In Europa kann man günstig mit der Bahn verreisen, zeigt der VCD-Bahntest. Doch der Ticketkauf ist unnötig kompliziert. Die Staatsbahnen haben ihre Vertriebskanäle oft kaum auf ausländische Fahrgäste ausgerichtet. Und auch die Kooperation der Anbieter lässt weiter zu wünschen übrig.
Die öffentlichen Verkehrsunternehmen haben Sorge, dass sie die Daten aus ihren Bussen teuer von den Fahrzeugherstellern zurückkaufen müssen, wenn sie diese etwa für Apps nutzen wollen. Auf den Omnibustagen ihres Verbandes geben sie auch Einblicke in Telematik, autonomes Fahren und E-Busse mit Solarzellen auf dem Dach.
Bis neue ÖPNV-Infrastruktur geplant, genehmigt und umgesetzt ist, können Jahre vergehen. Extra-Spuren für Fahrgemeinschaften nach US-Vorbild könnten ein Anreiz sein, damit weniger Menschen allein im Pkw sitzen. Doch das Konzept hat hierzulande kaum Befürworter.
Customcells stellt sehr leistungsfähige Batteriezellen her – unter anderem für Porsche und Lilium, das Lufttaxis baut. Im Gespräch mit Tagesspiegel Background verraten Technikchefin Daniela Werlich und Vertriebsleiter Benno Leuthner, wie sich Zellen für Auto und Fluggerät unterscheiden und was das Problem der Festkörperbatterie ist.
Die Luft am Mittelmeer könnte schon bald um einiges sauberer werden. Die Mittelmeerstaaten planen, eine neue Emissionskontrollzone für Schwefel einzurichten. Die Details dazu verhandeln sie seit heute in Antalya.
Hochverdichtete Innenstädte, verkehrsberuhigte Zonen, Sharing statt Privat-Pkw: Wenn weniger Autos in den Zentren unterwegs sind oder autonom fahren, hat das Konsequenzen für die Parkhäuser. Apcoa-Chef Hansjörg Votteler erklärt, wie die Betonhallen zu „Urban Hubs“ werden sollen.
Eigentlich wollte China schon vor fünf Jahren mit einem eigenen Modell das Oligopol von Airbus und Boeing bei Zivilflugzeugen angreifen. Jetzt ist auch das Ziel von der ersten Auslieferung in diesem Jahr kaum noch zu schaffen. Die Konkurrenz wittert Morgenluft im wichtigsten Flugzeugmarkt der kommenden Jahrzehnte.
Über die Zukunft des VW-Chefs soll in den kommenden Tagen entschieden werden. Viel Zeit bleibt nicht mehr, denn der Aufsichtsrat will wichtige Investitionen beschließen. Kritiker rügen neben atmosphärischen Störungen die operativen Fehler des Vorstandschefs.
André Schwämmlein will nicht ausschließen, dass die Flixtrains bald wieder stillstehen. Angesichts des starken Infektionsgeschehens müsse die Politik Bus und Bahn weiter unterstützen, mahnt der Flixmobility-Chef im Background-Interview. Für die Zeit nach der Pandemie fürchtet Schwämmlein den Fahrermangel.
Eurowings-Chef Jens Bischof rechnet mit einer Konsolidierung auf dem Airline-Markt. Die Lufthansa-Billigflugtochter sieht sich jedoch gut gerüstet, erzählt der Manager im neuen Background-Podcast. Die neue Bundesregierung warnt er vor einseitigen Belastungen.
Das Problem des Lkw-Fahrermangels erbt die Ampel-Koalition von der bisherigen Regierung. Die versuchte, die Lücke von rund 30.000 Berufskraftfahrern, die jährlich in Rente gehen, mit Bildungsgutscheinen zu schließen. Bei der Qualität der Umschulung tun sich Abgründe auf.
Für mehr Klimaschutz will die Ampel-Koalition die Planungszeiten halbieren. Die Parteien sind überzeugt, dass Energie- und Verkehrswende ansonsten scheitern. Der Naturschutz soll in Zukunft im Zweifelsfall zurückstehen.
Bisher konzentriert sich der Ausbau der Ladeinfrastruktur auf wenige EU-Mitgliedstaaten. In Fahrt bringen soll ihn die AFIR-Verordnung. Parlamentsberichterstatter Ismail Ertug fordert als Sanktionsmöglichkeit eine Geldstrafe von mindestens 1000 Euro pro nicht errichteter Ladesäule.
Der Koalitionsvertrag bekräftigt Deutschlands Unterstützung für das Fit-for-55-Paket der EU-Kommission – und zeigt, welches Thema der neuen Regierung besonders wichtig ist: der Emissionshandel und seine Erweiterung auf Transport und Gebäude. Damit eine Einigung mit allen Mitgliedstaaten gelingt, wird es einiges an Verhandlungsgeschick brauchen.
Bisher sind selbstfahrende Busse mit einem Sicherheitsfahrer an Bord unterwegs. Ein Projekt in Oberfranken will diesen überflüssig machen – und die Shuttles künftig aus einer Leitzentrale heraus fernsteuern. Doch das sieht der Gesetzgeber nicht vor.
Wie andere Airlines kämpft auch Easyjet mit hohen Verlusten. Die Reiselust des Sommers und die Impfkampagne sorgen jedoch für Zuversicht. Im Interview mit Tagesspiegel Background spricht Deutschlandchef Stephan Erler über die Herausforderungen an der größten deutschen Basis in Berlin, Inlandsflüge und den Ampel-Koalitionsvertrag.
Die Trennung von Netz und Betrieb wäre für die Deutsche Bahn besser gewesen, meint der Präsident des Bundesrechnungshofes, Kay Scheller. Ein Dorn im Auge sind ihm auch Politiker:innen im DB-Aufsichtsrat und das trotz Milliardeninvestitionen „runtergewirtschaftete“ Schienennetz.
Treuhandmodelle sind die neue Zauberformel, um Probleme der Datenökonomie zu lösen. Eine neue Studie schaut sich ihr Potenzial an, für den Mobilitätssektor raten die Autoren jedoch zu anderen Lösungen.
Die Ampel-Koalition hat nichts weniger vor als eine Revolution in der kommunalen Förderlandschaft. Geht es nach den Unterhändlern der drei Parteien, soll kein Stein auf dem anderen bleiben – vor allem in den Bereichen Digitalisierung und Mobilität.
Das E-Ladenetz-Ranking des Verbandes der Automobilindustrie zeigt, dass der Ausbau noch viel zu langsam verläuft. Erstmals eigens erfasst sind jetzt Schnellladepunkte. Auch da sind die Unterschiede zwischen den Städten und Regionen sehr groß.
Dass sich Deutschland lieber für eine EU-weite Ticket- statt für eine Kerosinsteuer einsetzen will, widerspricht eigentlich allen Ankündigungen der Grünen in den vergangenen Jahren. Im Luftfahrtkapitel des Koalitionsvertrages wird die Handschrift der FDP besonders deutlich.
Parallel zum Koalitionsvertrag haben sich SPD, Grüne und FDP auch auf einen Verkauf von DB Schenker verständigt. So soll die Deutsche Bahn in die Lage versetzt werden, ihren Beitrag zur Verkehrswende zu leisten. Doch der Staatskonzern bliebe trotz Milliardeneinnahmen weiter ein Sanierungsfall.
Der Koalitionsvertrag reiche nicht aus, um die Klimaziele im Verkehr zu schaffen, warnt die Denkfabrik Agora Verkehrswende. Die neue Regierung müsse in den nächsten Wochen einen konkreten Plan machen, über Ministeriumsgrenzen hinweg. Über Volker Wissing urteilt Agora-Direktor Christian Hochfeld milde.
Moderne Logistikkonzepte für die Innenstädte sind immer noch rar, die Konflikte um den knappen Straßenraum nehmen zu. Die Branche sieht im Koalitionsvertrag gute Ansätze, um die Situation zu verbessern. Ein Leitfaden zeigt, wie es gehen kann.
Die Ampelkoalition strebt mindestens 15 Millionen Elektro-Pkw im Jahr 2030 an. Die Grünen gehen davon aus, dass dabei Plug-in-Hybride nicht mitgezählt werden. Konflikte könnte es auch noch beim Ausbau der Ladeinfrastruktur geben.
Tüv-Verband und Fahrlehrer sind alarmiert: Im Koalitionsvertrag kündigt die Ampel an, die sogenannte Fahrerlaubnisprüfung zu reformieren, die derzeit Tüv und Dekra im Auftrag der Bundesländer durchführen. Vor allem die FDP hatte sich dafür eingesetzt.
Die Ampel verzichtet auf eine Aufspaltung der Bahn, richtet die DB-Infrastruktursparten aber aufs Gemeinwohl aus. Beim Infrastrukturausbau soll die Schiene Vorrang vor der Straße bekommen. Für eine schnelle Umsetzung des Deutschlandtaktes vereinfachen SPD, Grüne und FDP die Planungsverfahren.
Künftig soll die FDP das Verkehrsministerium lenken. Die Reaktionen darauf fallen unterschiedlich aus – genau wie auf den Koalitionsvertrag, den die Ampelparteien gestern vorgestellt haben. Während die Bahn- und Luftfahrtbranche den Vertrag begrüßen, fehlt es Umwelt- und Klimaschützern an konkreten Zusagen.
Der Ausbau der EU-Verkehrsinfrastruktur komme im globalen Vergleich nur schleppend voran, so eine neue Analyse des Europäischen Rechnungshofs. Als Gründe nennt er auch die mangelhafte Koordination zwischen den Mitgliedstaaten sowie die fehlende Evaluation fertiger Projekte. Die EU könne viel von anderen Ländern lernen, sagen die Prüfer:innen.
Der Bundesverband der Deutschen Industrie hält ein Investitionsprogramm im Umfang von 860 Milliarden Euro für notwendig, um die Klimaziele zu erreichen. Auf einem Kongress des BDI sprachen sich große Verbände für eine Abwrackprämie für Verbrenner aus.
Die Luft für VW-Chef Herbert Diess wird immer dünner: Vor allem die Arbeitnehmervertreter im Konzern wollen ihn loswerden – nicht nur wegen seines kapriziösen Führungsstils. Spätestens am 9. Dezember wird die Entscheidung fallen.
Obwohl das Land gerade erst die Weltklimakonferenz beheimatete, macht die britische Regierung mit geringeren Steuern und direkten Subventionen für Kurzstreckenflüge auf sich aufmerksam. Damit solle schlicht der Brexit erträglicher gemacht werden, sagen Kritiker.
Per Notvergabe sucht Nordrhein-Westfalen einen neuen Betreiber für die Abellio-Linien im Nahverkehr. Auch die insolvente Tochter der niederländischen Staatsbahn darf sich darauf bewerben. Branchenvertreter drängen weiter auf grundlegende Reformen.
Noch zäher als die Ampelverhandlungen auf Bundesebene gestalten sich die Gespräche zwischen SPD, Grünen und Linken im Stadtstaat Berlin. Eine echte Verkehrswende können die Grünen gegen SPD-Bürgermeisterkandidatin Franziska Giffey nicht durchsetzen. Wissenschaftler Andreas Knie spricht von einem „Skandal“.
Paris und andere Städte drosseln das Tempo von E-Scootern in Parks, Fußgängerzonen und vor Schulen automatisch. Das soll Unfälle verhindern. Hierzulande setzen die E-Roller-Verleiher die Technik nicht ein. Dabei wünschen sich Städte und Gemeinden genau das.
Fast fünf Milliarden Euro haben europäische Airlines 2020 durch Termingeschäfte auf Kerosin verloren, weil kaum geflogen wurde und der Ölpreis im Keller war. Doch die Preis-Rallye in diesem Jahr macht die Absicherung wieder attraktiver, mit einem neuerlichen Lockdown-Schock rechnet keiner mehr.
Dass E-Autos im Normalfall mit Ökostrom betrieben werden, kann keine Entschuldigung für Energieverschwendung sein. Der Stromverbrauch der verschiedenen Modelle unterscheidet sich enorm. Einige Hersteller zeigen, wie E-Autos noch effizienter werden können.
Volkswagen wechselt den China-Chef aus und rutscht auf dem größten Automarkt der Welt ab. Ein Alarmsignal für die Branche? Nicht nur der Marktführer, auch Mercedes und BMW kämpfen mit Abhängigkeiten und politischem Druck.
In der Debatte um die Zukunft der Deutschen Bahn wird der Ton zunehmend rau. Der Konflikt dreht sich vor allem um den zukünftigen Wettbewerb auf der Schiene. Der Blick von Gegnern und Befürwortern einer Reform richtet sich ins Ausland.
Der Ferienflieger Condor hat eine recht einmalige Abfolge schwerer Krisen überstanden und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Der neue Investor attestiert der Airline Nehmerqualitäten und kauft neue Flugzeuge. Doch ein übermächtiger (Ex-)Partner wird zunehmend zum Gegner.
Spielende Kinder, Radfahrende oder Seniorinnen im Rollstuhl: Automatisierte Fahrzeuge sehen sich im Straßenverkehr mit brenzligen Situationen konfrontiert. Wie sicher ein solches System tatsächlich ist, lässt sich schwer überprüfen. Forscherinnen und Forscher suchen nach Lösungen.
Car.OS ist die Vision deutscher Hersteller: Ein neues Betriebssystem für das Auto der Zukunft. Doch die parallele Entwicklung ist komplex, teuer und sie kostet Zeit. Der Ruf nach einer Zusammenarbeit wird lauter.
Nicht nur die sich anbahnende Ampelkoalition, sondern auch die Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsident:innen der Länder ist für die 3G-Regel im Nah- und Fernverkehr. Das ergibt sich aus dem Beschlussvorschlag für das heutige Treffen. Die Verkehrsminister:innen und die Branche haben Bedenken wegen der Kontrollen.
Die Preise für gebrauchte Benziner und Diesel steigen und steigen. Im Oktober wurde ein neuer Rekord erreicht, obwohl die Preiskurve im Herbst normalerweise fällt. Corona und die Chipkrise fegen den Markt leer.
In Berlin-Marienfelde werden seit 1902 Motoren gebaut, die Zukunft des Verbrenner-Werks war ungewiss. Nun macht Mercedes eine langfristige Zusage: In Berlin werden künftig Performance-Motoren für AMG produziert – auch elektrische.
Schon Freitag soll ein 3G-Nachweis in Bussen und Bahnen Pflicht werden. Verstöße wollen die Ampelparteien zur Ordnungswidrigkeit machen. Die Nahverkehrsbetreiber haben die Regel zähneknirschend akzeptiert. Doch wie wirksam sich das kontrollieren lässt, ist weiterhin offen.
Die Schifffahrt hat ihre Emissionen im Verhältnis zur transportierten Menge verringert, aber es gab kaum Fortschritte bei der Einführung alternativer Kraftstoffe. Ein Auftrag der größten Containerschiff-Reederei schafft neue Anreize.
Erneuerbares Kerosin soll das Fliegen mit den Klimazielen vereinbar machen. Die USA suchen derzeit nach Wegen, der Produktion zum Durchbruch zu verhelfen und denken groß. Umstritten ist, welche Rolle Bio-Kraftstoffe spielen dürfen.
Vor der EVG-Demonstration gegen die Aufspaltung der Deutschen Bahn warben GDL, die DB-Wettbewerber und der Fahrgastverband Pro Bahn für die Reform. Es gehe darum, den Betrieb des Schienennetzes auf das Gemeinwohl auszurichten und die Verkehrswende voran zu bringen.
Seit dem 1. Oktober 2021 darf das Bundesamt für Güterverkehr bei grenzüberschreitenden Transporten die Mautdaten der Lkw auswerten. Spätestens bis zum 21. August 2025 soll der intelligente digitale Tachograf der zweiten Generation europaweit bei allen Lkw über 3,5 Tonnen die Grenzübertritte automatisch festhalten.
Ungeimpfte können ungetestet und mit einfacher medizinischer Maske Zug fahren. Angesichts dramatisch steigender Corona-Zahlen werden nun Forderungen nach strengeren Auflagen und Kontrollen laut.
Mit einer App will Hamburg Radfahrenden anzeigen, mit welchem Tempo sie die nächste Ampel bei Grün erreichen. Ampelschaltungen sollen teilweise ans Fahrrad-Tempo angepasst werden. Mit dem Projekt PrioBike-HH möchte die Stadt zudem für mehr Sicherheit sorgen.
Immer mehr Kommunen erhöhen die Preise fürs Anwohnerparken. Doch selbst eine Verzwölffachung der Gebühren wie in Freiburg beschlossen, hat auf die meisten Autobesitzer keine abschreckende Wirkung, zeigt eine exklusive Background-Umfrage. Die Verwaltungen kämpfen unterdessen mit dem bürokratischen Aufwand.
Die Erklärung zum Klimaschutz in der Luftfahrt auf der COP26 sieht eine Stärkung der UN-Luftfahrtorganisation Icao vor. Umweltschützer fürchten jedoch, dass dann wenig voran geht. Sie fordern, die „Fit for 55“-Maßnahmen auf EU-Ebene möglichst streng umzusetzen, auch wenn das Nachteile für EU-Airlines bedeutet.
Mit ihrer Forderung nach einer Aufspaltung des Bahnkonzerns konnten sich FDP und Grüne bisher gegen die SPD nicht durchsetzen. In Berlin bringen sich Gegner und Befürworter einer Bahnreform in Stellung. Es geht um Steuergelder in dreistelliger Milliardenhöhe.
Der Thinktank Influencemap hat Unterlagen und Korrespondenz ausgewertet: Als Lobbyist der Verbrennerwelt ist BMW auf EU-Ebene besonders aktiv, Daimler bleibt vage, Volkswagen vertritt am glaubwürdigsten den Klimaschutz. Als Bremser fällt der VDA auf.
Streit um ein Verbrenner-Aus bis 2040, Lob für grüne Korridore für die Seefahrt, Kritik an einer neuen Koalition für die Luftfahrt: Am „Transport Day“ der Weltklimakonferenz in Glasgow starteten einige Initiativen, die die CO2-Emissionen des Verkehrs drosseln sollen. Ein Überblick.
Autonomes Fahren ist ein wesentlicher Treiber für einen wirtschaftlichen ÖPNV der Zukunft. Hamburg geht hier mit Moia voran. Vielen Kommunen fehle es aber an Geld und am richtigen Mindset, um ihren Verkehrsbetrieb zum Mobilitätsdienstleister umzubauen. So lautet das Fazit einer Veranstaltung des Deutschen Verkehrsforums.
Die Ankündigung von Volkswagen, ein weiteres Autowerk in Wolfsburg bauen zu wollen, elektrisiert den niedersächsischen Standort. Doch hinter den Kulissen brodelt der alte Streit zwischen Vorstand, Betriebsrat und Aufsichtsrat.
Die EVG will bei einer Zerschlagung der Bahn den erbitterten Widerstand der Eisenbahner mobilisieren. Die Drohung zeigt bereits Wirkung. Die Diskussion konzentriert sich zunehmend auf eine Bahnreform, die den integrierten DB-Konzern erhält.
Die Bundesrepublik, VW und BMW wollen sich offenbar einer Erklärung verweigern, der sich heute in Glasgow mehr als 100 Staaten, Regionen und Autoherstellern anschließen. Es geht um ein Verbrenner-Aus bis 2035 und 2040. Ein fatales Signal für Staaten mit eher geringem Einkommen, wo künftig die meisten Autos verkauft werden.
Seit gestern gilt der verschärfte Bußgeldkatalog. Doch was nützen härtere Strafen, wenn Verkehrssünder selten zur Verantwortung gezogen werden? Sicherheitsexpert:innen und die Deutsche Polizeigewerkschaft machen Verbesserungsvorschläge.
In Bezug auf den Einsatz von E-Fuels im Individualverkehr wird man nicht wirklich schlau aus dem Sondierungspapier der Ampel-Verhandler. Bevor die Koalitionsverhandlungen in die entscheidende Phase gehen, legt der TÜV-Verband heute ein Positionspapier vor, das wenig Zukunft für E-Fuels in europäischen Autos sieht.
Kooperationen zwischen kommunalen Verkehrsunternehmen und Taxigewerbe nehmen zu, sind aber noch längst kein Selbstläufer. Beide Seiten räumen ein, dass Welten aufeinanderprallen. Und dann ist da noch das Problem mit der Elfenbein-Farbe.
In E-Autos sind vier Mal so viele seltene Metalle verbaut wie im Verbrenner. Die Ressourcen drohen knapp zu werden, warnen Experten. Die Autobranche sieht die Politik in der Pflicht, den Rohstoffnachschub zu sichern.
Die Kreuzfahrtbranche wurde von Corona mit am härtesten getroffen. Doch die Nachfrage kehre immer deutlicher zurück, sagen die Reedereien. Die Branche bekennt sich in ihrem Umweltbericht zu den verschärften Emissionszielen. Doch die derzeitigen Technologien sind langfristig keine Lösung.