wird.
Seit Jahren warnen Experten beim World Health Summit vor den Gefahren einer globalen Pandemie. Von der diesjährigen geht der Appell an die Welt, aus der Krise die richtigen Schlüsse zu ziehen: Und sich vorzubereiten auf die ebenso vorhersehbaren kommenden globalen Gesundheitskrisen.
Im Bundesrat formiert sich Widerstand gegen den Plan von Gesundheitsminister Jens Spahn, die Finanzlöcher im Gesundheitsfonds mit Krankenkassen-Rücklagen zu stopfen. Ein im Auftrag des AOK-Bundesverbands erstelltes Rechtsgutachten kommt zu dem Ergebnis, dass Spahns Pläne wegen Verstoßes gegen das Willkürverbot in Karlsruhe gestoppt werden könnten.
Knapp die Hälfte des erwarteten Impfstoffs gegen Corona haben sich die reichen Industriestaaten bereits gesichert. Die Initiative Covax beunruhigt das. Sie drängt auf eine faire Verteilung und Zugang auch für arme Länder. Doch um das in die Wege leiten zu können, fehlen der Plattform bis zum Jahresende noch vier Milliarden Dollar.
Kaum sind die ersten Digitalen Gesundheitsanwendungen (DIGAs) auf dem Markt, entsteht ein neues Geschäftsmodell: Nun kann man sich zumindest eine App auch online und ohne Arztgespräch verordnen lassen. Damit nutzt der Anbieter geschickt Lücken in Berufsordnungen und Telemedizin-Gesetzgebung.
Als hätten die Krankenkassen wegen Corona und teurer Reformgesetze nicht schon genug Probleme, droht nun ein zusätzlicher Aderlass für die Beitragszahler, weil Honorarreformen für Kassenärzte und Kliniken handwerklich schlecht gemacht wurden. Es geht um mindestens drei Milliarden Euro pro Jahr.
Trotz aller Förderprogramme könnte es bis 2035 eine Versorgungslücke von mehr als zwei Millionen altersgerechten Wohnungen geben. Das teilte die Bundesregierung jetzt auf Anfrage der Grünen mit. Im Ländervergleich kommen Berlin und Hamburg auf die niedrigsten Quoten. Die Zahl der Pflegeheim-Bewohner indessen ist seit 2010 bundesweit um 17 Prozent gestiegen.
In acht Bundesländern wird im kommenden Jahr gewählt. In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin stimmen die Bürger im kommenden Jahr über einen neuen Landtag ab. Gesundheitsthemen werden so wichtig werden, wie selten zuvor.
Die AOK veröffentlicht ab heute erstmals auch Qualitätsergebnisse für Kliniken, die Operationen zum Wechsel künstlicher Kniegelenke durchführen. Der erwartbare Befund: Zwischen den Häusern gibt es deutliche Qualitätsunterschiede. Damit liegen nun für vier orthopädische Leistungsbereiche Daten zur langfristigen Qualität auf Basis der Routinedaten vor.
Kaum eine Corona-Maßnahme hat für so viele Diskussionen gesorgt wie die flächendeckende Schließung von Schulen und Kitas. Eine erneute Schließung soll möglichst vermieden werden. Aber was tun, wenn die Infektionszahlen so stark steigen wie momentan in Bayern? Eine Mehrheit der Bürger spricht sich dafür aus, Schule und Kitas auch dann nicht zu schließen.
Mit dem nächsten Digitalisierungsgesetz will das Bundesgesundheitsministerium die Telemedizin ausbauen, die nächste Ausbaustufe der Telematik-Infrastruktur umsetzen und nach den Digitalen Gesundheitsanwendungen auch Digitale Pflegeanwendungen auf Rezept einführen. Das geht aus neuen Eckpunkten hervor, die Tagesspiegel Background vorliegen.
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will das Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz in seiner jetzigen Form über eine Bundesratsinitiative stoppen. Die starke Abwälzung von Kosten auf die Krankenkassen könne zu knackigen Beitragserhöhungen führen, ohne dass Probleme gelöst würden, so Weil.
Die Zahl der Darmkrebs-Untersuchungen ist wieder auf dem Vor-Corona-Niveau. Bundesweit sind dabei verstärkte Schutzvorkehrungen zu treffen. Im Interview spricht der Internist Andreas Schröder über verschobene Untersuchungen, die GKV-Altersvorgaben für Vorsorgekoloskopien und die Zukunft der Darmkrebs-Vorsorge.
Auf dem Papier sieht die Entwicklung besorgniserregend aus: Nicht nur die Zahlen der täglichen Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 steigen wieder exponentiell an, auch auf den Intensivstationen landen nun wieder mehr Covid-19-Patienten. Dennoch warnen Intensivmediziner vor Panikmache. Das Gesundheitssystem sei besser vorbereitet als noch im Frühjahr.
Bisher hat die Therapie-Allergene-Verordnung nicht dazu geführt, dass bei der spezifischen Immuntherapie nur zugelassene Therapien zum Einsatz kommen – Zahlen belegen sogar das Gegenteil. Das für die Umsetzung der Verordnung zuständige Paul-Ehrlich-Institut weist vehement den Vorwurf der Verschleppung zurück.
Zu unsicher, zu wenig Rückendeckung in der Bevölkerung und in der Breite zu teuer – so lautet die Kritik an Schnelltests. Ein informeller Verband von Medizinern meint dennoch, dass die Tests Infektionsketten durchbrechen und den Alltag erleichtern könnten. Zwei der Gründer im Interview.
Ein bayerischer Möbel- und Partyverleih ändert im April seinen Geschäftszweck und schließt einen Mega-Vertrag zur Beschaffung von Schutzausrüstungen für das Bundesgesundheitsministerium (BMG). Zustande kam der Vertrag auch dank der Mitwirkung des Verkehrsministers. Der beteuert, keine Kontakte zum Unternehmen zu haben.
Die ersten beiden DiGAs betreffen vor allem psychisch Kranke und Tinnituspatienten, die ebenfalls oft unter Stress leiden. Psychiater und Psychotherapeuten beklagen aber einen Mangel an Information – und raten teilweise sogar von der Verordnung ab.
Ab nächster Woche dürfen sich Beschäftigte mit leichtem Atemwegsinfekt wieder telefonisch krankschreiben lassen. Das beschloss gestern der Gemeinsame Bundesausschuss. Man wolle in der Coronakrise keine vollen Wartezimmer, hieß es. Und eine Analyse ergab auch, dass Ärzte und Beschäftigte die Sonderregelung im Frühjahr wohl nicht ausgenutzt haben.
Vertreter aus Gesundheitsministerium, Gematik und Versandapotheken diskutierten gestern über den aktuellen Stand bei elektronischer Patientenakte und elektronischem Rezept. Es ging um Entmystifizierung, Mehrwerte, die zum Start nicht vorhanden seien werden, ausbleibende Werbekampagnen und Amazon.
Wenn im Winter Covid-19 und eine schwere Grippewelle zusammenfallen, droht eine Überlastung des Systems. Experten appellierten daher gestern besonders an Risikogruppen und alte Menschen, sich gegen Influenza impfen zu lassen. Man habe so viel Impfstoff wie noch nie, warb Minister Jens Spahn. Zudem will er seine Corona-Befugnisse nun per Gesetz verstetigen.
Über Modellvorhaben wurden bereits erste Patienten in Apotheken gegen die Grippe geimpft. Die Ausweitung einer solchen Erlaubnis auch auf einen Corona-Impfstoff ist aber eher unrealistisch. Die Apotheker verkämpfen sich hier nicht. Sie sehen ihre Rolle bei der Pandemie-Bekämpfung eher in einer unterstützenden Funktion.
Der Schätzerkreis beim Bundesamt für Soziale Sicherung hat sich nicht auf eine Prognose zur Finanzentwicklung der Krankenkassen im kommenden Jahr einigen können. Während die Vertreter des BMG eine Erhöhung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags von 1,1 auf 1,3 Prozent für ausreichend erachten, hält der GKV-Spitzenverband 1,4 Prozent für erforderlich.
Die Digitalwirtschaft mischt die Bioökonomie auf. Neben US-Konzernen wie Apple arbeiten auch deutsche Traditionsfirmen wie Miele an Innovationen für Medizintechnik oder Landwirtschaft. In einem neuen Impulspapier nimmt das Hightech-Forum die Entwicklung unter die Lupe.
Gibt es wegen der Corona-Pandemie für Atemwegspatienten nun nochmal eine telefonische Krankschreibemöglichkeit? Kassenärztliche Vereinigungen und Bundesärztekammer hätten das gerne. Doch es gibt auch andere Erwägungen, um Infektpatienten aus den Praxen fernzuhalten. Der Gemeinsame Bundesausschuss will sich am Donnerstag mit dem Thema befassen.
Zwei von drei Deutschen gehen davon aus, dass im kommenden Jahr flächendeckend Corona-Impfstoffe zur Verfügung stehen. Doch vor der größten Impfkampagne in der Geschichte Europas müssen noch viele Hindernisse aus dem Weg geräumt werden – Experten zweifeln daran, dass dies rechtzeitig gelingt.
Auf europäischer Ebene sollen Risikogebiete einheitlich definiert werden, kündigte Jens Spahn gestern bei einer Rede an. In Deutschland gibt es davon bereits einige. Zudem rechnet der CDU-Politiker mit ersten Corona-Impfungen im ersten Quartal 2021. Und: Der Minister brachte zudem eine über Kapitalanlagen finanzierte soziale Absicherung ins Spiel.
Wer kein Smartphone hat, kann die Corona-App nicht nutzen. Nun sollen Alternativen wie Armbänder und Schlüsselanhänger her. Erste Tests waren bereits erfolgreich. Doch es gibt noch einige Knackpunkte.
Biomarkertests sollen helfen, unnötige Chemotherapien bei Brustkrebs zu verhindern – ein amerikanischer Anbieter kämpft in Deutschland um die Vorherrschaft. Pathologen laufen Sturm, Patienten sind verunsichert – und der SpiFa berät. Der Streit um Oncotype ist ein Paradebeispiel für den Kampf der Interessengruppen im deutschen Gesundheitswesen.
In vielen Bundesländern beginnen heute die Herbstferien, Urlaub ist für viele Familien aber wegen neuer Reisebeschränkungen nicht möglich. Die Forderungen aus der Ärzteschaft, Ländern und der Tourismusbranche werden lauter, die Maßnahmen anzupassen. Vor allem die touristisch geprägten Länder geraten unter Rechtfertigungsdruck.
Noch immer werden lesbische, schwule, bi-, inter- und transsexuelle Menschen diskriminiert – auch im Gesundheitssystem. Das kann ein Coming-Out erschweren oder verhindern – was wiederum negative gesundheitliche Folgen haben kann.
DAK-Chef Storm lobt den Plan des Gesundheitsministers, die ständig steigenden Eigenanteile für Pflegeheim-Bewohner zu begrenzen. Wegen der Kostenunterschiede plädiert der Kassenchef aber für unterschiedliche Obergrenzen je nach Bundesland. Im Interview erklärt er zudem, warum er Steuerzuschüsse für gerecht und Vermögensprüfungen für problematisch hält.
Um die Impfdisziplin zu erhöhen, müssten Patienten besser aufgeklärt werden, fordert STIKO-Chef Mertens. Der CDU-Gesundheitspolitiker Rüddel plädiert beim Impfgipfel für Impfungen in Schulen, Kitas und Betrieben – dafür müsste der ÖGD weiter gestärkt werden als bislang geplant.
Gesetzlich Versicherte, über deren Antrag von der Krankenkasse nicht rechtzeitig entschieden wurde, haben künftig nur noch einen vorläufigen Anspruch auf Kostenerstattung. So hat das Bundessozialgericht im Mai 2020 entschieden und damit seine bisherige Rechtsprechung zur Genehmigungsfiktion aufgegeben. Nun liegen die Entscheidungsgründe des Urteils vor.
Eine neue Studie klärt über die globale Wirkstoffproduktion auf. An eine größere Rückholaktion der Produktion aus Asien nach Europa glaubt der Geschäftsführer von Pro Generika jedoch nicht. Und Gesundheitsminister Jens Spahn warnt davor, Europa in Arzneimittelfragen vom Rest der Welt abschotten zu wollen.
Intelligente Kleiderschränke, auf Sprachbefehle reagierende Rollstühle, eine Handykamera für Blinde: Die Entwicklung technischer Hilfsmittel für Menschen mit eingeschränkter Mobilität basiert immer häufiger auf digitalen und KI-basierten Lösungen. Doch die Hürden bis zur Marktreife sind oft hoch.
Sollten nach der Pandemie Mund-Nasen-Schutz und andere Hygienemaßnahmen beibehalten werden, um die Zahl der Grippeinfektionen und -toten zu reduzieren? Eine knappe Mehrheit lehnt das noch ab. Aber vor allem unter Älteren und Unionsanhängern findet die Idee Befürworter.
Die Hilfsmittelversorger freuen sich auf das E-Rezept und mehr Digitalisierung. Allerdings versprechen sie sich davon allein noch keinen Durchbruch beim Abbau der überbordenden Bürokratie. Außerdem sorgen sich viele vor zusätzlichen Vorgaben aus Brüssel durch die neue Medizinprodukteverordnung, wie eine aktuelle Umfrage ergab.
Die Biotech-Branche erfährt aktuell viel positive Aufmerksamkeit. Tatsächlich kranken vor allem Start-ups aber an fehlendem Kapital – und mangelnder Bereitschaft, das Risiko einer Gründung einzugehen. Die FDP fordert in einem Antrag bessere Gründungsbedingungen und Finanz-Ökosysteme.
Arbeitsminister Hubertus Heil, Gesundheitsminister Jens Spahn und Familienministerin Franziska Giffey initiieren eine gemeinsame Offensive zu psychischer Gesundheit. Experten mahnen systematischere Gefährdungsbeurteilungen und eine Aufstockung in der Versorgung an.
Einen „dreistelligen Millionenbetrag“ hat das Unternehmen Fiege bisher für die Logistik der Maskenbeschaffung des BMG bekommen. Gesundheitsminister Jens Spahn kennt die Firma schon länger. Neue Zahlen des Ministeriums belegen zudem, dass der Bund einen Großteil der beschafften Schutzausrüstungen nicht los wird – und dass die Länder noch nichts gezahlt haben.
Mit der kalten Jahreszeit gewinnt die Diskussion über Luftfilter-Anlagen in Klassenräumen und anderen öffentlichen Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr wieder an Fahrt. Immer mehr Hersteller drängen auf den Markt, es gibt erhebliche Unterschiede bei der Filterleistung – und dem Preis.
Vor wenigen Jahren erschütterte schon einmal eine Prozesswelle die PKV-Branche. Es ging um das umstrittene System von Treuhändern zur Überprüfung von Prämienerhöhungen. Der Bundesgerichtshof entschied am Ende zugunsten der PKV. Nun bahnt sich eine neue Prozesslawine an. Wieder geht es um mögliche Rückforderungen in Millionenhöhe.
Wenn die Gesundheitsminister der Länder eine Reform-Agenda zusammenstellen sollten, für einige Bundesländer stünde eine Reform der Fallpauschalen zur Finanzierung der Krankenhausbetriebskosten ganz oben. Vor allem die Vorhaltung von medizinischen Angeboten für Kinder und die Krankenhausversorgung im ländlichen Raum wollen sie absichern.
Die Bundesregierung verspricht, die Sozialbeiträge unter der 40-Prozent-Marke zu halten. In der GKV greift Jens Spahn dafür auch auf Beitrags-Rücklagen zu. Berechnungen aus Krankenkassen-Kreisen zeigen jetzt, dass diese Rechnung gerade mal bis zur Bundestagswahl aufgeht – wenn überhaupt.
Logistisch sei dies vermutlich einfacher, als Einzeldosen an Arztpraxen zu verteilen, sagt Jens Spahn. Er stellt eine Bundesfinanzierung der Impfstoffe in Aussicht, Länder und Krankenkassen müssten die Verteilung organisieren. Hier sind die kommenden Monate noch viele offene Fragen zu klären.
Der offizielle Teil des #WirVsVirus-Hackathons ist beendet, gestern wurde das Ende der Umsetzungsphase gefeiert. Jetzt werden die Projekte in die Selbstständigkeit entlassen. Aber wie geht es weiter? Die Politik scheint Gefallen an der Bürgerbeteiligung gefunden zu haben.
In einem Monat sollen die ersten Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs) verschreibungsfähig werden. Ausruhen können sich die Beteiligten aber nicht: Einige Entwickler müssen noch Evidenz nachreichen. Außerdem ist die Vergütung noch nicht geklärt – womöglich soll sie effektivitätsabhängig werden.
Obwohl einige Produkte in der Coronakrise einen Nachfrageboom erlebt haben, werden die Unternehmen der MedTech-Branche unter dem Strich in 2020 einen Umsatzrückgang in hinnehmen müssen. Der BVMed schlägt eine digitale Bestandsplattform vor, um künftige Engpässe zu vermeiden.
Das zeigt eine Auswertung der Bundes-Arbeitsagentur. Besonders hoch ist der Anteil in Berlin, am geringsten in Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland. Die Berliner Initiative zur Reduzierung der Leiharbeit wird gerade durch die Pandemie ausgebremst.
Anfang September gingen vier reiche AOKen mit einem Gutachten an die Öffentlichkeit, in dem sie die Regelungen des Fairer-Kassenwettbewerb-Gesetzes angriffen. Nun haben vdek und BKK Dachverband ein Gegengutachten an Jens Spahn geschickt – kurz bevor das BAS in der Angelegenheit entscheidet.
Im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie sind Impfstoffe derzeit Trumpf – doch wie sieht es mit der Entwicklung von Therapien aus? Stimmen aus der Industrie warnen davor, sich allein auf die Hoffnung zu stützen, dass demnächst Vakzine auf den Markt kommen.
Seit Jahren steigen die Fehltage wegen psychischer Erkrankungen an. Der neue AOK-Fehlzeiten-Report geht in die Tiefe und zeigt eine Kausalkette zwischen Fairness am Arbeitsplatz, Zufriedenheit, emotionalem Stress und gesundheitlichen Beschwerden auf.
Eine Koalition aus Union und Grünen gilt als ein mögliches Regierungsbündnis nach der Wahl im kommenden Jahr. In ihren Entwürfen neuer Grundsatzprogramme formulieren CDU und Grüne die jeweiligen gesundheitspolitischen Ziele. Ein Überblick.
Beim Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen gibt es viele weiße Flecken: Sowohl auf der Versorgungslandkarte – aber auch bei den Daten, die die Versorgungslage darstellen sollen. Vor allem im Süden und Südwesten ist die Versorgung für Frauen schlecht.
Um das Corona-Defizit in der GKV auszugleichen, greift die Bundesregierung auf Beitragsgelder zurück. Die praktische Umsetzung dürfte zu Verwerfungen führen. Kassenverbände appellieren deshalb an den Bundestag, für Schadensbegrenzung zu sorgen. Sie finden aber wenig Gehör.
In Deutschland können transidente Jugendliche bereits Pubertätsblocker bekommen, später sogar geschlechtsumkehrende Hormone. Wegen der zunehmenden Zahl an transidenten Kindern und Jugendlichen ist eine Debatte über den „Trans-Hype" und ethische Behandlung entbrannt.