Die neue Corona-Warn-App ist freiwillig, doch der soziale Druck könnte wachsen, sie zu installieren. Bereits jetzt nutzen einige deutsche Unternehmen firmeneigene Applikationen, um die Belegschaft zu scannen. Doch die Frage der App-Nutzung stellt sich auch für Schulen, Sportvereine oder Restaurants.
Die „Big Data“-Forschung mit Gesundheitsdaten soll dank mehrerer Gesetze und Verordnungen vorankommen. Damit Deutschland bei der medizinischen KI-Forschung konkurrenzfähig bleibt, muss aber noch mehr passieren.
Die Corona-Warn-App verspricht eine schnelle und unkomplizierte Warnung von Personen, die Kontakt mit einem Infizierten hatten. Entscheidend dabei ist auch, dass Getestete ihr Ergebnis schnell einsehen können. Doch ausgerechnet der schnellste Weg der Befundübermittlung funktioniert in der App noch nicht.
Heute beschließt die Regierung das Programm der EU-Ratspräsidentschaft. Der BVMed wünscht sich eine finanzielle Unterstützung für europäische Produktionsstätten und eine Harmonisierung bei der Nutzung von Gesundheitsdaten. Zudem bringt sich der Medtech-Verband als Organisator einer europäischen Vorratshaltung für Medizinprodukte ins Spiel.
Trotz heruntergefahrener Versorgung fühlten sich während der Coronakrise nur sieben Prozent der Bundesbürger im deutschen Gesundheitssystem nicht gut aufgehoben. Das ist ein Ergebnis des Stada Health Reports, der dem Tagesspiegel Background vorliegt. Gleichzeitig belegt die Befragung die besondere Skepsis der Deutschen gegenüber modernen Versorgungsformen.
Seit gestern steht die Corona-Warn-App zum Download bereit. Zeitgleich legten die Grünen ein Tracing-App-Freiwilligkeits-Gesetz vor. Fraktionsvize Konstantin von Notz betonte, dass das „kein Misstrauensantrag gegen die App“ sei, sondern man Rechtssicherheit herstellen wolle, um noch mehr Vertrauen zu schaffen.
Beim Milliardenauftrag für Atemschutzmasken warten Händler weiterhin auf angekündigte Abschlagszahlungen. Das BMG bestätigt, dass der Auftrag an Fiege Logistik nicht ausgeschrieben wurde und Berater von Ernst & Young Anfang Mai Mail-Adressen des Ministeriums nutzten, um mit Lieferanten zu kommunizieren.
In Deutschland und Dänemark werden nur schwer erkrankte Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt. Dennoch hält Deutschland viel mehr Klinikbetten bereit als sein Nachbarland. Im Interview erklärt Krankenhaus-Experte Reinhard Busse, warum die Vermeidung der Klinik-Behandlung richtig ist und die deutschen Kliniken aus seiner Sicht überfinanziert wurden.
Die Corona-Warn-App ist fertig. Die Diskussion darum aber ist noch lange nicht beendet. Der öffentliche Gesundheitsdienst etwa erwartet keine signifikante Erleichterung seiner Arbeit. Auch zu den Kosten gibt es noch offene Fragen.
Der angekündigte Pakt mit den Ländern für den öffentlichen Gesundheitsdienst könnte zum Strohfeuer werden. Neben SPD-Expertin Hilde Mattheis plädieren nun auch die Grünen für eine Grundgesetzänderung, um eine rechtliche Grundlage dafür zu schaffen, dass der Bund sich dauerhaft an der wirtschaftlichen Sicherung der Gesundheitsämter beteiligt.
Wer auf einer Intensivstation behandelt wird, hat oft noch Monate später mit körperlichen oder psychischen Problemen zu kämpfen. Das vom Innovationsfonds finanzierte Projekt ERIC soll das ändern. Experten der Charité können via Roboter bei Visiten in kleineren Krankenhäusern dabei sein und die Behandlung der Patienten so verbessern.
Drogenexperten fürchten, dass mit der sinkenden Mehrwertsteuer auch die Preise für Alkohol und Tabak fallen – und damit bisherige Bemühungen um niedrigeren Konsum zunichte gemacht werden. Tatsächlich gilt diese Gefahr jedoch nur für Bier, Wein oder Schnaps. Eine Preissenkung für Tabakprodukte ist aufgrund komplizierter Regularien kaum zu erwarten.
Heute gibt es im Bundestag die öffentliche Anhörung zur Petition gegen die zentrale Speicherung von Patientendaten und den Anschluss an die Telematik-Infrastruktur. Ein Gespräch mit Andreas Meißner, Sprecher des Bündnisses für Datenschutz und Schweigepflicht, über ein juristisches Dilemma und die Digitalstrategie der Gesundheitspolitik.
Bei mehr als 700 Lieferanten hat das Ministerium Schutzmasken bestellt, ein Großteil der Unternehmer wartet jetzt auf das Geld,. Inzwischen haben sich mehrere Anwälte eingeschaltet, die Rede ist von Milliardensummen. Über die Rolle von Ernst & Young gibt es widersprüchliche Angaben.
92 Prozent der Bürger finden, dass Medikamente und Schutzmaterialien auch dann verstärkt in Deutschland oder Europa produziert werden sollten, wenn dadurch die Preise steigen. Ihr Vertrauen ins Gesundheitssystem ist durch die Angst vor Lieferengpässen aber kaum erschüttert. Das zeigen Ergebnisse einer Umfrage, die dem Tagesspiegel Background vorliegen.
Nach einiger Verzögerung will das Bundesgesundheitsministerium nächste Woche die Corona-Warn-App präsentieren. Im Interview erklärt Georg Marckmann, Präsident der Akademie für Ethik in der Medizin, warum er sich die App herunterladen wird und weshalb der Blick stärker auf den Nutzen von Gesundheitsdaten gerichtet werden sollte.
Das Versprechen der Koalition, die Sozialabgaben trotz Corona nicht über 40 Prozent steigen zu lassen, hat zu einem Paradigmenwechsel in der Pflegepolitik geführt. Die Pflegeversicherung erhält dieses Jahr erstmals einen Steuerzuschuss von 1,8 Milliarden Euro. „Ein erster richtiger Schritt“, lobt DAK-Chef Andreas Strom.
Trotz Mahnung der Aufsicht verhalten sich etliche Krankenkassen bei Widerspruchsverfahren nach wie vor nicht rechtskonform. Das berichten die Patientenberater der UPD in ihrer Bilanz für 2019. Die Patientenbeauftragte wandte sich daher erneut an das Bundesamt für Soziale Sicherung. Das Problem mit Lücken beim Krankengeld dagegen scheint weitgehend gelöst.
30 führenden Universitätsklinika haben sich abgesprochen und einen einheitlichen Datensatz für die Informationen zu Covid-19-Patienten entwickelt. Das Projekt ist Teil der Cocos-Initiative, die an Datenstandards für eine bessere Therapie und Forschung rund um das Coronavirus arbeitet.
Es ist eine der schwierigsten Fragen in der Coronakrise: Wie infektiös sind Kinder und was bedeutet das für den Regelbetrieb in Kita und Schule? Laut einer Umfrage von Tagesspiegel Background wünscht sich rund die Hälfte der Deutschen regelmäßige Tests an Schulen und Kitas. Eltern stimmen dem seltener zu.
Aus dem Bundesgesundheitsministerium heißt es, dass die Gespräche über Spahns geplantes Vor-Ort-Apothekenstärkungsgesetz noch nicht abgeschlossen sind. Doch in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion befürchtet man bereits, erneut über das einst geplante Versandhandelsverbot diskutieren zu müssen.
Das Gesundheitsministerium will mit einer Genom-Initiative die Diagnostik von Krebs und seltenen Erkrankungen verbessern und damit zu europäischen Vorreitern aufschließen, auch eine Genomdatenbank ist geplant. Für einen Erfolg braucht es das Forschungsministerium. Konflikte drohen mit den Labormedizinern und Datenschützern.
Auch die privaten Krankenversicherer ärgern sich über die vereinbarten Entgelte für Coronatests in Kliniken. Die DKG dagegen findet die Einigung sachgerecht. Und sie begrüßt auch die geplante Nachjustierung bei der Ausgleichspauschale für freigehaltene Klinikbetten. Einer BMG-Auflistung zufolge könnten dadurch 182 Krankenhäuser mehr Geld bekommen.
In der Coronakrise sind digitale Gesundheitsangebote wie Videosprechstunden für Senioren besonders wichtig. Doch viele ältere Menschen fühlen sich nicht sicher im Umgang mit dem Internet. Der Hamburger Verein „Wege aus der Einsamkeit“ und die Krankenkasse BKK VBU wollen das ändern.
Immer mehr Arbeitgeber holen ihre Mitarbeiter in die Büros zurück. Abstandhalten und Desinfektion sind, wo immer möglich, umzusetzen. Für Menschen, bei denen ein schwerer Verlauf von Covid-19 wahrscheinlicher ist, stellt sich trotzdem die Frage: Wie viel Risiko sollten, wie viel Risiko müssen sie eingehen?
Die mit neun Millionen Versicherten zweitgrößte Krankenkasse Deutschlands will mit einem „Institut für Gesundheitssystemforschung“ Daten zur Krankenversorgung aufbereiten und öffentlich verfügbar machen. Das bifg gesellt sich damit neben das Institut der Ortskrankenkassen.
Nicht nur in China werden gerade viele Hoffnungen in Totimpfstoffe gegen SARS-CoV-2 gesetzt. Die Bundesregierung ist hier skeptisch und verweist auf die bislang ungeklärten Risiken. Beklagt wird in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP zudem mangelnde Transparenz chinesischer Impfstoffforschung.
Das Zukunftsforum Public Health will sich als Zusammenschluss von Akteuren aus Wissenschaft und Praxis für die Öffentliche Gesundheit und die Entwicklung einer Public-Health-Strategie für Deutschland einsetzen. Ein Gespräch mit den zwei Wissenschaftlern Katharina Böhm und Jens Holst unter anderem über die Pandemie und die Folgen sozialer Ungleichheit.
Die Bundesregierung will bei der Pandemieprävention enger mit Brüssel kooperieren. Bei einer Mehrheit der Deutschen kommt das nicht gut an, zeigt eine Umfrage von Tagesspiegel Background. Vor allem Unionsanhänger sind zurückhaltend. Die Grünen hingegen könnten damit punkten.
Kurz nach dem Ausbruch der Corona-Epidemie in Deutschland begann die Gesundheitswissenschaftlerin Cornelia Betsch regelmäßig 1000 Menschen nach ihrer Risikowahrnehmung, ihrem Wissen und ihrem Vertrauen in die Politik zu befragen. Im Interview erzählt sie, warum das Projekt für die Pandemie-Bekämpfung wichtig ist und was sie am meisten überrascht hat.
Es wird viel gemutmaßt: Warum sind die ostdeutschen Bundesländer weniger stark von SARS-CoV-2 betroffen als die westdeutschen? Eine geringere Bevölkerungsdichte wird genauso als Erklärung herangezogen wie ein besserer Impfstatus. Ein Faktencheck.
Die Welt hofft auf einen Sars-CoV-2-Impfstoff, aber wird er auch alle Menschen erreichen? Die Impfallianz Gavi will heute ein neues Marktanreizprogramm ankündigen, das die Versorgung ärmerer Länder mit Covid-19-Impfstoffen sicherstellen soll. Manchen geht das nicht weit genug.
Europa hat mit seinen Datensilos und Vernetzungsinseln international den Anschluss bei der Entwicklung von digitalen Anwendungen verloren. Mit Gaia-X wollen Deutschland und Frankreich federführend die Aufholjagd einläuten. Heute soll der Startschuss für das ambitionierte Projekt fallen, und der Gesundheitssektor spielt eine tragende Rolle.
Anfang April ordert die Bundesregierung in Singapur 90 Millionen Schutzmasken, schließlich versandet die Lieferung in Istanbul. Der Lieferant fühlt sich vom Vertragspartner hintergangen. Fälle wie diese dürften das BMG noch länger beschäftigen.
Kleine und mittlere Unternehmen sind durch die Coronakrise besonders gebeutelt. Nun drohen ihnen zusätzliche Belastungen: Etliche Krankenkassen stehen vor der Frage, ob sie noch im Verlauf des Jahres die Umlagen für Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erhöhen müssen.
Während das KI-Unternehmen Merantix Healthcare den Abschluss seiner Finanzierungsrunde für das Programm „Vara“ in Höhe von 6,5 Millionen Euro verkündet und Ärzte dabei unterstützen will, Brustkrebs in einem frühen Stadium zu erkennen, steht die digitale Pathologie noch am Anfang.
Ebnet die Bundesregierung heute den Weg für Sommerurlaube in Europa? Ein entsprechender Beschluss wird für die heutige Kabinettssitzung erwartet. Aber wie gefährlich ist die Rückkehr des Tourismus aus Sicht der Pandemiebekämpfung?
Das Beispiel Diabetes zeigt in der Coronakrise wie kaum ein anderes, warum eine digital gestützte Versorgung bei chronischen Erkrankungen Sinn macht – und woran sie noch scheitert.
Die Impfquote gegen das Grippevirus ist in Deutschland seit Jahren auf sehr niedrigem Niveau. Ändern könnte sich das durch SARS-CoV-2. Pharmaunternehmen steigern bereits ihre Produktion des Impfstoffes. Experten hoffen, dass durch die Pandemie auch für die Gefahren anderer Infektionskrankheiten sensibilisiert wird.
Wie entwickeln sich die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung? Sicher scheint derzeit nur der Einbruch der Einnahmen des Gesundheitsfonds. Durchschlagen dürfte das im kommenden Jahr.
Auch die Privatversicherer finden es falsch, nur die gesetzlichen Kassen mit den Kosten für zusätzliche Coronatests zu belasten. Die Finanzierung habe aus Steuern zu erfolgen, fordern sie. Der FDP-Experte Ullmann sieht das genauso. Er wirft dem Minister „ordnungspolitischen Murks“ vor, der für Kampagnen gegen die PKV missbraucht werden könne.
Um Kitas, Schulen, Kliniken und Pflegeheimen sicherer zu machen, will Gesundheitsminister Jens Spahn die Möglichkeit zu Coronatests deutlich ausweiten. Die Kosten dafür soll die gesetzliche Krankenversicherung tragen. Doch das gefällt dem GKV-Spitzenverband ebenso wenig wie der SPD.
Bereits seit Ende 2019 können Kassenpatienten kostenlos Videosprechstunden wahrnehmen. Will man als gesetzlich Versicherter jedoch einen Termin bei einem Telemedizin-Anbieter direkt buchen, wird dafür eine Gebühr fällig. Das Unternehmen TeleClinic bietet seinen Nutzern die Vermittlung und Inanspruchnahme eines Arzttermins nun kostenlos an.
Heute gibt es im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des Europäischen Parlaments die erste Aussprache über einen Berichtsentwurf zum Thema Arzneimittel-Knappheit. Diskutiert wird über finanzielle Anreize für eine europäische Produktion, Non-Profit-Arzneimittelhersteller und Ausschreibungsverfahren.
Heute werden im Bundestag gleich mehrere Anträge zur globalen Gesundheit beraten – dabei geht es auch um Finanzierungsfragen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Während Microsoft-Gründer Bill Gates dafür kritisiert wird, dass er Millionen in Impfstoffforschung und Co. steckt, übt sich die Staatengemeinschaft in Zurückhaltung.
Bei der Reduzierung des landwirtschaftlichen Antibiotika-Einsatzes liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld. Die Bundesregierung warnt vor der Ausbreitung resistenter Keime, die tausende Leben bedrohen. Inzwischen gibt es auch eine nahezu komplette Abhängigkeit von ausländischen Produzenten.
Heute geht Jens Spahns Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz in die erste Bundestags-Lesung. Aufgrund heftiger Kritik wurde es schon mehrfach nachgebessert. Die Sozialverbände laufen trotzdem weiter Sturm dagegen. Warum sie das tun, erklärt VdK-Chefin Verena Bentele im Interview.
Die Bundesregierung will Reisen innerhalb des Schengenraums ab dem 15. Juni wieder erlauben – das geht aus einem Eckpunktepapier des Auswärtigen Amtes hervor. Die Mehrheit der Deutschen möchte in diesem Sommer jedoch auf Auslandsreisen verzichten.
Gesundheits- und Forschungspolitiker der Fraktion plädieren für eine entschiedenere Digitalisierung im Gesundheitsbereich und beraten heute ein gemeinsames Positionspapier. Forderungen daraus könnten auch ins PDSG einfließen.
Neben der Alterung der Weltbevölkerung nennen die Autoren einer heute erscheinenden Studie „den Ausbau der Gesundheitssysteme“ und „das stetige Wachstum in den Emerging Markets“ als Hauptgründe für eine steigende Nachfrage nach Produkten der Medizintechnik. Der Blick der Branche wird sich wohl vor allem nach Asien richten.
Zahlreiche Verordnungen auf nationaler und europäischer Ebene regeln die Produktion und den Verkauf von Textilien. Doch keine beschreibt explizit den Umgang mit jenen Alltagsmasken, die derzeit von der Textilindustrie in gewaltigen Stückzahlen genäht oder in heimischen Wohnzimmern zusammengefrickelt werden.
Es gibt keinen besseren Schutz vor Viren als Vakzine. Sie zu entwickeln braucht jedoch viel Forschung, viel Wissen, viel Zeit – und auch viel Geld. Ingmar Hoerr entdeckte vor etwa 20 Jahren per Zufall ein völlig neues Impfstoffkonzept, das nun die Welt vor SARS-CoV-2 schützen könnte.
Die Coronakrise hat der Telemedizin einen kräftigen Aufschwung beschert. Während Zava-Gründer David Meinertz glaubt, dass damit der Weg der Digitalisierung endgültig geebnet wurde, hält die Kassenärztliche Bundesvereinigung ein schnelles Ende des Booms für möglich.
In der Prothesen-Forschung werden immer größere Fortschritte gemacht – die Natur ist das Vorbild. „Neuromuskuloskelettale Prothesen“ verbinden die künstliche Hand mit dem Gehirn. Eine neue Studie zeigt die neuen Möglichkeiten auf. Zu groß sollten die Erwartungen aber noch nicht sein.
Während viele Wirtschaftszweige durch die Corona-Pandemie in die Krise geraten sind, können einige Branchen von der Ausnahmesituation profitieren. Dazu gehören Online-Apotheken. Allein im März ist der Umsatz um mehr als 88 Prozent gestiegen. Sind dadurch die Vor-Ort-Apotheken in Gefahr?
Im Smart-Development-Hackathon des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wurde der hessische Drohnen-Hersteller Wingcopter zum Gewinner gekürt. Mit den Drohnen soll die Medikamentenversorgung abgelegener Gebiete ausgebaut werden.
In der von der EU-Kommission gerade vorgestellten Farm-to-Fork-Strategie nehmen gesundheitspolitische Erwägungen eine große Rolle ein: Eine gesündere Ernährung und damit auch niedrigere Krankheitslast soll durch Steueranreize gefördert werden. In Deutschland stößt der Plan auf Skepsis.
Die neuen Personaluntergrenzen haben die Situation in den Kliniken eher verschlechtert als verbessert. Das ist das überraschende Ergebnis einer Online-Umfrage unter Pflegekräften, deren Ergebnisse dem Tagesspiegel Background vorliegen. Der Stress habe dadurch noch mehr zugenommen und die Fehler häuften sich, klagt eine Mehrheit der Befragten.
Über 500.000 Wearable-Nutzer haben die Datenspende-App des RKI und des App-Entwicklers Thryve auf dem Smartphone. Fast sechs Wochen nach dem Launch haben die Wissenschaftler genügend Daten für eine Baseline – und beobachten starke regionale Unterschiede.
Die Deutsche Transplantationsgesellschaft hat am Anfang der Epidemie damit gerechnet, dass die Spenderzahlen einbrechen würden. Doch bislang kam es nur zu regionalen Schwankungen. Um klären zu können, inwieweit Organtransplantierte stärker durch Covid-19 gefährdet sind, braucht es nun vor allem eines: Daten.
Zwei Drittel der Deutschen halten eine zweite Infektionswelle für wahrscheinlich. Das Robert Koch-Institut kündigte gestern an, eine Studienreihe zu starten, um herauszufinden, wie genau sich das Coronavirus verbreitet. Im baden-württembergischen Kupferzell geht es los, dort werden 2.000 Menschen systematisch auf Antikörper untersucht.
Seit Monaten dreht sich alles um SARS-CoV-2, Millionen sind oder waren mit dem Virus infiziert, Zehntausende sind daran gestorben. Doch wie gelingt es dem Virus, in den menschlichen Körper einzudringen und sich dort zu vermehren? Das Innovation Lab des Tagesspiegels hat den Weg nachgezeichnet – im wahrsten Sinne des Wortes.
Remdesivir soll in Europa eine bedingte Marktzulassung für die Behandlung von Covid-19-Patienten bekommen. Während die Euphorie weltweit wächst, warnt Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, vor falschen Hoffnungen.
Zwischen 2010 und 2017 gab es eine Zunahme der Diagnose durch Kinderärzte um 40 Prozent, zeigt der neue Zi-Versorgungsmonitor. Auch bei Störungen der Entwicklung und des Sozialverhaltens gab es einen deutlichen Anstieg.
Um die Schwächen des öffentlichen Gesundheitsdienstes zu überwinden, wird aus der SPD der Ruf nach einer Grundgesetzänderung laut. Der Bund soll Rahmenbedingungen und Aufgaben der unter Länderhoheit arbeitenden Gesundheitsämter einheitlich regeln dürfen und für die erforderliche Modernisierung zahlen, so die Forderung.
Der österreichische Intensivmediziner Rudolf Likar hat als Intensivkoordinator Kärntens einen guten Einblick in den Kampf gegen SARS-CoV-2. In seinem Buch „Bereit für das nächste Mal“ fordert er einen Umbau des Gesundheitssystems und kritisiert die bisherige Pandemievorsorge.