Die Staats- und Regierungschefs sollen auf der Weltbiodiversitätskonferenz COP16 handeln, um öffentliche und private Finanzflüsse auf das globale Naturabkommen auszurichten. Das fordern Finanzinstitute mit 22.100 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen. Sie setzen sich dafür ein, den dramatischen Verlust an Arten und Ökosystemen bis zum Jahr 2030 umzukehren.
Die EU setzt praktisch keine Grenzen, was die künftige Verwendung von Zertifikaten aus der CO2-Entnahme angeht. Forschende machen nun Vorschläge, auf welche Bereiche die Politik den Einsatz begrenzen sollte. Nicht einzahlen sollen die Zertifikate demnach auf die übergeordneten Klimaziele – zumindest nicht direkt.
Die Bundesregierung wird das geologische Speichern von Kohlendioxid ermöglichen – nicht nur im eigenen Land, sondern auch außerhalb auf hoher See. Die federführende Umweltministerin gibt ihre anfänglichen Bedenken auf. Norwegen bleibt trotz Schwierigkeiten Exportziel Nummer eins.
Mit deutlicher Verzögerung hat die Bundesregierung die rechtliche Anpassung an den verschärften EU-Emissionshandel auf den Weg gebracht. Einige Details bleiben aber noch offen. Kritik kommt an der geplanten Ausweitung des Emissionshandels auf Abfallverbrennung.
Wirtschaftsverbände kritisieren die geplante Novelle des Energieeffizienzgesetzes, sie fordern weniger Vorgaben für Unternehmen und höhere Schwellenwerte für Energieaudits. Selbst schon geltende Regeln wollen die Verbände zurückdrehen. Effizienzfachleute verweisen bei der Anhörung im Bundestag dagegen auf ungehobene Potenziale der Energieeffizienz.
Die Erleichterungen für Erneuerbare-Gebiete in Nord- und Ostdeutschland werden konkreter. Bei mehreren Netzbetreibern sinken die Netzentgelte ab Januar um über 20 Prozent. Auch wenn noch nicht alle Zahlen vorliegen: die Bundesnetzagentur geht bereits davon aus, dass das Entlastungsvolumen höher ausfällt als zuvor veranschlagt.
In der Krise verliert die Klimapolitik an Relevanz. Was können die demokratischen Parteien dagegen tun? Ein Gespräch mit dem Politikberater Johannes Hillje darüber, wie ein Neustart für das Thema bei den Grünen aussehen kann, warum die SPD Fachkräfte direkt adressieren sollte und warum die CDU Gefahr läuft, sich bei der Technologieoffenheit zu verrennen.
Bei Gebäuden mit schlechter Energieeffizienz können Sanierungsmaßnahmen besonders viel CO2 einsparen. Allerdings ist die Datenlage zu Gebäuden in Deutschland dürftig, selbst die Zahlen zu ineffizienten Gebäuden variieren. Deshalb soll die Datenbasis besser werden. Wie das gelingen kann, dazu machen Wissenschaftler:innen Vorschläge.
Der iranische Angriff auf Israel vergangene Woche hat auf den Erdölmärkten für Verunsicherung gesorgt. Sollte der geplante israelische Gegenschlag Irans Erdölinfrastruktur ins Visier nehmen, könnten die Erdölpreise sich mehr als verdoppeln, warnt ein Experte. Dies aber hätte das Potenzial, die Chancen der Demokraten im US-Wahlkampf zu schmälern.
35 „planetare Lebenszeichen“ hat ein Forscherteam mit deutscher Beteiligung untersucht. Mehr als zwei Drittel der Indikatoren zeigen einen negativen Rekord an. Der Ausbau der erneuerbaren Energien reicht wegen steigenden Verbrauchs nicht, um die Emissionen des Energiesektors insgesamt zu senken.
Die proeuropäische Zivilgesellschaft in Serbien protestiert gegen Lithiumabbau und den autokratischen Präsidenten Aleksandar Vučić. Ausgerechnet aus der EU und der Bundesregierung gibt es Unterstützung für das Rohstoffvorhaben. Ein ehemaliger deutscher Außenminister verdient an Lobbyarbeit für das Betreiberunternehmen Rio Tinto.
Eine Erhebung des Ariadne-Projekts zeigt einen deutlich positiven Effekt auf die Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene und den CO2-Ausstoß durch das Deutschlandticket. Wenn der Preis auf 58 Euro steigt, würde allerdings die Hälfte der Klimawirkung entfallen.
Das Bundesamt BASE stellt in dieser Woche ein Konzept für Beteiligungsprozesse zur Atommüll-Endlagersuche vor und hofft auf das Vertrauen der Bevölkerung. Ende 2027 sollen die möglichen Standortregionen weiter eingegrenzt werden.
Mit teils sehr detaillierten Fragen werden die EU-Parlamentarier die designierten Kommissare prüfen, wie der Entwurf eines Fragenkatalogs zeigt. Besonders die Anhörung des Industriekommissars Stéphane Séjourné dürfte spannend werden. Fraglich ist, wie stark er durch die Politik seiner Heimat Frankreich beeinflusst ist – etwa bei der Atomkraft.
Handelskonflikte und soziale Schieflagen könnten ein ehrgeiziges EU-Klimaziel 2040 untergraben, warnen Fachleute in einem neuen Report. Sie fordern einen widerstandsfähigen politischen Rahmen, der „grüne Diplomatie“ beinhaltet und ärmere Bevölkerungsgruppen finanziell unterstützt. Die Kostenentwicklung neuartiger Technologien gilt als Risiko.
Verträge mit deutschen Abnehmern tragen zum rasanten Wachstum der LNG-Industrie in den USA bei. Ein RWE zugeschriebener Deal könnte nun den Bau eines neuen Terminals in Texas auslösen. Aber Umweltschützer gehen juristisch gegen dieses und ein weiteres Projekt am selben Standort vor – bisher mit Erfolg.
Erneuerbare Energien müssen in Zukunft einen starken Beitrag zur Systemstabilität leisten. Das betont Christoph Müller, designierter Chef des Übertragungsnetzbetreibers Amprion, im Interview. Darin stellt er den Nutzen einer möglichen Teilung der deutschen Stromgebotszone in Frage und fordert einen besseren Finanzierungsrahmen für den Netzausbau.
Die KfW beteiligt sich an Bergbauprojekten im In- und Ausland, um Deutschlands Versorgung mit kritischen Rohstoffen zu sichern. Die Interessenten stehen an. Kanzler Scholz macht Lithium aus Sachsen, Serbien und Kasachstan zur Chefsache.
Klimaschutz und eine wettbewerbsfähige Industrie: Beide Ansprüche will die EU-Kommission miteinander vereinen. An welchen Erkenntnissen sie sich dabei orientieren wird, zeigt die gestern vorgestellte Bilanz der Energiewende-Dialoge. Experten warnen jedoch davor, die Energiekosten für die Industrie zu subventionieren.
Das Bundeskartellamt stellt dem Ladestrommarkt in seiner Sektoruntersuchung kein gutes Zeugnis aus: An vielen Stellen gibt es kaum Wettbewerb. Der Bund und die Kommunen haben Fehler gemacht, ein Positivbeispiel ist die Ausschreibung für das Deutschlandnetz.
Immer mehr Unternehmen investieren in die Herstellung von emissionsarmem Wasserstoff. Doch es gibt zu wenig finanzielle Zusagen, um die Verbrauchsziele der Regierungen zu erreichen, wie ein neuer Bericht der IEA zeigt. China liegt derweil auf Platz eins, was handfeste Vorhaben für neue Elektrolysekapazitäten angeht.
Die Szenariorahmen der Netzbetreiber sollen die Basis für die Netzentwicklungspläne darstellen. Kritik aus der Branche kommt an den unterschiedlichen Annahmen bei der Modellierung der Gas- und H2- sowie der Strom-Szenarien. Auch die Erkenntnisse der Gasverteilnetzbetreiber müssten einbezogen werden, fordern die Verbände in ihren Stellungnahmen.
CCS ermöglicht die Herstellung von blauem Wasserstoff. Bei der Berechnung seiner Klimabilanz will die EU-Kommission, dass Unternehmen künftig Emissionen aus drei Quellen einkalkulieren: Den Betrieb von CCS, den Transport des CO2 und das Verpressen von Kohlendioxid. Deutschland stellt die Verordnung offenbar aus taktischen Gründen infrage.
Der Wirtschaftsminister hat eine Reform des Vergaberechts vorgeschlagen. Öffentliche Aufträge sollen öfter direkt vergeben werden - ohne aufwendiges Verfahren, dafür aber nach sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitskriterien. Damit kommt er EU-Forderungen aus dem Net Zero Industry Act nach.
Im Vergleich zu Dänemark und Norwegen hinken Deutschland und Großbritannien bei der Dekarbonisierung des Strom-, Wärme- und Mobilitätssektors noch hinterher. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung, die heute veröffentlicht wird. Sie setzt auf Frühwarnindikatoren zum Messen der Klimaschutzfortschritte.
Nach der Gaskrise ist Energiearmut in Polen ein stark debattiertes Thema geworden. Entsprechend formiert sich politischer Widerstand gegen die Einführung eines Emissionshandels für Gebäude und Verkehr auf europäischer Ebene. Ob das Projekt Europa spalten kann, wird auch von Deutschlands Bemühen abhängen seine Klimaziele zu erreichen.
„Verdammt schwer“: So nennt SPD-Politiker Jochen Flasbarth das deutsche Ziel, ab 2025 sechs Milliarden Euro für die internationale Klimafinanzierung bereitzustellen. In Zukunft soll es deshalb verstärkt darum gehen, private Investitionen zu mobilisieren. Niedrigere Kapitalkosten können dabei bereits viel bewirken, zeigt eine neue Studie.
Das Bundeswirtschaftsministerium will noch im Oktober erste Eckpunkte zum Kapazitätsmarkt in die Ressortabstimmung geben. Bei der gestrigen PKNS-Sitzung verteidigte das Ministerium zudem den kombinierten Kapazitätsmarkt. Die Stakeholder waren dagegen gespalten. Die BMWK-Präferenz einer produktionsunabhängigen EEG-Förderung lehnte dagegen die Mehrheit ab.
Die zunehmende Hitze wird zum wachsenden Gesundheitsrisiko – besonders für Kinder und Jugendliche. Das zeigt der aktuelle DAK-Kinder- und Jugendreport. Dreiviertel von ihnen leiden bei Hitze, etwa unter Schlafproblemen oder Kreislaufbeschwerden. Deshalb fordern Ärzt:innen einen adäquaten Klima- und Hitzeschutz als Gesundheitsschutz.
Mit Beschluss des CCS-Gesetzes werden Anträge wohl nicht lange auf sich warten lassen. Naturschützer fordern, die neue marine Raumplanung abzuwarten. Weil es eng wird in der Nordsee, sollen CO2-Speicher und Offshore-Windparks kombiniert werden.
Der Chemiekonzern Wacker will bis 2045 klimaneutral werden. Doch CEO Christian Hartel warnt im Interview: Wenn die Strompreise nicht sinken, verliert die Industrie bei der grünen Umstellung den Anschluss.
Die Durchschnittstemperaturen stiegen zuletzt schneller an. Fachleute warnen vor einem galoppierenden Klimawandel sowie häufiger und heftiger werdenden Extremwettern. Sie fordern mehr Tempo bei Klimaschutz und Anpassung. Passend dazu hat Umweltministerin Steffi Lemke ein Hochwasserschutzgesetz vorgelegt, um den Bau von Deichen und Dämmen voranzutreiben.
Das Wasserstoffbeschleunigungsgesetz, mit dem die Bundesregierung den Markt für diesen Energieträger in Gang bringen will, finden große Teilen der Energiebranche zu eng gefasst. Welche Anlagen und Wasserstoffvarianten zusätzlich hinein (und privilegiert werden) sollen, zeigte eine Anhörung im Bundestag.
Lange hat die Regierung um ein Energieeffizienzgesetz gerungen, das verschiedene Pflichten für die Betreiber von Rechenzentren vorsieht. Nun soll das Gesetz an die inzwischen geltende Richtlinie der EU angepasst werden. Die Branche hofft so auf Ausnahmeregeln zum Schutz von sensiblen Daten.
Bei der heutigen PKNS-Sitzung wird auch der kombinierte Kapazitätsmarkt Thema sein. Ein Vorteil des BMWK-Modells ist, dass es dezentrale Flexibilitäten berücksichtigt. Eine Analyse kommt nun zu dem Schluss, dass dies auch im zentralen Design möglich wäre. Der Vorschlag der Autor:innen: Ein knapp gehaltener zentraler Kapazitätsmarkt mit Erweiterungsoption.
Die Bundesregierung will die Genehmigungsverfahren für Geothermieanlagen, Wärmepumpen sowie Wärmespeicher per Gesetzesänderung beschleunigen. Bei den Verbänden stößt das auf Zustimmung, sie fordern aber weitere Erleichterungen für Großwärmepumpen und Wärmespeicher.
Fatih Birol, der Chef der Internationalen Energieagentur, wird nicht müde, Regierungs- und Konzernchefs die Transformation zu predigen. Im Interview erklärt er, was er über die deutsche Energiepolitik denkt, über scheinheilige Öl- und Gaskonzerne, die Rolle der IEA und den Energie-Winter in der Ukraine.
Klimaschutz spielte in der öffentlichen Wahrnehmung zuletzt eine geringe Rolle – wie die jüngsten Landtagswahlen zeigen. Trotz fortschreitender Erderwärmung verlieren viele Menschen das Interesse oder flüchten in alternative Erzählungen. Ein Bündnis aus Forschenden und Praktikern fordert in einer Charta neue und motivierende Wege der Klimakommunikation.
Italiens Ministerpräsidentin Georgia Meloni schimpft auf den Green Deal. Den von ihr ins Rennen geschickten Kandidaten Rafaelle Fitto hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aber mit Themen betraut, bei denen er den Green Deal unterstützen muss. Kann das gut gehen?
Je mehr Strom die inzwischen mehr als drei Millionen PV-Dachanlagen mittags einspeisen, desto größer wird die Netzlast: Intelligente Steuerungssysteme könnten die Erzeugungsspitzen abfedern, aber zu wenige sind installiert. Und bevor 2025 ein klärendes Gesetz in Kraft tritt, sind noch viele Probleme zu lösen.
Kommenden Sonntag wählt Österreich ein neues Parlament. Trotz großer ideologischer Unterschiede hat die türkis-grüne Regierung, bestehend aus der konservativen ÖVP und den Grünen als Juniorpartner, fünf Jahre durchgehalten. Die Bilanz der Klimapolitik ist durchwachsen. Die Energieversorgung des Landes hängt nach wie vor stark von Russland ab.
Die EU-Kommission könnte sich mit ihrem Plan für eine klimaschonende Industrie verzetteln, warnt das französische „Institute for Climate Economics“. Für den Erfolg des angekündigten „Clean Industrial Deal“ brauche es ein klares Leitbild, den Austausch mit der Branche und einen Investitionsplan. Ein Knackpunkt des Projekts dürfte die Finanzierung werden.
Eine Trennung der einheitlichen Strompreiszone bietet auf kurze Sicht keinen eindeutig nachweisbaren Nutzen und sollte aufgrund möglicher Verwerfungen unterbleiben. Zu diesem Urteil kommt eine Studie im Auftrag des Landesumweltministeriums in Baden-Württemberg, die Tagesspiegel Background vorab vorliegt. Entscheidend bleiben Fortschritte beim Netzausbau.
Mit dem Just Transition Fund unterstützt die EU Regionen, die noch an der Kohle hängen. Seine Förderphase läuft bis 2027. Eine Allianz von Umweltverbänden fordert schon heute mehr Klarheit über die Zukunft des Fonds. Und liefert Vorschläge, wie er verbessert werden kann. Denn einige Länder in Osteuropa haben Schwierigkeiten mit dem Geldtopf.
CO2-Speicher sind noch verboten, sollen aber bald Betriebskostenzuschüsse vom Bund erhalten. Welche Sektoren und Anlagen einen Anspruch erheben dürfen, legt die Carbon-Management-Strategie fest. Laut Entwurf sind Eisen und Stahl von der Förderung ausgeschlossen – nicht ganz überraschend, aber zum Unverständnis des Verbandes.
15 Staaten wollen gemeinsam die Kernkraft vorantreiben. Doch die globale Marktentwicklung und Prognosen im neuesten „World Nuclear Industry Status Report“ lassen die Wettbewerbschancen der Kernenergie gering scheinen. Die erneuerbaren Energien sind zu erfolgreich.
Betreiber von Steinkohlekraftwerken wünschen sich eine Öffnung der im Kraftwerkssicherungsgesetz geplanten Modernisierungsausschreibungen für ihre Anlagen. Auch an weiteren Vorgaben für den Bau neuer Erzeugungsanlagen gibt es Detailkritik, wie Reaktionen zum Konsultationspapier des Bundeswirtschaftsministeriums zeigen.
Die EU-Abgeordnete Delara Burkhardt (SPD) fordert angesichts verheerender Überschwemmungen ein europäisches Gesetz zur Klimaanpassung. Experten reagieren überrascht bis verhalten auf den Vorschlag – und dringen auf insgesamt mehr Anstrengungen und mehr Tempo bei Vorkehrungen gegen Klimafolgen.
Der Ausbau der Fernwärme in Deutschland stockt: Jährlich werden nur rund 30.000 Gebäude an ein Wärmenetz angeschlossen. Eine Studie der Agora Energiewende zeigt, dass jedes Jahr fünf Milliarden Euro in die Fernwärme investiert werden müssten – doch unter den derzeitigen Umständen wäre das für viele Unternehmen ohne massive Preissteigerungen nicht machbar.
Die geplante Abschaffung des Bandlastprivilegs für die energieintensive Industrie hat der Bundesnetzagentur in den letzten Wochen viel Kritik eingebracht. Entscheidend für den Erfolg der Neuregelung sind laut Experten die Länge der Übergangsfristen. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Stakeholdern werden in ihren Stellungnahmen deutlich.
Der einzige Windturbinenbauer der Ukraine im Multi-Megawatt-Bereich hat sein komplettes Werk und die Belegschaft aus der Nähe der Front 1500 Kilometer weit in die Westukraine verlegt. Aber eigentlich beginnt die Geschichte von Friendly Wind Technology im Westerwald.
Seit über zwei Jahren wird das Gelände des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja immer wieder beschossen. Nun ist ein Teil der Anlage abrissreif. Christoph Pistner, Physiker und Leiter des Bereichs Nukleartechnik und Anlagensicherheit am Öko-Institut e.V., erklärt, wie groß die Gefahren sind.
Belgien kombiniert CfD und Kapazitätsprämie zur Förderung von Offshore-Windparks. Es ist ein Vorgeschmack auf die nächste große EEG-Reform in Deutschland.
Im neuen Team von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen überlappen sich die Zuständigkeiten im Energie- und Klimabereich. Zu den wichtigsten Personen zählt Teresa Ribera, die als Wettbewerbskommissarin mit der sauberen Transformation beauftragt wird. Dan Jørgensen ist designierter Energie- und Wopke Hoekstra ist designierter Klimakommissar.
Die Stahltochter von Thyssenkrupp soll mit ihrer Umstellung auf klimaschonende Produktion eine milliardengeförderte Erfolgsgeschichte liefern und Ankerkunde für grünen Wasserstoff werden. Aber das Unternehmen wankt und im Konzern herrscht Streit. Wirtschaftsminister Habeck wird unruhig.
Über den „SoutH2 Corridor“ soll einmal grüner Wasserstoff aus Nordafrika über Italien bis nach Süddeutschland gelangen, größtenteils durch umgerüstete Erdgas-Pipelines. Das Vorhaben ist ambitioniert, schon 2030 plant die EU mit größeren Molekülimporten. Noch fehlt es aber an Produktionsanlagen in den Lieferländern.
Nutzen statt Abregeln von Strom – das ist das Prinzip hinter dem Paragrafen 13k EnWG. Dass die Regelung erfolgreich sein wird, bezweifeln Branchenvertreter. Eine Studie zeigt nun aber das Potenzial von 13k: Der bereitgestellte Strom wäre im besten Fall nur halb so teuer wie im Großhandel. Profitieren würden Elektrolyseur- und Großwärmepumpenbetreiber.
Der Bundeskanzler ist am Sonntag nach Zentralasien aufgebrochen – seine erste offizielle Reise dorthin. Auf dem Programm stehen neben Migrations- auch Energiethemen. Interessant sind Usbekistan und Kasachstan auch wegen ihrer Rohstoffvorkommen. Ein Ziel der Reise: ein Vertrag über mehr kasachisches Rohöl für die PCK Raffinerie in Brandenburg.
Ursula von der Leyen will kommenden Dienstag ihre Kommissare vorstellen – doch auch dieser Termin wackelt. Klar ist: Der Schwerpunkt der nächsten EU-Kommission wird nicht mehr auf der Klima-, sondern auf der Wirtschaftspolitik liegen. Ob die Spanierin Teresa Ribera das Transformationsressort verantworten wird, bleibt unsicher.
Die Energiewirtschaft müht sich um eine gemeinsame Haltung zum Thema Kapazitätsmärkte. Scharfe Kritik am vom Bundeswirtschaftsministeriums favorisierten Modell kommt insbesondere von den Übertragungsnetzbetreibern. Nun ziehen auch Juristen die Europarechtstauglichkeit des Modell in Zweifel.
Klimaschutz ist in den Umfragen abgestürzt. Die Arbeit der Ampel-Koalition dürfte auch viele Aktivisten enttäuscht haben. Die Bewegung Fridays for Future will am kommenden Freitag dennoch möglichst viele Menschen für den Klimaschutz auf die Straße holen. Wie kann das gelingen?
Eine Verbesserung der biologischen Bodenvielfalt um ein Prozent könnte in Deutschland einen wirtschaftlichen Wert von circa 14 Milliarden Euro pro Jahr erzeugen, heißt es in einer neuen Studie. Mikroorganismen in Böden könnten im Kampf gegen den Klimawandel helfen, für sauberes Wasser und Nährstoffe sorgen.
Ab Januar soll bei negativen Strompreisen die EEG-Förderung entfallen, hatten die Ampel-Spitzen verabredet. Im Entwurf zur EnWG-Novelle ist die Regelung aber nicht umgesetzt. Die FDP und andere drängen darauf.
Nach langer Verzögerung hat das Bundeswirtschaftsministerium in zwei Konsultationspapieren Details zur Kraftwerksstrategie enthüllt. Geplant sind wechselnde Auktionen für reine Gaskraftwerke und wasserstofffähige Anlagen. Für die lokale Steuerung soll ein Südbonus sorgen. Der Zeitplan bleibt ambitioniert.
Mehr Biodiversität, eine sichere Ernährung, weniger Emissionen und noch Platz für Biomasse: Bis 2045 kann der EU-Landnutzungssektor so aussehen, dass kein gesellschaftlicher Anspruch offen bleibt. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfassende Studie des Thinktanks Agora Agrar. Allerdings gibt es dann an anderer Stelle erhebliche Veränderungen.
Der Einstieg von Bund und Land bei der Meyer Werft ist beschlossen - auch aus militärischen Gründen. Selbst die Union stimmt ausnahmsweise zu. Die Linke gibt nichts auf die Exit-Strategie der neuen Eigner und schwört alle auf eine dauerhafte Beteiligung ein.