Eine Kombination verschiedener Antriebe könnte das Flugzeug der Zukunft fit fürs Klima machen. 2040 sollen die ersten Flieger mit Brennstoffzellenantrieb abheben. Die Basis dafür legt ein Forschungsprojekt des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums.
Ohne rasches Handeln wird der ungebremste Rückgang europäischer Ökosysteme wirtschaftliche und Klimaschutz-Probleme verursachen, die gravierender sind als die Drosselung infolge der Corona-Pandemie. Die EU-Kommission verschleppt die Veröffentlichung ihrer Strategie.
Flutkatastrophen werden sich mit steigendem Meeresspiegel verschlimmern. Forscher berechnen, wo in Europa der Deichausbau lohnt. Das ist vor allem in dicht besiedelten Gebieten der Fall. Trotzdem wird es auch dann noch mehr Schäden als heute geben.
China will bald Ernst machen mit einem nationalen Emissionshandel für CO2. Zunächst sind aber lediglich Effizienzgewinne im Energiesektor das Ziel. Weitere Bereiche und ein klarerer Fokus auf absolute Emissionsminderungen sollen erst später folgen.
Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass Mitte des Jahrzehnts rund acht Gigawatt Reservekraftwerke vorgehalten werden müssen. Europäische Vorschriften für die Grenzkuppelstellen, der stockende Leitungsausbau und die schwindende Kernkraft- und Kohleleistung hinterlassen Spuren.
Das Bundesumweltministerium empfiehlt eine bundesweite Mindestabstandsregel für Windräder zu Vogelnestern. So könnte im Radius von 750 Meter um einen Rotmilan-Horst keine Anlage mehr errichtet werden, zeigt ein internes Papier, das Tagesspiegel Background vorliegt.
Für den konservativen Europaabgeordneten Peter Liese (EVP) wäre ein CO2-Reduktionsziel von 50 Prozent bis 2030 die absolute Schmerzgrenze. Michael Bloss, der für die Grünen im Europaparlament sitzt, traut der EU mehr zu. Er möchte, dass die Kanzlerin sich für 65 Prozent einsetzt. Ein Streitgespräch.
Beim ihrem ersten virtuellen Parteitag versuchen die Grünen, die Weichen für die Zeit nach Corona zu stellen. Sie setzen darauf, dass ihre Kernthemen aktuell bleiben. Auch, wenn die Umfrageergebnisse zurzeit eher mau aussehen.
Ingbert Liebing ist seit Anfang April neuer Hauptgeschäftsführer des Stadtwerkeverbandes VKU. Im Interview spricht er über Amtsantritt und Strategie, den Stolz auf die Leistung in der Coronakrise und den Zugang zu Hilfsprogrammen. Die kommunalen Versorger stünden bereit für enorme Investitionen – wenn Hürden wie Solardeckel und Windabstand ausgeräumt würden.
Den historisch niedrigen Ölpreis spüren alle Staaten gleichermaßen. Doch während aufgrund des Preiskriegs vor allem die großen Erzeugerländer Russland, USA und Saudi-Arabien im Fokus stehen, könnten die Folgen für kleinere Akteure immens sein. Auch in Europa drohen drastische Folgen.
Hunderte Milliarden Euro fließen aus Corona-Hilfspaketen der EU in die Wirtschaft. Trotz aller Bekenntnisse zum Klimaschutz wurden sie bisher ohne entsprechende Bedingungen vergeben. Dabei gibt es passende Instrumente längst.
Die vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachte kleine EEG-Novelle reicht hinten und vorne nicht, kritisieren Branchen- und Umweltverbände. Damit sei eine weitere Chance vertan worden, etwa den Solardeckel abzuschaffen.
Der internationale Energiecharta-Vertrag wird zum Risiko für Staaten, die aus der Kohleverstromung aussteigen wollen, warnen Nichtregierungsorganisationen. Der neueste Entwurf der geplanten Novelle sieht Klagerechte von Energiekonzernen vor Ad-Hoc-Schiedsgerichten vor, obwohl die EU und auch die Bundesregierung diese kritisch sehen.
Kanzlerin Merkel gibt der EU-Kommission Rückendeckung beim neuen EU-Klimaziel für 2030. Wie sich das auf den deutschen Beitrag auswirkt, sagt sie nicht. Experten sind sich einig: Deutschland wird mehr leisten müssen. Das könnte eine neue Diskussion über das Klimapaket auslösen.
Für die Atommüll-Endlagersuche ist es ein entscheidendes Jahr. Im Herbst sollen erstmals Regionen genannt werden, die noch immer als Standort in Betracht kommen. Streit besteht nicht nur um das Geologiedatengesetz, das Grüne im Mai im Bundesrat nachbessern wollen. Verbände fordern auch ein Moratorium für die gesamte Suche.
Die Bundeskanzlerin hat sich beim Petersberger Klimadialog nicht genau festgelegt, wie sehr die Emissionen in der EU bis 2030 sinken sollen. Sie begrüßte aber eine mögliche Minderung um 50 bis 55 Prozent. Damit bleibt die Tür offen für Verhandlungen, die Deutschland während seiner EU-Ratspräsidentschaft leiten wird.
Die Förderbank des Bundes will mit gutem Beispiel vorangehen. In ihrem neuen Nachhaltigkeitsbericht macht die KfW erstmals Angaben zu den Risiken, die ihrem Geschäft durch die Klimaerwärmung drohen. Allerdings hat sie bisher nur ihr Engagement im Öl- und Gassektor durchleuchtet.
Der grüne Vordenker Ralf Fücks sieht durch die Coronakrise nichts für den Klimaschutz gewonnen. Emissionen müssten durch Innovationen statt durch Verzicht gesenkt werden. Im Interview spricht der Leiter des Zentrums Liberale Moderne über die Zukunft der Luftfahrt, über Applaus von der FDP und das Ende des grünen Tabuthemas Gentechnik.
Deutschland will grünen Wasserstoff aus sonnenreichen Ländern im Süden importieren. Doch das Potenzial ist begrenzt: Die Bundesregierung schließt Wasserstoffprojekte aus, die der dortigen Bevölkerung den Ökostrom streitig machen könnten, wie eine Antwort des Wirtschaftsministeriums zeigt. Grüner Strom ist in den möglichen Lieferländern noch rar.
70 große Unternehmen machen sich zu Beginn des Petersberger Klimadialogs für den Klimaschutz stark. Der BDI fährt dazwischen: Die Zwischenziele für 2030 müssten „auf den Prüfstand“. Spaltet sich die Industrie beim Klimaschutz in Vorreiter und Bremser?
Öl im Überfluss: Die Nachfrage ist im Corona-Stillstand niedrig, aber der Nachschub fließt weiter. Da die Lager fast voll sind, weichen Produzenten und Händler auf das Meer aus. Öl-Tanker kosten gerade bis zu 200.000 Dollar – pro Tag.
Der Bundestag soll in Kürze ein „Planungssicherstellungsgesetz“ beschließen, das Tagesspiegel Background vorliegt. Ziel ist die Digitalisierung der Öffentlichkeitsbeteiligung bei Planungs- und Genehmigungsverfahren, um diese trotz Corona-Pandemie abzuschließen.
Der deutsche Ladesäulenmarkt ist geprägt von regionalen Monopolen, hatte die Monopolkommission gewarnt. Die Bundesregierung nimmt die Sorge ernst und befürwortet deshalb den Vorschlag, den Betrieb der Stationen auszuschreiben, heißt es in ihrer Stellungnahme.
Heute startet der Petersberger Klimadialog. Kanzlerin Merkel soll dort eine konkrete Verbindung zwischen Green Deal und Konjunkturhilfen herstellen, fordern Umweltverbände. Südkorea hat indes seinen eigene Version eines Green Deals vorgelegt. In den USA liegt das Thema brach.
Stromverbrauch, Gaspreise, Kohlekraft, selbst erneuerbare Energien: Die Coronapandemie hinterlässt auch in der eher stabilen Energiewirtschaft tiefe Spuren. Berechnungen des Analysehauses Aurora Energy Research zeigen: Es dauert viele Jahre, bis der Vorkrisenpfad wieder erreicht ist. Gaskraftwerke gehören zu den raren Profiteuren.
Im zweiten Teil der Artikelreihe zur Batterieforschung stellt Tagesspiegel Background die Weiterentwicklungen der gängigen Lithium-Ionen-Technik vor. Sie werden den Markt in den nächsten Jahren noch prägen. Absehbar ist: Batterien werden umweltfreundlicher und leistungsfähiger.
Der Bund wollte die Planungs- und Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte beschleunigen – bis das Coronavirus diese Absicht durchkreuzte. Die Planer lassen aber nicht locker und setzen insbesondere auf eine Digitalisierung der Verfahren, zeigt ein Sieben-Punkte-Papier, das Background vorab vorliegt.
Die finnische Umweltministerin ist gegen Datteln 4. Der Energiekonzern Fortum will aber in die Entscheidung seiner Tochtergesellschaft Uniper, das umstrittene Steinkohlekraftwerk in Betrieb zu nehmen, bis auf weiteres nicht eingreifen.
TransnetBW hat als erster Übertragungsnetzbetreiber ein Zukunftsszenario für die Zeit bis 2050 entworfen. Die Zahl der großen Gleichstromtrassen würde sich der Prognose zufolge verdoppeln, der Süden von Importen aus Norddeutschland abhängig. Der Vorstoß ist politisch nicht ohne Brisanz.
Im Klimawandel sollen neue Pflanzenzüchtungen die Versorgung mit Lebensmitteln sichern, indem sie Hitze und Dürre trotzen. Große Hoffnungen werden dabei in die Grüne Gentechnik gesetzt. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs aber beschränkt den Einsatz einer Methode, durch die DNA gezielt beschnitten wird.
Power-to-Gas-Anlagen zur Produktion von Wasserstoff kommen in Deutschland nicht recht voran – nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie. Ausnahme könnte ein Großprojekt im Hamburger Hafen werden. Der Unternehmensverband Hydrogen Europe schlägt vor, die EU-Beihilferegeln bis Jahresende auszusetzen, um Investoren anzulocken.
Stark negative Preise auf dem US-Ölmarkt, die Nordseesorte Brent unter 20 Dollar pro Fass, auf dem nationalen Markt sind die Strompreise so deutlich im Minus wie noch nie und Gas notiert ebenfalls auf einem Rekordtief. Die Energiemärkte spielen verrückt. Das hat auch machtpolitische Auswirkungen.
Das EEG-Konto ist für die Jahreszeit schlecht gefüllt – und die Coronakrise lässt die Einnahmen einbrechen. Einer Analyse zufolge könnte die Umlage 2021 auf mehr als acht Cent pro Kilowattstunde steigen – trotz der Zuschüsse, die aus dem nationalen Emissionshandel fließen.
Führt der zeitweilig negative Ölpreis in den USA zu Schnäppchenpreisen an der Tankstelle? Ist der Umstieg auf die Elektromobilität damit hinfällig? Das wäre zu kurz gedacht, warnen Branchenvertreter und Wissenschaftler.
Die prominentesten Power-to-Gas-Vorhaben Deutschlands stecken fest: „Hybridge“ und „Element Eins“ sind in ihrer jetzigen, von Netzbetreibern beherrschten Form offiziell nicht genehmigungsfähig. Die Projektierer hoffen auf eine Lockerung der Regulierung durch die nationale Wasserstoffstrategie. Gegner warnen vor Wettbewerbsverzerrung.
In zwei Essays reflektieren Forscher aus den USA und Großbritannien, wie Wissenschaft gesellschaftliche Veränderungen hin zu mehr Nachhaltigkeit treibt und wie Klimawissenschaft umgekehrt von der Politik beeinflusst wird. Beide Beziehungen haben sich über die Jahre stark verändert.
Der Beirat nachhaltige Finanzen fordert von der Bundesregierung, dass ihre Konjunkturprogramme zum ökosozialen Umbau der Wirtschaft beitragen. So könnten Fördermittel beispielsweise an nachhaltige Kriterien geknüpft werden. Kritik kommt aus der Industrie.
Die Coronakrise wirft die Frage auf, ob der weltweite Ausbau erneuerbarer Energien in Gefahr ist. Die internationale Organisation für erneuerbare Energien stellte nun einen Bericht vor, nach dessen Ergebnissen sich Billionen-Investitionen lohnen sollen. Es bestehe sogar Hoffnung, dass die Krise den erneuerbaren Energien einen Schub gibt.
Der Parlamentsbetrieb soll diese Woche wieder weitgehend stattfinden: Mittwoch und Donnerstag tagt der Bundestag, auch Wirtschafts- und Umweltausschuss kommen zusammen. Grüne Konjunkturhilfen sind ein Thema. Ein neuer Termin für die Anhörung zum Kohlegesetz ist aber nicht in Sicht.
Gerhard Zickenheiner, Bundestagsabgeordneter der Grünen, hat in seiner Fraktion eine „Kommunale Klima- und Nachhaltigkeitsstrategie“ entwickelt. Im Interview spricht er über ausgedünnte Behörden, Fachkräftemangel, fehlende Mittel auf kommunaler Ebene und die Chance auf Umsetzung.
Nordrhein-Westfalen will die Energiewende zum Kern der Corona-Konjunkturmaßahmen machen. Das zeigt der Entwurf eines Positionspapiers des FDP-geführten Wirtschaftsministeriums. Nun muss sich zeigen, ob die anderen Länder und der Bund mitgehen.
In Deutschland wird es sehr wahrscheinlich auch in diesem Jahr wieder zu Waldschäden durch anhaltende Trockenheit kommen, prognostiziert das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung. In einer Sonderausgabe widmet sich das auch Magazin „Science“ dem Thema Dürre und beleuchtet die Folgen für Mensch und Natur.
Die durch die Coronakrise lahm liegenden Wirtschaften sorgt global für massiv sinkende CO2-Emissionen. Dennoch sind Klima-Experten wenig optimistisch. Sie sorgen sich um langfristige Effekte und hart erkämpfte Klimaschutzstandards – und stellen Forderungen.
Grünes Konjunkturpaket oder Aufweichung der Klimavorgaben? Kerstin Andreae bezieht im Interview eindeutig Stellung. Die BDEW-Geschäftsführerin kündigt einen Vorstoß ihres Verbandes für klimafreundliche Investitionen an. Sie hält zudem blauen Wasserstoff für notwendig und verteidigt die Kohle-Entschädigungen.
Grünes Konjunkturpaket oder Aufweichung der Klimavorgaben? Kerstin Andreae bezieht eindeutig Stellung. Die BDEW-Geschäftsführerin kündigt einen Vorstoß für klimafreundliche Investitionen an. Sie hält zudem blauen Wasserstoff für notwendig. Die von der Bundesregierung geplante eine Million Ladepunkte macht aus ihrer Sicht das Geschäft unwirtschaftlich.
Die Bundesregierung steht unmittelbar davor, das Auktionsdesign für Offshore-Windparks zu ändern. Bieter sollen ab 2021 eine Zahlung an den Staat leisten, anstatt eine Förderung zu erhalten. Die Branche läuft Sturm gegen die Pläne und fordert eine Umstellung des Vergütungssystems auf Contracts for Difference.
Der europäische Green Deal ist wegen der Coronakrise nicht in Gefahr. Das jedenfalls legt eine interne Zusammenfassung für die zuständigen Bundestagsabgeordneten nahe. Sie stammt vom EU-Referat des Parlaments.
Die EU-Kommission arbeitet an einem neuen Haushaltsplan, der an die Corona-Pandemie angepasst werden soll. Am Green Deal soll dabei nicht gerüttelt werden, das Budget könnte stark steigen. Für die deutsche Ratspräsidentschaft aber erhöht ein neuer Vorschlag die Komplexität der Verhandlungen.
Das Volumen an Power-to-Gas-Vorhaben weltweit hat sich in den vergangenen fünf Monaten verdreifacht. Während Großprojekte und Regulierung in Deutschland auf der Stelle treten, machen andere Länder bei grünem Wasserstoff Fortschritte. Besonders ambitioniert sind die Niederländer.
Vorschläge für eine Renovierungswelle im Gebäudesektor machen ein deutscher Verband und ein europäisches Institut. Ziel ist unter anderemeine Wiederbelebung der Konjunktur nach der Coronakrise. Das Wirtschaftsministerium sieht Förderprogramme für Energieeffizienz aus dem Klimapaket bereits wirken.
Seit Ende letzten Jahres ziehen Heuschreckenschwärme über Ostafrika hinweg, gefährden die Ernährung von Millionen Menschen. Mehrere Jahrzehnte hat der Kontinent keine Plage solchen Ausmaßes erlebt. Der Klimawandel wirft nun die Frage auf, ob derartige Ausbrüche in Zukunft öfter auftreten.
Nach dem Willen der EU-Kommission sollen Banken künftig Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit in Risikomanagement, Geschäftsstrategien und Investmentpolitik integrieren. Noch ist es damit nicht weit her. Ausgerechnet der Fondsgigant Blackrock soll jetzt das Anspruchsniveau ermitteln.
Die EU-Kommission sieht eine Verbindung zwischen der Coronapandemie und den Nachhaltigkeitsmängeln des Finanzsystems. Ihre „Renewed Sustainable Finance Strategy“ soll Europa nicht nur klimafreundlicher, sondern auch widerstandsfähiger gegen Seuchen machen. Eine Schlüsselrolle dabei spielt die Biodiversität.
Auch in der Coronakrise steht die Batterieforschung nicht still. Die Autoindustrie verlangt Akkus mit mehr Reichweite, aber auch die Hersteller von Drohnen und Heimspeichern haben Interesse an verbesserten Zellen. Tagesspiegel Background stellt in einer Artikelreihe die wichtigsten Forschungsrichtungen vor.
Forscher haben untersucht, wie Tropenwälder renaturiert werden müssen, damit sie möglichst effektiv zum Klimaschutz beitragen können. Urwaldriesen speichern am meisten CO2, auch schon in jungen Jahren. Wichtig für den dauerhaften Klimaschutz ist aber, dass der Wald sich selbst überlassen bleibt.
Die neu gegründete Deutsche Allianz Meeresforschung hat sich die CO2-Speicherfähigkeit der Weltmeere als großes Forschungsvorhaben vorgenommen. Ob die Ozeane noch Speicherkapazität für Emissionen haben, ist für die Allianz eine wichtige Zukunftsfrage.
Die Digitalisierung zur Beschleunigung der Energiewende kommt an entscheidenden Stellen kaum voran. Zwar beginnt nun der Einbau intelligenter Stromzähler. Doch der Energiewirtschaft fällt es schwer, profitable Geschäftsmodelle dafür zu etablieren, wie eine Analyse im Auftrag der Bundesregierung zeigt.
Uniper will bis 2035 CO2-neutral werden, trotz des Kohlekraftwerks Datteln 4. Helfen soll dabei auch die neue Wasserstoffkooperation mit dem Turbinenhersteller Siemens. Uniper-CEO Andreas Schierenbeck erklärt im Interview, warum die Politik nicht nur grünen Wasserstoff unterstützen sollte.
Auch vor der Abwicklung des Atomzeitalters in Deutschland macht das Coronavirus nicht Halt. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung betreibt Atommülllager und Endlagerprojekte nun unter erschwerten Bedingungen. Doch wie kann im Herbst die Veröffentlichung des ersten Zwischenberichts zur Endlagersuche gelingen?
China will nach der Coronakrise die Wirtschaft mit dem Bau neuer Kohlekraftwerke ankurbeln. Der britische Thinktank Carbon Tracker warnt davor, Chinas Beispiel zu folgen. Milliarden-Fehlinvestitionen wären das Resultat. In Deutschland liefen schon 90 Prozent der Kohlekraftwerke mit Verlust.
Erst Dürre, dann Feuer und nun erbleicht das Great Barrier Reef. Australien wird seit Monaten besonders stark vom Klimawandel getroffen. Das größte Korallenriff der Erde hat die dritte Bleiche in nur fünf Jahren erlebt, mit schwerwiegenden Folgen.
Keine Stilllegung von Steinkohlekraftwerken ohne Entschädigung, höherer Kohlebonus bei der Umstellung der Anlagen – der Bundesrat hatte beim Kohlegesetz Änderungen angemahnt. Die Bundesregierung lehnt den Großteil ab, wie aus dem Entwurf der Gegenäußerung hervorgeht, der Tagesspiegel Background vorliegt.
Die Preise für Öl sind noch immer nahe historischer Tiefstände. Ein Treffen der OPEC-Plus-Staaten, das den Ölpreiskrieg beenden sollte, wurde kurzfristig auf Donnerstag verschoben. Wie sehr die Lage allen Akteure schadet, zeigt auch ein Blick in die USA – wo Trump droht und erste Unternehmen pleite gehen.
Unternehmen decken sich angesichts gefallener Strompreise mit günstigen Abnahmeverträgen ein. Die Coronakrise könnte zu einer Neuordnung im Wettbewerb der Stromversorger führen. Schwierigkeiten drohen vor allem Anbietern, die von wenigen großen Industriekunden abhängig sind.
Freiflächenanlagen mit Solarthermie gelten als Trumpf bei der Dekarbonisierung von Wärmenetzen. Doch nun wird der dänische Weltmarktführer zerschlagen und notverkauft. Die Nachricht schlägt Wellen in einer Branche, die von staatlicher Regulierung abhängt.