Erdwärme und Großwärmepumpen spielen heute kaum eine Rolle, sollen 2030 aber den überwiegenden Teil der Fernwärme liefern. Deshalb will der Gesetzgeber die Dauer der Genehmigungsverfahren durch diverse Maßnahmen halbieren.
Wärmespeicher gelten als ungeliebtes Stiefkind in den Planungen der Bundesregierung. Das Wirtschaftsministerium skizziert nun, wie es das ändern will. Ziel ist demnach eine integrierte Strategie für Batterie- und Wärmespeicher sowie für Elektrolyseure und Wasserstoffspeicherung.
Der Bundesgerichtshof hat Werbung mit dem Begriff „klimaneutral“ eingeschränkt, wenn sie auf Kompensationszertifikaten beruht. Im konkreten Fall geht es um Katjes-Fruchtgummis – doch das Urteil dürfte Folgen für viele Unternehmen haben. Wie lässt es sich im Kontext von EU-Gesetzen einordnen?
Die Klimaaußenpolitik der Europäischen Union lässt zu wünschen übrig, kritisieren Fachleute der Denkfabrik Bruegel – und sehen weder eine Koordination noch eine klare Strategie. Nötig sei unter anderem, Drittstaaten bei ihren Klimaplänen zu helfen und internationale CO2-Steuern voranzutreiben. Ein EU-Diplomat gibt dazu seine ganz eigene Sicht wieder.
Industriepolitische Ausrufezeichen: Nach Jahren wird in Deutschland wieder eine Konverterplattform für Offshore-Windparks gebaut. Deren Fundamente produziert hierzulande erstmals eine chinesische Firma. Damit das keine Einzelfälle bleiben, pocht die SPD auf Haushaltsmittel und ein neues Auktionsdesign.
Fünf Umweltverbände, drei angekündigte Verfassungsbeschwerden: Nach Meinung von NGOs verstößt die Novelle des Klimaschutzgesetzes gegen das Grundgesetz. In der Kritik steht vor allem, dass Deutschland seine Emissionen ab 2030 sehr viel drastischer mindern müsste als im jetzigen Tempo. Dies verletze die Freiheitsrechte künftiger Generationen.
Gesicherte Leistung, Wasserstoffbeschaffung, Netzausbau – die Bundesregierung muss bei all diesen Themen mehr tun, wenn sie die Ziele der Energiewende erreichen will. Dies bestätigte auch nochmal die Expertenkommission in einem breit angelegten Bericht zum Stand der Energiewende. Sehen lassen kann sich die Stromerzeugung aus Erneuerbaren.
Das implodierende EEG-Konto ist nur eines der Probleme des Klima- und Transformationsfonds, die sich angesichts der Haushaltsmisere offenbaren. Auch die ungenutzten Mittel dürften auf der Suche nach Geld in den Fokus rücken. Dass die Klimafinanzierung absehbar mehr Mittel braucht, betonen Experten.
Kann der Klimawandel wirklich Erdbeben auslösen? Eine neue Studie legt nahe, dass der Anstieg des Meeresspiegels und heftigere Stürme den Druck auf die tektonischen Platten erhöhen. Das hat Folgen: Beides verändert Erdbebenzyklen und stellt die „natürliche seismische Uhr“ vor. Für küstennahe Gebiete und Megastädte steigen damit die Risiken.
Europa muss seinen Strommarkt besser vernetzen, wenn es bei der grünen Transformation vorankommen will, fordert Miguel Stilwell d’Andrade. Der Chef des portugiesischen Energieversorgers EDP sieht dafür gute Chancen, trotz des Rechtsrucks im Europäischen Parlament – aber es müsse wieder mehr investiert werden.
Die Renaturierung eines Tagebaus zahlen die Betreibenden. Noch Jahrzehnte nach dem Ende der Braunkohleförderung sind häufig Eingriffe notwendig. Wie hoch die Kosten der Ewigkeitslasten sind und wie dafür langfristig Geld gesichert werden kann, ist bislang aus Sicht der grünen Bundestagsabgeordneten Kathrin Henneberger und Bernhard Herrmann nicht geklärt.
Die Bundesländer sind uneins, in welche Richtung sie die Novelle des CO2-Speichergesetzes ändern wollen. Während der Umweltausschuss einen Ausschluss von Gaskraftwerken ab 2035 fordert, drängen die Wirtschaftspolitiker auf schnellere Genehmigungen wie beim Wasserstoff. Einig ist man sich, dass das Festland Sache der Länder bleiben soll.
Trotz großer Anstrengungen, sich gegen Gaspreisschocks abzusichern, ist die EU verwundbar, warnt der Europäische Rechnungshof. Die Vorgaben würden teils inkonsequent umgesetzt, die Bezahlbarkeit von Gas sei nicht gewährleistet und oft gebe es keine valide Ergebniskontrolle, kritisieren die Prüfer.
Eine Studie von Forschern des DIW Berlin und des Instituts für Energie- und Umweltforschung zeigt, dass batterieelektrische Lkw deutlich kostengünstiger mit erneuerbarem Strom betrieben werden können als Alternativen mit Wasserstoff oder E-Fuels. Eine optimierte Aufladung der Fahrzeugbatterien verstärkt diesen Vorteil zusätzlich.
Bei der Produktion von H2 braucht es Vorkehrungen, ehe der Wasserstoff klimaschonend wird und als „grün“ gilt. Eine neue Studie zeigt: Selbst wenn die Erzeuger Windräder oder Solaranlagen dafür aufstellen, könnten die Emissionen in manchen Fällen höher liegen als bei fossiler Herstellung. Treibhausgase aus dem gesamten Lebenszyklus seien ausschlaggebend.
EnBW und Total haben die jüngste Auktion für Offshore-Windkraftflächen für sich entschieden. Wie schon 2023 zählte allein die Gebotshöhe. In der nächsten Ausschreibungsrunde sollen auch qualitative Kriterien wirken. Aber die reichen bei weitem nicht, um die Wertschöpfungskette in Deutschland zu sichern, heißt es aus der Branche.
Nach langem Ringen hat die EU ein neues Sanktionspaket gegen Russland beschlossen – erstmals ist auch Flüssigerdgas betroffen. Dass der Schritt überfällig ist, betonen mehrere Experten. Dennoch ist die Wirkung fraglich. Das LNG-Umschlagsverbot könnte sogar bedeuten, dass mehr russisches LNG in der EU ankommt.
Die Übernahme des deutschen Stromnetzes von Tennet durch den Bund ist vom Tisch. Verhandelt wird nur noch eine Minderheitsbeteiligung. Bis auf die FDP sind alle enttäuscht.
Der Ausbau der Stromnetze ist der Flaschenhals der Energiewende. Das spielt auch auf europäischer Ebene eine große Rolle – doch hier mangelt es an Koordinierung zwischen den Mitgliedsstaaten, bemängelt Michael Jesberger, Geschäftsführer von TransnetBW. Im Interview spricht er auch darüber, woran es beim deutschen Netzausbau hakt.
Extreme Hitzewellen in Nord- und Mittelamerika sind durch die Erderwärmung seit dem Jahr 2000 viermal wahrscheinlicher geworden. In manchen Regionen kommen die Wetterextreme so früh im Jahresverlauf wie nie. Klimaforscher warnen vor unterschätzten Gesundheitsrisiken – und dringen auf Gegenmaßnahmen beim Klimaschutz und der Anpassung.
Noch immer stecken die Verteilnetzbetreiber jedes Jahr hohe Summen in den Ausbau von Gasnetzen. Doch bis 2045 soll der Gasverbrauch deutlich sinken. Experten warnen vor einem möglichen Wertverlust der Infrastruktur und fordern eine rechtliche Absicherung für Stilllegungen. Auch der Anstieg der Netzentgelte sollte gedeckelt werden.
Diesen Juli tritt die Methan-Verordnung der EU in Kraft. Schon in einem Jahr müssen die Mitgliedstaaten sie teilweise umgesetzt haben, indem sie Behörden ausstatten, Verzeichnisse stillgelegter Bohrlöcher erstellen und einen Sanktionskatalog erarbeiten. Das Ecologic Institut hat dazu Empfehlungen ausgearbeitet.
Elektrizität „wireless“ übertragen zu können, ist ein Ziel, das Forscher schon lange verfolgen. Jetzt sind Wissenschaftler diesem mit Mikrowellen ein ganzes Stück näher gekommen. Strom auf diese Weise wirtschaftlich zu transportieren – vielleicht sogar aus dem All – bleibt allerdings vorerst ein Traum.
Die Reserven sind fast aufgebraucht, die Einnahmen unsicher und die Ausgaben am Steigen: Der Staat kann den Klima- und Transformationsfonds so nicht weiter bewirtschaften, warnen Forschende in einer neuen Analyse. Der Klimaschutz brauche eine zuverlässigere Finanzierung. Für das Jahr 2025 zumindest will die Bundesregierung bald Klarheit schaffen.
Zirkuläres Wirtschaften kann einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wie Forschende schon häufig vorgerechnet haben. Mit dem Entwurf einer Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie macht Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) nun einen Aufschlag für Ziele und Maßnahmen. Erste Reaktionen sind vor allem Rufe nach rascher Umsetzung.
Photovoltaik boomt, doch die europäischen Hersteller bleiben außen vor, weil sie nicht konkurrenzfähig produzieren können. Viel hängt davon ab, ob die Preise für Solarmodule mittelfristig wieder steigen und ob der europäische Net Zero Industry Act Hilfe bringt.
Die BNetzA hat am Freitag die zweite Konsultation zur Reform der Netzentgeltstruktur beendet. Die Vorschläge der Behörde mit dem Ziel, Netzbetreiber mit hohen Integrationskosten für Erneuerbare zu entlasten, konnten nicht alle Bedenken der Stakeholder ausräumen. Viele sehen im Vorschlag den ersten Schritt auf dem Weg zu bundeseinheitlichen Entgelten.
Gegen den Willen ihres konservativen Koalitionspartners hat sich die österreichische Grünen-Ministerin Leonore Gewessler am Montag durchgesetzt – und so eine Mehrheit für die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur gesichert. Die Freude bei den Befürworter:innen ist groß. Doch noch scheint der Krimi um das umstrittene Gesetz nicht ganz vorbei.
Die Bundesländer schlagen Alarm wegen der explodierenden Fernwärmepreise. Nach 20 Jahren ohne Regulierung brauche es endlich eine Ex-ante-Kontrolle. Die finanzielle Belastung der Verbraucher habe ein Maß erreicht, welches die Akzeptanz gefährde.
Zwei Jahre nach dem Abzug der russischen Besatzer aus der Sperrzone um das frühere AKW Tschernobyl ist die Sicherheitslage angespannt. Stromausfälle, Minen im Wald, aufgewirbelter kontaminierter Boden, neue ökologische Schäden – die Ukrainer sprechen von Nuklearterrorismus.
Der Starkregen in Süddeutschland ist vorüber, die Debatte um die verpflichtende Elementarschadenversicherung nimmt aber weiter Fahrt auf. Über Kreuz liegen vor allem das BMJ und die Länder. Während Marco Buschmann Verbündete für eine Angebotspflicht für Versicherer sucht, erhöhen die Ministerpräsidenten den Druck, eine Pflichtversicherung einzuführen.
Die Energiekrise hat Europa vor Augen geführt, wie fragil ihre Gas-Versorgung ist. Die Folge waren neue LNG-Verträge und -Terminals. Will die EU aber ihre Klimaziele erreichen, werden die Mitgliedsländer ihre Gasnachfrage reduzieren müssen. Die bestehenden Gas-Verträge decken bereits den Bedarf, analysieren Forschende.
Wegen CO2-Minderungsprojekten in China steht das Umweltbundesamt unter Druck. Im Interview erklärt dessen Präsident Dirk Messner, wieso seine Behörde erst spät auf Betrugsvorwürfe reagiert hat und wie Greenwashing künftig verhindert werden kann. Dabei könnten auch digitale Technologien eine Rolle spielen.
Noch in diesem Jahr soll eine zweite Ausschreibungsrunde der europäischen Wasserstoffbank stattfinden. Diesmal soll das Budget viel größer ausfallen: 1,2 Milliarden Euro werden als Prämie für Wasserstoff-Hersteller vergeben. Analysten gehen davon aus, dass der Gebotswert auch dieses Mal unter einem Euro liegen wird.
Die amtlichen Energiestatistiken kennen noch keinen Wasserstoff. Das muss die Bundesregierung ändern, um ihren EU-Berichtspflichten nachzukommen. Ein Verordnungsentwurf verpflichtet große Teile der Gaswirtschaft zur Meldung ihrer Daten.
Der Bundesverband der Deutschen Industrie rechnet für die nächsten zehn Jahren mit enormen Mehrausgaben, wenn die Ziele der Bundesregierung bei Transformation und anderen Zukunftsaufgaben eingehalten werden sollen. Die FDP will die Schuldenregel aber nicht dafür aufweichen. Die Haushaltsverhandlungen werden damit zur Zerreißprobe für die Ampel.
Steigende Kosten für Geringverdienende und Milliarden für Wohlhabende: Mit elf Thesen zur Klimasozialpolitik steigt eine neue Denkfabrik in den deutschen Diskurs zur Transformation ein. Gründerin Brigitte Knopf sieht die Lösung in emissionsarmer Infrastruktur und dem Klimageld. Einige Fachleute sehen direkte Zahlungen kritisch oder Alternativen zu ihr.
Klimapolitik muss den Wunsch der Menschen nach sozialer Sicherheit stärker in den Blick nehmen, erklärt Brigitte Knopf, Gründerin und Direktorin des neuen wissenschaftlichen Thinktanks Zukunft KlimaSozial im Interview. Um die Transformation sozial und gerecht zu gestalten, brauche es zusätzliche Gelder.
Ohne einen Fahrplan für die Umrüstung der Gasnetze, den die Verteilnetzbetreiber vorlegen müssen, sollten die Kommunen keine Wasserstoffnetzausbaugebiete in ihrer Wärmeplanung ausweisen. Das empfiehlt ein juristisches Gutachten, das heute von Umweltverbänden vorgestellt wird. Die Gasnetzbetreiber sollen die Risiken bei der Umstellung der Netze übernehmen.
Nach Ende der Energiekrise wollen die G7 eine staatliche Förderung von LNG-Infrastruktur weiter zulassen. Kritik kommt von der DUH. Ob die bereits gebauten LNG-Terminals ausreichen, wenn Österreich und Ungarn kein russisches Gas mehr bekommen, wird sich im Winter zeigen – dann läuft der Transit-Vertrag über die Ukraine aus. Eine Lösung zeichnet sich ab.
Die Menschheit produziert immer mehr und immer schneller klimaschädliches Lachgas – vor allem in der Landwirtschaft. Dabei fällt der Beitrag einzelner Länder und Regionen unterschiedlich aus, in Europa gingen die Emissionen sogar zurück. Dennoch mahnen Forschende, das Treibhausgas beim Kampf gegen die Klimakrise stärker in den Fokus zu rücken.
Bei der Europawahl 2024 haben rechte Parteien große Stimmengewinne erzielt. Doch auch die EVP ist gewachsen und bleibt die dominierende Kraft im Europäischen Parlament. Damit ist eine Wiederwahl Ursula von der Leyens wahrscheinlich. Doch sie wird die Liberalen und Sozialdemokraten stärker als zuvor von ihrem Kurs überzeugen müssen.
Die in Deutschland installierten Solarmodule kommen überwiegend aus Asien. Aber auch mit ihrem einstigen Ruf als Innovationsführer kann sich die heimische Solarindustrie nicht mehr trösten, auch hier schließt China auf. Die desolate Lage der deutschen Produzenten wird zunehmend zum Problem für die heimische Solartechnikforschung.
Die russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur halten an, ein Großteil der Kraftwerke im Land ist zerstört. Wie also das Stromsystem künftig gegen Luftschläge absichern? Eine Möglichkeit sind dezentrale PV-Anlagen. Das Potenzial dafür ist groß. Eine Studie zeigt: Damit ein Hochlauf gelingt, muss sich viel verändern.
Umweltverbände und Gewerkschaften drängen auf eine Reform des Ausschreibungsdesigns für Offshore-Windparks. Eintritts-Zahlungen in Milliardenhöhe der erfolgreichen Bieter verteuerten den Strom unnötig und konzentrierten den Ausbau in den Händen weniger Riesenunternehmen. Stattdessen müssten die qualitativen Auktionskriterien erheblich gestärkt werden.
Die Umweltminister:innen der Länder fordern eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden. Nach Ansicht der Grünen-Politikerin Katrin Eder darf das aber nicht dazu führen, dass „derjenige im Geschosswohnungsbau die Villa am Rheinufer mitfinanzieren muss“. Dem CDU-Politiker Ingmar Jung schwebt die Aufteilung nach Gefährdungslagen vor.
In einer hitzigen Debatte stritten die Abgeordneten am Donnerstag im Bundestag, wer Schuld am Verfehlen des Klimaziels für 2030 hat. Derweil formuliert die Union ihre eigenen Vorstellungen von Energiepolitik. Sie will künftig bei Klimaschutz mehr auf den Markt setzen.
Mit der Reform des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) setzt die Regierungskoalition große Teile des Bund-Länder-Paktes vom Herbst um — aber eben nicht alles, moniert die Union. Entscheidende Punkte fehlten wie eine allgemeine Stichtagsregelung, die materielle Präklusion oder die Einschränkung des Verbandsklagerechts.
Die großen Streitpunkte bei der KWS sind geklärt, und dennoch halten die Verhandlungen mit der EU-Kommission an. Beim Kapazitätsmarkt will sich der Wirtschaftsminister aber eines Kniffs bedienen, um zumindest einen Teil der Leistung schneller genehmigen zu lassen. Bis zum Sommer soll auch eine Lösung für die steigenden Netzentgelte gefunden sein.
Bislang schielt die Industrie vor allem auf Wasserstoff, um ihre Produktion klimaneutral zu stellen. Dabei könnnten die meisten Industrieprozesse auch auf Strom umgestellt werden, zeigt eine Studie der Denkfabrik Agora Industrie. Diese fordert einen EU-Aktionsplan zur Elektrifizierung, dieser soll der Industrie helfen ihre Prozesse umzustellen.
Die Bundesregierung will beschleunigen, auch beim Bau von Offshore-Windparks und Stromnetzen. Beim entsprechenden Kabinettsentwurf sehen Experten aber noch Änderungsbedarf, besonders bei der UVP und beim Ausweis von Infrastrukturgebieten. Der Netzausbau könnte schneller und günstiger gehen, betonen die Netzbetreiber.
Der Klimawandel beschleunigt sich, Temperaturrekorde gehen in Serie, zeigen neue Klimaberichte. Der UN-Generalsekretär fordert drastische Mittel.
Das Wirtschaftsministerium verspätet sich mit einem Bericht zu den Folgen des Kohleausstiegs. Gründe sind unter anderem die ausstehende Kraftwerksstrategie und der geplante Kapazitätsmechanismus. Die Energiebranche steht weiterhin vor großen Fragezeichen und wartet auf Antworten aus dem Ministerium.
Wegen des vorgezogenen Kohleausstiegs will der Bund den Kraftwerksbetreiber Leag mit bis zu 1,75 Milliarden Euro entschädigen. Die EU-Kommission findet es angemessen und hat für Jahresende ihr Okay in Aussicht gestellt. Zu Überraschung der Umweltverbände, die die Entscheidung nicht nachvollziehen können.
Natürlicher Klimaschutz war zuletzt ein Zankapfel zwischen Bund und Ländern. Denn es herrscht Uneinigkeit, wer für die Entsiegelung von Böden und Renaturierung von Mooren zahlen soll. Dabei bieten die Maßnahmen effektiven Hochwasserschutz. Angesichts der Flutkatastrophe rückt die Finanzierungsfrage zurück auf die politische Agenda.
Bei der CO2-Entnahme aus der Atmosphäre setzt die Politik bisher vor allem auf die (Wieder-)Aufforstung von Wäldern. Expert:innen mahnen zur Diversifizierung der Technologien, doch auch innovative CDR-Methoden sind mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden.
Der Expertenrat für Klimafragen hat die Projektionsdaten 2024 durchgerechnet und kommt zu einem anderen Schluss als das Umweltbundesamt: Deutschland dürfte sein Emissionsbudget 2030 leicht überschreiten. Vor allem im Bereich der EU-Lastenteilung deutet sich eine eklatante Lücke an.
Die ökologische Transformation Europas ist politisch unter enormem Druck. Rückt die EU nach rechts, so wird es schwieriger, den Green Deal weiterzuentwickeln. Dabei profitiert schon heute insbesondere Deutschland davon – nicht nur ökologisch, sondern vor allem wirtschaftlich.
Wirtschaftsminister Habeck strebt weiter einen marktgetriebenen Kohleausstieg vor 2038 auch im Osten an. Um die betroffenen Reviere zu überzeugen sollen nun die Fördermittel für den Strukturwandel schneller fließen, etwa zur Ansiedlung der Solarindustrie.
Wenn man den Prognosen für die Europawahlen Glauben schenken darf, droht das EU-Parlament nach rechts zu rücken. Politische Mehrheiten für die Fortschreibung des Green Deals zu finden wird damit komplizierter. Ein „Rollback“ ist dennoch nicht zu erwarten.
In seiner zweiten Großoffensive gegen das ukrainische Energiesystem hat Russland mindestens acht Kraftwerke und Dutzende von Umspannwerken zerstört. Die Ukraine versucht nun, die verbleibenden Infrastrukturen mit einem dreistufigen System besser zu schützen und hofft auf Hilfe aus Deutschland.
Alle Einnahmen aus den CO2-Preisen pauschal zurückerstatten und als Einkommen besteuern: Mit dieser Idee wirbt Greenpeace für ihr Konzept des Klimageldes. Eine neue Studie der Umweltorganisation hat die Auswirkungen durchgerechnet – und stellt eine deutliche Entlastung fest. Der Energieökonom Manuel Frondel hat einen Gegenvorschlag.
Gasspeicherumlage, Stromnetzausbau, Green Deal und RepowerEU – die EU-Energieminister hatten gestern viel zu besprechen. Deutschland lenkt im Nachbarschaftsstreit um Transitgebühren ein.
Das neue Ziel für die Klimafinanzierung wirft teils heikle Fragen auf: Es geht um künftige Geberländer, den Umfang und die Struktur des Vorhabens. Ein zweites kommendes Arbeitstreffen könnte einen ersten groben Rahmen liefern. Bereits jetzt erlaubt eine Sammlung an Formulierungsvorschlägen Einblicke in Schnittmengen der verhandelnden Staaten.
Schiffe fahren seit 2020 mit sauberer verbrennendem Treibstoff über die Meere. Während damit der Luftverschmutzung Einhalt geboten wird, steigt aber nun die Atmosphären-Temperatur. Die Luftreinhaltung wirkt wie der plötzliche Abbruch eines Experiments auf das Klima.
Die Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre durch natürliche oder technische Mittel wird notwendig sein, um die Klimaziele der EU zu erreichen. Erstmals könnten hierfür Unterziele für das Jahr 2040 gesetzt werden. Dabei geraten vor allem Industrie und Landwirtschaft in den Blick.