Die Menschen essen hierzulande gesünder und umweltbewusster als zuvor – zumindest zu Hause. Das ist Fazit des neuen DGE-Ernährungsberichts. In der Außer-Haus-Versorgung und mit Blick auf soziale Ernährungsfaktoren besteht jedoch noch großes Nachholpotenzial. Bei alternativen Proteinquellen und hoch verarbeiteten Lebensmitteln braucht es zudem mehr Forschung.
Dank des Eilverfahrens im EU-Parlament hat die Forderung nach einer Null-Risiko-Kategorie für die EUDR es bereits in den Botschafterausschuss geschafft. Wie Deutschland sich dort positionieren wird, ist noch ungewiss. Ein potenzielles Schlupfloch für Staaten mit zweifelhafter Waldschutzbilanz könnte dabei aber eine Rolle spielen.
Die bei der UN-Klimakonferenz in Baku gestartete Harmonyia-Initiative ist ein Metavorhaben, um Agrarinitiativen zu vereinen und Investitionen zu fördern. Kritiker fordern jedoch konkrete Emissionssenkungen. Dänemark setzt bereits auf CO2-Abgaben in der Landwirtschaft.
Martin Frick vom UN-Welternährungsprogramm fordert mehr Klimahilfen für Kleinbauern. Ein Bericht zeigt: Diese haben kaum Zugang zu internationalen Klimafonds. Landwirte kämpfen weltweit zunehmend ums Überleben. Anpassungen sind möglich, brauchen aber Unterstützung.
Die Verhandlungen in Aserbaidschan sind weitgehend festgefahren. Nun präsentiert der COP29-Präsident einen groben Fahrplan für die kommenden Tage. Zum Finanzziel haben einige Industrieländer offenbar neue Zahlen ins Gespräch gebracht.
Ein EU-Projekt zur nachhaltigen Gestaltung des globalen Agrarhandels endet heute mit der Vorstellung eines Berichts. In moderierten Dialogen haben die internationalen Projektteilnehmer Kompromisse gefunden. Die Strategien und Maßnahmen sollen Entscheidungsträgern in Politik und Unternehmen als Leitfaden dienen – und lassen kaum ein Themenfeld aus.
Viele Initiativen zu Landwirtschaft und Klimaschutz, aber wenig Verbindliches in den Verhandlungen bringt die UN-Klimakonferenz in Baku. Ein Thementag „Agrar und Ernährung“ will Stränge zusammenführen. Methanemissionen bleiben ein strittiges Thema.
Dänemark, speziell die Stadt Kopenhagen, zeigt, wie es möglich ist, die Versorgung in öffentlichen Küchen gesünder, leckerer und nachhaltiger zu machen. Auch in Deutschland wurden erste Ansätze aus Dänemark übernommen. Ein Bericht.
Das Europaparlament hat den Weg freigemacht, um das Anti-Entwaldungsgesetz der EU doch noch aufzuschnüren. Deutschland und andere Staaten sollen von einer „Null-Risiko“-Kategorie profitieren. Um diese festzuzurren, fehlt aber noch das OK aus dem Rat. Dabei könnte nicht nur der enge Zeitplan problematisch werden.
Eine neue Studie zeigt: Emissionsgutschriften schützen das Klima meist viel weniger als angegeben, manchmal überhaupt nicht. Gerade Projekte zum Erhalt von Wäldern schaffen mehr Zertifikate als gerechtfertigt wäre. Die Erkenntnisse geben einen Vorgeschmack auf mögliche Probleme mit dem neuen internationalen Kohlenstoffmarkt.
Deutschland hat zu wenig für den Erhalt artenreicher Mähwiesen getan und dadurch das Verschlechterungsverbot der FFH-Richtlinie nicht eingehalten. Zu diesem Schluss kamen die EuGH-Richter am Donnerstag. Nun muss nachgebessert werden. Politisch ist dabei auf alle Ursachen des Mähwiesenschwunds zu reagieren, sagen Umweltverbände.
Eine Reihe von Pflanzenschutzmitteln, die als hochgefährlich eingestuft werden, exportiert die EU nach wie vor in Drittstaaten. In einer Öffentlichen Anhörung im Bundestag diskutierten Experten darüber, ob den Importländern mit einem Ausfuhrverbot geholfen wäre – und bei wem die Verantwortlichkeit für die Risiken liegt.
Heute entscheidet sich, ob das EU-Gesetz für entwaldungsfreie Lieferketten noch einmal aufgeschnürt werden könnte: Entsprechende Änderungsanträge liegen auf dem Tisch. Hüter und Reformer des längst verabschiedeten Gesetzes versuchen im Endspurt noch letzte Unentschiedene zu mobilisieren.
Bei einem Gipfel während der UN-Klimakonferenz verhielt sich die EU auffällig schweigsam zu den Methanemissionen der Landwirtschaft. Der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung kündigte immerhin 900 Millionen Dollar Hilfen für die Minderung des Klimagases an. Aber auch Lachgas bleibt ein großes Problem.
Die EU-REACH-Verordnung und die CLP-Verordung regulieren Chemikalien und sollen zu mehr Umweltschutz und Verbrauchersicherheit führen. Mehrere Bundesländer aber fordern nun Reformen: Man solle trotz anderer Pläne bei der bisherigen Risikobewertung bleiben und Verbote mit anderen Interessen abwägen, heißt es in zwei Beschlussvorschlägen.
Eine neue Richtlinie erleichtert künftig das Bauen von höheren Gebäuden mit Holz. Bayern und NRW haben das innerhalb der Bauministerkonferenz abgestimmt. Die Initiative wird von der deutschen Holzwirtschaft begrüßt. Bei der Kreislaufwirtschaft im Holzsektor gibt es aus Sicht von Experten aber noch Entwicklungspotential.
Lebendtiertransporte in Drittstaaten bedeuten oftmals viel Tierleid. Das BMEL fordert Reformen in der EU. Dort steckt die Tiertransportverordnung seit Monaten fest. Ein von NGOs, Juristen und der Bundestierschutzbeauftragten geforderter nationaler Alleingang stößt bei Cem Özdemir auf taube Ohren.
Das BMEL hat die Waldschutznovelle am Montag offiziell abmoderiert. Während einige das als letzten Sargnagel des Vorhabens feiern, sehen andere den Schritt eher als Unterbrechung. Diese sei schmerzlich, doch auch die neue Regierung werde nicht um eine Modernisierung des Gesetzes herumkommen.
An der Umsetzung von Artikel 148 der GMO hat das BMEL intensiv gearbeitet. Ziel war, die Verhandlungsposition der Milchbäuer:innen zu verbessern. Futter für eine mögliche Ausgestaltung des Paragrafen bietet eine neue Studie. Sie zeigt eine marktwirtschaftliche Lösung auf, die auch einer neuen, konservativen Bundesregierung gefallen könnte.
Agrarminister Cem Özdemir hielt sich während der Eskalation des Ampel-Zerwürfnisses in Sambia auf. Ein Bericht über die agrarpolitischen Ziele, die Özdemir in Afrika bis zu seiner Abreise verfolgte und eine Rekonstruktion, wie er nach dem Bruch der Koalition weit weg von Berlin zum Doppelressortchef auf Zeit wurde.
Der Handel mit CO2-Zertifikaten aus freiwilligen Klimaprojekten kann ein wichtiger Baustein für mehr Klimaschutz sein. Dafür aber braucht es strenge Regeln, sonst ist Greenwashing die Folge. Ein entsprechender Artikel des Paris-Abkommens ist deshalb immer noch nicht mit Leben gefüllt. Bei der Klimakonferenz in Baku aber soll es vorangehen.
Nach langer Ankündigung macht die EVP Ernst: Am Donnerstag bringt sie umfassende inhaltliche Änderungsanträge zur EUDR im EU-Parlament zur Abstimmung. Ob diese Segen oder Verderben für den Kern der Verordnung bedeuten könnten, kommt ganz auf die Perspektive an. Über die Details zu den Anträgen, die jüngsten Reaktionen und die BMEL-Position.
Ein neuer Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen macht erneut klar: Wir brauchen eine Transformation – alles andere wird teuer. Ungesundes Essen führt etwa schon heute zu mehr als 70 Prozent aller versteckten Kosten des weltweiten Agrar- und Ernährungssystems.
Das Aus für die Ampel bedeutet auch eine Vollbremsung für zahlreiche geplante Gesetze. Ein Überblick dazu, welche Initiativen aus dem Agrar- und Ernährungsbereich nun vorerst liegen bleiben dürften. Oder ganz begraben werden.
Die Berufung zum Doppelminister erreichte Cem Özdemir auf seiner Afrikareise: Bis zu den Neuwahlen soll er auch das Forschungsministerium übernehmen. Dabei übte der Agrarminister auch Selbstkritik am Erscheinungsbild der Ampel-Koalition. Ein Regierungsmitglied aber habe Eigeninteressen über die des Landes gestellt.
Die geplante Verlängerung der EUDR-Umsetzungsfrist um ein Jahr gilt als Kompromiss. Jetzt grätschen die Konservativen offenbar mit Revisionen in das Eilverfahren des Parlaments hinein, die deutlich weiter gehen.
The Donald ist zurück und mit ihm so manches Risiko, das Europa lieber an sich vorbeiziehen gesehen hätte. Was eine zweite Amtszeit des Republikaners Donald Trump für die Landwirtschaft in der EU bedeuten könnte.
Der Agrarausschuss des Bundestages hat am Mittwoch die Planung eines weiteren Fachgesprächs zu den Empfehlungen des Bürgerrats Ernährung abgelehnt. Linken-Politikerin Ina Latendorf bezeichnete das als empörend. Doch SPD-Politikerin Susanne Mittag nennt gute Gründe für die Entscheidung. Wie es mit den Vorschlägen der Bürgerinnen und Bürger weitergeht.
Die Staats- und Regierungschefs versagten dabei, Anreize und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die globalen Finanzflüsse zum Erhalt des biologischen Reichtums beitragen. Jetzt seien die Realwirtschaft und Finanzinstitute am Zug, sagten Fachleute Tagesspiegel Background.
Während in Berlin darum gerungen wird, ob und wie es mit der Ampel-Koalition weitergeht, setzt Bundesagrarminister Cem Özdemir agrar- und ernährungspolitische Impulse im mehrere tausend Kilometer entfernten Äthiopien. Eine Bilanz der ersten zwei Tage der Afrika-Reise.
Zur Eröffnung der diesjährigen Innovationstage des Bundeslandwirtschaftsministeriums stand am Montag das Grünland im Mittelpunkt. Praxis, Wissenschaft und Politik sind sich einig: Die Grünlandnutzung braucht eine Perspektive, damit die vielen Vorteile der Flächen zum Tragen kommen.
Während die Agrarbranche vor einer Ratifizierung des Mercosur-Abkommens warnt, entgegnet der EU-Handelskommissar-Anwärter Maroš Šefčovič bei seiner Anhörung: Das Freihandelsabkommen bringt der EU vor allem Vorteile. Fraglich ist, ob er damit Mercosur-Kritiker umstimmt. Von sich als Kommissar hat er in seinem Hearing jedenfalls überzeugt.
Christophe Hansen sprach am Montag als einer der ersten Kommissaranwärter im EU-Parlament vor – und bestand dort. Trotz harmonischer Atmosphäre ging es um teils knifflige Punkte: einen Leak zum möglichen Ende der GAP, die Bedeutung eines Ukraine-Beitritts, Hansens Blick auf ein Agrar-ETS und seine Verwandtschaft mit Luxemburgs Landwirtschaftsministerin.
Der Swing State North Carolina ist bekannt für Tabak, Süßkartoffeln und die Spaltung zwischen Stadt und Land. Auf einem Volksfest kommen Harris-Unterstützer, Trump-Fans und Unentschlossene zusammen.
Die Reform des Bundeswaldgesetzes ist ein Schrittchen weiter: Am Freitag hat das BMEL die Länder- und Verbändeanhörung eingeleitet. Das vorgelegte Papier ist nahezu identisch mit dem jüngsten Leak aus dem Sommer. Während sich die Befürchtungen der Umweltverbände damit erhärten, fokussiert die Kritik der Waldeigentümer inzwischen primär auf den Ablauf.
Die COP16 in Kolumbien hat nicht den erhofften Durchbruch für die Finanzierung des weltweiten Artenschutzes gebracht. Die Verhandlungen scheiterten an Streitigkeiten zwischen reichen und ärmeren Staaten. Gelder aus der Wirtschaft könnten helfen, das Finanzloch zu stopfen.
Ackerbauern, die Biopolymere mit in den Spritztank geben, können bis zu 50 Prozent an Pflanzenschutzmitteln einsparen. Obwohl das Produkt schon einige Jahre am Markt ist, gestaltet sich das Verständnis für seine Wirkungsweise in den Behörden immer noch schwierig. Geschäftsführer Bernhard Sack erklärt im Interview, wo es hakt und wo die Potenziale liegen.
Ein geringer Verzehr von Zucker in den ersten 1000 Lebenstagen hat einen langfristig positiven Einfluss auf die menschliche Gesundheit. Zu dieser Feststellung kommt eine Studie, die sich auf historische Daten zur Zuckerrationierung in Großbritannien nach dem Zweiten Weltkrieg stützt. Fachleute finden die Ergebnisse beeindruckend, aber nicht überraschend.
In North Carolina wird es im diesjährigen US-Wahlkampf besonders eng für die Demokraten. Doch nicht nur Kamala Harris kämpft hier im Endspurt gegen einen republikanischen Konkurrenten jenseits der 70. Auf dem Wahlzettel wird auch Sarah Taber stehen, die es mit dem amtierenden Agrarkommissar aufnimmt – einem der beliebtesten Politiker des Staates.
Für die Umsetzung von Maßnahmen aus dem Zukunftsprogramm Pflanzenschutz stellt das BMEL weiter keine Zeitpläne für verbindliche Regelungen in Aussicht. Entsprechende Ankündigungen gehen aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der Union nicht hervor. So ist die für 2024 geplante Überarbeitung der guten fachlichen Praxis offenbar noch nicht gestartet.
Bei kaum einem Regulierungsthema wurde in diesem Jahr mehr gefeilscht, gejubelt und gejammert wie bei den Lieferkettenregelungen – sei es in Deutschland oder auf EU-Ebene. Vorwürfe gegen die drei großen deutschen Fleischverarbeiter Tönnies, Westfleisch und Rothkötter legen offen, wo es knifflig wird.
Gegen einen Schlachthof in Niedersachsen erhebt eine Tierrechtsorganisation schwere Vorwürfe. Das Veterinäramt reagiert mit einer Strafanzeige. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium fordert unterdessen eine Videoüberwachung für größere und kleinere Betriebe.
Brache, ungenutzte Flächen sind wichtig für die Erhaltung der Biodiversität. Mit der Aufweichung des Standards für Flächenstilllegungen GLÖZ 8 müssen landwirtschaftliche Betriebe Brachen nicht mehr zur Verfügung stellen. Das Thünen-Institut hat im Auftrag des Bundesumweltamtes die Folgen für die Biodiversität beschrieben.
Einst galt das US-Städtchen Asheville in North Carolina als Schutzzone, ein Refugium in den Appalachen vor Klimachaos und den republikanischen Hochburgen des ländlich geprägten Umlands. Dann brachte Tropensturm „Helene“ die landesweit schwerste Verwüstung seit Hurrikan „Katrina“. Es folgte der Wahlkampftross von Donald Trump.
Waldbrände tragen inzwischen deutlich zu den Emissionen von Kohlendioxid bei, ein sich selbst verstärkender Kreislauf im globalen Klimawandel. Das ist eins der Ergebnisse im Klima-Bulletin der Weltwetterorganisation vom Montag. Die Klimarahmenkonvention hat aufgelistet, wo Staaten Emissionen sparen wollen. Auch die Landwirtschaft gehört dazu.
Der „anatolische Schwabe“ will zurück ins Ländle: Lange wurde darüber spekuliert, nun hat der Grünen-Politiker Özdemir seinen Hut in den Ring geworfen. Falls er Ministerpräsident in Baden-Württemberg werden sollte, wäre er der erste Landesvater mit türkischen Wurzeln.
Die Vogelgrippe breitet sich in US-Milchviehbetrieben weiter aus. Der dortige Umgang mit dem Ausbruch sorgt für Kritik. In Deutschland wäre das so nicht denkbar, sagt der Vizepräsident des Friedrich-Loeffler-Instituts.
Mit dem Entwurf einer Strategie, aber ohne ein konkretes Naturflächengesetz, ist die Umweltministerin zur Weltnaturkonferenz gereist. Die Ampel wird sich nicht einig, inwieweit Eingriffe in die Natur finanziell oder real kompensiert werden müssen. Der BUND hat die erste Verfassungsklage eingereicht.
Weißer Rauch aus Brüssel: Mit einem Aufschub um zwölf Monate will die EU-Kommission den Konflikt um die Entwaldungsverordnung nun schnellstmöglich befrieden. Ein Drahtseilakt, der jedoch kaum beschwichtigen dürfte, wie ein Streitgespräch zwischen WWF und AGDW zeigt.
Wer gedacht hat, der mögliche Aufschub der Umsetzungsfrist würde den verbleibenden nationalen Gesetzgebungsprozess zur EU-Entwaldungsverordnung verlangsamen, lag falsch: Seit gestern sammelt das BMEL Stakeholder-Feedback dazu, wie es Kontrollen und Sanktionen rund um das Waldschutzgesetz gestalten möchte. Der Entwurf liegt Tagesspiegel Background vor.
Auch niedrige Dosen von Pestiziden können negative Auswirkungen auf Insekten haben, selbst wenn diese nicht das Ziel der Wirkstoffe sind. Das hat eine Studie mit mehr als 1000 getesteten Substanzen ergeben. Forschende loben, die Studie sei ein wichtiger Beitrag, um die Ursachen des Insektenrückgangs ermitteln.
Ob Wettbewerbsfähigkeit, Tierhaltung oder nachhaltige Lebensmittelsysteme: Der designierte Agrarkommissar Christophe Hansen hat skizziert, welche Vision er für die EU-Agrar- und Ernährungspolitik vorantreiben will. Kein Zufall ist, dass sich seine Schwerpunkte in Teilen mit dem Bericht des Strategiedialogs zur Zukunft der EU-Landwirtschaft decken.
In Deutschland läuft die Wiederherstellung intakter Moore vergleichsweise schleppend. Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick nach Schottland. Dort werden Moore immer schneller renaturiert. Unter anderem, weil Landbesitzende verschiedene Finanzierungsmaßnahmen kombinieren können.
Zu Klimaklagen kommt es häufiger. Nun legt ein deutscher Umweltverband erstmals auch Verfassungsbeschwerde ein, um die Bundesregierung zu wirksameren Maßnahmen gegen das Artensterben zu verpflichten.
Bei ihrer Jahrestagung hat die Weltbank am Mittwoch einen Strategiewechsel in der Agrarförderung angekündigt. Mit einem sogenannten Ökosystemansatz soll eine Verdopplung der Mittel bis 2030 verbunden sein. Kleinbauern werden im Mittelpunkt stehen, versprach Weltbankchef Ajay Banga.
Beim EU-Agrarrat in Luxemburg haben sich die Ressortchefs auf eine gemeinsame Position der Mitgliedstaaten für die GAP nach 2027 geeinigt. Die künftige Kommission soll die Schlussfolgerungen bei der Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik berücksichtigen. Außerdem einigten sich die Ministerinnen und Minister auf Fangquoten für die Fischerei im Jahr 2025.
Ein umfassender wissenschaftlicher Blick auf den Zustand der europäischen Böden zeigt, wie schlecht es um das Ökosystem bestellt ist. Das könnte neuen Schub in die Verhandlungen um das erste europäische Bodengesetz bringen.
Von der gestern gestarteten Weltnaturkonferenz und der Weltklimakonferenz im November verlangen kapitalstarke globale Investoren ehrgeizigere Ziele und stärkeres Durchgreifen, um die Erderhitzung zu begrenzen und den Biodiversitätsverlust umzukehren. Der Europäische Rat setzt in seinen Verhandlungsmandaten ebenfalls auf anspruchsvolle Ergebnisse.
Im EU-Agrarrat haben Spanien und Frankreich einen neuen Punkt auf die Tagesordnung gesetzt. Sie wollen Bemühungen zur Vorbeugung von Tierseuchen koordinieren. Denn die Gesundheitssituation ist angespannt: Die Blauzungenkrankheit grassiert immer noch in mehreren Ländern.
Grünland steht bei der Förderung trotz seines hohen Werts für Klima-, Umwelt- und Biodiversitätsschutz meist im Schatten von Ackerland. Aktuell profitieren vor allem extensiv wirtschaftende Grünlandbetriebe. Die Bundesregierung justiert derzeit nach, doch die Grünlandbauern fordern mehr.
Mehr als zwei Drittel der Unternehmen im Sektor Landwirtschaft und Ernährung waren in den vergangenen Jahren Opfer von Hackerangriffen, heißt es in einer neuen Analyse für den Bundestag. Dieser berät aktuell über die Umsetzung der EU-Richtlinie für Einrichtungen der kritischen Infrastruktur.
Gülle ist wertvoller Dünger, verursacht aber auch Umweltschäden. Einerseits möchte die EU das Problem lösen – doch andererseits finanziert sie es weiterhin. Die nationalen Regierungen schrecken vor strengeren Regulierungen zurück.
Ein Expertenpapier der katholischen Deutschen Bischofskonferenz zur Landwirtschaft sorgt für Empörung – unter anderem auch im eigenen Haus. Die Verantwortlichen reagieren.
Nachdem das hart umkämpfte Gesetz zur Wiederherstellung der Natur im Sommer nach langer Zitterpartie in Kraft treten konnte, liegt der Ball jetzt bei den Mitgliedstaaten: Sie müssen nationale Umsetzungspläne erstellen. In Deutschland hat die Arbeit dafür bereits begonnen – auch wenn noch viele Fragen offen sind.
Eine hochrangige internationale Kommission macht radikale Vorschläge für die effizientere Nutzung des Wassers weltweit. An vorderster Stelle stehen Maßnahmen in der Landwirtschaft. Bei allen Verdiensten der Grünen Revolution brauche es jetzt mehr regenerative Bewirtschaftung.