Dass die Weltklimakonferenz in Glasgow wegen der Coronakrise verschoben wird, wirft Fragen auf. Sind die Staaten nun von ihrer Verpflichtung befreit, noch in diesem Jahr neue Klimazusagen vorzulegen? Nein, sagen Klimaexperten. Sie raten aber davon ab, die Regierungen zu drängen.
Der Thinktank Agora Energiewende macht erste Vorschläge für ein Klima-Investitionspaket in Höhe von 100 Milliarden Euro – die Debatte gewinnt damit mitten in der Coronakrise weiter an Fahrt. Zugute kommen könnten die staatlichen Zusatzausgaben einer ganzen Reihe von Sektoren, darunter erneuerbare Energien, Wasserstoffwirtschaft und Stromnetze.
Die Wasserstoffstrategie der Bundesregierung unterschätzt das Potenzial von Erdgas, beklagt Timm Kehler im Interview. Der Vorstand von Zukunft Erdgas, des Netzwerks der deutschen Erdgaswirtschaft, erhofft sich vom Kohleausstieg eine größere Zahl neuer Gaskraftwerke. Die Möglichkeiten zur Umrüstung von Kohle auf Gas seien begrenzt.
Wie arbeiten Klima- und Energiepolitiker in Zeiten der Coronakrise? Tagesspiegel Background hat bei vier Bundestagsabgeordneten nachgefragt. Das Ergebnis: Sie alle müssen sich derzeit mehr um Bürger und Unternehmen kümmern. Doch Klimaschutz bleibt auf der Agenda.
Russland versucht, mit hohen Ölfördermengen und einem Preiskonflikt mit Saudi-Arabien, die US-amerikanischen Schieferölproduzenten zu schwächen. Doch in Moskau gibt es Zweifel an der Strategie des Putin-Vertrauten und Rosneft-Cefs Igor Setschin. Sie könnte am Ende Russland selbst schaden.
„Floating Offshore“ gilt als Zukunftstechnologie für tiefe Gewässer. Schwimmende Windparks könnten aber auch in der flachen deutschen Ostsee zum Einsatz kommen. Entsprechende Planspiele für das Seegebiet vor Rügen laufen beim spanischen Energieversorger Iberdrola.
Die Coronakrise macht auch vor der internationalen Klimaschutzdiplomatie nicht halt. In einer virtuellen Sitzung haben UN-Klimasekretariat und britische Regierung beschlossen, die 26. Klimakonferenz ins nächste Jahr zu verschieben. Die Klimaszene hat Verständnis.
Richtungsstreit in Brüssel: Konservative Politiker stellen in der Coronakrise den europäischen „Green Deal“ infrage. Dagegen verlangen Investoren eine Abkehr von klimaschädlichen Finanzierungen – und das wirkt.
Das Kernthema der Grünen, die Klimapolitik, rückt wegen der Coronakrise in den Hintergrund. Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner hat dafür Verständnis, rechnet aber fest damit, dass die Debatte wiederkommt. Und macht im Interview deutlich: Die Rettung des Klimas geht nur mit der Sicherung von Arbeitsplätzen und der Freiheit.
Eine bislang unveröffentlichte Analyse von Aurora Energy zeigt, dass sich trotz niedrigerer CO2-Zertifikat-Preise die Wettbewerbssituation der Kohle auf dem Strommarkt nur minimal verbessert hat. Die Auslastung der Kraftwerke ist gesunken und wird vermutlich noch weiter fallen – auch die Braunkohle bleibt nicht verschont.
Seit 2013 ist die Rückholung des Atommülls aus der Asse gesetzlicher Auftrag. Lange wurde auf die Veröffentlichung des entsprechenden Plans gewartet, der nun veröffentlicht wurde. Wie dieser in Zeiten des Coronavirus mit der Öffentlichkeit verhandelt werden kann, wird nun zur Aufgabe für die BGE.
Das EEG steht an seinem 20. Geburtstag vor einer ungewissen Zukunft. Wegen der Coronakrise gibt es nicht einmal einen Termin für weitere Bund-Länder-Verhandlungen zur überfälligen EEG-Reform. Die Union scheint mehr damit beschäftigt, der Industrie zu helfen als den Erneuerbaren.
Eine Analyse erwartet deutliche Preisauswirkungen der Coronakrise auf die Preise im europäischen Emissionshandel. Das Öko-Institut hält die kurzfristige Orientierung des Marktes für eine grundsätzliche Schwäche, die sich nun erneut zeige – und erneuert die Forderung nach einem Mindestpreis.
Streaming, Gaming, Videokonferenzen – mit der Coronakrise wächst der Bedarf an Rechenleistung. Der Stromverbrauch der Datenindustrie steigt ohnehin seit Jahren. Die Umweltministerin und der Bundesrat wollen jetzt erreichen, dass die Abwärme von Rechenzentren in die Wärmenetze eingespeist wird.
Der Bundestag ist wegen der Coronakrise im Notbetrieb. Wann es weitergeht, ist unklar. Das betrifft auch das Verfahren rund um das Kohlegesetz. In der Lausitz sieht man das mit Sorge. Das Wirtschaftsministerium sieht den Zeitplan für den Kohleausstieg aber nicht in Gefahr.
Zwei Treffen mit Siemens-Chef Kaeser Ende 2019 bringen Finanzminister Olaf Scholz in Erklärungsnot. Brisant ist jeweils der Termin – unmittelbar vor richtungsweisenden EU-Beschlüssen zur Finanzierung von Erdgasprojekten.
Die absehbare Wirtschaftskrise in den USA durch das Coronavirus wird die Fracking-Branche in West Texas am härtesten treffen. Das prognostiziert die Washingtoner Denkfabrik Brookings Institution. Finanzexperten warnen vor Pleiten und hohen Jobverlusten in dem ohnehin hochverschuldeten Sektor. Kleinere Produzenten sind bereits in Existenznot.
Noch bis Ende des Jahres hat die Bundesregierung einen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Sie will die zweijährige Mitgliedschaft auch für den Kampf gegen den Klimawandel nutzen. Welche Möglichkeiten bestehen, erörtert eine Studie.
Mit dem jüngst beschlossenen Nachtragshaushalt könnte sich eine Tür öffnen, um drastische Kürzungen bei der Energieforschung zurückzunehmen. Das fordert der Bundesverband Energiespeicher Systeme.
Der europäische Green Deal kommt im Zuge der Coronakrise unter Druck. Konservative EU-Parlamentarier sowie Tschechien und Polen fordern, das zentrale Klimavorhaben aufzuschieben oder gar abzubrechen, damit die EU alle Kräfte auf die Bekämpfung der Pandemie und ihrer Folgen werfen kann. Die Grünen sind alarmiert.
Wegen des Coronavirus herrscht Kontaktverbot, Versammlungen mit mehr als zwei Menschen sind verboten. Die Klimabewegung, die bisher auf öffentliche Demos setzte, stellt das vor eine Herausforderung. Die Gruppen verlagern den Protest nun vor allem ins Netz.
Das Coronavirus beeinträchtigt auch die Arbeit in den Kernkraftwerken. Akribisch geplante Abläufe bei den Revisionen der sechs deutschen Meiler stehen auf dem Prüfstand. Die Betreiber halten an ihren Zeitplänen fest. Doch eine erste Aufsichtsbehörde hinterfragt eine Revision.
Der Bundestag hat ein historisches Konjunkturprogramm beschlossen. Damit startet die Debatte, wie das Geld neben der Wirtschaft auch dem Klimaschutz helfen kann. Fehler wie bei der Finanzkrise 2008 dürften sich nicht wiederholen, warnen Wissenschaftler.
2019 waren weltweit zwar weniger neue Kohlekraftwerke im Bau oder in Planung als 2018. Die Corona-Pandemie bremst laufende Kohleprojekte zusätzlich. Dennoch ist die installierte Gesamtkapazität gestiegen. In China könnte die Krise jetzt sogar zu einem Boom führen.
Verfahren, mit denen CO2 aus der Atmosphäre gezogen wird, gewinnen angesichts des Klimawandels immer mehr an Bedeutung. Der Kohlenstoff kann anschließend als Rohstoff genutzt werden. Das Karlsruher Institut für Technologie hat hierfür ein Pilotprojekt auf den Weg gebracht.
Die Fristverlängerung für Wind- und Solarparks wegen der Corona-Krise bleibt wohl eine absolute Ausnahme und steht auch noch nicht im Gesetz. Klagen gegen Windparkprojekte sind aus Sicht der Bundesregierung keine triftiger Grund. Deshalb lehnt sie einen entsprechenden Gesetzentwurf der Länder ab.
Falls die Coronakrise eskaliert, könnten Versorger und Netzbetreiber gezwungen sein, ihre Fachleute für kritische Infrastrukturen abzuschotten. Das hieße isoliertes Arbeiten und Leben im Kraftwerk oder in der Leitwarte auf unbestimmte Zeit. Dafür melden sich bereits Freiwillige.
Hauptversammlungen ohne persönliche Teilnahme der Aktionäre ermöglicht ein Gesetz, das der Bundestag heute beschließen soll. Anlass: die Coronakrise. Nichtregierungsorganisationen protestieren gegen Einschnitte bei Aktionärsrechten.
Wie kann der Konflikt zwischen Windenergie und Artenschutz gelöst werden? Indem Populationen geschützt werden und weniger einzelne Individuen, erklärt Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), im Interview. Dringend notwendig sei auch eine einheitliche Genehmigungspraxis.
Wie bewältigen Stadtwerke und eine Großstadt-Gemeinde die Corona-Krise? Michael Ebling (SPD), Präsident des Verbands VKU und Mainzer Oberbürgermeister, spricht im Interview über Kulanz bei Strom- und Gassperren und die Finanzlage. Er plädiert dafür, den Umbau der Energieversorgung weiter anzugehen – die Elektromobilität könne besonders gefördert werden.
Wegen Verzögerungen durch die Coronavirus-Pandemie laufen viele Solar- und Windkraftprojektierer Gefahr, Fertigstellungsfristen zu verpassen und dadurch Einbußen zu erleiden. Jetzt hat die Bundesnetzagentur das Problem mit einer Krisenlösung vorerst entschärft.
Vorgaben für nationales Recht hat die EU in ihrer Richtlinie für die Gebäudeeffizienz gemacht. Bei der Umsetzung hinkt Deutschland hinterher. Eine Langfriststrategie für einen klimaneutralen Gebäudebestand und Regeln für die Gebäudeautomation werden aber angegangen.
Die Bundesregierung soll Pilotprojekte zur Sektorkopplung von regulatorischen Hürden befreien, so die einstimmige Forderung des Wirtschaftsausschusses im Bundesrat. Bis zu 100 Projekte sollen davon profitieren. Der Bund zeigte sich an dieser Stelle zuletzt kompromissbereit.
Zum ersten Mal hat ein offizieller Vertreter der britischen Regierung angedeutet, dass die UN-Klimakonferenz in Glasgow verschoben werden könnte. Das hätte Vor- und Nachteile. Eine virtuelle Ausrichtung halten Experten für eher unwahrscheinlich.
Agora Energiewende erwartet für 2020 einen Rückgang der deutschen Emissionen um 40 bis 45 Prozent im Vergleich zu 1990 – der „Corona-Effekt“ könnte bis zu 100 Millionen Tonnen CO2 ausmachen. An den deutschen Strommärkten sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise bereits sehr deutlich zu bemerken. Die Nachfrage sank zum Ende der Woche stark.
Interessenvertreter in den USA beobachten die europäische Debatte über die Einführung eines CO2-Grenzausgleichsystems genau. Mitglieder der Regierung wehren sich dagegen, mit einem CO2-Preis belegt zu werden, wenn das Land selbst keine Bepreisung einführt.
Der Stadtwerkeverband VKU teilt mit, dass seine Mitgliedsunternehmen „fast ausnahmslos“ keine Unterbrechungen der Versorgung säumiger Kunden vornehmen. Große Versorger hatten das bereits angekündigt. Der Druck aus der Politik war jüngst gewachsen.
Die Coronavirus-Pandemie setzt den Erneuerbaren-Projektierern in Deutschland zu. Handwerker bleiben fern, Bauteile fehlen, Ämter machen zu. Auf vielen Baustellen herrscht Stillstand. Ein düsteres Szenario: Die Unternehmen reißen die vom EEG gesetzten Fertigstellungsfristen, und ihre Projekte scheitern.
Im zweiten Halbjahr 2020 wird Deutschland erstmals eine grüne Staatsanleihe zur Finanzierung von Klima- und Umweltschutzvorhaben emittierten. Die Deutsche Finanzagentur hat einen Einblick in das Programm gewährt, nach dem das ablaufen soll.
Schon wieder kommt die EU-Kommission mit einem Dokument zur Umsetzung ihrer Vision für ein klimaneutrales Europa heraus. Diesmal geht es um die CO2-Grenzabgabe, die die heimische Industrie schützen und zugleich ihre Abwanderung verhindern soll. Die Überlegungen stehen aber erst am Anfang.
Extremwetterereignisse nehmen durch den Klimawandel immer schneller zu. Eine neue Studie stellt eine Verdoppelung von Hitzetagen in diesem Jahrhundert gegenüber den 40 Jahren vorher fest. Auch Extremniederschläge sind wesentlich häufiger geworden.
In der Coronakrise kämpfen die Geschäftsführer der Fraktionen im Bundestag noch um die richtige Lösung für die kommende Sitzungswoche. Wahrscheinlich werden Abgeordneten nur in möglichst kleiner Zahl tagen. Eine Sitzung des Bundesrats könnte vorgezogen werden.
Emissionszertifikate haben sich in den vergangenen Tagen stark verbilligt. Weil der Markt sehr langfristig angelegt ist, liegt das vermutlich am Liquiditätsbedürfnis von Industrie und Versorgern, meinen Analysten. Die Finanzkrise dient für diese Interpretation als Blaupause.
Das Coronavirus und der saudisch-russische Preiskrieg ums Öl überschatten die Jahrespressekonferenz von Wintershall Dea. Dabei hat der größte Öl- und Gasproduzent Europas solide Zahlen vorzuzeigen. Das Unternehmen senkt in Reaktion auf die Lage aber seine Investitionen.
Die Corona-Krise hinterlässt Spuren im deutschen Strommarkt: Die Nachfrage sinkt signifikant. Experten erwarten in den kommenden Tagen einen noch viel deutlicheren Einbruch – wie in Italien und jüngst Frankreich. Das liegt vor allem an der Industrie. Der Strompreis zur Lieferung für die kommende Woche gibt stark nach.
Die Bundesregierung wird ihre Wasserstoffstrategie heute doch nicht beschließen. Schuld ist nicht allein das Coronavirus. Nach wie vor gibt es auch große inhaltliche Differenzen zwischen den Ministerien, etwa beim Einsatz von Wasserstoff im Verkehr und der Importquote.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine neue Klimavorhersage für die kommenden zehn Jahre entwickelt. Demnach könnte es in Deutschland bald bis zu zwei Grad wärmer werden. Global gehe der Trend bei den Emissionen immer noch in die falsche Richtung, warnte DWD-Chef Gerhard Adrian.
Die Digitalisierung der Stromnetze hakt. Thomas König, im Vorstand des Energiekonzerns Eon für die Netze zuständig, will das ändern. Im Interview schildert er, wie Eon mit den Mängeln der ersten Smart-Meter-Generation umgeht und lotet aus, was für eine Regierung es bräuchte, um die Energiewende wieder in Schwung zu bringen.
Immer mehr Bereiche des Alltags werden wegen der Corona-Krise eingeschränkt, auch ein kompletter Stillstand ist nicht mehr ausgeschlossen. Das Parlament wird auf jeden Fall weiter tagen, betonen die Parlamentarischen Geschäftsführer. Das Grundgesetz soll dafür nicht geändert werden.
In Deutschland sind die Emissionen 2019 stärker gesunken als es möglich schien. Die Gründe: Viel Wind und Sonnenschein sowie ein wirksamer EU-Emissionshandel. Verkehr und Gebäudesektor aber bleiben die Sorgenkinder beim Klimaschutz.
Der Ölpreis-Schock und die beginnende Rezession treffen auch die in Deutschland fördernden Öl- und Gasunternehmen. Inwieweit die rund 8000 Menschen beschäftigende Branche künftig mithalten kann, ist ungewiss. 2019 immerhin blieb die Gasförderung stabil, die Ölförderung ging zurück.
Die Erneuerbaren-Richtlinie der EU könnte der Bürgerenergie wieder Auftrieb geben und den wachsenden Akzeptanzproblemen von Windparks entgegenwirken. Das Zauberwort heißt REC und steht für Bürger-Gemeinschaften, die ihre Energie teilen und dafür von Steuern und Umlagen befreit sind.
Eine massive Wirtschaftskrise bahnt sich an. Wie würde sich das auf den Strommarkt auswirken? Erste Szenarien sind bereits von Analysten gerechnet. Die Preise würden fallen, der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix würde steigen, Kohlekraftwerke stattdessen aus dem Markt gedrängt.
Die Bundesländer machen ihre Zustimmung zum Kohleausstiegsgesetz auch von der Abschaffung des Solardeckels abhängig. Die entsprechende EEG-Änderung soll in das Gesetz integriert werden, fordert der Bundesrat in seiner Stellungnahme. Die Verknüpfung mit dem Wind-Abstandsstreit durch die Union lehnen die Länder strikt ab.
„Würden wir die Klimakrise so ernst nehmen, wie die Coronakrise, wäre uns geholfen“, sagt die Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Tatsächlich gibt es viele Zusammenhänge zwischen beiden Bedrohungen. Jetzt stellt sogar der französische Präsident indirekt die Systemfrage.
Finanzinstitute in den Niederlanden wollen die Auswirkungen ihrer Kapitalanlagen auf die Biodiversität messen. Anhand der Ergebnisse sollen Investitionsstrategien entstehen, die zum Schutz der Artenvielfalt beitragen. Die ASN Bank will ab 2030 Renaturierungen finanzieren.
Beim gestrigen Bund-Länder-Treffen fiel das Thema Energie dem Corona-Virus zum Opfer. Es wurde vertagt und soll nun in kleiner Gruppe weiter beraten werden, kündigte CSU-Chef Söder an. Opposition und Erneuerbaren-Branche reagieren bestürzt.
Zahlreiche Verbände bitten die Politik um Hilfe. Sie hoffen noch auf ein Ende der Blockade beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Doch auch flächenwirksame Maßnahmen werden vorgeschlagen – und die Windindustrie will Erleichterungen wegen Lieferengpässen, ergab eine Umfrage von Tagesspiegel Background.
Die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie wird den weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien in diesem Jahr deutlich verlangsamen. Die Windenergie trifft es laut einer neuen Prognose weniger hart als die Solarenergie.
Union und SPD können sich bei der geplanten Abstandsregelung für die Windkraft einfach nicht einigen. Der gestrige Verhandlungsmarathon endete ergebnislos. Nicht abzusehen ist auch ein Kompromiss von Bund und Ländern bei der Senkung der EEG-Umlage.
Jahrelang war um die Besetzung des Nationalen Begleitgremiums für die Endlagersuche gerungen worden. Am Freitag, wenn der Bundestag über eine Liste von zwölf Mitglieder abstimmt, soll das Gremium erstmals vollständig sein. Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein könnte Vorsitzender werden.
Die Bundesregierung will ein Pilotprogramm zur Förderung von Klimaschutzmaßnahmen in der Stahl- und Chemieindustrie auflegen. Die CO2-Differenzkontrakte könnten auf weitere Industriebereiche ausgedehnt werden, heißt es im Entwurf zur Wasserstoffstrategie. Damit ist Deutschland weiter als die Industriestrategie der EU-Kommission.
Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie behindern Investitionen in erneuerbare Energien. Investoren sind verunsichert. Dabei wäre die Gelegenheit für den Erneuerbaren-Sektor gerade jetzt günstig, um Kapital aus der schwächelnden Ölwirtschaft anzulocken.
Parteienübergreifend lehnen Finanzexperten einen möglichen EU-Standard für nachhaltige Investments ab. Diese Finanzprodukte sollten keine Bevorzugung gegenüber konventionellen erhalten, was das Eigenkapital betrifft.
Partikel, die von Flugzeugen ausgebracht werden, sollen mehr Niederschlag herbeiführen. Forscherteams in den USA und in den Vereinigten Arabischen Emiraten arbeiten daran. Nun gibt es Hinweise darauf, dass das Verfahren tatsächlich funktioniert.
Der Ölpreis-Crash wirbelt die fossile Energiebranche auf. Während die Ölproduzenten unter dem Eindruck von Preissturz und Coronavirus auf Krisenmodus schalten, wirkt der Gasmarkt stabil. Ob das in Deutschland so bleibt, hängt vor allem davon ab, wie stark die Industrieproduktion beeinträchtigt wird.