Auf dem Klimagipfel in New York bekannten sich Teilnehmerstaaten zum Klimaschutz – Bundeskanzler Olaf Scholz rief zu mehr Ehrgeiz auf. Doch ausgerechnet die größten Verschmutzer wie China und die USA fehlten auf dem Climate Ambition Summit. Währenddessen legte Großbritannien eine klimapolitische Kehrtwende hin.
Mit dem Effizienzgesetz, das heute im Bundestag verabschiedet werden soll, gibt sich Deutschland erstmals ein verbindliches Ziel fürs Energiesparen. Schon jetzt ist absehbar, dass es weitere Regelungen braucht, denn die Bundesregierung hat nicht alle Punkte der EU-Effizienzrichtlinie umgesetzt und viele Effizienzmaßnahmen verwässert.
Die Energiepreisbremsen sollen nach dem Wunsch von DGB, VZBV und der Wirtschaftsweisen Veronika Grimm verlängert werden. Die Hans-Böckler-Stiftung legte darüber hinaus ein Konzept für eine Strompreisbremse bis 2030 vor – im Resultat käme das einem Industriestrompreis gleich. Auch für Haushalte und Gewerbe sollen aber die Kosten gedeckelt werden.
Obwohl die geplante EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie großzügige Ausnahmen vorsieht, hat sich Bauministerin Klara Geywitz wiederholt gegen deren Auflagen ausgesprochen. Der Trilog zur Richtlinie verläuft zäh. Er dreht sich vor allem darum, wann welche Effizienzstandards gelten sollen.
Durch neue Sperrzonen um die Radaranlagen der Luftwaffe könnte ein Drittel des Bundesgebietes für die Windkraft verloren gehen, warnt der Branchenverband BWE mit Blick auf einen Gesetzentwurf des Verkehrsministers. Damit würde das Zwei-Prozent-Flächenziel der Bundesregierung ad absurdum geführt.
Wissenschaftler sehen bei der Flutkatastrophe am Mittelmeer einen Einfluss des Klimas. Sie betonen aber, auch andere Faktoren hätten das Ereignis verschärft. Die Region gilt als Hotspot von Klimarisiken.
Die Nachfrage nach Wärmepumpen bricht ein, während die Hersteller groß investiert haben. Logische Folge ist ein Preiskampf, kündigt der Chef von Stiebel Eltron an – „ob wir es wollen oder nicht“. Die Endkunden-Preise für die Anlagen würden in sehr naher Zukunft relevant sinken.
Ernüchternde Halbzeitbilanz: Die Ziele nachhaltiger Entwicklung sind bis Ende dieses Jahrzehnts nicht zu erreichen. Auf dem zweitägigen Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen, der heute in New York zu Ende geht, wurde deshalb die beschleunigte Umsetzung der Ziele vereinbart.
Eine der wichtigsten Planungsgrundlagen für das Energiesystem der Zukunft bedarf nach Ansicht des Erneuerbaren-Verbandes BEE einer Grundüberholung. In den Langfristszenarien für den Bund kämen die Erneuerbaren viel zu schlecht weg, kritisiert er. Der Szenarien-Projektleiter hält dagegen.
Eine neue Untersuchung zeigt: Die bisherigen Vorschläge für einen Industriestrompreis bringen Probleme mit sich und stehen unter großem Beihilfe-Vorbehalt. Deshalb ist auch der Bundeskanzler weiter skeptisch. Nun legt die FDP ein neues Konzept vor. Der Thinktank Epico und Aurora Energy Reserch haben die wichtigsten Optionen unter die Lupe genommen.
Auf der Nationalen Maritimen Konferenz zeichnet sich ab, dass es für die Häfen im Rahmen der Hafenstrategie vielleicht doch keine Bundesmittel aus der Gießkanne gibt. Stattdessen sollten die Häfen projektbezogen beim Umbau zu Energiehubs unterstützt werden, fordern die Vertreter des BMWK.
Eine junge schwedische Umweltschützerin kritisiert Greenpeace wegen des Widerstands der Organisation gegen die Atomkraft. Diese sei ein Schlüssel zur Dekarbonisierung, meint sie. Forscher führen allerdings noch andere Agrumente ins Feld.
Eine grundlegende Preisabsicherung und gleichzeitig unverfälschte Flexibilitätsanreize vom Stromspotmarkt: Laut einem Gutachten im Auftrag von Lichtblick lässt sich das miteinander verbinden. Stromsystem und Verbraucher sollen gleichermaßen profitieren. Der Vorschlag ist allerdings komplex – und politische Vorgaben könnten Probleme bereiten.
Ungeachtet der massiven Kritik hat die Bundesregierung ihr Klimaschutzgesetz unverändert ins parlamentarische Verfahren gegeben. Viele Verbände gehen deshalb heute mit den Fridays for Future auf die Straße. Wie das Gesetz ausgestaltet sein müsste, zeigt die Klima-Allianz in einer Studie.
Die Warnungen vor einem Ende der europäischen Solarindustrie wegen chinesischer Dumping-Ware werden immer drastischer. Sachsen und andere Regionen trommeln in Brüssel für Notmaßnahmen. Kritiker halten die Aufregung für übertrieben, denn viele Hersteller importieren selbst billige chinesische Vorprodukte.
Die Machtübertragung auf die Bundesnetzagentur wird überarbeitet. Aus dem dafür vorgesehenen Gesetz ist inzwischen ein Energiepaket geworden. Dazu gehören Erleichterungen für den Netzausbau und Smart-Meter-Markt. EE-Wärme und Wärmenetzen wird ein „überragendes öffentliches Interesse“ zugesprochen. Ein Passus, der Stromhändler empörte, ist verschwunden.
Kommenden Mittwoch befassen sich Bundestagsabgeordnete auf einer Konferenz mit der Asiatischen Infrastruktur Investitionsbank (AIIB). Laut NGOs verstößt diese gegen Umweltstandards, Klimaschutz und Menschenrechte. Auch der Ex-Kommunikationschef erhebt heftige Vorwürfe. Das Bundesfinanzministerium will die Bank an ihre Verpflichtungen erinnern.
Neue Projekte im Energie- und Klimabereich hat Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union keine vorgestellt. Nun gehe es vor allem darum, der Industrie bei der Umsetzung des Green Deals unter die Arme zu greifen. Dafür sollen Genehmigungsverfahren nochmals verkürzt und Windauktionen anders ausgestaltet werden.
Auf der Nationalen Maritimen Konferenz wollen die Küstenländer den Bund heute auffordern, 400 Millionen Euro pro Jahr in die Häfen zu investieren. Sie planen Anlandestationen für Wasserstoff und Flüssigerdgas und Verladestationen für Windräder. Verkehrsminister Volker Wissing will die Zahlungen des Bundes nicht erhöhen.
Bis 2038 ist spätestens Schluss mit der Braunkohle – es wird aber auch über 2030 diskutiert. Wie teuer kommt derweil die Gesellschaft die Verstromung des Energieträgers? Die Kosten sind deutlich höher als das, was die Unternehmen bezahlen, meint eine neue Studie. Denn vor allem die Wirkung der Treibhausgasemissionen spiegele sich nicht ausreichend wider.
Die Produzenten von Offshore-Windtechnik hätten gern, was der Bund für die PV-Industrie auf den Weg gebracht hat: staatliche Investitionshilfen wie Zuschüsse oder Bürgschaften. Der Wirtschaftsminister macht sich währenddessen für den Konverterbau in Deutschland stark.
Die heutige Rede Ursula von der Leyens zur Lage der Union wird womöglich ihre letzte sein. Worüber die Kommissionspräsidentin sprechend wird, ist noch unbekannt. Doch viele erwarten die Ankündigung einer neuen Kandidatur und eine Vision für die Weiterentwicklung des Green Deals.
Das Geld des KTF soll künftig auch in Maßnahmen ohne direkten Klimabezug landen. Dafür werde das Instrument deutlich ausgeweitet, kritisieren Klimawissenschaftler:innen vom MCC. Für das Klimageld steht dagegen weiter kein Budget zur Verfügung. Dabei wäre es durchaus möglich, die Bürger:innen mit den Einnahmen aus dem nationalen CO2-Preis zu entlasten.
Während in Deutschland über einen Industriestrompreis gestritten wird, zeichnet sich ein Trend ab, den Forscher als „Renewables Pull“ bezeichnen: Investiert wird, wo erneuerbare Energien günstig sind. Dem globalen Süden eröffnet das Chancen, ein Teil der Industrie in Deutschland muss sich neu orientieren.
Zunächst beigemischt, später sortenrein, wollen Verteilnetzbetreiber in den meisten Landkreisen bald Wasserstoff durch ihre Leitungen schicken. Ob bis in Wohngebäude mit H2-Heizungen, ist ungewiss. Konkreter ist der Bedarf der Industrie, zeigt eine Untersuchung der Initiative H2 vor Ort.
Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) ist ausverhandelt und soll heute final vom EU-Parlament angenommen werden. Sie hebt das Ausbauziel für Ökostrom in Europa stark an und setzt Nutzungsvorgaben in einzelnen Sektoren. Lange Zeit war um die Anerkennung von Atomstrom in der RED gestritten worden.
Europa gilt als stark vom Klimawandel betroffener Kontinent. Das zeigt sich auch in gleichzeitig anhaltenden, aber durchaus unterschiedlichen Wetterlagen und dem griechischen Buchstaben Omega. Die Folgen können katastrophal sein.
Die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer scheiterten dabei, eine Abkehr von fossilen Energien zu beschließen. Keine Fortschritte gab es dabei, klimaschädliche Subventionen abzubauen. Wie erwartet hat der Gipfel jedoch ein Ziel für den massiven Ausbau von erneuerbaren Energien bis 2030 gebracht.
Die erste globale Bestandsaufnahme konfrontiert die Weltgemeinschaft mit eklatanten Mängeln beim Klimaschutz. Im besten Fall sollen die Nationalstaaten als Reaktion entscheidende Klimazusagen machen und damit die globale Erwärmung weiter begrenzen. COP28-Präsident Sultan Al Jaber schafft derweil politischen Spielraum für fossile Energien.
Das übertrifft alle Erwartungen: Mehr als 300 Industrie-Anträge auf Betriebskostenförderung sollen beim BMWK eingegangen sein. Mit den Klimaschutzverträgen könnten selbst die teuersten Projekte gefördert werden, unter anderem durch einen Strompreis-Deckel.
Auch zum Schluss wird es noch einmal konfrontativ: Das neue GEG wurde am Freitag vom Bundestag beschlossen. Nun richtet sich der Blick auf die noch fehlenden Elemente: Die begleitende Förderung, bei der ein finaler Beschluss immer noch nicht vorliegt – und das Wärmeplanungsgesetz, das der Bundestag im Oktober verabschieden soll.
Die Bundesländer werben in Brüssel für den beihilferechtlichen Segen der Kommission zu einem deutschen Industriestrompreis. Dabei könnte der Weg für Energiesubventionen viel schneller über die Reform des EU-Energiemarktes freigemacht werden. Doch die hängt im Rat fest – Frankreich kämpft um Beihilfen für seine Atomkraftwerke.
Eine vorläufige Abmachung unter den G20-Staaten sieht eine Verdreifachung der Kapazitäten von erneuerbaren Energien vor. Enthalten ist offenbar auch eine Formulierung, die auf CO2-Abscheidung und -Speicherung verweist und damit Spielraum für die weitere Nutzung fossiler Energien schafft.
Auf die Verteilnetzbetreiber prasseln so viele Anschlussbegehren ein wie noch nie. Teils lange Verzögerungen für PV und Windkraft sind die Folge. Per Kraftakt und Digitalisierung wird der Ansturm besser bewältigt als erwartet, meint die Bundesnetzagentur. Zudem seien Verbesserungen auf dem Weg. Doch die Erneuerbaren-Branche sieht noch viel Luft nach oben.
Der Beschleunigungspakt von Bund und Ländern lässt weiter auf sich warten, mindestens bis Jahresende. Umstritten ist vor allem die Finanzierung der Personalausstattung in den Genehmigungsbehörden, zeigt ein Entwurf aus dem Kanzleramt.
Planer vieler großer Elektrolyseprojekte kommen nicht voran. Sehnlich erwartete Fördergenehmigungen der EU-Kommission bleiben aus. Die Zeit zur Bestellung der Anlagen verrinnt. Eine Gruppe von Projektierern dringt deshalb auf eine längere Frist für die Netzentgeltbefreiung im EnWG.
Mehr Mittel im Kampf gegen die Klimakrise und ein neuer Ansatz bei überschuldeten Staaten: Mit diesen Forderungen ist der Afrika-Klimagipfel in Kenias Hauptstadt Nairobi zu Ende gegangen. Die Umweltorganisation Germanwatch lobt das historische Treffen und kritisiert einen angekündigten Deal für den Kauf von CO2-Zertifikaten.
Der Afrika-Klimagipfel kommt zu seinem Abschluss – und stellt die Klimafinanzierung in den Mittelpunkt. Neue Zahlen zeigen derweil, dass der Kontinent bis 2030 jährlich mehr als 200 Milliarden US-Dollar an Investitionen im Energiesektor bräuchte. Nötig wäre dafür vor allem mehr günstiges Fremdkapital.
Die größten Volkswirtschaften der Welt wissen um das wirtschaftliche Potenzial grüner Technologien. Mit großen Subventionsprogrammen ringen sie um die Führung auf den globalen Märkten. Dabei ist vor allem die politische Ambition entscheidend, wie eine vergleichende Studie zeigt.
Die Regierung der rechtspopulistischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni propagiert einen Wiedereinstieg Italiens in die Kernenergie. Doch die lange Vorbereitungszeit und hohe Kosten machen diesen Schritt unwahrscheinlich, sagen italienische Forscher und Umweltschützer.
Die Bundesregierung versucht, ihr wichtigstes Instrument zur Absicherung von Exportgeschäften auf Klimaschutz zu trimmen. Hermesdeckungen sollen möglichst grün vergeben werden, ohne Exporteure zu sehr einzuschränken. Dafür hagelt es Kritik aus der Wirtschaft wie auch von Umweltverbänden.
Einige wohlhabende Nationen konnten ihr Bruttoinlandsprodukt steigern und senkten gleichzeitig ihre Emissionen. Diese Entkopplung wird als „grünes Wachstum“ dargestellt. Doch selbst auf diesem Wege würden die Länder niemals die globale Erwärmung begrenzen können, haben zwei Forscher vorgerechnet – und erteilen dem Modell eine Absage.
Die Unionsfraktion möchte mit einem Antrag verhindern, dass das Gebäudeenergiegesetz am Freitag verabschiedet wird. Das dürfte aussichtslos sein. Am GEG haben aber auch die Verbände ihre Zweifel. Moniert wird unter anderem das fehlende Förderkonzept für den Heizungsaustausch. Das komme, sobald das GEG den Bundestag passiert hat, verspricht das BMWK.
Verpflichtende europäische Effizienzvorgaben für besonders schlecht gedämmte Häuser sind umstritten. Auch die Bundesregierung wehrt ab. Eine Studie im Auftrag der Deneff taxiert nun die Kosten, die auf die Besitzer zukommen. Sie liegen erstaunlich niedrig: Zwei einfache Sanierungsschritte für maximal 14.500 Euro reichen auch für die schlechtesten Häuser aus.
Forscher haben neue Vorschläge gemacht, wie der Markt für CO2-Kompensation mehr zum Klimaschutz beitragen könnte. An vorderster Stelle: Eine neue Preisgestaltung. Sie soll sich unter anderem daran orientieren, wie dauerhaft und zuverlässig Projekte CO2 entnehmen und speichern.
Statt einer Subventionierung des Industriestrompreises will die FDP lieber die Stromsteuer senken. Zu teuer, nicht zielgerichtet, kontert der grüne Koalitionspartner.
Die EU-Kommission hat die Details zur ersten Auktionsrunde der EU-Wasserstoffbank bekannt gegeben. 800 Millionen Euro aus EU-Geldern sollen als Absicherung an Wasserstoffproduzenten fließen. Die Wasserstofflobby freut sich über relativ lose Vorgaben.
Sind die Energiehilfen rechtswidrig finanziert worden? Hat der Finanzminister die Schuldenbremse umgangen? Ein brisanter Bericht aus dem Bundesrechnungshof wirft ein schlechtes Licht auf die Haushaltspolitik der Ampel-Koalition. Pläne zur Finanzierung des Industriestrompreises stehen damit auf einem wackligen Fundament.
Weiterhin eher ablehnende Äußerungen von Kanzler Olaf Scholz: Die Kabinettsklausur in Meseberg bringt keine Entscheidung über einen subventionierten Industriestrompreis. Eine nun vollständig vorliegende Studie unterstreicht allerdings die vermutlich dauerhaften Standortnachteile für energieintensive Produktion in Deutschland.
Schon kleine Änderungen am Heizungsgesetz – wie etwa Effizienzvorgaben für Wärmepumpen – könnten große Treibhausgaseinsparungen für den Gebäudesektor bringen. Doch die Ampel-Koalition will das Gesetz in der nächsten Woche im Bundestag beschließen. Kritiker:innen warnen, dass bald Anpassungen nötig werden könnten.
60 Prozent der Bundes-Finanzhilfen haben in diesem Jahr einen positiven Umwelt- und Klimabezug, wie der neue Subventionsbericht des Bundesfinanzministeriums zeigt. Das verwundert nicht, denn nie war mehr Geld im Klima- und Transformationsfonds. Was der Bericht nicht enthält: Einen Plan, wie der Abbau klimaschädlicher Subventionen vorangetrieben werden kann.
Geologische CO2-Speicher sollten auch in Deutschland ermöglicht werden, empfiehlt die halbstaatliche Dena dem BMWK mit Blick auf die Carbon Management Strategie. Ein Bündnis von Umweltverbänden sieht in den Regierungsplänen einen Generalangriff auf den Klimaschutz.
Die Meere sind die größte natürliche Klimasenke. Ozeanbasierte Negativemissionstechnologien (ONETs) könnten ihr Aufnahmepotenzial weiter vergrößern – doch ein Flickenteppich an Regularien verhindert ihren Ausbau, argumentieren zwei Forscherinnen. Die Autorinnen warnen vor politischem Stillstand und plädieren für einen vorausschauenden Rahmen.
Sieben Milliarden Euro Entlastung für die Unternehmen pro Jahr soll das neue Wachstumschancengesetz bringen, das die Bundesregierung am heutigen Mittwoch während der Klausurtagung auf Schloss Meseberg beschließen will. Bei der Klima-Investitionsprämie wurden einige Änderungen vorgenommen, damit diese auch für kleinere Unternehmen attraktiver ist.
Sechs Cent oder fünf Cent pro Kilowattstunde: Die Forderungen nach einem Industriestrompreis sind sehr präzise. Eine solide Datenbasis für den Vergleich der „Wettbewerbsfähigkeit“ des deutschen Strompreises ist jedoch nicht vorhanden.
Kunstschnee könnte viele europäische Skigebiete vor dem Klima-Aus retten – darauf deutet eine neue Studie in der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“ hin. Die Hydrologin Carmen de Jong von der Universität Straßburg übt massive Kritik und unterstellt den Autor:innen eine zu große Nähe zur Skiindustrie.
Mit staatlicher Förderung rechnet sich der Einbau einer Wärmepumpe auch in einem teilsanierten Einfamilienhaus. In einer Berechnung für den WWF schneidet ein neuer Gaskessel wirtschaftlich schlechter ab. Trotzdem verhilft der Entwurf des Heizungsgesetzes den Wärmepumpen wohl nicht zum breiten Einsatz im Markt.
Vor der Kabinettsklausur in Meseberg sind die Erwartungen an eine Erleichterung bei den Energiepreisen hoch. Im Fokus steht der Industriestrompreis. Gewerkschaften, Industrie Grüne und weite Teile der SPD treffen allerdings auf die Ablehnung des Bundeskanzlers und der FDP, denen sich CDU-Chef Friedrich Merz nun anschließt.
Streikankündigungen in australischen LNG-Anlagen reichen aus, um in Europa die Gaspreise auf Achterbahnfahrt zu schicken. Die unschöne Aussicht: Europas Gasmarkt ist für mindestens ein Jahrzehnt stark von Volatilität geprägt. Die Unsicherheit schlägt zudem beinahe vollständig auf den Strompreis durch.
Dass die durch den Klima- und Transformationsfonds zur Verfügung gestellten Milliardensummen für Förderprogramme im Gebäude- oder Industriebereich nur zum Teil abfließen, ist kein unbekanntes Problem. Doch im vergangenen Jahr wurden nur rund 50 Prozent der Mittel tatsächlich ausgegeben, wie eine Analyse der Zahlen zeigt.
Unternehmen weltweit sollten nach Ansicht von Forschenden offenlegen, wie viel Treibhausgase sie ausstoßen. Die Wissenschaftler:innen zeigen auf, was das für den Klimaschutz und für Anleger bedeuten könnte.
Nur ein Bruchteil der CO2-Zertifikate aus Waldschutz-Projekten basiert auf nachweisbar vermiedenen Emissionen – der Rest dürfte wertlos oder überbewertet sein. Das zeigt eine neue Studie im Fachmagazin „Science“. Gründe für die falschen Berechnungen im freiwilligen Emissionshandel sind laut den Forschenden fragwürdige Vergleichsmaßstäbe und Fehlanreize.
Erstmals findet Anfang September der African Climate Summit statt. Die afrikanischen Länder wollen ausloten, wie sie grünes Wachstum voranbringen können. Dabei geht es auch um eine Reform der internationalen Finanzinstitutionen, damit die Länder des Globalen Südens leichter an Geld für Klimaschutz und Klimaanpassung kommen.
Die Windbranche ist mit ihrer Geduld am Ende: Zu groß ist der Antragsstau bei der bundeseigenen Autobahn GmbH. Das Verkehrsministerium verweist auf sein neues Digitaltool, mit dem Anträge innerhalb weniger Tage bearbeitet würden. Außerdem dürfen künftig auch private Transportbegleiter statt der Polizei zu Einsatz kommen.
Die sogenannte Walker-Zirkulation schafft Bedingungen für das Wetterphänomen El Niño, das das Weltklima im Schnitt leicht aufheizt. Nun sehen Forschende Hinweise darauf, dass die Zirkulation länger in Extremzuständen verweilt. Der Physiker Armin Bunde gibt sich zurückhaltend – und verweist auf Zahlen zur mittleren Dauer des Wetterphänomens.
Der Expertenrat für Klimafragen unterstellt den Klimaschutzplänen der Bundesregierung schon jetzt eine klare Zielverfehlung – insbesondere der Verkehrssektor verpasst sein 2030-Ziel deutlich. Doch auch der Gebäudesektor kommt in den Fokus. Die knappe Zielverfehlung könnte sich deutlich ausweiten wegen der GEG-Änderungen und den Plänen der Bauministerin.