Anders als im Winter sollen Löcher im Haushalt aktuell eher nicht über den Abbau klimaschädlicher Subventionen gestopft werden. Zu wach die Erinnerung an die Agrardiesel-Eskalation. Wieso es sich dennoch lohnen könnte, in der Landwirtschaft gegen eine weitere umstrittene Förderung anzugehen.
Das ausgegebene Ziel der AGDW in Sachen EUDR ist eindeutig: Umsetzungsfrist verschieben, zentrale Inhalte der Verordnung umwälzen. Auch der Praxisleitfaden des Bundesministeriums kann den Verband nicht zufriedenstellen. Doch die Ablehnung blieb vorerst vage. Background hat nachgefragt.
In Kühltheken und Ladenregalen ist die farbige Nutri-Score-Kennzeichnung für Lebensmittel immer häufiger zu finden. Nun tritt ein Pionier auf dem deutschen Markt auf die Bremse.
Kommt er, kommt er nicht? Für Cem Özdemir ist die Antwort auf diese Frage zum informellen EU-Agrarministertreffen in Budapest ein klares „Nein“. Dabei will Ungarn hier eines der wichtigsten politischen Themen der kommenden Jahre anschneiden. Ob aber Agrarkommissar Wojciechowski der Anweisung seiner Chefin folgt und sich den Termin entgehen lässt?
In das Material von 100.000 Kartons hat der Versandhändler Otto getrocknete Sauergräser gemischt, die in Paludikultur auf wiedervernässten Mooren gewachsen sind. Seit August läuft der Test. Karla Jabben, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Otto, begleitet das Pilotprojekt. Was braucht es, um langfristig einen Absatzmarkt für die Paludibiomasse zu schaffen?
Schluss mit David gegen Goliath. Geht es nach dem Strategiedialog, soll der Agrarsektor in der EU-Handelspolitik künftig nicht mehr als Nachsatz bedacht werden. Das Gremium will Erzeugerinnen und Erzeuger auf dieselbe Stufe heben wie etwa die Auto- und die Stahlindustrie.
Im politischen Prozess um das Tierschutzgesetz kann es im Bundestag weitergehen. Kontrovers waren bereits die Diskussionen mit den Bundesländern – der Beschluss des Bundesrates bestand aus einem dicken Katalog von Änderungswünschen. Damit hat sich die Bundesregierung jetzt befasst und eine Gegenäußerung geliefert.
Der Klimawandel wird die Umweltauswirkungen der Landwirtschaft verstärken: Durch Verringerung der Produktivität, mehr Einsatz von Dünger, zunehmende Bodenerosion und die Rodung von Flächen. Das Wissen darüber haben Wissenschaftler in einem Aufsatz zusammengetragen.
Am Mittwoch hat Minister Özdemir das überarbeitete Zukunftsprogramm Pflanzenschutz vorgestellt. Das Ergebnis ist ihm zufolge ein „Gebäude des Interessenausgleichs“. Noch sind aber nicht alle Kompromisse gefunden – über zahlreiche Einzelmaßnahmen soll gemeinsam weiterverhandelt werden. Für die Beteiligten bedeutet das Frust und Hoffnung zugleich.
Nach sieben Plenarsitzungen hat Peter Strohschneider die Ergebnisse seines Gremiums an die EU-Kommission überreicht. Der 120 Seiten lange Text bietet nicht nur neue Ideen, sorgt mit zentralen Vorschlägen aber für Aufsehen. Es könnte das Ende der Farm-to-Fork-Strategie bedeuten – oder ihre Wiedergeburt.
Mit frischen Mitteln aus dem Klima- und Transformationsfonds will die Bundesregierung die Emissionen der Landwirtschaft auf die Zielmarke für 2030 senken. Gefördert werden Energieeffizienz, Erneuerbare und klimafreundliche Traktoren.
Der Klimawandel hat drastische Auswirkungen auf Wasserversorgung und Landwirtschaft auf Sardinien und Sizilien. Eine neue Studie zeigt, dass Dürren auf den beiden italienischen Inseln um 50 Prozent wahrscheinlicher geworden sind.
Um Moore in Niedersachsen zu schützen, bieten vier Entschließungsanträge im Landtag unterschiedliche Wege an. Bei einer Anhörung zeigte sich: Zu weichgespült sind sie aus Sicht des Naturschutzes alle. Auch die Torfindustrie hat Kritik. Letztlich könnten rechtliche Kniffe und das Nature Restoration Law dem Moorschutz im Norden auf die Sprünge helfen.
Die Vorgeschichte des Freihandelsabkommens ist lang, das Auf und Ab der Verhandlungen inzwischen ein fester Teil des Verfahrens. Nach Monaten der Pause soll es ab Mittwoch nun in Brasilia weitergehen. Zum Schrecken eines Großteils der Agrarbranche.
Die angekündigten Erleichterungen beim Agroforst kommen voran: Zurzeit prüft das Landwirtschaftsministerium die Ergebnisse einer Verbändeanhörung. Größter Kritikpunkt: Der festgeschriebene Mindestabstand ist zu groß.
Während das Ringen um eine mögliche Fristverlängerung demnächst in die Endrunde geht, will das BMEL die Branche schon einmal an die Hand nehmen. Eine neue Bedienungsanleitung soll Unsicherheiten klären und die Umsetzung praxisnah erläutern. Für einen Teil der Branche genau das, was es gerade braucht. Für andere eine sinnfreie Aktion, die Probleme ignoriere.
Dem Posten ist der größte Anteil des EU-Budgets zugeordnet, aber auch die Herausforderungen sind massiv: Wer Janusz Wojciechowski nachfolgt, wird das EU-Agrar- und Lebensmittelsystem zukunftsfähig machen müssen. Ursula von der Leyen hat einige Anwärter zur Auswahl. Doch einschlägige politische Erfahrung haben alle nur begrenzt.
Bis 2030 wird Deutschland absehbar die europäischen Klimavorgaben reißen. Der aktualisierte Nationale Energie- und Klimaplan zeigt nun, wie die Bundesregierung gegensteuern will. Belastbare Zahlen zur Klimaschutzwirkung bleibt sie aber schuldig.
Mit einer Anfangsfinanzierung bauen drei Partner im Senegal und in Kenia Maschinenringe auf, die dort entscheidend zur Ernährungssouveränität beitragen: 30.000 Mitglieder in fünf Jahren sprechen für sich. Lokale kleine Landtechnikfirmen stellen die Geräte her, jetzt werden Studierende an zwei Hochschulen vor Ort für den weiteren Aufbau geschult.
Eine Beobachtungsstelle für Lebensmittelpreise hat der Verbraucherzentrale Bundesverband am Donnerstag von der Bundesregierung gefordert. Die Stelle könne „unfaire Praktiken“ aufdecken und Konsumenten vor zu hohen Kosten schützen. Die gestiegenen Preise der vergangenen Jahre ließen sich jedenfalls nicht allein durch höhere Kosten in der Produktion erklären.
Nutzen und Gefahren von Gentechnik diskutieren Landwirte sehr kontrovers. In einer Literaturrecherche fassen Forschende jetzt zusammen, welche Auswirkungen der Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen hat.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium rechnet mit einer schlechten Ernte. Grund dafür: der Klimawandel. Demnach schmälern ein nasser Herbst im vorigen Jahr, ein rekordwarmer Frühling mit Spätfrösten und zuletzt ein Sommer mit heftigen Unwettern die zu erwartenden Ernteergebnisse. Umweltweltverbände fordern mehr Anpassung und eine Abkehr von Maximalprofiten.
Energydrinks gelten als ungesund – vor allem für Kinder und Jugendliche. Die Forderung nach einem Mindestalter für den Kauf der Getränke wird immer lauter. Ein Bericht des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags gibt der Politik nun Argumente dafür an die Hand, aktiv zu werden. Weitere Erkenntnis soll ein Austausch im Agrarausschuss bringen.
Die EU exportiert deutlich mehr Agrarprodukte, als sie importiert. Dabei weisen einige Produktkategorien einen Überschuss auf, andere ein Defizit. Und es gibt manche Überraschung. Ein Blick hinter die aggregierten Zahlen.
Die Mineralölkonzerne haben die Quote zur Minderung von Treibhausgasen 2022 übererfüllt, die Ausgleichszahlungen hielten sich in Grenzen. Das zeigt ein Bericht der Bundesregierung, der heute im Kabinett beschlossen werden soll. Den landwirtschaftlichen Reststoffen werden große Entwicklungsmöglichkeiten zugeschrieben.
Ein ungarisches Gesetz sorgt im Lebensmitteleinzelhandel aktuell für Unruhe: Zwar gilt bereits seit mehr als zwei Jahren, dass große Supermärkte ablaufende Lebensmittel nicht mehr verkaufen dürfen, doch erst jetzt meldet Budapest dies bei der EU an. Was ist da los?
Satellitenbilder zeigen riesige Rauchwolken über Brasilien. Angesichts der schwersten Brände seit Jahren werfen Kritiker der Regierung Lula Versäumnisse vor. Ursache für die Brände sei nicht nur der Klimawandel.
Es ist der finale Termin, um die Wünsche von Bauernvertretern, Agrarindustrie und Umweltschützern in ein zukunftsweisendes Papier zu gießen. Regie führt einmal mehr die EU-Kommission. Doch auch kurz vor Schluss scheint offen, wie sich die teils widerstreitenden Interessen vereinen lassen und was die Kommission anschließend tatsächlich in Angriff nehmen wird.
Auf 6,5 Prozent der Landfläche in Deutschland wachsen Mais und andere Energiepflanzen. Eine neue Studie zeigt: Auch ohne Anbaubiomasse ließe sich das Energiesystem klimaneutral gestalten. Umweltforscherin Daniela Thrän kritisiert, dass Bioenergieflächen nicht mit Agri-Photovoltaik gleichgesetzt werden können.
Von wegen Gebirgsidyll: In der Schweiz steht es schlecht um die Biodiversität. Eine Volksabstimmung soll das ändern. Ende September stehen die Vorschläge einer Initiative zur Abstimmung. Es wird wohl ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Denn Teile der Landwirtschaft und Wirtschaft mobilisieren dagegen. Sie fordern: Alles soll so bleiben, wie es ist.
Für Menschen ist sie ungefährlich – für Tiere aber bedeutet sie viel Leid: Die Blauzungenkrankheit bereitet Landwirten gerade große Sorgen – und wird so schnell nicht wieder verschwinden.
Wie kostbar Süßwasser ist, wird dann klar, wenn es fehlt. Im Klimawandel droht sich das Problem zu verschärfen; besonders für die Nahrungsmittelproduktion. Eine Studie gibt Anstoß dazu, den Wasserkreislauf neu zu denken und soll als Rampe für ein neues Forschungs- und Innovationszentrum der EU dienen. Ein Projekt in Gifhorn zeigt bereits, worauf es ankommt.
Nach der Lösung der Haushaltsblockade fließen jetzt endlich auch die Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds. 90 Millionen Euro kann das BMEL in diesem Jahr noch für den Wald ausschütten. Die Zuwendungsbedingungen aber stoßen auf Kritik.
Unterdurchschnittlich war die bisherige Ernte für die Landwirte in Deutschland, lautete am Donnerstag das Fazit des Deutschen Bauernverbands. Angesichts von Pilzkrankheiten durch feuchte Witterung forderte der Verband eine Neuausrichtung der Pflanzenschutzpolitik. Bioverbände dagegen plädieren für Anpassungsstrategien an die Klimaveränderungen.
Auch aus der Forstbranche ist inzwischen ein deutliches Echo auf den jüngsten Reformansatz zum Bundeswaldgesetz zu vernehmen. Und das klingt alles andere als positiv. Bei den Beschwerden der Praktikerseite scheinen sich jedoch nicht alle Schmerzpunkte so richtig erschließen zu wollen.
Limo-Steuer, Werbeschranken und eine Altersgrenze für Energydrinks: Darauf pocht die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch abermals und stützt sich auf eine neue Marktstudie. Nur so könnten Übergewicht, Diabetes oder gar Herzerkrankungen in jungen Jahren effizient verhindert werden. Die Lebensmittelindustrie macht jedoch erneut Front dagegen.
Drei Entwürfe hatte BMEL-Chef Özdemir bis vor kurzem noch zur Auswahl auf dem Schreibtisch liegen. Die Version, für die er sich nun entschieden hat, kann bei Waldschützern allerdings gar nicht punkten. Die Verbände sprechen von einer Nullrunde für zukunftsfähiges Waldmanagement.
Biomasse soll künftig anders gefördert werden. Die dafür nötige Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes soll zeitnah kommen, heißt es aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Leitlinie ist die Etablierung eines Kapazitätsmarkts, der Versorgungssicherheit in einem System mit Stromerzeugung aus Sonne und Wind bietet.
Rund acht Monate nach dem letzten Leak meldet sich das BMEL jetzt offiziell zum Stand der geplanten Reform: Am Montag ist demnach ein neuer Referentenentwurf für das Bundeswaldgesetz in die Ressortabstimmung gegangen. Im Vergleich zu vorigen Ansätzen hat sich darin einiges getan.
Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz auf Fleisch könnte bis zum Jahr 2030 einen zusätzlichen Ausstoß von 17 Millionen Tonnen Klimagasen bewirken. Fast die gleiche Menge kann bis dahin mit der Wiedervernässung von Mooren eingespart werden. Diese Zahlen enthält ein am Montag veröffentlichter Bericht zur Wirkung von Subventionen in Deutschland.
Nach zähen Verhandlungen haben die Ampel-Spitzen ihren neuen Haushaltskompromiss vorgestellt. Für das Agrarressort ändert sich nichts, doch die Einigung dürfte den Weg für weitere Waldmittel freimachen. Wegen des Koalitionsstreits hatte das Bundesfinanzministerium entsprechende KTF-Mittel auch für dieses Jahr beschränkt. Ein Überblick zum aktuellen Stand.
Eine Studie der Uni Bonn zeigt, dass Kindern und Jugendliche in Deutschland weiterhin zu viel freien Zucker zu sich nehmen. Trotz Verbesserungen gibt es weiteren Handlungsbedarf. Der tatsächliche Zuckerverzehr junger Menschen dürfte laut den Forschern sogar noch höher liegen, als die Daten der Langzeitbeobachtung andeuten.
Bereits seit mehr als zwei Jahren warten die EU-Vorschriften zur Bekämpfung von Tierseuchen auf eine Umsetzung in Deutschland. Um nun zeitnah eine rechtliche Lösung zu schaffen, soll eine neue Regelung eingeführt werden, das Tiergesundheitsrechtliche Bußgeldgesetz. Dieses enthält neue Vorschriften für Transporteure und Unternehmen.
In Süddeutschland warten die Apfelbaubetriebe auf den letzten Schritt für die Notfallzulassung des Pflanzenschutzmittels Folpan. Der Schorfbefall der Äpfel ist dieses Jahr besonders stark. Nur ein Schönheitsfehler, sagt der BUND – und fordert ein Verbot. Die Obstbauern aber stehen unter zeitlichem und wirtschaftlichem Druck. Nun liegt der Ball beim BVL.
60 Jahre lang hat die EU Daten der landwirtschaftlichen Betriebe stichprobenartig im Informationsnetz landwirtschaftlicher Buchführungen gesammelt. Jetzt soll ein neues System an seine Stelle treten, das vor allem mehr Umweltdaten erhebt. Eine Konsultation fragt nach Meinungen zur Durchführungsverordnung.
Der Agrarhändler Baywa ist weltweit im Geschäft – und hat sich überhoben. Dabei ist das Unternehmen für Bauern und Lebensmittelversorgung in mehreren Ländern wichtig. Nun kommt erste Hilfe.
Im Herbst wird die EU-Kommission neu zusammengesetzt. Manche Namen stehen bereits fest, über andere wird in Brüssel heftig spekuliert. So ist der aktuelle Klimakommissar Hoekstra als Agrarkommissar im Gespräch. Wichtig für alle, die mit nachwachsenden Rohstoffen für den Bau zu tun haben: Es soll den neuen Posten eine/r Wohnungsbaukommissar/in geben.
Ob Fermentationsverfahren oder kultivierte Herstellung: Europa droht auf dem globalen Markt für neuartige Lebensmittel abgehängt zu werden, meint Simone Poppe. Die Expertin berät Unternehmen im New Food Bereich und weiß, welche Hürden sie zu stemmen haben. Im Interview verrät sie, wo der Novel Food Trend hingeht – und wie die Politik unterstützen könnte.
Auf der Mittelmeerinsel herrscht seit Monaten eine Hitze wie in der Sahara. Grund ist der Klimawandel – die Landwirtschaft ächzt unter der extremen Trockenheit. Die Bewohner beklagen sich aber auch über kaputte Wasserleitungen und Misswirtschaft.
Auf dem Weg zu seiner herausragenden Bedeutung im Ökolandbau hat der kleinste baltische Staat gleich mehrere Entwicklungsetappen ausgelassen. Ohne große staatliche Unterstützung machten sich Estlands Biopioniere in den 90er Jahren ans Werk. Heute wird fast ein Viertel der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet.
Die Gruppe „Die Linke“ hat eine kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt: Sie will wissen, wie das Förderprogramm zum Umbau der Tierhaltung von der Praxis angenommen wird. Die Bundesregierung ist zufrieden, die Fragestellerin dagegen hat einiges zu bemängeln.
Die Türkei will eine EU-Regelung, welches Fleisch benutzt werden darf. Die Hersteller aus Deutschland wehren sich dagegen. In Deutschland wären jährliche Umsätze im Wert von 2,4 Milliarden Euro betroffen.
Ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder bundesweit hatte der Bürgerrat Ernährung gefordert. Ein neues Gutachten hat nun die Finanzierbarkeit des Vorschlags aus dem Bundeshaushalt untersucht und zeigt drei konkrete Optionen auf. Doch obwohl die Maßnahmen rechtlich Bestand hätten, ist eine politische Umsetzung eher unwahrscheinlich.
Die Bundesregierung soll einen Maßnahmenplan vorlegen, um die wahrscheinliche Verfehlung ihrer Klimaziele im Bereich Landnutzung bis 2030 zu korrigieren. Darauf klagt jetzt die DUH. Die Hoffnungen liegen auf natürlichem Klimaschutz.
In einem gemeinsamen Brief an die EU fordern die Landesregierungen in Stuttgart und München, dass sogenannte Ewigkeitschemikalien unter bestimmten Umständen weiter eingesetzt werden dürfen. Das wäre auch im Sinne der Verpackungsindustrie.
Ein Biohof in Brandenburg zeigt, wie Grünlandbewirtschaftung und Naturschutz zusammen funktionieren können. Die dortigen Flächen gehören zu den artenreichsten Ostdeutschlands. Einen entscheidenden Anteil daran haben die freiwilligen Umweltmaßnahmen für die Flächen. Das bestätigt auch der Landesbauernverband. Dennoch besteht Verbesserungspotenzial.
Bäuerinnen und Bauern in der Alpenrepublik gehen Jahre vor den deutschen Kollegen in den Ruhestand und tun dies finanziell gut abgesichert. Ein Blick darauf, wie Deutschlands nächster Nachbar das ermöglicht.
Passgenauer auf die Betriebe zuschneiden will das BMEL die Öko-Regelungen innerhalb der EU-Agrarpolitik. Am Montag stellte das Ministerium die Quintessenz eines Antrags an die EU-Kommission vor. Die Lockerungen bei der GAP vom Frühjahr werden darin mit neuen Vorgaben zugunsten des Naturschutzes flankiert.
Das wechselhafte Wetter 2024 ist für viele Winzer eine Herausforderung. Besonders trifft es die Öko-Betriebe. In Großbritannien dagegen blüht der Weinanbau auf.
Wie sich die zentralen Versorgungssysteme unserer Gesellschaft klimafreundlich umbauen lassen, hat ein Team des Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit in Potsdam untersucht. Entscheidend sei, das Leitbild „Wachstum“ durch das Leitbild „Wohlergehen“ zu ersetzen – auch im Ernährungssektor.
Grünland ist in Deutschland und Europa ein stark gefährdeter Lebensraum. Trotz eines Umbruchverbots stehen Wiesen und Weiden hierzulande weiter unter Druck – auch in Schutzgebieten. Das wurde jetzt zum Fall für den Europäischen Gerichtshof.
Seit nunmehr einem Monat hält der Stillstand bei der Novellierung des Düngegesetzes an. Noch immer prüft das BMEL die Anrufung des Vermittlungsausschusses – ein Schritt, der zunächst sicher schien. Klar ist die Forderung der Bundesländer. Alles andere als klar ist, ob der Bund darauf eingeht und wie eine Einigung erzielt werden könnte.
Für deutsche Schweinemäster endet heute die Meldefrist, um die Haltungsform auf ihren Höfen anzugeben. Einige Länder haben erst kurz vor knapp entschieden, welche Behörden zuständig sind. Theresa Crysmann berichtet, welcher Flächenstaat sich auch jetzt ziert, welche Schritte folgen und wo man die Frist zumindest nicht ganz so streng nachhält.
Wie und ob die EU-Agrarpolitik zur Verbesserung des Wohls von Nutztieren wirkt, lässt sich bislang nur erahnen. Das soll sich ändern. Die EU-Plattform „Animal Welfare“ hat dafür eine neue Unterarbeitsgruppe bekommen. Ihr Auftrag: Indikatoren für die Tierwohlpolitik erarbeiten, auf denen künftig ein Monitoring aufbauen soll.
Ein regionales Gesetz hatte es erlaubt, den Wolf in einer bestimmten Region Spaniens zu jagen. Das höchste europäische Gericht hat dazu nun eine deutliche Entscheidung gefällt.
Wie findet man heraus, welche Moorvernässung besonders viel Emissionen spart und am wenigsten Nutzungskonflikte birgt? Diese Fragen beantwortet die Studie „Moore in Niedersachsen“. Sie enthält auch Vorschläge, wie man die wiedervernässten Flächen weiter nutzen könnte.