Christophe Hansen sprach am Montag als einer der ersten Kommissaranwärter im EU-Parlament vor – und bestand dort. Trotz harmonischer Atmosphäre ging es um teils knifflige Punkte: einen Leak zum möglichen Ende der GAP, die Bedeutung eines Ukraine-Beitritts, Hansens Blick auf ein Agrar-ETS und seine Verwandtschaft mit Luxemburgs Landwirtschaftsministerin.
Der Swing State North Carolina ist bekannt für Tabak, Süßkartoffeln und die Spaltung zwischen Stadt und Land. Auf einem Volksfest kommen Harris-Unterstützer, Trump-Fans und Unentschlossene zusammen.
Die Reform des Bundeswaldgesetzes ist ein Schrittchen weiter: Am Freitag hat das BMEL die Länder- und Verbändeanhörung eingeleitet. Das vorgelegte Papier ist nahezu identisch mit dem jüngsten Leak aus dem Sommer. Während sich die Befürchtungen der Umweltverbände damit erhärten, fokussiert die Kritik der Waldeigentümer inzwischen primär auf den Ablauf.
Die COP16 in Kolumbien hat nicht den erhofften Durchbruch für die Finanzierung des weltweiten Artenschutzes gebracht. Die Verhandlungen scheiterten an Streitigkeiten zwischen reichen und ärmeren Staaten. Gelder aus der Wirtschaft könnten helfen, das Finanzloch zu stopfen.
Ackerbauern, die Biopolymere mit in den Spritztank geben, können bis zu 50 Prozent an Pflanzenschutzmitteln einsparen. Obwohl das Produkt schon einige Jahre am Markt ist, gestaltet sich das Verständnis für seine Wirkungsweise in den Behörden immer noch schwierig. Geschäftsführer Bernhard Sack erklärt im Interview, wo es hakt und wo die Potenziale liegen.
Ein geringer Verzehr von Zucker in den ersten 1000 Lebenstagen hat einen langfristig positiven Einfluss auf die menschliche Gesundheit. Zu dieser Feststellung kommt eine Studie, die sich auf historische Daten zur Zuckerrationierung in Großbritannien nach dem Zweiten Weltkrieg stützt. Fachleute finden die Ergebnisse beeindruckend, aber nicht überraschend.
In North Carolina wird es im diesjährigen US-Wahlkampf besonders eng für die Demokraten. Doch nicht nur Kamala Harris kämpft hier im Endspurt gegen einen republikanischen Konkurrenten jenseits der 70. Auf dem Wahlzettel wird auch Sarah Taber stehen, die es mit dem amtierenden Agrarkommissar aufnimmt – einem der beliebtesten Politiker des Staates.
Für die Umsetzung von Maßnahmen aus dem Zukunftsprogramm Pflanzenschutz stellt das BMEL weiter keine Zeitpläne für verbindliche Regelungen in Aussicht. Entsprechende Ankündigungen gehen aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der Union nicht hervor. So ist die für 2024 geplante Überarbeitung der guten fachlichen Praxis offenbar noch nicht gestartet.
Bei kaum einem Regulierungsthema wurde in diesem Jahr mehr gefeilscht, gejubelt und gejammert wie bei den Lieferkettenregelungen – sei es in Deutschland oder auf EU-Ebene. Vorwürfe gegen die drei großen deutschen Fleischverarbeiter Tönnies, Westfleisch und Rothkötter legen offen, wo es knifflig wird.
Gegen einen Schlachthof in Niedersachsen erhebt eine Tierrechtsorganisation schwere Vorwürfe. Das Veterinäramt reagiert mit einer Strafanzeige. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium fordert unterdessen eine Videoüberwachung für größere und kleinere Betriebe.
Brache, ungenutzte Flächen sind wichtig für die Erhaltung der Biodiversität. Mit der Aufweichung des Standards für Flächenstilllegungen GLÖZ 8 müssen landwirtschaftliche Betriebe Brachen nicht mehr zur Verfügung stellen. Das Thünen-Institut hat im Auftrag des Bundesumweltamtes die Folgen für die Biodiversität beschrieben.
Einst galt das US-Städtchen Asheville in North Carolina als Schutzzone, ein Refugium in den Appalachen vor Klimachaos und den republikanischen Hochburgen des ländlich geprägten Umlands. Dann brachte Tropensturm „Helene“ die landesweit schwerste Verwüstung seit Hurrikan „Katrina“. Es folgte der Wahlkampftross von Donald Trump.
Waldbrände tragen inzwischen deutlich zu den Emissionen von Kohlendioxid bei, ein sich selbst verstärkender Kreislauf im globalen Klimawandel. Das ist eins der Ergebnisse im Klima-Bulletin der Weltwetterorganisation vom Montag. Die Klimarahmenkonvention hat aufgelistet, wo Staaten Emissionen sparen wollen. Auch die Landwirtschaft gehört dazu.
Der „anatolische Schwabe“ will zurück ins Ländle: Lange wurde darüber spekuliert, nun hat der Grünen-Politiker Özdemir seinen Hut in den Ring geworfen. Falls er Ministerpräsident in Baden-Württemberg werden sollte, wäre er der erste Landesvater mit türkischen Wurzeln.
Die Vogelgrippe breitet sich in US-Milchviehbetrieben weiter aus. Der dortige Umgang mit dem Ausbruch sorgt für Kritik. In Deutschland wäre das so nicht denkbar, sagt der Vizepräsident des Friedrich-Loeffler-Instituts.
Mit dem Entwurf einer Strategie, aber ohne ein konkretes Naturflächengesetz, ist die Umweltministerin zur Weltnaturkonferenz gereist. Die Ampel wird sich nicht einig, inwieweit Eingriffe in die Natur finanziell oder real kompensiert werden müssen. Der BUND hat die erste Verfassungsklage eingereicht.
Weißer Rauch aus Brüssel: Mit einem Aufschub um zwölf Monate will die EU-Kommission den Konflikt um die Entwaldungsverordnung nun schnellstmöglich befrieden. Ein Drahtseilakt, der jedoch kaum beschwichtigen dürfte, wie ein Streitgespräch zwischen WWF und AGDW zeigt.
Wer gedacht hat, der mögliche Aufschub der Umsetzungsfrist würde den verbleibenden nationalen Gesetzgebungsprozess zur EU-Entwaldungsverordnung verlangsamen, lag falsch: Seit gestern sammelt das BMEL Stakeholder-Feedback dazu, wie es Kontrollen und Sanktionen rund um das Waldschutzgesetz gestalten möchte. Der Entwurf liegt Tagesspiegel Background vor.
Auch niedrige Dosen von Pestiziden können negative Auswirkungen auf Insekten haben, selbst wenn diese nicht das Ziel der Wirkstoffe sind. Das hat eine Studie mit mehr als 1000 getesteten Substanzen ergeben. Forschende loben, die Studie sei ein wichtiger Beitrag, um die Ursachen des Insektenrückgangs ermitteln.
Ob Wettbewerbsfähigkeit, Tierhaltung oder nachhaltige Lebensmittelsysteme: Der designierte Agrarkommissar Christophe Hansen hat skizziert, welche Vision er für die EU-Agrar- und Ernährungspolitik vorantreiben will. Kein Zufall ist, dass sich seine Schwerpunkte in Teilen mit dem Bericht des Strategiedialogs zur Zukunft der EU-Landwirtschaft decken.
In Deutschland läuft die Wiederherstellung intakter Moore vergleichsweise schleppend. Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick nach Schottland. Dort werden Moore immer schneller renaturiert. Unter anderem, weil Landbesitzende verschiedene Finanzierungsmaßnahmen kombinieren können.
Zu Klimaklagen kommt es häufiger. Nun legt ein deutscher Umweltverband erstmals auch Verfassungsbeschwerde ein, um die Bundesregierung zu wirksameren Maßnahmen gegen das Artensterben zu verpflichten.
Bei ihrer Jahrestagung hat die Weltbank am Mittwoch einen Strategiewechsel in der Agrarförderung angekündigt. Mit einem sogenannten Ökosystemansatz soll eine Verdopplung der Mittel bis 2030 verbunden sein. Kleinbauern werden im Mittelpunkt stehen, versprach Weltbankchef Ajay Banga.
Beim EU-Agrarrat in Luxemburg haben sich die Ressortchefs auf eine gemeinsame Position der Mitgliedstaaten für die GAP nach 2027 geeinigt. Die künftige Kommission soll die Schlussfolgerungen bei der Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik berücksichtigen. Außerdem einigten sich die Ministerinnen und Minister auf Fangquoten für die Fischerei im Jahr 2025.
Ein umfassender wissenschaftlicher Blick auf den Zustand der europäischen Böden zeigt, wie schlecht es um das Ökosystem bestellt ist. Das könnte neuen Schub in die Verhandlungen um das erste europäische Bodengesetz bringen.
Von der gestern gestarteten Weltnaturkonferenz und der Weltklimakonferenz im November verlangen kapitalstarke globale Investoren ehrgeizigere Ziele und stärkeres Durchgreifen, um die Erderhitzung zu begrenzen und den Biodiversitätsverlust umzukehren. Der Europäische Rat setzt in seinen Verhandlungsmandaten ebenfalls auf anspruchsvolle Ergebnisse.
Im EU-Agrarrat haben Spanien und Frankreich einen neuen Punkt auf die Tagesordnung gesetzt. Sie wollen Bemühungen zur Vorbeugung von Tierseuchen koordinieren. Denn die Gesundheitssituation ist angespannt: Die Blauzungenkrankheit grassiert immer noch in mehreren Ländern.
Grünland steht bei der Förderung trotz seines hohen Werts für Klima-, Umwelt- und Biodiversitätsschutz meist im Schatten von Ackerland. Aktuell profitieren vor allem extensiv wirtschaftende Grünlandbetriebe. Die Bundesregierung justiert derzeit nach, doch die Grünlandbauern fordern mehr.
Mehr als zwei Drittel der Unternehmen im Sektor Landwirtschaft und Ernährung waren in den vergangenen Jahren Opfer von Hackerangriffen, heißt es in einer neuen Analyse für den Bundestag. Dieser berät aktuell über die Umsetzung der EU-Richtlinie für Einrichtungen der kritischen Infrastruktur.
Gülle ist wertvoller Dünger, verursacht aber auch Umweltschäden. Einerseits möchte die EU das Problem lösen – doch andererseits finanziert sie es weiterhin. Die nationalen Regierungen schrecken vor strengeren Regulierungen zurück.
Ein Expertenpapier der katholischen Deutschen Bischofskonferenz zur Landwirtschaft sorgt für Empörung – unter anderem auch im eigenen Haus. Die Verantwortlichen reagieren.
Nachdem das hart umkämpfte Gesetz zur Wiederherstellung der Natur im Sommer nach langer Zitterpartie in Kraft treten konnte, liegt der Ball jetzt bei den Mitgliedstaaten: Sie müssen nationale Umsetzungspläne erstellen. In Deutschland hat die Arbeit dafür bereits begonnen – auch wenn noch viele Fragen offen sind.
Eine hochrangige internationale Kommission macht radikale Vorschläge für die effizientere Nutzung des Wassers weltweit. An vorderster Stelle stehen Maßnahmen in der Landwirtschaft. Bei allen Verdiensten der Grünen Revolution brauche es jetzt mehr regenerative Bewirtschaftung.
Europa muss sich anstrengen, um im globalen Hightech-Wettrennen mit USA und China nicht vollends abgehängt zu werden. Der Heitor-Bericht schlägt dafür eine Verdopplung des EU-Forschungsbudgets vor. Auch im Bundestag wurde das Thema diskutiert.
Experten haben im Rechtsausschuss des Bundestags Nachbesserungen am Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung gefordert. Zwar wurde eine Eins-zu-eins-Realisierung begrüßt, allerdings gab es auch konkrete Änderungswünsche. Eine Zusammenfassung.
Wie Deutschland bis 2045 klimaneutral werden kann und was das kostet, hat ein Forschungskonsortium für die Familie der Agora-Thinktanks ermittelt. Das Besondere: Auch für die Landwirtschaft wurde durchdacht, wie Klimaneutralität in 20 Jahren möglich wäre.
Dünger aus der Landwirtschaft setzt dem Wasser zu, der Klimawandel verstärkt sowohl Wasserknappheit als auch Überschwemmungen. Wie steht es um Europas Wasser und die Versorgungssicherheit?
Um Klimaneutralität zu erreichen, braucht es auch nicht nur den Umbau der Energieversorgung, sondern auch tiefgreifende Veränderungen im Ernährungssystem. Wissenschaftler des Club of Rome fordern einen Gleichklang aus sozialem Ausgleich, Ökologie und einer Abkehr von der Wachstumsorientierung.
Erneuerbare Energien bieten Chancen für Kommunen im ländlichen Raum. Denn sie erschließen neue Einnahmequellen. Das wurde am Montag bei einer Konferenz in Berlin deutlich. Es gibt aber auch Konflikte um zu enge Planungsvorgaben des Bundes oder steigende Pachtpreise durch Freiflächen-PV.
Jeder zehnte tot entdeckte Wolf ist in Deutschland laut Fachleuten illegal geschossen worden. Ein neues Bündnis in Brandenburg beklagt eine Verharmlosung der Wilderei und fordert spezielle Teams bei der Polizei.
In den Stellungnahmen zur Novelle des Tierschutzgesetzes zeigen sich die Knackpunkte des Entwurfs – sowohl bei den inhaltlichen Widersprüchen als auch in den unterschiedlichen Sichtweisen auf die neuen Bestimmungen. Am späten Nachmittag ist das heute im Bundestag live zu verfolgen.
Dass Wassermangel, aber auch durch Hochwasser weltweit zunehmen, warnt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen. Das Gutachten liefert auch Vorschläge, wie die nationale und internationale Wasserpolitik jetzt reagieren soll. Und auch die Landwirtschaft muss ran.
Die Staats- und Regierungschefs sollen auf der Weltbiodiversitätskonferenz COP16 handeln, um öffentliche und private Finanzflüsse auf das globale Naturabkommen auszurichten. Das fordern Finanzinstitute mit 22.100 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen. Sie setzen sich dafür ein, den dramatischen Verlust an Arten und Ökosystemen bis zum Jahr 2030 umzukehren.
194 Vorschläge zum Bürokratieabbau haben die Bundesländer im Februar gesammelt und dem Bundeslandwirtschaftsministerium übergeben. Manche Vorschläge wurden seitdem angepackt, manche verworfen. Denn unter dem Deckmantel des Bürokratieabbaus versuchten die Länder auch, ungeliebte politische Vorhaben abzubügeln.
Die EU setzt praktisch keine Grenzen, was die künftige Verwendung von Zertifikaten aus der CO2-Entnahme angeht. Forschende machen nun Vorschläge, auf welche Bereiche die Politik den Einsatz begrenzen sollte. Nicht einzahlen sollen die Zertifikate demnach auf die übergeordneten Klimaziele – zumindest nicht direkt.
Von Mangelernährung und Hunger sind Frauen und Mädchen unverhältnismäßig stark betroffen, stellt der Welthungerindex der Welthungerhilfe fest. Insgesamt betrachtet gibt es kaum noch Fortschritte.
Einfacher und attraktiver sollen die Ökoregelungen mit Änderungen werden, die das Kabinett am Mittwoch beschlossen hat. Auch die GLÖZ und die Konditionalität werden überarbeitet. Damit sind die rechtlichen Folgen der Bauernproteste abgearbeitet.
Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir hat Eckpunkte für die Ausweitung der fünfstufigen staatlichen Tierhaltungskennzeichnung auf Rindfleisch vorgelegt. Diese sorgen unter Tierschützern für Kritik. Über die Details aus dem Papier und die ersten kritischen Stimmen.
Von Wäldern bis zur Nutztierhaltung: Mehrheitlich negative Rekorde verzeichnet ein wissenschaftlicher Report zum Zustand unserer Lebensgrundlagen. Welchen Einfluss die Fleisch- und Milchindustrie darauf hat, steht in einem weiteren Bericht der Umweltschutzorganisation Greenpeace.
Die erste Bundeswaldinventur seit zehn Jahren zeigt, wie Dürre und Schädlinge den Wäldern zusetzen. Die Daten werden aber höchst unterschiedlich interpretiert. Auch die Schlussfolgerungen für die Novelle des Bundeswaldgesetzes klaffen auseinander.
Zwar läuft die ungarische Ratspräsidentschaft schon seit Juli, der Agrarminister des Landes besuchte wegen der Sommerpause aber erst jetzt den entsprechenden Ausschuss im EU-Parlament. István Nagy hatte wenig Neues im Gepäck, bezeichnend war der Austausch dennoch.
Wenn heute erstmals nach zwölf Jahren wieder eine große Bestandsaufnahme der deutschen Wälder erscheint, ist die wichtigste Zahl schon durchgesickert: Der deutsche Wald ist seit 2017 keine Senke für Kohlendioxid mehr. Das überrascht nicht, wird aber unterschiedliche Interpretationen hervorrufen.
Dürfen Lebensmittelhersteller pflanzliche Alternativprodukte als Wurst oder Burger bezeichnen? Über diese Streitfrage hat der EuGH am Freitag entschieden. Allerdings erlaubt das Urteil nach wie vor völlig unterschiedliche Regelungen in den Mitgliedstaaten. Die Klägerseite ist erfreut, Vertreter der Landwirtschaft fordern EU-weite Vorschriften.
Die ukrainischen Landwirte spielen nicht nur für die Ernährung der eigenen Bevölkerung eine entscheidende Rolle: Vor dem russischen Angriff zählte die Ukraine zu den fünf größten Getreideexporteuren weltweit. Mittlerweile sind 16 Millionen Hektar Ackerfläche von Munition übersät. Trotzdem versucht das Land, die Produktion aufrechtzuerhalten.
Die EU-Kommission hat am Mittwoch vorgeschlagen, die EU-Anti-Entwaldungsverordnung zu verschieben. Das könnte dazu verlocken, deren Regeln zu revidieren, befürchten Kritiker des möglichen Aufschubs. Denn Parlament und Rat müssen noch zustimmen – und könnten die Gelegenheit zu weiteren Änderungen nutzen.
Ein chinesisches Forscherteam hat ein tabakähnliches Nachtschattengewächs in einen „Bioreaktor“ verwandelt. Er ist in der Lage, Nährstoffe zu produzieren, die sonst nur in tierischen Lebensmitteln vorkommen. Künftig könnte die Methode bei essbaren Pflanzen Anwendung finden – und zu einer vollwertigen Ernährung ohne Fleisch beitragen.
Eine forcierte Digitalisierung der Landwirtschaft in Europa erhöht die Aussichten, die umweltpolitischen Ziele des Green Deal zu erreichen. Zu dieser Aussage gelangt eine Untersuchung des Brüsseler Thinktanks European Policy Centre, die am Dienstag in einer Diskussionsveranstaltung präsentiert wurde.
Weltweit können sich rund drei Milliarden Menschen keine gesunde Ernährung leisten. Das zeigt eine Studie von Misereor und der Universität Göttingen. Die beteiligten Fachleute fordern die Bundesregierung auf, sich stärker im Kampf gegen den Hunger zu engagieren.
Die nationalen Strategiepläne der Mitgliedstaaten im Rahmen der aktuellen Agrarförderperiode haben die Landwirtschaft nicht spürbar grüner gemacht. Die Umweltfreundlichkeit der Maßnahmen lässt sich außerdem schwer messen. Das ist die Quintessenz eines Sonderberichts, den der Europäische Rechnungshof am Montag veröffentlicht hat.
In Deutschland wird viel zur Biodiversität geforscht, aber ein Überblick fehlte. Nun zeigt die erste umfassende Analyse, dass Vielfalt in allen fünf Hauptlebensräumen bedroht ist. Besonders schlecht sieht es auf Weide- und Anbauflächen aus.
Für diese Legislatur ist eine Pestizidabgabe für deutsche Landwirte erst einmal vom Tisch – das kürzlich vom Bundeslandwirtschaftsminister vorgestellte Zukunftsprogramm Pflanzenschutz sieht sie nicht mehr vor. Klug umgesetzt hätte das Instrument aber großes Potenzial zur Einsparung von Pflanzenschutzmitteln.
Gemessen am Potenzial könnte Italien bei der Offshore-Windkraft zur Spitze gehören. Allerdings existiert bisher nur ein einziger Windpark vor einem Hafen in Apulien. Quer durch die Ministerien verlaufen die Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern des weiteren Ausbaus. Doch einzelne Projekte kommen voran.
Die Bundesländer haben am Freitag grünes Licht für das Agrarpaket der Bundesregierung gegeben. Zwei neue Ökoregelungen, die Wiederaufnahme der Tarifglättung und der Schutz von Landwirten in der Lieferkette sind darin enthalten. Auch versuchten die Länder noch Einfluss auf die Regeln zur Pauschalierung im Jahressteuergesetz zu nehmen.
Eine Weideprämie und ein Förderprogramm zur Verbesserung der Biodiversität stehen heute auf der Abstimmungsliste des Bundesrates. Zwar sind einige Länder verschnupft darüber, dass man sie im Vorfeld nicht einbezogen hat. Scheitern wird die Förderung von Grünland aber wohl nicht.
Den einen zu anspruchslos, den anderen zu ambitioniert – die erste Lesung des neuen Tierschutzgesetzes im Bundestag war kontrovers. Deutliche Warnungen kamen zum geplanten Ende der Anbindehaltung, Verwirrung gab es ums betäubungslose Kastrieren. Und eine Änderung will die FDP unbedingt noch durchsetzen.