Die Energiepreispauschale, das Neun-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr und Energiekostenhilfen– mit solchen Maßnahmen will die Bundesregierung Haushalte und Unternehmen entlasten. Das Bundeskabinett beschließt dafür heute den Ergänzungshaushalt. Doch es hagelt Kritik von Seiten der Wissenschaft.
Die Verordnung für abschaltbare Industrie-Lasten zur Stabilisierung des Stromnetzes läuft zur Jahresmitte aus. Vorerst gibt es keinen Ersatz, doch an einer kleineren Nachfolgeregelung arbeiten die Übertragungsnetzbetreiber. Große Besorgnis löst die Lücke nicht aus, denn als besonders tauglich hat sich das Instrument nicht erwiesen.
Im US-Bundesstaat Kalifornien sowie in Mexiko schlummern riesige Lithium-Vorkommen im Boden, die besonders für die E-Auto-Produktion gebraucht werden. Ob ihr Abbau gelingt, ist ungewiss: Anders als etwa im südamerikanischen Lithium-Dreieck sind dafür neue Methoden gefragt, bei denen es noch an Expertise mangelt.
Auf den letzten Metern hat die Bundesregierung in ihre Novelle des Energiesicherungsgesetzes eine Sonderregel eingebaut, die sofortige Preiserhöhungen bei einer akuten Gasknappheit möglich macht. So soll eine Pleitewelle der Versorger verhindert werden. Die Regel ist mit heißer Nadel gestrickt und noch nicht beschlussreif – trotzdem soll es schnell gehen.
In Erwartung eines Sanktions-Stichtags im Mai wenden sich mehr Ölkäufer von russischen Lieferanten ab. Die Förderung aus russischen Ölfeldern lässt nach. Greenpeace fordert einen sofortigen Importboykott, um den Druck weiter zu steigern, und untermauert das mit einer Studie.
Die EU-Kommission hat die Beihilferegeln im Energie- und Klimabereich überarbeitet. Doch auch die angepassten Leitlinien berücksichtigen nicht ausreichend, dass auf Herausforderungen wie dem Ukrainekrieg schnell reagiert werden muss. Ein Autorenteam der Stiftung Umweltenergierecht zeigt Optionen auf, wie das EU-Beihilferecht besser werden kann.
Durch den Krieg in der Ukraine sind Gas- und Strompreise weiter in die Höhe geschossen. Europäische Länder greifen ein, um ihre Bürger zu schützen. Einige Maßnahmen, die in Deutschland noch diskutiert werden, setzen andere längst um.
Die Deutschen sind gespalten bei der Frage nach einem sofortigen Energie-Embargo gegen Russland: Knapp die Hälfte befürwortet einen solchen Schritt. Doch Politik und Wirtschaft erteilen der Forderung notgedrungen eine klare Absage.
Ein Kernproblem von Bürgerwindpark-Gesellschaften ist, genug Kapital für die Planung und Genehmigung aufzutreiben. Die neue Bundesregierung will ihnen finanziell unter die Arme greifen. Die Rückzahlungs-pflichtigen Zuschüsse des geplanten Förderprogramms reichen aber nicht aus, mahnt auch der Branchenverband.
Um die Erneuerbaren in der EU schnell auszubauen, müssen den Mitgliedsstaaten Freiräume gelassen werden, meint Markus Pieper (EVP). Der Europaabgeordnete verhandelt derzeit die neue Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III). Im Interview erzählt er, warum der Markt oft besser ist als feste Quoten und es mehr Pragmatismus beim Thema Wasserstoff braucht.
Der Krieg in der Ukraine hat die Abhängigkeit Europas von Rohstoffimporten schmerzlich ins Bewusstsein gebracht. Auch die Metalle für die Energiewende kommen zurzeit vor allem aus dem Ausland. Künftig könnten sie durch steigende Nachfrage knapp werden, zeigt eine aktuelle Studie. Abhilfe soll eine EU-Strategie für kritische Rohstoffe schaffen.
Klimaziele, ambitionierter Erneuerbaren-Zubau und das wahrscheinliche Ende des Öl-Zeitalters: Norwegen muss trotz seiner starken Wasserkraft erheblich in die Windenergie investieren. Davon könnte auch Deutschland profitieren. Doch die lokalen Widerstände sind gewaltig.
Schon wieder sind die Fördermittel für energieeffiziente Neubauten alle. Nun gibt es Geld nur noch für besonders nachhaltige Gebäude, der Nachweis läuft über eine Zertifizierung. Die Grünen wollen vor allem die Sanierung des Bestands voranbringen.
Das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus veröffentlicht heute die fünfte Ausgabe des jährlichen European-State-of-the-Climate-Berichts. Die Bilanz des Jahres 2021 zeigt, dass das Wetter in Europa immer unberechenbarer wird. Beunruhigend ist neben den weiter steigenden Temperaturen auch Daten zur Windgeschwindigkeiten.
Damit Frankreichs Klimaziele noch erreicht werden können, bräuchte es einen wahren Kraftakt des neugewählten Präsidenten oder der Präsidentin. Allerdings gibt es gute Gründe, an Macrons Entschlossenheit zu zweifeln. Und mit Le Pen wären Frankreichs klimapolitische Ambitionen de facto begraben. Eine Analyse.
Das schwache Stromnetz an Land erweist sich einmal mehr als Hindernis für die Offshore-Windkraft. Um den Engpass an der niedersächsischen Küste zu umgehen, sollten zwei Leitungen aus der Nordsee über Ostdeutschland nach Bayern geführt werden. Doch die landen vorerst im Nirgendwo.
Die Ampelkoalition will noch im April wichtige Gesetzentwürfe zum Entlastungspaket auf den Weg bringen, geht aus dem Zeitplan des Kanzleramts hervor. Der entsprechende Haushalt soll Anfang Juni im Bundestag beschlossen werden. Für die Entwürfe rund um das Sommerpaket und den Ausbau der Windkraft ist der Mai entscheidend. Ein Überblick.
Das DIW Berlin präsentiert einen Vorschlag, wie in der EU in Vorbereitung auf Gasknappheit hohe Verbrauchseinsparungen realisiert werden könnten. Grundlage ist ein eindeutig festgelegtes und auf die Mitgliedsländer heruntergebrochenes Einsparziel. Allein den Preissignalen zu vertrauen reiche nicht, argumentiert das Institut.
Um die Abhängigkeit von russischem Erdgas im Wärmebereich zu reduzieren, hilft derzeit nur Energiesparen. Denn Wärmepumpen sind nur mittelfristig eine Option, und der Einsatz von grünem Wasserstoff auf längere Sicht wird von vielen Experten kritisch gesehen. In der Großstadt braucht es ganz andere Konzepte.
Solarprojekte auf Gewässern sollen zum raschen Ausbau der Photovoltaik beitragen. Doch ausgerechnet der nächste Schub bei der Erneuerbaren-Gesetzgebung könnte das Marktsegment trockenlegen, befürchtet das Energieunternehmen Baywa r.e. Das Umweltministerium sieht es anders.
Wasserstoff gilt als emissionsarme Alternative zu konventionellen Antrieben, vor allem bei Schiffen, Flugzeugen und Lastwagen. Für den Hochlauf der Produktion, die viele Länder planen, sind allerdings nicht genügend Rohstoffe für Katalysatoren vorhanden. Forscher suchen nach Alternativen.
Gentechnisch veränderte Pflanzen haben einen schlechten Ruf. Die Mehrheit der Deutschen lehnt Eingriffe ins Erbgut ab. Eine neue Studie zeigt allerdings, dass erbgutmanipulierte Nutzpflanzen massiv zur Emissionssenkung in der Landwirtschaft beitragen können. Veraltete Regeln treffen auf neue Erkenntnisse und progressive Wissenschaftler.
Geht es nach der EU-Kommission, soll möglichst bald auch ein Embargo gegen russische Öllieferungen kommen. Doch nach wie vor gibt es Gegner dieses Schritts, vor allem Deutschland und Ungarn. Auch Kanzler Scholz hält Distanz. Befürwortet wird die Maßnahme hingegen von Frankreich. So sind die EU-Staaten noch weit entfernt von einer gemeinsamen Entscheidung.
„Hybride Interkonnektoren“ sollen Offshore-Windparks mit den Stromnetzen mehrerer Anrainerländer verknüpfen. Sie könnten Europas Strommarkt flexibler und effizienter machen. Doch mit dem gegenwärtigen Regelwerk der EU sei das nicht zu schaffen, warnen Übertragungsnetzbetreiber.
Große Industrie- und Landwirtschaftsbetriebe brauchen Genehmigungen für die Schadstoffe, mit denen sie Wasser, Luft und Boden verschmutzen. Jetzt hat die EU-Kommission einen Vorschlag gemacht, wie sie die Richtlinie nachbessern will. Der Klimaschutz komme dabei zu kurz, kritisieren Experten.
Mehr Schwung für die Energieeffizienz, so hofften viele Akteure, würde der Handlungsdruck des Ukraine-Kriegs bringen. Diese Erwartungen wurden bisher enttäuscht. Immerhin will die Bundesregierung im Sommer ein Energieeffizienzgesetz vorlegen. Und das EU-Parlament fordert, die Energieeffizienzrichtlinie zu verschärfen.
EU-Parlament und Rat beginnen morgen ihre Trilog-Verhandlungen über die neue EU-Batterieverordnung. Diese sieht zwar strengere Recycling- und Nachhaltigkeitspflichten vor, lässt aus Sicht von Umweltverbänden aber weiterhin große Lücken.
Noch immer könnte es zu einem Embargo von russischem Öl und Gas kommen. Würden die Energielieferungen allerdings von einem auf den anderen Tag eingestellt, droht laut einem Gutachten Studie führender Wirtschaftsinstitute eine Rezession. Auch eine Rationierung von Gas für die Industrie wäre dann wahrscheinlich.
Für viele überraschend hat Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn plötzlich mit Energie- und Klimathemen zu tun. Im Interview spricht der Unionsfraktionsvize über Mindestabstände bei Windrädern, temporäre Tempolimits und Fridays for Future.
Der Expertenrat für Klimafragen bestätigt, dass sich der Verkehrs- und der Gebäudesektor beim Klimaschutz verbessern müssen. An einem entsprechenden Sofortprogramm arbeite man schon längt, heißt es aus dem Haus von Robert Habeck. Der Expertenrat blickt indes genauer auf das Klimaschutzgesetz und regt eine Überarbeitung an.
Europa braucht mehr Flüssiggasimporte, um von russischen Erdgasimporten unabhängig zu werden. Spanien hat hohe LNG-Kapazitäten – allerdings gibt es nur kleine Pipelines über die Pyrenäen. Das Midcat-Projekt könnte die Transportmengen vervielfachen. Deutschland signalisiert Unterstützung, Frankreich ist allerdings noch nicht überzeugt.
In den ersten drei Monaten des Jahres lag der Gasverbrauch in Deutschland um 9,2 Prozent unter den Vorjahreszahlen, geht aus einer neuen BDEW-Statistik hervor. Eine Auswertung deutet darauf hin, dass vor allem die Industrie, aber auch die privaten Verbraucher drosselten. BNetzA-Präsident Müller konstatiert dennoch fehlende „Ernsthaftigkeit“ beim Sparen.
Das EU-Parlament fordert einen Importstopp auch für russischen Kernbrennstoff. Doch Russlands Staatskonzern Rosatom ist vor Sanktionen des Westens relativ sicher. Zu wichtig ist er für den globalen Kernenergiemarkt – und für das Atomabkommen mit Iran.
Die Spritpreise sind wieder unter zwei Euro gefallen. Umso fragwürdiger ist aus Sicht von Ökonom:innen die geplante Senkung der Kraftstoffsteuern. Der Tankrabatt und die Energie-Subvention für die Industrie halten Deutschland in der Abhängigkeit von Russland, kritisiert die „Wirtschaftsweise“ Veronika Grimm.
CO2-Abscheidung und -speicherung sind in der Zementindustrie wegen der geringen Vermeidungskosten günstig. Welche Kosten Carbon Contracts for Difference verursachen würden, hat Agora Energiewende jetzt berechnet. Es hapert aber noch sehr an der Regulierung.
Beim Außenministertreffen der EU zeigt sich, dass die Bereitschaft, nach dem Kohle-Embargo auch Öllieferungen aus Russland zu stoppen, steigt. Die Europäische Kommission arbeitet an Plänen – und will auch beim Ausbau der erneuerbaren Energien nachlegen.
Wirtschaftsminister Robert Habeck hat sich bei Unternehmen der Erneuerbaren-Branche erkundigt, was sie benötigen, damit es mit dem Ausbau der Erneuerbaren schnell vorangehen kann. Kritik an den Zuschüssen für die Industrie kann er nicht nachvollziehen. Indes bereitet sich die FDP auf Nachverhandlungen beim Entwurf der EEG-Novelle vor.
Die Bundesregierung greift der energieintensiven Industrie unter die Arme: Bis zu 70 Prozent der Energie-Mehrkosten sollen übernommen werden. Der europäische Rahmen wird dabei maximal ausgenutzt. Die Abkehr von frei wirkenden Preissignalen ruft scharfe Kritik hervor. Der „Schutzschild“ sieht auch Liquiditätshilfen für den Energiehandel vor.
Die USA exportieren ihr verflüssigtes Schiefergas nur in Ausnahmefällen in Staaten wie die der EU ohne gemeinsames Freihandelsabkommen. Kommt also mit dem LNG-Pakt zwischen Washington und Brüssel TTIP zurück? Ein transatlantischer Handelsvertrag dürfte Fracking-Bohrungen der US-Industrie auf europäischem Boden vor politischen Übergriffen schützen.
Der Bund will sich auf mögliche Akw-Unfälle, auch im Ausland, besser vorbereiten. Entsprechende Katastrophenszenarien adressiert ein neuer Allgemeiner Notfallplan des Bundesumweltministeriums. Erstmals soll damit ein übergeordnetes verbindliches Regelwerk für alle im radiologischen Notfall zuständigen Behörden entstehen.
Die europäische Wirtschaft wird nur mit Verzögerung vollständig von russischem Gas loskommen. Doch könnten zwei Drittel der Lieferungen schnell ersetzt werden, glaubt der Energie-Experte Jarand Rystad. Sein Heimatland Norwegen könne eine Schlüsselrolle spielen, auch wenn der Staatskonzern Equinor die Erwartungen dämpft.
Die EU hat sich erstmals auf Energiesanktionen gegen Russland geeinigt und verbietet den Import von Kohle ab dem Sommer. Doch viele fordern auch ein Aus für Öl und Gas, die Fronten verhärten sich. Derweil verhandelt das Parlament im Eilverfahren über verpflichtende Mindestfüllstände für Gasspeicher.
Die FDP ist unzufrieden mit dem aktuellen Stand der EEG-Novelle. Die Grünen seien durchaus zu Kompromissen bereit, sagt Ingrid Nestle, Sprecherin für Klimaschutz und Energie der Bundestagsfraktion. Im Interview spricht sie über die neue Energiesparkampagne, fallende Mindestabstände und die anstehende Wahl in Schleswig-Holstein.
Der Weltklimarat fordert in seinem neuen Bericht, der globale Energiesektor müsse sehr viel schneller transformiert werden, als es bislang der Fall ist. Erneuerbare Energien müssten weiter massiv ausgebaut und gefördert werden. Ebenso wichtig sei aber, dass die Welt insgesamt weniger Energie verbrauche.
Die neue Bundesregierung hat ihr erstes großes Klimaschutz-Paket auf den Weg gebracht – die FDP verlangt allerdings bereits Nachbesserungen im parlamentarischen Verfahren. Grundsätzlich gibt es viel Lob von Interessenvertretern, aber auch zahlreiche Regulierungslücken werden kritisiert.
Das Streben nach ständigem Wachstum führt zu ökologischer Zerstörung, meint der britische Nachhaltigkeitsprofessor Tim Jackson. Wenn Wachstum uns so sehr schadet, warum verabschieden wir uns dann nicht davon, fragt er. Im Interview gibt er Auskunft unter anderem über sein Buch „Wie wollen wir leben“.
Jetzt geht es Schlag auf Schlag bei der Windkraft: Nach der Ankündigung bundesweiter Mindestabstände zu Vogelnestern will die Bundesregierung per Gesetz verhindern, dass drei Ostländer landesspezifische Abstandsregeln zu Wohnbebauungen beschließen. Die bestehenden Abstandsregeln in Bayern und NRW könnten als nächstes fallen.
Die Kommission möchte den Import russischer Kohle in die EU verbieten. Zwar würde das Russland bei Weitem nicht so hart treffen wie ein Embargo auf Gas oder Öl. Doch für Deutschland drohen trotzdem Versorgungsengpässe, warnt das BMWK. Die Kohle-Vorräte reichten bei einem sofortigen Stopp für gerade einmal vier bis sechs Wochen.
Trotz hoher Energiepreise dürfen Länder jetzt nicht in fossile Energien investieren, warnt der Szenarien-Experte Elmar Kriegler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Hoffnung machen dem Mitautor des jüngsten IPCC-Berichts die sinkenden Kosten der Erneuerbaren.
Klimaschutz muss keine Qual sein, sondern kann mehr Lebensqualität bringen. Das ist eine der Botschaften im dritten Teil des jüngsten IPCC-Sachstandsberichts. Für einen Wandel braucht es gar nicht mal so viele Veränderungswillige. Eins aber ist klar: Jetzt muss es wirklich schnell gehen.
Die Bundesnetzagentur übernimmt auf Anweisung des BMWK die Geschäftsführung von Gazprom Germania. Anweisungen zur Liquidierung der europäischen Unternehmen, die eine Schlüsselrolle im Markt einnehmen, hatten die Bundesregierung alarmiert. Begründet wird der Schritt mit Verstößen gegen die Pflicht, Eigentümerwechsel genehmigen zu lassen.
Dass der Russland-Schock der Energiewende einen Schub gibt, bezweifelt Francesco La Camera. Doch falls die Welt nicht „drastisch“ handele, werde selbst das 2-Grad-Ziel „verschwinden“, warnt der Chef der internationalen Erneuerbaren-Agentur Irena. Deutschland rät er zur Risikostreuung beim Import grüner Gase.
Der Weltklimarat hat seinen sechsten Sachstandsbericht mit dem Report über Emissionsminderungen komplettiert. Die Botschaft: Noch ist es nicht zu spät, das Klima zu retten. Doch nicht nur Aktivisten fordern jetzt Taten statt Worte.
Windkraftanlagen sollen künftig bundesweit einheitliche Mindestabstände zu den Nistplätzen von Vögel einhalten. Das geht aus den Eckpunkten einer geplanten Änderung des Bundenaturschutzgesetzes hervor, die heute vorgestellt werden sollen. Auch die Ausnahmeregelungen will der Gesetzgeber vereinheitlichen.
Künstliche Intelligenz gilt bei vielen Akteuren in der Energiewirtschaft als Schlüssel zu mehr Energieeffizienz und höherer Versorgungssicherheit in der Energiewende. Die Technologie ist allerdings sehr energieintensiv.
Beim Klimaschutz im Gebäudesektor hat sich lange wenig bewegt – trotz eines Fördersegens in Milliardenhöhe. Der Krieg in der Ukraine setzt nun eine neue Dynamik frei. Zugleich baut Wirtschaftsminister Habeck die KfW-Förderung um. Eine Übersicht zum Stand der Dinge.
Russland verliert aus Sicht des ukrainischen Energieministers den Krieg. Aber nur scharfe Sanktionen könnten Putin schnell stoppen, sagt German Galushchenko. Im Interview spricht er über Gastransport durchs Kriegsgebiet und gefährliche Reparaturarbeit, über Wasserstoff aus Kernkraft und die „grotesk naive Haltung“ der Deutschen zu Gasimporten aus Russland.
Die neuesten Ankündigungen Russlands zur Abwicklung der Gaseinkäufe schüren weiterhin Verunsicherung. Nicht nur Deutschland bereitet sich daher längst auf alle Szenarien vor, auch die anderen EU-Staaten haben verschiedene Maßnahmen ergriffen, um ihre Energieversorgung abzusichern und den Preisanstieg zu dämpfen – ein Überblick.
Nachdem Moskau Signale der Kompromissbereitschaft gesendet hatte, fordert Russlands Präsident von Europa nun eine Abwicklung der Gasrechnungen über die Gazprombank. Europäische Abnehmerstaaten demonstrierten Ablehnung. Ersten Einschätzungen zufolge ist die Forderung aber ohne Vertragsbruch umzusetzen.
Künstliche Intelligenz gilt bei vielen Akteuren in der Energiewirtschaft als Schlüssel zu mehr Energieeffizienz und besserer Versorgungssicherheit in der Energiewende. Die Technologie ist allerdings sehr energieintensiv.
Die deutschen Zulieferer in der Offshore-Windbranche, gerade die Werften, haben in Ausschreibungen oft keine Chance gegen die Billig-Konkurrenz aus dem Ausland. Deshalb hoffen sie, dass ihr Beitrag zur heimischen Wertschöpfung als Vergabekriterium anerkannt wird. In anderen Ländern sei dies gängige Praxis.
Die Vorwarnstufe für den Gasmarkt wurde vorsorglich aktiviert. Doch was Gazprom und Putin vorhaben, ist auch nach seiner Zusage offen, Zahlungen in Euro anzunehmen. Politik und Wirtschaft stellen sich vorerst auf einen vollständigen Lieferstopp ein.
Angesichts eines möglichen russischen Lieferstopps empfehlen Öl- und Gasunternehmen die Förderung in Deutschland. Die deckt zwar nur fünf Prozent des Gasbedarfs, aber um diesen Anteil wenigstens zu halten, müsse die Politik handeln, verlangt der zuständige Verband.
Der russisch-ukrainische Krieg tobt auch im Cyberspace. Die Sorge vor Hackerangriffen auf die Energieversorgung wächst auch in Deutschland. Kleinere Unternehmen könnten Einfallstore sein. Kommunale Versorger bauen daher ihre Sicherheitsvorkehrungen aus.
Europas Streben nach Energieunabhängigkeit von Russland könnte Entwicklungs- und Schwellenländern schaden, befürchtet Wirtschaftsminister Habeck. Die EU setzt in dieser Situation auf mehr Kooperation mit dem Süden. Staatsvertreter aus Nigeria, Indonesien und Ägypten fordern in Berlin aber verstärkte Hilfe bei der Transformation.
Digitalisierung ist ein wichtiger Baustein beim Erreichen der Klimaziele. Doch mit immer mehr digitalen Technologien steigt auch der Energiebedarf. Gerade auf Softwareseite ist es noch immer schwer, den Energieverbrauch zu messen. Wie kann effizientere IT transparenter werden?