Diversifizierter Gasimport, niedrigere Strompreise und neue Kernkraft bildeten die Schwerpunkte in Katherina Reiches energiepolitischer Argumentation auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Ukraine bat um mehr Hilfe gegen Russland. Eurelectric drängte die Versorger in der EU, auf Verteidigungsmodus umzuschalten.
Das Bundeswirtschaftsministerium will den Baukostenzuschuss mit dem Netzpaket auch auf Einspeiser ausweiten. Damit könnte es der Bundesnetzagentur zuvorkommen, die das Thema im AgNes-Prozess auf die Agenda genommen hat. Dabei liegt die Kompetenz hierfür eigentlich bei der Netzagentur. Auf Probleme für Betreiber kleiner PV-Anlagen weist die Solarbranche hin.
Energieunternehmen, Streitkräfte und Reedereien konkurrieren um Platz in den zunehmend beanspruchten Meeren um Europa. Die EU-Kommission will ihre vielen Ambitionen in einem EU-Meeresgesetz unter einen Hut bringen. Mehr Flächen für die Windkraft fordert die deutsche Energiewirtschaft, während eine Bundesbehörde widersprüchliche EU-Ziele beklagt.
Die Energiebilanz ist top, doch der reale Energieverbrauch des Gebäudes liegt weit über dem errechneten Wert? Das liegt oft am unberechenbaren Verhalten der Menschen, die in den Büros arbeiten oder in den Wohnungen leben. Könnte man sie zu mehr Sparsamkeit erziehen?
Vier Jahre nach Russlands Überfall auf die Ukraine ist Europas Energieversorgung immer noch zu verwundbar, attestiert der Stromverband Eurelectric. In Deutschland warnen die Grünen vor Abhängigkeit von den USA und werfen der Regierung Leichtsinn bei den Gasspeichern vor.
Kanzler Friedrich Merz äußerte sich auf dem Industriegipfel in Antwerpen zum Europäischen Emissionshandel. Man solle auch offen dafür sein, das Instrument zu verschieben, sagte Merz dort. Davon war bisher keine Rede. Das Bundespresseamt kann bei der Klarstellung nicht helfen. Dem Umweltministerium zufolge meint Merz die bekannten Reformpläne.
Kippt das Klima bald unwiderruflich? Ein internationales Forscherteam warnt: Die Erde könnte einen Heißzeit-Pfad einschlagen, den selbst drastische Emissionssenkungen nicht mehr stoppen würden. Einzelne Elemente des Klimasystems könnten einander wie Dominosteine zu Fall bringen.
Die EU-Staaten haben bisher nur einen Bruchteil ihrer Einnahmen aus dem CO2-Preis in die Dekarbonisierung der Schwerindustrie investiert. Das muss sich nun ändern, fordert Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Bundeskanzler Friedrich Merz stellt das Emissionshandelssystem dabei grundsätzlich infrage.
Seit wenigen Monaten steht die ehemalige CDU-Politikerin Ursula Heinen-Esser an der Spitze des Bundesverbandes Erneuerbare Energie. Nun muss sie bereits einen Abwehrkampf gegen ein Netzpaket führen, das aus ihrer Sicht die Probleme bei den Anschlussverfahren einseitig bei den Erzeugern ablädt, wie sie im Interview erklärt.
Der neue Aktionsplan zur Drohnenabwehr der EU zielt auf die Absicherung ziviler Infrastruktur. Die Arbeitsteilung zwischen Behörden und Betreibern kritischer Infrastrukturen lässt er offen. Flugverbotszonen über besonders sensiblen Gebieten sind angedacht. Die Finanzierung ist unklar.
Reformen im Emissionshandel und Kaufvorgaben zugunsten europäischer Produkte: Vor zwei Gipfeln in dieser Woche äußern EU-Abgeordnete, die Energiewirtschaft und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ihre Erwartungen an die europäische Industrie- und Klimapolitik. Die Denkfabrik Bruegel warnt vor einer diskutierten Idee.
Im geleakten Entwurf zum Klimaschutzprogramm des BMUKN finden sich Anhaltspunkte, wie das Umweltministerium künftig die Wärmewende sozialer gestalten will. Fachleute und Opposition begrüßen die vorgeschlagenen Neuerungen an der Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG). Doch die Entscheidung darüber fällt woanders.
Bei ihrem Versuch, Klima und Wirtschaft zu verbinden, zielt die CDU auf eine Schwächung bestehender Energie- und Klimaregulatorik. Diesen Trend belegen auch verschiedene Anträgen für ihren Parteitag am 20. und 21. Februar. Die Klimapolitiker der Partei haben ihrerseits Vorschläge gemacht, wie die beiden Themen verknüpft werden können.
Die Energiebranche will ihre Systeme besser gegen Sabotage und andere Schocks schützen und wägt dabei Resilienz und Kosten ab. Forschende im Netzwerk Esys raten zur Konzentration auf die kritischsten Bereiche und zur Fähigkeit, Inselnetze zu bilden.
Die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums für ein Netzpaket sorgen für reichlich Diskussionen. Opposition und Teile der Energiebranche sehen einen Angriff auf die Energiewende. Innerhalb der Koalition gibt es zu dem Vorhaben noch keine Einigung.
Der Gebäude- und Verkehrssektor liegen im Jahr 2030 rund 225 Millionen Tonnen über dem gesetzlich festgeschriebenen Limit. Das Klimaschutzprogramm kann die Lücke kaum reduzieren, wie ein Entwurf zeigt. Das Bundesumweltministerium kommentiert den Entwurf nicht, macht aber klar: Es verhandelt weiter innerhalb der Bundesregierung.
Die Bundesnetzagentur stellt den Vertrauensschutz für Bestandsspeicher in Frage. Zumindest für ältere Anlagen, wäre ein frühes Ende der Netzentgeltbefreiung oft kein Problem – denn sie haben in der Vergangenheit bereits gut verdient. Schwieriger ist die Lage für junge Bestandsanlagen und neue Projekte. Denn deren Erlöse werden absehbar sinken.
Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet mit Hochdruck an der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Die Eingriffe könnten scharf sein: Nach Informationen von Tagesspiegel Background plant das Bundeswirtschaftsministerium, mit einem Netzpaket Vorrangregeln für Erneuerbare auszuhebeln. Aus der Branche kommt scharfe Kritik.
Der neue Fonds bei der Europäischen Investitionsbank ist ein erster Schritt für sozialen Klimaschutz, wie eine Gruppe von EU-Abgeordneten argumentiert. Die Abgeordneten werben für Maßnahmen wie Sozial-Leasing und Sanierungszuschüsse. Die Einnahmen bauen auf dem ETS 2 – doch seine Einführung gilt noch immer als politische Zitterpartie.
Häfen und die maritime Industrie betrachtet die EU-Kommission als Garanten europäischer Energiesicherheit und Resilienz. Zwei neue Strategieentwürfe der Kommission zeigen, wie der Sektor modernisiert, dekarbonisiert und digitalisiert werden soll – und wie das zu finanzieren wäre.
EEG-Novelle, Kraftwerke, Gasspeicher: Die Bundesregierung hat in Hinblick auf Versorgungssicherheit 2026 viel zu tun. Stefan Dohler, CEO des Energieversorgers EWE, plädiert im Interview dafür, bei der Erneuerbaren-Förderung statt eines Schnellschusses auf eine Übergangsregelung zu setzen. Bei der Gasspeicherregulierung sieht er sofortigen Handlungsbedarf.
Während die USA im globalen Wettlauf um kritische Rohstoffe den Gang höher schalten, drohen Europa laut EU-Rechnungshof Engpässe. Trotz der Bemühungen, Chinas Rohstoffmonopol zu überwinden, pilgerten im Januar zahlreiche westliche Staatsoberhäupter nach Peking.
Sie löse nicht die Probleme der Schwerindustrie, sende das falsche Signal und bestrafe Vorreiter beim Klimaschutz: Fachleute sehen eine längere Zuteilung von kostenlosen CO2-Zertifikaten überwiegend kritisch. Würden die Gratiszertifikate jedoch an Investitionen geknüpft, könnte sich das auszahlen, meint Experte Michael Pahle.
Eckpunkte einer Langfriststrategie Negativemissionen hatte die Ampel bereits auf den Weg gebracht. Das Umweltministerium will die Strategie bis zum Frühjahr fertigstellen. Eine neue Studie sieht hierzulande viel Potenzial für Negativemissionen.
Das Wasserstoffkernnetz gehörte zu den Prestigevorhaben des ehemaligen Wirtschaftsministers Robert Habeck. Doch das Projekt gerät unter Druck, auch weil Nachfolgerin Katherina Reiche stärker auf reine Gaskraftwerke setzen will. Experten fordern bereits Korrekturen an den Infrastrukturplänen.
Der Bund will die strategische Ausrichtung des Übertragungsnetzbetreibers Tennet Germany mitbestimmen. Das Unternehmen hofft auf günstigere Finanzierungsbedingungen für seinen Netzausbau. Die Niederlande als bisheriger Eigner ziehen sich aus dem deutschen Übertragungsnetz zurück.
Die Heizungsbranche spricht seit Monaten von einer „Hängepartie“. Dennoch bittet das Wirtschaftsministerium um mehr Zeit für eine Reform des Gebäudeenergiegesetzes. Union und SPD haben sich in der Debatte über die Erneuerbaren-Vorgabe beim Heizen festgefahren. Ein weiteres juristisches Gutachten warnt vor der Abschaffung der Vorgabe.
Das Wirtschaftsministerium will die fixe Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen abschaffen. Eine neue Fraunhofer-Studie warnt: Die vorgeschlagene Direktvermarktung würde viele Anlagen unwirtschaftlich machen und den Ausbau gefährden. Dennoch gibt es Werkzeuge, um die Einspeisung zu flexibilisieren.
Am Rücktritt von ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand zeigt sich wie unter einem Brennglas, wie polarisiert die Debatte um den CO2-Preis geführt wird. Und welche Macht ein Shitstorm auf Social Media entfalten kann.
Trotz des EU-Ziels, Russland aus der europäischen Kernenergie zu drängen, läuft das russisch-deutsch-französische AKW-Projekt Paks II in Ungarn weiter. Siemens Energy spielt eine Schlüsselrolle. Die Grünen warnen vor deutscher Dual-Use-Technologie in russischer Hand.
Die Bundesnetzagentur will die bisherige Kostenbetrachtung für Übertragungsnetzbetreiber reformieren. Doch mehrere Verbände sehen erhebliche Risiken beim geplanten Cost-Plus-Ansatz. Sie befürchten, dass das neue Modell den vier Unternehmen wenig Anreize gibt, Kosten einzusparen. Der Netzausbau könnte damit unnötig teuer werden.
Nach ihrem Erfolg vor dem Bundesverwaltungsgericht in Sachen Klimaschutzprogramm ruft die Deutsche Umwelthilfe 2026 als „Jahr der höchstinstanzlichen Klimaklagen“ aus. Tagesspiegel Background gibt eine Übersicht, welche Verfahren die DUH noch angestrengt hat.
Die Bundesnetzagentur überlegt, die Netzentgeltbefreiung für Stromspeicher vorzeitig zu beenden. Bereits Anfang des Jahrzehnts in Betrieb genommene Anlagen würden damit womöglich keine 20 Jahre mehr von der aktuell gültigen Regelung profitieren. Die Speicherbranche ist alarmiert.
Die Umweltpolitiker der Länder lehnen ein generelles Wahlrecht zwischen realer und finanzieller Kompensation bei Infrastrukturbauten ab, dringen damit aber nicht durch. Eine Mehrheit findet hingegen die Forderung des Wirtschaftsausschusses, auch Energieprojekte in die geplante Regelung einzubeziehen.
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sendet Signale, den Ausbau der Erneuerbaren zügeln zu wollen. Umweltminister Schneider braucht die Erneuerbaren dringend, damit die deutschen Klimaziele erreicht werden. Deswegen sah Schneider sich gezwungen, einmal mehr zu demonstrieren: Abstriche am Ausbau will er nicht hinnehmen.
Das Klimaschutzprogramm von 2023 verfehlt die gesetzlichen Ziele für 2030, urteilte das Bundesverwaltungsgericht am Donnerstag. Die Emissionslücke ist mit 200 Millionen Tonnen CO2 achtmal größer als bisher angenommen. Das neue Programm muss bald vorgelegt werden und ambitionierter werden. Ohne entschlossenes Handeln drohen später drastische Einschnitte.
Der Fernwärme- und Energieeffizienzverband AGFW veranstaltete am Donnerstag seinen Fernwärmetag. Die Branche wartet auf die GEG-Novelle und fürchtet die Abschaffung des 65-Prozent-Ziels. Bei der Preistransparenz macht der Verband aber Zugeständnisse.
Lange Zeit hatte die Bundesregierung zum Unverständnis der Energiebranche an der Wiederholung der 2025 gescheiterten Auktion von Offshore-Windflächen festgehalten. Nun soll es im laufenden Jahr aber doch keine Ausschreibungen mehr geben - auch wegen Verzögerungen bei den Anschlussplattformen.
Heim- und Hausspeicher sind nicht länger der größte Wachstumstreiber im EU-Batteriemarkt – nun ist die Kraftwerksgröße auf dem Vormarsch. Der Siegeszug der Technologie setzt sich fort, doch Fachleute sorgen sich um Abhängigkeiten aus China und fehlende politische Unterstützung für mehr finanzielle Sicherheit.
Mit dem Inkrafttreten des Hochseeabkommens soll der Wildwest-Zustand auf den Ozeanen enden. Doch der junge Völkerrechtsvertrag ist noch voller Lücken, und der Weg zum ersten Schutzgebiet voller Hürden. Dennoch gibt es schon Kandidaten dafür – und in Anbetracht der multilateralen Situation sprechen Experten gar von einem „kleinen Wunder“.
Das neue Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien spart die Themen Energiewende, Klimaschutz und Rohstoffe aus – Erwähnung finden sie nur in einer getrennten „strategischen Agenda“. Die in Neu-Delhi verschmähten EU-Klimazölle bleiben unangetastet. Konservative, Sozialdemokraten und Grüne loben die Vereinbarung, während Klimaschützende schweigen.
CDU-Wirtschaftsflügel flattert zurück: In einem Antrag für den kommenden Parteitag forderte die Gruppe zunächst, das EU-Klimaziel abzuschwächen. 2050 sollte demnach keine Klimaneutralität erreicht werden, sondern lediglich eine Reduktion um 90 Prozent. In einer aktualisierten Version ist davon nun nicht mehr die Rede.
Gerne verweisen Parteien und Regierungen beim Thema Klimaschutz auf größere CO₂‑Produzenten. Doch das China-Argument lenke von der eigenen Verantwortung ab und stimme zudem nicht, meint Niklas Höhne vom NewClimate Institute. Das Land nutze die Energiewende zum eigenen Vorteil.
US-LNG soll russisches Pipeline-Gas ersetzen. Doch damit verstoßen die deutschen Importeure Sefe und EnBW gegen das Lieferkettengesetz, behauptet die Umwelthilfe. Die Aufsichtsbehörde BAFA müsse die Lieferungen notfalls beenden.
Fünf Monate nachdem das Bundesinnenministerium einen Gesetzentwurf zum Schutz kritischer Anlagen in Umlauf gebracht hat, einigen sich die Regierungsfraktionen mit den Ländern. Noch in dieser Woche will Schwarz-Rot das Kritis-Dachgesetz im Bundestag verabschieden.
Die Nordseeanrainer haben auf dem Gipfel in Hamburg eine Reihe von Erklärungen zur gemeinsamen Planung von Offshore-Windparks, Stromnetzen oder dem Schutz der Infrastruktur beschlossen. Geplant ist auch ein eigener Finanzierungsrahmen für gemeinsame Projekte auf See. Europa will auch Unabhängigkeit demonstrieren.
Die EU-Kommission diskutiert derzeit, wie das Klimaziel bis 2040 ausgestaltet werden soll. Offen ist dabei auch die Zukunft von nationalen Vorgaben, wie sie zum Beispiel in der EU-Lastenteilungsverordnung geregelt sind. Fachleute werben dafür, nationale Ziele beizubehalten.
Das Bundesdigitalministerium arbeitet an einer nationalen Rechenzentrumsstrategie. Ein Ziel ist eine vollständig erneuerbare, bezahlbare und sichere Energieversorgung für die Data Center. Wie das konkret gelingen soll, zeigt nun ein erster Entwurf, den Lisa Oder ausgewertet hat.
Die Nordseeanrainer planen, bei der Windenergienutzung auf See enger zusammenzuarbeiten. Dazu wird es auf dem von der Bundesregierung veranstalteten Gipfel in Hamburg zahlreiche Vereinbarungen geben. Eine Tagesspiegel Background vorab vorliegende Studie zeigt dabei die ökonomischen Vorteile, die die Nutzung von Seeflächen in Nachbarstaaten haben könnte.
Geht es nach den Regierungsfraktionen, soll der CO2-Preis im nationalen Brennstoffemissionshandel im kommenden Jahr 65 Euro die Tonne nicht überschreiten. Das Bundesumweltministerium will sich dagegen an der geltenden Rechtslage orientieren – und die sieht eigentlich einen höheren CO2-Preis vor.
Knapp 60 Prozent der europäischen LNG-Importe kamen 2025 aus den USA. Immer mehr Expert:innen werten diese Abhängigkeit als Sicherheitsrisiko für Europa, doch ein schneller Ausweg ist nicht in Sicht. Die Grünen im Bundestag fordern derweil, die Importzusagen aus Brüssel für US-LNG aufzukündigen.
Ende 2025 hätten die EU-Staaten laut der europäischen Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie (EPBD) ihre nationalen Gebäuderenovierungspläne einreichen sollen. Nur acht Länder haben ihre Pläne eingereicht – Deutschland hat nicht einmal den Konsultationsprozess begonnen. Die CDU will derweil die Umsetzung der EPBD ganz verschieben.
Die Bundesregierung will 2026 einen Leitmarkt für grünen Stahl anstoßen. Die Hersteller sehen darin eine zentrale Chance, ihre Zukunft in Europa zu sichern. Eine Hauptrolle in den Plänen spielt die Deutsche Bahn.
Die fortgesetzten Angriffe Russlands auf das ukrainische Stromsystem verschärfen das Leistungsdefizit im ukrainischen Stromsystem. Lieferungen aus der EU helfen, reichen aber nicht aus. Über die schwierige Situation in Kyjiw berichtet Yulia Valova.
Die Bundesnetzagentur will die Netzentgeltstruktur für Großverbraucher neu aufsetzen. Verbesserungsbedarf sehen die Netzbetreiber. Während die Verteilernetzebene moniert, dass die Behörde die physischen Netzkapazitäten aus dem Blick lässt, machen sich die Übertragungsnetzbetreiber Sorgen um ihre Erlösstabilität.
Die Bundesregierung will 2026 zum Jahr der E-Mobilität machen. Doch der Hochlauf der Ladeinfrastruktur krankt vielerorts daran, dass Anschlüsse an das Stromnetz Jahre brauchen. Tagesspiegel Background nennt die Gründe und was dagegen getan wird.
Die EU-Kommission hat ihr Cybersicherheitsgesetz vorgestellt. Mit dem Gesetz könnte die EU eine Möglichkeit schaffen, um Komponenten aus bestimmten Ländern in der kritischen Infrastruktur zu verbieten – etwa PV-Wechselrichter aus China. Doch Ausnahmen sind möglich.
Die deutschen Seehäfen pochen auf mehr Geld vom Bund – nicht nur für militärische Zwecke, sondern auch für die Energiewende. Die Grünen warnen davor, Sicherheits- und Klimapolitik gegeneinander auszuspielen. Der Bund prüft unterdessen, Wasserstoff-Importe finanziell zu fördern und sich so von der Ampel-Regierung abzusetzen.
Nach Jahren des Stillstands investieren Energieunternehmen wieder in Pumpspeicherkraftwerke. Der steigende Bedarf an Flexibilität bietet neue Perspektiven, doch der regulatorische Rahmen behindert die Wirtschaftlichkeit. Obwohl der Bestand das Rückgrat der Stromspeicher stellt, scheuen sich Betreiber daher vor teuren Neubauten.
Dass die Bundesregierung auch Plug-in-Hybride mit Steuergeld fördert, liegt aus Sicht von Umweltminister Carsten Schneider nur an den Arbeitsplätzen in der Autoindustrie. Er hat jetzt auch die letzten Details der Staffelung nach Einkommen und Kindern genannt. Die Reaktionen sind durchwachsen.
Die EU-Kommission reagiert auf den Draghi-Report mit weitreichenden industriepolitischen Maßnahmen. Ein geleakter Entwurf des Industrial Accelerator Act zeigt: Öffentliche Beschaffung und Subventionen sollen künftig an verbindliche „Made in EU“-Vorgaben gebunden werden. Trotz erwarteter Nettokosten zeigen sich Beobachter:innen zufrieden.
Die Gas-Alarmstufe hat die Bundesregierung aufgehoben, die Gasfüllstands-Vorgaben aufgeweicht. Nun zeigt sich aber: Die Erdgasspeicher sind weniger gefüllt als sonst, eine weitere Kältewelle steht bevor. Sollte auch der Februar ungewöhnlich kalt werden, könnten die Gasvorräte zur Neige gehen, warnen die Speicherbetreiber.
Das Bundesumweltministerium schickt die Novelle für das Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz am kommenden Mittwoch ins Kabinett. In der Novelle ist ein bisher völkerrechtswidriger Passus zum Verbandsklagerecht gestrichen. Auch Maßnahmen für schnellere Umwelt-Klageverfahren sind enthalten. So entfalten Anfechtungsklagen keine aufschiebende Wirkung gegen Bauprojekte.
Mit der beihilferechtlichen Grundsatzeinigung über die Kraftwerksstrategie hat das Verfahren eine weitere Etappe genommen, mehr aber auch nicht. Das Ministerium müht sich, das Verfahren mit kleinen Kniffen zu beschleunigen. Der vorzeitige Kohleausstieg in NRW dürfte indes kaum noch zu halten sein.
Erst am heutigen Montag statt am vergangenen Freitag wird Bundesumweltminister Carsten Schneider das Regierungsprogramm zur Förderung von E-Autos vorstellen. Innerhalb der Koalition werden unterschiedliche Gründe für die Verschiebung genannt. Schon jetzt gibt es Kritik von außen an den Plänen.
Die Bundesregierung hat mit der EU-Kommission eine grundsätzliche Einigung über die geplanten Kraftwerksausschreibungen erzielt. Auf fixe Vorgaben für die Umstellung auf Wasserstoff wird dabei verzichtet. Der zeitliche Rahmen bleibt eng.