Jahrzehntelang hatte Milch in Deutschland einen guten Ruf. Im Vergleich zu den 1990er-Jahren ist der Verbrauch von Kuhmilch aber deutlich gesunken. Forschende sehen in dieser Entwicklung einen Trend.
Das Landesparlament in Sachsen wird das Agrarstrukturgesetz vor Ablauf der Legislaturperioden nicht mehr verabschieden können. Ursachen sind sowohl Widerstände von CDU und Verbänden als auch rechtliche Bedenken. Auch in Brandenburg und Thüringen sind entsprechende Vorhaben gescheitert.
CO2 durch natürliche oder technische Mittel aus der Atmosphäre zu entfernen, wird notwendig sein, um die Klimaziele der EU zu erreichen. Erstmals könnten hierfür Unterziele für das Jahr 2040 gesetzt werden. Dabei gerät auch die Landwirtschaft in den Blick.
Die Ukraine ist einen großen Schritt näher an einen möglichen EU-Beitritt gerückt: Laut der Bundesregierung erfüllt das Land nun alle Voraussetzungen für Verhandlungen. Die Erweiterung könnte eine Generalüberholung der Gemeinsamen Agrarpolitik bedeuten, die einige schon lange fordern.
Wie 100 wichtige, lokale Lebensmittel dem afrikanischen Kontinent nützen, hat die FAO zusammengetragen. Manche der Pflanzen sind von Importen verdrängt worden, andere werden weiterhin rege genutzt – etwa Maniok oder Buschmango. Für alle gab es bisher jedoch zu wenig Aufmerksamkeit von Politik und Forschung. Das soll sich ändern.
Bislang hat die Wachhund-Organisation Influence Map vor allem die Öl- und Gas-Industrie in die Zange genommen. Nun ist der Nutztiersektor dran: In einer neuen Analyse zeichnet der Thinktank nach, wie stark einige der größten Player der Milch- und Fleischbranche sich gegen EU-Klimapolitik engagieren, die ihr Geschäft im Fokus hat.
Ob Knoblauchbrot oder pures Weißbrot: Der CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln variiert – auch innerhalb von Produktkategorien. Australische Wissenschaftler:innen haben in einer groß angelegten Studie verarbeitete Lebensmittel untersucht. Das Wissen darüber könnte hohe Summen Treibhausgase einsparen.
Eine neue Studie zeigt die Bedeutung des traditionellen, kleinstrukturierten Reisanbaus in China. Doch die landwirtschaftliche Produktion in dem asiatischen Land entwickelt sich genau in die andere Richtung: größer, effizienter, unabhängiger. Modernisierung und Naturschutz müssen miteinander in Einklang gebracht werden, sagen die Studienergebnisse.
Bereits im Vorfeld des Treffens mit seinen europäischen Amtskolleg:innen hatte sich Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir in Stellung gebracht: Er fordert mehr Herkunftsangaben bei Lebensmitteln. Unterstützt wird er dabei etwa von Österreich. Das Land hatte selbst ein heißes Thema dabei: den Schutzstatus von Wölfen.
Tierschutz ist ein Verfassungsgut – passend also, dass der Entwurf für dessen Stärkung ungeplant, aber pünktlich, zum großen Grundgesetz-Jubiläum gekommen ist. Der erste Versuch war noch gescheitert. Doch sowohl von der Agrarlobby als auch den Tierschutzverbänden hagelt es Kritik.
Wertvolle Rohstoffe aus menschlichen Ausscheidungen werden zurzeit noch vergeudet. Damit sich das ändert, müssten die rechtlichen Rahmenbedingungen geändert werden. Die Technologie dafür aber steht: Ein Besuch bei Deutschlands erstem skalierbaren Projekt zur Aufwertung von menschlichen Exkrementen zu Recyclingdünger.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert Digitalisierung im ländlichen Raum. Elf Forschungsvorhaben sind abgeschlossen, Projekte für digitale Daseinsvorsorge laufen noch. Staatssekretärin Claudia Müller möchte die Ergebnisse in einem digitalen Marktplatz zusammenbringen. Der braucht aber noch ein Betriebsmodell.
Im Frühjahr sei der Griff zum Apfel aus Chile oder Neuseeland besser für die Klimabilanz, als eine heimische Frucht zu essen. Diese Annahme geistert nicht nur durch die Medien, sondern auch durch manche Studie. Doch neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben das inzwischen widerlegt – etwa am Beispiel des Bodensee-Apfels.
Die erste Antwort der Politik auf die Bauernproteste im Winter waren Erleichterungen bei den GLÖZ-Standards in der Gemeinsamen Agrarpolitik (EU) und die Beibehaltung des grünen Nummernschilds (Deutschland). Parallel hat das Ministerium für Landwirtschaft an einem Paket zum Bürokratieabbau gearbeitet. Hier ist es.
Zwei schwere Brocken hatten die Agrarminister von Bund und Ländern bei einer Sonderkonferenz am Mittwoch auf dem Tisch: Die nationale Umsetzung der jüngsten GAP-Änderungen und den Bürokratieabbau. Die Reaktion auf Frostschäden im Obstbau drängte zusätzlich auf die Tagesordnung.
Die Novelle des Tierschutzgesetzes ist am Mittwoch von der Tagesordnung des Bundeskabinetts geflogen. Fachliche Differenzen scheinen dabei nicht ausschlaggebend gewesen zu sein. Ursächlich waren wohl eher die bevorstehenden Europawahlen.
Um den Betrug mit CO2-Vermeidungsprojekten zu unterbinden, hat das Bundeskabinett am Mittwoch eine Rechtsänderung verabschiedet. Die Anrechnung von Upstream-Emissionsminderung ist damit letztmalig 2024 möglich. Aus Sicht der Bioenergiebranche ist das viel zu zaghaft.
Die Agrarminister von Bund und Ländern müssen heute bei ihrer Sonderkonferenz schwere Entscheidungen treffen. Es geht darum, wie die jüngst gelockerten Standards bei den Ökoregelungen in Deutschland umgesetzt werden.
Das BMEL hat die Gewinne und Einkommen in der Landwirtschaft präsentiert – vom Ausnahme-Wirtschaftsjahr 2022/23. Dabei hat sich die wirtschaftliche Situation wieder normalisiert, was längst abzusehen war. Agrarverbände warnen deshalb davor, falsche Schlüsse aus den Zahlen zu ziehen.
Die meisten EE-Anlagen stehen in ländlichen Regionen. Das kann sich als Wettbewerbsvorteil erweisen, weil ausreichend Ökostrom immer wichtiger für die Industrie wird. Doch auch Freiflächen für Industrieansiedlungen und verfügbare Fachkräfte sind entscheidend für die ländliche Entwicklung, wie das Regionalranking des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt.
Fast die Hälfte der weltweiten Landflächen sind Graslandschaften. Sie dienen Wildtieren als Lebensraum und Vieh als Weidegebiete. Doch ihre Bodenqualität schwindet, warnt ein UN-Bericht.
Die Bundesregierung muss absehbar mehr tun, um die Klimaziele im Landnutzungssektor zu erreichen. Daran ändert auch das neue Klimaschutzgesetz nichts. Es sieht vor, dass Emissionen zwischen den Sektoren wie Landnutzung und Verkehr verrechnet werden können. Dem hat der Bundesrat am Freitag widersprochen.
Die Koalitionsfraktionen haben sich auf ein Düngegesetz geeinigt. Weil das Gesetz bereits im Bundestag behandelt wurde, haben SPD, Grüne und FDP einen Entschließungsantrag verfasst. Ziel ist es, das Verursacherprinzip durchzusetzen. Einige Ausnahmen sind vorgesehen. Doch Agrarverbände sehen in der Einigung vor allem eine neue Bürokratiemühle.
An die nächste EU-Kommission werden schon jetzt völlig gegensätzliche Forderungen für den weiteren Umgang mit Pflanzenschutzmitteln gestellt. Zwei nach Brüssel geschickte Briefe deuten die nächste Runde des andauernden Streits an. In einem Punkt sind sich aber alle Beteiligten einig: Die Zulassungsverfahren dauern zu lange.
Die EU-Kommission hat eine Novellierung der Tiertransportverordnung angestoßen. Transporte auf der Straße oder auf dem Schiff sollen in Zukunft mit weniger Stress für die Tiere verbunden sein. Der Bundesrat hat aber noch Nachbesserungsbedarf. Eine lange Stellungnahme ging der Bundesregierung zu. Einige Punkte könnten die Länder wohl erfolgreich durchbringen.
Künftig sollen die Biogasanlagen flexibel einspringen, wenn Wind und Sonne kaum Energie bereitstellen. Dafür müsse die Förderung angepasst werden, forderte die Branche in einer Anhörung im Energieausschuss des Bundestags. Eine weitere Alternative für Biogasanlagen, die Umstellung auf Biomethan, stellt die Gasnetzbetreiber vor Schwierigkeiten.
Steigende Temperaturen und weniger verfügbares Wasser bedrohen Insekten und andere bestäubende Tierarten am stärksten. Weitere Faktoren wie der Einsatz von Pestiziden oder der Verlust von Lebensräumen wiegen ebenfalls schwer, sind aber einfacher zu verändern. Das ist das Ergebnis einer neuen Übersicht der relevanten wissenschaftlichen Literatur.
Zwar bemühte sich die EU-Kommission, bei der Anpassung der Nitratrichtlinie Stakeholder einzubeziehen – und doch herrscht beim entscheidenden Punkt noch Ungewissheit. Wasser- und Umweltverbände befürchten, dass auf den Flächen wieder deutlich mehr Dünger ausgebracht werden könnte. Eine weitere Reaktion der Kommission auf die Bauernproteste?
Die Bundesnetzagentur will im Herbst die neuen Abschreibungsmethoden für Gasnetzbetreiber fertigstellen, die dann ihre Leitungen schneller refinanzieren dürften. Auch die Anreizregulierung zielt mitunter auf die Erdgasnetze ab. Eine Studie zeigt bereits die wirtschaftlichen Potenziale möglicher Regulierungsszenarien auf.
In drei Jahren muss Deutschland seine EEG-Förderung auf Contracts for Difference umgestellt haben, verlangt die EU. Die Ampel-Koalition hat eine zügige Umsetzung versprochen. Worauf es dabei für die Erneuerbaren ankommt, zeigt eine Studie im Auftrag von Green Planet Energy.
Noch einmal lehnen sich diejenigen Mitgliedstaaten auf, die das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur unbedingt noch verabschieden wollen. In einem Brief appellieren Umweltministerin Steffi Lemke und weitere Amtskolleg:innen an die blockierenden Länder, am 17. Juni im Rat doch noch dafür zu stimmen.
Der Sachverständigenrat ländliche Entwicklung hat dem Agrarminister am Dienstag eine Stellungnahme zu Chancen der Energiewende für ländliche Räume übergeben. Stakeholder machen Vorschläge, wie das Solarpaket noch besser an die Bedürfnisse der Landwirtschaft angepasst werden kann.
Die Lockerungen der Gemeinsamen Agrarpolitik sind zwar beschlossen, wie sie letztlich hierzulande umgesetzt werden, aber ist noch schwer abzuschätzen. Ein Policy Brief richtet schon einmal den Blick nach vorne: Es zeigt Potenziale der EU-Agrarpolitik beim Schutz der biologischen Vielfalt.
Ein Gratismittagessen an Kitas und Schulen: Grundsätzlich stößt das im Ernährungsausschuss des Bundestags auf positive Resonanz. Die Frage, wie es umgesetzt und vor allem bezahlt werden soll, offenbart jedoch Gräben zwischen den Parteien. Trotz allem besteht weiterhin die Chance, dass die Bürgerrats-Empfehlung in einem Gesetz mündet.
Eichen, Buchen oder Fichten: Ob sie krank sind, lassen ihre Baumkronen erkennen. Genauer zeigt das nun die neue Waldzustandserhebung 2023. Klar ist: Es geht dem deutschen Wald nicht gut. Was ist zu tun?
Der letzte Schritt ist getan: Der EU-Ministerrat hat am Montag Änderungen der Gemeinsamen Agrarpolitik beschlossen. Die Grünen fürchten das Ende des Green Deal und warnen vor weitreichenden Folgen – auch über die Landwirtschaft hinaus.
Waldpolitik weltweit hat bisher nur wenig dazu beigetragen, die Entwaldung zu stoppen. Das ist das Fazit eines Berichts, der am Freitag bei einem UN-Forum vorgestellt wurde. Eine neue Vielzahl von politischen Instrumenten mündete bisher noch nicht in ebenso vielen Resultaten.
Beim Nachbau von Saatgut stehen Rechte von Bauern und Züchtern gegeneinander. Letztere wollen nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs bessere Kontrollen etablieren. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft protestiert.
Für eine umfassende Überarbeitung der GAP-Umweltstandards hat der Sonderausschuss Landwirtschaft am Mittwoch den Weg frei gemacht. Es bleibt bei den bereits vorgesehenen Änderungen bei den Brachflächen und weiteren Ausnahmen bei Extremwetter.
Zwischenfrüchten können das Klima schonen. Das ist vor allem auf ihre ertragssteigernde Wirkung zurückzuführen, haben Forschende der Hochschule Weihenstephan Triesdorf berechnet. Die EU sollte das Instrument besser fördern, fordern die Autoren einer aktuellen Studie.
Von allen Seiten kritisiert wird der Plan des BMEL zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln. Der Graben zwischen den Interessen aus Landwirtschaft und Umweltverbänden verläuft hier besonders tief. Setzt das Ministerium deshalb lieber den Schwerpunkt auf andere Themen? Anders können sich Verbände den Zeitverzug nicht erklären.
In den vergangenen Monaten hat sich die EU in der Agrarpolitik auf die Bäuerinnen und Bauern zubewegt. Doch die Forderungen an das neue Parlament und die neue Kommission bleiben umfangreich, wobei sich die Schwerpunkte der Lobbyverbände zum Teil deutlich unterscheiden.
Mit bezahlbaren, leicht verfügbaren Maßnahmen könnte die Nahrungsmittelversorgung sicherer und widerstandsfähiger gemacht werden, insbesondere für gefährdete und arme Menschen. Gleichzeitig ließen sich die Emissionen damit senken. Das hat die Weltbank in einem neuen Report aufgeschrieben.
Die grüne Bundestagsfraktion hat sich auf Forderungen für die nächste Gemeinsame Agrarpolitik geeinigt. Darunter etwa höhere Einkommen für Landwirte, aber auch den Wegfall der flächengebundenen Direktzahlungen. „Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“ soll zum Grundprinzip werden, schreiben sie in einem Positionspapier.
Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, ist die Lücke zwischen notwendiger und geplanter Entnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre noch zu groß. Das zeigt eine neue Studie. Eine zu starke Abhängigkeit von landbasierten Entnahmen bringt Risiken für Flächenverfügbarkeit, Nahrungsmittelproduktion und Eigentumsrechte, warnen die Autor:innen.
Auf den ersten Blick scheint die Mehrwertsteuererhöhung auf Fleischprodukte eine gute Lösung für die Zukunft der Tierhaltung in Deutschland. Der Bundesverband Rind und Schwein bezweifelt das allerdings stark. Woran das liegt und welche Hebel stattdessen in Bewegung gesetzt werden müssten, erklärt Geschäftsführerin Nora Hammer im Interview.
Fermentation ist von einer Methode zur Lebensmittelkonservierung zu einer Schlüsseltechnologie für pflanzliche Fleischalternativen geworden. Das Food-Tech-Start-up Infinite Roots stellt solche Produkte auf Pilzbasis im Biomassefermentationsverfahren her. Mitgründerin Anne-Cathrine Hutz berichtet von Chancen und Herausforderungen des neuen Ansatzes.
Die Novellierung des Tierschutzgesetzes gleicht einer never-ending story. Nach zwei Jahren Vorarbeit befindet sie sich nun in der finalen Ressortabstimmung. Für Verbände wie für die Koalitionäre sind aber nicht wenige Fragen noch offen. Eine Verabschiedung des Gesetzes vor der Bundestagswahl könnte knapp werden.
Die Zukunftskommission Landwirtschaft wird sich noch einmal treffen müssen, um einen Arbeitsauftrag der Bundesregierung zu erfüllen. Diese hatte um Vorschläge für Antworten auf die Bauernproteste gebeten. Jetzt wird eine Arbeitsgruppe „Biologische Vielfalt“ eingerichtet. Absehbar letzter Termin wird ein Wochenende im Juni sein.
Weniger Auflagen beim Hanfanbau, mehr Toleranz beim Unterpflügen von Grünland: Der Abbau von Bürokratie, den der Bundesrat vergangene Woche beschloss, ist nicht der große Wurf. Wie eine Vorschlagsliste der Bundesländer umgesetzt werden soll, ist weiterhin offen.
Beim informellen Agrarrat am Montag betonen der belgische Agrarminister und der EU-Kommissar: Man sei sich einig bei den „Vereinfachungen“ der GAP. Kritisch waren hingegen die Worte von Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir: Man dürfe GLÖZ 7 nicht aufweichen. Ein anderes Anliegen des Ministers fand unterdessen viel Anklang.
Mischwälder gelten als am besten gerüstet für die Herausforderungen des Klimawandels. Doch viele Baumarten gibt es nicht, die sowohl heute als auch morgen dafür geeignet sind, heißt es in einer aktuellen Studie. Derweil wird ein großes Programm zu Klimaanpassung im Wald fortgesetzt.
Verglichen mit den hochtrabenden Plänen Ursula von der Leyens aus dem Jahr 2019 ist der Green Deal kaum wiederzuerkennen. Insbesondere Dossiers zur Agrar- und Ernährungspolitik mussten hart einstecken. Eine umfassende Übersicht zum aktuellen Stand der relevantesten Vorhaben.
Höhere Fördersätze für die Agri-PV, Regeln für mehr Biodiversität auf Freiflächen und keine Duldungspflicht für den Leitungsbau – das sind die wesentlichen Punkte im Solarpaket I. Der Bundesrat drängte am Freitag auf bessere Bedingungen für die Bioenergie im geplanten Solarpaket II.
Im Kampf um Kunden und Profit kreiert die Industrie hochverarbeitete Lebensmittel, wie sie unsere Vorfahren nie verzehrt haben. Die Frage drängt: Was ist wirklich ungesund – und wieso?
Projekte zur CO2-Emissionsvermeidung in China sind in vielen Fällen fingiert. Betrüger kassieren hunderte Millionen Euro zu Unrecht. Die Bioenergiebranche hat das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt schon vor Monaten darauf hingewiesen. Im Mai will die Regierung eine Änderung beschließen.
Das einstige Vorzeigeprojekt der scheidenden EU-Exekutive ist ein Schatten seiner selbst. Die wenige verbleibende Kraft fließt bei Parteien wie Amtsträgern in den Wahlkampf, der nun auch offiziell begonnen hat. Einige wenige Anhaltspunkte deuten an, wie es mit der Großbaustelle für mehr Klima- und Naturschutz weitergehen könnte.
Viele verarbeitete Lebensmittel enthalten weiter zu viel Zucker, Fette oder Salz. Eigentlich sollten die Zutaten für eine gesündere Ernährung verändert werden – so haben es Hersteller der Politik zugesichert. Dazu gibt es eine neue Auswertung.
Angekündigt waren sie schon seit 2022, doch Macrons neue Leitplanken für die Agrarpolitik ließen lange auf sich warten. Im Mai nun wird das Rahmengesetz im Plenum der Assemblée Nationale debattiert werden. Die jüngsten Mobilisierungswellen des Sektors haben deutliche Spuren im Text hinterlassen.
Vor zehn Jahren war der Versuch gescheitert, nun scheint es zu klappen: Das EU-Parlament hat sich hinter die Revision der Saatgutverordnung gestellt, die von der Kommission angestoßen wurde. Mit einigen Änderungen wollen die Abgeordneten dabei unter anderem die Sortenvielfalt noch deutlicher stärken. Weiter geht es mit Trilogverhandlungen nach der Wahl.
Im Eilverfahren hat die Europäische Kommission Lockerungen der GAP-Umweltauflagen durchgehechelt. Mit Zustimmung einer großen Mehrheit von EU-Abgeordneten werden diese nun bald Realität. Während Befürworter deutliche Entlastung der Höfe prognostizieren, sehen Kritiker einen folgenschweren Fehlgriff.
Tierhalter befinden sich mehr denn je in einem Spannungsfeld aus gesellschaftlicher Anforderung und wirtschaftlicher Instabilität. Obwohl politische Lösungen längst in der Diskussion angekommen sind, lässt die Umsetzung auf sich warten. Dennoch bewahrt die Branche ihren Optimismus.
Einen besseren Zugang zu Produktionsmitteln will die Regierung den Landwirten ermöglichen. Doch die Landwirtschaftliche Rentenbank verzeichnet einen deutlichen Rückgang von Investitionen. Wie sich die Zahlen bei den Kreditvergaben 2023 entwickelt haben und wie die Zukunftskommission Landwirtschaft den Trend umkehren will.
Kaum ist die Erinnerung an die schmerzhafte Haushaltskonsolidierung 2024 etwas verblasst, droht die nächste Kürzungsrunde. Dabei braucht vor allem die Naturschutzfinanzierung dringend einen Schub. Eine Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft schlägt eine Umstrukturierung der Agrarsubventionen vor, die enormen Mehrwert bringen soll.
Wie Landwirtschaft und Naturschutz zusammenwirken können, um die Artenvielfalt zu stärken, lässt das Bundesumweltministerium in vier Leuchtturmprojekten erproben. Am heutigen Dienstag startet die Umsetzungsphase in Berlin.
Diese Woche steht in der Hauptstadt Brasilia das indigene Protest-Camp „Freies Land“. 2023 hatte Präsident Lula dort mit Blick auf die Landrechte der Ureinwohner viel versprochen – wohl zu viel. Nun ist der frühere Hoffnungsträger bei den Indigenen nicht mehr willkommen.