An Tankstellen gibt es aus Sicht der Bundesregierung bisher zu wenige Schnellladesäulen für E-Autos. Das soll sich mit einer Versorgungsauflage ändern. Die Branche lehnt einen Zwang ab.
Das jahrelange Verbot von CO2-Speichern soll aufgehoben werden, hat die Bundesregierung beschlossen. Sogar für Gaskraftwerke und auf Wunsch der Länder auch an Land. Die Umweltverbände sind außer sich.
Der EU-Emissionshandel für Gebäude und Verkehr soll in zweieinhalb Jahren starten. Konkretes dazu steht noch aus, dabei drängt die Zeit. Die Denkfabrik Agora Energiewende plädiert dafür, die nationale Bepreisung weiterzuentwickeln – auch um Preissprünge zu verhindern. Doch das Wirtschaftsministerium arbeitet noch an den Details.
Die Nervosität in der Industrie angesichts mangelnder Fortschritte beim Wasserstoffhochlauf steigt. Mit dem vom Bundeskabinett beschlossenen Wasserstoffbeschleunigungsgesetz will die Regierung nun Tempo machen. Zugleich versucht sie, die Gefahr künftiger Konflikte um Wasser zu bannen.
Terry Reintke ist Spitzenkandidatin für die Grünen bei der Europawahl. Im Interview pocht die Politikerin beim Klimaschutz auf Planungssicherheit für die Wirtschaft und ausreichende Unterstützung bei Investitionen. Sonst, warnt die EU-Abgeordnete, würde zum Beispiel grüner Stahl künftig nur noch in China hergestellt.
Die EEG-Förderung hat keine Zukunft, zumindest nicht in ihrer derzeitigen Form. Doch ohne den Staat hat der Ausbau von Erneuerbaren keine Chance auf Erfolg. Denn marktbasierte PPAs lohnen sich dafür kaum. Und auch gegen einen möglichen künftigen CfD kommen sie nicht an.
Der Inflation Reduction Act, um den der europäische Energiesektor die USA beneidet, wirkt. Das Forschungsprojekt Clean Investment Monitor beobachtet das rasante Greentech-Wachstum in den Vereinigten Staaten. Dabei erleben die Forscher auch Überraschungen.
Am Anfang stehen Investitionskosten, doch die Produktionsprozesse müssen umgestellt werden, um Klimaneutralität zu erreichen. Wie das gehen kann, zeigt ein neuer Bericht des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Bundestag. Die Preise für Stahl, Zement und Chemikalien wären demnach nur wenig höher als bei der Herstellung auf fossiler Basis.
Die Flächenausweisung der Bundesländer für die Windenergie zeigt, wo der Ausbau in den nächsten Jahren wahrscheinlich in Gang kommt und wo er stagnieren könnte. Einige Binnen-Bundesländer preschen vor. Sogar im windkraftskeptischen Bayern bewegt sich etwas.
In den vergangenen 25 Jahren hat sich Italien zum Champion der Kreislaufwirtschaft gemausert. Das Thema Wiederverwendung hat absolute Priorität. So ist der Energiekonzern Eni zum Vorreiter geworden bei der industriellen Herstellung synthetischer Kraftstoffe aus Abfällen in drei ehemaligen Petroleum-Anlagen.
Der Versuch von CDU/CSU, gegen das Ende des Verbrenners und für synthetische Kraftstoffe abstimmen zu lassen, ging schief. Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bekräftigen: E-Fuels sind keine Option für die Dekarbonisierung des Straßenverkehrs.
Die Finanzminister der G7 wollen den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft beschleunigen. Doch konkrete Instrumente bringen die Finanzminister dafür nicht auf den Weg, stattdessen bekennen sie sich zu einem Maßnahmenmenü „politischer Optionen". Auch bei der internationalen Klimafinanzierung bleiben die Fortschritte aus.
Gaza, Ukraine, Sudan, Jemen – die aktuellen Kriege lösen eine weltweite Aufrüstungsspirale aus. Diese führt auch in Friedenszeiten zu einem Anstieg der Emissionen. Armeen sind von fossilen Treibstoffen abhängig. Um das Pariser Klimaabkommen müssen sie sich nicht scheren.
Das BMDV strukturiert um und versetzt die Mitarbeiter:innen aus dem Wasserstoff-Referat in andere Abteilungen. Offiziell als Reaktion auf das Karlsruher KTF-Urteil – jedoch dürfte auch die Causa Klaus Bonhoff eine Rolle spielen. Die Wasserstoffbranche schlägt Alarm.
Mühsam arbeiten die europäischen Strom- und Gasnetzbetreiber auf den künftigen Zuschnitt der Energienetze hin. Der neue, gemeinsame Szenariobericht von Entso-E und Entso-G soll helfen, in ihren Zehn-Jahres-Netzentwicklungsplänen die richtigen Prioritäten zu setzen – besonders beim Wasserstoff.
Wie geht es weiter mit dem Green Deal? Vieles hängt vom Ausgang der EU-Wahl ab. Doch schon jetzt stehen einige Vorhaben fix im Kalender der Kommission. Dazu gehört das EU-Klimaziel 2040, das eine Reihe anderer Gesetzesanpassungen erforderlich machen wird.
Erneuerbare Kraftstoffe wie grünes Methanol sollen den Klimaschutz im Verkehrssektor vorantreiben. Eine neue Analyse zeigt den rechtlichen Rahmen für die Herstellung – und dass der Bezug des nötigen Kohlenstoffs zur Kostenfalle werden könnte. Beim Hochlauf der grünen Energieträger sollte der Fokus auf Schiffs- und Luftverkehr liegen, finden die Autor:innen.
Noch in diesem Jahr will die Bundesregierung die ersten H2-ready-Kraftwerke ausschreiben – doch die Zeit dafür wird knapp. Die Verhandlungen mit der EU-Kommission über die Grundzüge der Kraftwerksstrategie dauern an, gleichzeitig nahen die EU-Wahlen und die Sommerpause. Doch die erneute Verschiebung gefährdet den ohnehin wackligen Kohleausstieg 2030 weiter.
In Brüssel kommt erstmals der Europäische Ausschuss für kritische Rohstoffe zusammen, um die EU-Kommission bei der Auswahl strategischer Rohstoffprojekte zu beraten. Erfolgreichen Kandidaten winken schnellere Genehmigungsverfahren und besserer Zugang zu Finanzierung. NGOs sehen die Natur als große Verliererin.
Publikumsfonds, Fonds für institutionelle Investoren und Immobilienfonds sollen verstärkt in Solaranlagen und andere Anlagen für erneuerbare Energien investieren dürfen. Dafür will das Bundesfinanzministerium einige Beschränkungen abschaffen. Auch die Elektromobilität hat es dabei im Blick.
Dürren, Stürme und Überschwemmungen nehmen in China zu. Die Versorgung mit Nahrungsmitteln – vor allem mit Reis – ist in Gefahr. Die Katastrophen machen Klimafolgen in China immer sichtbarer. Die Regierung setzt auf „Schwammstädte“.
Länder müssen alle nötigen Maßnahmen treffen, um die Verschmutzung der Meere durch Treibhausgase zu verhindern – das stellte der Internationale Seegerichtshof am Dienstag klar. Kleine Inselstaaten feiern die Stellungnahme als „historisch“. Das Gutachten könnte Klimaklagen nach sich ziehen.
Die meisten EE-Anlagen stehen in ländlichen Regionen. Das kann sich als Wettbewerbsvorteil erweisen, weil ausreichend Ökostrom immer wichtiger für die Industrie wird. Doch auch Freiflächen für Industrieansiedlungen und verfügbare Fachkräfte sind entscheidend für die ländliche Entwicklung, wie das Regionalranking des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt.
Tesla, Stromtrassen, LNG-Terminal: Anfangen zu bauen ohne Genehmigung ist groß in Mode. Eine Gesetzesnovelle erleichtert den vorzeitigen Baubeginn bei vielen immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren. Die Industrie drängte darauf, Umweltschützer klagen an.
30 Gigawatt Windstromleistung bis 2030 – um dieses Ziel erreichen zu können, muss die Offshore-Branche eilig mehr Kapazitäten aufbauen. Das künftige Auktionsdesign ist dafür ebenso entscheidend wie die Finanzierung und die Schaffung zuverlässiger Lieferketten inklusive der Häfen.
Wie viel Klimaschutz muss die Bundesregierung nachliefern? Zwei Rechtsexperten haben auch nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg keine eindeutige Antwort – und verweisen auf die ausstehende Begründung. Die Novelle des Klimaschutzgesetzes dürfte die Gerichte jedenfalls weiter beschäftigen.
Seit Einführung des EU-Grenzausgleichs müssen Unternehmen den CO2-Gehalt der Waren dokumentieren, die sie in die EU einführen. Doch gerade einmal drei Prozent sehen sich in der Lage, genaue Daten zu liefern. Noch bis Juli können Standardwerte angesetzt werden – danach drohen Sanktionen.
Schon Verbände und Energiewirtschaft forderten den Erhalt der Umweltverträglichkeitsprüfung bei Offshore-Windkraft – Rückendeckung kommt nun auch von einigen Parlamentariern. Während die SPD beim Thema UVP noch Nachbesserungsbedarf sieht, betonen die Grünen eher die Vorzüge für die Genehmigungsbeschleunigung. Die FDP stützt ebenfalls die Regierungslinie.
Nicht irgendein Nordsee-Windpark: „He Dreiht“ wird tatsächlich ohne Förderung gebaut – sieben Jahre nach dem Zuschlag für das Null-Cent-Gebot. Bauherr EnBW setzt auf gute Preise durch PPA, den Erhalt der Strompreiszone und neuerdings auch auf CfD. Ganz ohne Staat geht es eben doch nicht.
Exklusive Forschungsdaten zeigen, dass die globale Erwärmung gesellschaftlich in den Hintergrund rückt – obwohl sie viele Menschen in Deutschland weiterhin besorgt. Das hat auch mit dem Grad des Vertrauens in die Regierung und dem umkämpften Heizungsgesetz zu tun. Der Trend könnte sich auch auf die anstehende Europawahl auswirken.
Finanzminister Christian Lindner (FDP) verlangt Einsparungen beim deutschen Beitrag für die internationale Klimafinanzierung. Sachverständige warnen vor diesem Schritt und befürchten unter anderem einen „gefährlichen Domino-Effekt“ bei den Klimaverhandlungen sowie den wachsenden Einfluss Chinas.
Vier von fünf Mitgliedern des Sachverständigenrats empfehlen die Förderung batterieelektrischer Lkw und der Ladeinfrastruktur zur Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs. Die Wasserstofftechnologie sei nicht marktreif. Doch das Gremium ist sich nicht einig – genauso wenig wie die Politik und die Industrie.
Künftig sollen die Biogasanlagen flexibel einspringen, wenn Wind und Sonne kaum Energie bereitstellen. Dafür müsse die Förderung angepasst werden, forderte die Branche in einer Anhörung im Energieausschuss des Bundestags. Eine weitere Alternative für Biogasanlagen, die Umstellung auf Biomethan, stellt die Gasnetzbetreiber vor Schwierigkeiten.
Der Sachverständigenrat ländliche Entwicklung befasst sich in einer Stellungnahme mit Flächenkonflikten beim PV-Ausbau. Vorschläge, nach denen das Solarpaket stärker auf die Landwirtschaft abgestimmt werden soll, kommen vom Bauernverband und aus der Energiewirtschaft.
Zwar bemühte sich die EU-Kommission, bei der Anpassung der Nitratrichtlinie Stakeholder einzubeziehen – und doch herrscht beim entscheidenden Punkt noch Ungewissheit. Wasser- und Umweltverbände befürchten, dass auf den Flächen wieder deutlich mehr Dünger ausgebracht werden könnte. Eine weitere Reaktion der Kommission auf die Bauernproteste?
Die Bundesnetzagentur will im Herbst die neuen Abschreibungsmethoden für Gasnetzbetreiber fertigstellen, die dann ihre Leitungen schneller refinanzieren dürften. Auch die Anreizregulierung zielt mitunter auf die Erdgasnetze ab. Eine Studie zeigt bereits die wirtschaftlichen Potenziale möglicher Regulierungsszenarien auf.
In drei Jahren muss Deutschland seine EEG-Förderung auf Contracts for Difference umgestellt haben, verlangt die EU. Die Ampel-Koalition hat eine zügige Umsetzung versprochen. Worauf es dabei für die Erneuerbaren ankommt, zeigt eine Studie im Auftrag von Green Planet Energy.
Die EU setzt inzwischen auf Local-Content-Kriterien beim Ausbau der erneuerbaren Energien. In Zukunft werden sie verpflichtend in öffentlichen Ausschreibungen sein. Worauf die Mitgliedstaaten dabei achten sollen, hat die Kommission nun in Leitlinien definiert. Für Deutschland wird dies vor allem bei Photovoltaik und Onshore-Windkraft wichtig.
Vor Gericht ziehen für mehr Klimaschutz: Immer mehr Bürger und Organisationen beschreiten den Rechtsweg, um die Politik zu mehr Einsatz im Kampf gegen die globale Erwärmung zu zwingen. Die Anwältin Roda Verheyen hält die Verfahren für ein wirksames Instrument, um Druck auszuüben. Die Arten der Klimaklagen unterscheiden sich jedoch erheblich.
Im regulatorischen Prozess um den Paragraf 13k EnWG – Nutzen statt Abregeln – hat der vorerst letzte Akt begonnen. Die Bundesnetzagentur wertet die Stellungnahmen der Stakeholder aus und wird bis zum 1. Juli eine Festlegung erlassen. Vor allem die Erneuerbaren Vertreter fürchten um den Erfolg des Instruments.
Das Wissen über die Atmosphäre ist lückenhaft. Die Wirkung von Aerosolen und Wolken in der Atmosphäre ist vielfältig, sie können abkühlende oder erwärmende Effekte auf das Klima haben. Ein neuer Esa-Satellit mit hochleistungsfähiger Technologie soll neue Daten liefern. Derzeit laufen die Vorbereitungen, um den Satelliten in die Erdumlaufbahn zu befördern.
Selbst angesichts verheerender russischer Luftangriffe auf Energieanlagen versucht die Ukraine, sich als Europas Wasserstofflieferant der Zukunft aufzustellen. Projektierer schmieden Pläne für riesige Elektrolysewerke und für den Transport des Wasserstoffs nach Westen.
Zu Beginn der ablaufenden EU-Legislaturperiode im Sommer 2019 boomten Wirtschaft und Temperaturen. Bei Ersterem sieht es nicht mehr so gut aus, wobei Letzteres davon weitgehend unbeeindruckt bleibt. Für eine Fortsetzung der Klimaschutzbemühungen in der EU-Verkehrspolitik im bisherigen Tempo spricht wenig.
Unter einem Präsidenten Donald Trump würde das Geschäft der amerikanischen Gasindustrie leichter, erwartet Fred Hutchison. Der Chef der US LNG Association bezweifelt, dass die EU ihren Importbedarf an verflüssigtem Erdgas senken kann. Günstiges LNG sei zu wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie.
Strom nicht nur selbst produzieren, sondern den Überschuss im benachbarten Umfeld teilen – in Energy Sharing setzen besonders Bürgerenergiebündnisse ihre Hoffnung. Ein Umsetzungskonzept will das BMWK bis zur Sommerpause vorlegen. Doch es gibt auch Zweifel, wie viel Stromteilung bewirken kann.
Geplante Windparks sollen nicht mehr auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft werden, schreiben die EU und bald auch Deutschland vor. Teile der Offshore-Branche wollen aber weiter Unterlagen einreichen dürfen – und sie bekommen nun Recht. Experten halten eine Kann-Vorschrift im Gesetz für zulässig.
Noch sind Raffinerien auf die Versorgung mit Erdöl angewiesen. Werden die Anlagen künftig am Klimaschutz ausgerichtet, könnte stattdessen Plastikmüll und abgeschiedenes CO2 zum Einsatz kommen, zeigt ein neuer Beitrag im Fachjournal „Nature“. Gerade der Flug- und Seeverkehr wäre weiterhin auf die Produkte aus den Betrieben angewiesen.
Die CDU hat ihr neues Grundsatzprogramm verabschiedet. In der Energie- und Klimapolitik setzt sie vor allem auf Innovation und Technologieoffenheit, auch bei der Kernenergie. Deutschland solle gar den ersten Fusionsreaktor der Welt bauen. Doch davon ist die Forschung noch weit entfernt.
Zuerst Gebäude mit der schlechtesten Energieeffizienz zu sanieren, hilft einkommensschwachen Haushalten. Diese leben häufiger in schlecht gedämmten Häusern und müssen hohe Heizkosten schultern. Das DIW fordert daher eine zielgenauere Förderung von Hausbesitzern ohne Rücklagen und eine Reform der Modernisierungsumlage.
2023 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Energie, schlussfolgern die Experten von Ember aus einer globalen Bestandsaufnahme. Fossile Stromerzeugung habe wohl ihren Peak erreicht. Die Zukunft gehöre den Erneuerbaren, vor allem der Solarenergie.
Mit bezahlbaren, leicht verfügbaren Maßnahmen könnte die Nahrungsmittelversorgung sicherer und widerstandsfähiger gemacht werden, insbesondere für gefährdete und arme Menschen. Gleichzeitig ließen sich die Emissionen damit senken. Das hat die Weltbank in einem neuen Report aufgeschrieben.
Schon heute hat die Welt genug Photovoltaik-Komponenten produziert, um ihren Bedarf bis 2030 auf dem Weg zur Klimaneutralität zu decken. Auch bei der Batteriezellfertigung sieht es gut aus, hat die Internationale Energieagentur errechnet. Allerdings wird ein Großteil der Schlüsseltechnologien noch immer in China hergestellt.
Bislang wird nur ein geringer Bruchteil der Abwärme von Rechenzentren verwertet. Über fünfhundert Wohnungen in Berlin-Schöneberg sollen ab Oktober 2025 über eine Wärmetrasse von einem Rechenzentrum des Deutsche-Telekom-Konzerns versorgt werden.
Förderung und CO2-Bepreisung soll deutschen Stahlherstellern helfen, klimafreundlich mit Wasserstoff zu produzieren. Ob Thyssenkrupp damit wettbewerbsfähig arbeiten kann, ist offen. Der Analysedienst Rystad Energy schlägt deshalb vor, die Produktionskosten durch internationale Arbeitsteilung zu senken.
Die Lücke zwischen notwendiger und angedachter Entnahme von Kohlendioxid (CDR) ist noch sehr groß, wie eine neue Studie erstmals zeigt. Doch ein Szenario macht auch klar: Würde die Menschheit drastisch Energie sparen, könnte der geplante CDR-Zubau schon einen Großteil liefern. Für neue Entnahmemethoden braucht es dennoch mehr Anreize.
Franziska Holz vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) findet die Strategie, alle Energienetze in städtischer Hand zu vereinen, nicht überzeugend. Am Ende könnten die Kunden oder die Steuerzahler die Zeche zahlen.
Zahlreiche Interessenverbände haben bereits ihre Wunschliste für einen europäischen Industrie-Deal vorgelegt. Ein solches Gesetzespaket könnte in der nächsten Legislaturperiode auf den Green Deal folgen. Als erste Abgeordnete aus dem Europaparlament haben nun die Grünen ihre Vorschläge unterbreitet.
Die Ampel diskutiert das Ende des EEG – und führt mit dem Solarpaket eine neue Vergütung ein: Gut elf Cent gibt’s für Strom aus Flugwindanlagen. Die Förderung ist auf 50 Megawatt gedeckelt und aus Sicht der Betreiber viel zu gering. Die erhoffen sich dennoch den Durchbruch und Zugang zum Luftraum.
Der Ausbau der Verteilnetze wird teuer, das steht außer Frage. Erste Zahlen deuten aber auf etwas höhere Investitionskosten hin als bislang veranschlagt. Die Finanzierung stemmen müssen oft kommunale Unternehmen, die sich dabei mehr Unterstützung wünschen. Die Bundesnetzagentur und das BMWK haben derweil vor allem die Kosten für Verbraucher im Blick.
Die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie ist geschwächt, das Thema dominiert voraussichtlich die nächste europäische Legislaturperiode. Alexandre Affre, Vize-Generaldirektor von Business Europe und Industrieexperte, fordert eine Entlastung der Unternehmen durch die Politik. Aber er ist gegen Subventionen für einzelne Branchen.
Die Stahlerzeugung und die Chemieindustrie können die europäische Wasserstoffwirtschaft maßgeblich vorantreiben, zeigt eine neue Analyse unter Beteiligung des Fraunhofer IEG. Demnach wäre selbst in einem Szenario mit minimalem H2-Bedarf ein europäisches Kernnetz zum Transport des Energieträgers nötig.
Die verheerenden Regenfälle in Dubai Mitte April waren beispiellos. Ein internationales Team hat nun untersucht, inwieweit sie mit der Klimakrise zusammenhängen. Obwohl die Forscher:innen den Beitrag des Klimawandels nicht genau bestimmen konnten, ist er die wahrscheinlichste Erklärung für das Starkregenereignis.
Mischwälder gelten als am besten gerüstet für die Herausforderungen des Klimawandels. Doch viele Baumarten gibt es nicht, die sowohl heute als auch morgen dafür geeignet sind, heißt es in einer aktuellen Studie. Derweil wird ein großes Programm zu Klimaanpassung im Wald fortgesetzt, wie es am Montag hieß.
Laut Gebäudeenergiegesetz sollen Netzbetreiber für die Übergangszeit zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung Fahrpläne erstellen, sofern sie auf Wasserstoff setzen. Sie fordern dafür Flexibilität und Risikoabsicherung, wie eine Konsultation zeigt. Umwelt- und Verbraucherschützer warnen vor einem Irrweg.
Das GEG eröffnet Gemeinden mehr Spielraum, Haushalte zum Anschluss an ein Fernwärmenetz zu zwingen. Deswegen muss aber niemand fürchten, seine Wärmepumpe wieder herausreißen zu müssen, stellt der Verband BWP in einem Rechtsgutachten klar. Sorgen müssten sich eher Besitzer von Gas- und Ölheizungen.
Thyssenkrupp Steel bekommt einen höchst umstrittenen Energiepartner: Den Oligarchen und Leag-Eigner Daniel Kretinsky. Wirtschaftsminister Habeck zweifelt deswegen nicht am Transformations-Kurs des größten deutschen Stahlkochers. Die Arbeitnehmer fühlen sich überrumpelt.