Speicher sollen ab 2029 vor allem durch dynamische Netzentgelte netzdienlicher arbeiten – so plant es die Bundesnetzagentur. Die Übertragungsnetzbetreiber sehen aber schon jetzt Handlungsbedarf. Künftig wollen die vier Unternehmen stärker bei Redispatch durchgreifen. Eine neue Studie warnt vor einem Flickenteppich aus nicht aufeinander abgestimmten Vorgaben.
Ministerpräsidentin Rehlinger wollte die Vergaberechts-Novelle in letzter Sekunde anhalten, um Leitmärkte für emissionsärmere Grundstoffe zu etablieren. Unterstützung erhält die SPD-Vizechefin von Umweltminister Schneider.
Bislang haben ausländische Klimaschutz-Zertifikate keine Rolle gespielt bei der Begleichung der EU-Klimazölle. Kompensationen im Produktionsland machen keinen Unterschied bei der Höhe der Abgabe, nur die nationale CO2-Bepreisung im engeren Sinne zählt. Das will der EU-Rat ändern – und geht damit auf Konfrontationskurs zum EU-Parlament.
Der Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz schafft Klarheit bei der sogenannten Biotreppe. Den Biomethan-UnternehmerJörg Selbach-Röntgen, freut das. Im Interview kritisiert der Chef von Biogeen aber die fehlende Synchronisierung von GModG und Energiewirtschaftsgesetz-Novelle.
Die Bundesregierung verspricht Klimaschutz mit sozialer Absicherung – doch ihre Politik bleibt Stückwerk. Zwar wertet Umweltminister Carsten Schneider die soziale Dimension im eigenen Haus sichtbar auf, doch er hat bisher nur wenige Maßnahmen geliefert. Wie belastbar ist das Projekt „sozialer Klimaschutz“?
Der Iran-Krieg belegt, wie fragil der Weltmarkt für Öl und Ölprodukte ist. Die Raffinerien sollen in Zeiten zunehmender Risiken Deutschlands Importabhängigkeit mindern und die Versorgung von Verkehr und Industrie gewährleisten. Das wird schwierig, wie die Debatte auf einer Konferenz ihres Verbandes zeigt.
Die Arabischen Emirate können und wollen, durften aber nicht mehr Öl produzieren. Erst ihr Opec-Ausstieg machts möglich. Es könnte der Anfang vom Ende des Kartells sein. Sicher scheint, dass die Unsicherheit steigt.
In der Bioenergiebranche wächst der Widerstand gegen die Kaskadenpflicht, wie sie im Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes für die Nutzung von Holz vorgesehen ist. Verbände sehen eine Überinterpretation der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU.
Unklare Kosten, Bevorzugung von Gaskraftwerken, Gefahr von zu viel Marktmacht: An den Plänen der Bundesregierung für den staatlichen Versorgungssicherheitsmechanismus gibt es viele Änderungswünsche. Tagesspiegel Background hat die Stellungnahmen ausgewertet.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat das Gebäudemodernisierungsgesetz in die Ressortabstimmung und die Verbändeanhörung gegeben. Die Regierung konkretisiert darin die Stufen der Bio-Treppe und will das Betriebsverbot für fossil betriebene Heizkessel ab 2045 kippen.
Noch in diesem Jahr will die EU-Kommission einen neuen Rahmen für die erneuerbaren Energien abstecken und damit das EU-Klimaziel 2040 flankieren. Der BDEW wünscht sich ein übergeordnetes Ziel, die Schwerindustrie lockerere Produktionsvorgaben für grünen Wasserstoff. Klimaschützende plädieren dagegen für eine schnellere Elektrifizierung.
Energieunternehmen erfüllen ihre Verpflichtungen aus der EU-Methanverordnung nur leidlich oder gar nicht, beklagt die Deutsche Umwelthilfe. Einige Anlagenbetreiber widersprechen. Fehlende Zuständigkeiten in Bundesländern steigern die Intransparenz.
Die Geräte gelten als Einfallstor für Cyberangriffe auf das europäische Stromnetz: Nun hat die EU-Kommission den Förderstopp für Energieprojekte mit Wechselrichtern aus China dargelegt. Ersetzen sollen die Lieferungen zum Beispiel Hersteller aus Europa, Südkorea und Japan.
Die Trump-Regierung blockiert mit neuen bürokratischen Genehmigungsverfahren den Bau von Wind- und Solaranlagen, obwohl die Nachfrage nach grüner Energie in den USA steigt. Doch auch die veraltete Netzinfrastruktur im Land verlangsamt den Ausbau.
Energiesektor, Staat und Rüstungsbranche müssen über Schutz vor Sabotage und Spionage reden, das zeigte sich auf der Nationalen Maritimen Konferenz. Kompliziert wird es bei der Offshore-Windenergie: Hier überschneiden sich die Interessen, Zuständigkeiten und Kostenlasten.
Der Widerstand der stromintensiven Unternehmen gegen die geplante Reform der Industrienetzentgelte wird langsam geringer. Mit ihrem neuen Vorschlag bewegt sich die Behörde auf die Branche zu – das ist auch den Workshopteilnehmern in Bonn nicht entgangen. Alle Gräben sind aber noch lange nicht überwunden.
In ihrer Energiewende-Allianz mit mehr als 50 Staaten wollen Kolumbien und die Niederlande drei Schwerpunkte legen. Bis zur nächsten Konferenz in Tuvalu sollen Teilnehmer nationale Fahrpläne zur Abkehr von fossilen Brennstoffen skizzieren, Finanzfragen klären und Handelskoalitionen schmieden.
Es kommt Bewegung in die Wärmewende: Die Koalition hat am Donnerstag eine Einigung beim Streit um den Mieterschutz im Gebäudemodernisierungsgesetz verkündet. Die Koalition zeigt sich zufrieden, doch sowohl Eigentümer- als auch Sozialverbände kritisieren die Einigung scharf.
Bis zu 70 Prozent der Mehrkosten für Kraftstoffe dürfen EU-Staaten den Unternehmen mithilfe von Subventionen abnehmen, hat die EU-Kommission entschieden. Für Erdgas-Subventionen in der Stromerzeugung soll ein strenges Regime greifen. Die deutsche Stahl- und Chemiebranche begrüßt die mögliche Kombination von Milliardenhilfen.
Braucht es die mehr als 800 Verteilnetzbetreiber noch? Kritiker halten die Kleinstaaterei für ineffizient und fordern eine Konsolidierung. Dagegen setzen die kommunalen Betreiber auf Kooperationen.
In den Eckpunkten zum Gebäudemodernisierungsgesetz finden sich wichtige Forderungen des Fernwärme- und Energieeffizienzverbands AGFW wieder. Jetzt hat der Verband mit Frank Mattat einen neuen Geschäftsführer. Im ersten Interview im neuen Amt blickt er auf die trotzdem vorhandenen Probleme mit dem Gesetz und mit der Förderung.
Die Bundesregierung plant in den kommenden Jahren, mehr Geld für Infrastruktur auszugeben. Auch die Programmausgaben im Klimafonds KTF sollen 2027 zwar durch die neuen Strompreisentlastungen und den Mehrbedarf durch das Klimaschutzprogramm steigen. Zugleich sollen die Ministerien aber drei Milliarden Euro im Klimafonds einsparen.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Verbändeanhörung zum Stromversorgungssicherheitsgesetz gestartet. Dabei gab es noch einige Änderungen zur ersten Version des Gesetzes. Über diese dürften sich etwa Stadtwerke freuen.
Die Bundesregierung hat den Kabinettstermin für das Gebäudemodernisierungsgesetz erneut verschoben und wird die Frist zur Umsetzung der Europäischen Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie reißen. Doch es gibt Bewegung bei Wärmethemen: Ein Referentenentwurf zum Wärmeplanungsgesetz verspricht Entlastung für kleine Kommunen.
Zwölf Gigawatt zusätzliche Windkraft hat die Bundesregierung beschlossen. Im EEG-Entwurf von Ministerin Reiche ist die Vorgabe aber nicht enthalten. Das BMWE spielt auf Zeit, während die Wirtschaft und die Länder drängeln.
Die Bundesregierung setzt in den ersten Ausschreibungen für die Versorgungssicherheit mit Strom vor allem auf Erdgas. Dass die Auktionen dazu genutzt werden sollten, die Marktmacht von Energiekonzernen zu verringern, forderte bereits das Bundeskartellamt. Ob auch mittlere Stadtwerke zum Zuge kommen, hängt davon ab, wie es mit den Gasmotoren weitergeht.
Die Sicherung von kritischen Rohstoffen wird für die EU immer dringender. Doch der Aufbau von Bergwerken und Raffinerien ist langwierig. NGOs und der EU-Rechnungshof fordern daher die Stärkung der Kreislaufwirtschaft. Die EU überarbeitet nun die Rohstoffverordnung. Für Recycler geht dies nicht weit genug.
Trotz der aktuellen Energiepreiskrise wirbt der CDU-Politiker Ralph Brinkhaus für das Festhalten an Klimazielen und dem Emissionshandel. Für die Entlastung von Haushalten wäre aus seiner Sicht ein Direktauszahlungsmechanismus sinnvoll statt Hilfen mit der Gießkanne, sagte Brinkhaus im Interview mit Tagesspiegel Background.
Die EU hat über ihre Antworten auf die Energiekrise beraten. Politische Einigungen sollen im Laufe des Jahres oder 2027 folgen. In Kolumbien beginnt die erste globale Konferenz zur Abkehr von Kohle, Öl und Gas.
Die SPD lehnt den geplanten Redispatch-Vorbehalt als „Killer“ des Erneuerbaren-Ausbaus ab. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche bekräftigt ihre Absicht, mit dieser und anderen Maßnahmen Systemkosten zu senken. Neue Gaskraftwerke sollen vor allem im Süden und Westen gebaut werden.
Deutsche Flugtaxibauer wie Volocopter und Lilium sind gescheitert. Das Start-up H2Fly aus Stuttgart dagegen konzentriert sich auf Brennstoffzellen für die Luftfahrt, die derzeit um ihren Kerosin-Nachschub bangt. Die Entwickler setzen auf lokal produzierten Wasserstoff aus Grünstrom, der sonst abgeregelt würde.
Die Bundesnetzagentur will die Stärken der bisherigen Vorschläge zur Reform der Industrienetzentgelte in einem neuen Modell vereinen. Nur bei Engpässen oder Systembelastung würden die Unternehmen auf die Signale der Netzbetreiber reagieren müssen. Entlastungen durch die Reform der Netzentgeltwälzung sollen dabei in die Bestimmung der Rabatthöhe einfließen.
Knapp 18 Gigawatt an bereits bezuschlagter Offshore-Windkraft könnten wegen geänderter Marktbedingungen nie gebaut werden. Die Politik steckt im Dilemma: Soll sie Großunternehmen entgegenkommen oder ein Zubaudefizit riskieren? Ein Papier des Thinktanks Epico macht Vorschläge.
Der Bundestagsbeschluss zur Vergabebeschleunigung beendet den Streit um die Nachhaltigkeitsanforderungen nicht, sondern heizt ihn an. Bis Mitte nächsten Jahres werden sich die EU und Deutschland entscheiden. Die Kommunalwirtschaft warnt vor Wettbewerbsnachteilen, Umweltschützer pochen auf das Klimaschutzgesetz.
Europa bangt um fossile Brennstoffe aus dem Nahen Osten und um kritische Rohstoffe aus China. Druck rausnehmen könnte eine engere Partnerschaft mit ASEAN-Staaten wie Indonesien oder Vietnam. Doch vor dem EU-ASEAN-Ministertreffen Ende April gilt die EU in der Region Fachleuten zufolge oft als zu langsam, zu technokratisch und zu wenig sichtbar.
Einige wichtige Energiegesetze sind nun in der Ressortabstimmung – beim GMG herrscht hingegen weiterhin Stillstand. Der Kabinettstermin in der kommenden Woche wird damit unwahrscheinlicher. Vollständige Klarheit wird der Entwurf ohnehin nicht bringen: Eckpunkte zur Grüngasquote kommen erst im Sommer.
Bundeskanzler Friedrich Merz sagte beim Petersberger Klimadialog einen „fairen Anteil“ Deutschlands zum internationalen Klimaschutz zu. Gelingen soll dies mit einer innovativen Industrie, weniger Abhängigkeit von fossilen Importen und öffentlicher Klimafinanzierung. Umweltschützende aber vermissen konkrete Maßnahmen.
Aus der Bau- und Kabelindustrie kommt scharfe Kritik an der geplanten Abkehr von Erdkabeln. Die Unternehmen sehen getätigte Investitionen in Gefahr. Die vier Übertragungsnetzbetreiber finden bei dem Thema derweil keine gemeinsame Linie.
Details im neuen EEG-Entwurf zeigen, wie das BMWE Smart Meter und Batterien einsetzen will, um bei neuen Dach-PV-Anlagen die Einspeisevergütung durch Direktvermarktung und Eigenverbrauch zu ersetzen. Es gibt deutliche Kritik am EEG- und am Netzpaket-Entwurf – auch vom Koalitionspartner SPD.
Mit einem Mix aus kurzfristigen Entlastungen und strukturellen Reformen reagiert die EU-Kommission auf steigende Energiepreise. Ziel ist es, Versorgungssicherheit zu stärken und die Abhängigkeit von fossilen Importen durch Elektrifizierung und erneuerbare Energien zu verringern.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Gesetzentwurf für einen ersten Kapazitätsmarkt in die Abstimmung mit den anderen Ministerien gegeben. Im laufenden Jahr sind zwei Kraftwerkausschreibungen vorgesehen. Bei der Finanzierung lässt der Entwurf entscheidende Leerstellen.
Die Bundesregierung bekommt bis Mitte nächsten Jahres Zeit, Klima-Anforderungen an die öffentliche Beschaffung zu verordnen. Sie soll die EU-Weichenstellungen abwarten. Der Wirtschaft dauert das zu lange, sie fordert Eckpunkte bis zur Sommerpause.
Beim grenzübergreifenden Stromhandel erzielen die Übertragungsnetzbetreiber Milliarden an Engpass-Erlösen. Einen Teil davon sollen sie nach Plänen der Kommission für neue Interkonnektoren zur Seite legen. Die Mitgliedstaaten bringen nun den 1. Januar 2027 als Starttermin ins Spiel – und wollen den Einsatz eng mitgestalten, zeigt ein internes EU-Dokument.
Das Gesetz zur Weiterentwicklung der THG-Quote befindet sich auf der Zielgeraden. Union und SPD haben laut Änderungsantrag die E-Fuel-Quote angehoben und strombasierte Optionen etwas gestärkt. Das Gesetz soll in dieser Woche im Bundestag beschlossen werden. Die Grünen sind unzufrieden und machen eigene Vorschläge.
Zwei neue Analysen zeigen, dass der Ausbau von erneuerbarer Energie weltweit vorangeht. Der global aus Sonnenenergie erzeugte Strom könnte etwa bereits den gesamten Bedarf der EU decken. China und Indien sind Treiber des Wandels.
Deutschland und andere Nato-Staaten versuchen, mit technologischen Innovationen Russlands Vorsprung beim „Seabed Warfare“ auszugleichen. Vor Warnemünde erproben sie, wie Drohnen, Sensoren und Software helfen können, Kabel, Pipelines und Umspannplattformen zu schützen.
Die EU will ölverarbeitende Betriebe angesichts der drohenden Kerosinmangellage veranlassen, mehr zu produzieren. Die Vorgaben dürften aber ins Leere laufen. Denn Kerosin ist ohnehin eines der ertragreichsten Mineralölprodukte – die Herstellung läuft hier also auf Hochtouren. Ein höherer Öldurchsatz dürfte dagegen an der Wirtschaftlichkeit scheitern.
Umweltminister Carsten Schneider will mit der Palu-Förderrichtlinie eine Trendwende in der Land- und Forstwissenschaft einleiten. Ambitionierte Ziele, die lange überfällig waren, kommentiert die Wissenschaft positiv. Erstmals werden auch finanzielle Verluste ausgeglichen. Katharina Kalinke gibt einen Überblick.
Nach dem Willen der Bundesregierung sollen neu zu bauende Gleichstromleitungen künftig verpflichtend als Freileitung entstehen. Das sieht der Entwurf eines geänderten Bundesbedarfsplangesetzes vor. Während Bayern den Schwenk begrüßte, kommt aus dem Norden Kritik.
Die Bundesregierung will stärker an die heimischen Gasvorkommen ran. Doch seit Monaten hängen zwei zentrale Vorhaben dafür im parlamentarischen Verfahren fest. Denn die SPD stellt Bedingungen für den Umweltschutz, die die Union nicht akzeptieren will.
US-Präsident Donald Trump versucht mit allen Mitteln, den Zubau von erneuerbaren Energien zu verhindern. Seine Parteifreunde in Texas schert das wenig: Kein anderer Bundesstaat in den USA baut grüne Energie so schnell aus. Um Klimaschutz geht es dabei nicht unbedingt, wie Sarah Schaschek berichtet.
Die EU-Kommission hat den Industriestrompreis beihilferechtlich genehmigt. Energieintensive Unternehmen sowie KMU können damit rückwirkend eine Entlastung vom Strompreis erhalten. Das Instrument kann mit der Strompreiskompensation verbunden werden – allerdings nur für unterschiedliche Strommengen.
Während die EU-Kommission darauf drängt, Strom geringer zu besteuern als fossile Brennstoffe, plant Deutschland das glatte Gegenteil: Einen Tankrabatt ohne Stromsteuer-Senkung. Die Grünen und viele andere lassen aber nicht locker.
Die Koalition hat Wochen um das Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote gerungen. Nun haben sich Union und SPD geeinigt. Sie schieben strittige Punkte wie die Anrechenbarkeit von Biomethan in Raffinerien auf die Quote in einen Entschließungsantrag.
Lecks stopfen, nichts abfackeln und unnötige Emissionen vermeiden: Diese Idee steckt hinter den EU-Klimaschutz-Standards für die Öl- und Erdgasproduktion in der Methanverordnung. Auf Druck der USA will Brüssel die Umsetzung locker angehen. Dabei zeigt eine neue Studie des Öko-Institut: Das jährliche Klimaschutzpotenzial wäre beachtlich.
Die Bundeswirtschaftsministerin hat sich gestern im Energieausschuss zu der aktuellen Energiekrise geäußert. Die Opposition moniert, dass Katherina Reiche keine klaren Ansagen in Richtung Mineralölindustrie macht. Für Kritik sorgt auch, dass sie sich von Versorgerseite mutmaßlich Kniffe liefern ließ, um Speicher aus den Kraftwerksauktionen herauszuhalten.
Deutschland setzt die sogenannte IED-Richtlinie der EU um. Unternehmen sollen ihren Schadstoff- und Treibhausgasausstoß stärker senken. Gerade jetzt, da die deutsche Industrie unter Druck steht wie selten zuvor? Im Umweltausschuss des Bundestags traten Sorgen und Zweifel zutage.
Wegen der Energiepreiskrise bastelt die EU-Kommission an neuen Beihilferegeln: Die EU-Staaten sollen die Strompreise für die Schwerindustrie um bis zu 70 Prozent runtersubventionieren dürfen, zeigt ein geleaktes Entwurfsdokument. Außerdem: Beihilfen für Erdgaskraftwerke dürften die CO2-Preis-Kosten nicht ausgleichen.
Die lang ersehnte „Palu-Förderrichtlinie“ des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz kann kommen: Die EU-Kommission hat grünes Licht gegeben. Noch sind viele Details offen, aber schon jetzt ist klar: Dies ist ein Durchbruch.
Die Bundesnetzagentur will mit dynamischen Netzentgelten den Redispatch-Bedarf senken. Die negativen Begleiterscheinungen einer solchen Reform wären laut einer neuen Studie aber enorm: Die Erzeugung dürfte sich von Erneuerbaren hin zu Fossilen verschieben, der Strompreis würde steigen. Andere Forschende sehen nodale Preise als bessere Alternative.
Natürlicher Wasserstoff aus der Erde wäre im Bestfall so günstig wie konventioneller Wasserstoff aus Erdgas, sagt die Forschungsinitiative Esys. Schwarz-Rot nähert sich dem sogenannten weißen Wasserstoff per H2-Beschleunigungsgesetz. Aber das Potenzial ist bisher kaum erforscht.
Die von der Bundesregierung angekündigte milliardenschwere Senkung der Mineralölsteuer für zwei Monate sorgt für viel Kritik. Aus Sicht von Experten setzt der Schritt falsche Anreize. Die bereits angekündigte Senkung der Stromsteuer bleibt die Koalition weiter schuldig.
Die Regierungskoalition stellt sich hinter eine Idee aus Brüssel: Union und SPD befürworten die vorgeschlagene Grünstahl-Quote für Autos bei den CO2-Flottengrenzwerten. Das Instrument könnte den Stahlherstellern eine enorme Nachfrage sichern – dies zeigt eine neue Studie, die Tagesspiegel Background vorab einsehen konnte.
Christoph Bals gilt als einer der wichtigsten Köpfe der deutschen Klimapolitik. Er ist politischer Geschäftsführer von Germanwatch, zum Jahreswechsel wird er die Organisation verlassen. Ein Interview über Rückschläge in der Klimapolitik, den Aufstieg der AfD und Fehler der Umweltverbände.
Die Novelle des Energieeffizienzgesetzes geht in die Verbändeanhörung – obwohl die Bundesregierung sich intern noch nicht einig ist. Gerade die umstrittensten Regeln für Rechenzentren stehen weiter zur Diskussion.
Nach öffentlichem Streit verhandelten Union und SPD das ganze Wochenende über Maßnahmen gegen die hohen Energiepreise. Bis zum späten Sonntagabend zeichnete sich keine Lösung ab. Der Druck auf die Regierung steigt dabei - auch aus den eigenen Reihen.